Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1928 (28.6.1924)
- Date
- 1924-06-28
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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vk. im Men, Samstag Wlene« MorMzettung. MMMlSÄk Seiie 9 einen Druck aüf den Markt arrS und verursachte Rückgänge bis m 10 Prozent. An der Weiten Börsenftunde wurde die Lage, etwagWtiaer -«urteilt, da der Verlauf des gestrigen Kassetageziemlich glatt vor sich fltnfl und die Exekutionen aufgehort haben. Die anfänglichen Rückgänge wurden wieder herk>iugebracht und «S ergaben sich sogar Kurssteigerungen bis zu 8 Prozent Die StHbiusierung der ungarischen Krone trug auch m Ht günstigen Srinvmung bei. Der Schluß erfolgte -ei etwas lebhafterem Verkehr in ziemlich freundlicher Grundstimmung. Pochengeld war zu Oßö Prozent in großen Posten angeboten. (Alles-in Tausenden von Kronen.) Sch l « ß k n r f e t Brttisch-Ung. Bank 45.—, Urig. Kredit 51S, Desterr. Kredit 166, Salgo Kohlen . 635, Rirnamuranher 125, SW ahn 69.-. StaatSbabn 616.-, Anglo-ankBrau- SzaSzvarer 380, O-erung. Berg-Gütteu 895.—, Draiche- Ziirgel 206, Ung. ällg. Kohlen 2950, Urikany Kohle«< 940, lloburg 40.-7-, Spodiurn 182, Clotilde chem. Fabrik 67.—, Ung. Piseubahnöerkehr-172, Verein. Holz 24, Adria 1475.—. Ile Sevisenkukse. - Zürich» 27. Juni. (Devisenkurse von 12.10 Uhr. Don kt Schweizerischen Kreditanstalt rnitaeteilte Mittelkurse.) Berlin pro Milliarde (-.-), Holland 212.- (211.50), New^ork 566.25 (568.75), London 24.41 (24.40), Paris 29.85 (29.80), vialland( 24.85 . (24,85), Brüssel 26.- (26.—).. Kopenhagen $4.12 (94.25), Stockholm 150.- (149.50), ChrMania 76.40 (76.25), Madrid 75.80 (75.75), Buenos Aires 182.60 (183.—), Prag 16(83'/. (16.66), Budapest 0.0069.(0.0069), Bukarest 2.42 (2.45), Belgrad 6.40 (6.40), Sofia 4.10 (4.10), Warschau -.-), Wien 0.007937 (0.07987). Berlin, 27. Juni. (Devisenkurse.) (In Goldrnark für 100 Einheiten mit Ausnahme von Buenos, New-Dork, London,Japan und Rio für 1 Einheit,, Wien und Budapest für 100.000 Einheiten.) Amsterdam 157.70 i157.51), Belgien 1935 (19.35), Christiania 56.66 (56.56), Kopenhagen 89(63 (69.62), Stockholm Ili.12 (111.12), Italien 18.15 (18.15), London 18.155 (16.185), Aew-Nork 4.19 (4.19), VariS 22.24 (22.315), Schweiz 74.16 (74.16); Spanien 66.26 (56.26), Wien 5.92 (5.92), Prag (2.87 (12.295), Budapest 5.09 (6.09), Sofia 2.99 (8.015), Belgrad 1.69 (4.706). ( Berlin» 27. Juni. (Roteickürse.) (In Goldmark für 100 Einheiten nitt Ausnahme' vön Dollar und Pfund für 1 Einheit, österreichische für 100.000 Einheiten.Uttd , polnische für. (190 Zloth.) -(•; j . Dollar 4.19. .((4(19), Pfund 18.10 (18.10), Italienisch«!' 16.12 '(18.10), Österreichische 5.92 (6.92), Polnische 77.60 (77.75), Tschecho-slotvalische 12.87 (12.89). Prag» 27. Juni. (Devisenkurse. '— Mitgetetlt vom Bankamte des.. tschecho-slotvMschen FirlanzministeriumS.) — verkin*) 8,07V. (8.08%X Zürich 604.- ' (608(25), . Paris [8118 (181.76), London 147.55, (146.80), New-?)ork 94.- .. -(84.-), Belgrad 88.47»/, (69.12»/,), Bukarest; 14,35 (14.6Y)/ Wien 4:78 (4.72), Warschaus-) 657.- (659.60), HräM —.-7- (—.—), Budapest 8.90 (4.02»/,), Jugoslawische MH (89,85),: Oesterreichische gestempelte Krone 4.74 (174'/,), polnisches-) 658.— (668.-). Ungarische 8.75 (3.95). . *).per,.Billion, 's) Kr 100 polnische.Gulden- ./ . Dvftapest, 27.. Juni. (Kurseder Devisenzentrale.) — «msterdatn 80.940 bis 81.690, Bukarest 330.- bis 870.'-, Kopenlägest 18(760bis14.080,Christiauia 11.160 bis 11.400, London 856(900 his 864.400 Berlin —SÜ —.-. Italien 3660- bis 8650.-, 82. bis 8890.—. (' Dolsraü» 27.' Juni. (Devisenkurse.) London 868.25 bis (-.-, Paris 466.50 bis Rew-York 8800- bis Senf 1VS0.- bis 7-".-.: Saloniki bis Mailand 879.- bis —Prag 280.- SIS Berlin —.- bis Men bis Bukarest 87.87»/, bis Sofia bis Budapest bis -.-. Brüssel —bis, Amsterdam 8300^—.bis—.—, Warschau — bis . .. Agr gm, 27. Jünt. ' (Devisen.) Wien 0.1232»/, bis Berlin. —(—- bis —, Budapest 0.1160, Bukarest 38.— bis Italien 376.- bis London 377.50 bis Rew-Bork 86.65 bis —, Paris 483.— bis —Prag M.dS CbiS Sofia bis Schweiz 1548.80 bis(-(^, BMel 893.50 -iS Warschau --.- bis Amsterbanv 3262.60 bis Stockholm, —bis —. Warschau» 27. Juni. (Devisen.) Berlin—(— bis —London 22.81 US 23:58. New-Nork 5.16 biS' 5.21, Prag 15.25 bis 15.89, Wien 7.27. bis. .7.33. i 1 Die Tagung des MtrkkaviWeltvevbandes. Die Eröffnungssitzung. Vorgestern vormittags fastd im Lovrauasaal «die 'erste Sitzung statt. Vertreten' waren Deutschland. Oesterreich, die Tschecho-Slowakei, Polen, Rumänien. Beßarabien Und Litauen. DaS' Prästdiulmit glied AuliuS Hirsch (Verltn) hielt in hebräischer Sprach« die Eröffnungsrede. Gr gedachte vorerst der Dähingeschiedenen Dann wies er arff die Notwendigkeit deS gemeinsamen Streben8 zum gleich«» Ziele trotz, verschiedener Auffassung des '* einzuschlagendes Weges hin. Besonderen Gruß entbot er den Trägern unserer Bewegung in Ettz Israel. Direktor SpieOer (Wien) gab der Freu.de des österreichischen. Kreises darüber Ausdruck, idaß die Tagung in Wien stattfindet. Er begrüßte'alle Gäste auf das herzlichste. Die mtn folgende Wahl des Präsidiums zeitigte nachstehendes Ergebnis: ' Vorsitzender: Direktor Gpiegler; Stellvertreter: Sdoersky (Berlin), Direktor Pick (Zuarm); Schriftführer: Alfred Tysser (Wien), Fräulein Erna. Lötvy Merlin). Der Vorsitzende begrüßt« (den Vertreter der Zionistischen Exekutive, Herrn-Dr. Schalst, u«d den Delegierten deS LandeSkomsteeS,. Herrn Folder. Dr« Heiden Herren beglückwünschten die Tagung, im Nomen der ^zionistischen Behörden, Dr: Muntner ^Berlin) ergänzte .den schriftlichen Bericht des Präsidiums. Anschließend > daran legten die Herren -Hirsch Deutschland), Dr. Mer (Tschecho-Slowakei), - Richter (Polen), . Roidmann (Beßrvabien), Tauchmann (Rumänien), Tysser Me-sterreich) und - Dr^ Rosenblum (Lstauän) über die Taiigrest'-ihrer Kreise Rechnung. Auf die einzelnen Referate werden wir noch zurückkommen. , Der Vorsitzende brachte chievauf BegrüßungStelegramm« «nd Schreiben des Makkabi- Derusalsm),; des Makkabi (Antwerpen)/ ' der MMabi-OrgaUfsation .der Schweiz und Bulgariens Wr.Verlesung. Hieranf - ergriff der , Vertreter deK. jüdischen Fußballverbandes der Tschecho-Slowakei, Herr: Robert Kaminsky, dar Wort. ' Er kemngeichnete' die Stellung seines Verbandes «um Kreis Tschecho-Slowakei .erklärte, daß ein Zusammenschluß von-seiten--der Sportler gewünscht "Mvbe. ‘„VK- '' : . -(( Nach einer kaMN Unterbrechung wurden folgende Kommifstonen gewählt: Legitimätionsausschuß: Dr. Bächrach. Fräubein OelSner, Thffer. ..! ... Antragsausschuß: Dr. Hirsch Wien), Rudobs Löwy (Berlin). RebeywUMl Döding). '( . ( , Matutenkormniistsion: .^Hm'MN-.iHOrG), . KaminÄh (Prag),' M,'Bachrach (Ostrau), Torchhnev Wien). . PermanenzauSschuß und'FinaWkommiWn: Dr.-Koch-. (Maust (BMich) Dr. Älter. (LepW, .TaglW-WieM DökM'- Roseufeld" (Kowno), Richter HBWtz),' Roitmmm Mschinew),'- .Braun. (Brünn) . - " ' . ■■; * ' Die Generaldebatte churde auf nachmittags vertagt und die Sitzung geschlossen^ -. >. Hugo Meist MLv dsn PpokefstonattsmnZ. Gestern sprach. Verbandsöapstän Hugo Meisl im Fußballvechand über die PrDz^sionalfrage und führte aus,, -daß -die jetzigen Zustäntzeu n h a l 1 b a r feien. ,Mr sind" sa .ce er, „auch, nicht gewillt, diese Zustände wester.,mstanzusch^tt." Er fragte, wie man sich denn die Mung der' Amateur- und Pwfssssionalfrage - eigentlich vovsteÜe? '' Er .kritifiette die gegenwärtigen. Zustände bei" den sogenannten -Sch« ist a m a t e-ti r e n, ihre übermäßige Bezahlung und t. .ihre»/ Hchenswandel:".- -,DSMg'che«Äber stellte er den englischen Professionalismüs als. Muster hin und ersuchte die Versammelten. innerhalb zehn Tagen über alle diese Probleme nachzudenken und Hmkonkrete Vorschläge zu er- ,stattest.. .,dLrrr...ist,.MDenS...«.i« .btt..Mi Monaten di« gaM Profeffionalfrage erledigt wissen wolle. Schiedsrichtermubesetzung. Amat'eure-THertha: Plhak. Simurering—Vienna:- -Fritze Paul. Das Ansuchen des Schredsrichtepkollegrums um. Akzeptierung des Herrn Fritz Paul als Schiedsrichter, für^ie Mt« (Klasse wurde von der Spieler ausschußsitzung der ersten Klasse a,n genommen. Nächste Meisterschaftsturniere. Vienna—Wacker: Mittwoch den 2. Jsuli. Slova.n-7-Hakoah: 3. Juli. Vienna—Hertha: Samstag den'5. Juli, ebenso Admira—Simmering. Der W. A. C. trägt heute um haW 6 Uhr nachmittags auf dem eigenen Platz das MÄsterfchastsfPiel gegen Red Star aus. Schiedsrichter Preßler. . - . Die Akademiker der Hakoah tragen heute, um 6 Uhr auf dem eigenen Platz das Meisterschaftsspiel gegen - die Akademiker deS W. A. F. aus. Das Meisterschaftsspiel Hasmonea gegen Sechawer kommt morgen um 10' Uhr vormittags auf dem Straßenbahner-Platz zur Austragung. Di« I. 51. C.-Jungmannschaft spielt morgen Sonntag gegen W. A. C.-Jungmannschüft (Meisterschaft) um halb 6 Uhr auf dem Neubauer-Platz. .Der J. A. C. tragt morgen um halb 4 Uhr auf dem NäubauexM-atz sein fälliiges MeistevschaftNspirl gegen den Gruppenführer Dürnbach aus. Eine kombinierte Mannschaft von Wacker weilte in Sucany und-siegte gegen den dortigen Sportverein 6:2- (3:2)< Der I. A C. jpielie in der vergangenen Woche mit zwei Mannschaften in - Grotz-Gnzersdorf gegen den dortigen Sportklub ' und konnte strotz geschwächter Ausstellung folgende Resultate erzielen: erM. Mannschaft 1:1, Reserve '3 :1. Der beste Mann beiin.I.: A. L. war Neumann ÄS WtitzlstüWer. Nochmals Lausanne—Aegtzpten. ..In dem . zweiten .Fuß- -balhnatch zwischen: der ägyptischen' Olympiainnnnschast" und: LaUsanne-Sports siegten die Aegypter 2:0. ' Kadimlch trägt Sonntag um . hal!b/ 6 Uhrauf,■ de.m - St.- Deiter-Spdrtplatz das letzte MeisterschaftsMel:des(-Spiel- ''MreK, gegen. Einheit aus und tarn im Falle eines- Sistges : um hrei> Plätze in der Tabelle vorvücken. , - Hazair-Makkabaa—Polizerorgaue 3:2. HazmrMaNstbaa: Gleich; .Bleichfeld, RiMer; Gold Lutz 1, 'Weitzner; Pillinaer, Lutz 2, Ehrensreund, Ghrenwald, Torten. Dieses FreundschUts-l spiel Ärarhte Zeinen schonen,, fairen und .spannerchen' Kampf, c aus dem Me /technisch bessere Mannschaft als SiUer Hervor-.( ..gistMWDdlfche Mannschaft bot schon lange?eine''.sp'.M^ge-:. falichmeHefftMg.- Die Verteidigung ' . esser. Jn^ei-.'NäÄesrHe.hi«Lt(,H.: de'rMiMMM^HW-^er..( .auch., die schwevfte Arbeit' .Murchteten.Mittelstürmer' Kraus. aDn^O-'.'W^ik^tzWWM.-- Much^die FlHeÜäufer konnten beftiedrgen...'Der MuMHML'' HuM.HU. Medereinstellung l - ..fMgMiMLgetvonnen. Es wnM.sMstell''.koMiWrt:Pyd^fiüH'-' MMMchWerft^Die - PolizeiMÄWchast- '"ist-.-iÄfanKv. Wchllegerrl -MNvr MM^naH einem Korner durch Weiß chren.'evstestAref.^.. , tMn-WaUMastkärm bald,'darauf (durch ^Etz^UlWd/-odD'. üsMichMrstellen. Nach'' Seitenwechsel '^oMEporMMMer ' di« Polizei'zpr Führung. Nun 6p|t -wlfl-fe''|i( nach schöner Kombination kann ''WripMeKM.MWsWMWüfiabeMals. das Spiel gleichstelleu. Mn'''MMüLmWDsMM' emiett devs-Äbe Spieler durch 'einen"Mgest' 'HaMs'REÄw''' „Elfer" für tzistä«' Verein den siessbringenden- Trefferst^r? '' '> Die Meisterschaften von Japan wurden iM-'M^auÄ'-- 'tragen und. .brachten mit wenig Ausnahmen schwächere'Resultate, welche Len Japanern keine Aussichten (für Häris ein- - räUmsm -Die ( kurzen Strecken' wurdeni-in den Mäßige-n - Zeiten 'von HÄ (24,6. und 54^ -SÄ., gewonnen, . über .10 'Kilometer, stellte Tashiro mit Z2':4j8/6rerne.n meuen. Rekdvd.auf," im Wert--. .spMng' erreicht« Oda -Wi Zest^Ketere .. Der jüdische. Sport aus' ÄHttHMn,. ist "he'v'TM,-einer. Broschüre, wesche unser GesinnWAMDse Hros. .Ernst iBogeli« Znaim soeben im eigenen: WM^iAÜVuSgM^ÄÜnd-.-gegen-, sh.s artige Einsendung von bfWech/MoMM^WheS entstprechenden Wertes in anderer^?•' d«' Ner" finden, für welche im LGHau^Hes OMDein Paradies geschaffen ist,,.'wenn ''äuch' recht'Hrimit-iver'Wrt H Frauen der Eintritt verfä-g-t ist, -tzanz^'Hr^-HDlar^en.'. ' Die orienialisö^n unh (füdli chm - Völker,' DsfKn.('den Segen, des 'SMßigllWM(vrw.chM'- schätzen- LeispiÄsweise ist der. heiW ÄMtzMaNgs'^r WWe ^Äahychste. Ideal. M« derjAWchtzi.MrlvnMht,5DD(Mitzdl- .fche Heilige von den Gallen sro-mmer VEsg4nW^,MHon jeder ivöifchenSorge, frei "Und kann sich ganz Är MMm- -«chikeit und ÄetrachtstnK - .ergeben.,- . Hamid (.estde^-iDN-ich: ' die AehnlichM. Die Leute im-'Äehrhaus'. Mchen( Hine' ^Befriedigung darin finden, ihren Nahel zu- >betxachtest';'felllfl . Wen-N ihre Kleidung ihnen dies' Vergnügen -LesiaMe. Der indifche (Heilige lebt (isoliert nur sich selbst; er-suchtfeine Befreiung aus dem Rad der Zeit, facht -sich vsbn dem Fluch des ewigen Kreislaufes -aller Dinge -und' Wesen, lösen. Der Batlon dagegen lebt inmitten feines Volkes,-hält -sich dort auf, toÄ es die Menge zieht, im Mitelpunkt. des geistigen Lebens-- im Lehrhaus/ und seine Ausgabe (ist, das; was Häs Voll-durch alle Zeiten erhalten hat/ zst sichern, surWuftige Geschlechter zu bewahren — die Lehre- — und , das' Lernen! ( ... - / (. •; . . Es.gilt äls Pflicht jeder jüdischen Gemeinschaft-und. als eine besonders güte Tat, . eine Anzahl des Lernens kündige Münster -vön( jeder Sorge(um den Kebensünt!erhalt zubefreien ustd' sie in.den.Stand, zu fetzen, ungestörh ohne jebe: Mblenkun^don außen, sich 'aUs-schl-iMlich j>eyr: Studium - WMAjtzen Schrift, zu tvidmeu. NichtstuerBatlouim —^ ftndi(ojese^Lerite; also nur in dem Sinne, daß sie von jeder .--proftmen ArM hefreit.sind. Sie haben nur ich Lehchaus CopZnstM ALbischer Lerlag,.Berlin. Nachdruck verboten. - 2S.,FortIetznng. Bon Samttly-'HrpBWnn.. - Aas Tempo des Lernens,-habe ich gesagt, fft nicht eben-rasch.'Wenn nun aller doch'.bin Talmudäbschnitt lle-- enGtH, findet ein bescheidenes Fest statt.und Speise und.' Trarck, je näch den PerhältMen der Beteiligten, oder. bei armen Leuten als Spende MMätiger Freunde der Lernstube,'stehen auf. dem Tisch,.-chew die letzten -Worte des Mschmtis gesägt werden.-'W-enn 'aber gar in einem solchen Lernzirkel der ganze Talmüd,. dieses gigantische Werk durch- HvleMtist, .'feiert die ganza Stadt mit.- Ich habe während M-emeD' UufeuHialtes in Kochuo ein solches Fest (einmal mitgemacht. Alle-- bedeutenden Rabbiner aus Kowtto und aus der Ho chschule aus Slollotk« bei Kowno . waren anwesend und am Abend gab'es ein großes Gastmahl. Die -Militär- MMde^Ktte ^für) diese D-elegenheit 'sogar ( das Gebot der Pvliz ei stunde aufgehoben mud an dem seltenen Kownoer Nachtleben beteiligten sich verständlicherwe-ise nicht uur die 'altert' Tälmudisten sondern auch die 'Äugend beiderlei Geschlechts. s-C!-Die jungtzn Leute suchen nicht, mehr in solchen Mengen ch^((,früher Lehrhaus auf, aber daß ihbe Sehnsucht genäü-wie die der. alten Generation auf.geistige Dinge richKtÄst,. z-eiglldie Art der Anterhalturdg; die sie suchen — und darauf komme ich zurück. 'Nun könnte -man sich wundem, wie-es'möglich ist, (haß solche Lernstübe Tag und Nacht Nie leer Wird. In den Stunden deik Arbeit, müßte man MLln-en, müEte -doch zeitweise jeder anders absorbiert fein. Das (ist. aber nicht -der. Fall. Es ist dafür gesorgt, -daß ständig die L'ernstube'besetzt ist und dazu dient die höchst. Msame und, charakteristische Einrichtung -der assorah Batlonim, der f^Zehn' Nichtstuer". Was das für Leute sind, diese Nichtstuer, die wohl die besHäftigtesten Menschen der Welt sind^ geistige Schwerarbeiter, nruß besonders erörtert werden. Die zehn Nichtstuer. Müßiggang ist-jedes Fortschritts Anfang. DaS - gilt nicht nur in dem Sinne, daß eigentlich jede große Erfindung ihr Dasein in der Haustffache ta Wunsche der Menschheit Hr Entstehen verdankt, sich das Leben möglichst bequem zu gestalten. und'-stchCArbeit zu ersparen. DaS'.KeA sich unschwet für ''e-me. ^^llteihe -großer Erfindungen nach-' -weisen, von der Schubkarre angefaugen bis zum Radio und der Kinderbvutmaschine. Wenn man arbeitet, kommt mau zu nichjs — das/soll heißen, .wenn man. stä-irdig angestrengt und unausgesetzt in der Berufsarbeit stecktvermag mau nichts Neues zu schaffen. Nur die Muße ist produktiv im höheren Sinne — PhtagovaS war kein' Stubenhocker,' Sokratesrwar^^^ der Hpische Flaneur — daS Heureka -ist/in 'det Mußefdes Badezimmers äusgevufen — bei GoeW Äd' Heine/ Ms Bi'smarck so gut wie bei Beethoven läßt es..sich erweisen, daß ihre scheinbaren Mußestunden ihre^Dchk^aikst^t(Heften' wahen, und ich bin über-' zeugt, daß (Wert M-rlMü-:-.!wHrnget am .SchreMisch. sitzt, -als -irgend ein korrekt (-seine: Atbeitszeit pinhalteuder Oberlehrer-der'Phyfik.- Es hat schon feim Richtigkeit mit dem Fluch der Arbeit, -denwir mit der Austreibung aus dem Paradies auf uns nehmen mußten. Nur in jener paradiefifchen Muße-kann man Früchte vom Baum der Erkenntnis. pMckett UnWiW es nach diesen Früchten gelüstet, der muß sich in den- (Garten Eden zurückstehlen, um dort in ParadiesisHer UnbekümM.vtheit' (.sich. - ergehen undträumen' )zu .können.'" ' •> . - ' Mit diHm etr,.uiutll iHHinfnicht etwa die Grundsätze reMerftg-en, nach denen fiKM (Tätig-, keit der Angehörigen der- Pvesseabteilung regelte,' und mach' nicht nachträglich^ jene'-tverse BeschränkUnH äu^ ein Minimum von Tätigkeit rechtfertigen, die mich während meiner Schulzeit in Men ' auMsProchenen' Gegensatz zu dem Lehrerkollegium des Lyzeum 2 brachte — sondern ich will eine lleberleitunZ zu 'jener Krffttution der ,/Fehu Nichts* HeWüszugebe^M.^ etwa M MW,.>zu ÄnteMchteu Mr'Lehrvortzägs -; zu halten, (rituelle Mw -fragen zu' he^nkworten oder Streitfälle zu entscheiden. Sie habenkeinevler Pflicht als nur im Lehrhaus zu sitzen -nutz zu lernen, was und Wie es ihnen beliebt (Fortsetzung folgte