Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-12-01 · Heft 1723 (1.12.1923) · p. Seite 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1723 (1.12.1923)
Date
1923-12-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980805--16958-3003919
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Men, Samstag Wiener Morgerizettung. Vier Meisterschaftsspiele. Die HeMtlPichtzsi't gcht m Gnlde und nur wenig Kämpft sind noch ausständig. Der morgige Smrn>ta^ -riMt vier Treffen, die für die EnVplocieMng in der HerMalison von einiger Bkd.ittun« find. Sine» willigen Punktelieferanten gab biGer der W. A. ft. dem Sportklub Hcckvah ab- Evsterer mtterilog «auch im Dovjahre in beiden SpiÄen, «und zwar mit 1:Z u-„d 0:1 Torrn. Wie noch in Erumrmma sein dürfte, M «rö d-' " nt>e>n Tröffen «MiMame AuSschreitunoen, die im Bert '.uw weittragende seligen noch sich Er wurden fc (uiMich Stimmen Laut, die von einer vom W. A. F. peEchucrt-rn Benschleipvu-na de-r UntetzsidchuM zu erzählen wußten. ES wurde auch der Ausschluß drr HAteldorlftr ans dam Vwftanb verlangt. da der % A. C. «u Schaden gekommen fti-lt «soll. Langwierige «Kämpft mutzten auSgÄfiochten werd?n, bis der W. A. ft. dieftn Verdacht enitik-räften koautte. Wir belicht iigeil nun keineNvegs, dieift «cklie G« tschich^ wi«:der ans DrgeÄicht «tu zerren, doch kön-nen wir «nicht Mmstellen. datz sowohl die Spieler ÄS auch die Anhänger des W. A. F. in den Mmpftn «amen die Hakoach die R« «aeln fceS .^air Platz" anher acht lallen. Morgen treffen die beiden Manntschwfden in der Krieau wieder aufein-ander, «unfb wir wollten Hüffen, daß die neugewählte Deibuna d r HMeDorftr auf bk Spieler und Anhänger bevuhigond einw'irken wird. Seit dem letzten Spiel hat sich rismt'ich viel geändert. Der W. A. ft. nimmt nicht mehr di« aunktige Slelli'.ma im MitM.tr.fftn «in «und muh sich devreit mit einem bescheidenen Platz am unteren Ende der Tabelle begnügen. Dieise Deqradienrng ist auf «in« durch «Npielerodstänae bed'mate Schwächung der ivdamffchaff MÄichpOühven. Die Hakoah, di« -erst am der- »e>nrn Sonntov im Praa Mn« Kraftprobe befanden hat, ihren dieSmaLigcn Gegner sicher bet-vingrn könmn. Nun fehlen aber aus der Mannschaft, die stch «n letzten Troffen so hervorragend grfchl-agrn hat. drei auSnerzeichnetc Kräfte. Schwer dürste la«u«m antrsten. Schwarz ist noch nicht spi-sl- 'berechtigt und'Hänsftr ist noch qeisprrvt. Der Hakocch stchen wohl überaus tüchtiae Crisatz «suite «nur PechügMg, trotzdem kann von einem AuSqlieich der Kräktv gchprochen werden. Es %t an;unchmen, patz der W. A. ft., dem der BorKUg. fast aus- WlftWch nunge Spieler in lernen Reibm $■' haben, qobübvt, «Mit den: Mutze,der VeWvsiffung kämpftn wird, um dem be- -veits fttzt drohenden Abstieg in die Meile Masse M entghen. Die Hakoah d-arif deshaG das Bpftl nich^ von der leichten Seite nehmen, sonst könnte sie eine unLnaonchme «U«H?rraffchunia er- Lchon. Ein Sieg würde dem 'Wischen Bev:ft gu einer überaus Sonstigen Position in der Daibelle vech.Hvn. Schiedsrichter Vchönecker. Eine schwere Krise nvachtderM vor GporrvM Wacker durch, da »in seiner Ber- «kiAettamg 'U.nst»mimwlr«iten herrschen. Dich- Mifstvnde blieben nicht ohne EiMnh auf die Karmpifuminnschchi, so daß letzter« nicht den ÄbeÄieftnunaLge'mäk Erfftimn Platz im MeisterschÄftsvenmn einnimmt. Die MeWinger, die «i'Nst am veroanpenen Sonntag von Simmering «ine Vevnichtcnüü 1 ^«Niederlage hinn'chtnen «mußten, stchen auf eigennm Platze vor keiner leichteren Autfc»»be. da sie de«m GportVuib Rapid entgegen« «treten. Irn Vvogangenen Jahre nntevlag der SpvrtAuV Wacker im ersten Treffen 6:3. dar Äveit« Spiel hingegen konnte er 1:1 unenlischftdrn halten. Es ist kaum aiWmhmen, baß er diesmal einer NftdeMWe entg.hen wird. Schiedsrichter Retschurh. Eine weit« Reise nmtz morgen drr Sport«Kch Admim antveten. da er sich dm Amatarnen in Oberst. Beit pn Kampf stelb.n «mutz. In den beiden letzten Spielen tei'iftn die beiden Vereine die Dunste, da di«e Amv-teu-v« im ftvWcchr 3:1 und die ftlorldsdocker 'im. Herbst 2:1 siegten. Mit Rürksicht damulf. daß die Admira einige riichl.ige Kräfte ersetzen muß, hat sie viel «an SÄagkvaft derkdrem In dieser vevlM'tniSmößig Wechterm^ Bevfasfung dürfte ffc kau«m imstande sein, den -Amateuren den Sieg streitig zu rnachen. Schiedsrichter Kmlich. Mn Bormittagsspiel firibet «morgen nm 10 Nhr auf dem Hrrtcha-iPlotz. statt, wo einander Hertha «unk Ostmark eirtgegentreftn werden. Die Brigiitmauer sind erst «am v«rga«niaenen Sonntag qeffvn den |vw^ yviuvi'V~i\f |v v-uf^ 'U'Hll,uv,u'v vtvxu«t.W|\ywi>iiir i'up sie auch morgen die Obrrha-rch behalten wird. Schiedsrichter Beeumn'N. ... Die Hakoah in Prag. Weitere Mötterstimmen. Sämtliche Iertunqen loben ohne Ausnahme das prächtige Spiel der jüdischen. Mannschaft. So schreibt „Pon-d.elnik", daS Organ der Slavia: „Die Drannschaft der Hakoah fand sich auf dem harten, verschmrten und glattem Terrain bald unfo ging, ihr« ferne Technik auSnützemd. gut mrch dem Ball. Ihre Energie, Ämfopserung und UnermMichkc-rt war bewundernswert. Der einzige ftehftr, der das Resultat entschied, ivar daS ungenüg.-nde Stehvermögen und die fehlerhafte Kräfteökonomie der Wiener. Sie diktzftrten ein . Tempo, dem sie gegen Ende Mnr Opfer fielen." ,L i d. N o v: u y": Es kann gesagt werden, daß die Hakoah von den Wiener Mannschaften, die heuer in Prag gastierten, die -beste Leistung vollbrachte." — „Prager Mittags« zeitung": „D:e Hakoah war «besser als das von ihr erzielte Resultat." — „Montag8blati": „Die Prager hinten alle .Hände" voll zu tun, um di.fts Spiel für sich -zu entscheiden. DaS Resultat drückt das KräftevetzbältniS nicht gang richtig aus, da dasselbe ebenso gut für die Wfttrer hält« lauten können, welche den Pragern ein vollständig ebrnitzurtiger, was Technik und DurchfchlagHkra.ft anbelangt, sogar überlegener Gegner waren." — ,M-ar. Demokracie": ,^Zu ihrem ZOfährigen Jubiläum lud sich Slavia die Wftrrer Hakoah ein und verschaffte dadurch dem PMÄum ein herrliches, schr interessiertes Spiel, daS in scharfem Tempo, fl&er mtt fein«rr Kombination auSgetragen wurde." — DaS kommunistische. Blatt ,Ilüde Praho, der schärfste Gegner der natioitÄistifchen Slavia, weiß nichts ft: Heues, alS dwft wegettslftS Kontrastes--- Jubiläum und Mfchnattonail« Männ«schaft — arrzustünkem. „Prav o l^id u": Die Gaste, die ein mwsterhafte» Auftreten hatten, m» fielen ^beisonderSi Der zfffernmätziM ÄUSgang gib! kein Blkd vom Spiel, denn die Hak0ahn»:r hätten mehr vom Kampf als Slavia und verdienen keinesfalls eine Niederlage mitzwei Toren Difftvenz. Auch ihr Eifer war belspieWft:nd. Der Umdruck, den sie in Prag hmtevließen, war tadellos." — „P e c e r" schreibt unter der Ueoerschrift : ,^firag ist um zwei Goale besser als Wren.- Schwer erkämpfter Sieg der Slavia über HakocH 4:2. Das unentschiedene Resultat drr Sparta gegen die Amateur« ist ein Erfolg.- Das Wettspiel, mit dem Slavia -ihr Jubiläum begi-ng, war überaus interessant. Hakoah bracht« eine vafche Mannschaft mit. Im Mttelläufer hatten die Mener ihre stärkste Stütze." mmanammmmmm Copyright JW4. Ra«ddr>us verboten« i, Lttdyraehaikofl-Vorlag, Berlin. (23, Fgrljetzung.) SM Möses. Roman von Schalom Asch. 8. Mascha. Mit Onkel Moses lvar ettoas pasiiert. Onkel Moses Hatte am. Sonntag sein Geschäft Geschäft sein lassen und machte mit einem Mädchen einen Ausflug für den ganzen Dag! Onkel Mvfts war wirklich im Atter jung geworden und tat Dinge, die -ihn in den Augen aller seiner Bekannten lächerlich nmchten und seiner Würde Lei den Landtzleuten von Knsmin Abbruch taten. Onkel Moses begann in feinen alten Tagen ein Elegant zu werden, als wäre er neunzehn Jahre alt. Er trug schmale, kurze Hosen, damit man die weißen Strümpfe sehen könne und hohe, schmale, steife Krügen, die ihn furchtbar guälten; und Onkel MoseS überschüttete sich geradezu mit Parfüm . . . Beim Lunch im galizischen Rcfchurant, wo Onkel MoseS ja gern die fetten«, gebratenen Hinterteile von jungen Mwsen oder Enten aß, sahen ihn die GeschüstSl«suie aus der Bowerh verwundert und belustigt an und «lachten hinter voygehaltenen Händen. Sein neuer Nachbar, «in Warschau«r, der erst vor kurzem ein Zigarrengeschäft in unnnttelbarar Nachbarschaft des Onkals eröffnet hatte, und bereits in der ganzen Gegend als echter Warschauer, als Elegant und WitzboL, bekannt war, hatte dem Onkel he<- veits einen Streich gespielt: Er hatte bei der Frau auL dem Miizischen Restaurant einen Kuchen in Form eines He.pzens bestellt, davanf «in farbiges Bildchen — ein Mädchen mit roten Wangen —, das von «hier SchokoladetafÄl genomnren lvar, aufgeklebt und dieses Geschenk dem Onkel zugesen'det. Onkel Moses sah und hörte, daß man über ihn lachte und schluckt« alle Späffe hinunter; fein roter Nacken unterlief blutig, doch er konnte sich nicht helfen. Und überdies -nmßte er mit einem grünen Jungen in Wettbewerb treten, mit einem neunzehnjährigen Collcge-boy, mit Charlie, welcher in der letzten Zelit ein häufiger Gast bei Aaron Melnik geworden war und mit Mascha ausging.! Onkel Moses hatte große Angst vor dem neunzehnjährigen j College-boy, er hatte überhaupt Angst vor allen Leuten, die jünger waren als er. Sein einziger Trost war, daß der neunzehnjährige College-boh eine ausgefranste Hose, und vertretene Stiesel trug und für «inen Cent fort Leben hingegeben hätte, während er, Onkel Moses, sich nach der letzten Mode kleiden konnte. Onkel Moses verstand wohl, wie lächerlich er in der eleganten Kleidung aussah und wie gering sein Vorteil gegen Charlie war, doch er führte den Mann. Denn er hatte sich fest vorgenommen, Mascha zu heiraten, das achtzehnjährige Mädchen, ivelcheD er selbst erzogen hatte, zu heiraten, und in seinem Alter Kinder zu haben, niemandem zu Trotz, nur sich selbst zulie.be, seiner eigenen Lebensfreude zuliebe. Gr hielt sich für berechtigt dazu und verstand deshalb nicht den Spott, der mit ihm getrieben wurde. Seine geckerehafte Kleidung war ihm ein Mittel, um das indische Herz -des jungen Mädchens zu gewinnen. Sie wollte es, so mußte er er tun. Und m den kurzen, schmalen Ho'sen mit dem enggeschlossentzn Rcck über seinem dicken Bauch, -der lebe-männisch gcha-ltenen Frisur, schloß Onkel Moses ernsthaft große Geschäfte ab, ^handelte mit den Kaufleuten, kaufte und verkaufte Häuser, nahm an Meetings von WohltätigkeitSvereineu teil, trieb mit seinem Blick Kusmin zur Arbeit an,, als rnerkft er gar wicht die Lächerlichkeit seiner jugendlichen, geckenhaften Kleidung, seiner geschminkten und gepuderten Wangen . . Er war derselbe gestrenge Onkel MoseS in seinen jungenhaften, wie ein Kostüm anmutenden Kkeidern, wie er es in seinem früheren täglichen Leben war. Drei Jahre hatte Onkel Möses geduldig gewartet, bis die vierzehnjährige Mascha «vivachsen war. Allo Paar Tage tvar er zu Aaron Me-lnik gekommen, um sein Zu- Nnstsglück zu betrachten, und -hatte sich in heimlichen, süßen Phantasien gewiegt, in Phantasien über das Glück, ivelches ihm bevovschnd. Gr musterte Mascha jedesmal, wie man ein« in Eigentum befindliche Sache mustert. Als Mascha siebzehneinhaib. Jahre alt war, ging Onkel Moses daran, sein« ihn zuinnerst quälenden urch doch lust-süßen Phantasien zur WiMchkeit werden, zu lassem Er . fuhr fttzt zu Mascha, um sie. mitzuMhmen --.doch nicht mehr wie bisher als Kind, sondern als ertvachftnes, verständiges Mädchen, ivelchss idas große Glück vcrireht, das ihm be schieden 1. Dezember IMr Seift - Die Generalversammlung der Hakoah findet hertt« Äj halb 6 Uhr rmd morgen äb 8 -Uhr vormittags sowie ab halh 6. Uhr nachmittags im GetverbevereinSsaale, 1. Dvz.< «Eschen* bachgasse 11. statt. Sollte die für Sonntag» 8 M>r vormittags» angefttzte ÄenerckVversammlung -nicht beschlußfähig sein, sa findet um 9 Uhr eine unter allen.Umstturden fteschlußfähige Generalpersammlung statt. Futtertveit (Hazair-MaLkabäa) wurde im Spiel-ourschuß der vierten Klasse Südost zum Schriftführer gewählt. Rindler und Ehrenfreund, die in der Herbstsais-on in der Hakoah-R-cferve tätig waren, sind wieder zu ihrem Stamm» Verein HaMrMakkabäa zurückgekchrt und wurden bereit» von de: Hakoah freigegeben. Dänemarks Fußballer nicht in Paris. Wie der Schweizer „Sport" zu melden, weiß, hat Dämmark erklärt, daß e» «an den Fußballspielen der "-irifet Rumpfolympiede rricht teilnehmen werde. Da Dar irk als. eine der stärksten, wenn nicht di« stärkste Waffe des Festlandes gilt, bedeutet dieser Entschluß eine erhebliche Einbuße für die Bevanstalter. 2ft6»8, der frühere Mittelläufer des Teplitzer ftußballklulbs, spielt jetzt beim Deutschen ftußballklulb Buenos Mve». Die Wettspielreise der Spielvereinigung Fürth nach Konstantin-opel wurde auf die erste Jännerhalst« verlegt. Dagegey spielen die Moravska Slavia aus Brünn und Gradjanski au» Agram im Laufe des Dezember in der Türkei. Achduth—Grinzing 3:1 (0:1). Achduth war dem köchrrlich starken Gegner von Beginn an überlegen. Nur auf die Schuhscheu der jüdischen Stürmer war «S zurückzuführen. daß st« vor Halbzeit 'keinen Erfolg erzielen konnten. Der beste Mannschaststeil war die Deckuna, in der sich Sternklar und Drock beson»oerS -auS^eichneten. In der Verteidigung war Panne» verläßlicher als Feilich 2. Der Sturnl hatte in Adler und Blumenzweig die besten Kräfte. Twtz leichter UeberbegercheU Ach, duths erringt Grinzing nach einem Durchbruch die Führung. Nach Halbzelt bat Achduth das Heft vollkommen in der Hand, In der 20. Mimte wird Adler im Strafraum «gelwirdvig aufgehalten. Den „Elser" verwandelte Blumenzweig -. Nun sind die Grinzinger mit ihren Kräften zu Ende. Blumenzweig > . und Adler erzielen nach einigen Minuten zwei schöne Tore. Das intermationale Schwimmfrft der Anmteure. Das moUen «ab halb 5 Uhr nachmittags im Jörgevftlch stattfindende Meeting durtfte sehr interessant verlauftn, da der veranstaltende Verein zahlreiche auswärtige Gäste an den Statt bringt. So -ist es ihm gelungen, die «ganz auSge^eichMte Rennmannlschaft des Vivo es -Athletittri Club (Bu xrpest) sowie jene des Athletik-Mub Sparta aus Prag für »Feilt Meeting m verpflichten. Diese beiden Vereine werden auch die Wasser-all- Wettkämpfe bestreiten. Der Vivo er Athlet ttai Club wird den österttichifche» Meister W. A. C. zum Gegner haben und di« Sparta tritt gegen die AMaftme an. Einen 'besonderen Reiz erhÄt di« BevanstÄltung durch zwei' VereinSmchMmpse. Der «ine dieser MehrkämGe ist nur für Jünglinge offen, der «weite Kr Damen. In diesem Kampfe der Iüivglingr ist neben der Hakoah, dem Wiener Ämatour^Sportverein und dem 1. W. A. S. C. der Vivo es A-Uetikai ElE ernst-er Anwerter, auf den Sieg. Der Damenmchrkmnpf dürfte sich «nach den vottiWenden Nimnungen zu e-iUM Zweikampfe zwischen der Danubia und'der veranstaltenden Schwimmsektion gestalten. Die IS WettLewewr, welche das Schwimmest der Amateur« umsatzt, bildet em abwechsiungsreicheS, geschickt zusam-men-qqtellteS Programm. Die DleetingS der Nachkriegszeit Ntten alle botiwtter, daß di? mit vielen Geldapf-ern herbeigchotte ausländische Konkurrenz die heimische «Schwrmmerschaft zu einer remen Gtatistenrolle verurteilte. Das ist nun anders geworden. Aweiftllvs ist setzt der österreichische Schwimmsport wieder im Kommen. Die harte Avbect der Vereine hat «8 zu Wege gebracht, daß nun i«n allen «Konkurrenzen den AnÄändeen vollwertige Gegner gegenübertreten wetzden. Der Wiener Amatour-Gportverein hat das Meeting erst für halb S Uhr angeisetzt, so daß auch di« Besucher der ftutzball- > Wettspiel« sich noch" die interessanten Staffelkämpfe und bfa an 1 tft; als Mann wollte er Mascha gegewübertrelen und ihr | feine Kraft zeigen... Im Gäanken an Mascha lächelt« er freudig in sich hinein, als ex in den frischen Sommevmorgen fuhr, der noch ttihl war vom nächtlichen Regen und doch schon die feuchte Glut des Tages cmsstromte. Er s«ah Mascha in dem Weißen Batistkleid vor sich, aus dem ihr blühender Leib voll hewortvat. , Seit sie erwachsen war, llebtr e8 der Onkel, Mascha in Weiß zu sehen. Weiß erzeugte m ihm «ine angenehme Vorstellung . . . Er stellte sich die Zeit «nach der Hochzeit vor, Mascha liegt im Wochenbett mit dem Kinde, mit ftinem Kinde, er tritt, ein wenig aMheitert, in ihr Zimmer» und sie blickt vom Bett zu ihm hinüber, ganz weiß, «auf ihrem Gesicht liegt noch die Quäl der Wehem intd sie blickt auf ihn, um Mitleid flehend . . . Dieser Gedanke hatte etwas Beseligendes für ihn, es machte ihm innerlich Freude, Mascha im Wochenbett, ihr Gesicht gequält Md bleich, zu sehen. Weiße Kleider gaben ihm immer diese Boxstellung und deshalb machte er iht auch so häufig weiße Kleider zmn Gescherck. Er hatte sie auch gebeten, das weiße Batisttleid anguziehen, als er nnt ihr verabredet hatte, für den ganzen Sonntag mit ihr zusammen m «inen nahe gelegenen Badeort zu fahren. Mascha erwartete ihn bereits, - wie er es gewünscht hatte, in Weiß. In den Paar Jahren, da der Onkel ihr sein Jntereffe zuivandte und sie erzog, hatte sie sich eä ihn wie an einen Vater gewohnt. Sie gab seinen Launen nach wie ein kluges Kind, das oft ftinem artsgelaffenen Barer nachgibt. Sie war dazu erzogen worden, dsm Onkel zu gehorchen und ihm alles Micbe zu tun. Ihr Vater, .chrc Mutter, die ganze Familie und alle Landsleute hatte «s sie so gelehrt. Und sie lehrten es sie nicht nur, sondern sie ftlbst gehorchten alle dem Onkel und gaben wicht nur seinen Launen wach, sondern hätten' für ihn ftlbst das Unmöglichste getan. Selbst wenn er von ihnen ihre verborgcmsteN und heiligsten Besitztümer verlangt hätte — sie hätten sie ihm gegeben ... Sie waren ft glücklich, wen« der OrM von einem von ihnen etwas wollte, ettvaS verlangte, wenn er einen von ihnen mit einem Auftrag, mit einem Befehl beglückte. Und wenn der Onkel jemanden n«m Frau oder um feilte erwachsenen Kinder fragte, so war der erhöbe« in den Angen seiner Landöleute . . . (Fortsttnrng folgt.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.