Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2042 (24.10.1924)
- Date
- 1924-10-24
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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AM enurig. „Wr-WorgenzeilML" tmnroKr* t-wAvmmAiss i 1 ' '^?FPT',-W’W Erscheint jede« Freitag „Die SklavenkSnW»." (Preffevorsührnng.) ' N-üich dsm!blö!amiitkn Roman ,-T h e m v o n o f st< s r a o i" ton . Ritzer H a ggard formte der „S a sch a^-Negissour , Michael Kerles^ «in mächtiiges KÄossalwerk, das eine sÄ- I tm PMnS. und PrachtentMung ''Mt, ein riesiges Aufgebot j von Menschenmassen bringt und' alles in sich tragt, um der , Schaulust Genüge zu tun. In diesen sich ununterbrochen aneinander reihenden Massenszenen droht oft di< Handlung unier- Wachen, scheint manchmal nur als untevarund für den koilojss Men AaOvand zu dienen, nkacht oft den Eindruck.-daß sie hier! nur als Zweck für die reiche Aus-stattung diene und es in der Absicht des Inf-en-ieventzen qelegen sei, weniger die Handlung, als das kostbare Drummnd Dran in den Vordergrund zu schjieben. Und vaS ist—^ so schr auch daS Äuge hier gesättigt wird i — sehr schade, denn dieses Buch hatte kraft seiner literarischen | Bedeutung ein besseres- DHickifal tzeMent, - als 'reinen Schaü- I bildern nur einen Rahmen zu geben. Gewiß, es ist vom menfchglichen und künstlerischen Standpunkt aus begreiflich daß eS f den Regisseur mächW-lockte, das Hauptgewicht aus die' Massenszenen zu. legen, st>eziell Kertesz, der-ein. vollendeter Meister' auf diesem Gebiete ist. doch hätte vielleicht auch die Handlung selbst hier noch Platz zu einer weiteren Vevbwitnna finden kLNnen. WaS aber die Regie hier inden großen.SKnen. in der Führung von tausenden und aber taufenden Menschen, in meisterhcvstM Bewchungskompoisitioinen und eindrucksvollen Esifekten leistete, ist in der ganzen Bed-öutUng des Wortes großartig. Die ^zene des Einsturzes des riesigen Götzenbilder im .Tempel' des ÄmoEah, die Verwirrung und. das Durcheinandevflnten der Menschenmenge in der riesigen StaubwrUe, die den ganzen Raum , erfüllt, ist ein lebendes Massengemälde von tiemter und ei-ndrrüjxlichster Wirkung, der sich niemand entgehen Saun. Andevweitrg finden sich hier auch wieder einige einfach« Gpielszenen, die von Stimmung durchtränkt send und auf me primitivste-Art, die die größte Kunst bedeutet, unglaublich stärk M fesseln wissen und immer wieder bedmiern lassen, daß sie um der großen Szenen willen so beeinträchtigt wurden. Hand in Hand geht'hier mit der -Regie die vollendete Aufnahmstechnik, für die Gustav U e s e k h zeichnet. Die' Aufnahmen van dem Zug durch das Rote. Meer und das Znsammenlschlagen der Wellen über die AeghPLer entfessMen bei der Pressev-orführüng einen wahren BersallSstiuvm. Ausgestchnet ist auch die Darstellung. Maria Corda in der Titelrolle formte hier eine ergreifende Gestalt, die von gra- Wumz-NINO. I. H E U? E( Quo vadis? Römisches Kolossalwerk mit Emil J annings , und Alphons F r y 1 a n d I. Teil ■ ' ' . und das übrige Schl agerprögramm Beginn der Vorstellungen; V4B, */A" V«8, AOTENTURN-KINO 0h WIEN,!. FLMSÖEMABKT1 UTEs uo vadäs? Römisches Kolossal werk mit Emil J ä n n i n g s und Alphons F r y l a n d ' i.Te*i v, und das übrige Schlagerprogramm Beginn der Vorstellungen: */yj. */«8* 7*8 und. 7*9; Öhr; Begleitm-nsik einer arstklagalgen KttnstlaTkepella ■■ den 26. Oktober 1924 »» des- Grossiilms lüi'.i::! r :i;;;rl!!:mi»l«l» im i!?:;-;'.;:1 i-'i {EEOEfSEC E) l'kitittiiiiilWW. Regie*. Sydney M. Goldin .Taborsfrasse I : Ha up t d a p st eile r: Morris Schwarz, Oskar Beregi. Dagny Serva8s. Frau Abrahamgwitz. Frau Gersten, Carl Goetz % *• mm, liT KINO— I. SC HOTTEN RING B // TEL 17-*-25 , HEUTE: . ■ Der gewaltige historische Monumenialfilm Quo va dis? mit Eipil J annihgs und Alphons F r y I a n d r. »eil und das übrige Schlagerprogramm Beginn : 4, */& 7, Sy S a s c h a - F i l m b r ,i n g t vo« Ride-rttägrard Y '* ... Regle: - "< ■ -' •"! v' p. Michael Kartesz Österreich i sch eFüm werk!!! - Vom 24. &is 27. UkldUeri : Oartenbau-Kino, I. Farkring 12 A . Imperijl-Kino, i. Rotgasse 9 ■ 'y,Xuchla|iben-Lichtspiele, 1. TuchJaüben 7 Münaiedfs Kinopalast, II. Altsstellungsstrasse: J42 Eos-tifchtspiele, III. Ungargasga 60 •- Haydi|Kino, VI. Mariahilferstraase. 57/59. , ‘ Lichts|iele Wienzeile. VI. Linke Wienzeile £ Zenträlpalast-Kino, VII. Mariahllferstrasse IW T Vom 28. bis 30. Oklobort ’ Kamtiier-Kino, I. Johannesgasse 3 i.'> MünstedFs Kinopalast, U. Anssteltüngsstfasse 142 Eos-llichtspiele, III. Ungargasse 60 Votlv|arlj:*Kino, IX, WähringMitmsst ... ^eidlMftyiogrsph^heat^X^d^M'tntzWW7k Scb&iilruhfier SchlöSs-Kitio, Xirr’Sdiöhbirunner §chlos- . chMe-4—8 Kino Hatidl, XV. Mariahllferstrasse 160 S< Oktober 1924 ..Mir. 7i zilem Liebreiz umflossen war. Die gegüMte und Verfolgte SNävin, die trauernde und schmerzgeibeugte Mutter, das mit seiner - ganzen Seele liebende Weib, fanden hier durch Lias« Künstlerin eine meisterhafte Verkörperung. Maria Corda hat die selten« Gäbe, mit der kleinsten Bewegung unendlich viel auSdrücken zu können; vielleicht liegt diese Ausbruckssähigkeit ctber weniger in dem überaus regelmäßigen Gesicht mit den lichten Augen, als in dem nervösen Spiel des feingliedrigen Körpers, der auf jede, auch die kleinste Wirkung sofort harmonisch reagiert. In dem Engländer Welqui M il I a r fand dieseschöne- Frau einen Partner, der ihr einen ungemein günstigen Hintevgmnd Lot. Er weiß seinen Kronprinzen durch ruhiges, wohlüberdachtes Spiel, mit der Ausnützung seiner kövpeMchen Vorzüge -ichr sympathisch und. stilgemüß zu gestalten. ALS sein Wider- ,part kommt Oskar Beregi durch die verengte Handlung nur weE zur Geltung, doch sind die wenigen Momente, in denen er den Byrderavund erreicht, von bester Darstellungskunst zeugend. Arlette March-all spielte mit einer Lässigkeit, m der dramatische Momente verkümmern, das SichseW einer schönen nud verwöhnten Frau, die weiß, daß sie ein prachtvolles Profil besitzt, stzerdi-nand O n n o spielte den Dichter Ana mit der stillen Inbrunst, die diesem ItzEsten und immer -idvEsievenden, Men befähigten Schauspieler' M eigen ist. Der Moses Hans Ma rr s kam leider nicht in der wünschenswerten Waise zur Geltung und Mols Wensse als Marach weiters Reinhold Häufsermann, Geow Haryton und Emfl Heyse boten viel Gutes. In einer kleinen, brubalen Episodenrolle brillierte S ö r ea i. . - Prachtvoll sind die mächtigen Bauten^ dle der Architekt Artur Berger und der Maler Emil Stepanek aufführten. Prachtvoll sind auch die von Remigius Geyling entworfenen Kostüme. Dieser Großsilm dürfte daS Gewaltigste sein, was die österreichische Jnduftr-ie bis fetzt schuf, und wvrd sicherlich nicht nur bei uns. -sondern auch im Auslarwe die Anerkennung finden, die ihm gebührt. ' „Der verkannte Millionär." Mit der Bezeichnung „Ein VolkssMck. in amevidanischtt Auffassung" ist dieser -Mm wohl am 'ehesten zu charakterisieren. Cs geschieht hier aller, was nach dem Geschmack der großen Masse des PubMumS wünschenswert erscheint:^ Die arme Stenotypistm bekommt den Mann, den sie liebt, den Mil« lionärs>sohn, der verarmte und durch eigene Kraft wieder Millionär wurde, und die lielben Mitmenschen, die so boshaft waren, sich über das Mißgeschick des Helden zu freuen und zu dessen Fortschreiten noch vas ihrige beizutvagen, werden bestraft und die Glimpflichkeit der Strafe umleuchtet dann wieder als Gloriole der Hochherzi^eit aas wundervoll, frisierte Haupt des Helden. Mer das alles formt sich unter der geschickten und tootit» merten Regie, die hier waltet, zu einem liebenswürdigen Geschehen, da8 reich an Humor ist und trotz seiner Primitivität unbedingt zu spannen und zu fesseln weiß. Jede einzelne Szene rst hier liebevoll und sehr geschickt hevansgerrbe-itet, erzeugt unWbave Wirkungen, denen man sich trotz berechtigter Skepsis d.Än Gehaltamerikanischer Filme gegenüber nicht entzichen M e i g h am; und^ilaMe e getragen wird. Dkisik Hs»? einander: Mnzem 'chWpieiltert- Darsteller bi'eteü,-AllebhMs.i Auch! die MigM -Rollech Großtefl MWaMPWer^ mit scharfer Profilierung und häufiger Kavikievung.- zeichnen? sind7.M8gezeichM" besetzt" und. Btetfen drlrchwegs aMMiHMD An.der Schilderung des Milieus byiMert hier die-'Regie und 'gibt häusige Proben eines gefunden, trockenen .Humors, der sich unter allen Umständen ünmer durchgusetzen weiß und vielleicht das Wertvollste im der großer» Komödie eines Äüfstiegrs ist. Ganz ausgezeichnet ist hier wie immer in ame» riranischen Filmen — die BeleuchtungSk-echnÄ! und di« scharfe, weichglänzende Photographie. Eine neue . Wiener Lustspielproduttiov. Der Schaufpieler und Tänzer Fritz Wolf-Ferraris, der in der vergange. neu Saison hier, einige ersolgreiche Tanzabende absolvierte, hat sich nun dem Film zugewendet und wird in Wien ein« Serie kleiner Lustspiele erzeugen. Er wird eine neue komsiche Figur unter dem Namen ,,Jo nathan" kreieren, die lie-benswürdiggroteÄ ist. Fräulleiin Bvbibh Baugoin, die in Deutschland der Bühne, und im Film bereits erfolgreich debütierte, wird die weiblichen Hauptrollen spielen. Für die'Photographie wurde der hiesige Wfn-ahmstechniker Eduard H ö s ch gewonnen. Der Versailler Skandal endlich beendet. Im Laus der vorigen Woche fand in Paris die entschoidende Gerichtsverhandlung statt, die den Abschluß der «och allgemein erinnerlichen Skandalaffäre beendete, dre die Ausnahmen der Wiener HelioS-iFilmgeseüschast in Paris und Bevsailles zeitigte. Die' französifche Justu; erkannte die Blamage, in die sie sich von über-eiligen Gittenschn>üfflern und das unsaubere Konkurrenzmanöver der Firma Pathe, der der „Matin" so bereitwillig Stierte, hatte hineintveiben lassen, und sprach sämtliche'Anagten frei. — Der so Viel erwähnte Film wird noch "in dieser Saison unter dem Titel „D'ie Tochter -er Frau von L a r s a c" auch in Wien erscheinen. Die Filme der Woche. „Mittcrnachtszug". — „Quo vadis?" — „Die grüne Manuela". — „Der verkannte Millionär". — „Die Tragödie auf Schloß Römerholm". — „Die Sttavenkömgin". t CENTRAL-KINO II. Taborstrasse 8 Direktion: J. Schu 1 * HEUTE: Quo vadis? Römisches Kolossalwerk mit Emil J a n n i n g s I. Teil und das übrige Schlagerprogramm; Beginn: ‘/A 7. Uhr EOS-LICHTSPIELE. Wien, III. Ungargasse 60 / Telephon 434 1 MEUTEb / Sascha*Monumentalfilmf mit Maria Corda, Arlette Marchal, Oskar Beregi und B. Häussermanh - mit verstärktem Orchester und Chor, mit ritualen Gesängen!!! Beginn: 4, 6 und 8 Uhr — Sonntags: 3, B, 7 und 9 Uhr WELT» BIOGRAPH IX. ALSERBACHSTRASSE 39 ■i* W E lil T E i Die Wunder der grössten Filmstadt Amerikas: Hollywood"! , und das übrige Schlagerprogramm . - Beginn der Vorstellungen: 5, */47, Vs9,«Sonntag 4 Ühr i - rst Ui Faäflkallansfilm: Uniore ClnematagraflGa llallana Osr° Welt grösster Film. ' De? Welt grösster Er Mg'; V; '' . V Ab heute » - Burg-Kinc,'i|. öpernrlng 19 Opern-Kinui!. Friedrich»trMse..4 RotenturmsJCIno, I. Flelsehmarkt.1 Schottenripg-Kino, I. Schottsnnnfl B Busch-Kln|>jj II., Prat«ratern Central-Klrio, »l.;Tabo£8tr.M8e 8 _ .- ... Ksmms^»c!ktLpsslS<-Ski»^SübM>rs0vK»-gpsLtr,- NN Uv^kn-Kinü^ III. Unwepgisse^ 33 ..; t’t.ctfPTZ. 4. . > Flotten-K-no, Vl.iMarlaT-iiifarstrasto 85/87 •- 1 V Flieger-Kino., IX...Uachteasteinstrasee 3Z ... - -- Heimat-Kino') IX. Porzellangasse 19 . ,• ,? Ab 31. Oktober» BCrger-Kinoi V. Margaretenstraese 78 t. .. Maria Ther«aien-Kino, VII. Mariahllfersfraese TO Meidllnger'Biograph-Theater. XII. SchSnbrunnerstrasso 175 Sohönbrunner Scnloss-Ktno, XII. Schönbrunner Schloss- Abbaszla-Klno, XV. Neubaugörtel 1B sträise 4»»S’ ’ Kino HancU, XV. Mariahllferstrasse 160 Astoria-Kirjo, XVII. Hernalser Hauptsttasse 166 Theater-Kino, XVII. Hernalser GÜital,3S Ab «• Novembers (Ati4ntlarKinp, V. Wledner Hauptstrnss» 108 Klnoi- El8enfca1inethelm, V. Marflaratonstrasse 186 SchSffer-Klno, VI. MeriaMlfarstrassa 87 r Baliäria*Klno, VII. Museumstrasse 6 . t. . u Phönix-Kino, VII. Lerchenfelderstrasse 3B i "5.*« Monopol: jcMlmwerke & e.. Wie», VH WWMZ- 1 h. i C50C