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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-19 · Heft 1919 (19.6.1924) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1919 (19.6.1924)
Date
1924-06-19
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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v-r»’ ■!>.«) ■Kt. MS SBfat, '©otntirertag —r<" -R^r irfö'~$rW' 0 19. ijfwl ISA mb « Die MbisterschM " Heute, stehen drei Wichtige Meisterschaftsspiele auf dein Pvogrämms die für die Endplaeievung in blefem Wettbewerbe von großer Bedeutung, sind. DaS interessantest« Spiel wird voraussichtlich in der. Krieau zu sehen sein, wo einander Sportklub.uich- Hakocch.entge.gentreten. Die Dorn'hncher Wunen heute mit Rücksicht darauf,, daß hie Vienna in ^der Meisten schuft paWert, vom zweiten Platz? in der' Tcchelle nicht ver, drängt werden, Wr sie. bcstcht sogar die MöKichkeiit, die Führung an sich m reißen, wenn sie heute Heide Punkte erlangen. Damit dieser Mfl Antritt, müßten die Amat-enve dem Weyer Sportklub den Gefallen erweisen, .heute gegen Wacker zu unterliegen. Die Hakoah hat ebenfalls allen Grund, heute den Sie» antzustreben. Es bietet sich.ihr nämlich die Gelegenheit, durch einen Erföl-q .die Simmeringer, falls diese gegen Rapid Unterliegen, zu Überholen. Eine Degradation von der sechsten Stell« halben die Krieauer vorläUffg nicht -u-befürchttn. Gportklub und Hakoah sind zwei alte Rivalen, die einander so manchen 'scharfen Kmnpf geliefert haben. Bevor die'Hakoah in die .erste Klasse eingerecht wurde, hatte sie oft Erfolge Über die Dornbachererrungen. Seitdem dte Krieauer dem Oberhaus angehöven, sind ihre Bemühungen, den Wiener SporMub niederzuringen, ergebnislos geiblieben und das. hat seinen guten Grund. Die Dornbacher sind hart, was den Ha* öoähnern nicht -bchagt. Letztere lassen sich demgemäß die GpiÄwÄse ihrer Gegner auszwingen. Der Angriff der Hakoah gcht dem. ,^Öne back-SystM" der gMerischen Verteidigung immer wichex aufden. Leim, so daß die. technisch und taltisch sicherlich besseren Stürmer ^der Krieauer dem gegnerischen Tor nicht ge* jährlich.werden Wonnen. Den einen oder den anderen Treffer bringen dann die Angreifer der Spovtklus zustande, womit auch das Spiel .gewöhnlich entschieden ist. Im günstigsten Fall 'vernichte di« Hakoah, - die wir höher als. den Sportklub ein* schMn, .gegen diesen yiivalen ein unentschisdenes Resultat «rMingen. So endefe auch idas letzte Spiel, das die Hakoah Wahrscheinlich gewonnen hätte, wenn nicht Schiedsrichter Wagner eine seiner bekannten Talentproben abgelegt haben würde, ÜL unentschieden, Wie 'noch in Erinnerung sein durfte, brach Herr . Wagner das letzte Spiel mutwillig ab, so daß der Kampf in zwei Abschnitten ausgetrogen werden mutzte. .xDi^Mlreichsn Freunde, der Hakoah.bewegt., nun die?frage, ob der jüdische Berrm die Fäh'gkcit. besitzt, h«n Sportlub' zu schlagest.'Diese Frage ^st bei Berücksichtigüng.-aller Umstände uiMdW zu Mähen. Me Hrkoahner müssen aber zwei Momenten ■ hashnders Rechnung tragest. Der Angriff des Wiener Sportklubs ' ,sleht"' 'Pom Mittelstürmer; Katl^Strnn» hausier. Er - ist es,' der 'alle Stürmlänf? ins-Rosten 'bringt urtd derdie Schußgelegenheiten vorbereitet, Wenn es Guttmänn gelingt, Karl.Kannhäuser — stWtverfbäMich mit aösMrt fairen Mitteln — nicht zur ErrtwAlustgkommen.zu lassen, dann ist her TWrtffider DorGacher.ssg ziemlich -M MMt.'DeN 'Mr* teidjgern der Hakoah wird.'es dann ein leichtes sein, -ihr Tor rein zu halten. Das, zweite. Moment, Pas Wichtigkeit ist, - betrifft die Frage, oib die HaLoahStürmer dem .M»e hack- Stzstem" der.geMrischen Verteidiger beikommen Wnnen. Gr ist schwer, dem Angriff Ratschlage zu erteilen, wie er operiere» ' soll: Die Stürmer müssen oben die jeweilige GefechtSlage im Auge behalten. Am wirkungsvollsten dürfte ' sich noch das Flügelspiel.erweisest,, wobei dio beiden Außenstürmer trachten müssen, bis in unnritttlbaire Nähe der gegnerischen Goal-Out*' linie zu gelangen und dann den Ball genau zur Mitte zu geben. Die Iunenstürmor müssen dabei trachten, immer hinter dem Ball zu bleiben. Wenn die beiden MÜgelstürmer zeityerecht starten und entsprechend rasch sind, dann wird den gegnerischen Verteidigern daS „One back-Eystem" schbst zum Verhängnis. Wir wollen mm nicht behaupten daß das Mügelspiel das einzig mchtige Rezept ist, um mit.dem. ,MnveÄMgerspiel" fertig zu werden, die Stürmer müssen vorsichtiger fein, ohne sich' aber aus der Ruhe bringen zu lassen. Rach langer Zeit, tritt die Hakoah wieder mit Katz an,-der eine wesentliche- Verstärkung bedeutet, Qb diese.zum Siege des jüdischen Beveims genügen wird, sst eine offene Frage. Um Äs» oder Nichts«!« kämpft der Sportklub Wacker heut« auf eigenem Platze gegen die Amateure. Beide Vereine hsnötigen dringend W zur Bor«' gsbung gelangenden Punkte. Die Qber^Dt. Vetter wollen den Meistertitel erringen und die Meidlrnger dom Abschied ent* rinnen. Die höhere Klasse repräsentieren ohne Zweifel die Amateure. Sie haben daS Herhstspiel 1:c>Wwvnn?n und gehen auch heute als Favorits in. den Kampf. Mit Rücksicht darauf, daß das Spiel in MoMng ■ zur Austragung gelangt, erscheint «8 nicht ausgeschlossen, daß Wacker eine Üoberraschnng bringt. Das Strebe« zur Spitzengruppe zeigen Simmering und Rapid, die einander heute auf dem W. A. F.-Platz eutENtreten. Die Hütteldorfer haben gegen Wen heutigen Rivalen immer schwer gekämpft, wobei sie oft nach oft Niederlagen in den Kauf nehmen mußten. Auch das letzte Spiel verlor der Sportklub Rapid 2:4. Seine Aussichten, den heutigen Kampf zu gewinnen, sind nicht die günstigsten, Die Simmeringer haben am vergangenen Sonntag t-m Kampfe gegen die Amateure hervorragendes Können bewiesen, so daß ez kesne Uebervaschung wäre, wenn sie heute beide Punkte nach'Hause bringen würden. Die Slavia in Wien. Die Prager Slavia absolviert heute auf der Hohen Warte «ist Wettspiel gegen die Bienna. Die Tschechen sind eine lder besten KonMnationSmannschaften des Kontinents und die Diemva kann sich in dieser Hinsicht mit ihrem heutigen Gegner kaum vergleichen. Die Döblinger stach aber harte Kampfer, so daß es leicht möglich -ist. daß ihre Kraft über die Technik der Prager die Oberhand behalt. Die Hakoah bÄtreAet die bsuUiaen Meisterschaftsspiele ben Wiener SportMub mit folgenden Malmschysten: tch'erve: Beer; Ctzuczka, Vagelfängn; KvMs, ■ Herlingev, Glatter; Hans Weiß, Wortmann 1, Lewttus, Worbmann 2, Pollatschek. Ersatz: Mohleki, Posianer. --7- Enste. Manuschast: . Duldig; Schouisr, Grünfeld; Fvved. GuttMMN, PoM; Katz^ SchWaH- GvMwBd, HäuZAv, NsUM. Epsätz': H?ß. SAntliche' SpiMr^habÄ: sich-rechtzeWig äuf.dem - Heute findet um hach 6 : 32$* xA-endS auf dem Mdmiva*. Platz ein Wettspiel einer EomhinrertLst. Mannschaft der Hechen füdWen' Beveine -HaSmoma mnd Hägibor gegen ' Admkva komb. statt. Die. jüdische Mannschaft tritt in falgender Au> stellung an: Adler Wasruonea); Teichtal (Hagfbor), I. Weiß iHasmonea); Schtrokk sHaSmonea), Wolffohn 2 Hasmonea), vorder Ga^ibor); Wesselmann, Rabinowsttz thvide Hagibor), Kestler (Hasmonea), Roth sHagibor) und Fromm (Hasmonea). Vorher spielt eine tomb. 1 b-Manschaft der beiden jüdischen Beweine gegen Admiva (Uebergaugsmannschaft) und Hagibor 2 gegen Mdmi-ra sjIungm.). Jiidischer Turn* und Sportverband Oesterreichs. Die Sitzung des Parier- und Kuliuvausschusses findet heute Donnerstag um 2 Uhr nachmittags im Klubhsim der i^lkoch statt. 'Mcht, Wi? iwtümlich angegeben, um halllb 10 Uhr vormittags.) Da eS sich uin die BowerMungen zur Tagung deS Makka!bi-Weltderbande8 handelt, werden die Herren ' ersucht-, bestimmt und pünktlich zu erscheinen Hakoah-Hungmanuschast.. Das für heute vormittags 10 Uhr angefetzte Meisterschaftsspiel gegen Feuerwehr findet nicht statt. Freitag den 20. d.. 7 Uhr abends,, findet die Bersammlung der Iungmanstschaft statt. Erscheinen unbedingte Pflicht. ° ‘ s Haloah (Zionistische Kommission). Heute Donnerstag um 2 Uhr nachmittags äußsstst wichtige WtzMg iw Klubhsim der Hakoch. Die Herren werden ersucht, bestimmt und püMlich. zu erscheiiuen. Hakoah sMttowitz) unterlag gegen S. C. Frhstadt 6:1 Makkabi (Mährisch-Ostrau) »besiegte in Laschen den dortigen MEkabi 2:1 (8Ä). MakkM (Agram) besiegte am vvvgangpnen Sonntag in Brod an der Save das Gtädbsdsam SÄ (1:0). Sportklub (Jungm.)—Adir 2:0 (2:0). Die technisch besse-ve Mannschaft unterlag dem körperlich stätzksven Gegner: Adir spielt anfangs gegen den Wind und mutzte w der ersten. Spielhälfte Kver Dorr in den. Kauf nehmen. Nach Seitenwechsel war Adir im ÄngM,- konnte aber: außev' zwei Stangenschüssen nichts evzimen. Ein Elfmeterstoß wuM von Mir Vevgsbeft. Hagibor—Eoncordia 8:1 (1:0). Rach dem - matten Spiele vom Vortage überraschte die jüdische Mannschafl diesmal auf daS angenchmste. Sie spielte ausMsichnet und mit großer Aufopferung. Die Stürmerreihe war wieder fchr durchschlaigs-- kräftig, nur hatte sie mit ihren Schüssen Pech. Di-e Deckung war der beste Mannschaftsteil. Die Bertmdigung entledigte, sich ihrer Aufgabe in sichevsr Weife. Hagibor: H>ira; Teichthal. Landau; Lorber, Edelstein. Lichtensteru; Men, Schmalberg. Harry, Max und Weil i. Hagibor ist die game Spieheit überlegen, ckber erst in der 30, Minutr kann Max einen Eckstoß schön einWpfen. Nach Halbzeit kommt Conoordia zum Ehrentreffer. In der 30. MinutL geht Sctzmalberg durch und erringt für feinen Verein albermass die Führung. Sechs Mlinütem später: stellt Max nach einem Alleingang das EndrHuM - her.. .-SchiÄSricht«r-Atz«L...Weiß.. Hagibor L-^ViennEungm. '2:0- Vorwärts 3—Hazmr-Makkabäa 2:1 (0:1). Dieses Meistersch-aftÄpiel war reich ast aufregep-den Szenen, Pie ftcts'von de«.'.. Spielern und Ordnern von Vorwärts 3 hervovgeruftn wurdemss' Der SporMub Borwärts 8, der, um dem Abstieg zu ■ entgehen; mit allen Mitteln trachtete, Ms dem' Spielsiegveich; herpörzugehem legte' sich ein« Gpvelwetfe zurecht; die mit Sportübnhaüpt stichts zu tun hat. M8 der Mische BerÄu,-der! stets ° neben cker Meierei Menu / SirssLendLkniinieu X, AK, 5, C, L bi??um Sportplutr -y-rr1—I1-- V’.: l Vr T, , i' ..... H e u t«, D 0 n n erst a g d e n 1 9. Juni 1924 . (Feiertag), halb 6 Uhr Meisterschaftsspiel Wr. Sportklub—Hakoah VORHER DIE RESERVEN Mischer Copyright her Bering, Berlin. Nachdruck verbyte«. 20. Fortsetzung. HMsloh md ZatzfZnstreich. Don Samt ^ronnemann. Mast springt hinzu und bringt chn in ben MWn sflur; denn - neuerdings hat die Verwaltung - dq8 Sterben arff der Straße verboten, UmfallendL find sofort in das, nächste Haus zu-tragen. Den Emw-ohnern ist es kein ungewohnter Anblick.- Eine Dame, bleibt stehen, dreht sich um sunh sucht ft'w Hrem.,HandtäjschHm,- nimmt ein Mick '.Zucker heraus, Mischern sie dem Transport in den Mur nachgeht. Ich habe mir sagen lassen, daß Mr solche Fälle chie^MN immer- Zucker M sich tragen, ahS das beste, und öilligste Hilfsmittel für Verhungerudei Auf , den Straßew ein immerwährender Lärm. Es fft mehr. Leben als auf dem'Potsdamer-Platz in Bevl-in. Es wird gehandelt, gehandelt, gehandelt. Dazwischm fahren rücksrchtÄös schnell feldgrgue Autos. Und 'da kommt eine Peerdigungetivas sehr Schauerliches — ist uuerPrt schnellem?Haufen^ hon Greisen geht, min läuft >bem. Oargev bochn, - Greise - in seltsamer Tracht, Ich war so betroffen, - daß ich nicht sagen kann, wie die Leute eigentlich geneidet waren., Aber ich hatte den Eistdvuck, ß handle sich um Tote, um Leute, die seit 'langem tot sind- und die sich einen neuen Gefährten ihreö'geheiMniHollen/ Lebens hjnunterhalen; Alle Mit -' seltsaDn, auwirklichen Wichterst ur^lftn. M erschrecke»gaMrichtisi, wie mich- Me |Ilje,Ä -,uM- ^k wie eine Phantasie;, ich habe nie etwqs sehnliches gesehen, irgend eine .geheimnisvolle, 'frommel Prüdevschast! - "J ' r Dattn wivde):, strahlend schöne Kirchen «A .Plätze, hnrch. Pest Schnee, rrsche.int. alles1 in ustglaubliche *.* Pracht Wmchft Bei der Sianislaus-KathsdrW,, im Schneetreiben, ist^ Mi 'ii ftckonzert.:.Mstn' promeniertHd flirtet,,der '°'^'ß'wang ist, Wie Plakate verküstdenaufg-e« r ’4' '. S.hnle geht mit im Korso, lustige Mische v; out kleidet, geführt von zwei mageren Lehrerinnen mit brennenden Augen und verbissenem Nr'ß* druck. Dann kommt der Korso aus dem Georgewski-Profpett, einer glanzend schönen. Straße. Hier ist kaum etwas von dem Elend zu spüren. Hauptsächlich deutsches PuMkum, Offiziere, Soldaten, - Helferinn-en und Schwestern. Prächtige Konditoreien, in denen - es damals noch alle guten Dinge gab, die man um jene Zeit in Deutschland schon entbchrä. Die Auslagen der Geschäfte And verlockend geMg mrd eS geht dort und in den Teestuben zwanglos und lustig zu. Ich streue michi mächtig mit dem HsWschen und dem Selbstgefühl der Berkäuferinmen, die, wie, es scheint, die fremden Käufer mit ewas überlegenem Spott behandeln. Wo ich den Versuch mache, Wisch zu reden, werde ich freudig begrüßt und bin ich zu Hause! Ich besuche die ,>Hilse durch Arbeit", eine Institution, die Hunderten von jungen Juden und Jüdinnen Avboitsmöglichst verschafft. Es gibt dort für alle m^lichen Hand- - werke und Arbbisstönhe Einrichtungen, auch eine ku-ufh*. gewerbliche Abteilung ist dort und erfteut sichder Kundschaft und des Besuches auch der Deutschen. Das Ganze ist im wesentlichen der Initiat-ive des Feldrabbiners Dr. Sallh Levy zu verdr-uren. ' Dr. Levy und der Ingemeur Klibanow hatten die FreundlichW, mich, Hans GMar und Heinrich Auerbach, die sich auf auf einer Wenftveife in Wilna 'befanden, in den WsrUtätten herumzuführen. Die ,^Hilfe durch Arbeit" beschäftigte darrtals etwa 400 Kinder, das heißt, sie hatte vierhundert Muschenleben gevetttt. Es M ein herrliches MMäl! Man greift beliebige Kdenkinder aus dem SchMutz, wäscht sie, gibt ihnen OM und es sisttz Künigs-,- ^nlder .van angeborener Grazie und ungeheurer -BeWstW - 'Die deutschen Lehrer nutz Werkmeister sind...außer sich vor Staunest; wozu ander«. Kinder Iahre bvastiM, Kuen dlest in WvGni Iches eiuzelm Mud scheint ein ^Wunderkind! - Ast M großen gswerblichev'Ausstellung, -die dtt Rutsche Verwaltung damals veranstaltete und in der nach Nationalitäten geordnet die Leistungen der verschiedenen Schulen und die Erzeugnisse der Volksindustrie vorgeführt >wstvden, hielten wir uns gerne auf. Die durch unsere WrkftWenbesuche uns nun schon bekamlt gewordenen Lehren Und Lehrerinnen nachmen uns mit großer Aufzeichnung j auf, was auch seine Schattenfsiten hatte. Da. faßen wir drei un dem hübschen Erftrschungsraum und genössest beim- Klange der Militärmufik allerhand gute Dinge urch amü-i , fierten uns, dem harmlosen Flirt zwischen den deutschen Offizieren und den Kdischey HMchen zusehend. Der Flirt war dort wirklich harmlos; diese Jüdinnen scheinen alle so febstsicher Und unbefangen,' daß sie sich Wohl zu schützen - Nm^en. Dg ließen sich am Nebentisch zwei Mädchen mit ‘ wundervoll glänzenden Augen nieder und die Micke, die bisweilen zu uns Hienüber wauderten, ließest ahnen, daß eine prinzipielle Abneigung gegen .eine Hnibarchelung drstbest. nicht bestand. Es läßt sich nicht' verschweigen, daß;. die Sachlichkeit unserer Gespräche unter dieser Nachbar- - schaff zu leiden begann. Einer von uns bemerkte zögernd, . daß eine rechte Kenntnis der Inttmität der Volkssprache ' sich nicht im Bureau, sondern nur im angeregten Gespräch nichtamtlicher Natur erringen lasse. Das. leuchtete den anderen ein und wir stellten eine wohltMude liebere instimmuyg fest, dahingehend, daß es eigentlich nichts mehr als unsere Pflicht sei, durch möglichst nahe FMungnahme mit Repräsentanten oder *tantinmn der GchMrung ihr eigentliches Wesen kennen zu wrnen und einen tieferen Einblick zu gewinnen. Wbst GoÄür schien sich der Wucht . unserer Argumente nicht entziehen zu können, er protestierte jedenfalls nurmit ungewollter PanHeit, als die ersten OWksleiM dost Tisch zu Tisch erfolgttn. Indiesem Wo- - .-ment spurten einige wit Abzeichen geschmeckte Herren des M8MM ttst's auf, um uns, die prwchwnttn Wte,?mft ' ekMest ehrwürdigen usth lstugbärttgen Personlkchrsiten''bekaystt zu machen, die uns über gewisse soziale md humam- '' tar« Einrichtungen Or vrttutteren -wüstschten und sich bei : «ns uivderlietzen. Wir waren pflichtschuldigst hocherfreut, ÄeL mit der WhAstgyaHme mit der VoWeele war es für diesmal nichts — immechm —, doch das gehört nicht -hierher! (Fortsetzung folgt.)

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