Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1760 (9.1.1924)
- Date
- 1924-01-09
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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ßkr. ~ ’Men, MMoH Wiener Wfl*t#tn$eHun&___S. Jänner 1924_Sette I 224.—, Brosche —.—. tlottuer SvirituS 1440.—, i Zement 1865.-. Breitfeld-Dcmek 569.50. 9ki,wboffer 845.-. Cimmerinoer 181.—, Notbkosteleber Tertil 868.—, Alrine Montan 860.-, Poldihütte 460.-.Prager Essen 1142.- Oesterr. Berg «. Hütten 8090.-. Skoda 686-. Inwald 475.-. Sudavester Mrse. Budapest. 8. Jänner. Die heutig- Börse eröffnte in -^«Mch frmnWcher Grossst M-M'-.ng und sämClis'« Kurie bewegten sich Der dam gestoben Niveau T'ic gürsti'Mr« Stimmung kannte sich jedoch Nicht überall Wfauptcn, da aus Wien T-oue Berich.'« voN>aisn?n>. Nach verisckie.^nen DlwanAun'-tzn stellen sich die S-chisintzku-vse woseMick» niedriger als be.i Erösifnung. I>n der zwotten Bäusenchä litte überwc,?,^ d'e Reailifationi-n, doch ftcilci!« die Börse ziantliche W>panstar.l^siiÄhi.s'kei.j, so das, e'ine euSr^svrechene BerftamiW nich m Taoe trat. Wochemgoild betrug 2 b!S 2,5 Prozent. Ter Schlluß war flau »nd der Verkehr gevimy. (Alles in Tausenden von Kronen.)' Schluß! nrie: Britisch-lina. Ban! 88. llng. Kredit .668. testen. Kredit 158, Salgo Kohlen 584. Nimamuranver 127.5, Südbahn 67. Staatsbahn 860. Anqloban'' Gran- §-aS!>dorer 860. tberung. Bergn. Hütten lS), Trasche Ziesel 860. Nng. allg. Kohlen 2415. Nrikanh Kohlen "75. Koburg 48. Svodium 188, Clotilde chem. Fabrik .19, Ung. Eisenbahnverkehr 235, Verein. Holz 30, Adria 486. Ae revtsenkurse. Errtt«, 8. ILnrer. <Devssenf„rie *) Amsterdam 1,625.925 (1.625.625/, Belgien 191.022 (162.518,. Christiania 620.445 (620.445». Kovenbagen 758.100 (758.100», Stockholm 1,187.150 (1,137.150 >, Italienische 189.525 (189.5251 London 18,254.250 (18.264.250), Aetv-Pork 4.186.500 a,186.500), Paris 216.408 (217.455», Schwei, 758.100 (758.1 CO/, Svanien 550.620 (660 620t, Wien 61*845 (61*845), Brno 128.178 (128.178/, Bvdavesi 216*457 (218*452), Sofia 80.922 (80.922), Belgrad 48.878 (48.378) fl *) In Millionen von Mark. Berlin, 8 Jänner, l^'otenknrse.)*) — Noten; Dollar ».189.500 (4.189.500/. Pfund 19,254.250 (18.254.250), Italienische 191.520 (161.520). Polnische 360.000 (440.600,. Tscheck'o- Kowasische 188.428 trsterr aestemvelte 60*598^60*349). *) In Millionen Mark, ausgenommen polnische Mark. Prag, 8. Jänner. «Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankamte des tlchecho-Notvakischen Finanzministerium-.) — BeUin*) 7.50 (7.40;, Zürich 600.75 (601.60), Paris 169.60 <171.25). London 148.17«/, (148.17»/,) Rew-Borl 84.45 (34.40), Belorad 38.40 (38.451 Bukarest 17.22'/, (17.15). Wie» 4.75'/, (4.75!'?), Warschau*!*) 3.35 (4.36), Agram —(—.— ), Budapest 17.— (17.72'/,) Iuaoflawische 88.— (38.26), testerreichische gestemvelte Krone 4.75 (4.75) Bolnischech) 2.67'/, (4.3>l Ungarische 7.75 (10.75). *) pro Billion, 's*) pro Million. Budapest, 8. Jenner. (Llurse der Tevssenzentrcsse.) — Amsterdam 8670 bis 6110. Bukarest 120.— bis 131.—, Kopenhagen 4040 bis 4260. Christiania 3320 bis 8540. London 98.900 bis 103.300, Berlin bis —Italien 695 - bis 1050.-, Paris 1130— bis 1166.—. Prag 670.- bis 714.—. Stockholm 8060 bis 6390. Zürich 4000 bis 4220. Wien 0.5230 bis 0.54'y. Sofia 164.— bis 175.—, Belarad 257.— bis 271.— . New-2'ork 28.000 bis 24.100, Warschau*!*) 0.25 bis 0.85, Brüssel 1000.- 518 1055.- f) Jur 100 polnische Map! Aglaw» 8. Jänner. lTevssen.') Wien 0.1254'/, bis — Berlin —bis . Budapest 0.45 bis —, Bukarest 43.50 bis Italien 383.90 bis London 884.50 bis Reto-Fork 89.- bi» Pari» 441.50 bi» Prag 260.- bis Sofia bis Schweiz 1557.- bis —. Brüssel bis —, * arschau —.— bis —, Amsterdam 8880.— bis —, Stockholm —bi» —.—. Dorsel au, 8. Jänner. (Devisen.) Berlin —London 42.525.000. New-Nork 9,900.000, Prag 240.000, Wien 133.—. Rew-Pork, 7. Jänner. (Devisen.) London 429'/,, Pari» 461-, Berlin 0.22 für 1 Billion. Mailand 480.75, Zürich 1740.-, Kopenhagen 1755.-, Stockholm 2636.-. Christiania 1444. Amsterdam 3772.—, Prag?80'/,. Wien 0.14, Bndavest 0.51'/,. Bukarest Warschau 0.00016. Madrid 1278-, HelsinssorS 248.-, Brüssel432.-. Kanada 2.75 »nter vari, Brafilien 108.50, Araentinien 3195.—. Belgrad 112.50. CvprriekN <«Lk. Raii>»ru>e vkrbvien. 4» MdjBeh»ikofl-V«?laf, Berlin.;&2. 8»tt>etzüng.) Silke! Moses. Roman von Dchalom Asch. Neben Maschas Beit stand die neue Wiege; die Mutter schlug die Seidendecke zurück und der Onkel sah etwas Rotes, Unförmiges, Erhitztes. Er warf sich zu Boden, vergrub den Kaps in die Decken und weinte. Sam, weicher in der cf/sncn Tür stehen geblieben war, ging nun auch mit leisen Schritten näher, blieb zu Häupten des Onkels stehen und schaute in die Wiege . . . Mascha zog die Sei-dendecke über ihren Kcpf und ve.rdavg ihr Gesicht. ( 4. Ein schöner Sommertag. Das große Schlafzimmer in Onkel Moses' Villa war von Lichtfluten erfüllt, welche durch die zwei großen, nach der breiten Straße zu gelegenen Fender he rein strömten. Mascha, ein jung«. starke Mutter, badete ihr nacktes, fünf Monate altes Kind in einem Becken mit lauem Wasser. Das Kind war in weißbatistene Tücher gehüllt, damit es sich nicht verkühle. Es strampelte im Mafser mit schwerfälligen Bewegungen und schrie, indem es die Auge»', wie ein alter Mann ein-kniff. Mascha freute sich und spielte mit dem Kinde, wusch es und goß Wasser auf fern K^pschm. Ringsumher lag ein Hausen weißer Wäsche, LeiNlärh^r. Handtücher, und alles im Zimmer r.ch «^ch Reinheit und Mütterlichkeit. Mascha hob daS Kind aus der Wasserschüsstl, hüllte es rasch in faltige, frische Tücher und drückte es an sich, um es zu beruhigen; unermüdlich erfüllte das Knäblein die Stube mit seinem schneidend scharfen Ouietschen. Mascha lachte und freute sich, weil sie wußte, warum das Kind schrie; spielerisch lachte sie Hm zu: „Du Fresser, ich weiß, was du willst, ich weiß." Rasch entblößte sie ihre junge, kc.rnige Brust, doch sie veicht« sie nicht sofort dem suchenden Kindermü-ndchen, sonder« reizt« das Kind wie ein Kind das andere; si« nahm Hvk Brust zwischen zwei Finger und spritzte ein paar WWWi'- Wie lange noch? krwiderung auf Len Artikel vom 14. Remter. Von Prof. Ernst Vogel. Meinen Artikel unter diesem Titel brachten Sie erst lauge Zeit nach dessen Einsendung. Ich schreib ihn in tiefer Empörung über di« von Ihnen berichteten Sbandalfzenen beim Wettspiel Sportklub—Hakoah. Wenige Stunden nach Absenkung meiner Zuschrift, la» ich in Ihrem g ischätzten Blatte vom 9. November, baß Hakoah meifterschaftSmüde sei. Ich ersah daraus, daß ich mit der Aufwerfung der Frage: „Wie lange noch?" die Stimmung Hakoahs richtig deurteilt hatte. Nur scheint ja leider HakoahS Plan, von der Meisterschaft zurückzutreten, ins Wasser gefallen zu sein. Man darf sicher sein, daß sich die Gesinnung deS antisemitischen Wiener Publikums durch diese Demonstration nicht ändern wird, und ich prophezeie ähnliche Szenen vor ähnlichen Anlässen, es sei denn, daß verschärfte Sich.rheitsmaßregeln dazu führten, den schimpfnntz spuckeifrigen PAchevn beiderlei Geschlechtes das Handwerk zu legen. . Während der früher erwähnten Zeit habe ich einem bekannten Wiener Verlag ein den Futzballfport «betreffendes Buch zum Druck übergeben. Ich bin vertraglich gebenden, die Veröffeirttichung von Auszügen aus di.'sem Werk zu unterlassen. Soweit es sich also um Fragen allgemeiner Natur handelt, kann ich auf die Ausführungen des Herrn b. nicht entgen:n. Ich muß Sie deshalb bezüglich Ihrer Bemerkungen über offen S und verkapptes Ber>ufsspieler!'U>m nnd über das Publikum auf die diesbezüglichen Kapitel meines Buches verweisen. Es wird Ihnen in einigen Wochen zngehen. Ich glaube nicht, daß Sie nachher werden bchaupten können, ich ließe dom Fr»ß«b>allsport keine Gerecht-igkeit widerfahren. Ich habe mich vielmehr sehr gewissenhaft mit allen ihn betreffenden Fragen befaßt. Hier kann ich nur die füdiische Seite dieser Angelegenheit behandeln, und ich hatte ja daher die Redaktion gsbeten, meine erste Einsendung nicht im Sportteil zu veröffentlichen. Doch sind, wie mir Zusiinvmnngserklärungen von Wiener Zionisten hewoisrn, meine Ausführungen von Nichtfportlern 'beachtet worden. Aus einer der Zuischriften, welcher der gedruckte Kasseibericht des Keren Hajessod über ^ie Zeit vom 1. November 1922 -bis 81. Oktober 1928 beilag, ersah ich, daß Hakoah während dieses ganzes Jahres durch 16, sage sechzehn Zahler bloß einen Betrag von 12L Millionen österreichische.Kronen aufgclbracht hat. Eines besseren Beweises für meine Bemerkungen, es s*i eine Phrase, wenn man behaupte, daß die jüdischnationale Idee durch -den Fußballsport erstarke, bedarf es nicht. Wenn Sie nun der Veve'rnsleitung des Makkabi (Brünn) vorwerfen, sie lade eine schwere Schuld auf sich, wenn sie die Keren Hajessod- Aktion beeinträchtig?, so müssen Sie gerechtertveise diesen Bor- Wurf auch gegen die Leitung der-Hakoah erhüben, und Kvar in noch weit schärferer Weise. Denn im Vergleich zu den vielen Millionen (15 bis 80), welche beispielsweise die Hakoah für die Ablösung Golds dem W. A. F. zahlte, ist der aufgebrachte Betrag beschämend klein. Uebrrdies erfüllt es mich mit großer Ge- Tropsen M'^ch aus der Warze auf das Mäulchen der Kindes; das leckte sie. ab und schrie weiter. „Du Fresser!" Mascha lachte, als sie sah, wie das Kind sein Mündchen nach den Milchtvopfen ansstreckte und wie ein unbeholfenes Tierchen die Quelle suchte, durch die ihm Gott seine Nahrung sandte. Eine Weile ließ sie das Kind suchen. Dem Geruch der Milch nachschnuppernd, fand da§ Kind endlich den Quell nnd drückte sein Gesichtchen an Maschas starke, junge Brust. Es sog an dem Nahrungsquell mit der ganzen kindlichen Kraft, die in dem frischen Mark seiner jungen Knochen lag. Erleichterung überkam die Mutier, als hätte sie jemand im Unbeioußtsein ihres Schlafes geküßt. Und ein bebender Hauch von kindlich-mütterlicher Zärtlichkeit durchzog ihre Glieder... So oft Mascha ihr Kind säugte, kamen ihr sonderbare Gedanken; ein unbewußtes Weh durchzog sie, ein Weh und eine Sehnsucht. Sie hatte die Empfindung, «daß sie gar nicht geheiratet hatte, daß sie ein Kind hatte und keinen Mann . . . und sie hatte Sehnsucht nach einqm Mann, der . zu ihr träte und leise ihr Haar stroichelte, wenn sie da saß und ihr Kind säugte. Ein richtiger Mann sollte es sein, der einzige Vater ihres Kindes. Die Verbindung zwischen ihr und dem Manne sollte treu und tief sein, wie bei jedem jungen Ehepaar. Ihr Kind sollte einen ein- Vater haben. So oft ihr diese Gedanken kamen, schmerzte sie etwas tief, und verborgen ließ sie ihre Scham aufsteigen, sie glaubte,, sie sei verflucht für ewig. Nie, nie würde sie ihrem Kinde einen Vater geben können . . . Sie beneidete jede junge Frau, welche einen Mann hatte. Oft beobachtet« sie, wenn sie auf der Hochbahn fuhr, am Sabbatabend einen jungen Vater, der sein Kind auf dem Arm hivlt; neben ihm fa| seine Frau.' Sie fahren gewiß mit den Schwie>§:re!t>ern nach Down-Tcwn, vermutete sie und beneidete das abgsarbeitete, müde Weib um ihren Mann. Nicht, daß sie einen Mann hatte, sondern daß si« einen einzigen» richtigen Vater sür ihr Kind besaß. Und Sehnsucht erfaßte sie nach einem treuen, reine» Leben, das Bestand und einen festen Grund hätte. mmgiuung, daß die Keren Hajcssod-Aktion in Brünn Ämerha>A der letzten Wochen wesentliche Fortschritte gemacht hat. In der Leobener Angelegenheit hat inKvischen die zuständigen Fuhballbchörde den PWtest gegen die Streichung de- Leobener Vereins abgelehnt. Sie können trotzdem überzeugt fein, daß es bei dieser Praxis nicht blcrben wird, falls alle antisemitischen Vereine.einmal eine gemeinsame Mtion veranstalten. Den Vergleich mit den WaiLhosenw Beschlüssen hqfte ich aufrecht, denn er hatte die gleichen Ursachen wie der Leobener: Satisfaktionsverweigerung an die ^der Ehr« baren" Juden, und N >id Über deren Tüchtigkeit. Ganz mißveirstanidm halben Sie iwilch, wem« Sie meiner Bemerkung über die Kcruls0ick>kc>it der sportlichen Evso.'yr di« Bcdouwn,z dS ob ich jüdisch: Bervine dsr Bestechurntz ihrer Geyuer be>Fick/5gt hä.!dc. Ich wollte damit sagen, daß reiche Vereine bvssove Spider kcachrn könm>:n als wvtMer bsmi't'tslte. Der Erfolg läßt sich daher duch'täWH. faafem. Wenn dr'iü jüdische Vereine auf d'xfsr Grundlage Erfolge erz-e'bm, 'fo Liegt keine Ursache vor, darauf stdg zu sckm. Si? halten es sür nötig, darauf hinzuweisen, daß Hakoah nur jüdische M9)'>.''.dder hat. Das kann ich mir nur so erkläre«, daß Sic der Ansicht streb, dies totfye bsi anderen Witschen Dv» einen nicht zu. Allerdings d<t<!ht hierfür dar d*?i-r«ae,rk:e Verdacht. Immer wiicder dckhaupten ctintiiee Z-ai-^vgen, -daß Makkaibi (Brünn) chr'Wche Spieler hat. Seit August 1923 laich solche Behauptungen dreimal im Wimer „Spovt-Lagiblatt^, je einmal im Preßburger „Grenzboten^, ,-Prager Ta^blatt", Budapcster „Az Cst". In ke>:nom Llivser Mütter las ich ck.ne Berichtigung. Nun dehcwptet daS „Sport-Lagblatt" vom 13. Dezember, daß Makkabi (Brünn) neuerlich Awei Christen, nämlich Eitfunhrtffer uu» Zwdsns'y, ongagiert hat. Ich fordere die L.'itun-g des Makkabi (Brünn) hiermit auf, an dieser Stelle zu erklären, Wie sich die Sach» vechällt, wobei ich nähr uner" Wahn»' Ass-vn Will, daß ich m kurzer Zo'.-t auf Gvunla adhon-tii« scher Mtdrpestor Jniformatikmen m der Lage stt'm werde, Jicht in diose Au,gMren!heit M briimM. Wann diso Vielleicht geisagt werden wird, die ds Ehrten dezctichmvtcn Spider soien J"udm, bym sie beisäßon Getbur-tSschoine der HraeMschrn KulitUsgvnwiir.dr in B>ud>epc,'t, so b'i'detbe di-cf-e Angatbe allckm noich Dinen BswaiS dafür, daß es sich wirklich um Juden handelt. Auch das Ddium des GedurtStfcho'inies uind die Roligi« der darf nicht fehlen. Hctißt oin Vevem MaWelbi, so tw^a a« jhu m beMg auf natioude Chr>e ganz sonders strenige Ar>>?Ar>.>eruueon Hera«. Entweder HÄ der Beveim Gkwisten uinter dein S^cilem, dann enisosse er sie, oder er ha» keine, dann berich'iige or all« Blätter, die das GegeriteA behaupten. er die ardMiche« Christen, d.mn lege er fo-fo.tr seinen Nauien ab. Er hat ja ftlorr ctinmaf in Spaniion un>ür dem Namerr Moravia gefplÄt (Beweis: Sportlblatt ,/Bida deporriva^ Nr. 86. Barcelona, 4. Mai '1936), aLso war« ihin die Sach? nicht neu. Don dieser Sie hatte keinen Mann, nur ein Kind; und dem Kinde gab sie ihre mütterliche und ihre weibliche Zärtlichkeit. In dem Kinde fühlte sie wieder jene unbewußte Reinheit, in welcher sie gelebt hatte, als sic ain Mädchen war. In vem Kinde fand sie sich wieder. Sie war käme. Frau, sie war em Mädchen, das Mutter war. So verbrachte sie denn ihre Zeit nur mit dem Kinde, wollte niemandes sehen, ging nicht aus, hatte kein Bedürfnis nach Gesellschaft, sondern verbarg sich in ihrem Schlafzimmer wie ein Priester in scin-cm Tempel und verbrachte ihre Zeit mit bem Kinde. Sie badete, wusch es, kleidete es um und fühlte sich gerettet, wenn sie bei ibrem Kinde war ... * Die Tür des Schlafzimmers öffnete sich leise. Masck)« merkte nicht, daß der Onkel auf den Fußspitzen emtrar. Er sah von we-item. wie Mascha ihr Kind stillte und LlieÜ einen Augenblick bei der Tür stehen, wie um sein -Hcil^ tum zu betrachten. Ein zitterndes Gefühl durchdrang ihn, so oft er Mascha ihr Kind sängen sah; mit leisen Schritte« und zurückgehaltener. Freude ging er auf Mascha zu und streichelte ihr Haar. Mascha fuhr zitternd auf, wie aus tiefem Schlaf geweckt: „Wer ist da?" rief sie voll Schreck. ,ch>ch bin es. Warum erschrickst du? So oft ich zum Kinde komme, erschrickst du. In Amerika gibt es keine Diebe, mein Kind." „Komm' nicht herein, wenn ich das Kind säu^e, pkease, du erschreckst mich." ,Marum, Kind," der Onkel lächelte „y like ith". Ich sehe es gern, wie du das Kind säugst. „Und ich will nicht, daß du zusichst. Pleasc, tu' mir den Gefallen!" „Aber warum? Jou are y little child, wie mein Krnd. Ihr beide seid meine zwei kleinen Kinder", der Onkel umfaßte sie samt dem Kind und tanzte mit ihnen frcuV^ im Zimmer umher. (Fortsttzu)^ sotgu-