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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-02 · Heft 1994 (2.9.1924) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1994 (2.9.1924)
Date
1924-09-02
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 1SS4 Men, Dienstag : MMer Mvrigenzeitüns. ■ ' 1 GeOemver 1ÄS4' """ Gelte S r~yp, ^SCHEINT DIEN STAG iKWMWMWWtWUWiW AUTO An Breitner-LW ' -Mcht - zu früh frohlocken, sehr geschützte Leser! Herr Stadt,rat Hugo Breitner denkt vorerst Glicht daran, unter tpo) WontoMonstrüktenre zu gehen.-Er sitzt weiter oben chn selbstherrlichen Throne der gemeinderätlichen Steuer- 'Matur und nimnit übel. Erstens dem GeneraldalloS, daß er ihm - einen sv" impertinent Dicken Strich durch die MÄliardenertragsrechnung seines klassischen. Autosteuer-Projek- . teS - geinach t h at, zweitens - uns Automobilisten, die wir aus dem Veitstanz der Autosteuerschraube unsere prompten Kon- /seguenzen zogen, und ■ „nach Maßgabe' des NichtbedarftS" Pferdekräfte, entließen. Manch einer entläßt auch nicht, sondern begibt sich, Hne erst lang, zu überle^n. schnurstracks in die nächste ',,P,, S.-Wechfelstube^.,Auf SL^uerpferben velict!e; §ii, auf steuerlosen Rössern trottet er Helm. Genteiiwerstandlicher gesprochen.'"-Er-tauscht seinen vierrädrigen Wagen gegen ein zwei- bis dreirädriges' Motorrad, das zwar nicht immer wohlfeiler zu stehen kommt, aber puch ganz ohne Steuertaferl daseinsberechtigt ist in unserer vielgeliebten bleichs- und Restdenzhauptftadt, die -wo seit urdenklichen Zeiten Steffelsdorf heißt. Der ungleich häufigere..Fall freilich ist das Hßmuskomplimentieren, die Aufkündigung von so und so vielen steuerteMsenerr P. S. Man schränkt sich eben ein, streckt sich näR)^-der Decke, greift herunter zum Volksauto. Zum kleinen, womöglich zum noch kleineren Wagen. Besagter noch Kleinerer zähltgemeiniglich 3-Ste-'.er-P. S. Darunter tn-t «r's -Nicht, prinzipiell nicht. In Oesterreich nämlich. Anders, sehr anders im Pande unserer aufs Eis gelegten Anschjlußträume, im deutsch,m Reiche. Dort hat man, wie männi-glich Hekanut, den Sparsinn, die Benzinökonomie unddas Noch- Miger-machen seit eh und je in Pacht, und so kann es nicht gerade wundernchmen, daß es just dem Deutschland der Rentenmark Vorbehalten blieb, eine nagelneue Fahrzeug-Klasse zukreieren, die in bezug auf spartanische Eigenschjasten, alsda sind Gewichts--und Appetitlosigkeit, volkstümlichec' Preis und - volkstümliche Steuer, MeS bisher am Antomobibnarkt Dagewesene.kurzerhand ans dem Konkurrenz selbe Wägt: das Leichtmetall-Kleinauto -der Bootswerft Zeppelwhafen in Potsdam, Wildpark, bei dessen Herstellung das Duräliuln eine bedeutsame Rolle spiE. Duralium, in dm Dürener Metallwerken erzeugt, hat etwa die Festigkeit eines mittleren Stahls und das Gewicht des Aluminiums. Es wurde von ,Di!pl.-Jng. C. Dornier 1914 erstmalig zum LuftMff- Md' Mugzengban benützt. Weiteren Kreisen wurde es durch! die Erfolge des JunöerS- GanzmetallflngzeugeS bekannt, die vollständig auS diesem Material hergestellt sind und Pitz allerersten verspannuugslosen und wirklich, erfolgreichen Gauzmetallflugzeuge darstellen. Bon der Bootswerft .Friedrichshasen wurde das Durccki'um mit größtem Erfolge zürn Bau von Leichtmetallbooten angewandt. Mit anderen Mitteln, mit Hilfe der Aerodynamik, wies Oberingenieur Faray dem Automobilhau itzeue Wege. Ob dem Leichimetäll-Kletnauto, döesem herzigen Liliputaner, Pas allzu originell .geartete Straßen- und - Pftasterklima der Republik Oesterreichs zusagen wird, scheint einigermaßen fraglich, in steuertechnischerr Hinsicht aber ist er auf Me Fälle ganz nach>-uttsevem Geschmack. Man. denke: noch keine ganzen 2-St^uer-P. S. Der Rcnne Breitner-Tt)pe also, - wie ,wsi' ihn dem jüngsten Kinde der deutschen- Kleinautomcmstrie Mt Nachsicht aller Taxen zu verleihen geruhten, ist nichts wenirrr als aus de^Lltft MrMnMNd vielleicht doch -irgend-tvie aus/ der Luft, ans der steuergeschwängerten Wiener Luft nämW, von der Ulan nachgerade fmairzlM Atembeschwerden kriegen kann. Als die .Bootswerft Früedrichshafen das -B.. Z^Lsichtauto.herausbrachte, .hat sie sich die Aufgabe gestellt, einen ’ ,>Berufswagen" ’ zu bäum, der, indem er das ÄsÄng als Existeilzaiinimnm betrachtete P. S.-Quantum nicht Möesentlich unterbot, eine/ Herabsetzung - von Anschafsungs-, Betriebs» ,md W«rtu"gskosten auf ei-n auch dem'imuW Wiätek* stand erträgsiches Maß gestattet. , .! ' - Tie erhobenen Forderungen' müssen hier zunMst noch kurz'begründet werden. Dann, gilt es zu WtetEHvp,;p& man sie erfüÄen kann. Immer muß-hiebei, baWkWMe* hallen.^ werden, *jfu>, führt R. Günther iiz her ^Dchrtsch'e« - Ooto.^Zeftschtist^ aus, i'jxaß es sichmn einen Berufswagen han'oekn soll, dep, nicht.als - 'Luxu'swage'ii''und"'Uichf als aE gesprochen/ schwerer Reisewagen dienen soll, / .. .Laß.vor dem Kriege sehr PW MrufMtiye, wie praktische A> gte, rranlentÜch. führende SpezialärzM, Mbstästdiße Handb .Freifende und.andere.mehr.AntomoWssktzer faxten;‘ ist bekaüut- Der Wunsch dieser Kreise, sich med-r des Kvaft- Wagens bedielten zu, könsven, ist lebhaft vochänhm. Absatz^ Möglichkeit fstv einen -Kerufstoage«,-.Wt ^st^ an sich reich, lich. vor. ,Voraussetzung für das Zustandekommen dieses Absatzes, und derdamit verbundenen 'automobNstisrhen Npnbel'cbüirg ist imr die Entwicklung des den gegenwärtigen Verhältnissen entsprechenden Wagens, Der Krieg und seine Folgen hatten die Lage int Automobil'wesen grundlegend verändert. Die meisten Wagen waren seinerzeit eingezogen worden und nicht an den-Vorbesitzer zurückgeikangt. Wo dies nicht zutrifft, fehlen heute in der Reget die Mittel für Betriebsstoffe, Bereifung, Fahrer, Steuern, Garage usw. Heute ist es daher für b5r früheren Besitzer von Berufswagen fast duvch-wegs nnmögsich, eSttot großen neuen Wagen zu beschaffen,. Die Hauptdaten des - Leichtmetallkleinautos sind folgender Größte Läng« . . . -.. 2900 Millimeter Größte Breite. ... . ... . . . . . . 1300. ■ Größte Höhe ..... . . . . . . 1250 . - Spurweüe. , . .. . .... .... . . . , , . 11Y0,* Radstand '. . ... . . ‘. ... . . . . . 2150 „ /Höchstgeschwindigkeiten . - ./. -zirka 60 Kilometer pro Stunde /Brennstoffverbrauch auf 100 Kilometer zirka 3'bts 3V- Kilogramm Zyltuderzahl ' . .2 . . ' . Bohrung . . . . ...... . . . . 68 Millimeter / .Huh,» . i. i , ,68 - 0 Anzahl der Uebersetzuugen vorwärts . .... 3 Anzahl der Uebersetzuugen rückwärts ..... 1 Steigungsfähigkeit .20®/* Legerreichifche Tourift TroM. Lukh Schmidt in 4:31,48. Am Sonntag fand unter reger Betoi-ligung - und bei starkem Besuch die Österreichiische Tourist -Trophy auf der 800 Kilometer langen Rundstrecke Roter Stadl—La^b am Wa-lde— Wobfsgraben—Breitenfuri—Gvüu-er Baum statt. Veranstalter war der Oesterreichische AutomobMub. Von den 31 Startenden kamen 13 Fahrer am Ziele an. Der Wettergott hatte es mit .dieser Veranstaltung nicht gut gemeint. Ein Strichregen versetzte die ohnehin schlechte Straße in den denkbar schlechtesten Zustand, so daß die Leistungen sämtlicher Fahrer als hervorragend zu bezeichnen find. Luky Schmidt, ,der , Sieger des RelMnS, .verbesserte-gleich .in -der ersten Runde den vorjährigen Rekord und brachte die. Strecke in 14:08 hinter sich. Die Fä* vorits Dirtl, Äär-nM Md Gall mußten cmfgeHen, hauptsächlich dadurch, daßkdie Nässe-MMeteAekte herbeMhrte.' Kategorie A, bis -ÄO iKuMzentimeter: 1.--Franz Reiter rger Mvtorfabrik L. Ä. G.), b.'36,11; 8. Karl Gall (New erit). ' - . Kategorie A, bis 350 Kubikzentimeter: 1. Joses, Swoboda 4:49,22; „ 2. Walter Delmar (Sunbeam), 4:51.46; Butz HSunbeam). 4:51,08; 4. Laßlo Upbach (A. % S.), 5:03.43; ö. Franz Doller tzrrmber), 5:30,86. Kategorie B. bis 500 KEzentimeter: 1. Alvis.Schach« sFahrer Äcichael Gaher, Samlea), 4:59,09;- 8. Robert FeÜme-k (Triunchh), 5:04,44; 3. Andor p. Gall (Sunbeain), 5:14,15. Kategorie C, bis 1000 Kubikzentimeter: 1. Luky Schmidt <Harley Davidson), 4:31,43; 2. Ing. Ignaz Knntner (Blockvurne), 5^6,09; Z. LadiSlauK v. Almaffy (Scott), ö:36>66., AUTOFAHRSCHULE RUMPLER vom Landesschulrat genehmigt III. Marxergasse SO und 32 Tdephon,57*3*32 u. 51-7-55 sqs7 Verlangen Sie Prospekte! OESTERR. TOURIST TROPHY 31. August 1924 300 Kilometer FRANZ POLLER auf HUMBER itaftat aof normaler Toürenmaschi na und beendet 'trotz pphwiwig*:^ Strasienverhältniase in glänzender Kondition das Nonnen EINE HU RÜBER AM START EINE HURBBEB AM ZIEL 81 Ing- Kuntner auf D, 8. H, (Blackburne*Motor) Zweiter Frei® der obne Omit-JKIasse Eine B. SsH. am Start Eilte I>. 8. H« am Ziel 1 ' TRAUTMANNSD©RF£R-FAHRZEÜa-GiS.""" ' \\ ' ' ' WERK: . Trautmannsdorf, NiederSsterreieh I Fernruf Q3tsendorf 2 VERKAUFfiNIEDERL AGB» Vien, V- Wiedner I^auptatrasse 99 nj- 1 Fernruf 51-3*16 Österr. Tourist Trophy Lasglo Urbach auf A S ' \380 ccm Volumen) Viortbeste Zeit dss Tages Schlügt Maschinen d«r 1000 ccm-Klass® Oeneralvertreter: BELA SCHLSSINQER, VlflEN, VII. STUfiKAASSI 12 ICH FAHRE NUR Snuple-Sord und Vollgummi- Reife n Autozubehöre Reparaturen Vollgummipresse Kaufmann & Eissler Wien, lll. Uhgargasse 12 a Tel. 7388 842/8 aCauffen f Se rechtieiiig vor der Zollerhöhung das preiswertere aller amor. Autss mit «H em Komfort Dynamo, Anlasser etc., komplett fahrbereit; verzollt 85 Mllllontn; : aeneral-RRprHsRnlanz ' ' .so^ Auto •VerkjiuM. m. ki Fichtegasse 8 WlENI. Kolowratrlng e *7r--: SP E r 1AIför MOTORRÄDER .sowie Bau yoR Spezial-Fahrrad-, Renn- und TourenmasMnen Strokmer & Traoksdorf ▼I. Barnabltengasse 6 31W Oesterrelcltlsclie Tonrist Trophy 1924 veranstaltet vom Oesterreichischen Automobil<-Club 31. August 1924 3Q0 Kilometer Leioht^ewiolits-Toiirist Trophy Motorräder bis 250 ccm Fv mz Rei tev .... erzielt au. - Xli* ' der einzigen Marke gänzlich, inländischer Erzeugung von nur 150 oom-Zylinderinhalt? gegen durchwegs stärkere ausländische Maschinen einen , sensationellen ileslnter Hof oren-Fobrf R10. »ä ■ ■RRRRE ■■■■■■■■■■■■■■■ ■»■■■■■■■■■■■«■:■ s OESTERREICHISGH1 TOURIST TROPHY , Sieger der 500 ccm -Klasse ■■■■■■oaaaaa ■■■■■»-- IY,Favdritenstr.3|l%j äi

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