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Wiener Morgenzeitung · 1925-02-11 · Heft 2147 (11.2.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2147 (11.2.1925)
Date
1925-02-11
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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mm b_Mm. MWsV noch befangen. Doch gerade diese jugendlich-unfertige WiederigaVe des MlMrtschen JugendweÄeS war nicht ohne Pikanten Retz. So danken wir dem eifrigen Zusammenspiel der Damen Tr«er, Bierthaler mtd Feiler, der Hrrven Anders, Herbert, Ettl und Lengyel, dem von Dirk Fock geleiteten vortrefflichen Orchester und der bewahrten Regie des Herr» T u r n a u die Bekanntschaft mit einem ungomorn reizvollen Deck, welchem wir tat Redoutenifaoil mit Särrgern der StaalSoper gerne wieder begegnen möchten. Durch die unermüdliche Energie des Rektors Jvsvf M a rx ist die Hochschule für Musik nun doch unter Dach gebracht worden. Sie hätte ihre Tätigkeit erzieherisch und künstlerisch nicht vechoißungNwller eröffnen können als mit einer Erstausführung Mozarts. Denn bei chm ist in der vollkotMtenen Harmonie zwischen Wollen, Müssen und Können eine ganz wunderbare JLmtität zwischen Freiheit und Notwendigkeit — vielleicht zum letzten Male in der Musikgeschichte — erreicht worden. Erwin Felder. SÄmktzler für H»o zuSenmum. Bor zehn Jahren ist ^rgo Zuckerman» an einer im Kriege erhsttmen Verletzung gestorben. Kurze Zeit nach feinem Tode erschien eine Smnmlung fttaer Gedichte, die nicht der bewußt geformte A«Sdruck feines Gefühlslebens, vielmehr herauSgeschleudevte Fragmente sl'iines MgendM-überschwewAichen Tempevamenis waren. Sonntag den 8. d. vormfftait-ete der Verein zionistischer Hochschüler, zu dessen Gründer» Hugo Zuckevmann gchörte, eine Gedenk.'.tier im Kleinen Konzerthaus. Zunächst kam als weihevoller Mord em Beethoven-Quintett, dargebracht vom Holzbläserqumtott -er Stavtsoper. Hierauf hielt der Herausgeber der Zuckermannfchen Sedichte Dr. Otto Abel es die Ged-onkvede, die ta höchst eindrucksvoller Weise Zuckermawns Wesen, sota Menschentum unb Jeiwe jugendliche jüdische Seele zur Goltung brachte. Frau LSi Marberg und Herr Reumaun-Nördlingen sprachen eine Reche Zuckermannschdr Gedichte, die von den zahlreich erschienenen Vevchvern und Freunden des unvergeßliche« Toten mit tiefer Bewegung ausgenommen würben. Jnsbesondsve die Wiedergabe zweier Gedichte durch Frau Marbery — die Künstlerin rezitierte Zuckevmann frei aus dem Gedächtnis — war ganz meisterhaft. Samstag den 14. d. um 8 Uhr abends findet im Cas>.' de France etae intime Zusammenkunft der Beveinsmitglvetzer deS^Theodor Herzl" statt, bei welcher Ertawerungen privater Natur au den tote» Ächter ausget-aufcht werden. Aus Lea Theatern. B u r g L b e a t t1. Morgen, 7 Uhr abends. ytttttp von Ber g e r a.c". B o l k r o p e r. Hent«. „T a n » h.L n s e r' mit Heinz »renlen vom Grazer Opernbaus als Gast. Morgen „Tose a". -- Demnächst gelange» einige volkstümliche Vorstellungen bei h alb e n V reis e n zur Auffübrung. als .deren erste Montag den 16. d.. abends. Lortzings komische Oper »Zar und Z i m m e r m,a n n* in Szene, geht. Deutsches' V o 11 Stbeater. Samstag, 14. d.. beginnt Alexander M o i s s t als König Montezuma in „Der weiße H eil a n bM fei» Gastspiel. Raimund-Theater. Samstag nachmittags „Min » a von Barnhelm". Sonntag. 3 Uhr nachmittags. „R o t k ä v p ch e n". - _ , e °i c 1 a »- der Wie». Sonntag nachmittags „W i e n e r B l u t von Jobann Strauß. „Gräfin Mariza"' wird nur mehr eine-Woche lang gegeben. Modernes Tb e ater. Heute. V,8 Uhr. Uranftabrung von Mer hilft Emil y?". ein Flirt in drei Akten von H. M. Haarwood mit Charlotte Ander in der weiblichen Hauptrolle. R o b ert --.S t o l z - B üh » e. Freitag den 13. d.. 8 Uhr. beginnt das EusemSlegastlviel deö Deutschen VolkstheaterS mit der Uraufführung der Komödie in sechs.Bilder« „Hi lfe! — Diebe? — Liebe!" von Sachä Gnitry, in der Inszenierung von Karlheinz Martin. Die gildeue Pawe. Heute und morgen Donnerstag, 7,8 Ubr. »nd Sonntag, '7,2 Uhr nachmittags finden die letzten Aufführungen des zweitat Programms statt. ' . Josef. Sulzer 75 Jahre alt. Gestern feierte einer der fernsten Musiker Wiens, der Cellist Josef Sulzer, ° seinen 75. Geburtstag. Sulzer gehörte durch 30 Jahre dem Orchester der Wiener Oper an und-hat auch ak Chordirektor der Wiener jüdischen Kultusaemernde um die Ausbildung und musikalische Kultur der Tempelchöre sich sehr verdient gemacht. Bis vor kurzer Zeit begegnete i man der schlanken, vornehmen Erscheinung des greisen Künstlers auf dem Podium der Wiener Konzertsäle und bewunderte sein edles, ausgeglichenes Cellospiel. Josef Sulzer» ein Soyn des grogen Salomo» Sulzer, des Komponisten berühmter Synagogengesänge, Mite auch zu den wertvollsten Mitgliedern der - Wiener Philharmoniker und gehörte als Cellist dem Hestmesberger- Quartett an. In der jüngsten Zeit hot der allseits verehrte Jubilar nicht mehr öffentlich konzertiert. Neuerwerbungen des Deutschen BolkStheaters. Georg Kaiser hat fome letzte dramatische Arbeit „Gats" dem Deutschen Dosskstheater zur Uraufführung Übergaben. lieberdies hat d'e Direlkttan KaÄ Slernhetms neues Drama „Oskar Wrltz«" erworben. Konzert Martha Blank - Ernst Feiner. Eime angenehme Ueberraschuna bot die Opernfänyerin. Mavcha Blank, die jüngst-tar Kleinen Musikveremssaal ihr diesjähriges Konzert absolvierte., Ein Heller. samtener Sopra», ta allen Registern ausgeglichen, brachte Mozart «Jl re paftore und „Kubsr- Me") und Meyerbeer („Dinörah") zu vortrefflicher N'lrung. wobei besonders die leichte Kplavatur zu würdigen ist. Der Geiger Ernst - Fe i ne r brillierte mit Bwttis Bio-Unkon-rvt und den bereits klaffifch gewordenen Tavttai-KpeiAer'Varitttonen über ein Thoma von. Corelli. Das zahlreich evschil.-nem PübRkuim stand ganz unter dem Eindruck oer künstlerischen Ddrbistungen und zeichnete Frau Wank und Herrn Feiner durch chtlnhen Beifall outz. : % . Rektorsiustallation an der Wiener Musikhochschule. In Wlicher. Weis« , fand. gestern um 12 Uhr mitta,^ cm der W-ftner Mustk- und Thoa'r'rHochschule' die erste RektvrSmauguration statt. Eine Hornbläser-Symzchome der Akadomi« tatet« die Feier mit dem Wochallamativ ein. worauf Nnterrichtsmmrster Dr. Schneider die Bodoutuna des Tages für das Just'ttnt,^ für dis M-rsikstadt Wien und für ganz DosteryM würdigte rtad den neugewähsten ersten Rektor Professor ^rat Dr. Josaf Marx m Amt «ch Würde «ützrtz^ % > 1 ).r;^ . l ' ... . - . . . _Vlerrer MvrBk«zeM«ßk. Serichtrsaal. »Sk will wm mW« SSHve» aicht», ich gehe in Mt Sekssrzmg." Da- Schicksal eines 89jShrigen Vaters. , Ein tranmges Familienbivd wurde .gestern beim Zivilvezirksgericht Leopoldstadt entrollt, m der dcr 89jährige vwwttwete Private Moritz Redlich gegen seinen Sohn, den Arzt und Hausbesitzer Dr. Ludwig Redlich, auf Zahlung einer Mmentatimt von 700.000 Kronen Monatlich austrat. Wiv in der dttrch Dr. Ber.old Kardegg vertretenen Klage ansgeführt wurde, U der Kläger vollkornmen erwerbsunfähig und verMöoertHlos. Er hat drei Kinder, zwei Söhne, den Bundcsbahnbcainten Siegrmmd ReÄlich, bei welchem er seit zwei Jahren wohnt. Doktor Lirdwig Redlich, der nach JtchaU der Klage Hausvcsttzer nmd als Arn ein MindesteinkoMmen von acht Millionen monatlich hat, Mreßlich eine Tochter, dir Diktnalienhändlerin ist. Ter Beklagte. Dr. L-uidwig Redlrch, hat zu den Berpfleoskosten kür seinen Var.u: bisher einen monatlichen Beitrag von rmr , 180.000 K. gvleistot. Der Vertreter des Beklagten erklärt«, daß sein Klient sich keineswegs der Mimcntationspflich: gegenüber seinem greisen Vater entziehen wolle, obzwar er hierzu nicht verpflichtet gewesen sei. Dr. Fischer fichrt« .aus. daß Siegmund Redlich dis VLripflich'ung iibernouunen halbe, für die Berpjleguna seines Vaters allein aafzukommen. wogegen Dr. Ludwig Redlich seinem Bruder damals einen Betrag von 2000 Tschechokronm, herrührenv aus dem Verlaus eines dem Kläger gehörigen HauseS. überlassen habe. Der Beklagte, erklärte Dr. Fischer, ses nicht dmnit e'-nve-rstanden. daß sein Vater bei dem Sohne Siegmund Redlich wohne und verpflegt werde, da er mit Siegmund in Feindschaft lebe. Es wäve für den alten Mann am besten, wenn er in etae Verso r gu n g s a n st a l t käme. Der Richter, Land'sgerichtsrat Dr. Obertimpfler, richtete an dm Kläger die Frage, ob er bereit wäre, in eine Berforcmngsanstalt zu gehen. Der Kläger, der mühsam zu dem Gertchtstisch trippelte, b-Erkte wehmütigen Tvnss: ..Herr Doktor, ich gehe, wohin man mich schickt!"" Bezüglich des erwähnrs:r Hansverkauses erklärte Dr. R dlrch. daß er den größten Teil die>c Summe seinen Geschtoistern gegeben habe. Richter: Es wundert mich, daß bei Luvzeiten des alten Mannes sein Haus verkauft und der Kaufpreis urr'er seine Kinder ausgeteilt wurde. Das ist enre „Erbteilung bei lebendigem Leib". Dr. Ludwig Redlich erklärt« daß sein Bruder auch in der Lage fei, für den alten Vater zu sorgen, da zwei feiner Kinder bereits selbständig sind. D>'e beiden, die tat Saal anwesend waren, riefen: „Wir sind jetzt arbeitslos". Es wurde barnt noch längere Zeit gestritten, wer zur Versorgung des alten Mannes verpflichtet sei. Schließlich wurde dem .Mäg'r, der wiederholt über >das Bovgebrachte den Kopf geschüttelt hatte, der Streit unter den Kindern 'anscheinend zu dumm, denn plötzlich trippelte er vor den Richtertisch und arblärte: ,Lerr Doktor, ich will von meinem Sohn. Am Doktor, nichts, ich Mrde schon in die Versorgung kommen." Mit Rücksicht auf dich» Erklärung einigten pch die Parteien auf Ruhen des V c rsatzrens. Die „usuellen Nachtmähler" des Fußballklubs. Der Jagenisur und Beisitzer eures oiaktrotechwilschon Unternehmens Emil Schall war länger^ Zeit Vorstandsinrtql iet> und später BbzspräsidLnt des SporMubs C r i ck e t. Ms min der Klivb eine neue Anlage in der Krieau errichtete, ließ sich Schall 12,5 Mllionen Kronen auf Rechnung des Klubs -van der Uni- Vevsäl VaiucMieuge.sellschaft ausfollgen, um, wi« er angab, die Kaution für einen Zahler des städtischen Elektrizitätswerkes zu erlegen. Diese Kaution ist aber niemals evlagt nud auch gar nicht verlangt worden. Die Staatsanwaltschaft erhob gogen Schall Stvasautrag wegen Devuntreamng. In der BerhaM-ung vor dem Eru-ölvichter -Oberilandesgerichtsrat Dr. Hummel erksävte sich dn Angeklagte nicht schuldig- Er habe übrigens gegen den Devvin, der sich dcmvals -in Zahlaln-gsichwierigkeiten besarch. eine Forderung von mehr als 16,5 Millionen gehabt, weil er für Nachtmähler an Spieler, dann für Lohne an Arbeiter aus dein Sportplatz und zur Deckung anderer Spesen große Beträge ausgegebrn hatte. Richter: Was für NachtmWler haben Sie denn bezahlt? — Angekl.: Ich halbe für dir ^usuellen N a ch t m ä h l e r". die den Spie-lern gegÄsen"wurden — «s waren dies durchschnitMch etwa 12 bis Io Personen —, jädesmal etwa 300.000 bis 400.000 K. ausgegeben. — Staatsanwalt: Da ist aber noch eür weiter Weg bis M 16F Millionen. Der Beretastassier Herr Knöpfeltmacher erklärte, Schall halbe für die Gastmahller dem Verein nichts aufgevechnet, man habe angenommen, daß diese gelegendlicheu Auslagen so wie bei andeven BeroinsftnÄtionären Schenkungen seien. Der Richter ernannte den Angeklagten der Veruntreuung sowie des Betruges schuldig und verurte-il-te ihn zu einem Monat schweren Kerkers. Wo Katzen vom Dach« fallen. In dem Hause Babenbergevstvaße 5, einem Dtaatsgebäude, in welchem sich die Amtliche ^stachvichtensbelle befindet, ereignete sich in den letzten zwei Jahren wiederholt, daß vom Gesinffe der Dachwohnung Katzen fünf Stock tief in den Lichchof stellen. Bei dem Sturz über das am einer Stelle 'besonders abschüssige Gesimse fanden die Katzorr vegÄmäßig den Tcd. Es kam jedoch auch vor, daß durch den Sturz der Katzen Personen, die tat Achthof waren, in ihrer körperlichen Sicherhsi-t arg gefährdet worben waren. Jnsbosondere ereignete sich am 30. Juni 1924, daß eine Katze bei dem Sturz dem Redaktümsdiener der „Avbsiterzeidung" Josef Bachinger nttit solcher Wucht arvf den Kopf fiel, daß Bachinger bewußtlos zusammenstürzte und von der Freiwilligen RettungSgeisellschaft in das Spital übevsÄhrt werden mußte. Bachinger hatte ome schwere Gehirwevschuttevung davongotrogen. cm deren Folgen er mehrere Wochen Larva in Spitalspflege sich befand. Bon diesem Porfallc hatte die Polizei damals dem Gerichte keine Anqsige erstattet. Ms am 10. Ok. tober 1W4 abermals eine Katze von der Dachwohrmug des Gebaudoaulffehers in den Lichthof stürzt«, dabei knapp neben dem Redaktvonsdiener Jcsef Neugebauer tot zu Bcdsn fiel, würbe seitens der Polizei die StaatsanwalltschM verständigt, mit dem Anträge, geigen den GebäudoauUeher DLovitz Sie in inner, der mehrere Katzen in der Dachtvohrmng hielt, wogen Gefahrdulvg der körperlichen Sicherheit Vorzugeiyen. In der gestern vor dom Oberlandesgerichtsvat Dr. Fuchsig stattgchabten Bechanbl-ung gab der Angokl-agte cnt. daß er mit Bewilligung .der Gcibäudeverwoltnng m semer Dachwohnung, m welcher er zirka 30 Kaninchen habe, auch Katzen gehalten habe, htzhufs Vertilgung der tat Hause in großer Zahl austretenden MM« und Ratten. Nach dem 30. Juni 1924 habe er ein Schutzgitter vor dem Fervster der Dachwchlmng otvgebracht. Nach dem letzten Katzeüsbrrrz dom 10. Oktober habe er keine Katzen mehr gehackten. Der Richter sprach oon Angeklagten dort der Uebertretung gegen die körperliche Sicherheit frei. Der staatsanwal-tschoftliche Funktionär meldete gegen den Freispruch die Bentzung an. " 'H. fftftm 1925 Nr. 2117 Sollswirt. vor dem ftotrttttt der Allgemeioea Induftrlebank. Steckbrief gegen Einhorn wegen betrügerischer Krida. — Anklage wegen Betruges und Veruntreuung gegen Doktor Flinker. RUittmchr 'hat sich die Staaisan'wailtfchast entfchl'offen, die Aniölage ge,gen die verantwortlichen Lotter der AÜgerne-vuen Jndlüstrvsbank zu erhoben. Gegen den BerwÄttingsrat Einhorn, der von Wien a'Vwesend ist, wurde ein Steckbrief erlaffen, ta welchem acks Grund der Verfolgung betrügerische Krida angegeben wird. Der früher« Laiter der DevifenabtHiitang, Dr. Marti« Fliw» ke r, wird sich in den nächsten Tagen vor dem hi-osigen Strafgoricht wegen Veruntreu nng und Betrugt zu verantworten 'halben. Unter den Gläubigern der BaE herrscht etae avotze Konsterniievuing. Die Gläubiger eMären, sie seien durch den Berwaltungsrat der Dank düpiert worden, da die BerwaltuingsratAmitgilieder, wie schon geistern bevichtet, i!hre Schulden an die Bank nicht rückgezahlt 'haben. Her» vorhobung verdient der Umstand, daß der Budmpcster Advokat Sza'svary, welcher der Bank 3.5 Milliarden Kromen schuldet, bisher seivnen AktienmrteÄ. den er seinerzeit übernommen hatte, nicht bezahlt hat. Gbenso schuldet der Advokat Dr. Beiner 3 Milliard c n für das Mtirenpaket, welches er noch vor zwei Jahren übernommon hatte. Dr. Beiner hatte ein Jnbevesse am Vevwaliiu.ngsrat 'der Jndustriebank, da diese Bank das Geschäft mit der Tfchecht-Slowukei pflog tmd Dr. Boiner -mit dortigetl dentifchen Sparkassen wegen m Wien genauster GoDvvnten, die namenNch von der Marmsdorftr Spariasse in Anspruch genommen wurdeit, große Bervechmmgen hatte. Dr. Deiner hat sich seine Stellung «t der Verwaltung der Jnidustr'e-bank durch die Uobernahme eines großen Aktie,ripailets gcjsichert, taMchkich aber W jetzt nicht einen Heller für diese ZKtkn bezahlt. Schwierigkeiten der ueneu Aurgleichrordmwg. Das Penfiousinstitut der Depositenbank. Bei Beramng 'der neuen AuZ^leichs- und KonblttS» ordmmg (fjÄit sich im JnsiizauHschuß Schwierigleitsn er, gelben, da Hie SctzicvMmokvaten die ruhige Wsitevbehandlunig der Vorlage von der Annahme des Antrages All:i«a abhängig machen, domMso-lge das Pensionsin st i tut der Beamten der Depositenbank im Zuge des Ausglsichk-vensahrens als bevorrechteter Gläubiger 'behandelet und «me diesbezügliche Dest'.WMnng in die n-cne Ausg>l-erchAordnmvg anfgsmnmneiN werde. Der Bevichterstatter der Novelle zur Konkursmr8 AuLglieiichsordrmng, Mg. Dr. Kteniböck, und unt ihm auch die Mchchertlspartsien überhanipt, lekhnen die Forderung der SoAialdemotraten ab. Sie erklären die Forderung als undurchführbar, weÄ rm Falle ihrer GesetzwerÄu-ng die Gläubiger der D«positenba>nL Betrage erhallten würden, die wert unter der Mindestqnote wären. Da die gegersützlichen AnschmmngM nicht vereinbart 'werden konnten, wurde tue Sitzung des AnLschusfts anf.anorgen vertagt. In der Zwsschonzm» fällen PcvrteielvvevhandRngsn geführt werden. Polnische Wirtlchastswoche. lfBan nnferem polnischen M.-S.-Karrespondsnten.) Die bereits seit zwei Wochen von Ihrem Korvespom« deuten gemeldete An fwer tungÄ-ewegiung ans den Poln'iischen Börsen artete in der BevichtÄvoche zu einer vegeL> rechten Hausse aus, die auch pm Wochsrffchlnß mit unver- -mmd-crter Starke auhieitt. Die starke« Ku-rsstoigevunge-n muß man harlvtsächllch auf das Interesse des AEandÄ für pobr.bsche Effekten zurücksühven. Besonders aus Wien laufen täglich so zahlreiche Äa'ufauft-räge für Avbl-tragewente «itttt, ■ daß sich zum Wochen,Muß berotts em fühk» barer Warenmangel geltend machte. Dies ist der Fall aus den gaiiizi schon Plätzen, wogegen sich wieder im Warschau bc5gi>sches Kapital in rein polnischen Aktien -und hanptftchlich in Aktien der A.^Ä. Pawwoizy (LokomotivMvA) engagiert hat. Diese Aktie wurde ibereitts vor zstvoi :Jahren von etarr itMeniischrn Gruppe stark anfg-elbaust. Nachher verikäusten jedoch die Italiener das ganze Paket und trieben den Kurs dtaser Aktie m die Diese; jetzt stieg die AkKe wieder WMten Kwei Wochen um mehr a!ks 100 Prozent und erreichte de« Kurs von 0,79 Zloty. Das etwas Msiigeve Geld erinöglicht auch priivaten Händen, Käüfe vorzuinehmen, und fchklieMch glaubt nm«. daß auch Äe SpÄiubatvon eingesehen hat, daß die Mien ihren Tiefstand erreicht haben nmd doch «imnal ihren ev^enÄichmr Wert zurück'geWinnen müssen. Ob diese neue Bewegung tan längerer Dauer fein wird, läßt sich heute nicht sagen, Taisache ist jedoch, daß 'die Sibimmung an die Zeiten der .HochkonjuMur erinnert. Andererseits kann man kaum glauben, daß Aktien smer schüvach bsschäftigten JndutstM eine längere .Hauffe>peviode auShalten können. Bon den Arbitragswerten standen ZieleniewSkl-Mtien im Vorder« gvwnd der Brwe-giwng. so gingen auch deren Notiemngen sprunghaft in die. Höhe uud erreichten den Kurs von 13,75 Zloty. Auch Bar'Eaktien erhalten sich rasch. Die Anckagewerte 'waren gesucht. In der Textilindustrie ist i« der BerichMvoche eine 'Wichte Belsbung zu verzeichnen. Aus der Provinz sind Bestellungen eingetwsfen, jedoch smchton

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