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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-23 · Heft 2014 (23.9.1924) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2014 (23.9.1924)
Date
1924-09-23
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Sette 10 Wien. Dienswg fflotorrobrennen auf der LraLrennbadn iu Naben :: 8!. Zrvtembrr 1924 Rennen um die Bahnmeister schaft der HilfZ- und Leicht-Motorräder 22 Kilometer KUOO:LF ff« U' M ' JE1 m €2 ff* nuf DRITTIR Li A« Gi DRITTER Liefinger Motorenfadkiks 21. i. Liesing b. Kien, Franz Parfchegasie 14 Motorrabrennen auf der Trabrennbahn iu Laben 21. Setzt. 1924 Kategorie bis 760 ccm Adolf Putzkrr auf TU I U IN pH von nur 7 ALF ST 2 T ST ü 499 ocm *r M» &■ SH Eb El THOS. G. HARBOURP, WIEN VI., Mollardga«sa Nr. 85a AutomobilFahrschule der AUTOMOBILFABRIK „U N ETT“ vom Landes-Schulrat genehmigt! III. GEUSAUGASSE Nr. 11 :: TELEPHON Nr. 76-1-46 Verlangen Sie Prospekte! 3104 S P E ZI A L ie für MOTORRÄDER sowie Bau von Spezial-Fahrrad-, Renn- und Tourenmaschinen Strohmer & Traoksdorf TI« Barnabitengaeee 6 3106 ■Kulantester» Benzin iund ftrohmeier &C9 311$ Wiener Morgenzettung. Eeee-Horno-Rennen. Gatzer aus Mercedes, brste Zeit detz Tages. — Nühlers Vorjähriger Rekord ungeschlagen. — Dirtl aus Zenith Siro-rr seiner Klasse. — Huch siegt neuerlich. Motorräder: Ws 186 KubikzenttmeiLr: Bougsa, Puch, 11:31,3. Ws 176 Kitzbi!kFrntmvet.er: Krowoti, Richter u. Krawoti. 9^2. BiS 250 MWzerttmvoter:Sochor, Lstvis, 7:31,7. WS 350 KwbldMtM-eber: Gall, Zmich, 6:45,8. Bis 600 Kubvkzenttmeier: Stephan, Sar-oloa. 6:42,7. 750 Ku>bdkMtilmeter: Turek, Walter, 6:19,4 (beste' Zeit aller Motorräder und SklHerlpokkail). 7VO Kulbrkzervilmrrtc'r: Di-rtll, Zentth, 6:21,1. Motorräder mit Beiwagen: - 600 KichikMLrmeter: TygSitate Norton, 9:31,6 1OOO KuMMtimvter: Kviiegler, Orion, 7:50^. 1000 KuibiPzentidmeter: Sochor, Indian, 7:38,6. Tourenautos: 1 Mter: Weyzofski, Tatra, 7:10,8. ■ 1,5 Liter: Pell, SMer/7:56,9. 2,7 Litsr: Szolnay, A. D. M., 8:36Z. 4F Liter: Szolnay, Mercedes, 6Ä4^. Rennwagen: 1,5 Liter: Kogler, Bugattt, 6:40,6. 2 Liter:-Salzer, Mercedes, 6:02,7 (beste Zeit des Tages und goldener PoLal). * Einiges aus der Praxis über Zwei» und Viertaktmotoren. Ms vor nicht allzu langer Z«t die Zwertaktmotorräder in Wien häufiger KU werden begannen, sprach man in Fachkreisen allgemck-n die Vermutung auS, daß der Zweitakter den Viertakter verdrängen werde. . Zahlreiche Marken englischer und deutscher Provenienz wurden dem. Verkehr, der Praxis und dem Sport übergeben. Das Einfache der Konstruktion, - das Ausfallen der Ventile, Födern und Nocken sind, und zwar hauptsächlich für den nicht vollkommen fachkundigen Amateurfayrer, beachtenswerte Vorteile. Trotzdem wird der Fachmann nachdenklich werden, wenn es gilt, -Mischen Zwei- und Viertakter zu wählen. Es ist die Frage der Oelung, die nichtbei allen Konstruktionen des Hveitakt-ers zufriedenstellend gelöst ist. Es werden hauptsächlich zwei Men. derselben und ihre Kombination als dritte Lösung verwendet. Die Beschickung, des arbeitenden Motors durch eis Benzingenrisch von 1:10, durch Dr-uckpumpöbung cder durch beides gleichzeitig. Das Gemisch, das vom Vergaser über das Ansaugrohr direkt in den Raum Kwffchen ZylindeÄapf und Koloerwvden geliefert wird, lagert baä Oel an den Zylinderwänden ab; es erhalten daher bei großer Beanspruchung die Lager der Kurbelwelle, Pleuelstange und des Kolbenbolzens erst in zweiter Linie und bei ho^r Tourenzahl zu wemg Oel, so daß oft das bekannte Heißlaufeu eintcitt. Die zweite Art, die Druckpumpschmierung, ist beim Zweitakter vielempfindlicher .als beim Viertakter und führt schr leicht zu Verölungen der Kerze. Die, Kombination beider Arte« befvkängt bei fachmännisch vorsichtiger Bchandlung. Der aufmerksame Beoibachter der KonLmrenzen dieser Saison wird die PhanonvenMin. Leistungen einiger Zweitadtfaibvikate in den leichteren Kategorien, verfolgt und richtig gewertet haben. Die Kategorien der Schweren Wieben bisher dem Vierakter Vorbehalte«. Die Kvnstruitionsobermacher munkeln von Versuchen, d>L sich derzeit mit dem Bau Lompressorbehasteter Zwei- und Viertakter. befassen.. Sollten diese Gerüchte zu Tat- I fachen werden, dann darf' man der kommerDen Motorradsaison mit Spannung entgegensehen und die alte RekordWe im voraus verabschieden. ' Felix B. LopTriLdt Oesterheld Lr C». Lerlaz, Berlin. 35. Fortsetzung, Das Mädchen im Nebel. Kriminalroman. Von Josef Gollomb. . „Ich habe den Vater Hugo Garras zwar nicht ge-, haßt. . fuhr sie fort. ,Ku hast ihn also gekannt?" ,Ms sein Sohn in Mesopotamien war, hatten mein Bruder und ich von der Radiurusorschung Garras erfahren. Ich näherte mich dem alten Bücherwurm und wurde ihm bald unentbehrlich. Ich konnte mit ihm machen, was ich wollte. .Da ich sah, daß Doktor. Goodrich ihm die Früchte seiner Erfindung, die ich selbst zu ernten hoffte, strittig machte, hetzte ich den alten Garra zum Kampf gegen ‘ deinen Vater auf . . „So warst du's, die Hugos Vater so siwchibar beeinflußte und ihn so veränderte?" „Als das nachts nützte und der alte Narr sich mnbrachte, nachdMr er das Geld anderer Leute verloren hatte, beschloß ich mich deinem Vater zu nähern. Zum Glück ko.nnte ich etwas Violine spielen und dir den Schwindel meiner Miisgegebenen KomzewiEarrveve glaubhaft mcchen. Wie ich es Mchffft hatte, nahmt ihr mich in euer Haus auf. Ich schmeichelte deinem Vater und umwarb ihn. So freundlich er auch war, w ich er stets' Miner, Begeynung mit solch hMcher Kunst aus, dckß ich ihn dafür hätte foltern können Nur Wh liebte er und fein Radium, der alte Pedant. So versuchte ich ihn in meine Schuld zu bringen, indem ich mein. Leben wagte und meine Schönheit ruinierte bei dem Feuer, das ich selbst angezündet habe." ' Eilsens Augen flammten drohende« auf und. Naida fürchtete, in ihrer Beichte zu weit gegangen zu sein. Aber Ell-sen machte ihr Mut. ,Mr lbist o'm Gonire, Natda!" Die Selbstbeherrschung Ws Mädchens im Gegensatz zu chver eigenen Aufregimg versetzte Na«ida in Wut. ,M war nicht schwer, dich, und -die anderen zum Narren zu halten; ihr wart so Aöde. Ein bißchen Veronal in- Den Tee;, und du schläfst im Laboratorium e-i>n . . . Ein Stvsichholz in den Papierlkorb . ... eine kleine Szene mit dem Feuer . . . mt Paar Tage Abwesenhit . . . und ihr habt alles geglaubt. Ich glaube selbst, daß die Sache mit mt'iiwm Schal und der Schmmk-e ziemlich künstlerisch war. Wie leicht war es, deinen Vater hiecherWboÄeN «ich London, wo mein Bruder Hutch und seine Freunde schon auf ihn . warteten." ^Dieses Untier Hutch — dein Bruder!" rief Eilsen. ,/Allevdmgs, die geistige AeihMchikÄt ist sprechend!" Naida bückte weg Mötzüch rief sie triumphierend: „$2, und wenn du dorchin sichst, wftst du uns noch diel ähuLicher finden!" Gilvens Atem stockte. Sw sah, Wie -chr langer Arm durch die GLtterstÄbe.-tn der Dur griff und den Riegel zu erreichen versuchte. - Hinter Hutchs firrchtbawr Gestalt, wurde Dargan sichtbar. Diesen Augeubück benützte Naida, um zur Tür' zu springen. ,-Hutch, sir weiß alles!" fthcke sie. Den oberen Riegel hatte sie bereits zurückgeschoben und taottte eben den. Schlüssel umdrcherr. ,-Gott sei mir gnädig!" stöhnte Eileen und warf die mit Säure gefüllte: Retorte g^gen die Tür. „Tötet sie!" schrie Naida getroffen und brach zusammen. Ihre Hände klammerten sich suchend an das Schloß. Das Gesicht war unkenntlich geworden — ein Stück whes Fleisch. Hutch konnte das Schloß M fti-nen F'vnyem nicht erreichen. Seim Gesicht' hatte sich furchtbar ixräME Mttleid E MiW Paarte sich mit. Grauen und Ohnmächtiger Wut. Einen Moment verschlwand das Gesicht md der Lauf eines Revolvers erschien Kyischeir den Stäben, Na'idas rote Hände grHen danach. Ein Schuß knallte. Mm.hörte noch daS.Gcho an den Wanden. Dann wurde'es ganz füll Im Laboratorium. Eileen verlor das Beiwußtsein. Zwaugigstes Kapitel. Das Gefecht tm Dunkel«. Draußen - hatte Hutch . feinen Revower aufdas Schluff eToch gerichtet und feuerte wie befesion draüf iloS. Die Splitter flogen nach rechts und Links und das Schloß .mußte gleich Nachgeben. Als Hutch alle Patronen verschossen hatten drehte er sich, nach Dargans Waffe verlangend, um. Dieser aber zeigte auif die Wand über ihnen, von der sich soeben ein großes Stück Kalk löste. Jemand mußte vom Ende, des Korridors in ihrer Richtung gegossen haben. Dargau zielte auf die Lauche än der Decke, '§hi Sdftttft4atM> ttf fWtiflPMf Imi ttltf ttttb tf iffiiirihi hiwMi 23. September 1824 ,.. * Soziusflug mit 6 Pferdekrästen. Eine für die Anhänger schwachmotorischer Apparate erfreuliche Nachricht kommt -aus Brüssel. Das mit 760 Kubikztm. <3-Stmer-Pferdekräft-e>Sevgeant-Mvior cmsg-eftattete Poncolet-Mugzeug, welches auch beim Wettbewerb zu Lhmpne gut äbschnm, hat in der Nähe der belgischen Hauptstadt eine Reihe gelungener Flüge Mt Pilot und Passagier ausgeführt. Tie Steuer beträgt: für »w«i für «iiMf SBodjttt VtOHV S «ld « ar! für Krafträder.. ... .. 5 * Ein- und Zweisitzer, offen, 7 Pferdekräste . 14 „ „ „ geschlossen, 9 Pferdekr. 20 w Drei- und Viersitzer, offen, 12 Pferdekräste. 84 „ „ „ ,, geschlossen, 14 Pserdekr. 44 , Fünf- und Sechssitzer, offen. 16 Pferdrkrstfie 57 „ * * geschlossen. 18 Pserdekr. 70 * mehr als Sechssitzer, offen und geschwffe«, 22 Pferdekräste .......... 97 5 27 40 67 87 114 140 194 Käthe Rantzau, gl-eichberühmt als Autowie als Opern« diva, hat sich dieser Tage. einen A-milöarEagen zugelegt. Einen Original französischen. Selbstredend Modell ,^>rand spart", selbstredend einen, der wie der Teufel geht, selbst« redend für Touren und Renngebrauch, stwr September also, beim „Rennen der Dainen Nr. 2" in der Hauptallee, wird das autosportliche Wien die Sensation erleben, seinen LiMng Käthe Rantzau einen -Amilear steuern zu schen. Hoffentlich zum Siege. Und . einen F-sotta-Fraschini obendrein, einen kopenhagenblauen mit Silberhaube. Beide Wagen sind Muster 24. Ist und bleibt eine gottbegnadeke Künstlerm, unsere Käthe Rantzau. Hat Auws in der Kchle! Jedes Jahr zjwei. Zumindest. KU70w«N8ettllI.k RUMPLER Ivom Landesschulrat genehmigt I IIL 31arxergasse SO und 321 Telephon 57-3-32 u. 51-7-55?os7 Verlangen Sie Prospekte! I ICH SFAHPE NUR Souple-Gord und Vollgumml Reifan Autozubehöre Reparaturen Vollgummipresse Kaufmann & Eissler Wien, III. Ungargasse 12 a :: Tel. 7383 n.842/8 Hutch, der nichts hören konnte, spürte Dvrgans Finger mehrere Male heftig auf feine Schulter schlagen. Dieiser wollte ihn auf das du>mpfe Pochen an der Hanstür aufmewkstvm machen. Ein Schuß siel — dann noch einer. Die Schüsse 'kamen vom unteren Stockwerk, und plötzlich hörte man, das aufregende Summen der elektrischen WaMungsisignaile. Dargan schoß in einen Kaisten, indam die Mtrischen Batterien waren, Md alle Lichter im Häufe erloschen. Die Stöße an der Mr wurden heftiger, daun ein Klittern, Krachen Mtd das Knallen schneller Schüsse.; Schwere Schritte... StimmengMvivr... der Schrei einer Fran. . Hutch ergriff Dargams.Hand, wm W erfahren, was los sei. So gut er konnte, machte Dargan durch den Truck seiner Finger ihm klar, daß die Tür unten gesprengt wav und 'daß die WarMnyKsignale das Zeichen gegeben hatten das Haus sei umzingelt. ^Jch gehe himnter, komm'!" ^Durchs Fenster besser." ,Mvn!... Mel «ck!" ' Sie schüttelten sich die Hände. Vorsichtig begann Dar> gan im Dulnkel die Treppe hmiuuter zu schleichen. Er hatte alle Patronen devschosien. Als er gerade an den Tvepptznaibfatz kam, sich er, daß eine Fackel angezündet wurde, die die unteren Stufen beleuchtete und seinen Plan Mi.chte machte. 'ES gailt, Aber den von der Fackel ^leuchteten TM lUinbejmerikt h'müberzwsprmgen, ins' Dunlkel, die emgeschlagem Haustür zu erreichen. Jmmechm war es schwer, di« acht Stufen und den echellten Mur in einem Satz zu nehmen; bessiv schien es, sich über das Geländer p schwim! gvn und daun hinützärzureunen. Aber seine durch die Gefahr geschürftsn Sinue hatten gerade unter ihm, fop er landen mußte, eine Wache ^wahrgenontmen. . Schnell enffchlosien, nahm er Ainläüjf mld flog durch den Raum. - s Als ec; unten ankcm, sackte er' zusammen, ,lag einen Augenblick still, dann dchnte.sich sein.Körper langsam und wurde starr. Ban den drei Schüssen,-die aus ihn geftmvt wurden, chatten zwei ihr Ziekl erreicht. .; Eine Mtvische Daschenlarupe beleuchtete einen MMv> «ltck leim Ltnttode ScMiia WorKewma

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