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Wiener Morgenzeitung · 1924-04-27 · Heft 1867 (27.4.1924) · p. Seite 14

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1867 (27.4.1924)
Date
1924-04-27
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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GeNel? Wreck, Gon'nlatz Wiener Morrgenzeitimtz. 27. Älpril 1924 Nr. IM — > --- > «mi * n 0 P t B [ R I ( h T Die Pariser Vandmode. Das Band, dies zarte Ding, dem Bild und Lyrik -schM in der Rokokozeit gehuldigt haben, hat sich ganz und gar in die Gunst der Pariser Modeschöpfer eingeschlichen. Als Hu taufputz dominiert es: Bandkokarden in jeder Art und Größe werden zur Zier der deinen, von der Mode begünstigten Cloche verwendet. Nachdem diese Hutform schon lange genug en Vogue war, konnte man annehmen, daß die Hutmodellhäuser zu einer anderen Garnierung greifen würden. Aber immer noch greift man zum Band, um daraus neue, kleine Werke für den Aufputz zu schaffen. Zwar sieht man auch Federnaufputz, doch keine selbstbewußte elegante Dame wird man auf der Straße ohne Bandgarnitur auf dem Hut autreffen, und selbst Nachmittags- und Abendhüte sind aus Band hergestellt oder damit garniert. Das Geheimnis der allgemeinen Beliebtheit des Bandes liegt in der Möglichkeit der Variation: gefranste, wellenförmige, schattierte, Brokatbänder in Unis oder in Faconees erscheinen jetzt in schmalen Breiten, um allmählich auch in größere überzugehen. Auch die breiten Bänder werden in großer Mannigfaltigkeit verwendet. Man bringt viereckige - Schleifen mit abstehenden Enden aus schwarzem, steifem Satinband. Kleine Hüte sind rückwärts mit vieltciligen, aus breitem Band hergestellten aufrechtstehenden Maschen geziert. Breite Grosgram-Bänder bilden Maschen, die über den Rand der verschiedensten Cloche-Formen herabhängen, aufgeschlagene Hutränder werden mit Sammetband überzogen, das um den Rand herum flache Knoten bilden kann. Die Vorliebe für das h ä n g e n d e Band besieht noch immer: es wirkt romantisch, jugendlich, und die losen Enden täuschen eine überaus graziöse Linie vok. Bei großer: Hüten wird das Band um den Kopf gelegt, vor: der Seite des Randes her abfallend, unter dem Kinn weitergeführt, um auf den entgegengesetzten Seite den Rand wieder zu erreichen. Auch in der Werkstätte der Damenschneiderinnen hat das Band seinen Platz gefunden. Man sieht — allerdings nicht serienweise — Kleider, die vollständig aus Band hergestellt oder mit Schleifen, eventuell auch Schleppen aus breitem Metallband geziert sind. Auf den meisten Abendtoiletten erscheinen Seidenblumen und Seidenbänder, die Über, den ganzen Rock geführten Volants zeigen schmale PERMANENTE AUSSTELLUNG Kunstgewerblicher Arbeiten aller Art Binsen / Handarbeiten / Hippes Feine Damenwäsche Handgemalte Kleider und Tücher Hausindustrie EXPORT Hanna Menzel & Cie» . Kunstgewerbe Wien, I. Burgpassage Herfn Smeiican faknt Lki(/ai!f c h .VJl;%c/jcolcldcr5lravsc 3. Bandliserierung — alles in allem, ein Triumph der Bandmode. R.Menezel. Das Mieder der Saison I—assawwm Kamm mit mit Das Mieder der Frühjahrs- und Sommersaison paßt sich der herrschenden Modelinie an, die Schlankheit der Rücken- und Hüftenvartie verlangt. Zur Erreichung dieses Modeideals wählt die mondäne Frau den französischen Gummischlüpfer mit feinem Batist kombiniert, der nicht nur durch seinen Schnitt die ersehnte Schlankheit erzielt, sondern im Tragen sozusagen eine selbsttätige Massage ausübt. Die stärkere Dame bevorzugt das vorne geschnürte Trikotmieder „I a s o n" ohne Rncänverschluß, wie die meisten neuen Modelle des Miedersalons Abele s u. Sohn, um das unschöne und die schlanke Linie störende Absteheu bei den modernen, anliegenden Toiletten zu vermeiden. Demselben Zwecke dienen die neuesten Busenhalter, die alle durch eine sinnreiche Befestigung am Gürtel bk ^igur strecken und die Schlankheit der Taille erhöhen. Abbildung nach einem Modell des Miedersalons Abeles u. Sohn, 1. Bez-, Rotenturmstraße 23. Capes-Wunder. Der zwanglose Charakter des Eapes schafft die Möglichkeit unzähliger Variationen. Bei jeder Gelegenheit vom einfachen Sportkleid bis zur luxuriösen Abendtoilette kann das Cape sich harmonisch einordnen und das Gesamtbild verschönern. Die schlanke Gestalt wird es knapp um die Hüften drapieren, die vollere den fließenden und pom- SPITZER & MARKUS : n. HOLLANDSTRASSE 1 ATELIER für feine englische vornehme Dam’ßnmocle Hprran(rarrlornltfl Kostüme, Abend- Herrenoarder e u gtrassen-Kleider vornehmsten Genres in feineier Anafttbrong . 'Täglich Vorführung der neue n Frühjahrs¬ N modelle MDDENPALÄIS'' vornehmer Kletder, Posen Fall einer Art Jmperatormnhanges bevorzugen. DÄ Schlüssel für die so große Beliebtheit des Capes liegt in' dei Möglichkeit der Persönlichen Note mit allen ihren Nuancen. Im Auto bewährt sich das an den langen Mantel angeschnittene Cape, beim anspruchslosen Kostüm wird eS mehr als hübscher Ausputz betrachtet, indem es die Schuld tern in Plissees oder Volants umspielt und so als aparter Hintergrund dient. Im Kurort, bei der Promenade, beim Konzert in den Kolonnaden behauptet das b untgestrickte und gehäkelte Cape seinen Platz. Hier ist ein Schwelgen in Farben und Material möglich: Mollfäden mit Kunstseide durchwivkt, feinmaschig oder fvansew artig gearbeitet, leichte, mit Stickereien überschüttete Stoffe neben dem ewigen Schwarz-Weiß, der moderne Werkstätten-Kunstgeschmack kommen zur Geltung. Bei dev Nachmittagskleidern wird das Cape ganz besorg ders als Komplettierung der Toilette begrüßt, indem es durch sein buntes Futter und den gerollten Schalkragen^ sehr zur Eleganz beiträgt. lieber vornehme Sommerkleider trägt man Capes mit abstehenden Kragen, die das Gesicht wie eine Rüsche umgeben. Das Abendcap^ ist ein Kapitel für sich, es greift nach Brokat und Damast nach Pelzen und Bändern, nichts ist ihm zu kostbar, sogar Hermelin und Nerz nrüfsen ihm dienen. r. w. Leder als Aufputz. Wenn auch die Linie der Frühjahrs«' und Svmmermode scststeht, so gibt es doch noch einen weiten. Spielraum für die Erfindung der sogenannten ,Memigkeilen", und die führenden Mod'llhäuser bringen Neuheiten in Stickereien, in Farben und Mustern für den Zierat der Kleider. Nun tauchen neiden den «leuchtenden und graziösen Stickereien, denen man auf den «Katsaks, den Mänteln, den Trotte ur- und AbenMeidern begegnet, Lederbesätze ans den Kleidern, Mänteln und Kostümen auf. DaS Leder, das in Rot, Braun, Sand- und Beigefarbe hergestellt wird, ist so^ weich und schmiegsam, daß es in der Art des zartesten Materials verwendet werden kann. Besonders apart undfür den Typ der jugendlichen Sportkostüme geeignet, sind Aufschläge, Kragen und Besätze aus Leder. Beliebt sind immer' noch die Westen, die zu den IackenMeidern an kühleren Tagen getragen werden; man 'wählt hierzu leuchtend oder matt gefärbtes Leder, .wahrend die Aermel aus weicher, schottischer^ oder einfach karrierter Seide gearbeitet werden. r. m. '' Nrleskaften des Modebericht. Sportsmann, Baden. 1. Mußte vorläufig Raummangel wegen unterbleiben. 2. Auch hier bann der Mode ihre Berechti- .gung nicht abgesprochen werden, zumal sie mit dem Studium der Natur und des menschlichen Körpers zusammenhängt und iw hygienischer Hinsicht dem Laien wertvolle Winke . gibt. 3. Nicht mehr en Vogue. Zum Sakkoanzug der elegante Brogue-Sehuh WPURGG.'d aatms. dem oeuuq€i\ vamoya, ..— > DAMENWESTEN Strickwaren, Wirkwaren u. Sportartilcel in grosser Auswahl CaIvah II. Glotkengasse A ■’i®ak Telephon 49-608 803 ( GMOMdßJETlIT)) V—v' rÜRsr_j) Elegante CDamenhüte Ir ~r»%* . * ,, * _ •* - /. Mahlcrsfrasse 13 gegründet 1884 I. ROTE NTURM STR. Erzeugen als Spezialität: Mieder, Gürtel und - Büstenhalter aui Gumml9 Trikot und feinsten frans. Stoff an

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