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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-15 · Heft 1707 (15.11.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1707 (15.11.1923)
Date
1923-11-15
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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m Tnrr. WM, MMvSW ~ > Wie wir erfahren. haben sich' hie Spieler des F. :'i. (i. MN doch bereit'Märt, in der zwaicklaffigen AnAvaWtt«.nnscl^>r nützuwirkeir. Hidaen dürfte der Tormann Siogl schien, da sich dieser vorzügliche Spieler von den Bewegungssprelern ab° gemÄdet und Lei Rapid angwiLOet hat. Für Siegl wiirde .Hofer von % A. C. einspringen. Das OveiMaMge Team Darvtet: Liegl (BÄvMNgsjpMvr); Lihak G A. <£.). Dwovschak (RudoffMgel); Bermmer (F. A. C.), Lildwig (Cricketer), Wostrak E A. C); Lebeda (Sturm' 1607). Gschwem (Bewegung 86), ISMr iF. A. C.), Dusipiva, Minarik (Rndo'lsshügel). Ersatz: -Mer (F. A. «.). Fried. (Cricketer), Dt»! (W. A. <£.). Daß schwdsrichteramt tvnrde Herrn Komar übertragen. Die Budapefter Meisterschaft. Budapest, 12. November. Die Hevbstsaison ist beendet. Mit Rücksicht ans die Pariser Dlv»rpiade werden vier Runden der FrWahrssaison noch in 'diesen Jahve ausgetragen. Das mit SpannnnU erwartete Treffen M. T. K. gegen U. T. E. endete 1:1 (0:0) unentschileden. Das Spiel war fahr scharf, worunter aiber dessen Schönheit litt. Die beiderseitigen Dertoidigmrgen wurden mühelos mit den gegnerischen Angriffsreihen fertig. Otth als Mittelläufer war tmeder der beste Mann auf dem Felde. Auf der Geaen-Me brillierte Bogl 8. Das Tor für den M. T. K. fiel in der A. Minute aus einem Freistotz Molnars. Der <ll. T. E. glich in der 43. Minute durch Sivon aus. Der B. A. C& erfüllte nicht die .in ihm .gesetzten Hoff» llungen. Cr unterlag gegen B. T. E, 2:4 (0:3). Der B. T. C. befand sich schon mit 4:0 Toren in der Führung. D»wch diesen Mißerfolg befindet sich der Mische Verem an der letzten Stelle der Tabelle. Der F. T. C. fertigte Zuglo sicher mit 3:0 (1:0) Toren ab. Patakh (2) und Eisenhosfer dvaren die Torschützen. Der 3. Bezirk L. V. E. siegte verdient grgen u. T. S. E. 2:0 (2:0). Torschützen: Horvath und Skyarek. Vasas, ioelcher Verein im Felde ständig ciivc Ueberlegenfetii bekunden bannte, unterlag durch ein Eigentor gegen bcrt 83 % C. 0:1 .(0:1). Bei Vasas fehlte der disqualifizierte Mittelstürmer .Fellinek. In einen: nnmiereffaNten 'Spiel schlug Törekves den Kispesti A. C. 4:0 (1:0). Die schwere Niederlage Der» schudete der gänzlich iMspomertc internationale Tvrrnann Diri.. Endftand der Herbstsaison. L 'Jitvtin » f | S S « S- * » , . 11 9 1 :1 21 i\ IS 11. T. S. . . . 11 7 2 2 27 5) 16 F. T. «. ... . # 11 8 4 1 23 7 15 B. T. r. ... 11 6 2 3 17 13 14 38 F. C. . . . . . 11 4 4 3 11 U 12 Törekvetz . . . 11 H 3 5 14 16 9 3. Bezirk T. D. E.. , 11 2 5 4 9 11 9 Basar. . . . . , , , 11 4 2 5 15 19 9 U. T. S. E.. . » » , 11 4 1 6 14 22 9 Kirpesti A.C.. . » 11 1. 4 6 10 22 6 ZUglo. . . . . 11 2 2 7 7 20 K B. A. «. ... 11 2 2 6 18 6 TchiedSnHtrrhesetzunge« für Scnmtag: HaEoch—Hertha (Schänecker). SporMu!b--M0dLn (Grünlbanm), Amatcrrre— W. A. F. Werne«), OstmaÄk—Simmmering (Wagn-ori, Wacker —Ädmrra MaberMner). - SWed-richlter Retschmh echiolt die ehrende Ginladrmg, de» LäErssnipf Schweiz—Holland, der am 2v. d. in Amsterdam 8Ur AüstvaWno, gslcmmt. zu leiten. Herr Retschurv wird dÄs«n Rack Folge leisten. Hau-ler, C«ttma«« rmd Lowak waren gestem vor dem Struma geraden, um sich weisen der Vorfälle beimabgebrochenen GM Hakoah-SportNuib zu vechchevtigen. Der linke Mgelstürmer Fischer hat sich vor: der Vienna abgemelidet. Agramer Spiele. Meisterschaft: Coneordia gegen Sparta 0:0, .HaA gegen Tipograstja 1:0, — Frewrdschast: HaSk gegen Rumänische Mademiker (Koloszvar)SÄl, GradianÄi gegen Penkala 9:0. Der Städtrlamps Belgrad gegen Novi Said, der in Novi Dad zur Austragung gelange, endete 3:2 für Belgrad. Die Biemea spielt «m kommenden Sonntag in Prag gegen ^rarta. . Hakoah (Olmütz) unterlag gegen S. C. Olomoue 0:1. Wiener MorgeitreitkuAs.r~_ Mallabi (Proßnitz) >mrrde von Sparta (Protznitz) mir '1:0 Taren geschlagen. Adle konib.—Ari komb. 0:0. Trotz grotzcr Ueberl^genheit lonNte der S. C. Mir . kein Tor'erzielen. Bei.Mir ^fielen BM, Gtnsibvvg 2, StraMera in dev Verteidigung und Kurz, Rotbevger, Herzfevd im Angriff. Bei Uni fiel Femstein durch lEin derbes Spiel ans. Mir:. Brüll: GinSberg 2, Straßbevg; Weiß, Limberg, Wellner; Pi8k,- Roibevger, HMePd. Kur«, Blei WnSherg 3). „ Astoria—Kockimah 2:0 (1:0), Das Spiel, das von einem gänzlich unfähigen Schiedsrichter geleitet wurde, stand auf sehr niederem Niveau. Vor Halbzeit gelang es Astaria, das erste Tor zu erzielen. Die Kadimay-Sturmer lieferten das schlechteste Spiel in der Saison, sie hatten aber dennoch bei Ausnützung der Chancen mehrere Tore erzielen können. Nach.der Pause war daL Zusaurmenspicl besser. Bei einem geloaetrtlichen Durchbruch des linken FlügelstürmerZ und nachfolgendem Schutz läuft Teitler zwei Schritte, um den Ball zu fangen. Durch den Wind macht der Ball eine Wendung, so daß der Tormann den Ball mit ansaestreckter Hand, jedoch ohne den Platz zu verlassen, sängt. Der ungefähr auf, der Mittellinie sich befindende Schiedsrichter pfeift „Goal". Trotz der Einsprachen des Kapitäns und der Linienrichter bleibt der Unparteiische bet seiner Entscheidung.- Kadimah macht jetzt vcrztveifelte Anstrengungen und erzielt auch in kurzen Intervallen drei Tore, welche jedoch vom C-chiedsrichter nicht anerkannt werden. Bei einem „Reveree" schießt Haas den Ball zum Jlügclstürmer und trifft den Schiedsrichter. Daranchin wird dieser Spieler trotz seiner Entschuldigung ausgeschlossen. Ansonsten wurde daß Spiel des öfteren unnötig abgebrochen. In der letzten halben Stunde folgte Angriff auf Angriff, doch waren die Gegner vom Glück begünstigt- Das Wettspiel Bienna—Kadimah sirrdet heute Donnerstag (Feiertag) um 10 Uhr vormittags aus der Hohen Warte statt. Karten im Sekretariat der Kadimah zu halben. Haömonea—Anglobauk 5:0 (2:0). Haömonea trat zu diesem Wettspiele ohne Weiß, Grebler und'Sützmaun an, war 'jedoch ständig überlegen und siegte nach Belieben. Bor Halbzeit, erzielten Keftler und Eisenmayer in kurzer Reihenfolge Ävei ^Treffer, dann Wl dcr glänzend disponierte Adler einen scharf, gesck>afMen Elfer in' glänzender Weise. Schäiffeld als Verteidige^ und Sokal als Ien>terha'ff baträhriei: - sich. Nach Gegenwechsel waren Kestler (2) und Futz erfolgreich. Hasnmnea, die in der Arofstellnng: Adler; Itzak, Schönfeld; Schirock, Sokal, Gold; Cfienmayrr, Fuß, Kestler, WaMlchn 2 und Fromm antrat, hatte in Fronrnr, Schirock, Kestler, Fuß und Adler ihre besten Leute. Dankner (Makkabäa) ist zu fernem Siaiinnverein Hasmonea znrückgekehrt. . Die Generalversammlung des S. E. Hakoah findet am 1. Dezember d. I. ab 4 llhr nachmittags mtd am 2. Tezem'bw' ab 9 llhr, vormittags im Sitznngssaale des Gewerdev'ereins, 1. Bez., Efchenbachgafse 11, statt. Die der GenerNlversamntl>mg vorznlegen'den Attträge sind bis längstens Sanlstag den 21. d. dem Sekretariat, 1. Bez., Widsinzetstratze 11. einiur-nchen. Im Margaretenhad findet hmte trotz des Feiertages das Schwimmtraining der Hakoah statt. Von 4 bis halb 0 Uhr Zöglilige, halb 6 biß 7 Uhr Damen und von 7 bis fynt& 0 Uhr Herren. Truiningsleiter Skamper. In der letzten Börstandssitzmrg des B. Oe. S. wurde »i der Zahlungsschwierigkeiten der Schwimmvereine been, das seinerzeit gemietete Margaretenbad zu kündigen. ES tvird daher in her.nächsten Woche das letzte Schwimnltraining abgehaltcn. Gleichzeitig wurde die neue Einteilung im Iörgerbod festgesetzt: Montag, 7^ bis halb 9 Uhr. Hakoah; halb 9 vjs 10 Uhr Cricketer. Mer und Donau; DienStag, 4 biß 6 Uhr, Danubia; 6 bis 8 Uhr W. A. S. und Helga-Ostmark; Donnerstag, 8 bis 10 Uhr, W. A. C. und W. B. C.; Freitag, halb 7 bis 8 Uhr, 1. W. A. S. K. —w-ff'll |1 I L. J_U..UJJI..BB.a.giJ3Bi|'.am«aiB!BUg1 Mchristen an Kit MMo« sowie «nverlangk einlangende» Manuskripten «olle man stets Rückporto beilegen, öa sonst eine Veanlwortnng» beriehnngsweise Rücksendung nicht erfolgen kann. 15. Novelnber 18Ä S»ite K LeichtaAeK In Königgrätz siegte Rivdl (Sparta, Prag) im Lüns itzber 1ä0v Nieter in 4:82 AUmltcn. Hakoah-Touristit* und Wintersportsektion. Heute um viertel 11 Uhr vormittags findet im Ferdinands-Kino, Wien, 2. Bez., Taborstraße 1, eine Kinovorfüyrung statt. Progrmnm: 1. Chaplin als Hochtourist. 2. Kinoaufnahme der Haköah-Stisektion: a) auf der Uebnngswies-e; b) Tcnlrenfahrt aus der Prrtulalpe; e) stletterübungen auf der Rax. 3. FuchSwgd durch Engadin. Karten zu 8000, 5000 und 8000 K. Zusammenkünfte, Neuanmeldungen und Auskünfte jeden Freitag, halb 8 Uhr abends, im neuen Klublokal, Wien, 8. Bez., Bennoplatz 1. Vor jeder Tour empficlt cs sich, am vorhergehenden Freitag anznftagen, ob die Tour mit Rücksicht ans eventuelle Zugsändcrrmgen nstv. programmäßig geführt wird. Bei den Touren b und c ist Voranmeldung notwendig. Programm für Sonntag .den 18. d.: a) Nekawinkel—Troppberg—Gäblitz—Pnrkersdvrs. (Gehzeit fünf Stunden.) Abfahrt 8 Uhr 40 Min. Stadtbahn- Haltestelle. Westbahnhof (Weiß), b) Rar. Abfahrt am Vorta« 13 Uhr Wien-Südbahnhof (R. Ranbitschek). Aus den Vereinen. A d i r. Heute, 7 Uhr, Ansfchußsitzunq. zu der folgend« Herren zu erscheinen haben: Balabän, Anger, Tr. Huber, Schivarz 1. Weiß, Knpfermann, GinSberg 3, Straßberg. Anschließend Spielerversammlung und Mannschaftsaufftellung siir daß samstägige Meisterschaftsspiel und für daß sonntägige Wettspiel gegen Bienna. Ari. Heute um halb 8 Uhr Spieler- und Mitgliederversammlung. Äufftellung von drei Mamffchaften für Samstag und Sonntag. Sonntag den 18. d. Meisterschaftsspiel der erstell Mannschaft gegen Svenge. Die Herren Kende. Deich, Wolf, Lazar, Spinner, Pais tverden ersucht, schon um 7 Uhr im Klublokal pl sein. Hakoah. Dell Mitgliedern wird zur Kenntnis gebracht, daß^ zu dein am Sonntag den 18. d. stattsmdenden Meisterschaftsspiel gegen Hertha Pflichtkarten ausgeaebcn tverdkli. Dieselben kömren morgen und Samstag von 4 bis 7 Uhr llacümittags im Sekretariat. 1. Bez., Wiesingerstraße 11, Schalter 2, gegen Vorweisung der vollbezahlten Mitgliedskarte behoben werden. Hechawer (-Filßballsektion): Heute Wettspiel gegen MariahiWr Sportvereinigung um halb 9 Uhr ans dem Donaus>elider-Platz (Zier-Wagen beim F. A. C.-Plah). MoMn uni halb 9 Uhr abends im Cafe Lido Spielerpevsaulnrlung und MannschaftsauffteHullg. Sonntag den 16. Ä.: Meisterschafr gegen Republik. — Tollristensektion: Morgen Freitag im Cafe Lido. 3. Be^ Dampsschiffftratze 20, um 8 Uhr Volldersanun- Inng. Die Mitgliedvr sämtlicher Gruppen .haben zu evscheinklt. Kadimah. Wegen des Feiertages entfällt I>cut<e das Schwimmen im Brünnlbad. Kadimah.^ Sonntag Wettspiel gegen Wilden um 2 Uhr aus deal Nicholson-Platz, zu erreichen mit Over-Wagen, Cndstat-ion. Die Reserve spM Samstag, halb 3 Uhr, ans dem Jedle-rsdorstr - Platz gegen Meitze, Ells-Reserve. Freitag. 8 Uhr albends, im Cafe MetrcpÄ Spielerdwsanrm'lunA sänrilicher Mannschasteu und Arffstellrung. — Zu dem heule ^tattfindendm Wettspiel gMn Vienna haben sich nachsteheM .Dpieler awf der Hohen Warte um halb 10 Uhr eingeffinden: Felix, Kblisch, Hervmann, Schalit, Arm, Finko, Dunyler, Fe>Mnbanm. Klarselb, Kaplan, Unigvary, Bärengweigi, Haas. Lechner, Teitlcr. Wir ersincheu, EntreelartM bei den Mitgliedern oder im Sekretariat Cafe Metropoil z>n kaufen, da die Kadimah von den verkauften Karten die Hälfte erhält. Tribünensitze sind im BorveMus zrr 5M) K. erWÄich. Unitas. Hntte, halb 8 Uhr abends, Vollverjamnilung. Äufftellung für dw Wettspiele am Samstag und Sonntag. Sonntag Mvistzerschoft gegen Leopoldauer Sportklub. Aoüng Aewish Spor trug Club. Schwimu:- sektion: Das für morgen Freitag angesetzte Troüentraining (Gymnastik) im Saale des Makkabi 9 nmß aus technischen Gründen entfallen. — Ping-Pona-Sektion: Sonntag den 18. d. Interklubkampf gegen Varietas. Letztes Training Sanistag im Cafe Jvsefshof, 18. Bez., Gentzgaffe. — Geselligkeitssektion: Freitag, 8 Uhr abends, gesamtes Festkomitee im Klubheim, 1. Bez.. Rinaeafe. Anmeldungen für das Komitee nimmt Frau Natalie Pouak-Kolb entgegen. CoDYright 1924. Nachdruck verboten. J» Ladyschnikoff-Verlag, Berlin. (S. Fortsitzuni.) SM Moses. Roman von Schalom Asch. „Natürlich, so fbll er loben." Dam strich mit sei-ner großen .Hand über die Schulter des ItaliemrS, nm den An zug zu glätten. ,/He iS allright." Gin Mädchen trat ew, Fhre zwei schwarzen Zöpfe ivaren frisch geWmmt und gestrählt und hingen-, Mit roten Maschen verbunden, über ihr« Schultern. Die braune Jacke, die sie trug> hatte sie wchl schon ansgetvachsen nnd sie war ahgerieiben, aber rein. Ein scharfer Esstggeruch strömte von dex -Aeivung aus, da das Mädchen die Wecken mit Essig ansgeputzt hatte. Ueher dem Rock war eine weiße Schürfe gebunden, die den Eindruck erweckte, als ginge das Mädchen zmn Examen in die Schule. , ,Lch will den OM Moses ftherr. Krim ich ihn sehen?" fragt« Mädchen den echbesten Burschen, den sie bei der Türe traf. Der sah sie an. ' „OnkÄ M-vseS ist nicht hier. Was willst du von ihm?" „Ich lveitz schon, was ich will" DaS Mädchen ging weiter und ftagte einen anderen Burschen: „Ich will den OEel Moftö scheu." OM MoseL, welcher, noch immer die große Schueidevsckiere in der Hanv, die er sein M-nzeS Leben lang nicht losließ, im HiutergrmÄ seines Geschäftes zwischen -er Dür zu se-in-cm Privatkoutor und dem Tvchpenanfgang zu den Av'beitSrämntzn stand, hörte die Frage des Mädchens. So fragte er dem von iveitem, ohne fei-nen Wck von seinen Nägeln zu erheben: „What iS the matter?" Au dem Ton der Frage erkannte das Atädcheu, daß dies O»M Moses tvar; sie ging rasch ans ihn zu und sagte in kindlich bittendem Tone: „Ploqse, Onkel MoseS, bv good io my falber. Dir kannst ihm helfen. Please, hilf ihm." - „Wem gehört die da?" fragte der Onkel seine Angestellten. * Die Burschen zuckten mit den dlchseln, uni patomi misch anszubrücken, daß sie es nicht lvüßten. „What is honr name? Wem gehörst du?" „My name is Mascha. Ach bin Aaron Mclniks Tochter. Di bist sein Onkel. D kn-ow, du bist Onkel Moses — Pa hat es gesagt." „Ah, dem gehörst du! Ich weih schon. A knolv — was lvillst du?". „Ich will, du mögest Pa 100 Dollar borgen. Pa lyill busineß anfangen. Er hat kein GA. Du hast Gelb. Please, borge ihm 100 Dollar. Please, Onkel." Oukol Moses erhob seine Augen. Er jvollie dom Mädchen etivaS sagen. Doch als er die Mi feuchtett, schwarzen Zöpfe und die weihe Schürze sah, senkte er die Singen tvicher: „Go Home, kid, go zur Mutter. Ich will scheu, was ich tun kann." „Wirst du Pa IM Dollar borgen, ivenn er busineß ‘ anftmgen will, Onkel? AeS?" ' „M right, go Home. Ich will sahen, ivas ich tun kann." Mascha stand iwch vor dem Onkel, als die Tür ausging und ihr Pater Aaron mit seinem ältesten Bruder Bert eintrat. Beide schoben sich ängstlich herein und steuerten furchtsam auf den Onkel zu. „Da ist Pa!" ries Mascha, als sie den Vater sah. „Weißt du, Pater, Onkel 0)koscs hat gesagt, daß er dir Geld Sorgen wird, um busineß -anzufangen." „Was tust du hier? Geh' nach .Hanse. Nach .Hause geh'." Slaron schämte sich vor den Leuten, weit sein Kind geckommeu war, nm für ihn zu bittell. Mascha. drückte sich in eine Ecke. „Wach is the matter? schrie der L-ukel schm» von weiten, als, er die beiden Brüder eintreten sah. Dieses „Wach is the masker?" ,zwang die Brüder, stehen zu l bleiben." Sam, ew kräftiger Bursche von einigen zwanzig Jahren, lief herbei, hielt die Brüder an und flüsterte ihucn etwas zu. Sam war Onkel Moses' L-iMiug. Er toar der Sohn seiner Schwester, den Onkel Moses nach Slmerika gebracht und ins Geschäft genommen hatte. Sam tvar den: Onkel sehr engeben und wahrte immer und iiberall des Onkels Interessen. Der Onkel wußte das und schenkte dem junger: Manne mehr; Vertrauen als allen anderen. Er machte ihn zum Kassier. Niemand durfte Gelder in Empfang nehmen, tvenn er etwas verkaufte, außer Sam. Onkel Moses liebte Sam, weil er ihm ähnlich sah. So hatte Onkel Moses außgefshen, als er in der Heimat noch Fleischevbursche gewesen war. Sam konnte , beim Onkel alles erreichen und alle Landsleute, die ettvas von: Onkel wollten, wandten sich juenft an Sam, damit er ihr Mrfprecher sei. „Sam, leg' ein gutes Wort für ihn ein. Du tust ettvas Gutes damit. Sam, tu' Aaron den Gefallen, tu' ihm bm Gefallen, sei gut", bat Berl Sam für feilten Bruder. Sam ging zum Onkel und sagte: „Onkel, Aarort Melmk ans KuSmin ist tvieder zur Ao beit gekommen — soll rnan ihn wieder anflwbmen?" ,/Not'hing doing." Der Qrckel begann sich mi: Schere z:i beschäftiget:, was bei ihm das Zeichen war, daß „alle Tore geschlossen ivaren". „Er kann ja mit dem Bruder nach Brooklyn Schürztzri nähen gehen. Zusan:men mit den Jtalienermädeln. ich brauche ihn nicht mehr. Für mich ist er schon zu alt. Sam gab Berl einen Wink mit der Hand und verzog die Lip>pen. Das sollte bedeuten, daß er nichts tun. tön nie. „Onkel, habt doch Mitleid mit ihm." Bert raffte sich ans, eindn Schritt näher vor den Onkel zu treten. „Er l>n doch Wsib nnd Kinder. Der Onkel muß doch Mitleid haben mit seiner Frau und seinen Kindern. Der Onkel wird wirklich ein glttes Weiik tun. Es ist eine große Mizwah." „Ich tue keine Mizwah. Dwon Hab' ich schon genug. Ich ernte dafür ohnedies nur Schmchstvorte und Flüche. Was Hot er mir gesagt? Sag' doch, Sam. ivas er zu mir gcsti.'i bi:, lvie er von oben henmtergelausen ist." 'Foeriet!»no ü>lÄ.)> f

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