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Wiener Morgenzeitung · 1924-12-20 · Heft 2096 (20.12.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2096 (20.12.1924)
Date
1924-12-20
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nlenev WspMV^ettun^ UsHt'inl jeden Kam stag -y. Dezember >1924 V-y, i jeden Kam stag Ler SchwingemMmer. Erscsge eines Wiener Forschers. In rinom kleinen Haus in Grinzing experimentiert Ing. Satari. der längst kkin Unbelan.nter mehr ist. Er war der Konstvuktvur des DuarDenbels, das infolge der Eigen'chast des Quarzes, sich der Tempera tnrveräicherim gen nicht cvnsMdechnen. daß einz'i^e dollkemmen Präzis Pendsk ift. In inten» über Acheik ist es Ihm mm gelungen, einen Schivingompsättger zu konstpulepon, der gestattet, Wellen, deren Länge nur wenige Meter wnünMer differieren. Mseinandrrzudaltvn Die Westen werden zunächst in eine OSststatorröhre geleitet« welche sie oiiiF ein Vielfaches ihrer Länge h'na-nftvanS>poniert. Daun gslangsn sie durch vier HochsreWeitzreis»nanziranh formawren mit ihren Spfjwn. wt welchen sie newfot'tft und verstärkt werden. ErMch werden fl« in einer Audion röhre Gleichgerichtet und zuletzt wird d-nrch ein cder zwei Ni-cdevlregneirzrohven die Lautstärke erWt. Go kompliziert der Apparat mlüsicht. so komvltziert auch seine technischen Details und seine Tätigkeit sind, so ei^gch ist «r zu bchlenen. Än zwei mit M 'krom etersch renbon versehenen DroWndenlsatoven wird mit größter Präzisiein die Einstellung vorgenommen. Mit HW einer Ein» biS Awei^Quadrat-meter- Rahmenantenne führte uns Ing. Satöri in beliebiger Aufemanderfolge dieRadiostaiioneu Roms. Londons. Paris sowie die DAtiischlandS. vor. Er und teilte beiden Mitarbeiter. Herr Martin und Herr E ch o v k V. versichern, daß in der Zeit RASioiVERR E. SCHRACK WIEN. XVIII. SCHUMANNGASSE Nr. 31 Audlonröhren Lange Lebensdauer, erstick»,. Entgasung, beste Vers ärkung Stromspnrende Spezialtypen Hochwertige Empfangsgeräte «*i Lizenz: TEUFUNkeN // Patente; SCHRACK LUDWIG FRISCH, Radio^Geräte-Verk.-Ges. Wien XIII. DelaMunif v.- R. lechher um Honer) Wien, I* Graben 30/31 j n» 11 e n Preislagen 8(»7 sämtliche Bestandteile // Antennenbau Täglich Vorführung im Radiosalon von bis 5 Uhr früh mit diefchn Apparat Amerika tadellos hövbär fei. . Einen großen Anteil am Erfolg haben die "igenart'g konstruierlen Nefynanstransfrrmatorrn, welche aus hoilwlyaöcnartig gswickelten Deppeldrühten lbestchen, wodurch nicht nur fctzer Energ-Icvev'nst verinzeben, solid.ru euch gräßtmösslichste N dich eit erzielt wird, Ing Satorl hofft, dicifen idealen Empfangs-apparat, drn einzigen,. nvU• dem wen imstande ist, während der Wiener Sendung von ihrungestört d'e üibrige-n Stationen zu ompfan.qen, noch weiter amsWbcmen und zu verbessern. Rund um die Welt. Bor kunzrr Zeit suchdm d!« großen Rodi-ovenkehrs.gesellschaft:n -Gu>f Md Wegen die Geich wimorMit zu /messen, mit welcher eine Radio^eipesche dm Erdball umrreist. Es wurde ci-u Tebegre>:nm von New-Pork n.ach Si. Assist in Frankipeich, von dort nach Saigon und dann über San Franziska'nach Nw-Mork zurückgasendet..' Die Kg 000 Kilometer belragerde Cnstr.nu.ng wurde in sechs Seku^dm zurückgelegt, c'bwohl das Dc<>og,r.om-m. in den genanntni Slationen .v.l''g:n'M.mrn n-nd neuerlich weltevgciftndct wechrn ' mußte. Der zweite Weg kr«n>nw, sogar in drei Sekur.'d.'n bewältigt werden,'olbzwar er D3.000 Kilometer mehr mißt. Es tv-ür dies o'*ie Strecke von New-Bovk nach San Fvansisko. von dort nach Honollnhu und über Naarn nach Nvw»Vw.k zurück. EmmHBBmppMim für ln- und Auslandsempfang sowie sämtliches Radlozubeliör Gesellschaft für Elektrotechnik «so INQ. KOPPL, KLUC3 & Co. Wien, VI. PlavcknEnftstz 3. Teteohon 44-32 AUCH SIE MUSSEN ■im wrvndervollei) amer|kanlach«n Kl«lnapparat *nh5r«n Komplett, 1 . Aniepne, K. 43P,O0O. Fijw»$e»tel|t* loil-eklu»,«, .. r R»dfofcoii*eiV: Mon*«*,Mithweh tmd Prelta, «ea 4^-6 Uhr Sit* lUSaAUa^l R A D 1 O G E 8 Bl, LSCHAFT jyW6 T ftI essr l, HRlforatorferstraiio Nr. 4 Radio-Volksapparat i isiäie/eele Lss % LavnmyeMenöet Zu haben in allen Radiogeschäften rgKICü mm Empfanasverdcsserunyen.. Der destauSyesÜhrleste UmHo ict wiw. den Ohven eines weumHiUW Hörers noch immer . fülle, welch» wir i>m Oonzer^.M'k bewundern, -io d^rch M«WWi! npü Uit>ech.all der Töne an den Wllnden zustanide kömmt- DiesSj anoen-ehme Rundung deS Tones läßl sich in ho^em!riÄerA'ben.' mm man Hopfsprecher und Hanchorer Wich»^ aber' Dertönt.. Wie schützt man seine RSHren? ES ^eschzeht sehr on, daß d.orch eine Acine Unaesüstckli-chkeit der Rsnst-ccholistram der. An-rde-!baÄer'.>e durch den Heizfadrn der Röhren fkirßt «dd.^ ihrer Existenz mit einem b.!!''arti«n Aust^nchten <-'n Ende der-e'i'tet. Dieses Mis^aschick ist ziemlich kost'lpiÄia. L^wcrr e5 schon emv ^''.ng-e A'uqcchl von Slcher.un.gen, die diafes Dnrchd enmu o-whüten sollen, a'hr, ist das einfachste Mit'ol, die Anoden-. ba.terie erst oinMchailten. wenn der zur Rölirenheimna dirnende AKu-miulator schan ensteschlossen wurde, und durch Gniä^lten der Lampen, d'e d-nn w'fort brennen, si'b.davon zu über»;au>pen. daß die Schakt.u..na nicht sa-W durchführt sei. TchÄ-bed .n. n n'ichher die Anodenbatterie ein. so iir ieder Irrtyvm wuS-i ae; Gossen. . Ein neuer Weltrekord. Anläßlich der in New-Aork Vvr-, anstiÄtelen NQdioaeEellu.nu wurde ein Duett gesamgen, Vesten > P-.rtner nicht «bei el-ncn Mikrophon, sondern der eine in New- -rk. der a-ndere in Endend lan-kpn. Die Stlmime des Eng* s archers wurde nach New-Port stssendet. wähvrrh die .St-mims z des Amerikaners über drn Ozean ^esuwki wurde. Jeder der. Künstler hatte einen Lautsprecher neben stch. ans welchem die Tcrmme seines Partners ien«selts des großen Teiches ö'tonw.? Das war sicherlich ein Duett, bei welchem die Distannn der Bart>n>er öiSber Erreichte, waren. Es ist aber auch ein Bei« spic! für die sabelhaifte Güjchwinidigkvit de: elektrischen Dellenl, VERUNGEN SIE ÜBERALL 'UNPF.RK APPARATE! RADIOa.aRatC BROADCASTING RADIO-GESELLSCHAFT .WIEN« IV. KARLSPLAYZ (VERKAUFS)«ALLEN»*4 Radiobetfandteile billigst bei- .■ an Fleischner, I. Bäckerstraße 7 OTTO SONNER A. Q, WIEN, Vit. RlCHTEROASSE Nr. 13 Apparate und Einzelteile Telefn n kcnbauerlaubnis l<*o MIN ER WA RADIOAPPARATE Lautsprecher LUHliere und GOUIIIOnt WIEN, I. OPERNRINO 8 '«• K 3«0 <100 solange 1I««0 // Typ« 2 K 420000 f»T E C H N I C A der Vorrat, reife h t! Wien, IX. Porzellang« 14—10 j| 3 f3 f| 1 j ß f| ^WPjei, mit Kopfhdrep u. Antenneiitnnt»na], Cppfrfvtii <994 h» RachdntU verb»lm. 1 D«att»k Lerla«9lMsi«ll. Stuttgart. 60. Ktniletzuu«. I Ae Stadt an der Moldau. Roman. Bon Auauste Haufchmr. Nur de« seine hatte Hven Flug begleitet. Rur er hatte den Gipfel seines Ideals erreicht. Er war sich Gewußt: jeder FuOreit Zwischenvautm, der ihn vom SchamGatz seiner Jupend trennte, vergrößerte die Entfernung -wischest dem Einst und feiner Zukunft. Tauschte er sich oder'brannte Vicht ln seinem Zinviner- Sein Herz beschleunigt« den Schlag. B stschaft? B:r^itige Erfüllung? Er wagte nicht, den öffnenden Ha-uAwart auszufrageu. ,,Arff dem Ddvan lag Dheres-e. fest ein-aeschlafen. Die Midigtkeit mußte sie Werwältigt haben. Sie lMt /das Buch noch in den Händen,, mit dem sie sich beschäftigt haben mochte, die Wartezeit z.u kürzen. Der Unwille, mit dem er ste betrachtete, schien so leiblich zu lerühven. Ihre Lider zuckten, ihciben sich. Sie bedurfte einiger Sekunden der Besinnung. ,^>ü twunderst dich gewiß", begann sie schsichtern. Dqwn sprang, sie: aus, e'S schien, als wolle sie sich 'chm zu '^üßen werfen. „Ich bin gekommen, qm dir zu sagen: mein Mann weiß alles. Ich habe ihn verlassen." * „Warum hast bu das getan?" * Bon seiner Härte wie von einem Stein getroffen, wich sitz zurück. „Ich kann nicht, kann nicht länger bei ihm bl'ei'ben. Ich kann mich nicht teilen zwischen chm und dir." Er drückte die Fäuste in die Seiten, wie um das Ge- Me SstzuWM 'sie.za fchSagen. -„Du hast mit ihm gesprochen?" Hilflos starrte sie ihn an, einem Kinde gleich, das vertrauensvoll zu seiner Mutter flüchtet und einer Züchtigung begegnet. Ihre Stimme war wie gelähmt von einer großen Angst. ,^ch habe es längst gewollt und war zu feige; heute hat mir seine Abreise Mut gemacht. Morgen fvülh, wenn er zurückkommt, findet er an meiner Stelle meinen Brief." Sie sah. wie seine Züge sich entspannten. ^Schwerer noch als durch den abstcßeudrn E'M'Pfang gekränkt. von seiner nachsichtigen FrestMichikeit, hörte sie ihn -fragen: „Und waS soll jetzt geschehen?" Sie hielt das Zittern der weiß gewordenen Lippen mit den Zähnen fest und öffnete sie erst nach einer Pa-use. „Und das fragst du mich?" Er hatte seine Uebevlegeniheit -urückgewonnen. „Verzech mir, Rost", er tastete nach ihren Fingern, die. sie chm jäh entzog. „Dü hast wich ü-berrascht. ,Hättch du m'ch um Rat gefragt, ich Würde dich gebeten haben; schieb die Entscheidung^ auf. Im AugeMick bin ich..." Rot schoß ihr das Blut vom Herzen Mer HaÄ und Racken. „Du... immer du... Und ich...?" „Sind unsere Interessen nicht diestliben?" - Das Mort war gut. Der Ton war kühl. R-aÄ-c-Wcit schoß über'ihr zuscrmmen wie ein dichter Nebel. Wie das alles schmerzte. Sie rang die Hände ineinander: „Ach, waS habe ich verbrochen, daß ich so leiden muß um dich. Hätte ich dich doch nie gekannt." Sie ahnte nicht, wie ihre Klagen sein geschwelltes Selbstgefühl verletzten. Er verbarg seine Empfindlichkeit u-nd brachte srgar Wärme auf. als er ihr sagte: ,-Es ist nicht recht von dir, daß ‘ du meine Liebe so hevttnierziehst." , - . Sie dachte: wie liMoS^r von itziye.r-H!cheDtW M.. -wicherhstlte^ „Deine Liebe? Kann ich an sie noch glauben?" Mit einer W-chlerzogenheit, die ste bis zur Raserei. empörte, sagte er: „Du solltest zu stolz sein.' um daran zu' zweifeln." Mangelnden Stolzes geziehen zu werden, das war : das Härteste. Sie hätte in den Boden sinken mögen, gedemütigt, beschämt. ,^Jch verdiene, daß du -mich verachtest", jammerte ste; auf, „ach, Josef, was ist durch dich aus mir geworden. Ich ha'be keine Würde mehr und keine Scham." Sie vergaß sich so weit, vor ihm hinzustnken und seine Knie zu umiiassen; ,/lch. hilf mir doch, beschütze mich vor dir. mache mich los von deinem Zauber, gib mir- Freiheit." Sie wurde feines Stirnrunzelns nicht, gewahr, nicht ' des bösen Zuckens seiner Oberlippe. Sie konnte nicht seine Gedawlen lesen: wie sie mein Mitleiden zertritt, wie sie an meinen Nerven zerrt und an dem Band, das mich noch mit ihr vereinigt. Ihr Weinen, ihre Vorwürfe waren ihm uuertraghar. Er hob sie auf, führte sie zum Diwan, setzte sich an ihre Seite, trocknete ihre Tränen mit seinem Tuch (sie dachte:-wenn er mich liebte, würde er sie mir von den Wange küssen) und sprach ihr zu: sie sei überreizt, ste sehe Gespenster. Wir könne ste von Verachtunsprechen, da er ihr so verschuldet sei in Dan'kbarkeit. Sie wand sich unter seiner Klugheit wie unter einem v scharfen Messer. Immer rettungsloser fühlte ste sich ittj Rechtlosigkeit verstrickt. , J; Er gab zu, er ha>be ihr in der letzten Zeit Veranlassung zu Unzufriedenheit gegeben. Aber er habe sie nicht für so! ' klein gehalten. Nun sei es a-n ihm^ ihr Vorwürfe «th. machen. Wenn sie ihn wirklich liebte, würde sie freudig zurückstehen hinter feiner Sendung, gal-, seine Helferin . zu seif. V;. - ^Fortsetzung wigr..

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