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Wiener Morgenzeitung · 1923-12-08 · Heft 1730 (8.12.1923) · p. Seite 16

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1730 (8.12.1923)
Date
1923-12-08
Page
Seite 16 (sequence 16)
Language
German
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tfcti« Ü5 Wien, SamStag V** SPORTKLUBHAKOAH Wien» Wiesingerstrasse 11 Hm!« Samstag den 8. Dezember, 7 Uhr abends Votiversammlung der Fussball ektion IGWPMvkg: 1. Bericht Aber die abgelaufene Saison. 2. Neuwahlen. 8. Eventualia. 10499 fereebelnen aller Fussbalfer Pflicht I MoMt che«. Fabrik 83.060, Unq. Eisenbahnverkehr 165.000.—, Antzkobrmk Verein. Holz 23.000, Kobmg 49.000, TMM 153.000.-. Sie Ledisenkurse. figriio, 7. Dezember. (Devisenkurse.)*) Amsterdam 1,596.000 fl.MM). Nelgien 193.510 (195.510), Christiania 626.426 (82S.M), Kopenhagen 7481.25 (750.120),' Stocklwlm 1,101.240 (1Ä Italienische 181.545 (181.545), London 18,254.200 (iLM.tzvH, New-York 4,189.500 (4,189.500), Paris 228.440 (227.480), Schweiz 730.170 (732.165), Spanien 546.630 (5^.W0), Dien 59*850 (59*850), Prag 123.960 (123.960; BiMst 228*440 (219*450), Sofia 31.920 (32.518), Belgrad 47.W1 (47,281). Ä« Millionen von Mark. . Berlbh 7. Dezember. (Rotenkurse.)*) — Note«: Dollar 4MLV0 (4^89.500-, Psmd 18,254.250 (18,354.000). Italienische 181Z45 (181.845), Polnische 1,145.000 (1,146.000 ), Tscheche« ll-wMche 1B.690 (1W.690). Oesterr. qestenwrlte 69 850(59*850). *) in Millionen Mark, ausgenommen polnische Mark. . Weg» 7. Dezeckber. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom SknMte detschecho-flvwakischen Finanzministeriums^ — BerssÜ*) 7.77»/, (6.90), Zürich 603.75 (603.75), Paris 183.25 (186.75), London 150.50 (150.50), New-tzork 34.45 (84.45), Belgrad 39.05 (39.-). Bukarest (-.-), Wie« 4.58 (4.58), Warschau*!*) 9— (9.—), Agram —(—.—), Budapest 17.27'/- (17.25), Jugoslawische 38.78 .(88.25), Oetzerreichische gestempelte Krone 4.62 (4.63) PoVlWl-) 8.85 (8.65), Ungarische 11.- (11.-). *) pro Billion, t) pro Million. Sa-apest, 7. Dezember. (Kurse der Devisenzentrale.) — AuWchttu 8100 bitz 8540, Bukarest 116.- bis 129.-. KovenhaM.0810 btz 4030, Christiania 3210 bi? 3430, London 93.200 bis 87.300, Berlin -.- bis —Italien 630.- bis 985.-, PatÄ 1100.- Li8 1226.-, Prag 625.- bis 669.-, Stockholm oöK W 8920. Zürich 3700 bis 3920, Wien 0.3010 bis 0.3230, SoM.IG—l>itz 171.-, Belgrad 240.— bis 254.-. Netv-Aork 21.808 bis 28.600, Warschau 0.40 bis 0.50t), Brüssel 1000.- biS 1055.-. f) für 100 polnische Mark. Atzkaw» 7. Dezember. (Devisen.) Wien 0.1240 bis —. Berlin bis Budapest 0.47 bis Bukarest 46.50 Stoffen 983.50 bis —London 385.25 bis 87.50 bis Paris 472.50 bis Prag Sofia bis Schweiz 1540.- bis Brüssel bis Warschau bis AmßtzkbM 3340.— bis —, Stockhvlrn —.— bis —. bis R, 257/ Ä Nttgra^ 7. Dezember. (Devisenkurse.) London — bi? Paris 477 bis , New-York 87.75 bis — <8e«k 15«.- bis -.-, Saloniki -.- bis Mailand 386.80 bis —Prag 258.- bis Berlin bis Wien 6.1342 bis Bukarest 44.50 bis Sofia «o.- bis Budapest 0.46 bis Brüssel 410.- bis —, Amsterdam 3365 bis —.—, Warschau - bis Warschau, 7. Dezember. (Devisen.) Berlin —.—, London 15,650.000, New-York 3,564.000, Prag 103.900, Wien 50.-. SkeW-AsrkA 6. Dezember. (Devisen.) London 438.75, Baris 642.-, Berlin 0.19 für 1 Billion, Mailand 435.25, Zütitz 1749.—, Kopenhagen 1792.—, Stockholm 2633.—, CHÄMsNto 1601.—, Amsterdam 3811.—, Prag 293.75, Wien 0.14, . Budapest 0.53, Bukarest 52.50, Warschau 0.0003, Madrid 1308.—, Helsingfors 249.—, Brüssel 469.50, Kanada 2'/, unter pari, Brasilien 99.34, Argentinien 3175, Belgrad 114.—. Wiener Morgenzertung. 8. Dezember.1923 Nr. 1780 Der Abschluß der Herbstmeisterschaft. Drei Wkeisterschast-ssp i, fcic ftut HeUbU-arson Mlen, sind noch a-nsständig. von chnen sollen >rvun, falls cs vre WiMrung FUlüßt, zwor morgen und übevmorgem qur AnstMMNg gelangen. Das restliche >Sp-ss'l Bionna gegen Sporcklnb dürste VernnrÄich in dies-em Jahre nicht mchr statffiniden llönnen, da die Wildersacher in Kürze ihre Wm-verveisen antveten. Eine besondere Kraftauherung ist am Eonaotag von der Vienna zn erwarten, dir auf dem Kriaa-lrer-iDpoMutz gegen die Hakootz aiüritt. Die Döblinger haben in 'letztere Zeit nur tven-g befriMgen Eönnm. Ihren 'letzten Sieg errangen «sie vor sieben Wochen im MeMtHschosts- -Piel gegen Slovan. Seither konnten sie im BnsiiMn Fall nur rmei^chiedme Resultate erzwingen nn!) in 'den drei letzten Tressen setzte es lfnr -die Vienna ausschließlich Niederlagen ab. Der Döblinger Mannschaft fehlt es 'trotz ihrer vorzüglichen Eintzblspieier an innerem Zvsamnlerch.rlr. Nur in idc-n se'llonsien Fällen sind sämliche iIpiekr -mit Ernst bei der Sache., meist kämpfen aber nur fünf oder sechs Fußballer.. wä-lir?i:>d die übrigen keinen Eifer an Cm Ta-g legen. IM-ev.'ssantvvweüse ver- Äiminvet aber sofort die Gte-ich^ü-Issigkeil der Mannschaft, wenn sie Hegen die Amateure oder gegen Hakoah antritt. Wenn die beiden gnl'tzt genannten Vereine auch noch «so gut in Fornl sind und die Döblinger nur i'chr bos-chei-cne Leistungen geboten fallen, dürfen sich die Ober-Sr. Veiler und die Krrea-uer im Kampf gegen Vienna nie in Sicherheir wigen. Letztere fetzt merkwürdigerweise gerade in dicken Spieen ihren ganzen Ehrgeiz ein, um n-nge'sch lagen das FvSd M verlassen. Die 2lmate«nr.- kanren mit erne.nl blauen Auge davon, da sie ein 1:1-Resultat erzfelten. Am kommenden Sonntag wird nun die Hcrkoah versuchen, im Spiel gege-n die DMinger besser wez;nkomm»n wie die Ober-lSt. Veiler. Im Vori'aihr konnten die Hakoahner aus -beiden Spicken vegen die Vienrra keinen einzigen P-unkt nach -Hause bringen. Im -erlsten Sviel -unterlaßen sie 2:4 und im «zweiten Troffen mußten sie sich mit 0:1 Füschlagen bekennen. Im kommenden Äa-rnpf hat die 'jüdisch? Vbannischass keine allzu günIiaen Siegesanssichten-. Ihre Verteidigung. D'.rK>ig, Polla! und Go'd. idürfte int woseMichen kaivm schwächer wie die gegnerisch.' Hinicrunamischasi, Paoista, Blum und Rainer, Hakoah’Sportplab - Krieau —*—■»■■■■mw neben der Meierei Krieau Sonntag den 9. Dezember 2 Uhr nachmittags Meisterschaft Vorher die Reserven Strassenbahnllnien Ak, A, 11, C, 5 bis zum Sportplatz .einzufchätzen sein. Die Deckung der Biemva, inder sich Kurg U'nd Ehrcnka im «letzten Ssiie'l in auKge,zeich>noter Berfasssrn-g erwiesen^ dürfte «trotz des Achtens Von Ardwig entM.den besser sein als die Läuferwihe der Hakoalh. Letztere wird «devmM-ich in der Ausstellung Mblnar, GtWnann. Gludzkh auirvton. Große Schwierigkeiten b.'reitebe den Dbblingem die ZüsamMnifchulnig des Angriffes. Mit Dcsiiinnrttheit ist alber mit der MitwiMm-g der Spicker Seidl, Höreys, Höß und Rawm'ann m rechnen. Mer den linkeu ^.iLMdürmer-pOm bchetzen wird, ist noch -umbestimmt. Der Hakvch-iIlnyviff wird vorauS.stchÄ'ich^ ans dm Spielern Orenfeld, Sästvür-z, Heß. Grünwalid und Katz gtzbilbee werden. Wir schätzen ihn wohl lMer ein als dm der Gegner,doch darf nicht außer acht igelassen iverdelr, daß die DMinger in /boreps und Hoß?,m\ «ckvaliige DUvWvtztvner >und Scharfchütze-n besitzen, ldnren die Fähigkeit eigerd ist, Msst bei UN' aiinstiger Gefechtsiage ihrer Mannschaft den Sieg emMbragen. Die Häkoahner werden sich «nit der Tatsach,.' befrmnden müssen, daß sie es dieÄnal mit «atoeim schr harten Mgber zn Irm bekoemmn, der devtnöge jseiner Mn-cht nicht leicht nnterOi-kriegen ist. Durch Einzelleitungen kann dv? Mmlsche MmMschafft wohl diesmal keinen ErMg erringen. Die Stiürmer werden genau Msammenspicken Müssen nNd den Partnern Schußgdleyen- Hessen schassen, wenn sie gn Don h^n boimnien tvollan. Viel wird auch von den beivm ^lüigOMfern der Hrvkokth Whängcn, denn -toonn diese ihrer Anfgaibe «nicht gerecht werden tömwit, dann ist tzfe, Erfolg der Gegner wahrscheinlicher. Schiedsrichter Komar. I>m Spazierengehen sollten die Aur a teure heute Sanrs-tag aus «eigeneim Platz mit dom!Sport!klu!b Ostnuart fertig werd?u. Die Bvigissonauer haben es 'Mhtt in gähn Spielen nur aus einen PmA gebracht, wäh- «vb die Qöer-iSt. Vrrber in der Keichen- ÄNFahl vimistümpsen sechzehn Prtn'kte erlangten. .Irr diesem Tressen Stichen einander Mo der Mte und der ssetzte in der TMeÜe gsMnüber. Der SportAuL Ostmark «müßte eine V-istung bieten, die -weit aus dem Rühnreir Zainer sonstigen Drrbiei'nngen fallen würde., tvenn er auch nur einen Puwlt erlangen sollte. SchiedsvW-er Retfchnry. Olympische Spiele. Diverse Nachrichten über Paris 1924. Der englische Schwimmverband hat dem englischen olympischen Komitee mitgeveilt, daß der Verband nichts gegen die Bmiligüng der, österreichischen Schwimmer an der Olympiade einzuwenden habe. Dagegen müßte er seine Anmelduitg für den Fall zurückziehen, wenn die Deutschen an den Konkurrenzen teilnehmen sollten. — Amerika hat dir Daten seiner Tennismeisterschaften auf den 4. bis 6. September 1924 und den Challenge ans den 11. bls 13. September 1924 verschoben, um an der Olynipiade mit der bestmöglichsten Mannschaft teilnehmen zu, können. — In Frankreich wurde dir nationale Sammlung für die Olympiade bereits eröfstret. Als Erster hat sich der Präsident der französischen Republik, Mille rand, mit einer ansehnlichen Summe eingetragen. — Die italienischen Fechter für die Olympiade sind bereits bestimmt worden. Italien wird demnach wie folgt vertreten sein: Im Wovett von Allochio, Dalvi, Eckare«no, Constantino, Olivier. Puliti, Speciale, Terlizi Belloni, Carniel und Pessini; im Degenfechten durch Allvchio, Canova, Constantino. Marazzi, Oltvier, Thaon, Urbain und Basbetta; im Säbelfechten durch Baldi, Cesareno, Puliti, Busconi, Santelli, Terlizzi urtd Urbain. — Nortvegen, wo sich eine starke Opposition gegcr, die Teilnahme an der Olympiade 1924 bemerkbar machte, weil man sich dort an der mangelnden Internationalität stieß, hat sich nun doch zur Teilnahme entschlossen. Es werden aber nur •einige wenige Athleten starten, für welche ein Budget voit (feftfdgttt 19H. Nachdruck verboten. J.liMfachnftjfT-VeTlaj, Berlin, (28. Fortjetzunz.) SM Moses. Roman von Schalom Asch. „Md ich werde bei Mr. Melnit Mministraior der in der Essex-Gkreel-, 'danEe doch Mr. Mcknis, Gitcl, mein Kind." \ Ms Gstel, das Kind, das Hörle, brach es in Tranen aus. - Der Mann entfernte sich leise und' ließ Gitel mit dem Onkel allein, damit sie Abschied nehmett könnten. Der OMl Pirach Oitel ins Gewissen, sie nr-oge von jetzt ab ihrem MaM treu sein, einen besseren Lebenswandel sichren: und nicht weinen. Nach der Hochzeit werde er auch an sie denken. Als der Mann wieder eintral, fand er seine Fvau völlig gefaßt. Ter Onkel rief auch ihn beiseite Und spätste ihm ein, er möge seine Frau gut behandeln und auf sie acht geben. Und beil-e, Mann und Frau, wünschten dem Onkel alles Gute, er möttz: glücklich sein für und für mtf? Freude au seiner neuen jungen Frau erleben. . . „Möge sic nrehr Freude bei dir haben als ich, Moses mein.Leben!" wieder brach Die Frau in Tränen aus. M dann Atoues und Sam, tei* Neffe,;u der Frau kamen, Um ihr Ne Nachricht zu bringen, daß der Onkel hei-raten wolle, da nxiren Mann rrnd Frau gar nicht Überrascht, im OWttteil, sie fre-u-ten sich herzlich. ’ „Warum soll er nicht heiraten?" warf der Mann rin. „Was geht es uns an, toemi der Oukck heiratet?" ' ,0t ist doch noch ein junger Mann, warum soll er nicht heiraten?" fiigte die Frau sachverstäudig hinzu. Maues und Sam begrisseu, daß der Onkel ihnen zuÄVvgekomm'en war und alles geordnet hatte. Deshalb -DvtoM sie.; 0©am, Schluß machen, mit allem Schluß machen, fahr' dir übers Maul und kusch, du siehst ja, da ist nichts zu machen!" riet ihm Manes. „Tu' als lvüßtest du von gar-nichts, und wenn du es erfährst, so freue dich -darüber. Freue dich herzlich, wünsch' fcm Onkel Glück und stell». -dich gut mit Aaron und mit der ganzen Familie der jungen Frau, streich' ihnen um, den Bart, schmeichle ihnen, schmiere ihnen Honig in den Mund, tu'' alles, ivas man in solchen Fällen tut, deu-u sie haben dich in der Hand, lieber Freund!" so belehrte Manes Sam in eindringlicher Weise. Sanr wußte selbst, lvas er zu tun hatte, und war dazu euischlosseu. Gab es denn einen anderen Ausweg? Aber im Herzen trug er andere Gedanken. Er entstammte der Familie.Melnik, lvar des Onkels Neffe und nicht nmsonft nahm er sich den. Onkel zum Vorbild und ahmte ihn in allen Stücken nach. Nein, so leicht konnte er seine ehrgeizigen Pläne, den Onkel zu beerben und dereinst sein Nachfolger zu werden, -nicht aufgeben. Er 'war bereit, alles zu i-int und vor nichts zurückzuschrcckeu, um die Heirat zu bechittdern. „Er wird Kinder haben," da§ -war Sa-ms steter Ged-inke. Nachdem Onkel Moses alles geordnet und sich in jeder Hinsicht 'vor lleberraschuu-gen sichergestellt hatte, hieß er Aaron Melnik das Berlob^l-ngsfest vo-rbereiteu. Vor allem sollte für viel Gäuscbraten, Pier und Likör für des Onkels Rechnung gesorgt werden. Den Kusnunern gab der Onkel einen halben Tag frei, -damit sie zur Verlobung kämen. Die Kusmiuer priesen das Glück, welches Kusmin widerfahren war, daß der Dükel ein einfaches armes Mädchen aus^ dom Kreise seiner Landsleute zur Frau nahm. Dadurch fühlten sich alle erhoben und hielten sich geradezu für die Schlrägersleutc. Bei der Verlobung tat der Onkel den Kusminer Landsleuten kund, die Hochzeit werde in einer eigenen Knsmill-e-r Schul' gefeiert werden, die er für die Kusminer kaufen wollte. Die Kusminer Landsleuie wollten ihm die Hände küssen, als sie dies hörten; sie lvaren ihm -dankbar, daß er sie zur Verlobung eingoladen hatte und daß er ihnen eine Schul' kaufte. Sie überschütteten ihn mit Segcnäs-prücheu, freuten sich und prunkten mit seinenr Glück und seine in Reichtum. Mit allen Erzvätern verglichen sie ihn, der eine mit Erzvater Jakob, airs dessen Samen k.«c zwölf Stämwe erblüben würden, ein anderes mit Moses, der den Juden die Stistshütte schuf. Sie suchten einen Nanien für die künftige Schttl' und nannten sie nach dem Onkel: „Ohel Mosche Ansche-Kusnvin". Und Oukel Moses ging in Aarons Wohnung, schwitzend, glücklich und im Gefühl seiner Güte umher und sagte: „Esset und trinket, Kusminer Landsleute, freuet euch 'bei mir ist heilte ein Freudentag . . ." 6." Maschas Brautstand. Galtz Kusmin, soweit es sich in New-Fork befand) fa$ Mascha für das glücklichste Mädchen unter de.r Sonne an. Vcascha .selbst wagte nicht anders zu denken als ganz Kusmin Und schätzte sich glücklich, daß sie die Braut des reichen Onkel Moses geworden lvar. Ter Onkel überschüttete sie mit Geschenken, behängte sie mit kostbaren Juwelen, dem Modernsten und Teuersten, das zu finden war. Jeden Tag schickte er ihr die Schneiderin rtnd ließ ihr prunkvolle Toiletlen machen. Joden Tag lourde aus dem großeir Magazin-' der Fürlsteu Ävettue irgend etwas anderes für Mascha ins Halls gebracht: Seidenwäsche, hohe Lackschuhe, Handschuhe, Hüte. Wie konnte da das Mädchen, welches noch der Armut des Vaters und' der Wohnung auf der Hopkinsstreet gedachte, wagen, ihr Los anders auzusehen als alle Kllsnliner Landsleute, als alte Bekannten? Die ganze Fattlilie sah es für das reinste, echteste Glück an und hielt es dafür. In der Zeit, da Akascha in den Strahlen der Gunst des Onkels aufwllchs, «hatte sie es erlernt, dem Onkel zu gehorchen. Sie sah, tvie alle Landsleute aus Kusmin, ihr Vater, ihre Mutter, alle Mellschell, die sie kannte, dem Onkel gehorchten und nicht tragteli, ihm zu widersprechen oder etwas aud-eres zu tun oder zu denken, als de-r Onkel iwollte. „De.r Onkel hat cs befohlelr", das' lvar das heiligste Gebot, ldas stärkste Arguiueut. Und der OM hatte be. Men, daß sie seine Braut werden sollte, der Onkel lvollie, daß sie sein Weib sein sollte, und dein Onkel mußte man in allen Stücken gchorchell, alles nachgeben, lvas er wollte. tLortietzung solgt.p

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