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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-06 · Heft 1876 (6.5.1924) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1876 (6.5.1924)
Date
1924-05-06
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Sfe. baimche voll-stäM^ zurück. Die iAusnahmsfähigke't des MaMeS war ganz st daß sich, bis zum. Schluß', im allgemeinen KudSUlckgänge bis-zu 10 Prozent evFaben'. Der Schluß war itvMchm flau und der Bwkchr Krittg. < - ' (Alles in Lausenden vön Kronen.)? Schluß!« r f e t Büttsch-Ung. Bank 86.8. Ung. Kredit 628/ . Oesterr. Kredit 218, - Salgo Kohlen 686, Rimamuranyer 126, Südvahn 81.—, Staatsbahn 590.—. Anglobank —. Gran- SzaSzvarer 400, Oberung. Berg- Hütten 670.—, Drasche- 3380, Urikany Kohlen 1020, .. " Ung. ‘ .Seife» , Die Sttoifenftttfe. ‘ Zürich» 8; Mai. (Devisenkurse von 12.18 Uhr. — Bon der Schweizeäschen Kreditanstalt mitgeteilte Mittelkurse.) Berlin pro-Milliarde (-^.--. Holland 210.18 (210.35), New-Pors 564 :S7 (561.60), London 24.62 (24.62), Paris 36.25 (36.30), Mailand 25.20 (25.20), Brüssel 30.— (80.28), Kopenhagen 24.75 (97.75), Stockholm 148.12 (148.25), Christlünia 77.60 (78.—), Madrid 77.90 (77.60), Buenos Aires 164.- (185.-), Mag 16.47»/, (16.50), Budapest 0.0070 (0.0067), Bukarest 2.87»/, (2.87), Belgrad. 6.97»/, (7.02»/,), Sofia 4.10 (4.12), Warschau (—.^), Wien. 0.007912 (0.007912). . Berlin, 6. Mai. (Devisenkurse.) (In Goldmark für 100 EinheUen mihAuSnahme von Buenos,New-Dork, London,Japan und Rio für 1 Einheit, Wien und Budapest für 100.000 Einheiten^- Amsterdam 157.60 (157.60), Belgien 22.84 (22.84). Christiania 58.15 (68.15), Kopenhagen 71.22 (71.22), Stockholm 111.12 (111.12), Italien 18.85 (18.85), : London 18.456 (18.465), New-Dork 4.19 (4.19), Baris 27.28 (27.28), Schweiz- 74.81 (74.81), Spanien 58.36 (58.35), Wien 8.98 (5.98). Prag 12.46 (12.4Y), Budapest,4.88 (5.18), Sofia 3.09 (8.09), Belgrad 5.808 (5.28). ' : ü Der«». 5. Mai. (Notenkurse.) (In Goldmark für 100 Ein- Helten mit Ausnahme von Dollar, und,Pfund! für 1 Einbeit, österreichische für 100.000 Einheiten und. polnische für 100 Zlotv.) ' Notenr Dollar 4.19 . (L21). Pfund 18.45 (18.55), Italienische 19.35 (18.95), Oesterreichische 5.94 (6.12), Polnische 77.28 (4.66), Tschecho-slowakische 12.47 (12 83). L«-apeK» 8. Mai. (Kurse der Devisenzentrale.) — Amsterdam 31.850 bis 32.760, Bukarest 435.- bis 455.-,- Kopen- Hagen14.380bis 14.780,Christiania 11.770 bis 12.120. London 373.400 bis 883.400, Berlin bis —Italien 3820- bis 3940.-, Paris 8490.- bis 5660.-. Prag 2495 - bis 2666.-, Stockholm 22.480biS23.100, Zütich 15.170bis 15.570, Wien 1.2010 bis 1.2330, Sofia' 320.-- bis 640.-, Agram 1065.— bis 1090.-. New-Aork 85.180 bis 87.450, Warschau -I- bis Brüssel 4550.- biS 4680.-. Prag» 8. Mai. (Devisenkurse. — Mitgeteitt vom Bankamte des . tschecho-flowakischen Finanzministeriums.) — BeM*)?.90 (8.02»/,), Zürich 605.50 (605.60), Paris 22125 (222.75), London 149.17»/, (149.30). NW-Pork ‘34105 (34.05), Belgrad 42.85 (43.12'/,). Bukarest 17.20 (17.62!/,), Wien 4.79 (4.83), Warschaus 3.40 (3.W, Agram —.7— (—.—), Bildapest 4.— (4.12»/,), Jugoslawische 42,85 (48.15), Oesterreichische gestempelte Krone 4.75 (4.80»/,), PoMchesi) 3.05. (-.-), Ungarische 3.65 (3.75).. *) Ppo BkMon, D pro MMon. Agram» 8. Mai. (Devisen.) Wien 0.1135 bis — Berli» —bis —.—, Budapest —.— bis —, Bukarest 42.—v KS —.—, Italien 881.70 bis London 353.28 bis —, New-Aork 80.37»/, bis Paris 815.— bis Prag 237.^ SiS "77-.-?., Sofia bis -.-, Schweiz 1435.- bis , BÄffel —bis —' Warschau —bis —, Amsterdam 8088 — bis —.—, Stockholm —bis . v Belgrad» 5. Mai. (Devisenkurse.) London 352.75 Kr . Paris 818.— bis , New-York 8042.50 bis - . Genf 1431.65 bis —, Saloniki bisMailand 360.60 bis —.—, Prag 286.62 bis —, Berlin bis Wie» 0.1181«/. ViS Bukarest 40.80 biS Sofia 60.— bis —, Budapest 0.1037»/, bis —. BMel — Kr, —, Amsterdam 3012.80 bis —, Warschau — biS f—. /; Warschau» 6. Mai. (Devisen.) Berlin —. London 2269 bis 2287, New-Dork 516 bis 820, Prag 1520 biS 1887, Wien 728 bis 734/ Hakoahs grvtzer Sieg in Prag. Ae Ansichten der Hatoah-öeltionrleiters Artur Baar. ^61* Sektionsleiter der Hakoah, machte einyn^' Unserer Mitastbester folgende Mitteilungen: Es. erfüllt uns mit besonderer Genugtuung, dar es Made die Hakoah war, die auf Präger Boden den Bann der UÄbffveMMit der tschechischen Spitzendereine gebrochen hat. Ich glaube mich Nicht zu täuschen^ wenn ich behaupte, daß kein Wiener Verein seilt 15 Jahren in Prag die Sladia oder die Sparta bezwungen hat. Meine Wcmwschwft hat sich, schon seit lMger Zeit daS ZieL gefetzt, in Prageinen Triumph zu erringen. Sie- -war schon -wiederholt nahe - daran/ doch' konnte sie durch -verschiedenes Mißgeschick ihre Absicht bisher nicht verwirklichen!. In -den- Spielen gegen Slavia ' erwiesen wiruns immer als zumindest gleichwertig. Im letzten Treffen, das' wir 4:2 in der tschechischen Hauptstadt verloren, Waren wir bestimmt nicht die schlechteren. .Damals entschied -der Schiedsrichter das Spiel. Am Sön-ntvig.ist uns endlich der Wurf gelungen und wir haben als erste Wiener Mannschaft die Sla-' via verdient bezwungen. Bor der-Abueffe nach Prag waren wir. inkeiner rosigen Stlimnmng., Aus Mitwirkimg von -Scheuer^ und Katz mußten wir von vovnihet-ein verzichten. Da aber auch poch andere Spieler auf der Marodenilifte standen, fuhren wir nicht einmal mit einer kompletten Mannschaft ab. Sonntag früh trafen dann Häusler, Gold Und Heß,' die mchr oder minder verhetztsind, in Prag ein. so daß wir doch eine 'halh-wM komplette'Mannschaft auf die Beine bringen konnten, r Unser Sieg war vollkommen verdient. Unsere Sturmer verstanden es viÄ besser, Schußchancen hevauszuardPten, unsere Mannschaftwar auch -schneller undk sowohl technisch, als auchtaktMbesser. Daß der Sieg nichthöher ausfiel, war meiner Meinung nach einer guten Portion Pech Muschvvtzben, da wir em-ige Malle die Torstangen bombardieren üudder .. stM-.'-WKDchtzet om-kmende Schiedsrichteruns -beim Stand 2:y..Men,Wfmeter!stoß, ,der unbedingt, .gegen d'« ..Davia,»M,- verhe^en-'-gM^sen.. wäre, nicht zuerkannte.' Trotz der UsberWenheit WärWwir bald um die Früchte un- )fever Arbeit gMnmen. Gn.ZMsder Pvesse behaupwie, daß die, Mavia einen 'besonders sWeWev^ .Daggchaibt - hätte. Dies ist aber.nicht richtig: '-Die MavU i-Pp,i-e!lte nicht besser und nicht fMtzchter als in'.den letztWÄ^mpfen. Meiner Meiming nach' dürste sie sogar stärker Mwesech'sein, da nach'länger Zeit, wieder .der hevvorvagende Vanik MitWirkt .hat. Das energMe und. aufopfernde Spiel meiner Mannschaft ließ aber die Dlavia nie ipn. Entwicklung konunen^Unsere Spieler behielten insbefvndere ^m MnzeWmpfen immer hie Oberhand. Vor dtzr Panse w-ar das TerWo nicht stark, nach Seitentyechfel hingagen " wurde hart uw -deUsSi-eg gekawW. Wavtä hattL in den letzten 15 Minuten die Dberhand, was-süinän' M-ten Grund' 'hatte. ^Ich erwähn-te die- 'Mts, daß wir beim'-Stanide 2:h um einen Mfmeterstoß kamen und auch, sonst vergjahey. unsere, Stürmev sogenannte totfichere ChäUcenl Die 'SlaMi ckäm überdies zmnlich'Merwartet zum.!'LMzigen .Tre.ffer. Eine!-Mener Z^ithng berichtete.-daß did Tfchechen - nach guier^WnIb'mMon ein Tor aMolen konnten, Zlnch nicht' r»chtig.-Bot unserem' Toriäm es zu emmt GMän^ wobÄ unsere BerteGiger den'Ball nicht wsgbrachteü. M di^em Getümmel leMe C^pek'dett 'Ball ins Mtz: Diese UmstäE'brächten eS mit fich, daß ich die vielleicht taktisch . falsche^ Anordnung traf, das RÄsMtat zu halten. Ich tat diesaber -aus dem Grunde, Werl Wrr in zahlwichen Spielen 'darletzten Zeit das Pech hatten, in der letzten Minute ein Tor aufgepM zu bekowmen. Besonderes Lob gebührt der Treue von Nmlfeld, Häusler und-Heß. Nreüfeld und Heß leiden an. Knie-! . Verletzungen und.Häuslerlag in der vergangenen Woche zwei Daae krank zu Bette. - Letzterer hätte übe^ das.Pech, auf der ReHe nach . Prag von einem heftigen Nasenbluten befallen zu werden, was ihn ebenfalls empfindlich, schwächt«. Trotz dieses Mißgeschickes gabenalle drei Spieler ihr Bestes. Ich will die einzebroeN Spmet Nicht einer' Ä-nMenden. KrttÄ unterzchen, doch sollen Ratschläge erteilt werden, wo sie am Platze eresterreichischer Berlag, Wien. Die Heimatlosen. Bon Wlma Nachdruck verboten. 87. Fortsetzung. Diese Uniierve-dung hatte dem korrekten HauKherrn ÜeMoch cvuif ein 'paar tveitere Stunden die Ruhe geraubt. . Diese Enthüllung! Er lvar fassungs-los. . Watz glauMch und tmglan'blich an der Geschichte war, ließ sich jetzt natürlich nach Lydias Tode nicht mehr erheben. War auch gänzlich beÜnglos. Dennoch . . . - Und er trat vor 'das Bild und sah es das erstemal mit den Augen 'des Sehenden an. Dieses namenlose Sehnen! Diese lächelnde Hingabe andas Leben! Zum Schmutze -war -daS nicht geschaffen. Ader auch nicht zum Kampfe. Es zerbrach an sich selber. -Und er entschloß sich um seiner Ruhe willen, das Bild zu entfernen.' Er gab es. seinem Schöpfer zurück, denn er fühlte, daß 'dieser/.schweigen würdet gleich'ihm. Gero aber enttzündete alle LatNPen seims Ateliers. Und weinte vor seinem Werk. Weinte vor- Reue und Scham. Denn' er wußte:-.auch er -^ttc fic ®u- ^ertj'tövext. Und er weinte unt sich und MM, W MtoNben «war, Dann Mrs -nahm er ein MMr-und zerschnitt die .LeiMvand. Keiner -! mehr sollte . die 'Osfenibarung ' hie,ses, Leibes genießen., - ' '. / 2 ■' Die asMsche Königstöchter war MöMn und Gevö weinte-. Dann aber löschte er die Lichter'seines Ateliers und malte weiter: kleine Grifet-ten. Und große Damen der Sehnsucht WisstN, )•’ DaM war nicht MsamMNgevry'Hen. ' Er klagte nicht- und ließ sich M keiner Weise gehen. Ja er sprach, fast gar nicht von dem Falle. -Wer Daniel nicht sehr genau kannte, hätte an'nehmtzn müssen^ daß er läützst .schon> M der ganzen AngelegeHeit fertig geworden seh . unh Htß.hke erschütternde Tatsache vom Lydias Tod nur die Oberfläche seiner Säele be>wegt hätte, iN ^der Tiefe aber sei alles ruhig ge-blieben wie votzhär. Denn sein stilles Gesicht blieb unverändert. Vielleicht etwas blässer, vielle.icht noch < um.einen Schatten stiller und in sich gekehrter. Mer das -siel. Niemandem besonders auf. Und auch an feiner gewohnten LebeMweife. änderte sich nichts. Er' war aufopfernd in seiner ärzUchen Tätigkeit-- wie bisher. ' Vielleicht sogar noch. aufopfernder, so daß auch seine Vorgesetzten sich öfters zum gütigen Schelten veranlaßt-fühlten: „Ein moderner Arzt kann und -darif sich Nicht anfreihen sin so gänz -Antz gar' nnvernünsti-ger Weise! Unser Zeittolnpö fordert strenge Oek-onomie. Wf allen Gebieten . . . ällso auch in -der HnttMität?^ -Mer Daniel lächelte nur, und. er verstand es, ganz eigentünrlich zu 'lächeln. Man wurde nicht .,klug daraus.' Seine Kmnken-' - freilich fanden dieses' Lächeln über jeden Sonnenschein -schon und ^heiter. Und schöpften Trost und Herzenswävme, daraus. Seine Vorgesetzten aber meinten,, das Lächeln sei. eine Maske, die,M vornehme, um sich alle' vom Leibe zu halten, die' 'GütmeineNden und Gutva-tenden. Seinen Freunden aberschien fÄn Lächeln, herzzerve-ißend , und Hanngh Wetntr, 'weynM Daniel so seltsam-'Scheln sah. Sonst aber->Ä>ie!b alles beim alten, urrd-Daniel war -eifrig besorgt, 'leine -der übernommenen Wichten zu versäumen. Et WH MMich zu ^BortvagsabeiÄen des Reuen Bundes, nur 'daß er niemals ^der'sprach, und! «chwohl er sich siehr'',' hemüM, bei der Sache zu bleiben, 'schweifte! ftU^Wge,>.Kotz' sichmÄe und iWrner , Wieder ab.' Irgendwo in die Leere , .hin 'n.«b,'^HK^'.sich,'W dvrt^ -Weitete sich, wurde seltsam groß und'-starr.' Spiegelte fein Entsetzen, eine Angst, eine Qual, — As sich Hannahs Mne, warme- Hand ,-auf Daniels Finger lögte^ sie umschloß mit. hinom warnien Druck,, ihn aufweckte, ihn zurückrief.' Er Mr -strich nur langsam Mövdie Stirne -hin.. Noch Msam lbestowmen, seltsanr und schüver.bemüht, sich. 'Kannüh .aber M leise zaghaft, chne daß er ihrer auch «uv achtete, die Hand zurück. Letzt«, sie still in ihren Schoß und sagte kein Wort. Nur in ihren AnW begann es unruhig zu flimmern. ^-i . - ' v' ,, ' , Auch . zu Alfted gdlg- Dnli-iel.. Mch.siMmr-'wohltte -jener in dem stillen Zinnmr, das, abseits, von dW brei-terr scheinen. Der kleine WovtinalM hat als linker FlügeilftüiMer' versagt..Er hat sich dies mm sehr zu Herzen genommen, -w«S- , -halb! ihn: einige Worte der Äufmunterung gewidmet 'werden, sollen. Wortmann-2 ist nach msdner Meinung sin sehr taten-, tierter SpiÄer doch ist er Kr den M-geMvmerPosten wegen seiner zu geringen Schnelligkeit nicht geeignet. Diesmal mußte - er im Inieress« der. Mannschaft auf einem ihm nicht bchagenden Posten Mitwirken. Seine schwäch-eve Leistung wich ihnr deshalb niemand ankreiden. Ms Verbtndungsstürmer sollte er in absehbarer Zeit voll und ganz feinen Mann stellen. Noch ein zweiter Spieler, und zwar Pollaik, verdient besonders hervorge-, hoben zu werden. An diesen überaus talentierten Allround-F-uß- - baller wird ein strengerer Maßstab angelegt. Am Sonntag bewährte er sich als Zerstörer zeitweise ganz ausgezeichnet. Sowohl vor der Paus« als auch nach Seitenwechsel speckte er'eine gewisse Zeit vollkommen' auf. Ihm war eben die Luft ausgegcmgen. Pollcck war noch vor kucher Zeit ein ernster Deamkandidat.. Wenn er zu den Besten unserer Stadt zahlen will, - dann muß er 'sich daM aufrasfen, energisch nnd zielbewußt zu - trainieckn. Unser neuer Tormann Müller dürfte ein Gewinn Kr die- Wdannschaft sein. Er bewies in den kritischen letzten Minuten stoische Riche und. viel Initiative. Klrapp vor Schluß ergab sich eKe recht komische Situia-tion. Müller fing den Ball und wurde im gwrchen Moment von einem tschechischen St-ür-. mer wenig zartfWend angegangen. Der Zusammenstoß , hatte zur- Folge, daß Müller , die Kappe vom Kopfe flog, die vom Winde aufgebanscht ins Tor rollte. Ein tausendstimmiger Ju- -belschrei verkimdete Goal, doch wie erstaunt waren die Frohlocker, als Müller den Ball mit elegantem Stoß ins, Feld beförderte. Mit dem Schiedsrichter, Cejnar lvar ich sehr zufrieden." Er bereitete uns allen eine angenehme Ueberraschnng. Seine - -Autori>tät, die "er sich sowohl'beün PrM-ikum als auch bei den Sp'iEn'-'M'",herschÄffen' wußte, wirkte beruhigend. Mch seiM- Obfektivi-tät war über jeden Zweifel erhaben. Recht inteiessan-t. wäre es wohl, warum Herr Cejnar den früher beßprochen-en ' Elfmeterstöß gegen Gläv-ia nicht verhängt hat. Für die Unpar- -.'ilicWit des Schiedsrichters spricht nachstehende Entscheidung: Drei Minuten vor Spielende wurde ein Slaviä-Stürmer'knapp vor.dem- Strasvaum gefoult. Die Tschechen trugen den Ball zu dem Wfmeterpunkt, doch folgte Herr Eejnar dieser Aufforderung nicht. Er schaffte das Leder' wieder außerhalb des Sträsraumes Md ordnete einen Freistoß an. . . Die Slavia ist unschuldig daran, daß wir keinen internation-alen Schiedsrichter erh-Men. , Ich überzeugt« michdavon, daß nur Herr Läufer und Herr - Loos die Agenden der Fußballsektion führen. Als unser Bor- . ' schlag eintraf, waren diese beiden Herren mit ihrer, Mannschaft in-Deutschland. Bei ihrer Rückkehr war es schon zu spät, einen - iniernationalen Schiedsrichter anzufovdern. Uebevdies zog das tschechische Schiedsrichterkollegimn ihre seinerMtige Erlaubnis ' zurück, da es vom „Wiener§ioll!eginm die Nachricht erhaltest Habe/ daß! internationale Spiele in! Wien nur -Von.Wiener. Schiedsrichtern geleitet werden dürfen. ' . , ' - ' Die Slavia benahm sich uns gegenüber in jeder Bezichun-g ' mustergültig. Wir freuen uns, ihr am kommenden . Sonntag, ist Zilien- Revanche geben zu können. Ich hoffe, daß die. kommende. Begeignnng zwischen Slavia und Hakocch h-ervorrageNiderr Sport' ,bringen, wird, wobei ich dem Wunsche Ausdruck verleihe,-daß dst bessere Mannschaft den Sieg erringe. . - - Die österreichische Palästina-Woche. Am Sonntag begann die Palästina-Woche für Oesterreich. In der kurzen Spanne Aeit von acht Tagen sollen die österreichischen Juden ihre Kräftedem Aufbau Palästinas widmen. Die jüdischen. Turner uüd SpoMer haben daboi die Pflicht, in LÄbensstrome lag und das zur Feier stiller An-dachts- -sAn>dengeschaffen schien. An der dü-nke'lbraunen Tapete lagen hveite Sonnenflecke. -Leise - raschelte der Efeu, der -vom Fenster in dichten Streifen niedevhing. Alles schien lautlos,, ausgestovben, als ob die Stadt versunken wäre. Nur die Schritte hallten w-vder, die über das breite, steingepflafterte, eingeschlossene Ho-fviereck hinglitten. Das war alles. Und auch Affred war bei sich selber emgekchrt. Und sah die Welt ans einem verengten Gesichtswinkel au, in dem. sanften Helldunkel, das sein Zimmer auMte und dom sich sein Auge allmählich angepaßt hatte. Es. war die HaMichtbeleuchtung, in der jene die Welt sehen, die sie aus -dem Fenster eines stillen V-ovstadtzimmers betrachten. Jene, die freiwillig abseits stehen. -Langsam -waren die Unterrichtsstunden gekommen. Und boten ihm wertig. Verlangten nur immer neue Selbsiypfe-r. - Brachten Zwang und die strenge Notwendigkeit, sich zu beschranken. Und dennoch, er hätte auch das nicht missen -mhgen. Er fühlte: Menschen wie er gediehen unter dem Zwang. Und es blieben ihm viele Stunden zum Schaffen. -Seine Stimmnst-g wurde durch keine Zufällig- -Mwn unterbrochen. Niemals war der Strom der Musik voller und rauschender über ihn hinweggebraust, niemals hatte er 'sich'derrmtiger und seliger diesem Strom gebeugt., Es 4var alfo gut, wir es war. Alfred lebte. Und das Werk' gedieh. , Auch er war völligneugMdclos. Das tat Daniel vor allem wohl. Wfred ftagte nie. War selbst -kein großrr Sprecher. Sprach nur, wenn er Besonderes M sagen, wenn er zu geben hatte, wenn er' Bedenken zu lösen wüßte duvich ssin Sprechen. Oder wenn er sich -selber besreierr wollte. / Dannaber -sprach er gut u>nd fließend. Sprach mit großer AuAsuLrlichLe'ct, da's Thvrna gleichsam aus seinem $erif enAvickelnd, und rechnete auf keime Gegenrede. Sprach nur, mn selber klarer zu werden, um den Stoff gleichsam achnrunden, um -ihm >die Form zu geben, dies kam Daniel zu statten.- (Fortsetzung folgt.).

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