Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1864 (24.4.1924)
- Date
- 1924-04-24
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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"Ws -<Wf**r *«t WW' w^'' Ht.im Men, Donnerstag Witter Morsenzeituns. KreiS Oesterreicy des Markabr-Weltveobandes der jüdischen Turn- und Sportvereine. Montan den 86. d. um halb 8 Uhr abends findet im Hakocch-Klulbheim, 1. Bez., Wiestnoerstraße 11, die ordentliche Generalversammlung statt. Die Tagesordnung mnfatzi Berichte, ReorganisationSfraaen. Wahlen und Event u-elles. Jeder Kreisverein hat das Recht» für je 100 angefangene Mitalioder e'nm Vertreter zu entsenden. Di« Höchstzahl der Vertreter^ die ein Bevein entsenden kann, beträgt fünf. Di« Vereine haben die Delegierten und Ersatzmänner unter Angabe der genauen Adresse bis spätestens 24. d. dem Sekretariat bekanntzugeben. Jeder Delegierte kann alle Stimmen seines Vereins auf sich vereinigen. Beschlußfähig ist die Generalversammlung. wenn mindestens die Hälfte der Kreisvereine vertreten ist. Boi Beschlußunfähigkeit findet ein« Halde Stunde später «me unter allen Umständen beschlußfähige Generalversammlung statt. Anträge nn>d Wahllandidawren sind spätestens bis zum 24. d. im Sekretariat einzubringen. Fußball. ' Internationale Spiele. Die Vereine der großen Koalition scheuen keine Kosten, UM auswärtige Klubs nach Wien zu böM-lchten. Diese Hand. lungSweise unserer Cpitzenvereine kommt dem Sport in seder Beziehung Mgute. Vor allem wird unser. Publikum wiedcr an Freundschaftsspiel«, in denen es nicht um Punkte geht und wo der Giea nicht mit allen Mitteln angestrebt werden muß. ge^ wähnt. Im allgemeinen verlausen diese inttrnativnalen Tr es. fen auch immer fair, wobei der aebotem Sport sicherlich nicht hinter dem bei MeistevschastSkanipfen üblichen Mrückstcht Diose internationalen Spiele können Mo in jed:r Beziehung veredelnd wirken. Dies ist aber nur dann möglich, wenn alle meLgsbenberi Faktoren, und vor allem die Sportpresse, mitheMn. Wcnn man nun die Kritiken über die einzelnen internationalen Spiel« betrachtet, so erkennt man. daß gerade d'.e Kämpfe gegen ausländische Mannschaften eine weit strengere Beurteilung finden alS die lokalen Treffen. Mit einer gewissen Schadenfreude werden die Schwächen der Ausländer festge-. stellt» waS zur Folge hat, 'daß die internationalen Spiel« in absehbarer Zeit keim Interessenten mchr finden werden. Wir MMn nicht.'daß die Sporlpresie dies bearsich^igt. Ihre eigenartige BerichteAtattung bringt es aber dazu, daß nur Punktezaufereien im Publikum Widcchall finden wevden. . Wir erinnern uns noch an die Zelt, wo der alt« W. A. C. W weigerte» K-ei Spiele gsgen jaden Wiener Klub in eimr Saison auSzutragen. Er begründete diesen Entschluß damit, daß er den internationalen Sportverkehr ausgestalten wolle. Sein« Wener Konkurrenten fühlten sich zurÄckMetzt und boykottierten' den Pvaterklub, der dadurch gMungen war, ausschließlich internationale Spiel« zu bereiten. Dcr W. A. C. Losand -'damals in Höchstform und er MW alles, WasMihm in.'. Weg stellte. SeWverständl'ich konnte die Pratermannschaft tut europäische, Cpitzenv:reine nach Wien bringen. GS gab einige Sonntage, an denen sie mit einer schwachen Budapester Elf vorlivbnehmen mußte. Die Wiener Prcsse freute sich über die Erfolge der heimischen Mannschaft und eS fiel khr nicht ein, daS Können der Gäste abfällig zu kritisieren. Der Wiener. Sport hat nun Widder «inen Höhepunkt er« reicht und di« Wiener Spitzenklubs evweistn sich fast allen ausländischen Mamischaften übevlvM. Wir sind wohl der Ansicht, daßüvsere Vereine Ormlich "um BetMhung bitten müssen, daß Fußball spielen. Schön und durchgeistigt ist die Kampfesart nur bei den wenigsten Wiener Vereinen. Ihr Spiel ist aber zweckmäßig geworden, sie verstehen >u kämpfen und Tore zu er-, zielen, was fttzten Endes den Sieg embringt. Biidapest ist noch nicht auifder alten Höh-, Prag, ist zuvückgegangrn und in den übrigen Städten und Ländern Mitteleuropas hat der FußbaMort noch nicht die Höhe wie bei UNS erreicht. Unsere Mann« schafften sindm denmeisten InternatiMalen Trafen di« best ren, selbst wenn sie nur uuertschicden spielen oder gar unterliegen. Das Verhalten unserer Sportpreise -ist nun darnach angetan, daß unsere- Ver-?ineWrmlich um Verzeihuitg bitten müssen» daß Armada diese eS bereits fetzt nicht mehr wagen, daS Risiko, bA daS EWagemeni von . Ausländern bedeutet, auf sich zu nehmen. Wir, zMn schwache tntemationale Spiel« den sogenannten Msichlagern vor. - ' , Die nächste« Spiele. Die Erstklassigen tragen Sonntag ausnahmslos Cup« spiele aus, während die unterklassigen Vereine Meisterschaftskämpfe bestveiten. Cup. Samstag: Sportklub gegen Bewegungsspieler; Sonntag: Rudolfshügel gegen Amateure, Wacker gegen fr A. C., Hertha gegen Dorvmrts 1906, W. A. C. gegen Red Star, Admira gegen Slovan. — Mittwoch den 30. d.: Simmering gegen Crmeter. t Zweite Klasse Süd: Simmeringer Sp. Vg. gegen Germania, Möntzia gegen Reubau, Sportfreuiwe gegen Vorwärts 11» Cricketer gegen Bewegung 80. Zweite Klasse Nord: Görsthof gegen JÄ>lerSdorf. N. A. C. gegen Sturm 14, Donau gegen Meivlinger Sp. F., Donau« staot gegen Sturm 07. '? Dritte Klasse. West: Kadimah gegen Weiße Elf, Ober- St. Veit gegen St. Veit, Rormannia gegen Baumgarten, Eichest gegen Neptun. M. A. K. gegen Astoria, FünfhauS gegen Union 14. . - . Vierte Klasse Nord: Sparta 16 gegen Reulerchenfeld, Unität gegen Worta 80, Währing gegen.... Wr. Viktoria, Taubstummen gegen Alsergrund, Reichsbund gegen Dörnbach, I. A. C. gegen SieveriNger Fortuna. Vierte Klasse Südost: Cechie gegen Prater Sp. C., Hazair gegen Athens Josesstädter- Sp. fr gegen Republik, Hasmonea gvgsn Veritas. Aspangbahn gegen 'Elektra, Kandstraßer Vorwärts gegen Hechawer. Fünfte Klasse Ost: Carnuntum gegen Sverige, Jor» daniagegen Arkadia. Gchutzgruppe A: Mephisto gegen Vorwärts 17, Auto f gen Kagran, Eßlingen gegen Alexandria, Mbling gegen tandard, A. Sp. V. Gersthof gegen Eintracht .8, Herr« gegen Hakadur, Stadion , gegen Penzing. , Photo- und »»Ml» a&mtllohr »««»rt»»' tiktl Photohaus „KELLY“ HEINRICH LOSTER I Wien, II. Boteniterng&ftse 28 | Ausapbeltungenu.Vororüt8«rungen L4. April 1984 Sette 1L' I I ■■■ ■’■■■* *■ mV ■ mm mw »»■*■'' I ma * '■ Das Brünnev slundspiel. Brünn, 22. April. Dar Osterrundspiel, das der S. K. Jidenioe und die Mot wvöka Slavta Mmeinftlm wwanstalrrwn, brachte guten Sport. Als Gäste waren Si K. Koliu, welcher Verein in der Prager Meisterschaft gut placiert ist, und die Wiener Hertha erschietten.' Am Sonntag wurde auf dem Platze der Moravska Slavia, am zweiten Tage auf dem Z-idsn'ice-Platz gespielt. Der erste Tag brachte folgende Nesültat«: Zidenice-Kolin 4:1, Heriha—-Moravska Slavia 8:3. Am Ostermontag fand dann das mit Spannung erwartet« Zusammentreffen zwischen Hertha und ZÄeniee statt. Di« Wicuer ei füllten die in sie gesetzten Hoffnungen vollkommen und Ziden-ice mußte sich mit einem 8:3-Re« sultat zufrieden geben. Moravska Slavia unterlag gegen Kolin 1:2. Heriha spielte am ersten Tag ohne Sindelar^ der sich für.- das Spiel gegen Zidenice schonie. Hertha erfreut sich in Brünn großer Sympath:en. Das Auftreten der Hertha war auch diesmal einwandsrvi.' D've Wiener lieferten ein schönes Spiel. Gänz hervorraguld arbeitete die Verteidigung. Makkabi weilt seit einer Woche in Deutschland und heimst Sieg auf Sieg vin. Resultate: Leipzig 2:0, Berlin 4:1, Kiel 8:0 und Hamburg 3:0. R a d o. Krakauer S. C. Viela gegen S. C. Slovan. Das gestern in Krakau zwischen dem Krakauer Kl'Ub Viela und dem Wiener Klub Slovan ausgetragen« Fußballmatch endete 2:8. Meteor ,8 (Prag) unterlag gsgen Städteteam m - Brüssel 1:4. Hakoah (Preßburg) sp'M« gvgen Rapid (Pveßbuivg) 0:0 unentischieden. - Ruholsshügel besiegte am vergangenen Morttag P. T. E. (Preßlbuvg) 6:0). Schiedsrichter Braun leitet am kommenden Sonntag den in Berliü stcvttfindeniden Städteikampf Dlddapest gegen Berlin. Mäkkabaa (Preßburg) Mterlag gegen den 1. C. S. K, Bratislava 3:4 (8:0). Kadimah—Ostmark 1 b 8:1 (2:0). Kadimah. in der Ausstellung: Goldstein: Kolisch, Weiß; Kaplan, Linneberg, Rosenfeld; Tycho, Wolfensohn, Ratan, Sutfchur, Basch,, mit Ersatz für Herrmann und Lpitzer, antvetend, bewies auch in diesem Spiele die forffchreitende Formverbesserung der letzten Wochen. Kadimah zeigt sich in der ersten Hälfte, obwohl - gegen den starken.Wim spielend, ihren Gegnern in jeder BezishUW überlegen und vermag dieses Uebergewicht auch durch zwei Treffer, die Basch und Tycho zum Erzeuger hatten, zum ' Ausdruck zu bringen. Nach: der Paus« läßt der Spieleifer der - Kadimah, wegen der derben Spielweise der Ostmärker sichtlich nach, dadurch gelingt es Ostmark, in der 26. Minute Men .. Treffer aufzuholen. Das Treffen wird einige Minuten vor dem regulären Ende, wegen Unzulänglichkeit des Schiedsrichters. der einige krass« Roheitsakte der Brigittenauer ungeahndet läßt, abgebrochen. . , Küdimah-Reserve—Hagtbor 4:4 (2:3). Spannender und scharfer Kampf zweier glerchwertiger Gegner, der leider ' . manchmal zu scharf geführt wurde. Die Tore für Kadimah erzielten Carnwl, Fischer, Büller und DukeSz; für Hagibor Waren, Roth und der Halblinke erfol>greich. . Der A. S. Alessandria trägt folgende Spiele in Deutschland MS: 4. Maligen Sport, und Spi«l«rv:rMiftung Magdeburg; 7. Mai gegen Gut? Mwt8 (Dresden); 11. Mai gegen 'Viktoria (Hamburg); 14. Mai gegen Alemaunia. - (Berlin); 17. Mai gegen B S. V. (Berlin). Das olympische Fußballturnier in Paris. Beim offiziellen' Rennungsschluß stellte sich heraus, daß nun doch 19. Nationen am olympischen Fußballiurnier tviln.bmen werden, und zwar. handelt ES sich um Belgien. Bulgarien, Spanien. Aegypten,- Holland, Frankreich, Irland, Italien, Ungarn, Litauen, Pollen, Rumänien, Portugal. Schweden, Schweiz, Uruguay, Jugoslawien, Dschecho-Slowakei und Türkei. Das ursprünglich« I» «len Sitten 110 8f«.Iitctt WltN.UAOlE ACASSK *» Nr 7ß 3.f5A STOXFE SEIDE Cop7rlgth by ifita srachdnitt otrboitn. Di»tsch'Ö«|i«rrlchUchrr Bniag, Mm. IS. FortUdung. Die Heimatlosen. Bon Wilma Bukettch. > Die ReuTpesde trieh sie m Dvbor. Man erzählte so viel do« ihm, man lachte über chn. Aber es gab auch Leu.de» hie eine andachtsvolle Miene annahmen, wenn st« voin i-hm spmchen, di« ihn als ein« Art wunderlichen HeiillM vevchrten. DaS reizte Jvlan. ZerMcvl sie wußte, daß «r di« Frauen fürchtet«. Uno ihre Wddnken heschäfttgten sich vrit Dibov, lange ehe sie ihn ßefomtt hatte. Sie stellt« sich «vn«. Art exotischen Hampe>l.main>n unter chm vor mvt tzeisti» «gen OnaviMten. Einen BvjaHv, dessen verhaltene Glnt unter dom bunten NarrengÄvande hervopglomm, Md eS reizte sie, diest Glnt anznfachen. Und sein«. üroteSken Züge, sein linkisches Sich-Hemntasten, sevue Ben'chloffenlheit veHwachen ihr Cersatvonen, die sie UHer überhaupt nicht gskannt hatte. Denn schlWich, wer waren, die Kavaliere, foe Vavga Ir'lan an ihren Triumphwagen zu spannen ge« wchut 'war? Dicke, untzvschickte GutkAsitzer. die sich od'nen PaMiisitz leisten können. Rette HchavenilMtnanits mlt leeven Taschen und Köpfen. Fsurisie Strohwitwer, die chre rasch auMnMlu'de Glut ve^chämt und Witz'stillen,', um sich alNbal'd wieder Wttmen UnmvmiunM KUMvden. Und manchmal die nachläffitzen, aber gut ge» mitten HMigungen der Kollegen, denen es wett mehr wtt die Augslegenlheit selber als um die' Pevfm zu tun war. , - DaS war so zienckch Uo'Ian's ganzes Repertoire, das ihr namenRch in der Sti'Mmnng, dio7.sie' ä?m -.Wde' jeder . Sakson ertzr'vfs, äußerst didrstig erschien. War das alleS?^ War daS auch mr amüsant? Und Vevlohüte es sich übevhanpt, xm dieser willen sich zu. ereifern, um dieser Ku«. lisstnschieber und Statisten willen, die außdrstande 'waren, etne sechständitze Rolle zu kreieren und auch für Ialan mr ei>ne Rolle ü'britz -hatten, die ihr mit der Zoit überaus langwettig geworden. war? Denn. Folan wollte mchr, viel nvehr < wollte sie, Hatte 'doch dieses jklevm Mädchen, das v>or keiimm Laster zurückschvecht«, ebenfalls sein« schwachen Stundsn, in denen «S sich als Mensch empfinden wollte m e'mer anderen'Seele. Erhöht und angebetet 'werden wollte, von eiiwem, der sich nur vor HeMtztümem 'beugt und der selber rein war. ' Darum suchte sie Dibor. Sicher mchr darum, als weil DSbor reich war..und im Rufe eines Sonde-rllin'gs stand. Und der Rolle» di« sie sich selber, dalbet gewählt hatte, enGvach .die Art, wie sie chm gegienübertvat. In seiner BW'vothek. Je>n«m Ort, in dem sich Tilbvr am freiesten fühlte. Wo er am meisten er selber 'war. Und sie kam zu chm wie «ln gutes, . kle'MS Mädchen, ein. bißchen schüchtern und stark neugierig, und trug «in schlichtes Kleid mit dunW«r Pe'lzgavnievuug, «in einfaches blaues Hütchen und zurückgLstricheurS glattes Haar. Wie M Ke'vnes Schul-, madchen sah sie au-, ihre Stirne aber war leuchtend und frsi und trug ein königliches. Siegel. So schien «L Tihor 'wenigsten'S, als sein Auge zum, ersten Male an dieser' seltsam Weißen, leuchtenden Mädchenstirne haftvüö. Und auch hie blauen Augen leuchteten und strahlten .in schüchterner ReugiHvde b!S ' in den dümvlsten WinN des Raumes. Der vote klÄne Mund aber planiderte utmrmüd- -lich die. WmlMten, dwlligsten Dinge von der Welt, -die aus Tibors streng und schmerMch geWossene Lippen ebn Helles erlöstes Lachen zauiberton. Und nachdem die Mmhlgen Blick« bis in die geheimsten Winkel deS Zi>M- * mers gefchwe'ift Waren, blieben sie an Tibor haften. Nicht an seinen linkischen, hvlslcsen Glie-dern, sondern an seinen gütigen, beseelten Augen,? senkten sich tief in dielst Md tvareu ein Versprechen. Sangen Lieder der Verheißung, 'lockttn KuMn aus' der'verschlcsseffen Glut dieser Augen' ^Wd ^loderten feÄer aus.. AtUiS.' ÄW-fch nichts als diese bläuen Mädchenaugen, die mit einem Male alle sein« Träume lebendig machten und m 'denen stdes Feuer' snnke-lte, das Tibor je am Nachchimmel seines Lebens gesehen, und ihn wärmten, ihm leuchteten, wie er dies nie und nie für möglich ge-hü'lten hatte. >D«S wä«.!d«HrWmgvsAr'?Mor, uu>d iriemalS, memals wieder, pergaß «r dieistn Blick- ..Halb war eS also Neugierde und haM der Katzew. jammer. der nach erotischer Uebersättigung von selber folgt, jenes undefinierbare Gefühl, gemischt auS Wurstigkeit und Weltschmerz, das Varga Jrilan dc^u getrieben hatte, die:• Beküinntschaft deS Sonderlings zu machen, von der sie sich «im Summe neuer Senlfationen versprach. Da war ein« träge Masse, die in Bewegung gebracht werden mußte. Da war ein Stoff, der an sich selber krankte und der sich sthnte, erlöst zu wevden in de>m Rätsel: Weib. Dem Folan war so durch und' durch Weib, so ganz und gar nichts anderes, daß ihr Weibinstinkt geschärft war biKs zur Hellseherei mvd daß sie öS sofort bis in die Fingerspitzen Mrte, wie sprachlos und ergriffen Tibor vor dem Münder ihrer MeMchkeit dastand. Wie er seid« Linie ihrer vielvevspre'chettden Gestalt, jede Geste, jedes Wort trank Md sich nicht sattrinken konnte. Wie er sich berauschte an Mer bloßen Gegenwart und dennoch wortlos blieb, schm, chrewbietitz. Und Iolan zitterte vor Wonm' und Begier.' Denn sie, die die Liebe in je-der Form ge- "Nossen, außer in dieser einen, die ihr dieser liebe, blöde, goldige Junge nun bot, sie siehnte sich danach, ihrem Körper die letzte Geiste abzugewrwnen und ihrer Seele W letzte Knospe: die Jungfräulichkeit im Weibe, die nnverweMich ist. Di« -immer neu eMüht, wenn sie vom richtigen . Empfinden gesteigert wird. Wenn einer da ist, um au sie zu glauben. Und Jolau hatte Eile. Idee und Ausfüihrrmg waren ' eins bet ihr. An jenem Abend, da sie Tibors Bibliothek zum erstenmal betreten hatte, sagte sie dem Kranze ihrer Verehrer ade. Sichtete ihre Liebesbriest und verbräunte die , verfänglicheren. Ueborprüfte ihren Kleiderschrank, wählte das Schreiende, Divnenihäste, allzu Absichtlich« aus und -schenkte eS ihrer Kammerfrau. Ließ ihre pornographische Bildersammlung Mb di« zweifelhaften Bücher auf -den Brden tragen. BliO ein kleines Mädchen zurück, uttt märchenhaften blauen Augen und der Stirne einer zarten ^Sibylle, -da- Abend um Abend mit pochendem Herzen und. tveitgeöfsueten Armen, .aus ihren Ritter von der trau- . rigen Gestalt wartete. Fortsetzung foklgt^ 15