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Wiener Morgenzeitung · 1924-07-06 · Heft 1936 (6.7.1924) · p. Seite 14

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1936 (6.7.1924)
Date
1924-07-06
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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y ' \ JiEWifö W«A »8L Seite U WkE, GsnMy Wkewr- Fußball. Die Tagung des Makkabi-Weltvevbandes. Nachstchend veröfientlichen wir die wichtigsten Rorate, LM hie Interessenten übeo ' dm Stand mHevrr RiaköWi-Be- - wegung Zu informieren. Rechuqchrftsbericht des Präsidiums. Julius Hi Lisch (Berlin.): Ich habe den Auftrag, , im Namen des Präsidiums des MMabi-Weltverbündes einen knappen Bericht Wer die Arbeit de,.' einzelnen Ressorts Zu evstatbsn, deren Leiter auf dieser Tagung aus geschäftlichen und lokalen Gründen Nicht anweisend sind. Die in das Präisidm-m ei-ngetretenen Mitglieder unseres Peiibeuldes haben von Anfang an erklärt, - dag sich eine,ersprießliche erzieherische organksatorische Und propagandiftifche Ärkbeit nur dann ausfuhren lasse, wenn die nötigen fmantziellon Unterlagen Vorhanden sind. Trotz au-fopferungsdoller Arbeit unseres Kafsewressorts irst es nicht gelungen, bte LanideskveHe uNd Vereine zur Leisimdg ihrer finanziellen VevpftichtMNgLN zu bringen und so kann mar auch von der Leitung «ichts Hervorvagsirdes erwarten. Die Hauptaufgabe, die das provisorische Präsidien .des M. W. B. in Karlsbad erhielt. D so leidlich gelöst worden. Das war dre ReorganLsation des Verbandes, der "in den Kriegsjahren völlig zersplittert war und die Vorber-eitunig einer ordnungsgemäßen Hauptverscmrmlung. Die unruhigen wirtschaftlichen und politischen Zrchände in Mittel- und Osteuropa — ein -Arbeitern von Deutschland aus war bis zu Anfangs dieses Jahres aus wrrtschatsmchen Gründen fast eine Unmöglichkeit — trugen die Schuld, daß das Ziel -nicht ganz erreich: -welche. In vieleit Ländern existieren außerdem avbEsunfäihige Kreisvovstände, die das Präsidium gu emer Zusammenarbeit' nicht bringen konnte. Bor allen Dingen aber scheiterten alle Aktionen durch das Vechageu der Krebse in finanzieller Hinsicht. An dieser Stelle sei Äov'rgens heworgchoben, daß de? deutsche Kreis, der doch am meisten rrnter den wirtschaftlichen Kriegsfolgen zu leiden hatte, seinen finanziellen Verpflichtungen nrustergültig nachgelmmnen ist, und das wenige, was geschehem konnte. ermöglichte. ^Die Arbeit des. Präsidiums mußte daher in einem ganz bescheidenen Rahmen durchgeführt werden. Wader die Herausgabe einer eigenen Zeitschrift, des Organes und einzigen Bindemittels Zwischen. den einzelnen Sarchem, noch andere Drucksachen. könnten herausg:gLben werden. Zum Beispiel konnte nicht einmal der Bericht über die letzte Karlsbader Tagung und das Liederbuch, die beide drnckfcrtch gestellt wurden, erscheinen. Das Präsidium war.also lediglich. die Zentralstelle, die die Verbindung mit den einzelnen Kreisen ausrechtzuevhalten hatte. Aber selbst in dieser Hinsicht mußte leider ein unglaubliches Versagen der meisten Kreisleitungen fostgestellt werdsrr. Es ist zum "Beispiel trotz mchr'acher allgemeiner und besonderer Anforderung nicht, gelungen, von vielen Kreisen eine Liste der Adressen ihrer Kreisvereine Hu erhlaten; so ist das Präsidium leider, nur in -er Latze, einen schr unboMvrmnenen' OvganisaLionsbericht zu geben. ' .Die - PropagLichatätigkeit des Präsidiums beschränkte sich . auf Vermittlung einzelner-uns zugchender Nachrichten an' die südischr Presse unter JnaEpmchn-Hme einer jüdischen Korrespondenz. Ferner wurde die Herausgabe einer Flu'pschristen« reihe der „Ose", Gchellschast für den Gchnndhertsschntz der Juden, über Turnen und Svort und Jugenderziehung, in jüdischer Sprache vorbereitet^ Die Frage der Schäftung aktionsfähiger Kreisleitungen wird eine der wichtigsten- Ausgaben der nächsten Jhare sein: kdenn nur dann, wenn in den. einzelnen Ländern intim Position kräftig und der Zusammenschluß in den einzelnen Kreisen wirKich vorhMden ist,' kmrn eine Zentrale erssiprießliche - Arbeit lotsten. In manchen Landern existieiren überhaupt keine KreisorganHat-iorven, in anderen arbeiten sie so schlecht, daß sie überhaupt keinen Zweck Aachen. Diejenigen Lander, mit deren Kraisorganffatronen wir in Verbindung stauben, sind: Erez Israel, SMüveft-Ooilen, Reval •ht Estland, Deutschland, Oesterreich, Schweiz, Litauen und vielleicht noch Rumänien. In den Verband neu ausgenommen sind Reval und Südwest-Polen. Verhandlungen wetzen Aufnahme wurden geführt mit Polen, Holland, Belgien, Bulgarien, ferner aus dem Umweg über Eroz Israel nnt dm MMabi-Orgamsationen in Tripolis, Aegypten uüd Saloniki. Ein Erfolg dieser Verhandlungm ist das vorliegende Aus« nahmegesuch des Kreises Bulgarien. Die HauptiMlfgabe des Präsidiums, die „ Vorbereitung eines MMabi-Dages nach einer Pause von Kvülf Jahren, ist gelöst worden. Zn dieser Tagung hat es im Auftrag, der letzten Karlsbader Tagung einen Statutenentwuvf austzearbei-tet. der der Tagung vorbiegt. Es hat versucht, das künftige PrÄsDArm nach Palästina zu veÄegen und eine ArbettstzeutöM für Europa zu schasiftu, doch sind die Verhandlungen M der Äblchnung der Palästinenser im letzten Moment gescheitert, und wir erkennen eS an, daß zum Beispiel die Vertagung nach dorthin noch unmöglich ist, wollen sie aber für die nächste Zukunft in Aus'icht nehmen. Ms neues PrÄsidmm häbsn wir Wien "oder Prag unter Zuziehung von sich zur Verfügung stellenden Durnbrüdevn in Erez Israel ins Lliuge gefaßt. Die AchMübe dieses neuen Präsidiums soll es sein, die Vemegung des Präsidiums.nach Palästina vorMbereiten. Dom Präsrdvnm ist ein jüdisches Turnerliederlbuch fertiggestellt worden, das die Turnlbrülder in Breslau Herausgeber werden. Wir führten BerchaMungen, wie schon erwähnt, mit den Turnlbvüdem in Erez Israel wogen der BeremMUg des Arndt-Duchfonds -mit dem Keren Hamm-igmschim, dre beide dasselbe Ziel und beide dasselbe Geld besitzen, nämlich fast •.w nichts. Es wird noch ein bchmtdever Antrag über den Keren Hammitzr-afch'-m von uns aus und wahrlscheirvlich auch von den Palästi-irensern omgereicht werden; die Statuten dieses Fonds besitze ich uud werde sie bei Gelegenheit zur DerlÄsun§i bringen. Wir haben ferner mit dem Bezalel ein Abkommen getroffen über die Anfertigung einer allgemeinen Matkklvbi-Radel, die alle dem Ma.Mbi ang-chörenden Turnbrüder der Welt -tragen sollen. Leider schsiderbe auch deren Anfertigung an dem Mangel an. Geld. Die Nadel ist aus echtem Silber, ein Kunstwerk, das ungefähr folgende Form Hai: die Lilie der alten MaiKatbäer uUd die Schoifars, unten ein Magen David, darüber hebräisch der Name Aläkkäbi. Der Preis dieser Nadel soll 25 amerikanische Cents betragen, lieber die Verleihung, bezichungsweise Abgabe dieser Nadel spreche ich noch ein andermal. Ich habe noch nachzichölen, daß wir im August vorigen Jahres mit der ,^)se", Gesellschaft für den Gesundheitsschutz dor Juden, einer ganz neutralen jüdischen Gesellschaft,^ die sich die ÄUsaabL gestellt hat,.über die Gesundung des jüdischen Ghedta-iKörpers zu wachen, in Fühlung getreten sind. Wir sichen ihr, was die turnchische und sportliche Seite dieses fGöstvn>dhertsschutzes MriHt, msi WÄ üsid -Tat zur Seite, sie -ihrerseits hat sich verpflichtet, Gelder zir geben für den Ankauf von Sportplätzen, für Herausgabe vou Broschüren und Anftlörungsischvisten über Sport und für die Ausbildung von Turnlchrern. Zu erwähnen sei nur, daß diese Gesellschaft auf der,ganzen Welt verbreitet ist und ähnlich der Welchiilfskonfewniz zirka 81 KrcrnVeichäwsex und wissonschaftliche Jusbitute in 'der lmraina goschasif-en hatte und sie unterhält. Sie besitzt mchreve Kraukeichäuiser in den verschiedensten Staaten und in Litauen gehören ihr auch mehrere Spiolplätze, auf denen die Kinder sich tummeln und Sport treiben können. Achnliches beabsichtigt die Ge>sellschaft jetzt in Palästina zu tun. Copyright Nachdruck verboten» Jüdischer Verlag, Berlin. 35. Fortsitzring. HsVdslch md Zapfenstreich. Von Sammh Gronemann. Besucher aus Deutschland. Meine zioiüstischen Freunde waren von nur sehr fatCb recht enttäuscht., und Hans Goslar, der 'bald ihr volles Vertrauen genoß, hat mir als DotmÄsch ihrer G'ttühlr oft nachdrücklich die Leviten gelesen. Die Zionisten dort hatten, ich weiß nicht, aus welchem Grunde, von mir irgendwelche besonderen Leistimgen erwartet, und waren sehr empövt, als si« feststellen mußten, daß ich'-mich in ihren Bersa-MMlungen und Sitzungen sehr wenig betätigte, sondern es vorzog, dauernd durch die Stadt zu streifen, neue Bekanntschaften zu machen und mit alleir mög-lichen ^Kreisen Fühlung zu nehmen, mich also durchaus nicht aus ihren engeren Kreis beschränkte. Bialyftock war die erste überwiegend rein jüdische Gtadt, die ich kennen ilevnte, und ich sperrte Augen und Ohren auf. Ich wollte lernen und lernte von Tag zu Tag' mehr einsehen, daß ich sehr >wewg geben und fchr viel empfangen könnte. Im Einzelsäll konnte ich mich Wohl gelegentlich nützlich nmchen, aber ich mischte niich höchst ungern in die inneren Verhältnisse ein, ganz abgesehen >davon, daß meine militärische Eigenschaft jede durchFveifen'de Tätigkeit sür mich unmiöAich machte. Ich suhlte mich aber Überhaupt nicht berufen, „zu retten". In eineinsort kamen „Retter der Osfijudsn" aus ^e-ietsHland an, Zionisten, Orthodoxe und Liberale. Und i' i Beispiel lockte mich nicht sehr. Es waren ja für die Herren immer sehr interessante Tage und sie 'wurden nicht nur von den Juden, sondern auch von 'den Behörden mit Auszeichnung empfangen. Die hervorragendsten Persönlichkeitenwurden sogar. ins ^Hauptquartier geladen und speisten' Mit Hindenbuvg und Lüdendorff. In Anbetracht der nachgerade in Deutschland mißlich gewordenen Ernähr ungZverhältnisse waren auch die 'Dinereinladungen, mit denen sie überhäuft wurden, nicht zu verachten. In-jener Zeit-mehrten sich die Studienreisen auch der Parlamentarier und der Journalisten von Monat M Monat- -Da es-in BiaWok eme Zeitlang zu 'Meinen Dienstpfliichten gehörte, solche Stn-dienveiscn zu -divigieren, das lheißt am Schreibtisch den genauen Reiseplan zu entwerfen, chatte ich ungefähr die Technik rennengelernt, mit der solche Herren im Lande heriungeführt wurden. Mit Hilfe der Kursbücher stellte ich Dispositionen auf, die dm Absichten unserer 'Verwaltung durchaus gerecht wurden. Von donr Moment an, da solche Gesellschaft die Grenze überschritt, bis ysm Mederaustritt aus dem besetzten Gebiet karnev die Teilnehmer wicht zur Besinnung und erst auf der Heimfahrt nach Berlin nmg es dem einen oder anderen gedämmert haben, daß er eigentlich nur das gesehen hakte, lvaS ihm gezeigt werden sollte. Das ging etwa folgender- -maßen zu: 5 Uhr 20 Mn. nachmittags: AMnst w Kowno, Autos an der Bahn, Fahrt zur Offizierswnterkunft 1. 3 Uhr 35 Min. nachmittags: Autofahrt zur Kommandantur, Begr-üßuiNg, Kaffeetafel, Bortrag des Häuptmanns T. 4 Uhr 3V Min. nachmittags: Autofahrt zur Dampfer- Haltestelle. 4 Uhr 45 Min. nachmittags: Dampferabfahrt nach P. 6 Uhr 15 Min. abends: Ankunft in P., Führung und Vortrag, des Leutnants 2). 7 Uhr 10 Min. abends: Mckfahrt mit Autos. 7 Uhr 50 Mn. abends: Empfang bei Exzellenz. 8 Uhr 15 Min. abends: Souper. 8 Uhr 45 Mn. abends: Vortrag des Majors R. 9 Uhr abends: Tee im SoldateNherm, Vortrag des Pfarrers A. 9 Uhr 46 Min. nachks: Schlittenfahrt durch die Umgebung. 10 Uhr 30 Min. nachts: Bierabend in der Offiziersuntevkunft >1. - - . 11 Uhr. 45 Mw. -nachts: Feierabend. 6 Uhr 15 Mn. früh: Wecken. ' 5 Uhr 45 Mn. früh: Autofahrt zur Bahn. 6 Uhr 0ö Min. früh: Abfahrt nach BiaiWok. - So ging es Tag für Tag, bis endlich aufatinend der -mit der WKratUg betraute Offizier seine tzerde on der _*. %SM m*—_ KW Am Schluß will ich betonen, daß wir in DeuWlmch nicht wchr d« MöglWott haben, vestWmend Ms die Wevdtt'> -rnüwicklung des Verbandes, wie. es einst geschah, eintzulwirckM, well wir jeW derzeit eine Entwicklung durchwachen, die dem MMabi vielleicht noch einmal sehr dienlich sein Mvd, dis aber alle unsere Kräfte Morbievt. Der R«- HMcch-Wie» oder MaWabi-Bvünn ist heute dor Welt geläufiger, als der der deutschen Bar-Kochba-Vereme, obwohl damit nicht gesagt wechv» soll, daß dvv Geist der erstgenannten Vereine uns als der urustevgültige erscheint. Das alte Präsidium hat das getan, was in seinen Kräften stand. Hoffentlich werden der neuen LMmg die Mittel, die zur Arbeit erforderlich smd, in vsicherem Matze gufließen. Das Cup-Finale. Heute gelangt um 5 Uhr nachmittags auf dem Snnmeringer-Platz das Eupfinale zur Austragung. Bon sämtlichen Wiener Vereinen haben nur Slovan und Amateure sich die Teilnahme an dor Endrunde zu sichern vermocht. Diese Leiden Vereine liefern einander heute den Girttcheidungskampf. Der diesjährige Wettbewerb brachte zahlreiche Überraschungen. In der ersten Runde siegten die Anrateure gegen Südstern 16:0 und die Wiener Tschechen gegen die Mavgaretner Viktoria 6:0. Der Sportklub Ostmark hatte das .Lech, gleich in der ersten Runde mit Viennr znscnnmenzu-- kommen. Nach tapferer Gegenwehr unterlag er mit 3:4 Toren und war dadurch der erste Erstklassige, der aus der Konkurrenz schied. Nicht viel länger konnte sich die Hakoah im Cupwettbewerb halten. Sie unterlag in der zweiten Runde gegen Rudolsshügel 0:1. In dieser Runde siegte der Amateursportvevein gegen Hac. Nordstern 13:0 und Slovan gegen Jedlersdorf 4:3; Die dritte Runde wurde wieder einer populären Mannschaft verhängnisvoll. Rapid nnt erlag gegen Simmering 1:2. Die Hittteldorfer hatten noch einen LeideMgvfahvten, und zwar den Sportklub Admira, der von Slovan 2 :8 geschlagen wurde. Die Amateure siegten in dieser Runde gegen Rudolfs- Hügel 2:1. In der. vierten Runde begann das .große Sterben der ErMassigen. Wacker wurde von den Amateuren 0:2 und W. A. F. von Slovan 2 :'6 geschlagen. UebeMes unterlagen Hertha gegen Simmering 2:4 und Spovtklüb gegen W. A. C. 4:2. Man sicht, daß die beiden Finalisten einen Leschwerlichen Weg zurücklegen mußten, um bis in Äe letzte R-undc zu gelangen. - Die Frage, wer von den beiden Vereinen der-zeit besser ist, kann zweifellos leicht gelöst werden. Man muß nur die van beiden Vereinen in der letzten Zeit erzielten Resultate bettachten, um Zur Ansicht zu gelangen, daß die Ober-St. Beiter den Vorzug verdienen. Viel schwerer ist aber die Frage zu beantworten, wer heute den Sieg davon tragen wird. In eine« Kampf, der zum CupwettbewE zählt,' spielt das Glück womöglich noch eine größere Rolle als tn einem Freundschaftsspiel. Es erscheint demgemäß gar nicht ausgeschlossen, daß der Außenseiter Slovan das Rennen gewinnt. Schiedsrichter Plhak. . Srrmnerrng—Admiva Sri (0: v). Sämtlich« Tore fallen aus EckschAsse«. Dimmeringer-Platz. 5000 Zuschauer. Schiedsrichter Grün« &<rumx> Simmering: Eigner; Jra. MM; LiMch, Dunrlsa, Ehrlich; Hauswirt, Danis. Horvath, Kliwitsch, Urban. Admira: Franzl; Runge, Bozi; Schnanbelt. Koch, Führlinger; Sregl, Weiß, Klima, Schierl, Janda. Die Simmeringer errangen einen durchaus verdienten Sieg. Sie waren den Großteil des Spieles' mr feindiliHen 'Felde und fiihrten auch ein schönes, flaches Spiel vor. Bei beiden Mauirschasten waren Ersatzleute tätig. Die Admira mußte auf den Verteidiger Neidlrnger und den ' Läufer Kingall verzichten, wogegen bei >den Simmeringern der disqualifizierte Baumgartner und der verletzte MittEufer Roscher fehlte. Die erste SpielhMe endete bei leichter Mberlegeniheit dar Simmeringer torlos. Nach Seitenwechsel erzwang Schierl einen Korner, der zu einem Treffer ausgenützt wurde. Die Simmeringer drängen nun heftig, und'vier Minuten später gleicht Danis nach einem Karner mit Kopfstoß aus. Knapp vor Schluß erreichten die Sivrmeringer wiederum durch einen Eckstoß. den Horvath verwandelte, den sirgbringenden Treffer. Grenze zu.m Generalgouvernement Warschau mit einenr Auguvenlächeln dem Kanreraden übergeben konnte, der die Herren durch die pol-nifchen Gebiete zu führen hatte. Abends im Kasino aber konnte der erlöste, liebenswürdige Fveimdenführer durch die Schilderung feiner Nnndreiseevsebnisse im Kreise der Kameraden gebührende Heiterkeit ■ evwecken. So ähnlich wurden auch die Wischen Studienreisen» den und „Retter" behandelt. Ich erinnere mich mit Vergnügen, wie ich einmal spät in der Nacht in Kvwnv Professor Sobernlheim und Adolf Friedemann erwartete. Ich mußte lächeln, wie. ich die beiden Herren, am Aamr das rote Kreuz auf der blendend weißen AvEnde, über die Glsise heranstolpern sah, so voll Eifer, als v'b es noch m devselben Nacht etwas zu retten gäbe. Meine Anwesenlheit war nicht vorgesehen und der Beg!leitoW-e,r kam in einige Berilegenihsit, eigentlich füllten die Herren doch mit keinem Unbefugten fpre-chen; immerhin gab meine Umform ja einige Garantie. Bon ^Zivilisten aber bekamen die Herren nur ausgesuchte Exemplare zu fpvochen und rmnrer rmr in An-^ Wesenheit des überaus höflichen Offiziers, der in seiner LiebenSwürdiMit unermüdlich war und es sich nicht nehmen ließ, den Herren von früh bis spät Gesellschaft zu leisten. Nicht jeder hatte das Glück, wie -der RabLiMr Dv. Maguos aus Ne-wHork, der nach Beendigung Äner so sorglich geleiteten Studienreise auf beim Wege zuur Bahnhof in Wilna einen Wagerm-nfall hatte ^und mrt gebvochenem Avm in Las na-chste Haus geschafft wevden mutzte. Der Begltzitoffizier hatte nicht Geistesgegenwart gemrg, «m das zu verhindern, und erst anr nächsten Tage erschien ein Adjutant des Fürsten N., um im Namen Seiner Durchlaucht das tiefste Bedauern über den U-üfall und die Pvv mittve Uintetbringung auszudrücken, zugleich auch eme dringende Einladung zu üh^rbringen, in eine Von Seiner Durchlaucht zur Verfügung gestellten Villa zu übevstedeln. eine Einladung, auf deren Annahme mit allem NachdvuÜ bestanden wurde. An dem einen Nachmittag aber, an dm Dr. Magn-es in dem Privvthaus lag, hat er devmutli^ mehr von der wirölichen Lage der Bevölke-mug erfahren als auf feiner Muzsn offiziellen Rvife> GMetzWWM

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