Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1885 (15.5.1924)
- Date
- 1924-05-15
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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ivos -r~(rii>! t, /“ Mener Morr-ettzettims. 15. Mm 1924 SeW W SMall. Die Amateure tit Luvlrß» (GiHvndevicht bet ,/Wiener Morgenzvttnng".) ■ Der Ullrvnnd^oittSmann de« Hakoah Bvmo Gpiv» DaS Iu-ventüS vor fand auf dw Sportanlage des -r 16.000 Zuschauer« statt. DaS M Sann al8 aut bMichnet werden, doch ist es etwas zu vMwn Mannschalsien traten m folgender > Mtsr; Pvpovich, Dandler; Konrad, Ienö ander, stellMM an: .. Amateure: Lohvmam; Äonvcch,. Geyer; Cnttt, Schaffer,. Wiest«. Italien: DePra; Roisetta, CÄlivgariS; GaUbievi, Burlcmido, Mberti; Ealvi, Balonotevi, Delta Balte, Magnotzz^ Moutr-Ä..— Das Schiedsvichtevamt versah Herr B'vimeÄ. Das Spiel beginnt mit Angriffen der Wiener. In der 7. Minute wird Schaffer ftistzgÄjpiiell, er lenkt das Leder aber Aber die Querlatte. In der 17. Minute schießt Schaffer scharf, doch wchvt der geguevische Tormann ausgezeichnet alb. Me,. Amateure sind auch weiterhin Überlegen. Um Mitte der Spielzeit - gestalten die Italiener daS Spiel chfene-r und Magnaztzi erziÄt in der 38. MiMte das erste Tor. Der Ball war an'die Stange geprallt und nahm von dort seinen Weg ins Netz. In der 44. Minute wird dm Amateuren von der Strafraumgrenze ein Freistoß zugesp rochen. Der von Kalman Konrad getretene Ball wird von Caligaris ins Tor gölenkt. HallbiAsrt 1:1. ZusmmnvNfassend Sann füstgestellt werden, daß vre Amateure vor der Pause mehr im Angriff waren. Nach Seitenwechsel sind die Italiener rascher in Schwung. Vorerst erzwingen sie in der 9. Minute einen Eckstoß und bald darauf muß Lchrmann einen Freistoß ctbwchren. Schaffer ist mit großem Eifer bei der Sache. Er bringt auch einen scharfen Schuß an, der aber von De Pra Schädlich «wacht wird. In im 26. Minute hat Schaffer -Pech, daß. ein wuchtig getretener Ball die Querlatte tckfft. Das Loden der fanatischen ZAschanermenge peitscht die ÄMenische Olympiamannschaft $sm , Endspurt auf. Die Amateure sind nun in die Bertsidigung gelängt. In der 35. .Minute wüd den Idalienem ein Freistoß von der Stmfrauiingrenne zugchp rochen. Lohrmann erwoiist sich aber als git dieses Faches. Die Wiener müssen nun schwere Anüber sich evgchen lassen. Gegen Ende des Spieles besich die Wiener und erzwingen in der 43. Minute einen 5, den Eutti verschießt. Damit ist das Spiel' zu Ende. Bei den, Amateuren zeichnete sich Lohrmann besonders aus. Auch Popovich war gut. DaMer wnnte erst nach Seitenwechsel gefallen. In der Deckung Liefen Ienö Konrad und Geyer zu einer respekktMen Form aus. HM spielte vor der. Pause schwach, nach SetteniwvrM war er besser. Im An- Ms sptelten Kalman Konvad-- und Schaffer ganz Msggzeichnet. Beide waren technisch glänzend. WiAer, der noch am Vormittag weigm einer Halsentzündung zu Bette lag und dann fiebernd Mtvetm mußte, war schwach. Stottt und Hierländer tatm chve Wicht. Schiedsrichter Bmneittt, der das im allgemeinen faire Spiel leitete, war nicht gut. Bor allem gestattete «r das Großen mtt den Händen, was die Jtoiviener dieSmÄ «M BorWe pvaikthievtM. Das Mmmsche Olympiabvanr war starker, als die Auswahlmannschaft, gegen die MoMbi 1:1 spielte. Ganz ausgezeichnet war die Verteidigung, in der Ecckigaris sich als der beste Mann erwies. Der Angriff der Italiener war vasch. MS bester Mann im Dordertreffen kann MagmW bezeichnet werben. Die Wiener stellten die technisch weitaus bessere Mannschaft. Die Stürmer forcierten aber zu stark daS Innen- ,, Die Italiener versuchten ihren.Gegnern durch ein rasendes, TempoMel beWommen, was ihnen aber nicht Die Ungarn Bei tat Pariser Olympiade. _ ^.Gestem abends sind Himer. Weiß, Kalos und Obitz vom MaSSäbi (Brünn) von Budapest zuruagekchrt. Diese vier Spieler haben sich vom MaM-i nicht abgemelde4, da sie nach der Olympiade wieder nach Brünn zurLckkehven werden. Für die Zeit ihrer Abwesenheit hat sich der jüdische Verein drei andere, weniger bekannte 'Budapester Spieler, die in wenigen Taigen in Brünn eintveffen werden, verschrieben. > DaS ungarische Vorbereitungskomitee hat folgende Spieler Mr Teilnahme an der Reise nach Paris bestimmt. Dar: Kropaüsek, Giri. Zsek; Berteidigor: Fogl 2, Fogl 8, MaM, Grosz 6Y. A. S.); Läufer: Doch. Gntttnann (Hakoah), Hajos, Obitz. Blum, Nadler; Stürmer: Braun. Molnar, Dakacs, Orth, Opäta. EiffeNhoffer,. Hirzer, Jenny, Weiß. Platflo kommt nicht nach Paris, weil er dom 1. F. C. (Barvelona) nicht freigegeben wurde. Mit Rücksicht aus die in Spanien herrschende Bestimmung, daß Ausländer erst dann an der Meisterschaft tetlnehmen können, wenn sie ■wn Jahr, im Lande ansässig sind, hat Plattlko bis jetzt nur wenig BetaiigungSmöglichleit gehabt. Der 1. F. (Barcelona) trägt nun gerade zur Zeit der Olympiade Spiele gegen englische Pro- MionaMus aus, weshaW er Ms Wattko nicht > verzichten will. In der letzten Borstandslsttzung des ungarischen Verbandes gab es erregte Auseinändepfetzungen, weil Kertesz >2 nach Paris nicht mitgenommen ^werden soll. Einige Wdner wiesen darauf hin. daß der M. T. K.-Ääufer mehr als fünfzig Länderlspiele bestritten hat. Wenn er auch jetzt außer Form ist. so muß es als Geiboi der DaMavkeit erachtet werden, daß Kertesz 2 zur Fahrt eingeladen wird. Schließlich wurde beschlossen, dem Vorbereitungskomitee den Vorschlag zu unterbreiten. Kertes^ 2 nach Paris mitzunehmen. Heute treten noch nicht alle für die Olympiade bestimmten Spieler die Reise an, da ein ungarisches Team am kommenden Sonntag in Budapest gegen den F. (£. Reval spielt. Diese Mannschaft weist folgende Zusammensetzung cru!f: Biri; Grosz, Dudas; Nadler. Hajos. Obih; Szenkey 2, TaEacs. Esontos, Hirzer, Weiß. Matz: Fabian, Szenkey 1, Singer, Rokken, Toth Mspefti), Winkler. SiAossh, Sidon. Die Ungarn stellen für das am kommenden Sonntag in Zürich stattimdende Länderspiel gegen die Schweiz folgende Mannschaft: Kvopacfek; Fogl 2. Mandl; Toth. Guttmann, Blum; .BrMN, Molnar, Orth, Eisenhoffer. Jenny. Ersatz: Fogl 3, Qpat-a. Gersthof—Slovan 2rl (2:6). Beiderseits wenig Eifer. SporNubMatz, 1200 Zuschauer, Schiedsrichter Braun3. Gersthof: Feher; Kmas, Wöffer; Krejci, Hoiffmann, Kreml; Schink 2, Schink 1, Le>ltyeb, TriM, KLeinpeter. Slovan: Hlousek; Blizenec, Potar 1; PopPÄ, Baar, Ptacek; Ml, Bulla, Listopad. HanÄ, - GrMer.; Die Niederlage der EvstMass'dgm. fft/ so Merraschend sieauch sein mag, nicht Unverdient. Wahrend-Gevsthoj, in der ersten. Svivlhälfte wenicstsns, mit. Mer bei der Sache war, spmien die Spieler Slovans sehr ber. Die Zw^iMssigen 'nützten diesen Vorteil aus. Hyupffächlich Wurden die Flügel- 'pieler geschickt. KLeinpeter stürmte rasch, arbeitete vercandnisvoll, gab den Ball rechtzeitig ab und seinem unvigew Sdach affenein Spiel erzielen die Gevstchojfer in tte* 26. Minute durch Schrnk 1 ein hübsches Tor. Zwei Minuten spater' ist es abermals yerseLbe Spieler der slkort. Beide Male bereitete Kleinpeter die Schliußchancen vor. ' In der zweiten Spielhälste tritt an Stelle Listopads im Angriff Ptacer, während dessen Posten Barbak einnimM. In der 24. Minute 'erzielen die Erstklassigen durch Bulla chvvn eimzitzen Treffer. Die Spielzeit betrug 2 mal ZV Minuten. Heute von haLb 7 bis halb 9 Uhr abends 'iimmtvaimna in beiden Hallen des Drawabades. Schwimmvurtse für Anfänger und Fortgeschrittene unter ävztlicher Aussicht. Der Brünner MaKavi spielt morgen Freitag aygen D. F. E. in Prag und am rammenden M>nntatz gegen Slavia in Präg. Der S. Li Hazair-MaKabüa, der noch $u Beginn der mit vier BerLustpnnkten ein a-ussichtsveicher 'Mrndidat war, ist nun durch zahlreiche Spieler« _ o a stark aus dem Rennen geraten. Die gesamte Deate^dilgüing, B>är, SeMer, Kolmann, der. Mittelläufer Rottis sowie das Fkügelpaar Tvrmyner, Rindler stehen , aus der MarodenListe und werden auch an den nächsten Spielen däS Vereins nicht tsilnehmen können. verle W9*T.ur.*nattlr Photo- M Kinoapparate sowie säutltohe Bädsrfsartikel Photohaus „WELLY“ 8 HEINRICH LOVER Wien, n. StotensternribBse 28 Auttarbeltunflen u. VerRroaserungen lurnen. Jüdischer Turn- und Sportverband Oesterreichs. Tu r nausschuß: Kommenden Samstag um 7 Uhr abends 'äußerst wichtige' Sitzung der TurnMZschußMltgl'iWer uM Tnrnwarte aller Vvveme im SaaLe des MaWabi, 9. B-ez.. Liechtenstsinstraße 2V. ' Aus den Vereinen. H a g: b o r. FußLallsektion: Heute ab 8 Uhr abends Lauiftraining (UMkletdöLokal Restaurant »-Butterfaß^. Samstag um halb 8 Uhr abends SpieLervschanmrlnng und Mannschaftsaufstellung, für die sonntägigen Wettspiele gegen G. Oe. C. Brunn am Gebirge mtt drei Mannschaften (2 Uhr, haW 4 Uhr und 5 Uhr nachmittags.) Bei der Aufstellung werden nur Anwesende berücksichtigst. — Ping-Pong- SÄtion: Neuaufnahme.und Uebungsabende täMch im Bereinshöim, Eche-R^tauraut ,/Butterfaß", 2. Bez., Praterhauptallee. Hazair-MaHabäa. Heute um 8 Uhr Klüb- Herr Tysfer wird gebeten, ebenfalls der Sitzung beitzüwohnen^ Saonsitag um, 8 Uhr Spielewers>ammlu>ng unld spiel auf. Bei Slovan irgend einen Spieler m loben Wt ungemein schwer. Am besten zog sich noch Hlouselk im Tore ans der Affäre. Beide Tore waren nicht zu halten. Die beiden Verteidiger kickste nach Noten, die Halbesreihe ließ das Zur vermissen und Mch in der Stiirmerreihe war keiner,' im guten Ginne gefiel. Mannschaftsaufftellunlsi für die sonntägigen .Spiele. HM 9 Uhr JMersdovfer-Platz Wettspiel der Iungmannschast Halb 2 Uhr und 8 Uhr -Elemra-Plätz spielen die Reserve- und erste Mannschaft (Meisterschaft) gegen Hechawer. - Hechawer. Heute Donnerstag um 8 Uhr VereinslleitungssitzUW im Cafe Lido, 3. Bsz., straße 20. I. A. C. Heute gemütliche UnteHalttmg und Tanz im Klubheim, Cafe Radio, 7. Betz., Zieglevgasse, Ecke Badhausgasse. Doung Je.wish Sportintz Club. DifchtennissMon: Heute Donnerstag um 7 Uhr im Klubheim Jn>erklMampif gegen NindoboM. Alle Damen und Herren halben recht-eitia zu evschrinen. — BoMtion: Jeden MontUlg und Freitag int Cafe Orient, 2. Beiz., Praterstvaße, ab 7 Uhr TMining: — Handball: Morgen Freitag ab. 6 Uhr abends auf dem Elektra-Platz Training fite Damen uttlb Herren. Leitung: Knöpfelmacher und 5duijan. Nächste Moche Vollversammlung fänttlicher SÄtivmn. V»v7»lrkl df 1S»8 Nachdruck verboten. Leutsch»vestrnelchllchet Verlag, Wien. 82. Fortsetzung. Die Heimatlosen. Bon Wilma vukeNch. Md Tihamer entdeckte plötzlich, daß er eßn besonderes Interesse für die Dätigkeit der Firma habe. Gr entwickelte eine Geschäftigkeit, die die Bewundemntz aller jener her- Vorvief, die ihn sahen nck> kannten. Arbei^Le sich ein, mit Umsicht, Beharrlichkeit und Leidenschaft, und arbeitete sich , mit solchem Erfolge ein, daß Papa Fehervcrvi bereits Mch den ersten acht Tagen verständnisvoll erklärte, Tihamer wäre,eiit Genre und fei der Firma, die sich auf Kriegsmaterialien und KriegAgewiMe spegialisievte, gautz und gar unentbehrlich. Kam^och daAU, daß Tihamer, der schöne, schneidige, elegante Dihämer, plötzlich die Entdeckung machte, daß er Plattfüße, ganz gemeine, regelrechte Plattfüße dhne jede poetische Umschreibung habe, und da doch schließlich so gut wie, jeder Regimentsarzt der l. u. I. Armee ein Herz hatte und Tihamer es verstand, den Weg zu diesem Herzen zu fmden/so wurde er für kviegSuntauglich esiklart, auf Dauer oder ohne Dauer, wie er es für günstiger hielt, wurde enthoben, weil er unentbehrlich war, und um in der ganzen patriotischen Angelegenheit auch nicht daS Tüpfelchen am i zu vevsämnen, bewarb sich Tihamer auch noch um KviegSlieiferungen; dem erstens hatte er' Verbindungen, zweitens sind KriegS-lieferanten von vorncherein enthoben, drittens , verdienen^ sie noch leichter und unter noch, angenehmeren, prickelnderen Aufregungen ihr Geld als der glücklichste RennstallDesitzer oder 'der erfolgreichste Spieler. - ' Und mn bewies Tihamer, wer er im Grunde seiner Seele war. Trotz der schicken Krawatte und des unglänbüchttt WestenschnitteZ. Trotz der feudalen Gowohnheiten und de'S. dämonischen Zuges um die -Lippen. Und trotzdem er sein Leiben lang nichts getan hatte, nur Glück gehabt, was schließlich bei Tihamer felbstverstäMich war. Nun .hatte ch auf einmal (SMtte, HM Initiative, SMm mm Me et» WT to mfim nach Luft schnappt und nicht einmal den Glanz und die Schönheit feines Kleides ganz zur Geltung bringen kann, 'wenn er ins Wasser kommt, wieder er selbst wird, leuchtend und schillerrck, stink und geschickt, so war Tihamer in seinem Element, wenn er, als selbständiger, leitender Geists über ein Heer von Agenten seine Dispositionen traf. Großzügig, kühn, unbeirrbar —- der geborene Spekulant. Wut verleugnet sich nicht. Neigungen können verschüttet sein, sie kö-nnm schlafen, aber wer ein Spieler ist, den wird daS Spiel noch unter dem Galgen interessieren. Und Tihamer hclisardierte im Angesicht des Todes anderer mit der Sicherheit des geborenen Genies. Schon in den ersten acht Dagen nach der KvregseMrung hatte er ein Vermögen in der Lasche, das sich vor dem Fehervarischen gar wicht so schr zu genieren brauchte, und' hatte die AuÄsichten auf mehr und im-lner mehr, Es war ihm einerlei, was. er lieferte. Es handelte sich um das Spiel, um das Wagnis, wobei der Einsatz groß >war, .der Gewinn aber noch tausendmal größer. . ' Und in Tihamers Kopfe wuchsen Sie Zahlen, Visionen wälzten sich in seinem Hirn. Uud der Kevn deS Ganzen waren die Brote, die er den hungernden Soldaten lieferte, und die sich wie Klötze aus Lehm und Kleister in die lobenden Mägen legten. Und auch daS Schuhwerik aus Pappe, das Mch dem ersten Marfch in Fetzen von dm Wunden Füßen hing. Und während Tihamer schier UsteMMch schien, nachdem er das erste Mal Blut geleckt hatte, 'war Muci unermüdlich im ftaulichen LrelbeSweÄ, daS jene Wunden wieder, -gütig hellt, die . der unerbitMche Krieg geschlagen, , dieser 'böse Krieg, der den einen vernichtet, indes er dam arrdevn die Millionen in den Schoß schüttet und die netten kleinen Sächelchen, die alle aus den Millionen kommen: Schmuck . und Pelzwsvk und all die niedlichen BibelotS, die Muci liebte. Und. das mußte sie sagen: - seitdem sich Tihamer mit dem Kriege befaßte, war er Um Viele's genießbarer und Liebenswürdiger. Aufmerksam, bereit, Musche . über erfüllen Ind Mel stmd, daß ^ch ße er» Kpisg daß sie nun selber ihr kleines Spital haben werde, draußen in der Auwinkel-Villa, ein Spital mit zwölf Betten, alles prima, alles pickfein, natürlich nur für OffiKrere —. Und Muri war ganz außer sich vor Freude umh Eifer, so entzückend richtete sie alles ein. Die netten Betten und das hübsche Wafchgeschirx mit dem Roten Zkreug und dem Fchsrvari-KraMchen Wappen darüber. Das hatte ame fabelhafte Mvkuug. Ein Fürst durfte ruhig dieses Service benützen. Und auch sonst. Das GmpfcmgZtzimmerchen. . . Kein, aber Mbergjleichlich vovnshm. Muci schleppte.Teppiche und Bilder herzu. Es sollte sehr, sehr anhÄmelnd werden. Ein kleines Nestchen. Und Muer würde Pflegen. Und ihre Augen leuchteten. Ihre Phantasie ging den Ereignissen voraus. Sie konnte eS nicht erwarten. Noch wurde nicht geschossen. Cs kamen noch keine Berwrmdeten an. Die Sensationen schwebten noch am Horizont der Göschchniffe. Und Muci meisterte ihre^Ungeduld, indem sie immer und immer neue Aeudermvgen an der gang entzückenden Pflegerinnentracht — Mucis eigener Erfindung — vorm hm, Md sie ließ sich photographieren und ließ das Keim Schatz- Wchen photographieren. Und die entzückenden Binder kamen in das ,/Interessante Blatt", Äs erste in diesem Genre. Und wenn Muci nun für diese Leistung nicht das ' Ehrenzeichen vom Roten Kreuz erster Klaffe beka>m, dann gab eS keine Gerechtigkeit auf der Welt. Aber sie beikam es ganz sicher. Der Baron Ixi, der Adjutant von Kövöffh, hat eS chr fa direkt versprochen und hat ihr -ugesagt, daß er ih r dtz ftschesten Offiziere schicken werde, und hat geschaut, als er daS gesagt hat. . .! Dieser eine Blick war schon den ganzen Krieg wert.. Und Muri war Überhaupt sehr guter Laune uud sirnd, daß die Wett voller Geigen hänge, auch wen» mau Heuer im Herbst nicht an die Riviera Quinte, weil diese garstigen Franzosen . . .1 Tut nichts. Man ^a>nn sich auch einmal em« Ärison lang zu Hause amüsieren. Weiß Gott, was nächstes Jahr sein wird! Dann sind wir ja sicher schon längst in Paris . . . uvd von Paris bis M die Riviera ist's doch mir ein Katzensprumg . . . jtzortsetzims folgt- .