Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1823 (13.3.1924)
- Date
- 1924-03-13
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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( Wiener MörsenzerkunU Men, Donnerstag «eite « TTTJy. Fußball. Die große Koalition. Wü bereits berichtet, haben sich die fünf Vereine Rapid, Amateure, Vienna, Sportklil'b nnd Hakoah 51t einer Koalition -Zusammengeschlosteu, die einerseits bei der in absehbarer Zeit doch zu erwartenden Lösung der Professionalfraqe im Fußball« verbände entsprechenden Einfluß «rahmen will, andererseits wirtschaftliche Interessen der großen Vereine verfolgt, lieber biefe beiden Programmpunkte hinansgehend, wurde auch ein Spielerschutz geschaffen, nach welchem keiner der obgenannten Vereine während des Jahres 1924 berechtigt ist, einen Spieler eines koalierten Vereines aicfjnnehmen. Der Spielerschutz war -ursprünglich in erster Linie als Sympathickundgabung für den Sportklub Rapid gedacht, der damals gerade in der unangenehmen Situation >tvar, daß sich fast seine gesamte erste Mannschaft vom Verein abgemeldet hatte. Nun zeigte es sich aber bald, daß die Hüttaldorfer über diesen Spieleckchntz alles eher als erfreut waren, da sie einen Teil der Abtrünnigen zurückgewinnen konnten, die anderen aber dem der Koalition nicht Mbgehörenden W. A. F. beitraten. Rapid ist nun in der unangenehmen Situation, seinen Kader nicht nach Wunsch ergänzen zu können, was um so peinlicher ist, als einige Spieler von Koalitionsvereinen nach Hütteldors gravitieren. Kein Wunder, daß sich also Rapid in der Koalition nickt recht wohl suhlt und danach trachtet, die drückende Fessel aibzustreifen. Nicht ohne Einfluß auf die Stellungnahme des Schönecker-Bereines dürfte auch der neue Zwist mit den Amateuren sein, denen vorgeworfen wird, sie hätten in illoyaler Weise einen Beschluß des Spielausschusses provoziert, daß das vor Wocheufrist ausgefallene Meisterschaftsspiel Rapid gegen Amateure am 30. d. ausgetragen tverden müsse-. Im übrigen findet in der letzten Zeit wieder eine starke Annäherung Rapids an den „Vas" statt, was auch in einer gewissen Umgruppierung des Ausschusses zum Ausdruck kommt. Für heute abends hat die Koalition eine außerordentliche Sitzung einberufen, auf deren Tagesordnung die Abmeldung Rapids von der Koalition stehen soll. Sollte sich diese Nachricht bewahrheiten, so hätte die junge Vereinigung sicherlich eine Schwächung zu verzeichnen, die aber «inen um so festeren Zusammenschluß der übrigen vier Vereine zwr Folge hätte. _ Rutra. FutzbaLtnrnier m Brünn. Dev tschecho-slotvakische Fußballverband veranstaltet am 12. und 13. April in Brünn zugunsten des olympischen Fonds ein Turnier, an dem die Vereine Makkabi, Moravska Slavio, Zidenicc und Brunner. Spowklub teilnehmen. Internationale Wettspiele des F. A. C. Ter Floridsdorfer A. C. hat für die Frühsahrssaison folgende internationale Wettspiele abgeschlossen: 20. April in Ostrau gegen Moravska Ostrava. 21. April in Troppcm gegen den Deutschen -Sportverein. 10. Mai in Gra; gegen den Fußballklub Trurm oder in Königgrätz gegen Hradecz-Kralove. 8. und 0. Juni in Demesvar gegen den A. C. Krniczi. 11. Juni in Arad. Ende Juni in Spälato gegen den FußbaMub Haydjuk. Hakoah—Tlavia. Hakoah und Slavra treffen, wie bereits berichtet, in dieser Sastan zweimal zusammen. Die Termine wurden nunmehr endgültig festgelegt. Das erste Spiel findet «in Prag am 4. Nfaß-das-Aetoursprel am 19. Juni in Wien statt. Die große Redoute des I. A. C. fi-n-det heute Donnerstag in den Olympiasälen, 1. Bez., Rothgasse 5, statt. Restliche -Karten an der Abendkasse. Ein Ausweg. Um den drücke«rden Steuern zu entgehen, werden in Preßburg zahlreiche Wettspiele bei freiem Eintritt veranstaltet. Die Vereine beschränken sich darauf, bei den Zuschauern freiwillige Spenden einzuheben. Das Sonntagsprogramm. Das Programm des kommenden Sonntags wird immer kleiner, nachdem außer dem Treffen Vienna gegen Admira auch jenes zwischen Ostmark und Slovan auf den Samstag vorverlegt wurde. Man wird in der Annahme nicht fehl gehen, daß die Vereine die Konkurrenz des Spieles Hakoah gegen Amateure scheuen. Willi Holpern hat bereits das Balltraining ausgenommen, so daß zu hoffen ist, ihn bald wieder aktiv tätig zu scheu. Jäger der alte deutsche internationale Mittelstürmer, führt in dem am Sonntag statrfindenden Städtewettkampf Berlin gegen Hamburg wieder den Angriff der Hamburger. Der S. C. Hazair-Makkabiia trägt an: kommenden Sonntag um 10 llhr vormittags auf dem Cricketer-Matz das fällige Meisterschaftsspiel gegen Republik ans. Vorher spielen die beiderseitigen Reserven._ Fechten. Die internationale Seniorenkonkurrenz für Florett und Säbel findet morgen den 14. d. um 5 Uhr abends im Fechtfaale des Athletiksportklubs, 1. Bez., Hcgelgasse 3. statt. Zu dieser Konkurrenz, an der höchstwahrscheinlich die bei der großen Fechtveranstaltung des W. A. C. mitwirkenden, ausländischen Fechter teilnehmeu werden, entsendet die Fechtfektion der Hakoah ihre Sensoren Gottfried, Dr. Mcichlup ut'.d Lion. Nicht die Aussicht auf große Erfolge, sondern die Absicht, die seltene Gelegenheit eines Zusammentreffens mit hervorragenden internationalen Klingen auszunützen, sind für die Abgabe der Nennungen bestimmend. Sportklub Hakoah (Fechtsektion). Unser lieber Kollege Fug. Georg Farkas hat durch das Ableben seiner Mutter einen schmerzlichen Verlust erlitten. Der Sektionsausschust der Fechtsektion dringt seinem allseits beliebten Mitglied tiefstes Mitgefühl entgegen. _ LeichlMleM. Die Handballmeister scherst. Fn seiner letzten Borstandssitznng hat der Oe. L. V. die Ausschreibung der Herren-Handballincisterschast pro 1924 genehmigt. Wir entnehmen derselben nachstehende wichtige Punkte: Gespielt wird in zwei Klassen, nach Punktewcrinng mit Rückspiel. Zn der ersten Klasse sind die Vereine spielberechtigt, die im Jahre 1923 bereits an der Handba[f nie?ftcrschaft teiGenommen haben: die übrigen Vereine btlocn die zweite Klasse. Nach Ncnnnngsschluß werden die Vereine ansgelost, nnd zwar hat der erstgezogcnc Verein Platzwahl. Die Schiedsrichter stellt das Schiedsrichterkoklcgium bei; die bestellten Schiedsrichter sind bedingungslos anzucrkennen. Haben zwei Vereine zufällig gleiche Farben, so hat derjenige. der Platzwahl hat, seine Farben zu andern. Erscheint der Schiedsrichter bis 20 Minuten nach der bestimmten Zeit nicht, so haben sich die Vereine auf einen anderen Schiedsrichter zu einigen, wobei anwesenden Verbandsschiedsrichtern 2er Vorrang zu geben ist. Tie Platz besitzenden Vereine haben zweimal im Jahre ihren Platz den Vereinen, die keinen Platz haben, znr Austragung der Meisterschaftsspiele zur Verfügung zu stellen. Nennungsfchluß: 31. März 1024, 7 Uhr abends. Beginn der Meisterschaft 27. April, Schluß 26. Oktober. Für den Tieg ist die erreichte Punktean^ahl entscheidend, bei gleichen Punkten die Siege, bei gleichen Siegen das bessere Torverhältnis. Die Sieger der einzelnen Klassen erhalten Ehrenzeichen. s Photo* nnd Kinoapparate j sowie sRmtMohe Beflarfsn-tibel | Photohaass „NELLY“ S HEINRICH LOSTER \ Wien, II. Xtotensterngasse 28 Ausarbeitungen u. Vergrösserungen Copyrigth J9» by \ Nachdruck verboten. Deutsch-?e>!errcichischer Verlag, Wien. 4'S. Forgetzung. Die Heimatlöse«. Von Wilma Vukelich. Umium sollte dieses Wort ihn emportvage«:. Dorthin, wo Kornitzer war. Mw Macht war und die Möglichkeit, zu he raschen. Nicht nrit einem Male, natürlich. Sondern Stufe mm Stufe, Schritt arm Schritt. Und Lwjös wußte: er würde gehen, so 'weit es auf ihn aukam. Kernitzer schielte nicht mehr zur Seite. Er sah La-jos dirett mitten ins Gesicht. Ein rascher, vieisiigeuder Blick ... hin und her . . . sie hatten sich verständigt. „Da Sie die Fühlung mit der s-otziäldemokratischen Parteil-e-itu-ug haben, werden Sie selber wissen, was sich dort vorbereitet. Es herrscht jetzt Windstille vor dem Smrm, in offen Lagern fo-zuilagerr, alles wartet mit angeha'ltenem Atc«n, ob Wekerle das allgemeine Wahlrecht in einer den Sozialisten genehmen Form durchbringen wird. Wir aber, sehen Sie, wir wolleit diches Wahlrecht nicht, wollen auch die Wekerleschen Kompromisse nicht. Wir wollen unser altes gut-nragharisches Ungarn retten, mit stdem Mittel und um jeden Preis." La-jos riß trotz feiner gemachten Haltung die Augen auf. Gestern noch hatte das Blatt Kornitzers einen cmfssHenerregenden Leitartikel gebracht, der die Politik des Ministerpräsident bis in -ihre letzten Folge rungem verteidigte. Ter den Mtio-n-A'itäten schmeichelte und sich für ein Ungarn nach dem Muster der demokratischen Schweiz einisehw. Nnd rief jeden besser gestirnten Bürger zur entschlossenen l'Xsolgschcrft auf. Und heute? Kornitzer veüstand. „Wenn wir selbst e-ksvas m der Sache tu« Knuten, danrr brauchten wir ihre Dienste nicht. Aber mein Blatt ist gebunden." Er sprach ärgerlich, Lajos aber schmunzelte iiit sich hinein. Diese Bmduug kannte er. Das war die Riesenfubvention, die die stiwei'lige Regierumg -ahlte und die in Kvvmtzers Tasche fl-otz. Nun, Kornitzer verstand es jedenfalls, diese Bindung zeitweilig zu umgeben und Politik aus eigene Faust zu machen. „Hören Sie. Menu ich sage. Ihre Artikel -m der „Roten Fahne" gefallen mir, so entspricht dies iusoferne der Wahrheit, als sie mir äußerst suggestiv erscheinen. Ja, sie sind geradezu rührend naiv, und Pathos imponiert 'der Menge inrmer mehr als trockene sachliche Avgumente. Sie können also ruhig ihrer Manier bleiben, nrrr so viel «wollte ich gelsagt halben. Und dann schreiben Sie nur eine Re-ihe. von Artikeln, der erste erscheint schon am nächsten Sonntag in der „Roten Fahne". Sie bringen da einige Mißstände der Ganzschcn und Mansred-Weißschen Werke zur Sprache. Das ist doch Ihr Fall. Wie? Und ich liefeve Fhnen die feinsten Daten. Authentisch natürlich, damit sind wir jederzeit versehen. Das gehört zu unserem Rüstzeug. Sie haterr mchts zu tun, als daraus loszuwettern, sich entsprechend zu entrüsten. Verstehen Sie mich? Es -kommt ganz an.f Ihrer: Takt an, wie Sie die Sachen verarbeiten. Das gehört doch zum Abc -des Journalismus. Ltiaurels bestimmte Anhaltspunkte geben. Andere bloßstellen, ohne sich selber zu gefährden, packen und sieh selber niemals packen lassen . . . kurz und gut, sagen — und int Grunde doch nichts gssagt haben. Uebrigiens sind die gegebenen Daten eigentlich nur N-Mnsache. Anvegen sollen Sie mir die Leute. Die Bestien au'feinanderhetzein. Sie mit schönen Schlaglvorten an'süllen, brüllen und poltevn, bis alles schwitzt vor Begciister-nng. Denrr wissen Sie . . und rrun wurde Kornitzer vertraulich und schinnnzelte widevlich, „ . . . wir brauchen ein Paar tüchtige Streiks, wir nlüssen ein bißchen Lärm -und Ansse'hen ma'chen, um dann entrüstet nachweistiv zu können. . Bitte: da habt ihr das Volk. Braucht das Freiheiten? Die Peitsche braucht es und stramme Zügel. Saust wird es Kpfscheu und stürmt über GMen und Hindernisse. Und zertrampelt unser Korn. Und die Errungenschaften unserer Kultur gehen flöten. Und «wenn ein bißchen geschossen^ und gesäbelt wird, umso «besser! 2Xt8 Wahlrecht davf einfach nicht vors Parlament kommen. Unser Volk ist noch nicht «Äs für dieses Wahlrecht . . . und es ist einfach &£ tzatpio» Wan 1024 '__ Am Ende des Jahres steigen die zwei Letzten der ersten Klasse ab, die zwei Ersten der zweiten Klasse auf. Sollten fick für die zweite Klasse mehr als zehn Vereine melden, so wird diese dnrch das Los in zwei Teile geteilt, und steigen dann in diesem Falle die beiden Sieger auf. Kommt ein Wettspiel aus irgendeinem Grunde nicht zm Austragung, so haben sich die Vereine innerhalb von 14 Tagen aus einen neuen Termin zu einigen und dies dem M. N. O. A schriftlich bekanntzngeben. Nenngeld 50.000 K. für jede Mannschaft, Protestgebühi 50.000 K. an den M. N. O. A. Protchgebühr bei Protesten an den Vorstand 200.000 K. Nennungen sind zu richten an den Handballausschuß dee Oe. S. B., 9. Boz., Prechtlgasse 9. 2. Stock, und haben außen den Verncerk „Handballmeisterschafl" zu tragen. Tcilnahmsberechtiqt sind alle beim Oe. S. V. ordnungsgemäß gemeldeten Slthleten, soweit sie zur Meisterschaft mge lassen werden. Dieser letzte Passus wurde zur wirksameren Handhabung des Amateurparagraphen in die Meiftevschafts oestimmungen ausgenommen. Die Leichtathleten der Hakoah obliegen in der letzten Zei, einem überaus rationellen Saal- und Freilnfttraining. Es war« zu wünsche«:, daß sich unter dem neuen Trainer bald die Erfolg« einstellen mögen, die die Sektion dank ihrer guten administrativen Leitung längst verdient hätte. Schwimmen. England anerkennt Deutschland nicht. Bei der Jahresversannnlunq der englischen Amateur Swimming Association die Mitglied der F. I. S. A., der Jnternationaleir Schwimmföderatiön, ist, wurde über die eventuelle Anmeldung Deutschlands z««r F. I. S. A. gesprochen. Ein Antrag des Sekretäre Fern, der englische Delegierte . beim F. I. S. A.-Kongreß nröge ermächtigt werden, für die Aufnahme Deutschlands stimme««, wurde mit 25 gegen 22 Stimmerr abgeleh«^. Aus den Vereinen. H a k ä d u r. Heute um 7 Uhr Ping-Poug-Trainiug ««» Cafe Alsergrund, 9. Lez., Rotenlöwengasse 2. Jeden Dienstag «uw Tonilerstag Ping-Po««g. Gäste willkommen. Hakoah. Heute um 8 Uhr abends Sitzu«:g der zionistischen Kommission. Die Herren säintlicher Sektionen werde«: gebeten, bestimmt «md pünktlich zu erscheinen. . H a z a i r - M a k k a b ä a. Heute, präzise halb 8 Uhr. Kluvleitungssitzung im Klubhcim, Cafe Lovra«:a, 3. Bc^., Löwengasse 36. Die Herren Fiebl, Ing. Königstein, Dr. Händler, Körner, Dr. Morgenstern, Fein, Futterweit, Kanner, Feßler, Zelnik, Klan:n:er und Rubin mögen in Anbetracht der wichtigen Tagesordnung pünktlich erscheiiren. Am Sonntag ftndet in den nenrenovierten Klnülokalitäten eiu großer Gescllschaftsabend verbu«lden mit Llkademie und Tanz statt. Beginn präzise 8 Uhr. Einlaß nur für geladene und von diesen eingeführte Gäste. — Die nächste Sitzung der Fußballsektiousleitnug ftndet am Samstag um halb 7 Uhr statt. Um halb 8 Uhr Spielerveiftammlimg und Manuschastsaufstellung für die sonntägigen Spiele. H c chawe r. Gcfelligkeitssektion: Einlädun.gsreklamati0 - ncn, Logenbestetr«li:gen nstv. für di-e am Mittwoch den 2. April in den 'Olympiasälen stattfiirdende Frühlingsredoute bein: Komitee. 2. B.'z., Paffrachgasse 3, Tür 6. Kartenvorverkaufsslellen: 1. Bezirk: Cafe Arlon, Rothgasse 5; LöSvit, Rotenturn: straße; Buchhandlung Bauer, Wipplingerstraßc 12; Hakoah. Wiesingerstraße. 2. Bezirk: Aida, Tcckorstraße 5; ,Mener Morgenzelwug^. 3. Bezirk: Cafe Lido, Dampfschiffftraße 20; Cast Ilion, Löwengasse. 4. Bezirk: Dpo«echauS Fischer, Favo> ritenstraße 39. 7. Bszi«ök: Buchdruckevei A. Becks Erben, Kaistrstraße 81; Pelzhaus Bien, Mariahilstrstraße 116. 8. Bezirk: Kartenbureau, Jostfstädterstraße 81; Bennoheim. 9. Bezirk: Tanzinstitut Heller, Spitalgasse 21a. — Fußballstktion: Heute auf dem Union 21-Platz Training ab halb 2 Uhr. Freitag Spielerversammlung, Ausstellung Dv. im Lido. Samstag unr halb 4 Uhr FreundschaftAspiel oer Reserve gegen Union 21. Sonntag Meisterschaft gegen Cechie; beides auf unserem Platze. — Leichtachletistoktion: Alle Mitglieder, die hcne>r trainieren wollen, senden ihre Adresse an den Sektio«:s-schrift>führer Fred Beck, 7. Bez., Halbgaste 18, Tür 12. I. A. C. Heute Donnerstag findet unsere große Sportredonte in sämtlichen Sälen des Etäb'listen«ents 'Olynipiasäle (Lcopoldi-Wieseilthal) statt. Saalcröffnmrg 8 Uhr. Erstklassiges Ballorchester. Abendklcidung. tische Pflicht jedes 'besser gesinnten Mannes und Magyaren, gegen d'rests Wahlrecht Stellm:g zu nehiite«:." Num war er wieder Kornitzer, der große Kornitzer, der ■mit dem Brustton der Ueberze'UMng und mit der Gön>nermiene des überlegenen Geistes aus Lajos herabsah. Nichts mehr von der Vortvaulichleit. Eine strenge Falte zog sich quer über seine Stirne hin. Dann setzte er fort und sein« Stimme Dang kalt und herrisch: „Sic sind nicht naiv genug, gar glauben, wir hätten i«: Ihnen unsere einzige Karte ausgespielt. Mas wir in die Hand uehmvn. ist gemacht. Vevstckhen Sie? Und im Grunde sind Sie nichts als ein windiger Falktor in unserer Rechnung. Und es hängt gai^ von Ihnen ah, ob Sie wollen oder nicht wollen. Keiner zwingt Sie . . ." Lajos hob langsam den Kopf. Jede Pose war von ihm abgefallen. Mit einer fast 'brutalen Vertraulichkeit näherte er sich Kornitzer und fragte, nahe an seinem G?sichte, nrit 'höhnisch verzogener Lippe: „Und was -bieten Sie mir für diesen Handel? Denn che ich ruich entscheide, muß ich doch wissen, wie viel Ihnen meine M-ederivacht wert ist! Wie hoch Sie so!was Linzu-- .schätzen «beli-e-ben. Ohne Phrase, bitte!" ,/Herr!" Kornitzer schien wivKich entrüstet. Was n-ahn« sich der Kerl heraus? Wo hatte der mit ihm, Kornitzer, auf du und du getmnken? Lausiger Jndenbengel! Aber Vevlvendbar, fcgar sehr verwendbar war das Bürschchen. Und dann lachte Kornitzer fett und vasselnd und sprach: „Es 'handelt.sich um eine patviot-ische Tat, mein Lieber. Und nur unr dielst handelt es sich! Bevsteherc Sie :Nii ch mm? Ich beehre Sie einfach mit diesem Auftrag, unter de-::: Deckrnan'del der öffentlichen Moral. Sie ma-chen Enthüllungen, evwelisen sich als loyaler Bürger und Untertan -und dürfen Äußerst 'fto^ aus diese Rolle fein. Denn ::n Grunde sind Sie ein Grünschnäbel und haben keine Ahnung -von dam, was sich hinter den Kulissen abspiclt. Brauchen auch keine Ahnung davon zu haben. D.^-«: sind andere, -berufenere Leute da. Fortsetzung folgt.)