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Wiener Morgenzeitung · 1924-03-01 · Heft 1811 (1.3.1924) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1811 (1.3.1924)
Date
1924-03-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 1811 Wtm, GamSta- »letten Morgerr-eiturrz. i Die Meisterschaft. Für heute SamStag und morgen Sonntag sind sechs erstklassige Meisterschaftsspiele angesetzt, doch ist es heute noch nicht gewiß, ob sämtliche Tressen werden zur Austragung gelangen können. Die itu§ zugekommenen Mitteilungen besagen, daß der W. A. F. fctuc Anstalten trifft, seinen Platz in stzielsäyiaen Zustand zu bringen. Alle anderen 3>cvctuc hingegen bemühen sich, ihre Spielfelder zu säubern, nnd die Vienna teilt bereits mit, daß me auf der Hohen Warte stattfiudenden Spiele bestimmt zur Austragung gelangen werden. Es besteht also die Möglichkeit, daß das Tressen W. A F.—Hakoah das einzige sein wird, das unterbleiben muß. Ein guter Schiedsrichter ist erforderlich, wenn die Hakoah den W. A. F. bekäntpfen muß. Die kleine, aber um so unduldsamere Anhängerschaft der Hütteldorser hat eS gerade auf die Hakoah abgesehen. Die Hütteldorfer Partei' ganger verstehen es dabei recht gut, die Leidenschaften ihrer Spieler aufzupeitschen, was dann zur Folge hat, daß letztere sich nicht mit dem Ball, sondern mit dem Gegner beschäftigen. Da die Hakoahner nicht gewillt sind, wiverstanoslos den Prügelknaben abzugeben, so bringen die Begegnungen dieser beiden Vereine meist sehr häßliche Spiele. Es ist also lein Wunder, daß wir auch dem diesmaligen Treffen zwischen Hakoah nnd W. 3t. C. mit einiger Sorge entgegensehen. Dem wahren SportSmann sind nämlich rohe Spiele im Grunde seines Herzen verhaßt. Der W. A. F. ha. fetzt eine tüchtige Vereins' leitung und es ist zu hoffe», daß diese nicht die Ueberliefernug pflegen will, sondern beruhigend auf ibre Spieler und Anhänger einwirken wird. Wir sind überzeugt, daß auch die Hakoahner Disziplin bewahren und nie die Grenzen eines ritterlichen sportlichen Wettstreites überschreiten werden. Sollte das Spiel morgen auf dem W. A. F.-Platze stattsindm, dann bat die Hakoah die besten Aussichten, beide Punkte nach Hanse zu bringen. Der W. A. F., der in Ianicek, Wind, Kreuzer, Hrandstatter, Ionp. Klein nnd Schmidt ganz ausgezeichnete Spieler besitzt,' ist ans keinen Fall zu unterschätzen. Die Hakoah besitzt . nur dann die besseren SiegesMlssichten, wenn sie eine gleichmäßigere nnd abgerundetere Leiftirng biete: als am vergangenen Sonntag. Bereits heute Samstag tragen Bienna und Ostmark ans der Hohen Warte ihr Meisrer-- schaftsspiel aus. Die Döblinger sind wohl höher einznschähcn als ihre heutigen Gegner, doch haben auch sie am vergangenen Sonntag rricht viel gezeigt. Znnncrhin scheuten sie aber stark genug.zu sein, um die Brigittenauer sicher As halten. Tie Hintermannschaft der letzteren wird dem gegnerischen Angriff das Erzielen von Toren sichcrllich sehr schwer mache,,. Trotz aller BemÄhurcgeu dürfte sie aber ihr Heiligtum nicht gänzlich rein halteil können. Das Stnrmerquint-ett der Brigitienaner dürfte aber kaum stark genug sein, um die Berlusttreffer der eigenen Verteidigung wettzumachen. Als hoher Favorit gehen inorgen die Amateure in den Meisterschaftskampf gegen Rapid, der auf der Hohen Warle stattsinvet. Tic neue Hütieldomer Mannschaft hat am letzten Sonntag vor der Prüfe eine Talentprobe abgelegt. Nach Seitenwechsel waren aber die Leistungen minderwertig. Sellbst wenn der Sportklub Rapid morgen während des ganzen Spieles so gut ist als am vergangenen Sonntag vor Seitenwechsel, ka»u er den derzeit glänzenden Amateuren deil Sieg nicht stroitig machen. Auf dem Wege zum Meistertitel ivifj] der Wiener Sportklub morgen ans Wacker. Gegen diesen Verein, haben die Dornbacher immer Wner gekämpft, dach stehen ihre morgigen Siege saussichten besser denn je. Ter Sportklub Wacker, der nach vor kurzer Zeit eine der körperlich stärksten Mannschaften betsaß, hat derzeit einen technisch Men, über körperlich schwachen Angriff. Tiefe fünf Stürmer dürften kaum die FHiHkert besitzen, di« schwere gegnerische Verteidigung z>c durchbrechen. Für de» Angriff der ^Dorribacher hingegen dürfte doch der eine oder der andere Treffer absallen, womit auch der Sieg des Wiener Sportklubs gegeben erscheint. Zn Hanse will der Sportklub Slovan anscheinend sökutliche Spiele,^in denen er Platzwahl hat, anstragkn. Auch das morgige Treffen gegen Simmering tvird also ans dein Slovan-Platz vor sich gehen. Die Wiener Tschechen haben am vergangenen Sonntag nicht schlecht gespielt, aber auch die Siinineringer ließen sich erst itach härtester Gegenwehr voll der Hakoah schlagen. Beide Mannschaften dürsten einander gleichwert sein, so daß ein n» entschiedenes Resultat zn erwarten ist. Verlorenes Terrain tvird der Sportklub Hertha morgen in Floridsdorf im Spiel gegen Admira anshoten wollen. Die Admira benötigt aber selbst dringend Punkte, so daß die Favoriiener fauiu ihre Absicht werden verwirklichen können. Fn diesem Spiet 'allte der bessere Angriff di« Entscheidung herbeifübrcn, und diesen besitzt nnzweifelhaft die Admira. Iiüdischer Tpvrt in Lripzig. L e i p; i g, 2-7. Februar. Der Leipziger Bar Mach da ui»,int eilten schönen Aufschwung, den er m erster Linie dein Auftreten der Fußballer der Wiener Hakoah in Leipzig verdankt. Sämtliche hiesigen jüldischen Sportler sehnen den Augenblick herbei, an dem die Wiener Hakoah, unser aller Vorbild, wieder Leipzig besucht. Die Hakoahner können sich den Enthtlsiasmus. mn deni wir hier ihre Siege verfolgen, nicht vorstelleu. Untere Wiener jüdischen Brüder würden durch ihr Kommen das Selbstbetvlkßtfein sämtlicher Leipziger Fnden gaz.cz bedenkend stärke» >cnd den Anhäugerkreis des Bar Kochba wesentlich vergrößern. Mit Rücksicht -darauf, daß wir eine starke Schwinmisektion haben, würden wir insbesondere, die Schwimmer der Hakoah gerne als Gäste begrüßet,. Am vergangenen Sonntag hatten unsere Fußballer einen schöne» Erfolg zu verzeichnen. Sie besiegtem den Spitzen- Wenn Hakoahner heiraten kaufen sie ihre nur bei Anton SchSesinsar I.Wallnerftraße3 (nächst Kohlmarkt) wo sie bei Vorzugspreisen etn reichassortiertes Lager von einfachen sowie Luxus*Möbeln vorfinden oopyrigth 192? Vy NackchrirS «erBölcit *»'>utsch»Oest«'rrtich'schn' A erlog, Wien. ltZ. Forisetziing. Die Aeituatlosen. Bon Wilma Dukelich. Die H-Utjaren aber bemerkten chn gar nicht. Die lachten in einem fort, denn ihr großer fchlanter Wortführer sprach gut und geistreich. Danies dachte nach, wvher er Hn ikannte. Da fiel ihr« ein, daß er ein Maler war, ein bekannter FranenlieUiW, der vor kurzem au-8 Paris zurückglekonnnen! nnH von -dem nwu in allen GestlbschaiftSkreisen sprach. Und mich die Husaren erkannte er. So oft er in den letzten Wochen Lydia anr Donaukorso Mtvoffen — 'sie huschte jetzt 'immer mit einen: slüchtMn G»tß aN ihm vorbei —, war sie in dieser Gesellschaft gewesen. Und ihre Angeu hatten unit einein fanatischen Glanz am M-> tzesicht des großen Schlanken -g-ehau-gen. Daniel Kanute dielsen Glanz. Auch ihn hatten ihre Augeu einmal so an-- Msehen. . Hulb nun saß der -Ptalcr da, in einer lMren Pose, den Kopsin die schmale Hand »gestützt, Die AiUgen haG geschlossen, in „ehren» gcmz besonderen Ansdritck. H-Nd die Stimme war nchig, zu einem Ha'Mlaug abgedämpfk, 'der wie von ferne, aber haarscharf in Daniels Ohr tonte. Irgend etwas zog seine Aufmerksamkeit i-mmet lviedeir hinüber und seine Schaverimvt stieg. Erst drehte sich das Gespräch im allgemeinen um die Problematik der Weiber, die der Maler für eine PröbleMa-- iik 'de-s Körpers erklärte. Der Körper degeneriere, Modurcl) die Fran -gezwu-ugen iverde, sich eilte Seele beizulegen. Ms ge-istiger Faktor wirken zu. 'rvollen. Auf alle -Fälle eine böse Sache. Eitle coutradictiv in adjeetv. Denn das Weib sei Fleisch nnd Siegerin im Fleische. -Geistige Weiber? Gin Absurdrrml'! Ein GiMel! Könnt ihreuch das Weib als Trägerin einer Idee vorstellen?^ Nein! Denn das Weib wird die Idee zur Trägerin ihrer Gr-otiik machen. Buhlen wird es mit ihr nnd sie verkaufen um hvsißig- Silberlinge. Oder zn-r Kexe 'werden a-n ihr. Nnd -wenn es sich -schon opfert für die Idee, dann hat es eben ein sexuelles Berhätinis zn ihr. Sterben kann es ja. Das 'hat es bewiesen. A-ber auch sein Tod für die Idee ist eine Art Perversität. Es notzüchtigt sie . . . oder wird von ihr ge notzüchtigt'/' Daniel lehnte in seinem Sesstl. das Gesicht in den Händen halb vergraben . . . Hub mußte horchen, obwohl jedes Wort- Wunden in feine Brust riß. „Lydia, Lydike!" stöhnte es in ihm. „D!cin-e schöne, meine strahlende Geliebte!" And er sah sie in einer sonderbaren Vision-. Durch den Dimst der trübseligen Räume schritt sie gerade auf ihn zu- . . . Eine Ur'me, strahlende K-öuigin. Und er. griff sich an d-ir Stirne. War auch er trunken? Träumte er? Jedes Wort, ida8 ihw schm erstich traf, galt ihr. Sic tvar das Weib, d'e Buhlerin. Sie verschacherte ihn um dreißig Silberlinge . . . und lachte, lachte. Aber ihr Lachen war süß, und er spürte es'durch sein Blut rieseln-, bis dieses ganz leicht und selig ivmde von Lydias Lachen, ll-ud er spürte den Duft ihres Körpers durch den irirbeu Dunst der Atme-- sphöve wie eine kliugelirde Frühliugstrelle wehen. And ersah sie schreiten. Und ihr Schreiten ivar Musik. War aus-, gelöste Haruroui-e nud die letzte Erlösung' der schönen Linie in bfin anmutigen Fluß der Bean-gung. W-e geschah ihm nur? .Fa, ivar trunken. Sicher, war er es. Seiua Pulst jagten und jeder Siuu seines Körpers schrie sehnsuchtsvoll'. Lydia! Am -seine Augen b--cdm tranrig wie immer... Ddnn tc sah Tihamer vor sich, der die Meine auf seinem Schoße o'r gle, sah Tibor, der kv: Schlafe die s-orrbevoorstr-u Grimassen schMt, uud Lajos, der las letzte Stadirmr der Begeisterung erreicht hatte. Cr we-nft wortlos und schmerzlich Vor sich hin und sckstuckie hsti g. Der Maler aber fuhr -nach ruvzc-r Pause fort und auch feilte Augen blickten m den Nebel, als ob er dort ein bestimmtes Bstd sähe. Seine Neben verloren den r-chigen Z-ustmunenhang. Er flüsterte ausgeil gt. Nnd -mrr Ena die Begeisternug ihn fvririß, schrier ohne Bchin-nung. ... .. 1. März 1024 GeÄ» 11 verein der dritten Klasse, Mettin Wurzen, mit 4:1 (0:0)Toren Bis zur Paust konnte Bar-Kochba trotz FeldMerlegeicheii kinen Treffer erzielen. Aach Seitewoechsel erreichte der jüdische Berem aber drei säwne Treffer. Dann folgte Vas Ehrentor der Gegner. Schließlich war Bar-Kochba zum'vierten Mal-e erfolgreich. Unsere Torschützen waren Alerz (Li, Parnaß und Oberländer <0;Iftttetvv-ftoft». Wir traten in folgender Ausstellung an: Frucht; Bartfeld. Hoffmanu; Landau, Alexander, Hilfen« rat; Kauuer, Alex. Exelbrut, Parnaß, Oberländer. Am gleichen Tage trug die Schwimmsekiiou des Bar- Kochba einen Kliibkampf gegen den Cchwinuniverein Liepiun 0^ im Earolabad aus. Letzlkvrr Klub ist mach Posseidon om-d Stern der drittbeste von Leipzig. Bei diesem Fest führte der deuische Meister nnd Gölebnrg-Sieger Wwsel einige Schau« sprünge vor. Der Bar-Kochba, der ein ausgezeichnetes Jugendmaterial besitzt, gab skinem Gegner viel zu schaffen. Die Ne« silltate der einzelueii W.'Ubewcrbe waren: u-rössmingslagenstafsel, \ X -W Meter, für Herren: 1. Neptun C2 :32), 2. »flt-Äodibn (2:4M. Herren-Nückelischwinimeii, 100 Meier: 1. Ostler (Neptun. 1: 2. Siederski (Bar--Kochba, 1:37». Herren-Sti-eckLiitanchen! 1. BerlinSki « Bar-Kachba, 49 Metei in 42 Sek.1, 2. Brnchmann (Neptun, 44 Nieter in 38 Sek.). Herrtitsclnvimmen, 100 Meter, beliebig: 1. Estler (Neptun 1 :!>3». Bnchsl'ium, tBar-Kochba, 1:41,2». Herreu-Brusissastcl, 4 X 30 Meter: 1. Neptun (2: T»6) 2. Bar-.llochba (3:03). Kiiaben-Brnstschwimmeii, 30 Meter, für Anfänger: 1. Btor« geustern (Bar-Kochba, »0 Sek.), 2. Wendler (Neptmi, M Sek.). ((»alien-Brnfttchwimme», 00 -Meter, für Fortgeschftttene 1. Rieß (Bar-Kochba, 4-1,2', *2. Grelliiiami «bievtnn, 40,2). . Lnabeii-Brnststaffel, 4' dt» Meter: 1. Bar-^ochba (3r34) 2. Aevtiin 13: 40 >. .zbiiabeii-Aiickeiischwinnntn. 3<> Meter: 1. Schniidt (Neptun löst 2. Berlinski III (Bar Kochba, 40). llilabcii-Lasienstassel, 4X00 Nieter: 1. Neptun 42 : 58) 2. Bar-Kochba (3 : 07V .zmzeiU'schwmniie», ->» Meter, beliebig : 1. Echrötter (Nepwn 38), 2. Sega» «Bar-Kochba, 38V .liigend-Brnsttchwimmeii, 50 Nieter: 1. Zoege lNeptun, 38) 2. Sieder.skt (Bar-Kochba, 47). Damen.Ni'lckcnschiviliuneu. 50 Meter r 1. Frl. Bauniam «Nevtnn, 44). 2. Krätzig «Bar-Kochba, 57). Wasserball: Bar-Kochba Knaben gegen Neptun Knaben 3:1. Bar Bochba I gegen Ncptii» l 2 : 2. Bon Neptun abgeb roch ci und Bar Kochba gntgetchrikben. Endresultat 23 :19 Punkts fit' Neptun. Alfred S i l b e r st e i n. Der Länderkamps stentralschwciz gegen SÜddeutschlant finde: am 2. v. in Bern stall. Das Meisterschaftsspiel Hasmouea—Republik kommt morgen Sonntag um halb 4 Nhr nachmittags ans dem Jcncr webr Platz zur 2lustragnng. Um halb II Uhr vormittag? spielt die Hasmvnea-Reservc gegen Schenker aus obigem Platz Selig Adler (früher Achdnth) ha>t sich beim Sportklick Ari angemeldet. Hakadur trägt Heine um halb 4 Uhr uachmiitags an: dem Elektra-Platz ein Fremrdschastsspiel gegen Stadion au? Der S. C. Hazair-Makkabaa veranstaltet morgen Sonntag um 8 Uhr abends gemeiirsam mit der ziomstischen Bezirksscki-ion und Tischgeisellschaf: Landstraße in den neurenovierler Klubsölen des Eafe Lovrana, 3. Bcz., Löwengasse 36. eim große Erössnnngsfeier verbunden mit Akademie und Tanz Eiwtritt nur für geladene und van diesen eingesiihrte Gäste. Schwimmen. Uugarn nach Prag. Die Schwimmer des 8. Bezirkes Budapest, starten -am 10. und 11. d. bestimmt in Prag. Dok Team besteht ans Barta, Nudas. Szende, Homonn»i. Keserü Köveß nnd Banvay. Ein Läudcrkamps im Schwimme» zwischen Fialir» nn» llngarn wurde für den 7. und 8. September nach Bnd.rpesl vereinbart. Touristik und Wintersport. Die Weltmeisterschaft im Ciskunftlaufen, Sieger: Grafström (Schweden). Manchester, 28. Februar. Die heute zur Austragung gs. brachte Wieltmeisterschaft ^im Eiskunstläufen sah den Schweden llnd ein Name fiel, der Dan es bis ins Blut rvschanern ließ. „Die hat Stil, die Kleine", flüsterte der Maler Hirt feme Augen furckebteu. „Rasse hat sie. Jahr tan sende 'haben an dicst-m Körper gemodelt und gebosselt . . . Unb er ist nicht für fo grüu-e Iuintzen gswachseir, wie ihr cs seid Kichntägdc sind .für euch, im Mmöder, hinter dem Hecken« z<mu, wen«, sie nur jung und gesund sind. -Oder parsi'w imerte Huren, die cttch durch Kuuststückchcn verblüffen . . . littlb Keine, langweilige Mädchen der guten Gesellschaft, lverm sie die Kauti^on haben..." Er kräufel'te verächtlich die Lippen mrd üiberhörte den stürmischen Protest. Daniel aber, der das AuDtz horchend borschob, Ttkit blaß geworden biß unter die Haarlvurzelu. „-Habt ihr sie leuwhs schreiten gesehen, allein durch einen Saal, in freit fließenden Kieiderw, «die jede Linie ihres Körpers preis geben.? So geht nur die Völlkeuuncuheit, die -bsrvußl in sich selber ist. Die ihre eigene Melodie in tausend Variationen spielt." Und setzte dann mit leisen, knappen Gebärden und einer kühlen Stimme, die Daniel namenlos quälte, fort: „Das kauft man nicht und erlernt man nicht. Man lwt es oder -hat es nicht. Und die Weiber von heule, haben t'S immer seltener. Die sind ja genug interessant. Sind schick, lasterhaft, aufregend. Halben tLiNiie öder Fülle. SchlMlich findet sich ettms für jeden Geschmack. Nur für uns Künstler! finidet sich das «Letzte nicht. Das, was wir eigentlich am notwendigsteul brauchen . . . Das, was -io Letzte in uns auÄüsen st)nute . . . die letzte MAnnlichk^ -UM- Mpstlwschaft. Denndas Atodell, «das Pariser Modell sogar, -das dvch au Gsist -und Grazie obenan, steht , . . entstritt -sich ilmuer nwhr von dieser Schöichei-tsiinie. Und die richtigen ltebergaicgsstnstn oon der Magerkeit zur Fetisucht fehlen. TW Grüfte «sind in> dex Knospe meist schon deso-r- . micrt, die Hüfte, diese charakteristisch weibliche Linie, verdovüen.im Ansatz, ohile UeHergang in das zarte Rund der Knie, ohne harmonischen Ansklang in die Fe-iirhoit schmaler Mel." ' Äorrsetznug folgt.)

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