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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-18 · Heft 1888 (18.5.1924) · p. Seite 15

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1888 (18.5.1924)
Date
1924-05-18
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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'7, ' ' '“DOkI^M MM8S V^tt, GünMgj 18. Mal IM' Seite 18 Primasorten noch immer Interesse und sind solche Äs vollpretfta zu bewerten. Von -sonstigen Artikeln s'e: erwähnt, daß sich Kartoffeln, Zwiebeln und Rollaerste in den Preisen ermäßigt haben, dagegen ist die Kauflust fiir Malz eine andauernd günstige. Das Mchlaeschäft ist in allen S, Sorten andauernd freundlich und stehen vollste Preise in Geltung. Das. allmählichnormalen Umfang an, zumal die .eschäft nimmt , „_ Werten der Zweiten Hand hinter denen der Mühlen nur um weniges zurückstchen. ' ES notieren pro Kilogramm ab Wien inklusive der Warenumsatzsteuert Weißen inländischer 3400 bis 3600 K., jugoslawischer 3680 bis 3700 K., rumänischer 3450 bis 8600 K., MMtoba 4000 bis 4050, Roggen inländischer 3350 tzis 3335 K., ungarischer 8128 bis 3175 K., rumänischer 26OO bis' 3960 K., Gerste inländische 3350 bis 34^0 K., tschechoslowakische 3550 bi« 8850 K., 1.70 bis 1.80 tschech. K. ab March'egg, Futtergerste 3700 bis 2800 K., Mais jugoslawischer 2700 bis 2800 K., rumänischer 2876 bis 2775 K., Ctnquantin 3300 bis 3400 K., Hafer inländischer 2775 bis 2900 K., ungarischer 2600 bis. 2-00 Z, rumänischer 2675 bis 2800 K., Weizengrieß inländischer 6100. bis 6200 K., Weizenjnehl Nuller inländisches 6600 biS. 6900 K., ungarisches za 5500 bis 5600 K., g 5300 bis 6400 , K., amerikanisches Vollpatent 5900 bis 6200 K., Brotmehl inl. Is. 4000 bis 4100 K., Futtermehl Ha 2500 bis 2600 K., Ia 2800 bis 2900 K., Roggenmehl int. Ia 47ÜQ bis 4800 K., Weizenklete 2250 bis 2300 K., Noggrnkleie 2260 bis 2250 K, _ Baumwollmartt. Aew-BvrK. 18. Mai. Baumwovzufuhreu in den atlant. »nd Golfhäfen 13.000, im Innern 1000. Ausfuhr nach Großbritannien 1000, nach dem Kontinent 30.000. ' Lokalmarkt middling r 31.60 (letzt. Kurs 33.05). Tendenz r Willig. — Terminer April —.—, Mai 31.17, Juni Zull 28.90, August 27.16, September 26.86. Oktober 26.18, November —. D^ember 24.62, Jänner 24.25, Febrn ar März 24.25. Sie Devisenkurse. Zürich. 17. Mai. (Devisenkurse von 12.16 Uhr. - Von ber Schweizerische« Kreditanstalt mitgeteilte Mittelkurse.) Berlin pro Milliarde —(-.--). Holland 211.— (211.—), New-Aork 564.60 (564.60), London 24.63 (24.67), Paris 32.45 (83.46). Mailand 25.10 (25.13), Brüssel 37.45 (28.20), Kopenhagen 95.50 (96.-), Stockholm 149.60 (160.-), Christiania 78.50 (78.50), Madrid 78.25 (78.50), Buenos Aires 186.- (187.-), Prag 16.62'/, (16.60), Budapest 0.0067 (0.0065), Bukarest 2.76. (2.85), Belgrad 6.95 (6.95), Sofia 410 (4.10), Warschau -r.—)/ Wien 0.007950 (0.007962). DerUn, 17. Mai. (Devisenkurse.) (In Goldmark für 100 Einheiten mit Ausnahme von Buenos,New-Aork, London,Japan und Rio für 1 Einheit, Wien und Budapest für 100.000 Einheiten.) Amsterdam 167.60 (157.80), Belgien 20 46 (20.45), Christiania 58.65 (68.49), Kopenhagen 71.42 (71.62), StoKholm 111.97 (111.97), Italien 18.95 (18.95), London 18.355 (18.405), . Rew-Dork 4.19 (4.19), Paris 25.59 (25.05), Schweiz 74;41 (74.41), Spanien 58.45 (58.46), Men 5.98 (5.98), Prag 12.46.(12.46), Budapest 4.68 (4.68), Sofia 3.09 (3.09), Belgrad 5.205 (5.255). - Dvrttn, 17. Mai. (Notenkurse.) (In Goldmark für 100 Einheiten mit Ausnahme von Dollar und Pfund für 1 Einbeit, österreichische für 100.000 Einheiten und polnische fiir 100 Zloty.) — Noten: Dollar 4.19 (4.19), Pfund 18.35 (18.40), Italienische.. 18.95 (18.95); Oestetreichische 5.91 <5.811 Polnische 78-97^3.97)/Tschecho-slowakische 12.57 (12-62). Budapest» 17. Mai. (Kurse der Devisenzentrale.) — Amsterdam 32.600 bis 33.600, Bukarest 420.- bis 440.-, Kopenhagen 14.750 bis 15.160,Christianta 12.120 bis 12.470, London 380.500 bis '380.500/ Berlin bis —Italien 3870- bis 9990.-, Paris 5000.- bis 6160.-, Prag 2670.- bis 2640.-, Stockholm 23.050 bis 28.700, Zürich 15.480 bis 15.850, Wien 1.2275 bis 1.2695, Sofia 630.— bis 650.—, Agram 1070.— bis 1105.—, New-Äork 87.200 bis 89.600, Warschau —bis —, Brüssel 4250.— bis 4860.-. Warschau, 17. Mai. (Devisen.) Berlin —.—, London 2244 bis 2266, New-Aork 516 bis 521, Prag 1522 LiS 1537. Wien 728 bis 785. SteÜungskämpfe. 7'. Da das MeisteWOMel §£&.. A. F.-Wtmavk bereits gestern stattzfanid, geladen heute fünf MePerschaftssp^le zur Austragung. Wös-eutliche Ae-uIderuMn in der Tabelle werden diese Kamme nicht ibriwgm, tvotzdmt eÄv,arten wir von ihnen so manche Klärung. Mit zahlreiche» Ersatzleuten muß die Halkoah das heutige MePerlschafisis-piel, gegen Hercha in Favorite-n bestreiten. Duldig und Scheuer sind noch nicht hergestellt so «daß Müller , u-ck> GvünseW ^rangezogen wechen mußten. Nicht so leicht ist Gwttatann zu ersetzen. Die SeLtionsileitnng sah sich deZhaN gelungen, -NeusM in die Deckung zurückzuzi-ehen. Da nun Katz auch tat AngM fehlt, wird der Sturm mit zwei nicht vollwertig besetzten Wügoln fein Auslangen finden Müssen. Wie MMsicht, hat die Hakoah diesmal ätur etae PerleigenheitSmannschaift zur Stelle. Dabei sicht M sie diesmal ziemlich viel «ms dem Spiel. Sie besitzt rvürmich auite Aussichten, in Bälde Vis auf den dritten Platz, in der Tabelle vorzustoßen. Die HaLoah nimmt derzeit mit Mmzrg Punkten die sünjfte Stelle ein. Die beiden Bevsine Rcwdd und Svorcklob, die vor Hr vaugieren, haben 23 Punlkte, doch ist der jüdische Verein gegenüber den DornbacheM mit zwei Spielten und geigenÄber den Hüttekdorfern mit einem Treffen tat Rückstarüd. Wenn er also heute gewinnt und im neun Minuten dauernden NaÄpE -Mmira den Gljfmeterstotz verwandelt, daM H der SporMub überhoLI und der SPorMub Rapid, falls er nur einen PunLt, cchgibt, erreicht. Die Aussichten der Hcckoah, bis zur Spitzengruppe zu gelangen, schwinden aber sasort, .wenn ne heute Mtevliegt. Slie läuft sogar Gefahr, von Simmering WcrhM zu werdsn. Noch,bedeutungsvoller ist das Tressen für die Hertha, die um die Existenz in der ersten Klasse kämpfen wird. Die Favoritener befinden sich unter den dvvi 'Letzten, die zum Abstisg verurteilt find. Wenn es ihnen tun heute gelingt, beide Punlkte nach Hache zu bringen/ dann würde sich ihre Stellung doch einigermaßen hoffnungsvoller gestalten. Die Hakoah muß sich .nun-^gefaßt machen, es heute mit einem verzweifelt kämpfercken Gegner zu tun ztt bekommen. - Beim Vergleich der beiderseitigen Hmtermannlschasten kommt die Hertha entjschiÄdeu besser weg. Auch in-der Deckung gebührt den Favoritenern ein gewisser Vorzug, obwohl sie tat nicken Läufer Wopad, der' für den verletzten Krenn einfprttvgen muß, Äine verwundbare Stelle halben. Das Hintertreffen der Hertha kann als gut auslbcckanoieN bezeichnst werden,, da vor dem hervorragenden- Verteidiger Solil der schwächere Läufer spiellt, während der weniger tüchtige Verteiidiiger den aus-getzeichnsten Läufer WrsoleL zum^ Vordermann hat. Der Angriff der Hcckoah ist techmM und talktiisch weit über den der Hercha zu stellen. Im AngviUsspiÄ der beiden Vereine dürfte auch mehr als üine KlassendMerenz bestehen. Die Hertha besitzt aber in Kadada einen Stürmer, der es """ ausgezeichnet versteht, Tore zu erzielen. SBe““ Hakocchnern wcht gelingt, diesen-gefähM ' kaltzchtellen, dann wtad es für sie so MM adsetzen. Trotz der Ueberlegenhsit des ^Halkbi sehr ftaKich, db sich dieser ^durchsetzen wir!d . — . .. Dreiinnensptel allein wird es kaum gehen, da her gegnerische Mittelläufer Reitersr ein unermiüdlicher Zerstörer ist. Die beiden Mülgelstürmer Heß und Wortmann 2 werden ganze Arbeit verrichten müssen, damit nicht die Last des Angrilffsfpieles ausschlieMch aus dem. Jnnentrio ruiht. Die Hertha hat sich bisher als saiire Mannschaft erwiesen, so daß die Hatoahner 'keinen Grund zur Nervosität halben. Leicht wird ihnen aber der Sieg nicht zusallen. Sie werden hart kämpfen müssen, um in Favoriten keinen PunLteverlust zu erleiden. Im letzten Treffen behielt die. jüdische Moinnschafi mit 4:1 Toren die Oberhand. Schiedsrichter Ha>berllerthner. nn es den . Durchbrenner en VevlusMejffer ^Sturmes ist es 'nnen. Mit dem Linienrichter Edelmann und Duba. Vorher tragen die Re» serven . Gr Meisterschalftsspiel aus. Schiedsrichter DalupLa, Mne einzige Niederlage haben die.-Amateure im Laüfe. der FrWährsisaGon evMen, -wobei die Vienna ihr glücklicher B^wmger. war. Die Leistung der Ob'er-St. Beiter ikanu. erst dann so recht gewürdigt werden, wenn man in Betracht Mt, daß sie unter anderM geyen Sparta und gegen die italienische Olympiamannschaft gchnelt haben. Weniger erfolgreich waren bisb er ihre heutigen Gegner, die Simmevinger. Die' M-ißerfol-ge dick es Vereines reichen ctaer ans den Beginn der diesjährigen FrüUahMriellKSit zurück. MS auf den SchörcheÄSfchler, den die 0r4cklliedevlage geigen, den Spawdauer SpovMub in Berlin dcrrftellt, haben die SMlmevingsr in den letzten drei Monaten recht günstig abgeschlossen. Die Amatmre haben demgemäß keine Ursache, chren heutigen Gast zu unterschätzend Wenn sie auch diesmal ckls FavoMs in den Kamps gehen, so erscheint' ein Erfolg der Simlmerstalger doch nicht ausgeschlossen. Schiedsrichdsr Kaulich. Nach zwei empfindlichen Niedevlagen, die der Wiener SporMulb in den beiden letzten Spielen gegvli D. F. C. (Prag) uuld Wmiva erlitten hat, versuchen die Dornbacher heute aus dom gegmerischen Platz ihr Gliück gegen Rapid. Die Hütteldorfer. halben sich trotz der Schwächung ihrer Mannschaft bisher überralschend gut gejschlagen. Es verlautet nun, daß die Bechaüdluugen zwischen der Leitung des Vereimes und den ausgetretsnen Spielern, die schon selrt Wochen eifrig 'gepflogen werden,, bereits wert gediehen sind. Man erzählt sich sogar, daß Richter Wondräk und Schlosser, heute die Rechen oer Hütteildorfer verstärken werden. Wir sind nun der Ansicht, daß der SpovtÄM Rapid auch dann den Dornbächern einen -gleichwertigen Gegner abgeben wird, wenn d!ie Verstärlkungem ausibleiben. Wir erwarten einen scharfen Kampf mit knappem Ergebnis. Schiedsrichter PHaka. Ans dem Wege zum Merftevtrlel hat hie Vienna heute auf eigenem Platz ein schweres Hindernis zu nchuten. Ihr Gegner, der Sportklub Slovan^ hat in den letzten Spielen nicht sonderlich gefallen können. Die Erfahr,Mg lehrt aber, daß die Wiener Tschechen mit chver Aufgabe wachsen. Dte Vienna spielt unserer Meinung nach keinen besseren Fußball als der Sportlklulb Slovan, doch stellt sie die härtere Mannschaft ins Feld. Ob dieser Vorzug für den Sieg genügen wird, kann erst das Spiel selbst lchren. Schiedsrichter Präger. In unmittelbarer Nähe der MbftiegKzone befinden sich Admira und Wacker, die einander aus dem Platze >des erstgenartnien Vereimes bÄLmpsen werden. Beide Mannschaften haben in letzterer Zeit achpvechende Leistungen geboten, so daß ein unentschiedenes ErgMuis den Erwartungen am "ehesten enffpvechen würde. Schiedsrichter BvMn. - Epochale Erfindung! HEDYL m die Wunderseife! ----- Wirtet verblüffend 2 Macht den Waschtag zum Kinderspiel 1 Gibt bei vollster Schonung schneetveisse Wäsche f Spart Ihnen Zeit, Mühe und Geld! Verlangen Sie bei Ihrem Kaufmann JProspekt! HABE- WERK, SellBii- und Keneaiabrlk, UMEH, XI. Copyright by 1983 Nachdruck verboten» Deatsch-Oesterreichischer Verlag, Wien. . gg. Fortsetzung. . Die Heimattose«. Bon Wilma Vukelich. .;Md Fentzö sprach strahlend weiter. Er begrub die Gegenwart. Und warf ihr alle die Requisiten nach, die evffo über alles gehaßt hatte. Und ließ Ungarn neu erstehen. Gefestet in sich, stark in seinen alten Grenzen. Und Herr, weit über seine Grenzen hinaus. . So sprach der alte Volksapostel, der Weise fernes Landes. Der Ungarn seinerzeit eine Schweiz genannt, innerhalb deren Grenzen alle Völker wie Brüder leben müßten. Gleich und gleich, nebeneinander und süreinander. Und . sprach nnn von einem christlich-monarchischen Ungarn, das wie der Phönix aus der Asche aller jener Ideen erstehen müsse, die der Trommelwirbel und der Donner der Kanonen, der Kriegslanmel und die Siegesfreude , begruben. Da drängte sich Lajos, seiner nicht mehr mächtig, mit gehallten Fäusten, die Augen wie Fackeln in dem entflammten Gesichte, vor. Drängte wie ein Rasender von Reihe zu Reihe, und die Menschen, erhitzt, außer sich,, machten ihm Platz. Und dann stand er plötzlich an der Seite Fenyös und seine junge, schntetternde Stimme überdröhnte die Stimme des Greises, und sein Haar, sein rotes Haar leuchtete. Und während, er sprach, wagte keiner zu atmen; denn er sprach so, daß selbst Fenhö wortlos' auf sein Gesicht starrte. Wahnsinn zeichnete dieses Gesichts Und eine übermenschliche Kraft, die Leidenschaft öiner Ueberzeugung,.der keiner zu widersprechen wagte: „Die Gasse tobt! Hört ihr die Gasse toben? Krieg! schreit die' Gasse. Und auch ihr schreit: Krieg! Ich aber sage euch: Verbrechen! Krieg schreiet ihr und mordet euch selber. Krieg schreiet ihr und untergrabt eure Hauser. Und Wer eure Grenzen werden mordende Scharen ziehen und werden, in Schutt legen, was eure Väter gebaut. Durch. Jahrhunderte wurdet ihr selber geknechtet. Nun seid ihr frei. .Und nennt nun.Freiheit, andere zu knechten? Wollt W Bruder auAsPpelen gegen bejtt MrderZ Wollt ,W Verwandtes, zwingen, gegen Verwandtes zu wüten? Und werdet dann staunen, wenn die Verräter aus eurer Mitte ^wachsen werden. Und werdet Gericht halten, Galgen aufstellen, ein Heer von Angebern und DenunKianten erstehen lassen, die euch die Beute für Blutgericht und Henker liefern werden. Und werdet Vaterlandsliebe und Treue von dm Leuten mit Bajonett und Feuer erpressen wollen. Wozu aber wird euch dies dienen? Für einen inneren Feind werden zehn neue erstehen. Der Verrat wird sich in die Winkel eures Landes verkriechen. Er wird dem Feind die Wege weisen Wer die Pässe eurer Gebirge. Er wird die Dämme zerstören und euer schönes, fruchtbares Land mit einer Hochflut überschwemmen, die alles fortreißen wird. Die euch euren Reichtum nehmen und eure letzten Hilfsquellen verstopfen wird. Und wenn ihr das ganze Land mit einem Kmnz von Blutgerüsten umgebt, ihr werdet dennoch untergehen, wenn ihr an die Gewalt appelliert. Denn Gewalt um Gewalt! Aug' um Aug'! Zahn um Zahn! Wer sich auf das Schwert beruft, wird untevgchm durch das Schwert!" , ^Hochverräter! Schüfti" Kundert Fäuste griffen nach chm. " ' ' ' Fenyö aber erhob seine schwache Greisenhand, die zitterte und ohne jeden Halt war. Er. legte sie auf Lajos' Schulter und schützte ihn. „Nein," sagte er. ,Min! Nicht mit Gewalt. Alle Stimmen ha-ben ein Recht, gehört zu werden. Und dennoch . . . groß und heilig, ist unsere Sache und sie richtet, sich durch sich selbst. Und auch jene richtet sie, die, eine §me Vaterlandsloser, eingedvungen sind in unsere Reihen- und hier ein Asyl gefunden. Die wir aufnahmen au unseren Busen und sie wärmten. Und die uns dafür nichts ga-ben als 'ihre Jdven. Sehti" Und er ^wie^ mit einer großen Md, beherrschenden Geste aus Lajos, dessen Spcmurtg nachgelassm -und der sein totenblasses Gesicht vom sickernden Schweiß trocknete. ,Mhil Diese waren 087-die. uns ein halbes Ia>hrhundert - geWhrt'- haben. Bis hieher. Bis an die-Schweb einer -neuen Zefl,.- einer großen'Zeit, die weit über'ihr. Verständnis geht. Und nun wollen sie neuerdings bi*e Stimme erheben und Predigen Untergang,, wo W WK 'sWrge: WeWg!";r- . „Vernichtung predigst du, Verbrechen!" donnerte die Stintme.des Jungen. ,^Jch aber sage euch: Li-ehe! Ich sage euch: Schreit Nicht -nach dem.Kriege, schreit nach der Liebe! Laßt jeden beten m'eurem Lande, wie seine Väter gebetet. Laßt alle ihre- -Erntelieder singen, wie ihre Väter sie sangen. Laßt sie fliedlich ihren Boden bebauen. Und die Liebe zu diesem Boden wird sie stark machen, ihn auch zu verteidigen. Dies aber ist alles, was ihr verlangen sollt: Liebe zum Boden! Liebe zur Heimat. Frieden für' jeden, der nachbarlich haust. Und seinen Boden bebaut, seine Heintat liebt und seinen .Herd verteidigt wie ihr selbst!" Eine Sekunde lang standen sich der Alte und der' Junge Auge in Aug-e gegenüber. Ue-be-r das Ange!sicht Fenhös lies ein heftiges, krampfartiges Zittern. Dann fuhr Lajos fort. Und. seine Stimme Blang trostlos sind matt: ^,Jch werde umsonst geredet haben. Denn die Gaste -brüllt nach dem Krieg. Sie will ihr Schckuspiel haben. Und ihre Apojstsl weihen dieses Schauspiel, so daß es heilig wird wie eure Meßopfer. Und bleibt doch nur Blut, Rache und das Dachen der Kanonen. Totentanz. Und die Gasse will sich' erhitzen. Wm schreien, rauben, trinken, vernichten. Die Bestie ließet Hr los. Wer hemmt sie? Ich? Den keiner hört! Der ich nichts habe als meine Hände, und die. sind viel zu schwach, um euch aufzuha-lten, und meine Stimnte, die nichts kann als warnen, flehen, beschwören: Haltet ein! Mitet nicht gegen euer Fleisch! Wütet nicht gegen euer Land, das so reich ist, so schön, so gütig, wie Gott kein^zweites.schuf. Reißt es nicht selber in wertlose Fetzen, und wenn ihr wüten wollt, so wütet gegen jene, die am grünen Tisch sitzen' und euer Urteil sprechen: gegen jene, 'die'an eurem Leben schmarotzen und euren Tod in Goldwerte umfetzen wollen. Wütet gegen die Lieferanten -und Börsenjobber, gegen die Politischen Machthaber und ihre Faktoren. Gegen die Dunkelmänner der Kirche und - tet' Presse. Gegen alle die, deren Weizen aus eurem Mute - gedeiht. ZermaVmt sie . . , vernichtet sie . . . ehe es zu spät ist!" Und Lajos stand erschöpft - neben Fenhö, der .keines Mortes fähig war.' 789599

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