Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1952 (22.7.1924)
- Date
- 1924-07-22
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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' 1 " > > "' >f r!<> *>,>*’T‘^' wi'? "*? i?rf "»£v*’< ’t/ww^pm H '- ' ’ ' '? . ' ' 1 Sekte 10 Wien, Dienstag wiener Msrften^e^ttng. » 22. :^ti 1924!/h. 198? ‘ Die Jagd nach dem sportlichen Erfolg. Die jüdilschen Vereine smd im allgemeinen sehr ehrgeizig. -Das Bestreben, eS den anderen' KlübS gleichzutun oder 'sie sogar zu Wortreffen. fft löblich und' unteMtzun-gSivert. Nie darf aber die Jagd nach dem sportlichen Erfolg hemMnngslos vor sich gechen, wie es zuM Beispiel beim Brunner Makkabi der Fall^ist. Dieser Verein trägt, trotz seiner zweifellos' ausgezeichneten Mannschaft, dem Judentum wenig Ehre ein. Ja, er macht den jüdische« Namen z.-um Gespött. Bei jedem Auiftreten des Makkcbi in der Fremde stellte die dortige Presse mit einer nicht zu verkenneWen Schadenfreude fest, das; der jüdische Verein die Hilfe christlicher Spieler nicht verschmäht. Die Leitung der Fußballsaktion trat diesen Gerüchten entgegen und erklärte, daß sämtliche Spieler Juden seien. Prof. Vogel aus Znaim wies aber nach, daß diese Erklärung nicht den Tatsachen entspricht. Die Leitung der Fußballisektwn versuchte nun nicht mchr> die Argumente zu widerlegen, sie traf Wer feine Anstalten, im eigenen Hause Ordnung zu schassen. Der Jüdische Fuß-ballvevband der T checho- SlowÄei war deshalb gegjwuugen, gegen den ^callabi (Brünn) und auch gegen die Hakoah (Olmütz), die sich des gleichen Vergehens schuldig gemacht hatte, aufzutreten. Beide Vereine wurden unter der Androhung der Suspens auigesordert, die nichdMischen Spieler bis. zum 1. Juli aus ihren Reihen zu entfernen. Die Olruützev Hakoah kam diesem Wunsche nach, der Brunner MallWi hingegen tat nichts dergleichen. Seine christlichen Spieler Zsiigmond, Hajos und SÄossh traten auf Veranlasiuny der Vereinsleitung zum Judentum Wer, und nun glaubt sie, der Tendenz der jüdischen Sportbewegung gerecht geworden zu sein. Der Jüdische Fußhallverband' hat aber die Anmeldung dieser drei Spieler nicht zur Kenntnis' genommen, da deren Uebertri" zum Judentum aus ehrlosen Gründen erfolgte. Mittl-'r - s'e war der 1.' Juli ins Land gezogen, ohne daß der Makkäbi (Brunn) dem Auftrag seiner übergeordneten Sportbshörde nachgekommen wäre. Letztere sah sich deshalb gezwungen, über den Makkäbi die Sperre;ü verhängen. Der KÜib, der seinen Daseinszweck und' seine Mission derart verkennt, ließ sich aber von dem eingeschlagenen Weg nicht abdrängen. Er hielt sich nicht, an die Sperre und trug erst in der vevgangenen Woche ein Spiel gegen Zidenice aus. Ja er ging noch weiter und verpflichtete drei neue Spieler namens.Smerling, HÜngler und Opata, die ebeufalls Christen sind. Dadurch ergibt sich das sonderbare Gebilde einer jüdischen Vereines, der aus. sechs Christen und' fünf Juden besteht. So steht der Sachverhalt jetzt.; . DaS Verhalten der MaNabr (Brünn) kann nicht genüg 'Ä'wvtefltwerden,deMoch' wollen wir ihn nicht in Bausch Bogen verdammen. Er hat gefehlt und er fehlt auch wÄter, trotzdem soll der Versuch unternommen werden, ihn auf den richtigen Weg zu bringen. Wir lehnen christliche Sportler nicht a«S Gründen der nationalen UuduDsarnkeit äh. Unsere Vereine sind aber einzig und allein aus dem Ginrnde geschaffen worden, um die jüdische Jugend körperlich zu-kräftigen und in uw'erem Geiste zu erziehen. Wir wollen der Umwelt beweisen, daß die -Juden die gleiche körperliche Eignung besitzen wie die anderen Völler. Schon aus diesem Grunde geht es. nicht -an, daß Erfolge von Christen jüdisch „ümiftisiert" werden.'Ganz undenkbar ist es, daß die Jugend, die christliche Vorbilder hat, unser Voll geistig erneuern kann. Der Brunner MMM treibt durch seine Starr>?öpfigkeit dom Untergang zu.' Die Jagd nach dem sportlichen Erfolg darf nicht , so weit führen, daß sich der Verein eine Welt von Feinden schafft. So stark ist dieser Klüb noch lange'nichts daß er allein am mächtigsten ist. Er wrnyelt in der jüdischen 'Bevölkerung Brünns. Wenn die sich von chm abwendet, und dieser Zeitpunktliegt-nabe, dann ist er verloren. Selbstverständlich , lchntjeldr jüdische Sportorganisation mit dem, derzeitigen MaMäbi (Brünn) jegliche Gemeinschaft ab. Die Hakoah in Lemberg. Eine weitere Pressestimme. Die Zeitung „Tygodnik. Sportowh" schreibt über das Spiel Hakoah—Hasmonea 6:1 folgendes: ' „Die Hakoah führte ein Spiel vor, wie wir eS noch nie zu sehenbekamen. Sie besitzt heute unbestreitbar den besten Angriff ui^er allen Wiener Vereinen. Das Jnnentrio ist an Technik, Durchschlags, und Schußkrast kaum zu übertreffen. Die Zuschauer waren von den Darbietungen der Hakoah geradezu berauscht. Auch die beste polnische Mannschaft hätte an diesem Tage gegen die Wiener nicht besser abgeschnitten." * Wie vollstümlich die Hakoah in Polen ist, geht daraus hervor, daß sie schon Gegenstand von Wortspielen und Ulken geworden ist. So veröffentlicht der „Warschauer Moment" folgendes: „Die Hakoah wird auf der ganzen Welt mit Jubel empfangen. Sie muß zahllose Bankette und Festreden-über sich ergehen lasten. Wahrlich! Man muß einer von „Hakoich" (Kraftmensch) sein. - um das alles auszuhallen." ADLER AUTOMOBILE 18/60 12/40 9.30 6/24 PS '8094 ADLER -Automobile und -Sc h r e i b m a s ch i n e n Ra BAYER Gesellschaft m. b/H Wien, BX., AltoansSrafta 45 /Tal. 11233 Aus -LL gestrMeu Ätzung des Wiener ..4 her gestrigen Sitzung des Wiener Verbandes ging?L -wieder einmal recht' lebhaft zu. Herr Feldmann,.griff wiedeVum dre Presse.an. Bemerkt, muß,.werden, daß die Sitzung nicht ^beschlußfähig, war; ' ' : -. - Am 17. ' September findet in'Präg der Städtekamps Prag—Wien,statt. Die Prager.ersuchten, '/auf.Halbwort-.-zv. spielen. Hugo. Mcisl ist dagegen und beantragt nur ein.Fixum von 20.000 tschechischen. Kronen. . '/ ' - . ' . Die -Amateure suchten beim Verband an, die Meister und Eupm'edaillen in Gold zu.erhalten- Herr Feldmann stellt den Antrag,' sich mit den Amateuren ins Einvernehmen zu setzen, ob sie gewillt wären, die Kosten von-Silber auf Gold zu tragen.•; i Das Schiedsrichterkosteaium beschloß., für den; schwer krank darniederliegenden Schiedsrichter Schuschny einen Betrag von 2.200.000 K, zu spenden. ' Herr Feldmann unternimmt nun gegen die Presse einig« heftige Angriffe und'zieht sich dabei'einen Ordnungsruf des Vorsitzenden Deutsch 'zu.- Die nächste Sitzung findet ir 14 Tagen statt. . '. . Noüng Jewish Sporttng Club' teilt mit. daß sich ,f?hr neues Klubheim im Cafe Schlösselhof, - 8. B?z-7 Alserstraße.18, befindet/ wohin auch Zuschriften, zu-richten sind. - i : Handballresnltäte vom Sonntag: Herrenmeisterschaft: Fe rrowatt gegen Nicholson, 3:3 (2:1), Jedlersdovf gegen In.er. national 6:2 (2:1), Esha gegen Red Star 5:3 (8:0). — Freund« schaftslpiele: Neutral gegen W. A.- C. komb. 7:1' (4:1)-, Ferro« Watt Damen gegen Nicholson Damen 1:0 (1:0)/ Neutral Dame« gegen'F. A. C. Damen.8:0: (1:0), I. A. C. 3 gegen Ferrowart 1 6:3 (2:1). - . . ßeiÄÄ Die Olympischen Spiele. . - Paris, 31. Juli. Gewichte und Hanteln: Bei des Klassifizierung inr einarmigen Reiß e n> erzielten S.t a dl er (Oesterreich) 130 Punkte, N e s i ne k (Oesterreich) 116 Punkt« und Andriisek (Oesterreich) 180 Punkte.' ' . - Gewichte und Hanteln: Heutige Endklastifizie« rung der Oesterreicher: Stadler 410,. Andrisek 405, Rosine! 400 Punkte. 1 - ' .;;l Tennis: Entscherdun-a im He-rren-Doppeffpfel:- Di« Amerikaner Hunter - und Richards, schlagen die -Franzose« Cochet- 'und. Brugnon 4-: 6. 6:2. '6 :3. 2 :6 und 6 :3. Schwimmen. Daz Entscheidungsspiel um den-Silberball der B. Oe. S zwischen W. A. C. und Vienna fiüdet am.'31. b. um viertel 8 Ilhr im Dianabad. statt, Die Wasterballmeisterschaft beginnt am. 26. d. mit zwei zweitklassigen Spielen.. Um halb 6 Uhr treten-einander Pf. T 3-und 1- W. A: S.'' K.'2 und um viertel 7 Uhr Donau und W. A. ,C. 2 entgegen. Am 29. d. gelangt das erste erstklastig« Meisterschaftsspiel -zwischen Hakoah und W. A. S. zur ÄnS-, trägung., Äm 7.. August iteten einander der. 1. W. A. S. K. und dib Vienna entgegen/Sämtliche'Spiele finden bei fteiem'Ein. tritt im- Militärbad-„Me Do'nau" statt. Die .Besucher haben nur die Badegeböhr'von 4000-K. - zu entrichten^. Sie.erwerben dadurch aber auch.das Recht,'vor und nach den Spielen zn baden. Sämtliche Spiele' werden von .der Koalition der Schwimmvereine durchgesührt. W. A. S., Vienna und 1. W. A. S. K. starten am , 26. und 27. d. beim ipternatioMleM-Meetingtoi:'ButzweiS.. =’ Theater von heute s redösdnr««er rchlorrtdesierr Unsere kleine - Frau . V,8 L«kggüne«r Gastspiel der Kammeroper: . - Der Barbier - von Sevilla 8 «vet Reg«ütm 8«ÜsÄ»l derpofbprg) v»I«rdper. (Prager Nationaltheater) r . Pique berate " V*8 Cketter f« der HosefStadt: Mutterliebe — , 1 Die Spieler — Mn Heiratsantrag V*8 Ral«tt«d-Cbeater (Exl-Bühne) : Hahn im Dorf */*8 Wf; Kann erspiele: Wa^ Frauen träumen Ar. riaüttdeater: Das grobe Hemd tnstspieltheater: ®et kühne Schwimmer C^irltfieater (Amerik.-jidd. Kunsttheater): >• Tewje, der Milchmann v»ea<er a« der Ale«: Gräfin Mariza Ivd.rttanss-rdealer: Der Königs Nachbarin 'V,8 RoläRd-Bilme: Diagnose 16! V,8 A^ Aomödlenbaus: Eine mit Talent V,8 KeastaatlRhüflcl (Brater): Kapelle W. Ganglberger, .. Künstlerduo. Flitz und Dr. Lazarus 8 V.8 8 7*8 7,8 täglich -im Tanzinstitut Hermann XiV. Relndorfoaase 42 In unserer Gemeinde ist möglichst bald die Stelle .‘eines streng religiösen zu besetzend Bewerber muss die p o 1 n ische und die deutsche Spräche in Wort und Schrift; beherrschen: und den Befähigungsnachweis zur Erteilung" des Religionsunterrichtes an den p o 1 n i s c h e n höheren Schulen besitzen. Angebote Vrbeten an den Vorstand der Synagogen - Gemeinde, Katowice, Pöln.-O.-Schles. ' so« In unserer Gemeinde ist sofort die Stelle eines streng religiösen mit polnisch en und deutschen Sprach Kenntnissen in Wort tind' Schrift und Befähigungsnachweis zur , Erteilung des Re* ligi oh sunt errichtes an den polnischen Schulen zu'besetzen. Bewerbungen mit Zeugnisabschriften erbeten an den Vorstand der Synagogen- Qemeinde, Knttwice/ Poln.-O.-Schles m Sin ideales Seim wenn Möbeln 8gn„U Men, «.Br,.,SchleiftnSI,»- . ZUIIQl gaffe J - Telephon 58.9.33 - MeilMmgSekWlliM 8» Samitaggttchlotttn AufTeilzahluns Laxüe< and Strapaz- SCHUHE strOmpfe, socken; stuumsHaliehnami I. Rauhenttelngasse 10 Mezsanin. Tel. 77686. 608 Fräulein 10746 zwei Kinder» (Knabe hre, Mädchen S Jahre) wird gesucht. Nur, solche, welcheaußer der .deutschen auch der frauzSsischen Sprache dollkomme» mächtigfind, koiume« in vetracht. Offerte nebst Photographie und Referenze» au Dr. Oskar S.pleg le.r, Advokat tn Brod ajS., Jugoslawien In tiefster Trauer, machen, wir die schmerzerfüllte Mit- ' teilung von .dem unerwartet plötzlichen Hinscheiden unseres innigstgeliebten Gatten, Vaters, Bruders und Schwagers, - der Herrn Schriftsteller welcher Mntag den 14. Juli 1924 im Alter , von 60 Jahren an den Folgen einer Operation gestorben ist. Die Beerdigung deS teuren Verblichenen hat am Mittwoch .den 16; Juli 1924 in der Kesielhalden (iftael. Abteiümg) stattgeftmden. •- St. Gallen, ick Juli 1924.; Rorschacherflraße S6;;j i \ Helene Nybtnfiein gkb. Suttrpanu als Battin Anua, David, Paula al« Kinder- G1fig,Sr«bt»fteiu, Rabbiner, Wie« Jakob Gnttmaun, Pari» ■■■■■■■■■■■■■■■■■■ MWMWWWENU,NUWURUW> HA INT- Sn Warschau ist das gelesensie und grösste jud ische Tagblatt in Europa Ab(pBHtemfnfs und Inseräiu bestelle man direkt bei „Haint“, Warszawa, oder bei . > „EWER“, Wien. II. Zirktt-sgasse Nr.;33 Elnzeiverkauf Inder TrUVlk, II. Ptaterstr.il rar Wein, Obstmost etc. gebraucht u. neu, in allen- Größen , Bureau, und Laaer: 9147 Josef Welss, FassQrosshandlung Wien. XVII Ottakringerstreeee 7. Tel. 21-5.45 Werdstätre für feine Herrengarderobe nach Piah, feinste AuSiüdrunft. Gtofie laaernd. Billige Preise. Ant. Khscla. Echneivermeister,'. Vll. Burggasse 116. 6855 Dirndlkleider fertig und nach Matz von einfachster bi» feinster Aursührung. Erste» Wiener Epezial-Dirndlkleiderhau» „Ilchl'. XV. Beingasse6,niIchstWestbabnhof. 6857 .Der find die Geldkrise zwingen un». 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