Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2049 (31.10.1924)
- Date
- 1924-10-31
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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!Vwt‘ w.** r* üj, . r! ’’!'; Kr. MS ■■..MMIV.VJim ■;:> p v; j j WM. FtMvg MeM MMüenzellrrtt^ W MMv LYS4 etm% . ^it'iel^tttßS Jöü|ncit{i»ud igö&t &{«r 1« neuer Form Über LiMramütisches Geschchen wird m flottem die Äemvand. Ti ... ,. . . Tempo entwickelt, rollt Tendenzen 'aus, verbreitet Gpanhung und Lktet im einer^anM-Steiihe prachtvoller Bildet ivirku-nasvolle Weite »md stimmnugsreich«. Miieu>bi>ldor, Sidneh M. GoLötn, der Regisssur, Hot;(idy diesott,Pvachtvallon Stoff für den Mm sE zurichtgsforntt,ha.t.Mt der ErsahruW des röNtinisrt-en Pratmers eine HäMnng. .die' nur düvch . Worte Lusgedrückt wurde, auif das rein Visible gestellt Und so ein Drsh- Such Mchaffon, daS allen An.foMru.ngen des modernen Films entspricht. ' . Durch dieses seMt ansgearbelteke Buch hatte er M weites FM» für seine Regiekunst geschafft, die uns noch aus dem unvergeßlichen „Oftun d^W W ist hGer nutz angenehmster Erinnerung war, und er MüM büßer nicht nur das heitere Genre, smidE auch düs wuchtige uw düsteös MNeu.daSdieser Film Mffaltot» vMrnnme« zu meisterst.weiß. Mit unendlich viÄ LiM tzöt er. sich istdieM anMöglichköitvnso reichen Staff versenkt, wußt« ihn voll und. «gang zu erfassen.süHrte M bis m das kleinste <Detail msffterhäfb aus. $n btq&t Bildern lernt man GEn erst wirklich kennen, kan« seinen künstlerischen Scharfblick und seine GestoltunMabe Hang erfassen. Glänzend sind auch die Leistungen dieses prachtvollen Gnsemlbles. das hier Mter einer verständnisvollen und grohMigen Führung reine Ku-nU DMEMWch seinem Temperament ÜMehemmt. und nngchirwert die Zügeil Matzen lassen dunste. MorvtS S chwürz spiebt hier MSN LiMalber, der durch das temperamentvolle Evfassen bisser Rolle sein Pülblikutst Mit sich «Mg stellt Wn MMschen Dtdgny W.e r v a e S, me durch HL kraflvolles.Spiel M tistponterest lMtz„ Wd Ketttz R i v a - G ä L tn e r, die dürH Hrk eimüche UWefäMtWt üstd ihre -rMeNde Bescheidenheit fesselt und ihr Publikum schwell und sicher gewinnt. OSkar Be regt in der Molle, des. Hrafen .bretethier wieder durchdachte -Md feine DarsteMnMUtfft. Es sei überdies WMsllt. vaw jeder Äjtzvlne Darsteller und war ferne Rolle auch noch sv klein Allerbestes in wahchast Mnstlerischer' Form &öi - - ' Wegen des p r o l o n g I o r ii nii 11.a n <aEÖ£|IKE> ,? Regie: Sydney Mi Ooidfn Ifa-Palast-Kino . 3i BEZIRK, TABORSTftASSE Nr. 1;V H a u p t d afit eilet: ' Morris Schwor«} Oskar Beregl, Dasity Sorvaes, Frau Abrähamowltz, . Frau Qeriiin, dtarl doeis u, t. Beginn derVorstellungen täglich VA VA,1/*® u. %(flÜht ■ Loibend müssen hier auch die -BautendeS Architekten Stephan W ess elst ustd die'Photographien Eduard. H ö s ch^. hewovgchoben werden. ^' . „MettsW tzesere dich nicht!" . Eine■; M«z rsizeBe Komödie Hrotzen-StttS,- die Tym. M einmal int MstMM süs die AsinMlNd Hst' ansonsten -Nut Primen ÜbetstUtrend Und die wcvghalsjWen Stücke nusführenv M sehen gewohnt ist. NMigsns. an letzteren läßt er öS auch hier nicht Wen,' nur kommt sein goDener Humor hier besser und wtvkUngsvollrr als anderswo zur Geltung. Lustig und liebenNviirdig ist die Handlung, die i-ich uM Grotzjteiil -um ihn drcht, ausgezeichnet Regie und Darstellung, die autzer«von dem MMinq der Völker", noch von einer redenden jvnv schr guten DavstMrin, weiters von einem komischen und MdteSken Nogor überaus verdienstvoll getragen werden. ,! Ein« reiche Und arotzartige Ausstattung erfüllt diesen Mm. ES findet sich hier ein luxuriöses RachtllokÄ mit allen nur erdenklichen Schikanen Und einem hervorragenden Äallekt, hesteihend aus einer Unmenge von Tänzerinnen, von denen 'eine hübscher wie die ^andere ist. Ausgezeichnete GosellschüstS- Men evMen die. viesdge Dekoration mit ausgeLafsenem Treitit W, dtkisder Wze« Mit lÄ Me »ufftyra entzt! <la Bataille) nach dem Röman voa Claude Fatretk 5N55Be «AVA XAWA in der Hauptrolle Ab heüte.ttt folgenden Kinos zu seheut Rotenturmüuo Attekino KSrntnerNno - l. Flilschmarlr l I. Sollzeile « i. JabaNnergasir » Ki«ö ÄSustedt SmtraMno Äiegerkino II. Üurstellüngrstratze II. Taborstrütze 8 IX Liechtenstcinftr. 87 Ab Dienstag den 4. November: LpekttNuö. Bmskwo Kino Mnstedt l. SUsabethstr. 11 I. OL->rnrittg I» U. Au»stellungrstrabe Kos-Lichtspiele IN. Uirgargaffe 80 - W» elWch« Ml» Mich»!! Morupsl drr Slkumi>nt»Gesellschast, Wien, VI. ben, und üll das^ ergibt, etile ÄSihe von Widern, dre wiM M \ wünschen übrig Wett üuv auch dM veLwühntästsrt Geschmack >■ :tt!HlGMewÜge tmi/.'. ' '' ' f : Kurz vchunitzrt: Dieser'FNm ist Ät allen sSM-n-FGeÜ ' gaH hoMglich. - ' . - >. . f*?;/ J ,Me MchWht-" Die wundervolle, packende und spannende Novelle Elande Farreres fand hier eine prachtvolle Verfilmung, die ein Werk schuf, das in seiner Art das Kolossalste ist, was wir dis jetzt vor Augen bekommen haben. DeL rotomite Regisseur V i olet hat miter AMicht des Autors diösen Mm iwszemert und mit Geschmack und vollendetem künstlerischen Können eine lange Reche PrachtvoMter Bilder geformt. Ausgezeichnet, wie Buch und Regie, ist auch die.Darstelllkng in allen TerlvU. Besonders müssen hier .die'. Heiden japanischen Künstler Lessne Hayakawa und seine Gattin Tsuru A o k i hervorgchoben werden. Ein Meisterstück modernster und fortgeschrittenster Technik ist die Seeschlacht ssllb-st, die . von neüvenzerreihender Realistik echulli ist und einen Triumph der Kinematagrophie hcheutet. Wir werden ein andermal Ge-' lsgettihLit nchmm, Über dieses seltene Grohwerk eingehend m berichten und ihtn die WürdiMng Mkommen lassen, die eS so Hohem Maße vevdieUt. Jedenfalls können wir aber schon heute'sagen, datz dieser Film ein Wett ist, daß jeder Wehen haben sollte »Wite bet Woche. „Apachen iU Seide." - „Schranken der Gesellschaft." — Mensch, ärgere dich nicht!" — „Die Schlacht." — „Um eine» Weibes Ehre." — „Thamat, düs 5ftnd der Berge." — „Sünden der Bater." — „Mary Tudor." RAS BURG-KINO i*i. H 6 ÜTli Abenteuerdrgma mit LYA f)E PUTT1 und HARRY HARDT und dal übrige Sdilagerjsi'ögrimm Beginn der Vorstellungen: ‘/A VA VA *1*9 DER NEUE GROSSE F O X - FIL M ROTENTURM-KINO WIEN, 1: FLEISÖÜMARKl i H E UTE: KolosftaKFilrngemälde mit dem berühmten japanischen Schauspiderpaar * HAYAKAWA* und das übrige Schlagerprogramm Beginn der Vorsteltnngen: */,6 >/*8 and '^O Uhr Bettln!tmnsik eluer eritklasBigen KQnstlerkapeilte - SCHOTTENRING-KINO— X SCHOTTENR1NQ 5 // TEL 174-25 HEUTE: Ttiamar, das Kind der Abenteuerdrama mit LYA DE FUTTI und HARRY HARDT und das übrige Schlagerprogratnm Beginn: 4, 7,5, 7, */A CENTRAL-KINO 11. Taborst'rasse S Direktion: J. SebUlt H R UTEi Kolossal-Fllmgemfilde mit dem berühmten japanischen Schauspielerpaar „HAYAKAWA“ und das übrige Schlagerprogratnm Beginn: */Ä X VA Uhr TOM M I X ln der Hauptrolle rfriMÜi ÄRI 81« OKTOBERr 19341 :v KatuhieHichtipieie SchWafzehbei^gpiatz, m. Kreuz-Kino, l. Votlvpark-Klno, IX, AB 4« NOVEMBER 19241 Busch-Kin4. (II« Kärntner-Kino» T. .. Haydn-Kihb, VI. Vlhdöbönh-Klrlö XX. Imperiäl-Kliiö, 1. WeUbVögfkph, IX. WELT-BIOGRAPH IX. ALSERBACHSTRASSE 30 HEUTE: Sascha-Monumenialfilm mlt Maria Corda, Arlette Marchal, Oskar Beregi .und B. Häussermann - mit veratBrktem Orchester und Chor mit ritualen Gesangen lll und das Übrige Schlagerprogräntm Beginn.der Vorstellungen: 5, >/«7. ‘/,9, Sonntag 4 Uhr Copyrffrht 1^24 fcy - Deutsche Berlag»-Nftalt, LtiiUgart. NMbrukt verboten» - A» Fortsetzung, M NM an der Moldau. Roman. > {Jßtöt Nügustt YüuschNkTr' , ) - Ein AGMz ittmpe» - Bog>lüMG W. Wch' 'bjrWr^H\ äitf der MHe stlü-tt Mdtvgen, Hllrüctslichen» Mn Stirn/ W Von dech Klima, das-, ihtr umfin'g,, sofort erNAt^ tzerkor^er-selrije. Züvevsicht. Ent» seA Gfc* sicht.'-M 'schviM uatäj' üihörschritt, mit* M'bi der FörmkN. V^ 'GvöM'dsp -Schicklich^ ' M't Wö'M, MiM LspMM, H' kockmt W M Ä WM M-MrMtt -leiten," .. , . lMMEWM-M 5BP: M»;Si»r3Ä6'; die Tanzmusik, vpm ^rnlt ., MWMt W». bie'^ Eduards,. Wantrskript. Mtt eiltZen, «ryst tzttÄWUMHE^lsekiÄs 'eLMptkölWit Höst Mhs. Dis Fr«ü.MKaÜ7söMÄ' ' MW'M. Whr HuM uA> HMÄHlG sPWch er: R if# schernbe tzWerk-PMA: r-^'^C-r ■ r n „DaS MusttsM voll WstckchMsckM trägt. Kl Ulli» ^M^MMo'ua^-LMvdev'hirt eS mr tiiwf*W WstW...tzsW ,-SyrnphohWWKIpng^ WW W ast-sichvM» Mchts,.'tvvS vock Wstt abseits sW W M das Leben s-ekbst wiedevgeben mit seiinen Träunren, seinen Erlebnissen und Wirklichkeiten, mit seinen Beschastrgnngen nutz Gsräuschen». Es will -einen Einzelfall ausschöpfen, die. innere Erschütterung eines «inbernfösten umid im F-elde tätigen Soldaten. Wh wLve sehr Mcklich, wenn Sie, tvie ich, die EmpfiMung Wen,' daß" dieses Ein-elMchsal .menschlich einen Typus bedeutet und mnsikalisch eine Tür Ä 'MrK, tonkünftleÄschss Lrmd."'' , ' Eine kurze. FristWMSe €t dM Ätzitz AWstisdeMr. Wr da^,.MMM"MStkschen, dte - stiiS KlWik wösr äus iviMcheA Jntereffe stanbhielten, setzte EduM, hurch des Fttzündes - eikMkende Betrachtung Wieder MeS MM 'bötvuSk, hen.B^zen HK.u^i .HüM könnte es sich nicht dWchlen: Eduards InstvNftMt?p>ar ung-ulängkich, seine Technik! AeNligte .Nicht den MößM Forderungen, die das Musikstück an sie stellte. Er vänßte ekivas: gehen die Höver mit den Dissonauzen, m „döNLN dls' Zerrissenheit einer Jüngli'NgSsiele schweügt? Wdßtst fls sich nicht an Vertonungen alltäglicher Geränsche: MMzuMagen, Kreischen der Gtrahenhahn, Pfeift» obge- Mher Womotrben? Verstehen sie vis WlKüÄichkeit der .Rhythmen, die sich rmr.AU'Milen sM'ftigeN Kur KanMne? WäHend dieses ersten Satzes wurde viel ) gehustet, -VvUchtMrückten Stühle, entfernten sich Schritte. Einen Ausbruch! Dduarbs befürchtend, ttckt "Jasoih svfdvt in das " eilt. Im Gegensatz zum herben. Anfang war es UÄ lyrisch. Die Eingebung einer innigen, sich *} ausbreitendeu Melodie leitete es fesselnd ein. , NahntzstAn' an. Gefühle, die dts Kriegers Herz beschwerest, wAn. gleichnishaft hineinverflochten. Anklänae an -deutsche ßiebch tsMW HWWM MHMMchttt :M MrÜche 'Weisb VU. K MKMttgN KMMMhLst -aüsaefpHnMM KVl rRidregvbetsL! Ausdruck bußfertiger söhnuugstages die Gemeinde ihre Sunden berchtet und den Herrn bedrängt, aufs neue den Pakt mit seinem auserwähltest Volk zu schließen. Dieser Teil war überwiegend klavieristisch. Jakob hatte den Zusammenhang mit den Versammelten verloren und die Beziehung zu dem Mann, der an seiner Seite geigte. Unabhängig von den Schwingungen der Saiten vermählten sich ihm Flügel und Vialitte zu selbständigem gemeinschaftlichen Dasein, häuten' Zauhergrotten wm kh-n^auif, besetzt vom Hmnbevwn vo« Spiegeln. Wandernd sah sein Ich sich hundertfach daritt ' zürückgeworfen, in allen Wändlungen von Form und ÄLesett» Ahnungen vorgeburtlicher Bestimmungen, dke sein Schicksal lenkten, dreifach verwurzelt in Nationalität Rasse und freiwilliger Wahl und doch ohne Vaterland und Bodenständigkeit. Leises Grauen bei der Rückerinnerung an Freund Josefs hellsichtiges Wissen von den Geheimnissen Unbekannter Seelen, Mitleid mit der einst heiß Geliebten, da sich der Schleier vor ihm gelüftet chatte, der ihre innere Entbehrung deckte. Er zürnte ihr.nicht mehr, er nahm Abschied von dem Schmerz der-großen Leidenschaft, von der Welt, in die sie ihn verlockte.- In der Ferne sah er eine Flamme leuchten, von der er Noch nicht wußte: Bedeutete sie ihm Morgenröte oder Svnttenuntergang. Andächtig begleiteten die Finger die-vorübervcvuscheMn Visionen. Sie hakten ünch dcks 'Ntzbe seines Könnens aus des Begleiters Geigengrifsen. Die. EvN'de war Ltemlos^ Schweitzön. Ein Sauszer - der Ecke hauchte:< „Wundervoll." Es galt Ooch der Feuerprobe) des Finale^'das wieder . malte und Nchrieb. HMMMbWimmüng', HeiMM ' - einM'MittpH Piß tzine BioMsüite. JtlkvV gbnnte EdüM nicht .die Frist, sie M erfttzW. Zeichen der Unruhe mehrtest .sich inr PuhMUH GörioäAs, vorwärts peitschte er das Melos durch die kunstvolle Fugierung eines Chors: (Fortsetzung folgt.) 9