Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1761 (10.1.1924)
- Date
- 1924-01-10
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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1 Sk 1761 Wim, DowiMS'tag vte nicht toit Gruppe der Aufrechten an. da er sich säst ÜrtWfl in g-ebückt-er Stell »-na befand. Unser Holpern, der diesmal Nicht Von der Partie ist, tarnt vielleicht Vesser gvalkeepevn a>lS Duldig. Letzterer ging aber entschieden mehr aus sich heraus. Nenfel-d hat -wahrscheinlich aus dem Grund deiin Meer wenia Glück, da es sächlichen^ Geschlechtes,ist, Schotter HMe sich eutschicdeu gebessert, to er diesntal die Note genügend verdiente. Da>ßür aber Kerr, daS war nn!ser SchmeMNskim! Er stand an der Brüstung, war nicht von dort woa zu bewogen, so daß wir dett Eindrttck gewannen, daß er dem ist einen eigenen Anstrich ßeton wollte. Es ging chm sich schlecht. Von den Reifttellnehtnern halben Frau Jollins! und unser lielbeir Primarius Stiaßnh rocht unschöne w tentzen von sich gegeben, und das hatte ftttt Folge, daß der Liebling des gesamten Schiffes, unsere flfrou Kttöpfelm-acher, ihnen Unterricht über tadellose Aufführung erteilte. Die einacHtten Ehepaare harmotrierten nicht mitlelnandor. da sich die Herren Piowaii, Kraft, Dr. Rudner und Großauer um chre Frauen nicht kümmerten. Als Holdin entpuppt« sich Mutter Stvompf. Dr. Mehrischl und der ehemalige Unite Herbstbau-m wehrten sich mit Zähigkeit Kosten >die Seekrankheit. Auch alle übrigen Reiseteiluehmer gcvton ihr Bestes. Von den Doktoren Kindenlbaum bewährten sich die beiden jüngeren am besten. Der feschest« der ganzen Reisegesellschaft war aber unbestreitbar der Senior, unser 70 Jahre alte Herr Goldbach. Die Mehrzahl zog es vor. während der Nacht auf dem Deck das Lager auifzuschlagen. SchiffSarzt Dr. Rosenberger, der altL Gesinnungsgenosse und erste Eheftedakteur der „Molt". leiste.tr überall evste Hilfe. Aber auch der Kapitän des Schiffes, Winter, war um uinfer leibliches WM besorgt. Ick kann ruhig tohaupten, daß sich sämtliche Passagier« mrt uns ltzeifveundet hatten. Der „brave Freyer hatte inzwischen Maschinenran-m, Kommandobrücke und Steuer ganz genau studiert, ohne zu vergessen, überall ein Andenken zurückzulassen. Die Nacht wollte nicht Vvrgchen, da an Schlaf nicht zu denken war. Um 5 Uhr früh des 30. Dezemttors passierten wir Korfu, wo wir aber wogen deS herrschenden Sturmes nicht anlegen Konnten. Trotz der frühen Morgenstunde war >es taghell und der Kapitän zeigte uns die Sehenswürdigkeiten und vor allem das Achilleon. Den Sonnenaufgang kann ich nicht beschreiben, da mir, hiezu die literarischen Fähigkeiten fehleit. Die Sonnenstrahlen schienen den Sturm verscheucht zu haben. Und auch das Gewitter, -das Uns die längste Zeit antzfftigte. hatte sich vorzogen. Trotzdem verursachte der noch immer «nchfiMich fühlbare Wind oin stetes Wackeln des SchisteS. Wir warett aber bereits im Training und lachten über dieses Schäkern der Naturgewalten. Obwohl unsere Burschen nicht ausgeruht waren, traten jte zum Lauftraining an. Hunter hatte leichte Arbeit, da die Ambition sehr groß war. Alle Spieler dachten nur an die zu erwartenden Siege. Ein Mitreisender Alexandriner, der selbst einmal Fußball gespielt hatte, weihte uns in die Mysterien der ägyptischen Fntzballkunst «in. Wir passierten Scmtamaura, Eephalonia. Zante, Gtrvvati. Cap Sapienza, Cap Matapan-, den Golf von LcckonikaS und branden uns nun inmitten 'tos Mesves. Die Zeit verging mit Gesang. Besuchen, Erklärungen Dr. Rosenlbevgö, Mittagmahl, kleinen Kcrvtenpartien und den Miichen Scherzen sehr rasch. MS der Abend horeinbvach, bezogen wir als alte Seefahrer die Kabinen. Tatsächlich verbrachten wir die Nacht trotz des Stampfens des es sehr gut. Am Ä. DMümber um 7 Uhr früh befanden sich wieder alle an Bord. Wir tauschten Grüß« mit den Reffenden eines in entgegengesetzter Richtung fahrenden Dampfers aus. Hier erreichte uns auch sin in Mttandrien aufgegebenes Radiotelegrantm. das ein« herzliche Begrüßung enthielt. Der starke Wnd weht« uingeschwächt, doch wirkt« die Nähe des afrikanischen Festlandes ^beruhigend. Um dreiviertÄ L Uhr sichteten wir di« afrikanische Küste. DaS erste, was wir vom Festland zu sehen bekamen, war der höchst« Leuchtturm der Welt, der über 2000 Jahre das Wahrseichen des Häsens von Alexandrien ist. Wir steuerten nun dem n«Mn und mit den modertfften Mitteln ausgestatteten Hafett zu. Zahlreiche Motorboote kamen unS entgegen. Fünf Boote, die das Enchtsangskomitee trugen, legten bei unS an. Ihm gehörte die Mutter der Frau Doktor Knöpfmacher, die Schwester des HakoahnerS Goldschmidt und Freund Spiegel an. Ein weiteres Motorboot brachte die Hafenpolizei. Di« Stiegen unseres großen SchisteS wurden herab- Lopxrixkt 1SS4. J, Ladxeohnikofr-Verlag, Berlin. Nachdruck Verbote«' (53. Fortsetzung Mel Müles. Roman von Schalom Asch. Dtafcha. wurde traurig, still« Tränen flössen plötzlich aus ihren Augen und fteüett aus ihre nackte Brust. „Was hast du, warum weinst du, so oft ich herpiwkomine? Was habe ich dir getan? Warum läßt du mir nicht dir Freude, di« Gott -mir geschenkt hat? Ich halbe doch nie in meinem ganzen Loben Freude gehabt. Nur jetzt, im Alter, dich und mein kleines, reimes Kind, rnein, nwm Eigen. Warum «weinst du? Warum freust du dich nicht mit mir? Mascha, liebe Mascha, rnein großes, großes Glück." Mascha hob ihre Augen und schallte, ihn an. Ihre Augen waren voll von Tränen, der große Augapfel war fcucf)t, sie sah ihn an, voll Mitleid für sich und für ihn und schwieg wie ein stummes Tier, «dom Gott Ücjtnic Sprache geschenkt hat und das ft,in Gefühl durch den Mick cms° touckt. ,H>avuim schaust du mich so an? Warum sprichst du nicht mit mir? Seit tot das Kind bekommen hast, sprichst du nicht mit mir. Warum? Bist tot denn nicht glücklich mit dem Kvnto-v Wlascha dem, sag' es mir doch." ja, ich Nn glücklich mit meinem Kinde, nvenMndeim gehört es, nur mir, ich 'habe gar nichts außer Aas Kind, ich bin glücklich." Immer dichter liefen di« Tränen ans ihren Augen. ,/Warum weinst du wieder? Warum bist du so traurig, warum ulur?" „Ich weiß es nicht, Moses, ich lm>tß es nicht, laß mich allein, please, laß mich allein mit meinem Kind, komm' nicht herein zu mit, sieh' mich nicht an, laß mich, Please! „Oh dear child, y know, beim Mutter hat Recht, sie sagt, toß es immer so mit den jungen Müttern geht, «wenn ste ihre Kinder säugen. Dir bist ja selber noch einkleines Kind, ein Kind säugt Aas ander«, nrerne beiden kleirren KinpM" UM der? OrM lächetrch. Wiener MorMNzeitNNü. gelassen und die Insassen der Motoöboote. kamen miss.Schiff. Die Begrüßung war überaus herzlich. Die Herren und die Damen wurden einander Vovgeftellt. Man nahm uns Pässe und Schiffskarten ab, für das Gepäck sorgten unsere Gatgeibor. die Quaranteme hatte für unS An« Geltung, da Dr. Rofenbvrg, Dr. Stiaßny und auch ich den heiligen Schwur leisteten, daß, sämtliche Mitg'licher unserer Reiftgesellschaft vollkommen gesund sind. Feierlich und erlösend war für viele der Augenblick, als das Schist hielt, und ivir afrikanischen Boden betraten. Durch ein Spalier herrlicher südischer Scouts wurden wir zum GmpfangSkomitee gclführt. Den eOen Willkommengruß entbot uns der Lsterveichffche Konsul. Dr. Oskar Straß. Wir wurden wieder in österveichffche Obhut -genommen, was wir bei unserer Rückkehr an den entsprechenden' Stellen nicht genügend mit Dank q-uittieren werden können. Mustafa Hassan auS Kairo überbvachte unS die Grüße des ägyptischen Fußballverbandes; dann sprach der Prästdent des alexandrinffchen Fußtzallvepba-ndes, Jusfuf Mohammed Bei. <Jn Alexandrien bcstchen zwei ägyptische, drei enMche, drei arabffche, ein jüdischer und ein siudanestschor Sportklub.) Pieiotto Bei, der Präsident der KultuSgsmeinde, empfing uns im Namen der Jude» Alexandriens. . Salvator« Dieuvel aus Kaiw feierte uns im Namen deS ägyptischen Empfcmaskomitees. AuS Del-Mviw war Herr Dr. Äievtn-Epstein erschienen, mn uns -den Willkommengmß deS palästinensischen Empfangskomitees an Übermitteln. Der Bürgermeister von Alexandrien, Mustafa Bei. sprach int Namen der StM. Dann meldet« der iKommarchant der SvoutS, Piciotto fun., die AntzM hgx AuSgevückten streng militärisch. Mindestens JlöOo Menschen empfingen -unS mit stürmischen Rufen. Das herzliche Schalom üibertbnte aber alles. Die Begrüßungsfeier dau-erte ziemlich lauge, so daß wir sehr spät Atr Zollstation kamen. Auf Anordnung des Ministeriums wurden von unseren -103 GepäMücken mm fünf revidiert. Die Revffion dauerte aber kaum eine Minute, während die anderen Reffenden splitternackt ausgewogen und in diesem Zustand untersucht wurden. Dieser Vorgang erinnerte uns an die s-Ärgen Zeiten van Lundenburg. Zahlreiche AutoS standen bereit und jeder Hakoahner wurde von seinem HotÄ -u-ub von s-emetn Zim-mernummer in Kenntnis gÄ-cht i«nd nun -Kng die Fahrt durch die Städte Ue-bevall, wo sich unsere Akttowllonne zeigte, wu-rdM >wir erkannt und pfcm'lisch bejubölt.- Nachdem Fleisch er die Mannschaft^ untergebracht hatte, wurden Dr. Körner, Eisler, FöldeS, Neufeld, Heß und Primarius Dr. Stiaßny zu den Scouts S iH-r Sitz Vchindet sich im Jüdischen Haus. Das wirkt w>uchtig, es entlM den Tempck, SitzuugZsäle, BeröinSlokalrtäten, Turnsaal. In ihm ist auch die B. B.-Äoge u-nter-gebracht. Ueberdies gehört ein weiter Hof ^u dem mächtigen Bau. Kaum waren wir Mter Führung deS Präsidenten PioiMo Bei in den Hof getvetM, als der Generralm-arsch -geblasen wurde und Kommandos ertönten. 6o0 Scouts standen in strammster Hclltung, wir schritten die Front eck. und der -jünM-e Scouts überreicht uns, nach einer hebräischen Ansprache, ein Blumengowinoe, das aus den herrlichsten Pflanzen das Wort Hcckoah erkennen ließ. Pioiobtv fun. »erstattete dann die Meldung. Ws der anderen SM« deS HoftS standen die Turner mtd Sportler des Makkabi. Die Meldung erstattete Abrahamson. Mbgesondsrt von der Jugend standen ungefähr 400 ältere Leut«. Ich hiÄt eine zündende Ansprache, die mein alter Wiener Freund Dr. Schlesinger übersetzte. Meinen Worten folgte sin beffpiÄoser Jubel, der noch andauerte, als wir uns entfernten. Stof der visvten Seide des Hofes war M- Zelt attfgeschlagen. wo -tms Evftffchuugen — vor allem Wein von Karmel — kredenzt wurden. Nur eine Bitte brachten die Juden Alexandriens vor: ,-Sieget, denn das wäre die größte jüdische Tat fett Jahrzehnten!" Unter FanfarenNängen, KommandoMfen und dem stier* kichen Gesang der Tikwah verließen wir uwseve Brüder, wobst wir einen Acht zu schildentden Eindruck mit-nahmen. Im Hotel erwarteten uns neue Uebervaschungen. In den Sälen fand eine Sillvesterfeier Maskenball) dar Stadt Mexandrien statt, zu der wir Mrenkarten erhalten hatten. Dieser Aufforderung mußten wir Folge leisten. UUser« Fußballer warfen sich in Smoking und waren bald inmititen des Trubels. Auch Fleischer konnte als Uebermütiger bezeichnet werden, er haste nämlich M -elf Uhr Uebttzeit. Eine reichlich gedeckte Tafel, ebenfalls Im Speiftzimnrer Mang Plötzlich ckne Stimm«. Mascha wurde Mich. ,Msr ist dort?" ,M ist Sam. Ja, stell' dich nur vor, Mascha, dein Vetter Charlie ist üoch Advokat der Gewerkschaft, mit ihm werden wir über den Streik der Landsleute vevhcmdebn. Weißt du, unftve Landsleute streiken ja, die zweite Woche komnten sie schon nicht zur Arbeit, -das alles hat £teitt Cousin angerichtet. Ich halbe es dir immer gesagt, daß ist gin gesähvlichsr, jn-llMr Mann, der wird uns noch einmal Unannehmlichkeiten -bereiten, jetzt stehst tot es, das hat nn§ ein Landsmann, einer von der Familie angcri-chtet." „Geh' himmter, Please, gch' hinunter, sprich mit ihmn, laß mich allein^", bat Mascha den Onkel -und 'legt« dvs Kind, welches an ihrer Brust eingeschläfert ivar, in die Wiege, „Einett Augenblick noch, Ich will nur ein bißckeu Zusehen, wie es schläft." ,-Still, du treckst es -sonst artf." „Schon, ich gehe schon", der Onkel ging mir leisen Schritten. Wlascha verschloß die Tnr hinter ihnt. Kurze Zeit später klopfte es: „SM. Wer ist d-rl'?" „Oeffne, Mascha, unein, Kind", es war die Stiltt-nte der Muster, ,Marum schließt -du dich oin? Es dich niemand «- stehlen." - „Nun, lvas sagst du, diese Schnorrer, ha, die 'Verwandtschaft. Das «vllährt man für ssin-e sauer verdienten Groschen. Monn das «int« Tochter verheiraten mußte, die Aussteuer beschafftn, Frau und Kinder nach Amerika bri-ngen, da ist alles zum Onkel gekomnten, natürlich, wenn das etwas gebraucht hat, ist es gleich zu uns gekommen. Wir haben dem Pack geholfen, ihnetr zu essen gegielben und jetzt streiken sie. Da hast du es, Amerika! Und 'wer? Der Sohn d'ör Schn-orrerin, Charlie, der ist ja e;in ganzer General bei der Goloerkschaft geworderr. Hast tot so etwas schon gehört? ,Htama, was ist gaschehen?" 10. p« 1984 mte 9 von tot Stadt gcspendvt, fand m uns gwieaene 'Kenner. DK Damen aller Nationen mt-d ztonfessiotten tomühten sich aüf daS liebenswürdige tun unS. Geld dürste keiner unserer Fußballer auSgeben, -da dies die ueuen Hakoahrter, und das sind alle Reffeteil-nehnter. nicht dtrldetett. llnser Heß -wurde von Awsi MiSrachffn in das feinste koschere Restaurant geführt, und als er zurückkam, ha-tte sich sein Leibesumfang verdoppelt. Der Wortführer in der arabischen Sprache war natürlich HäuSler, woMett Gold und Fried sich nur ftanq-ösisch und englisch verständigten. Ms wir um 11 Uta nachts, gezwungen durch das energische Dazwischentreten Neufelds, aufbrachen, waren unsere Fußballer mit ihren Kräften so ziemlich zu Ende. Kerr und Hnn-der kamen in ihrer Dreß als Masseure in den Saal, um die Spieler in Empfang zu nehmen. Man hielt die beiden allgemein für gelunaene Masken. KrauS schrieb -noch rasch «ine Ansichtskarte, FöldeS addierte, EiSler machte die HvrmeurS. kurz, alle waren beschäftigt. Um 1 Uhr -nachts befanden sich dann alle Reiseteiluchmer ffn Bett/ HaSmonra. Sonntag ton 80. d., 10 Uh. vormittags, ordentliche Generalversammlung mit folgender Tagesordnung: Verlesung deS Protokolls. Rechenschaftsbericht. Berichte der Gchristfühver, Kassiere, Sektionsleiter, Revisoren. Erteilung de- AbsolutormmS. Neuwahlen. Statutenänderung. Erhöhung der MitgliedSbe-iträge. Eventuelles. — Stimmberechtigt sind nur jene Mitglieder, die ihre Beiträge bis inklusive Jänmr beglichen haben. — Einzahlungen täglich von 7 bis 10 Uhr bei Herrn Adler. Heute und täglich ab 7 Uhr Ping-Pong-Wend und werden Anmeldungen zu dieser Sektion von Herrn Schirock entgegengenommen. Baron wurde zum zweiten Sektionsleiter der Ping- Pong-Settion von Hasmonoa gewählt. Vortrag Dr. Schmitz. Samstag ton 18. d. (nicht IS. d.), 8 Uhr abends, spricht Herr Dr. Schmitz im Lokal der Schach, ftktion, Cafe Nabel. 1. Bez.. Wallnerstraße, über daS Thema: hundert Jahre jüdffche Presse". Von Hakoahnern eingeführt« Gäste erwünscht. Nonng Jewish Sporting-Club. Sonntag den 30. d., 8 Uhr nachmittags, findet in unseren Klubräumen im Memr Ringeafe utffere zweite ordentliche Generalversammlung statt. Sämtliche Mitglieder werden außerdem schrfftlich eingeladen und rechnen wir auf sicheres Erscheinen. Wer mit seinen Mitgliedsbeiträgen im Rückstände ist. hat keine Berechtigttug, <tr der Generalversammlung teilzunehmen. Aus den Vereinen. Hakoah. Die Mtglietor sämtlicher Sektionen Werder dringendst aufgefordert, den für das erste Quartal des JahreS 1924 entfallenden Mtgliedsbeitrag ehestens im Sekretariat, 1. Bez., Wissingerstrahe 11, täglich mtt Ausnahme von Samstagen. Sonn- und Feiertagen von 4 bis 7 Uhr nachmittags, zu erlegen. Hazair-Makkabäa. Heute, halb' 8 Uhr, Klubleitungssihung mit wichstger Tagesordnung. Die Herren Ego« Fiehl, Feßler, Fein, Fusterweit, Grabscheid. Ing. Königstein, Dr. Morgenstern, Rubin, Dr. Stroh und Wortmann mögen pünktlich erscheinen. Samstag, 7 Uhr, Sitzung der FußballsektionSleitung. Ab 8 Uhr gemütliche Zusammenkunft. Sonntag ab 7 Uhr großer Unterhaltungsabend im Klubheim. Caft Lovrana, 8. Dez., Löwengasie 36. Gäste willkommen. Ordentliche Generalversammlung am Sonntag den 80. d. um 5 IHr nachmittags im Festsaale des Cafe Ävrana. Sollte die Ge« nevalversammlung zur angesetzten Zeit nicht beschlußfähig sein, so findet sie eine Stunde später statt und' ist unbedingt beschlußfähig. Anträge müsien bis längstens 13. d. schriftltch an den Schriftführer Futterweit gelangt sein. Später «mlangende Anträge werden zur Verhandlung nicht zugelassen. Kadimah. Heute Donnerstag, 7 bis halb 9 Uhr, Schwimmen im Brünnlbad. Training Wasserball. Sonntag den 13. d.. 8 Uhr, großer Bunter Abend im Cafe Landtmantt (beim Burgtheater). — Jeden Donnerstag, 7 bis halb 9 Uhr, Schwimmen im Brünnlbad. TraimngSleiter WieSner. Sämtliche Mitglieder sowie die der ^unMannschaften wollett bestimmt erscheinen. — Die Deremsloitung spricht aus diesem Wege -ihrem Irenen Mitarbeiter Otto Herrmann, welcher dttrch dyS Ableben feines Vaters einen schweren Verlust erlitten bat, ihr Belleid auS. Aoung Jewish Sporting-Club (Schwimmsektion). Hmte Training tat Brünnlbad, 9. Bez., Borschkeöasse, um 7 Uhr unter Leitung WieSners. Wasserballer! Erscheinen Pflicht. GesellschastSsektion. Freitag Klubabend. Sonn« tag Tanzabend in unserem Klubheim. Ringcaft. Jazzband. ,^ast du dorm nichts gehört? Die Landsleute stve-i-ken doch, sie kommen ivicht zur Arbeit und Charlie ist ihr Führer." Wahrend dieses Gesprächs schob sich ern Kaps in to« Tür. Mutter und Tochter erkannten Sams bleiches, energisches Gesicht mtt den erschrockenen bittenden Augert. ,Mama, schließ' die Tür", rief Mascha erblei-chend. ,Mohm die Schnorrer schon überall kriechen, tos Ge» schüft genügt ihnen nicht, da kriechen sie noch in tos Schlafzimmer." Die Mutter warf die Tür Sam vor tor Naft zu . .. 8. Der Stteik der Landsleute. Ein Wunder war geschehen, die Landsleute von Ku§» urm, Ontal Moses' Verwandtschaft, waren in ton Streik getreten. Zuerst 'begriff der OE gar nicht, was geschehen war. Ms er sah, wie die ÄandSlewte mitten am Tage sich erhoben, die Arbeit hinlegtan und die Werkstättc vcvl'üchen, glaubte er, ein Unglück sei geschehen. ,^öas ist geschehen? Wohm geht ihr?" Die Landsl-ettte stahlett sich aus der Werkstätte wie Diebe und schämt«u sich, tont Onkel in die Augen zu lfthen. Ein-er nach dem anderen schlichen sie fort. Der Onkel hielt Schlosme den Potetdgän-ger an, der -ein guter Bekannter atls Dejr Heintat war: „Schlojme, wohin gehst du?" „Ich weiß nicht. Ich habe Auftrag zu gehen, also gehe ich." ,Mas bin ich eigentlich, bin ich ein Fremder?" schrie der Onkel. ,ßtk mir wird gestreikt: Für all' tos Gute, toaS ich euch ge.tan habe? Das Geschäft wird doch .mit euch zuliebe erhalten, und toi mir wird gestreikt! Guck, gut, ich will ihnen schon zeigen, was streiken heißt." Ohn-e zu anworten, verließett die Landsleute die Werkstatte und versanunelten sich in der Che-wra Antsche-KuSmin, in derselben Schul, deren Barst eher der Onkel war. lForts-etzung folgt.)