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Wiener Morgenzeitung · 1924-10-01 · Heft 2020 (1.10.1924) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2020 (1.10.1924)
Date
1924-10-01
Page
Seite 11 (sequence 13)
Language
German
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5. »kr. WM, Mittwoch Wiens? Mövgen'zeSmä.. 'l'DttoberE hetzet , ji.ut fdtcit so richtig in Schitvnng. Der -geW-ge Lelchr ded ] \ Quintetts ist unzwebfethaft Häusler, der cs versteht, seine j s-s^urtner im ri^tigen Moutent in Front Au bmugen. Häusler Ft littt Mne KÄMeMatur. Da ihm 'die Courage von den Gegnern .bald oLigeLauift wurde, Mte dem HMah-AnMißf die Führung. Neu'fÄd mb Gssenhoiffer Wieder waren sehr eigeniiimifl itnfr wollten den Erfolg auf eigene Faulte ergingen. Da lHatz tüibevdieI einen schlechten Dag Hatte, wollte die 8dombinationsmoischine nie richtig 'lcnusen. Schwan war der einzige, ' dar in Morn Ringen Ruhe bewahrte und. durch Mechnäßiges Dpiel den AngM in Front brachte, - -VV'. Die Deckung der HMcch hatte Mchr robuste Äs iMe Arbeit M erledigen. Bei BerückstchttguNg der kaum stibeOa-ndenen Krankheit bann Man die VeistuM Gutkinranns eine hevvoriragende nennen. Daß dieser treue iSPisIer Ln den Hetzten 16 .Minuten nicht mehr mit konnte, war durch die schlechtere Lörper- . Ache Verfassung erklärlich. Von welcher Bedeutung Guttmauns . Mitwirkung für die. HÄ«ch ist, erkannte' man so richtig in den '. letzten IS Minuten des Spieles. On dreiser Zeit wurden die Wttelldor.fer dem gegnerischen Tor ernstlich gefährlich. Eine WerrLgende Leistung bot wieder Fried, dessen Spiel an Willy KcrtM erinnert. Er gleicht dem M. «F. K.-Mann nicht nu« an ÄöstÄt, sondern auch im Gehaben. Pollak spielte brav, doch -machte sich diesmal ein Mangel m Placiernngsvevinägsn geltend. Er klebte ständig m sehr an der Verteidigung, wodurch der gegneirische rechte Flügel sich unbehindert in der, Besitz des Balles sehen konnte. Die' beiden Verteidiger Scheuer und Grünjfeld wärest absolut verläßlich und die Hakoah kann Msrieden sein, wenn sie in Hinkunft ähnlich Mte Leistungen voMringen. Fabian verblüffte durch seine Sicherheit. Die Hütteildonfeir bewährten sich als schier unbezwingbare Kampfmannschast. Das unentschiedene Erga'lmiZ verdanken sie vor allem ihren MbwchrspMern, die sich tollkühn jodem gegnerischen Angriff entgegenwarfen. Der neue Tormann. Grifftuer scheint ein bedeutendes Talent zu sein. Bon den beiden Verteidigern war Solil der Stilvollere und Dittrich der Wuchtigere. Die Deckung verdient in ihrer Gesamtheit Lob. Ritsch und Brandstätter arbeiteten wie in ihren besten Tagen und auch 'Richter kam seiner Aaisga.be voll und ganZ nach. Weit schlechter war es um den Angriff der Hütteldorfer bestellt. Er besaß in 'Hofbauer nicht nur einen schr derben Mann, sondern auch smen Spieler, der sich nur als „Bremser" betätigte. Wessely wurde durch ihn in Mitleidenschaft gezogen und konnte sich nicht, wie sonst, zur Geltung bringen. Die rechte Angriiffsseite, Kuthan, Zach awd Wondrak, führte Vernünst^igen Fußball vor, Sie war es auch, die das gegnerische Tor in Gefahr brachte. Das Resultat entspricht dem Kräfteverhältnis. - .Während ' des ganzen Treffens hatten beide Parteien viel dorn'Spiel und nur im Endkainpf LÄvieisen sich dir Hütleldovfer als' die Zäheren. Trotzdem hätten die, HÄoahner das Spiel leicht «für sich entscheiden können. Vor der Pause bereitete Häusler seinem Nebenmann CiseMoffer Ovei ideabe Schußgelegenheiten vor. Beide Male hatte Eissenhoffer in kurzen Sprints Ne generischen Verteidiger distantziert. GvUtuer stand ratlos im Dar, doch Eiiserchoffer brachte chndadurch aus der Verlegenheit, daß er aus LmUister Entfernung das, Ziel verfehlte. Wäre dem HaToahner dieses Mßgeschick uicht widerfahren, , wer weiß, welchen Ausgang das CreGen genommen hätte. Much nach dar Pause hatten die Krieauer «ine orrKsMichUete Viertelstunde. Sie begingen aber in dieser Zeit den Fehler, hohe!F>tßballschule?,it demonstrieren, anstatt Trcherchretr anizustreben. r*f' - am allerbiAgsten nur im . MlßtisEDlfAt!).SaW.9. IeUlS211 Sw MatchtiMc, fomfcl., lSIcffij ff. 1*5.000, Sir . K. 45.000 „Ra-ax"-Fnßbälle, kompl., 18telltg ..... . K. 185.000 Aussballschuhe.Is Chromleder K.17V.OO0, lnRinbsl K. 11K.V0V Dressen in allen Farben, gestreift K. 88.000» glatt K. 48.000 Fußballer-Stntzeu per Paar ..K. 14 000 Clothhosen . . . K. 28.000 LM'ttschÜhe. . . K. Ä.OOOI Tennisbälle, Semperit 1924 pro Stück ..... K. 80.0001 Tennisschläger» echt englisch, aufwärts von . . .K. M.OOO j Was den so stürmisch verlangten Elfmeterstoß gegen die Hakoah anbelcmgt. so können wir ruhig behaupten, daß dieser ganz ungerechtfertigt gewesen wäre. : > , r - Wir wollen uns die Gefochtstage vergegenwärtigen. Wessely war dem übrigen FÄde auf und davon gezogen, wurde aber dabei vom gegnerischen Tor, weit außerhalb der Strasramngrerrze, obgedrängt. Er gab desalb den Ball zur Mitte, wo ihn Scheuer -unbehindert mit der Brust, in Empfang nehmen konnte, da die gegnerischen Stürmer in ziemlicher Entfernung hinter Wessely zurückgeblieben waren. Wir bemerkten keine Verletzung der Haudregel durch Scheu. Wenn diese dennoch erfolgt wäre, dann hätte auch diese keinen Anlaß zur Verhängung eines Elism-eteHoßes gelben Gnnrn. Diese schwere Strafe soll dem Geiste der Rc-gelin eutsprech'nd nur dann diktiert worden, wenn die Regel'Michtlich v ■ ten oder wenn der Gegner durch die Regelverletzung .vird. Beides traf nun nicht zu. Scheuer wurde <mg:'ichosj..i, andererseits waren die Gegner vom Ball derart weit entserni, daß sie nicht ein greifen lkouart-en. Herr Proftssor Schwieger scheint sich übrigens sehr schwer dazu zu entschließen, einen Gsmelerstoß anJuordnen. Nur so kann maji es sich erklären, daß er derbe Fouls, die an Katz und Neitfeld im 'Strafraum begangen wurden, nicht ahndete. Wir glauben nttt unserer Ansicht nicht fchlzugcheu, daß auch die Hüttvldorfer mit dem Resultat zilsrieden waren. Der Vollständigkeit halber erwähnen wir noch, daß Cifenhojsser UM Wessely die Torschützen waren. : S* Die übrigen Spiele brächten folgende-R-efultate: Wacker-W. A, C. 1:1 <0:0), Sim- ' mering—Sportklub. 'l:y L1:0), MdolsLhügel-Slevan 3:2 (1:0). - " '; A4y Eine EhvenaMre iw FrrMallsport. Vor dem Oberlandesgerichtsrat Dr. 'Krrmmer, Strafbezivksgevicht 1. gelangte gestern ein wi Äreiien des FirsfLall-/ sports viel erörterter Ehrenhelndigungsprozeß zum Abschluß, den der Sportredaktenr Maximilian Reich argen den Prä-, irdenten des Wiener Fuhballperbandes Siegfried Deutsch angestrengt lMe. Nach Inhalt der durch Dr. Eitelberg vertretenen Mage soll der Beschuldigte in einer am 18. Februar stattgehabten Sitzung «des Wiener Fußballverbandes oen Kläger als ehrlos bezeichnet und ihn als Ehrabschneider erklärt haben. In der ersten über diese Klage vor ewiger Zeit stattgehabten Verhandlung hatte der Beschuldigte, verteidigt von Dr. Ignaz Grude r, erttschiedcn in Abrede gestellt, den Ausdruck ehrlos mit Bezug auf >ven Kläger gebraucht zu haben, sedoch zugegeben,' daß er im Verlause der Sitzung eine Er- Märung abgegeben habe, in welcher mit Bezug aus darr Mager der Ausdruck Ehrabschneider gebraucht wurde. Herr Deutsch he.;>• der ersten Verhandlung sich bereit erklärt, für die $* rcchtstuug des Ausdruckes „Eyrabschuaider" eiusn WahvhMi Zsittmg „Die Stunde" veröffentlichten Artikeln betreffend am igebliche Provisionsgeichäfte'.iittierhalb des FußballverbandcS die Berechtigung 'des Ausdruckes Ehrabschneider ' abzuleiten suchte. Zu der gesternfortgösetzttn Verhandlung tvaren zahl> reiche Funktionäre' des Fußballverbculdes als Zeugen borgela'den worden und' sollte insbesondere m der Verhandlung die B-erstcherringSangelegeuheit der Wiener Fußballspieler im Zusammenhang mit Provisionen erörtert werden. Vor Einvernahme der Zeugen^ kam es nach längeren Unterhandlungen zwischen den Parteienvertretern zu einer, friedlichen Beilegung virser Ehrenaffäre. Der Kläger, Redakteur Reich, gab zunächst die Erklärung ab, daß er mit, seiner in den Artikeln geübten Kritik weder gegen, den Präsidenten Deutsch noch gegen die anderen Vorstandsmitglieder des Verbandes den Vorwurf einer unehrenhaften oder inkorrekten Handlungsweise, insbesondere nicht der Provisionsannahme in den beiden in Betracht konturenden ÄngelegLnbeiterr gemacht habe rmd auch nicht machen wollte. Der Angeklagte, Herr Deutsch, erklärte sodann, daß er . i>en Ausdruck ehrlos bestimmt nicht gebraucht habe und daß er den von ihm gemachten Ausdruck „Ehrabschneider" mit Bedauern als unbegründet zurückziche. Nun zog d^r Kläger den Strafantrag zurück und wurde Pas Verfahren gegen Herr" Deutsch eingestellt. Jüdischer Turn- und Sporlbervand. To?.:rerL:a-t w halb 7 Uhr a-bends im Zionistischen Landeä-kornitee, 2. Be;., Taborstraße 20 a, neuerliche Delegiertensitzung. Vorstaaosmst-. gtieder gelten nicht als Delegierte. DampsschiWraße 20, starr. Nenau'nr'id::!:? bei Herrn Kttöpselmacher. Sta-fetLe^lartf HüLteldovf—Hohe SSavic.: 1. W. A. F. 1 sPrey, Ritter, Weiner, Kafka, Mautner, Deckart. Kugler, Bvbbe, Fried, Zadrazil, Nooak, Gen edel, Karcha, Zeh, Bierbrauer, Blklicky E., Steinik, Ehrlich, Haid- WM K. Vrklic-ky, Ackermann, Tonoü, Matt) 85:32.2.. -1. Sportklub 30:23,7. 3. Wiener A'.natem-Schw'M'.nverein 38:30. 0. Lstnbauer Austria 39:51,3. 7. D'Nebermü'.lM 42:02,2./ Der I. S. L. MastM sucht snnge, taleniierte, indische Spieler zur Füllung seiner Rgserve-, Jugend- und Schülermannschafien, Auskunft nnd Anmeldung täglich von 10 Uhr abends, 3. Bez., DamPfschiUtraße 20, Cafe Lid.'. AusdenBevsinen. ' Ha ko ah. Schiwimmsöktion. Heute Jürrglingöilnbiampf gegen Wiener Amateur-Sportverein im Goerhavelbad. Sämtliche nominierteu Schwimmer haben pünktlich zu erscheinen. Libanon. Fußballsektion. Heute um viertel 4 Uhr nachmittags Training der ersten und der zweiten, Mannschaft auf dem TaEummen-Platz. Auch Ausstellung der Mannschaft für die samstägigen Wettispiele mit Hw ei Mannschaften. — GesMgkeitssektion. Samstag den 4. d. Bunter Mend mit er stklassigen Äunstkräften bei freiem Entree. »' II. IllbMtküM 33 feinste handräiisn- Genähte Geschäftsbücher!abrlk M idealer HM Wien I. 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