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Wiener Morgenzeitung · 1924-11-20 · Heft 2067 (20.11.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2067 (20.11.1924)
Date
1924-11-20
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 2067 Wen, Donnerstag Wiener Morgen-eilung. 80. November 1924 Seite 7! 3« unserer Handelsbilanz. Bon Dr. Viktor Grüttlvald (Petach Tllitvah). 1. Kürzlich wurde in der Hande-lszeitung „Mischar Wetaassijah" die palästinensische Handelsbilanz April 19M bis April 1924, nach Waren und Herkunftsländern geordnet, veröffentlicht, und so ist es möglich, ein klares "Bild über die so wichtigen Fragen des Imports und Exports zu gewinnen. Die Einfuhr beträgt 4,161.848 ägyptische Pfund, die Ausfuhr bloß 2,136.848 ägyptisch» Pfund, es ergibt sich also ein sehr bedeutender Passivsaldo. Betrachtet man dagegen die Enbwickl-u-ng feit 1920, so zeigt sich, daß die Einfuhr in Abnahme begriffen ist: 1920 betrug sie 5,409.987 Pfund, 1923 noch 4,935.265 Pfund, die Ausfuhr dagegen stieg in demselben Zeitraum: im Jahre 1920 betrug sie 1,318.620 Pfund, 1923 1,564.730 Pfund. Das Verhältnis zwischen Einfuhr und Ausfuhr bessert, sich also ständig, und während früher mehr als viermal soviel importiert wurde als exportiert, ülbertvifst im abgelanftpen Wirtschaftsjahr 'der Import den Export nur um zirka das Doppelte. An und für sich ist natürlich auch diese Proportion sehr ungünstig für das Land, und sie erklärt zum Teil den großen Kapitalsmang-el, unter -dem das Land leidet, aber es besteht trotzdem kein Grund zur Besorgnis. Die Zahlungsbilanz Palästinas ist sicher hochakl'iv. Von jüdischer, besonders zionistischer Seite werden enorme Summen im Lande investiert, vor allem die Hundertäuisende von Pfunden, die -der Keren Hajcsscd und Keren Kajemeth jährlich nach Palästina bringen, ferner die Gelder 'der I. C. A. und der philanthropischen Gesellschaften aller Art. In industriellen Unternehmungen aller Art wurden in Palästina" schon weit mehr als eine Million Pfund investiert. Die jüdischen Investitionen in dm Jahren 1913 bis 1922 «wurden . aus insgesamt 6 Millionen Pfund geschätzt; ich halte diese Schätzung für zu uiedvig. Seither hat. die private JnvestitionZtätigkeit -einen' großen Aufschwung genommen. Ferner muß -das. Geld in Betracht gezogen werden, das von den einzelnen Immigranten mitgebrächt wird. Nach der amtlichen Statistik sind im August d. I. 851 Personen eingewandert, die genügend Mittel zu ein,er unabhängigen Existenz haben, -das heißt nach dem Gesetz mindestens 500 Pfund. Man -kann also -leicht ausrechnen, welche enorme Summe von den Immigranten -ineiinem Monat ins Land gelbracht wurde, wobei zu bc'denlen ist, daß manche Einwanderer bedeutend mehr besitzen als die vorgeschr iebe ne Summe, und auch die 463 Ehaluzim, die im August kamen, ebenfalls Geld mitbrachten. Ferner ist «in aktiver Posten unserer Zahlungsbilanz der -Douvistenverkehr. da jährlich mehrere tausend Touristen ins Land kommen, die -im Durchschnitt sicher mindestens je 20 Pfund im Lande lassen, so daß sich wieder o'.nige hunderttausend Pfund ergehen.^ Dabei ist der Touristenverkchr erst in seinen Anfängen und Palästina wird heute meist als Anhängsel Aegyptens betrachtet. Wenn auch die ZaPuin-MÄanz Palästinas aktiv ist. so dürfen wir uns nicht daraus verlassen, sondern müssentrachten, die Ressourcen unseres Landes nach Möglichkeit auszunützen, um von den fremden Gelldzuslüssen unabhängig zu werden. Die einsivömenden Kapitalien müssen vor allem zum Ausbau des Landes verwendet werden und nicht dazn dienen, die hiesige Bevölkerung zu ernähren, wie es zum Teil bis heute noch geschieht als Erbschaft der ehemaligen Chalu-kkah. Wenn heute die Zuflüsse aus d?m Ausland aufhören würden, wäre -daß. für Palästma die .größte Katastrophe und würde die Vernichtung des Wischen Ji-' fchuw bedeuten, der ohne fremde Unterstützung nicht.leben kann. Ein solcher Zustand -ist auf die Ta-ncr unhaltbar. Gerade die HandelZbilanz. zeigt uns, wie viele Möglichkeiten -in Palästina noch unauZgenützt sind, fo daß eS möglich wäre, dicke Importposten «wissentlich zu verringern oder ganz zu streichen und den Export zu erhöhen.. So werden zum Beispiel große Mengen von V i e h eingeführt, was allevdiiNigs wünschenswert ist, soweit es zur Verbesserung der Rasse geschieht, es wäre aber möglich, die Viehzucht im Laude selbst noch bedeutend zu fordern. Tatsächlich denkt wu daran, -im Norden des Landes Vieh zu züchten, und es wurden auch schon von jüdischer Seite Schritte zur Eillführung der Schafzucht gemacht, -die bisher ganz in arabischen Händen ^3*. In den letzten Jahren hat die Milchwirtschaft gute Fortschritte gemacht, aber auch auf diesem Gebiet wäre noch sehr viel zu tun. Es wurde lim letzten Jahre für viele taufend Pfund konservierte Milch Angeführt. Ebenso halben wir einen enormen Import von Butter und Käse, der ganz überflüssig scheint. Die jüdische Bevölkerung liebt heil einheimischen scharfen Käse nicht nud importiert Käse aus Holland und der Schweiz. Die palästinensischen Flüsse und Seen sind äußerst reich , an Fischen, außerdem haben wir dqs Meer zu unsierer Verfügung, aber statt diesen Reichtum 'o-uszunützen, geben wir jährlich mehr als 20.000 Pfund für Fische an da- Ausland ab. Natürlich haben wir auch einen enormen Import von Weizen, überhaupt von Getreide, M-ehh usw., und nur Gerste wird in. größever Menge exportiert. Palästina ist ein Land,'das außerordentlich reich ist an Früchten aller Art, wir haben hier das ganze Jahr Obst, dennoch werden jährlich Früchte, und zivar meist aus Syrien, für über 10.000 Pfund importiert. Noch viel sonderbarer ist es, daß G e m ü f e em-ge führt wirtd, ein Produkt, das 'hier vorzüglich gedeiht. Kartoffeln haben wir im letzten Jahre für über 27.000 Pfund eingeführt, meist aus Frankreich. Ter palästinensische Ackerbau muß eben noch bedeutend entwickelt werden und die Bevölkerung muß lernen,, das einheimische Erzeugnis dem fremden dorzuziehrn. Allerdings ist es bis heute fraglich, ob der Getreidebau in Pa-lästina rentabel gemacht werden kann. Sicher aber kann noch sehr viel auf dem Gobi-ete d.s Gartenbaues geschehen und hier könnte für den Export gearbeitet werden. Vielleicht sind die Srsbinschen Projekte einer intensiven Garteniöultur der richtige Weg dazu. Ei-n aktiver Posten in unserer Bilanz sind schon heute die Pflanzungen, insbesondere die Orangen, die mit mehr als einer halben Million Pfund an erster Stelle in unserer Ausfuhr stehen. Für die Landwirtschaft 'wäre das Entstehen von landwirtschaftlichen Industrien von größtem Nutzen, und dies« Industrien wären auch das richtige Mittel, unsere Bilanz aktiv zu machen. In erster Linke steht Zocker, den wir im letzten Jahre für 173.626 Pfund -importiert haben. Die Errichtung von Zuckerfabriken ist 'bereits geplant. Eine Zuckerfabrik, richtig angelegt und geleitet, kann sich sehr gut rentieren-, >hat einen großen Jn-landsmarkt und große Exportmöglichkeiten. Auch Alkohol wird in riesigen Mengeen inrportiert, und die Errichtung von Brennereien dürfte sich gut auszahlen. Eine Lederfabrik ist bereits im Bau; bisher haben wir Leder für mindestens 60.000 Pfund jährlich importiert. Die junge palästinensische Mühlen- Industrie entwickelt sich sehr schön und es soll eine Makkaronifabrik daran angoschlossen werden. Im letzten Jahre wurden Makkaroni für über 5000 Pfund importiert. Wir importieren noch immer sehr viel Gemüfe- und 'Obstkonserven sowie Marmelade, alles Dinge, die hier im Lande mindestens ebenso gut hergestellt wurden könnten. Allerdings sind -die bisherigen einheimischen Erzeugnisse noch minderlwertig. Es sollte doch klar sein, daß es nicht angeht, wenn ein Fabrikant auf den „Patriotismus" der Bevölkerung spekuliert und erwartet, seine Pos-ckware anzubringen, weil es „Tozereth Haarez" (Lanideserzeugnis) ist. Das Bolk wird eventuell um eine Kleinigkeit rneH-r Kahlen oder eine kleine QualÄütsverschlechterung "ertragen, aber nicht mehr. Sache des Fabrikanten ist es; ein gutes und kon'kurreritzfähiges Produkt ans den Markt. KN bringen. Gegen diesen Grundsatz ist bisher oft gesündigt worden und dies hat 'das Mißlingen von Untevnehniungen zur Folge gehabt. Ueb^rhaupt wäre es verfehlt, alle 'bisherigen Fehlschläge aus W-dustriessem Gebiet auf Rechnung des. Landes und der hiesigen, allerdings schwierigen 'Verhältnisse zu setzen, sondern es wurden Fabriken oft mit sträflichem Leichtsinn, ohne genügendes Kapital, ohne Sachkenntnis und ohne Beachtung der Landesv-erhältnisse gegründet und Leitern übertragen, die weder Wissen noch Fähigkeiten besaßen, ja oft nicht einmal chvlich waren. Unter solchen Umständen wäre ein Unternehmen in j e d e m Lande zugrunde gegangen. . kr» SachveMndkgrr Wer die iWifchen StadtplSne. Der chsmallige ZiviGeirat vor Stadtplanlormnission von Jerusalem,. E. R. A s h b e e, hat ein Buch „Jerusa-l.em 1620 bis 1922" herausge^eibrn. Der sachkundige Beaffasser widmet ein -Aapiick den neuen .jüdischen Vorstaldtvierteln uivd der Aonderuu-g-, welche durch sie im Stadlplam dovu-rsacht wird. Dioses Kapitel ist mit -Jllusivatchonen von Kaussm-anins Plan von Anck-ochuS, Jcm'jireh, Boneh-Beijüh <Bickh HaLerem) und seinem lbükanntirn Modell Vom TälkpiM) versehen. Wir entnehmen diesem Kapitck foilgrnde Stellen: „Zu den -iwteressWetesvsn Erschemnngen, der modernen Bcnutätigkö'lt Jerns-cksms gehören die vorsch-ivbenen Pläne und Vorschläge, an denen sich verschieden« jüdische Gruppen unter der Fülhmrng der Palcstin-e Land Döbckopment Eo. betoiligerr. Jüdische Pläne werden.mit den a-llgom-mnen Siadlplänen venbimden. Bis jetzt sind fün!f VorsladtvitzrtÄ geipll>a>nr: ich möchte über jedes'dvrsÄben, Anitiochus, DaWoch, Jonsirich, Bon-ch-Basi'ih und Antimus Povcch, oin Wort sagen. Antioch-us: Durch Beschluß,, cknen De-ill -der Ländereien des griechi-sch-orUhoxen Palr-iarcha-ts gut veräußern, kamen die Lä'.'.dweien an der Ecke des Manilla-Frwdhoses zum Werlkanlf. Der Plan sieht folgende Gobäude vor: Ans einer Fläche von 19.270 Ouadua-lpick sollen zirka 200 Läden errichtet werden, von denen 60 Waine Basa-re sein sollen. FeMer vier Ba-nkgMude, Gr deren. Baugvund je 1000 Q>U'M.c»1'M'eter vorgaschen sind, fevwer Bmgcvus und Warenlhä-wser. - D i e G a v-t en st ad t T a l p i o t h: Dieser Dorort liegt südlich von Jeriusalom., jenseits de>r Eiseübahn. Die Gesamtfläche umfaßt 1859,54 On-adrapick öder"' 1068,65 Onadratuleter, von -denen Raum für Wege und Straßen akgwzichen sind. Die Gartenstadt Janjireh,. m. Mwcstl'ich'Lrr TeA der Stadtwo die wichtigste Dautätigkeöt zg erwarten ist. Die Gesamtfläche «wmfaßt 212.000 Oua-dvatpick zirka <120.009 Onvadratmeter). Es sind ldL4. Bauplätze für Pv'.>va!ihänser.reserviert, außerdem BdNigvUNd' für Geschäfte, .'snr Äne'hckEsche höhere Senile, eine Syn'.^go-ge usw- Die.G artenstadt Bon eh-Bajith oder Beth Haler em. Die letzte in der Reihe der jüdiischen vovstädteschen Sl-edbungen, die 'bis jetzt dom .Stadtplan von Jeivu-sglom ei-nvWleM wurden, ist die auf dam Woge nach Gjn Kerom geplante Gantenistadt. Sie nmlsaßt zirka 380 Dunam Land. Folgenide EinvichtunigLn sind -vovgoselh-rn: Schule, BdlkshMs, Synugoge, Sportplatz, Spickplatz, gonossenschaftlliche Läden. 24 Prozent der Getsamtlfläche sind resemiart für Woge, ftoie Plätze, Anlagen^ öfftnckiche Geibände, es sind 148 Ban>plätze vorgrschen, davon 39 zu einam Dumam und 119 zu zwei Duomnr. Ant'imuS Porah an der J-affastraße. Ein weiteres jüdisches Unternchmen verdient Erwäihnung, da es den Stadtplan beeinflussen wird. Es hand-eilt sich um -das Stück Laud 1 a,m Rande der Jaffastiriaße, von der Stelle, wo jetzt das Ki-no- , thoater stcht, uöMich über den alten Sportplatz hin und westlich gegen Täbdllhr Cuimi hin." kivwanderung. Im Moniat Oktober sind in Palästina' 1200 Im-mb granten LMgetrossen. Die Zahl der Jmmiigranten im Septemb-er betrug 2500. Bemerkenswert groß war im S:ptmlbor die Ziffer der Ankommenden,. Aus dom Bericht der Pevmitabteilung der pallästinensischen Regierung geht hervor, daß 5115 Reisende, Durchreisende, Touristen und Pilger in Palästina am'kamen. Während ders-ckben Zeiit kehrten 27W 'Palästinenser hierher zurück. Einschließlich der Immigranten, über die bis jetzt noch keine offizielle Zahl vorlicgt, hat die Zahl der Ankommenden 10.006, überschriitt en. Die Este Tagnng der Nationalversammlung der palWnenfischen Anden. Der Waad Leumi (Jüdischer Nationalvat Palästinas) be^> -schloß in seiner letzten, zu Dol-Awiw abeichaltMen Sitzamg, die Jüdische Nationalversammlung (Assos-alh HaniMcharim) für März 1926 cknzuiberufen. Eine Wm-vinsaime Tagung des Waod Doumi und der Repräsentanten der jMschen Ge-meinden in Palästina wird noch im Larise dieses Monats abgehalten werden. Die Tagung wird, sich mit der Frage der Unterstützung der in Palästina neiuankommenden Immigranten befassen. Ein Studentenheim in Jerusalem. Die Exekutive des WÄwwbalvdes rüdH-er 'Stuldeuten hat emstimmic, bLschilossen, an die Gründung dieses Hauses des jüdischen Studenten am Ockberg in Jerusalem zu schreiten. Das Haus soll seiunr Platz nöben 'den anderen Universitä-tsgebäuidM finden und in ühven allgsmeinen Plan -sirWglicdtzvt werden. Es soll vom Wcktve-r>bawde wöaut, desstn Ei'MUtnm blribeii und 'von hm.verwaltet, worden. Es, soll das E,-6Lftllschaftljche Md ikulturclle - Zentnum der an der Universität' in Jeriusalom studierenden jüdischen -und nichtjüdischen aladenrischrn Jugend sein, orrvox größeren Zahl, der vom W-eltveribairde zu''bestimmenden Katoqorien von jüdischen Studenten entgoltilich oder un-entgeltlich Wohnwngs-.aologenheiten bieten, die wissens-chastlich-en üstd gLsellschaftlichen Vereine der jüdischen Studrniirn auf der N-üi-. versii-ät in J-c-rusalanl -beherbergen und ih-ueir Säle u,nd Rci-um- .lichkeitien für ihre Beranstal-tiungen zur V-e.rsÜWng stellen. Ferner sollen di« Studenten, welche Palästina und die llniversit-ät nur für kurze Zeit auiftuchen, im Studentenheim ^entgeltilch c-der uwentgel-tlich Bchepbuna finden und so den jüdischen Studenten« <mS verschiedenen -Ländern die Möglichkeit goge'ben worden, untoreinandcr und mit den palüst-inensischen Studenten -in inni-gsten Kv-rrtM zu treten. Der Mcktverband will die Mittel für die Erwerbung eines Bauplatzes und die Evbamma und, Echa'liung des Studentenheimes durch Sammlungen ''feinet La-ndesverbäude auifbr-inqen. Plan einer Textilienstadt in Palästina. Jevusaleim. (I. T. A.) Die bekannten Textilsabrikanten a-us Lodz, Gebrüder Rosenberg. die jetzt in Palästina weilen, sind mit -der Organisierung 'ainer Textilindustrie in Palästiuia bosch-äfti-gt. Sie pla-nen die Errichtung -einer neuen Stadt «in Palästma, die ein HÄm der heimischen Textilindustrie fein soll. Zu Anfang werden 200 bis 300 -kleinere Textilfabrikanten eingeladen, sich in Palästina -anzusicdeln und ihr« Betriebe einzuvichten, dabck soll die Arbeit für den Äuelb-M der Industrie in größerem M-aßstab fortgesetzt werden. Das Projekt findet die Billi-g-u-ng der Zionistischen Exekutive. Eine neue palästinenstsche Bank. In Haifa tvurde laut Memorandum der Gesellschaft zur Führung allgvm,einer Ba-nkgMäfte die Palest ine Mereantile Bank Ltd. Mgrnndet.' Das Gründungskapital beträft 25.000 ägypt. Pfund in Aktien von je 1ägypt. Pfund. Die borden ständigen Dir-okt-oren sind: Herr Sol. K ohen, chemaliiger Provi.NjZ'ial-Biz-epräsiident der englischen Zi-onsstensöderat-ion und der englischen Natioinalfondslommission, und Herr David Shin-dler, c-hemalig-es Mitft-i-ed d:s Zionist Central Co-uncil zu Liverpool (Gnhlan-d). Die Zahl promünenten ausländiischen Zionisten, die «ihr -Kapital in Palästina -investieren, ist ini Wachsen bogvifsen, auch verbc-gen vick-e ihre Geschä-ste nach Pa-lästina. Ein ' Sir-Herbert-Sanruel-Viertcl in Haifa. Im Jahve 1919 halben rumän-lsch.' Juden eine Gesellschaft zur Errichtung oines Sir-HePbert-Samrl-el-Bi'ertels gebildet. Si-e halben zu diesem Zweck 3350 Duna-m Land im Süden des Berges Karmel käuflich e-rworiben.'Jetzt soll mit dem Bau von 5.0 Harrsew ans diesem Grunde begoituen werden. Unter -enftnigen, die uou der Gesellschaft Baugrund ertvorben haben, befinden sich AHad^ Ha'am und Dr. Sch. Lcvin. Die Hälfte der palästinensischen Tabakernte entstammt jüdischen Plantagen/ Laut Mizs'lll-er Feststlllung werden aus Der diessährigen Crn-te zirka 1140 Tonnen Tabak für dev. Export ^bestimmt. Davon sind zirka 900 Tonnen türkischer und 240 Tonnen „L-ala-di" (inländischer) Ta-ba-k. Das -laudwirtschastliche Depärt-oment ist mit -der Votberoitung des Versandes von Mu.sieMätt«rn nach britischen und kontinentalen Märkten beschäistift. Die Versendung soll -erfolgen, sobald die Wftt-cr-U'n-gs-' verhältnissi es gestatten.' Die Borber-e-itun-g der Muster erfolgt durch di« T-abakmstrukioren des T-cpartoments. Di-e Hälfte der Täbackernte wurde von jüdijch-ele l-andwirtschastlichen SscdülN-' -gen einschließlich der großen koorera'-ren und Einz-'lsi-'dtun- - g?n des eieren H.ftessod pr-.--n

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