Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2100 (24.12.1924)
- Date
- 1924-12-24
- Page
- Seite 6 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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$eHc 6 Wen. Mittwoch Eerichtsiaal. Mit der Zigarre in der Sitzung des Kultusvorftaades. Gestern mittags fand vor dem Stra^bezivksger'ickit 1 (Oberlandes sterichtsrat Tr. Bene.sM die Berhandlimq über eine Klage statt, welche G e m e i n d e r a t Dr. P l a s ch k c s, Vertreter der Kullns-ciememde, gsgvn den Friedhofsbeamteu Richard Kaiser erhaben hatte. Ter von Dr. Israel Waldmann vertretenen Anklage lag folgender bezeichnender Vorfall zugrunde: Am 10. November mittags erschien iit der öffentlichem Sitzmig des Vertreteransschusses, in der die Verkündigung des Wcchlresultates enolgte, der ReligionStohrer Iosvf Pick, hielt, Äs die Sitzung bereits eröffnet war, die brennende Zigarre an einer Zigarrenspitze im Mnnde rrnd rauchluftig in den Berhandbungssaal hinein, ohne sich um die Würde des Ortes und der Versammlung zu kümmern. Ms 'Gemeinderat Dr. Pwfchkes dies beanständete, rivf 'chm der als Zubörer anwesende Beanrte Kaiser zu: „Das ist eine Frechheit! Bei der gestrigen Verhandlung war der Beschuldigte im wesentlichen geständig, verantwortet fich jod-ch damit, er habe die A Sicherung halblaut gemacht und sei durch die Frage des Klägers: „Ist es so, Herr Kaiser?" gereizt wwden. Von den vernommenen Zeugen bestätigten Dr. Des Der Friedmann, Dr. Emil Adler und Meißner den Inhalt der Klage und bezeugten. daß ihnen von einer Frage des Privatanklägers an den Beschuldigten nichts bekannt sei, dagegen bestätigte jeder der Parteigänger des Be-'ckm'dmten. Philipp, Pick. K r i s h a b e r. F i g d o r. etwas, anderes und keiner das. was der Kaiser angegeben hatte. So kam es, daß der Richter den Zeugen F i gd o r am die Una<aubwürdigkeit seiner Aussage aufmerk'-am machen und der Klagevertreter - Leqüglich des Zeugen Krishaber unter Beweis stellen mußte, daß dieser letzthin in einer Disziplinarsache wcchrheitswDrige Angaben gemacht habe. Zur Ladung weiterer Zeugen wurde die Vechandlung vertagt. Kokain und Verbrechen. Ein juuger Mann erschien eines Tages bei der Polizei und klagte, eine Tänzerin habe ihm während eines Kokainraufches im Hotel ein paar Millionen gestohlen. Es-war'der 24jährige Hörer der technischen Hochschule in Brünn Aljons F u ch s. der von den rschecho-,sl-owakifHm Gerichten wegen eines raffinierten Schwindels aus dem Posticheckamt in Prag/wo er'186 (Mtischecb. Kronen heraasoelockt hatte, steckbrieflich vemolgt wurde. Do Fuchs österreichischer Staatsbürger ist. wurde er in Wien des Betruges angoklagt. Gestern hatte er sich vor einem Schöffenfenal m veraniwort-'n. Unter dem- Vorwände großer Ho^gelchäste listete er der Böhmischen Umonbcvnk. Filiale Frerwa'da«. und der Deutschen Bank für. Industrie. Posterlagscheine ab. füllte diese drei Erkagscheine ans Mammen 1?0.0lX1 Tichechokronen aus und stellte sie heim'ich in die Tagesrechmrng-ein, ohne sie jedoch zu kopieren, so daß nur das Postscheckamt iu Prag die ergänze Taigesrechnung erhielt. Die Scheine schmtbggelte er unbemerkt m das mit der Abrechnung und den Schecks.a-n das Postscheckamt in Prag ab- .gehende Paket. Fucks beheb dann nach und noch das ganre. Geld. Er lebbe^in Saus und Braus, war Damen der Halbwelt gogonüber sehr freigebig und verbrauchte in kaum zwei Monaten 360 Millionen Kronen. Ms er verhärtet wurde, bestritt er die SchädiaungsMicht. Er. habe eine Erfindung geinacht, die es ermögliche, in Monie Carlo unbed'ngt zu gewinnen Bon dem sicheren Gewinn habe er den Schaden decken wollen. Ta er dem Kokainaemifse iröbne. sei er in der letzten Zeit wie in einem Traummstand nmheraeaangon. Der Angeklagte er-ahlte/ daß er d'e ganzr Zeit bis m seiner Verhaftung täglich Kokain schnnpfte. Er wisse selbst nicht meikir, wie er gelebt und wieviel Geld er angebracht habe. Nach durchgefübrter Bevhondlnn-a erkannte der Gerichtshof den Angeklagten schuldig und verurteilte ihn zu einem Jahr schweren. Kerkers. Wiener Mornenzeituna. Sie KkouenvaiorWeruug endgMg aägeleöttt Krone bleibt Krone. — Ein abweislicher Bescheid -es Ver- ' fassungsgerichtshoses. Gestern wurde dieEntschoidiung des Verfassnngsgerichtshofes 'über die Valorisierung der Krionenforderungen veröffentlicht. Bekanntbich hatten, wie' srinarzeit gemeldet, einige Gerichte boinr Versassungsg-erichlZhof den Antrag ans Aufhebung der sogenannten Schumpeter-Verordnung gestellt. Diese Schumpeter-Bevordimng erEbärt, daß alle in Kvonenwerien erfüllbaren BevbindliHkeiiten in deutschösterreiichlschen gestempelten Banknoten zahlbar sind. In der gestrigen Entscheidung hat nun der Versassungsgerichtshof die Anträge der Bezirksgeri chte §Dg e w i e s e n. Damit ist endgültig das Schicksal der Kronenvalovffiernng zu ttttgunste.lt der Kriogsanleihesparor und Borkriegsrentenbesitzer entschiedelt. In seinen Entilcheidungsgründon erklärt der BerfassungsgerichlGof, daß die Beurteilung dieser Frage Sache der Regierung und des Parlaments sei und nicht der richterlichen Ucberprüfung u-uter.l>iege. Die Schumpeter-Verordnung sei auf Grund des Gesetzes vom Jahre 1917 erlassen und könne nicht durch die Gerichte a,ngefochten werden. Wenn es aitch der Billigkeit entsprechen wütde, -die erworbenen Rechte der Renten- und Anleihdbesitzer zu schonen, so könne doch von eim-r Enteignung wohlerworbener Rechte nicht die Rede sein, da die betreffende, Rechtsnorm und ' nicht ein Vev.valtungsakt in das Privak igentum einbegriffenhabe. Die Behauptung, daß diese Verordnung aus die früher entstandenen Iordcmrngen nicht zurückwirke, sei unistichhälbig und die Begründung, daß man die gestenipelten Noten von den ungestempelten differenzieren müsse, nicht richtig. Denn die beiden Notenarten hätten dieselbe Zahlkraft besessen. Es wird in dem Urteile betont, daß der Verfassmtgsgerichtshos nur über « die Gesetzmäßigkeit der Schumpeter-Vollzugsanweisung, nicht aber über die Frage der Valorisierung, zu entscheiden ba'be. Es liege außerhalb der Zuständigkeit des Verfassungsgorichtshofes, sich darüber, zu äußern, in tvelcher Weise die Gesetzgebung oder Rechtsprechung der ordentlichnr Gerichte zum Probleme der Valorisierung Stellung zu nehmen hat. 24. Dezember 1924 Nr. 21W , IW .—■■■■■ '■■■■— ”■■■■■ ■■ '—*■■■ — . Durch diese Entscheidung ist klipp und klar die Gesetz« Mäßigkeit der Schumpeter-Verordnung anerkannt und mit, hin ist fcbtr weitere Versuch, mit Hilfe der Gerichte die Balm i Visierung dieser Forderungen durchsuführen. aussichtslos. Eine Erledigung dieser Frage ist nnr im Wege der Gesetz-, geibung möglich und es ist fraglich, ob sich der Nationalrat zu einer entsprechenden - Regelung wird' aufwffen können. Cs schlau ihm einfach die materiellen Mittel zur Lösung dieser Frage du der Genfer Sanierungsplan genau diq Ausgaben des österreichischen Staates bis auf weiteres he-, grenzt. Stürmische Szenen im Verfassungsgerichtshof. Als das Urteil verkündet worden war, entstand ein Sturm der Entrüstung -bei den zahlreichen, während der Verkündigung anwesenden Kleinrentnern und Sparern. Es! wurden Zwischenrufe laut wie: „Pfui Teufel! Im. aikba-, n'schen Volke gibt es keine solchen Schwerverbrecher wie in der österreichischen Regierung!" Llls sich ein Zwischenruserz besonders bemerkbar machte, wurde er hinausgewiesen. Allmählich beruhigten sich die Zuhörer und entfernten sich. Die Wirkung an der Börse. Im Gegensatz hiezu hat sich an der Börse geradq auf dem Gebiete der Renten nach Verkündigung des Ur-, teils eine stärkere Bewegung geltend gemacht. Dies kaust selbstverständlich nicht aus dem ablehnenden Bescheid erklärt werden, vielmehr haben bier Deckungskäuf« d e r K o n t e r rn i n e eine große Rolle ge spielt, welches nunmehr, da die Frage endgültig entschieden ist, ihre Portionen zu bereinigen versucht. Kn Finanzvanama k« Berlin. Der Deflationsmilliardär Michael vor der Berliner Polizei. — Die Kutisker-Affäre. — Bestechungen bei der preußi< schon Staatsbank. Berlin, 23. Dezember. (Eigenbericht der „Wiener MorgenzeiüMg".) Die Affäre Kutisker zieht immer weitere Kreise. Bekanntlich ist der russische Bankier Kutisker in Undersnchun-gshaft gezogen worden, weil er das .Hanniiuer Militärlager, welches als Abrüstungslager Deutschsnds ein großes Vermögen repräsentiert, und das zuerst der Firma Orenstein u. KoPPel sehr billig übevlasfen wurde, zum Anlaß großer Schiebungen gemacht hat. Abgesehen von der Bestechung Berliner Fremden« poliBriovaane hat sich a>uch" berausgestellt, daß Krltisker bei der Staatsbank unter der Vorspiegelung des Hannauer Militärlagers große Milliomnlredite in Goldmark in Anvevisea ^niLterUgn, i No». Gulden . Belgrad 1 Dinar. Berlin .......... Brüste1 1 hei Rischer Frank. . Budapest 100 Ungar. Kronen . Bukarest I l.el. ...... London 1 Pfund Sterling . . Mailand 1 Lire . ....... New-York I Dollar. Paris I Frank. Pra« I tscherhn-slnw. Krone. RD Levlsenmd Taluteakurse dom 23. Sezember 1924. Geld Wart?8710,- 28810.- . ir7ö.— 1074.- 16870.- 16970. 35S4.- 3846. P6.40 97.20 361.- 363.- 334°''.- 338000.- 3f32.— 30 M. - 709 ■».- 71185.- 3827.- 3843.- *9148.- '1'8- Oetd Ware . ■Sofia I Leva. ....... 513.- 517.- Stockholm 1 actwed. Krone . ion40.- igw-, Warschau .......... 13590.-. »36 0. - Zürich I Schweiz Frank. . . 13755.- I38u5. Valuten Amerlkai Ische Noten . . # 70460,— 70860,- belgische Noten 100 Pranken. 349'i.— 3520,- bulgarische Moten zu lOOULeva 498.— 5 6. Deutsche Noten. 1669;.- 16810.- Kneiische Noten.. 3322'0.— 3348Ö0. Geld Ware •Französische Noten/. . i 379?;- 38 *5.- 'loltündlsche Noten. 26371.— 28551.—/ 'fall nlsi*'ta Noten ...... 3mo;i- 3021.- nens'awische Noten . .... 1066, - 1072.— ^olnikcli» Noten . ... ... . 1353T.- 13670,—. ttitnOnisehe Noten . . ... . 355.— 359.— ^iisaische Nnten iRo ntn.l. . ' Schweizer Noten'101 Franken 13610.— 13720.- rschecho-*1ow. Noten. . . » 213).— .7146.- rürkisdie Pfuid-Notea .... 3600).- 37690.— .'ln?attsche Noten . . . .... . 94.60 " 95JF feinste Qualität M M. breit U.t,Zk0t.« A«AS«U »» h, ra?B». I opyncrhi 1924 by Nockdruct verboten. Deutsche Berlaasanliali. Ln>ttgart. b3. Fortietzung, Die Stadt an der Moldau. Roman. Bon Augnste Hauschner. Das Gespräch Hatte sich verallgemeinert. Dem Nachruf an den Vater, waren Erörterungen über den Mord an seinem Sohn gefolgt. Es fand sich unter den Anwesenden ein Jurist, der die Men des Prozesses kannte, der damals nachträglich vom Gericht ausgenommen worden war. Man frischte die Erinnerung, an lang vergessene Einzelheiten auf. Die Absicht des Oberleutnants, he'mlich a-bzureisen. Der Bursche, verspätet eingetvoffen. ohne Antwort auf das verabredete Ze'chen, hört das Hundewinsetn, weckt die Dienerschaft. Man findet den Offizier in seinem Blut, neben ihm liegt der abge'ch''ssene. Revoliher. Ueber die Täterin kein Zweifel. Ein Stück Stoff aus' Mariankas Jacke hält der wimmernde Boxet noch mit den Kiefern fest. Andere Fetzen sind auf das Gitter des Balkons gespießt, flattern in den Efeuranken. Blutstropfen, Baumwcll- und Linnenfäden begleiten den Weg, .den die Flüchtige genommen hat. Den Abhang nieder, zwischen Steinen und Gestrüpp. Der Brückenwächter steht sie auf die U-ferstraße springen, er kommt eben nock> um. ohne seinen Sinn zu unterscheiden. ihren Aufschrei zu vernehmen, und den Knall, mit dem das Wasser Hikt ihr zu-sammenschlägt. Zwei Tage später wird sie flußabwärts änge'chwemmt. Therese, an die. Polsterung gekümmert, die sie verhindert, hinabzufallcn, war an den Rand des Lehnsessels gerutscht, wie um jedem Wort voranzueHn. Hatte sie das alles nicht einmal schon gehört? Undeutlich, wie hinter einer Wand, es hatte keine Spur in ihrem Hirn Hintersassen. Nun erst wußte sie, nun erst bestattete sie den .Gefährten ihrer Jugend. Ohne Rücksicht auf die Wirkung ihres auffallenden Benehmens ließ sie schwere Tränen herunter rollen auf sein Grab. Bon Ihrer Stimmung mit ergriffen wischten sich einige Empsind-same die Augen. Fragen wurden berührt, die, zur Zeit jener Gerichtsverhandlung in allen Bierhäusern, Kaffeekränzchen, Tarockpartien aufgeworfen worden waren: wie ein junger Mann aus bestem Haus, liebenswürdig, hübsch, erfolgreich, dazu kam, sich mit einem solchen Mädchen einzulassen. Seine Briefe waren damals Vovgelesen worden. Liebevoll, vertraulich, wie an seinesgleichen. Eine junge Dame zog Erkundigungen ein. ,^Fst da's Mädcben bübsch gewesen?" .Hauptmann Kollander hatte Marianka beim Herunterleuchten häufig ein Trinkgeld in die Hand gedrückt. „Für meinen Geschmack nicht, ein Bauernmädel. Allerdings blutjung." Der Jurist wußte Genaues. Achtzehn iJahre. Montelupos paren ihre zweite Stelle. Zuerst hat sie bei Zahradils gedient." „Bei...?" Mit gleichzeitiger Bewegung drehten sich alle Frauenköpfe nach dem Fenster zu. vor dem Josef Zahradil in eifriger Unterhaltung mit dem Hausherrn standi „Bei seinen Eltern", bestätigte der Advokat. Es schwn ihm Genugtuung zu bereiten, hinzuzufügen, ,/rls sie noch die Garküche in der Iudengasse führten." „Sie war auch von einer Schüchternheit und Demull', ergänzte der Hauptmann die Beschreibung, „nie hätte man ihr so ein Verbrechen zugetvaut." Man vertiefte sich in Seelenanalyse. Vom Fall Montelupo schweifte man zu ähnlichen rätselhaften Vorkommnissen ab. Der Jurist war' eben im Begriff, einen geheimnisvollen Bcrsall aus seiner Periönlichen Erfahrung heranzuziehen, als der Hauptmann wie aus langer Ueberlegung sagte: - „Ich* habe nie dabon gesprochen, es wäre, ja auch zu nichts mehr nütze gewesen. Am Abend vor seinem Tod bin ich mit dem Montelupo im Kaffeehaus gewesen. Miserabel hat er ausgeschaut und war schlechter Laune. Eine Weile bat er nichts aeredet, und nur so vor sich hin geraucht. Na, ich habe ihn und seine Art gut gekannt. Wir waren lange auf dem Adamello im. Schützengraben miteinander. Auf einmal muß er. es. nicht mehr aus-gehalten haben. Ich habe ihm mein .Ehrenwort geben müssen, daß ich es niemandem verrate, und er hat mir anvertraut: er kürzt seinen Urlaub ab und geht morgm wieder an die Front hinaus. In der Nacht, um den Eltern den Absch'ed zu ersparen. Ich habe ihn abgeredet: Du bist doch noch krank, kommst draußen sicher gleich wieder ins Spital. Er hat auf nichts hören wöllen. Er hielt es hier nicht aus. Stadt und Menschen seien ihm aus de Tod zuwider. Und dann ist noch die Sach« mit dem Mädel. „Ich komme' nicht los von ihr, und sie richtet Mine Nerven ganz zugrunde." Ich habe von der Marianka gewußt, aber gemeint, die Sache wäre längst zu Ende. Wie ich ihm Vorwürfe gemacht habe, hat er sich entschuildrgt:' „Weiß der Teufel, woher dem Frauenzimmer so eine Macht kommt über mich. Man könnt' bald abergläubisch werden und meinen, es ist Hexerei. Sie kann kaum richtig lesen oder schreiben. Dabei weiß sie oft von mir Sachenj die ich kaum selbst gewagt habe, mir zu gesteben. Und iv der Liebe kennt die unerfahrene Person sich in mir aus. Es ist oft, als spricht -und handelt.wer anderer aus ihr." Er hat aufgrlach't, wie um einen Witz daraus zu machen, aber es ist ihm nicht recht geglnickt. „Man könnte meinen, ich hätte einen'Feind, einen kolossal geschelten. der. traut sich nicht an mich heran und bläst dem Mädel seinen Willen ein." Wie ich ihn angcschaut habe: ,Hast du dett Verstand verloren?" hat er abgebrochen und von was anderem geredet." J v , . Rur an Therese war allmählich Kcllanders Wert gerichtet. Einer Tanagrafigur'hatte er sie vorher verglichen. Woran mahnte sie ihn jetzt? „Das ist gar keine Frau, das sind ein paar große, durchsichtige Äugen,; hinter ihnen brennt ein Riesenlicht." Therese hatte, längst ausgehorh zu weinen. Sie dachte nicht, sie nahm nicht wahr,, sle schaute. Etwas Unnennbares. Wa's Kollander aus ihr leuchten sah, war ..Widerschein de§ inneren Feuers., in' dem sich,ihr Nichtwissen. verzehrte. Während des Bruchteils einer flüchtigon Sekunde erkannte sic die-Wahrheit. Der Diener öffnete die Tür. um die erwartete Sängerin anzumelden. Ios-ef..Zahradil. durch den. sie eingeladen worden war, begrüßte sie und führte sie der: Haus- - frau zu. > V . V * (Schluß folgt?- ssmmmmsmm