Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2076 (29.11.1924)
- Date
- 1924-11-29
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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1 ,.»s*?r;r" Nr. M6 Dien, GainSiag Wiener MornSNzektunft. Gr sch äm jeden Samstag Aus dem Roma« „Memoiren eines Aektronr". Von Felix Berdach. 1. Fortsetzung.*) Am nächsten wartet« dos Haus gedu>ldig M den Einbruch der Nacht. Die Menschen hatten das Haus verlassen, die Apparate richten. Da bogann das Mikrophon dem Hawse zu erzählen. was nun mit den Stromstößen geschehe, die, her« vorstenlsen durch die Worte und Töne, unterstützt von ihrer Freundin, der MikrophoNbatteri«, nun nicht mehr ÄS Wort und Ton, sondern als elektrisch« Stromstöße in einem Draht' weiterleitet wurden. Diesem Draht, der <wt einer Stelle eine tiakeit im Nebenraum brennen sichst, verbunden. Darüber will ich dir später berichten. Jetzt erteile ich der Lampe, di« an der klaglosen Funktion unserer gemeinsamen Arbeit den größten Anteil hat, das Wort, damit sie dir wäGe, wie sie die Wellen hervoÄringt, die den Archer durcheilen, aller H'md:rniste spottend, die gche'M.sten Winkeln durchstübernld, Ereignisse und Erlebnisse belauschend. Als Dank für die festliche Ausnahme wollen wir dir jede Nacht ein solches Erlebnis erzählen. Die Erzählung der Kathodenröhre. „Verzeih', wenn ich etwas weitschweifig werde", leitet« die Lampe ihre Erzählung ein, „ich habe aber eine so wichtige Ahnenrcih-e. durch deren konstant« Veränderung ich zu meiner heutigen Gestalt und Wirkung kam, daß ich reich: nur ou8 Pietät, sondern um dir das Verständnis für meine Funktion zu erleichtern, von meinen Ahnen emählen muß. Vor vielen, vielen Jahren stellt« der bekannt« und berühmte Forscher Edison Versuche mit meiner Urahne, der gewöhnlichen GlWampe, an. Er brachte in dem lustverdünnten Raum der Lampe gegenüber dem Glühfaden eine kleine Meterie. Meine Urahne si'chtte gar nichts und der Strommesser, den der Forscher angebracht batte, zeigte auch nichts an. Gd.son erklärte damals seinem. Gehilfen, daß der Strom zwischen dem kälten Glühfaden und der Platte im luftleeren Raume unterbrochen sei. Dann ließ er durch den Glühfaden der Lampe «iipen Strom fließen, der Viesen zum Glühen bracht«. Der Strommesser. der. früher ruhig geblieben war, machte einen Satz, bi« Augen des Forschers leuchteten vor VerqnÄMN. Ich will dir jetzt erzählen, was meiine Urahne über ihre Gefühle, die diese Erscheinungen begleiteten, in ihren Memoiren schralibt, und dauu. was der Forscher seinem Schüler und. Gehilfen darübet sagte. Meine Urahne schrieb folgendes: Der Moment, fet dem der Beleuchtungsstrom meinen Glühfaden zu durchfließen öe-. gann, wird mir stets unvergeßlich bleiben. M.ün sonst so ruhiges Seelengleichmaß war dahin. Mein Inneres wurde von den heftigsten Stürmen durchwbt. Aoußerlich, eine vuhig leuche tende; Lampe, der man nicht das geringe cmsab, innerlich von einem wahren Hexensabbat erfüllt. Mein glühende Draht schleuderte Wolken einer mir unbekannten Materie gegen die Platte, ohne daß fein physischer Körper sich geändert hätte, und über diese tanzende, wirbelnde Bmcke zog, en^gen den bisherigen Prinzipien, ein elektrischer Strom vom Faden zur Platte. . : Der Forscher sagte darüber folaendes: Ihr wißt, daß ick> mich seit langem damit beschäftige, die Brücke vom Faden zur Platte zu schlagen, den Stromkreis im luftleeren Raum zu schließen. Nun ist eS mir nach jahrelanger Forschung gelungen. Die ElÄavung ist folgende: Die i>m kÄten Zustmch mit dem Faden auf das innigste verbundenen kleinsten Elektrizitätslellchen, di« Glettwnen, werden von ihm im glühenden Zustand weiMschlendert, umgeben ihn wie eine Wolke,'die bis zur Platte reicht, schlagen die Brücke zu ihr und schließen den Stromkreis. Der Raum zwischen Faden und Platte ist daher stromlos, wenn der Faden nicht glüht oder wenn die beiden Pole, die an der Fassung und an dem Faden liegen, vertauscht werden. . .. . Das erklärte der Forscher und ich, liebes HauS, will dir in der nächsten Geschichte erzählen, wie das mit der Tätigkeit der Apparate zu samnrer.hängt." (Fortsetzung folgt.) Der Bortrag Über Radio durch Radio. t Professor Radioftchleuie, Raoio gehalten tilgen Echaltscheineu A'pparate -gebaut haben, ohne die Sache richtig zu verstehen, wissen oft gor nicht, daß vielleicht , «ins g-ing geringfügige Aenderung genügen würde, um das Resultat. bedeutend zu verbessern. Professor Richters beschrieb in und hi, uttbcmitztcn Windungen der Spule zu Witlbelstrbmen führen, die straft verbrauchen. Diesem Uebelstand kann mau ahbslleii.uveiin man eine fixe Spule und zu der Ergänzung die Abstimmung mittels Drehkondeufatörs verwendet. Ist dir Welirnsän-ge der Antenne und Spul« kleiner als die zu empfM.^nde Welle muß der Kondensator parallel geschaltet Werdens Daun ist oie Lautstärke am größten, wenn dl« Kapazität am k!<innen ist. Man nimmt «ine möglichst große Spule, ft. daß ,,.r,r eine iicrinoe Ergänzung durch eine klem« Kapazität des Knchdxlrsatyrs nötig äst. GrbM Svule und Antenne eine deres Abstimmungs-Mittel ist das öekannte Variometer, zwei Gegen einander veMchbare Drahtspulen. Von großer Wichtftft-lt ist ein guter Detektor. Von tfiefem w.vden bi«' TonschwinauWeu der elektischen Well« a>b« UUJUtC HUU) Ulli VUWt|tVVVV|VVlV. IV'W'UUi'^Ti V»V»aU durch Röstdcrfahren und Imprägnierungen verbessert werden. Rotzinlerz und Kupferkies sind.ebenfalls gut verwendbar. D.w nächste Bortrag, den Herr.Ing. Haus Pfeuffet am 1. Dezember d. I. hält, wird wichtM Aufschlüsse über den zweckmäßigen Bau von Amate-urgnwnven stöben. , .n *) Siche „Wiener MorgeWtung" vom 22. November. ^KJ^\PYROPHON‘ Fixer Kontakt // Kein Einsieilen nötig Gesellschaft für Elektrotechnik so» ING. K0PPL, KLUG 6 Co. Wien, VI. Haydnsasse 3, Telephon 44-32 RADIOWERK E. SCHRACK WIEN, Xm SCHÜMANNGASSE Nr. 31 AudionrShren Lange Lebensdauer, erstklasö. Entgasung, beste Vers ärküng Sfromsparcnde Spezialtypen H öchw e ft i ge Etnp fang s ge rät e n»i Lfcenz: TELEFUNKEN // Patente: SCHRACK LUDWIG FRISCH9 RacHo-Gerä,te-Verk.*Ges. Wien Xlll. DefOMsuf bei R. LECHHER WH.MW Wien, I. Graben 30/31 ln allen Preislagen sämtliche Bestandteile // Aiitennenhou Tätlich Vorfühtung im Radiosalon OTTO SOMMER A. <3, WIEN, VII. RICHTERQASSE Nr. 12 Apparate Und Einzelteile Telefu n kenbauerlaubnis 1080 MINER WA RAD10APPARA T E Lautsprecher LUffliÖra und (G0UtHOV|t WIEN, I. OPERNRING 8 Evezialhaus für Kleltrotechnik Einrichtung elektrischer Anlagen nnd Installationen «118 89. November 1984 Gelle T ' Erscheint jeden Samstag Luftgeschaste. Kaum war der Lnftgeschäfterummel, das Wahrzeichen des Nachkriegshandels, vorüber, .als di« Rcrdiokonjunktur dieser unkaufmänmschen KaufmannStätigteit wieder Mr Blut« verhaft. Dr« Radiofrrmen machen der angeblichen Vertretern igroße Schlüsse auf Kopfhörer, warten - wochenlang der „Wiener § auf Lieferung,, bis sich herausstellt, -daß es nur ein war. Einz^lm Wiener Fabriken führen unbulanterweiiw' chre tevmlNisierten Schlüsse trotz dcs m der letzten Sitzung gegebenrn Versprechens nicht aus. Diese Zustände müssen ein Ende haben. Sie schädigen nicht nur den Ruf dieser Firmen, sonidecn auch den Ruf des österreichischen Radiohandefs. Idealste» «rUnaib». ggfe M B Idealst-» W'ibnacht». -'eeaePti ■ OjArim . fliWenll Wunder KHIpIV Sensation ohne separaten Äffumii'atot, ohne separate Anodenbatterte, vdnr Hochantenne, , fabelhaft laut. Nanqrrtn, schön, unverwüstltch, ttagbor Broadcasting Volksapparat Broadcasting Radio*Qeaellaolialt, Wien *. Vez., ÄarlSvla^(V^kaufLhalleul 6. Sez.» Bränhau^gasse 6 AucH den WundervolUn amarlkantscban JKIalnapparat snhoren Komplet tjnschHesslich Antenne, IC 450.000. Flxengestellte Teilzahlungen ftadioköAzett t Montajr.'Miitwöeh vjitod Frei^aj von 4*^-« Uhr 8114 R ADIOG ES EL LS CHAFT 9|WlrG165S likeifarstevierslraiie Nr.4 Fußball. Die morgigen Meisterschaftsspiel«. Hakoah—Skova«. Der morgige Gegner der H ckoah im vorletzten MeisterschastSsplÄ der Hevbfdsaifon, der Sportklub Slovan, nimmt zwar den letzten Platz in der Tabelle ein. hat aber erst sechs Spiele absolviert. Slovan war in der letzten Zeit durch Spie« lerverlehunsen arg geschwächt, dürfte aber morgen seine stärkste Mannschaft ans dre Beine bringen. Die Wettspi-eke beider Gegner verbissen rmurer interessant und. fair bei wechselnden Resultaten. Di« Hakoah hat durch ihren letzten Erfolg gegen^ Vienna Zeichen der Besierung bewiesen. Außerdem hat der SMtt ' ... Sieg ihr SeOstvertromen echöht. Wenn sie mit Ean und_r ovfevung in den Kamps zicht, dann-dürste ihr ein 6tfolfl 6<» schieden sein. Hakoahs Ausstellung ist: Fabian; Gold. Wegner; Pollak. Guttmamr. Grünfeld; Neufeld, Häusler, Heß, Eisenhvstr, Katz. Auf der Marodenliste sind Grunwald, Ähwar^ und Frrod. ' Rapid--V. A. L Beide Mannschaften haben in der letzten Zeit sehr schöne Erfolge erzielt. Rapid könnt« am letzten Sonntag dre Amateure niederrenuen, während sich W. A. E. spruwg-. Haft Vevbessert hat und bereits sieben Punkte bck sieben Spie- ' len cvufweflen kann. Die Pratermannschaft wivd sich olle Mühe gebeü» die morgipe Wiedereröffnung HreS renrvierten Sporl- Pfatzer durch eine Mt« Leistung gegen die Hülteldovfer glanzvoll feiern zu können. Bienna—Simmersttg. Die Döblinger baben bereits viel an Tervain verloren, indes die Simmermger bisher vorgügilich adgefchnitten haben. Das letzte Abschneiden ViennaS '' ' ' Admira—Wacker. Beide MaUttfchasten sind nach einem "" ..>fall< . ‘ sichen MesiterschastSstart zurückgrfallen und werden morgen alles davanfetzen, den Anschluß an die Spitzengruppe nicht zu verlieren.! Amateure—RudolfshÜgeL Die Ober-St. Beiter mußten neulich in Hütteldorf eine ziemliche Schlappe hinnehmen und werden alles daransetzen, ihre Aniwartfchast auf den Meister- - schaststitel zu kräftigen, was >ihnen jedoch Rudolfshügel, dessen Mannschaft sich Äs zäher Gegner für jeden Verein erwiesen hat,-nicht leicht machen dürfte. Die Amateure werden sich.gehörig stvecken müssen, um oihne PunkftveÄust aus dem Kampfe yerESzUckoMnen. Bom OefteLreichifchen FußbsUvevbeMd. Der Wiener Sportklub hat von den BreSlaut\ Sportfreunden einen Betrag von 128 Goldkronen zu , fordern» Dr die Breslauer verfchiwene Bvisf« undeantwowet . lasten/ruft der Wiener SporM'ub die Intervention des Oester, relchrfchen Fußballbundes beim Deutschen FutzhaMund cm. - Dem Protest deS SiuM-erirPer Spört-KudS Weiße M (Einteilung in die erste Klaste), des DportklutbS Mmanntzorlf- und des ZenttalvereinS der kaustnannifchen AnoefteNten (Einteilung in die dritte Klaffe) wich stattgogsben. ES Vleßbt ober" . dem Wiener Verband überlasten, wie er diesen Derekneu gp ihrem Recht verhelfen wivd. Die Sektion Berlin des Alpenvereines gegen den Ausschluß von Donauland. Die Ssktiou Berlin deS Deutfch-Oesterveichflchen Alpenveretns hat zu der Frage des AusichlusteL der Sektion Donauland Stellung genommen. Der Antrag, der mit ' Öl Mehrheit nach stürmischer Debatte zur Annahme , ge- . i, Hst folgenden Wortlaut: .„1. Die Sekbion Berlin erkennt nach wie vor kein« statutenmäßigen Gründe a»^ die dem Gesamtverein das Recht geben, den Ausschluß der Sektion Donauland zu vollziehen. Auch'di« im Einladungsschreiben des HauptauSschusses zur HauptverhaM.Ung am 14. Dezember neu angeführten Gründe für den Ausschluß M« . bchren der Stichhältigkeit, weil eS sich um provoziert«.Kampf«. Maßnahmen der Semon DotMtland handelt. Die Sektion' Berlin sicht in dem Ausschluß der Sektion DonMäNd nicht ' die Verhütung der Zersetzung und des Zerfalles des Deutsch- Oestepveichischen Ailpentzereirts/ sondern deren Beginnes. Eine erhebliche Schwächung deS GeisomtvevsinS, wenn nicht . fein - gänzlicher Auseinanderfall, sowie unerträgliche Zustände iM ' HÄ-ttenlaben würden seine Folgen sein. 3. Die Sörtion Berlin fördert die bedingungslose ZttrÜcknahnie deS> An«' > träges auf Ausschluß der Gektion Donaulcmd und behält sich im Fülle des Ausschlusses alle weiteren Maßnahmen hin/ sichtlich ihres Verhältnisses zum GesaMtderein vot.". Uridil bei International? Der zwestNast-igr Prvfestionall klub International, der Heuer um jeden Preis die Erstklastigj- . keif erringen will, soll Uriidil, der vorige Woche gegen- Ama- ■- teure nicht angetwten ist, alS Spieler und Trainer engagiert tibtzn. Ein Bruder UrML ist.'beveitS bei Zntermtional als - erteidiger tätig. Witz verlautet, sollen auch Rain er und Ludwig von Vrenna verpflichtet wenden. Ungarns Auswahlmannschaft spielt am 18. Jänner in Turin gegen.Iialien und «ine Woche später in Sevilla gegen die sipamsch*'' Nntionalmannsch^t. Ju Vi englischen Liga sichen NattS Eonnth nNd . derlano mit je 2l Punkten aus 16 Spielen cm der Spitze. Die Corinthtans schlugen die Mannschaft der Univer«. ' sttät Camtbridge 7:6. Hermann» der im letzten Meiste-rschastSmatch gegen ÄL T. K. verletzt« SMer des Vivo, hat beveitS düs Spital der- " lasten. Vivo und Torekves haben. We tisp ieleinlaldMaen Mch i\ Frankreich erhalten. . Wettspielttfultate der vierten Ktvste SÜdsst. ÄiKödia--- ' -MMM 1:0, Erdberg--Cechie..4:2, Hechajmr-^-Äierlae. -2:2, i - Schwarzsitzrn--Mpanffbahn. 2:6^ Hletz-M^. Gä (AHen nicht angetvetep). Hechawer 2—Polizei-Sportvereini-"-?. gung 2 4:3 (1:8). ' Radio-Volksapparat Ü8k8Ü!18kt KomMi, M «vtzThöran u. Antennenm.wriM. V « rf* M B^l I f ftil »«fücw!»« TyP« 1 « 300.000 // Type 2 K 4S000td f*B BlillPlIliÄ PllJftiPlöllJ solange der Vorrat reicht! Wien, IX. Porzeilang, 14—lS C^6D