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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-14 · Heft 1706 (14.11.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1706 (14.11.1923)
Date
1923-11-14
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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V 1 f Kat sich die feste Tendenz be- > oer Verkehr in engen Grenzen, äst. Größere Umsätze fanden und Berkehrsbankaktien statt. rvmw'_»«i; Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeit-mtg^.) An der gestrigen Börse war der Verkehr ziemlich belebt, m Chemikalien bestand jedoch nur schwaches Ausgebot, und hinsichtlich der Tendenz ist keine Veränderung zu verdeichnen. AuSgeboten wurden Mininurrot zu 13.100 K, schwefelsaure Tonerde 14/15 zu 2900 St, Bleizucker zu 14.000 ft. transit, Calcium Carb. pr. leb. gu 8600 K^, Kali gelbblausaures zu 38.000 K. transit Wien, Lithopon Grünsiegel 80% zu 7100 K. Iranfit. Salalkali in Stücken zu 12.OOO K. transit. Soda Bie. B. zu 39{)0 K., Essigsäure chem. rein 80% zu 18.200 K. ab niederösterr. Fabrik, Weinsteinsäure krist. spießig zu 4V.OOO K. ab Wien. Kokosöl I weiß zu 17.200 fl1., Sesamöl I. Pressung zu 19.000 K., Speisetafelöl zu 18.5OO K., Schweinefett pure larb in Kleinfässern zu 28.000 K. Kolonialwaren. Verkauft wurde Kristallzucker österr. Prov. zu 9850 K., Würfel zu 1V.9O0 K. versteuert frachtfrei Waggon Wien, sonst notieren Kristall 3,45 tschech. K. Würfel 3,76 tschech. K. ckb Grenze, sowie 8650 K., resp. 10.300 K. frachtfrei Waggon Wien und 9800, resp. 10.500 K. ab Lager Wien. Erbältlich waren noch Kaffee Santos Primes zu 41.000 K., Sul de MinaS zu 36.000 K., boSn. Pflaumen 96/100 Sackware 1923 iu 5200 K., in Kisten zu 6100 K., ab Wien zu 5200 K. -st100 K.) und in Kisten zu 6100 K. (4-100 K.). Zum öffentlichen Verkauf gelangen, heute 14. d., '/,11 Uhr vormittags, 44 Blöcke Rotguß, um 12 Uhr vormittags zirka 25.000 Kubikmeter Holz, am 16. d., '/»II Uhr vormittags, Schusterpech, Lagermetall und Ofentüren, um %1 Uhr mittags diverse optische Instrumente, Barometer, Thermometer und Auto» brtllen. Prag« Börse. Prag, 13. November. Zu Beginn der heutigen Börse herrschte eine freundliche Stimmung vor, die ihren Grnnd in den beruhigenden Meldungen aus Deutschland und den festen Wiener Tendenzberichten hatte. Jndustriewerte, vor allem chemische, Eisen- und Zuckeraktien, erzielten ziemlich bedettiende Kursbesserungen. Im Verlaufe wurde das Geschäft noch lebhafter und die Zahl der Kaufaufträge nahm zu. Da aber gegen Schluß vom Wiener Platze schwächere Kurse gemeldet wurden, wurden Realisationen vorgenommen, unter deren Druck ein Dell der Kursgewinne wieder verloren ging. Fest Hieben nur die heimischen Werte. Auf dem Bankenmarkte machte die Befestigung der Kurse Fortschritte und konnte sich bis zum Schlüsse behaupten. Die Wiener Banken gabeii gegen Schluß mäßig nach. Auf dem Anlagemarkte Ötet. Im übrigen bewegte sick m hatten sehr ruhiges Ge nur in Jpar-, Hernych-, Solo- Der Schluß war gebessert. Schlutzkurser Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken —, BLhm. Unionbank 449.—, BLhm. Eskomptebank 438.—, Böhm. Jndufirialbmrk 483.—, Zivnostenska Banka 495.50, Anglobank 168.—, Oesterr. Kredit 140—, Wiener ttnioubank 144.—, Wiener Bankverein 87.—, Buschtiehrader Eisenbahn Lit. A —, Sit B FerdinandS-Nordbahn 9900.—, Prag-Duxer 205.—, Aufsig-Teplitzer Eiserlbahn 1245.—, Nestomitzer Zuckerindustrie 1717.—, Vereinigte Elektrizität Wien 179.—, Brosche 1615.—, Koliner Spirittls 1420.—, Königshofer Zement 1425.—, Breitseld-Danek 662.—, Ringhoffer 830.—, Simmeringer 163.—, Nothkosteletzer Textil 365.—, Alpine Montan 810.—, Poldihütte 469.—,Prager Eisen 1068—, Oesterr. Berg n. Hütten 2620.—, Skoda 681 —, Jnwald 640.—. Bie Bevisenturse. Lsrlitt, 13. November. (Devisenkurse.) Amsterdam 310.200 (243.390), Belgien 39.900 (80.923), Christiania 123.690 (93.765), Kopenhagen 143.640 (107.730), Stockholm 221.445 (168.585), Italienische 35.910 (27.930), London 3,690.750 (2,793.000), New-Aor! 987.900 (628.425), Paris 47.880 (35.910), Schweiz 147.630 (111.720), Spanien 109.425 (83.790), Wien 11970 (8'977), Prag 24.389 (18.954) Budapest 43.890 (98.915), Sofia 7182 (5785). Belgrad 9776 (7381). In Milliorren von Mark. Berlin» 19. November. (Notenknrse.)*) — Note»: Dollar 487.900 1,028.425), Pfund 3,690.750 (2,793.000), Italienische 35.910 (27.930) Polnische (-.-), Tscheche, slowakische 24.339 (18.354), Oesterr. gestempelte 11'970 (8 978). *) in Milliomn Mark, aussenvmnml polnische Mark. Prag» 16. November. (Devisenkurse. — Mitgrieilt vom Hankamte de§ tschecho-fiowakischen FinanzministerimnS.) — Berlin») 18.90 (16.90), Zürich 616.60 (616.50), Paris 197.25 (196.50), London 154.- (154.-), New-Aork 34.60 (94.60), Belgrad 40.37 (40.50), Bukarest (-!-), Wien 4.65 (4.63), Warschaus) 21'/ (22.—), Agram —(—.—), Budapest 17.62 (17.75), Ingoslawische 40.25 (39.75), Oesterreichische gestempelte Krone 4.67 (4.67), Polnisches) 20.26 (20.25), Ungarische 12.- (12.-). *) pro Billion, f) pro Million. Du-aoest» 13. November. (Kurse der DeviseiizenuxHc. » — Amsterdam 7480 bis 7920, Bukarest 103.- bis 116.—, Kopenhagen 3400 bis 3620, Christian!« 2900 bis 3120, London 87.700 bis 92.100, Berlin -.-bis—Italien 850.- bis 925.-, Paris 1120.- bis 1186.-, Prag 673.- bis 617.-, Stockholm ->200 bis 5530, Zürich 3440 bis 3660, Wien 0.2770 bis 0.2990, Sofia 163.— bis 174.-, Belgrad 228.— bis 243-, New-Pork 19.700 bis 20.800, Warschau 1.— vis 1.30s), Brüssel 960.— bi? 1015.—. s) für 100 polnische Mark. Agram, 13. November. (Devisen.) Wien 0.1225 bi* Berlin bis Budapest 0.44 bis Bukarest 48.- bss Italien 883.- bis —London 383.50 bis ^ew-Vork 87.- bis Paris 485.- bis-.-, Prag 2ol.— bis —, Sofia —bis —, Schweiz 1540.— b's Brüssel bis Warschau bis Amsterdam bis , Stockholm bis , Belgrad» 13. November. (Devisenkurse.) London 383.50 Jl!« r-—/ Paris 490 bis New-York 86.75 . bis 1540 - bis Saloniki —bis —Mailand 382.00 bis — - Prag 253.50 bis Berlin bis Wien 0.1227 bis Bukarest 49.- bis ^ofta bi8 , Budapest 0.47 bis Brüssel 422.50 Amsterdam 3900.— bis —.—, Warschau —bis Wiener Morgenzeitung. Noveuchcr 1023 Fußball. Die Hakoah ist meisterschaftsmüde. Das Echo im Auslande. Die „Prager Presse" druckt unseren Artikel, der vom beabsichtigten Rücktritt der Hakoah von der Meisterschaft handelt, wörtlich ab. Sie schließt an diese Ausführungen folgende Betrachtungen: ,,„Äer hier geäußerte Wunsch der Hakoah wirft auf die Verhältnisse im Wiener Meisterschastswettbewerb ein grelles Licht.t Als die Hakoah vor wenigen Monaten in London den sensationellen Sieg über Westham United errungen hatte, da konnte Wien nicht genug laut verkünden, daß Wien und die Wiener Schule gesiegt hätten. Die Hakoah war nur der Vertreter Wiens. Und jetzt wollen dieselben Spieler, die den: Wiener Fußballsport den größten Sieg seit fernem Bestehen errungen haben, auf den Wettstreit mit Wiener Vereinen verzichten, weil dasselbe Wien sie mit einer Atmosphäre des Hasses umgibt, die aus Neid und Unvermögen, aus Engstirnigkeit und Roheit, aus demselben Milieu entsteht, das antisemitische Studenten veranlaßt, sich ihrer jüdischen Konkurrenten um jeden Preis zu entledigen. Speziell die tschechischen Vereine werden die Motive, die den jüdischen Klub zu dem gewiß nicht leicht gefaßten Entschluß führten, verstehen, denn auch sie haben jedesmal, wenn fie gegen irgend einen der Wiener Vereine in Wien antreten, nicht nur gegen elf Spieler, sondern zumeist auch gegen die große Masse der fa-natisierten, blindwütigen und haßerfüllten Kluvanhänger zu kämpfen. Wenn die Wiener Hakoah ihren Entschluß ‘ wirklich durchführen wird, wird sie sich um den wahren Sport vielleicht mehr verdient machen, als wenn fie. selbst um den Preis der Gesundheit ihrer Mitglieder um die Wiener Fußballmeisterschaft kämpfen würde. Aber schon aus der bloßen Ankündigung des Austrittes sollten die maßgebenden Faktoren des Wiener Fußballsportes die richtigen Lehren zu ziehen wissen." (§rste gegen zweite Erlasse. Ein Wohltätigkeitsspiel. Morgen Donnerstag findet auf dem Hertha-Platz ein Wettspiel zwischen zwei Auswahl Mannschaften der ersten und der zweiten Klasse statt, wobei der Reinertrag der Veranstaltung dem Blindeninstitut in Straß zufließt. Die beiden Teams wurden wie folgt aufgestellt: Erste Klasse:' Ostriczek iHeriha-; Musil (Simmering), Sollt (Hertha); Kurz (Vienna), Guitmann (Hakoah), Ludwig (Vienna); Neufeld (Hakoah), Bulla (Vienna), Horvath (Simmering), Wieser (Amateure), Wessely (Rapid). — Ersatz: Grünwald (Hakoah), Hörens (Vienna), Reiterer (Hertha), Aigner, Danis (Simmering). Zweite Kfasste: Siegl (Veweguugsspieler); Erbat (F. A. C.), Dvorak (Rudolsshngel); Bernauer (F. A. C.), Ludwig (Cricketer), Wostrak (F. A. C.); Minarik, Tuspiva (Rudolfs- Hügel),^ Gschweidl 2 (Bewegung 20), Iszda (F. A. C.). Lebeda (Sturm 1907). Wie wir nun erfahren, haben die Spieler des F. A. C. abgesagt, weshalb die zweitklassige Altswahlmannschaft heute abends noch umgestellt werden muß. Das Sekretariat des W. F. V. ruacht sämtliche Spieler darauf ausnrerksam, daß Stutzerr und Hosetr auf den Sportplatz mitzubri-li'gen sind. Die Erstklassigen haben mit schwarzer: und dir Zweitklassigeil mit weiten Hosen ausgerüstet zu sein. Bom Gastspiel der Brünner Makkabi. Das durchalis faire rmd hochklassige Spiel des Brürrner jüdischen Vereines wirkte auf die in der letzten Zeit wellig verwöhnten Zuschauer wie eine Offenbarung. So wie die Brunner Mannschaft spielte der M. T. K. in* seiner Blütezeit. Es ist nun bezeichnend, daß mit besonderer Vorliebe nicht etwa der mit einer Goaldifferenz, die auf eine Klasse Unterschied schließen läßt, geschlagene S. C. Rapid, sondern — die Hakoah herangezogen wird. Nun ist es sicher, daß der S. C. Makkabi der Hakoah in ihrer jetzigen Form glatt überlegen ist, wie übrigens auch allen anderen Wiener Mannschaften. Wir sind aber weit davon entfernt, dem Bruderverein seine Erfolge zu mißgönnen, sondern freuen uns aufrichtig, daß archer der Hakoah lroch ein zweiter erstklassiger Verein von internationalem Ruf entstarldell ist, der dem jüdischen Namen im Sportverkehr Ehren erwirbt. So können wir Den Brünner Brüdern aus aufrichtigem Herzen unsere besten Glückwünsche darbringen. Der J-nnensturm der Gäste führte Fllßball in der höchsten Dollendung vor. Techllik, Taktik und Schußvermögen sind in gleich hoher Weise ausgebildet. Be" elf Spie sehr befähigte Leute,"arbeiteten. Sie gingen infolge ihrer aus gezeichneten Technik mit der größten Leichtigkeit über die Gegner hillweg, oft sogar ohne mit ihllen in Berührung zu fommen. Durch die starke Gegenwirkung konnten auch die Rapid« großen, wie Uridil Wessely, Kllthan und andere, nicht zu ihrer sonstigen Form auflaufen. Es bewahrheitete sich wieder der alte Satz, daß jeder Verein so gut spielt, als es der Gegner zuläßt. Dittrich war so ziemlich der einzige, der hie und da zu lmerlaubten Mitteln griff. Er kam aber llicht eiilmal so gegen die Brünner auf, er verschuldete vielmehr einen Elfer, der zum vierten Tore führte. ' - Eindrücke vom letzten Hakoah-Gpiel. Es wäre. töricht, leugnen zu wollen, daß die iibrigens sehr fair spielende, tüchtige Mannschaft der Simmeringer den Krieaneim in der ersten Spielhälste glatt überlegen war. Dennoch gab es auch bei der Hakoah manches Erfreuliche 31t sehen; vor allem der Tormanll Duldig, der, bisher durch Halperrr in den Hintergrilnd gedrällgt, noch nicht so hervortrat, wie cs seinen Fähigkeiten entspräche. Man kann ohne Uedertreibnng behaupten, daß das „Ulkbntschiedell" fast ausschließlich sein Beroienst estechend war die Leichtigkeit und Cleyaliz, mit der alle eler, durchwegs vollkommen durchtrainierte, körperlich _.. 12. November. (Devisen.) London 487.43, Paris -'o4'/„Berlin 0.0000000040,Mailand434.50,Zürich 1757.-, Kopenhagen 1701.—, Stockholm 2629.—, Ehristiauia 1456.—, Anisterdarn Prag 288.62, Wien 0.14125, Budapest 0.55, Bukarest Warschau 0.0004, Madrid 1300.05, Helsingfors 267,-, 478.—, Kanada 1.68 unter pari, Brasilien 108.90, Argentinien 31.30, Belgrad 116.-. . Dre Deckung der Hakoah vollbrachte eine Prachtleistnng und lvar von der ersten bis zur lebten Seknnde mit gleichem Eifer tätig. Das Simmeringer Publikum war über den halben Miß erfolg seiner Mannschaft sehr ungehalten. Das bekamen nicht nur die Hakoah-Spieler, sondern auch der ausgezeichitete Schiedsrichter Komar zu verspüren, denen neben' diversen Schmeicheleien auch Steine um die Ohren flogen. Jüdischer Sportverband. Heute um 7 Uhr abends wichtige VorftandssitzuW. Es lverden folgende Herren einpÄaden: Dir. Dpiegler, Artur Baar, Paul ^'l«des, Frankl, Lamser, Kurt Juhn. Torozyner, Tysser, Ernst Weiß und Wöbfenschn. Rapid spielt am kommenden Sönntag in Mährisch-Oftran. Jubiläen der großen Prager Vereine. Am 16. S>. stiert A. C. Sparta durch eine F-eiftv^rsammlun-g im WMdker Rat« Imik fein hvjähr'iges Iubrläum. Slavia, die ebenfalls auf drei Dezennien ihres Bestandes znvückbllckt, hat ihr« FestisiMny für Sonntag «den 25. d. im Mtstädter Rathaus bestimmt. Seltene Jubilare. Cizek, der linke Flüyelstüttner de? Prager S. K. Smichov, spielte aan vergangenen Sonntag in der ersten Mannschaft seines Klubs das 900. Wettspiel, stym ttirzer Zeit das 700. Wettspiel für feinen Berom. Hakoah (Preßburg) «unterlag am Sonntag gegen Rapid (PreßbuW 3:4 (6:3). Hakoah (Zürich) wurde von Äonng FellütvS 3 mit 0:4 (0:0) Toren geschlagen. Jszo Gansl Lesindet sich derzeit auf Urlairib irr Wrerr. Hazair—Vorwärts 3 4:1 (0:0). Hazair: Bär: Seidler, Mahländer; Lutz, Roms, Gerner; Neumann, Bleichfeld, Weitzner. Torten, Pillingor. Elektra-Platz, 150 Zuschauer, Schiedsrichter Schwarz. Hazair gelang cs, in einem schnellen und fairen Spiel die äußerst spielstarke Mannschaft des Landstraßer Vorwärts mit knappem Resultat, das dem Spielverläufe jedoch nicht entsprach, da Hazair während des ganzen Spieles eine glatte lleberlegenheit geltend machen konnte, zu schlagen, und damit den zweiten Platz in der Tabelle zu festigen. Die Stürmerreihe der jüdischen Mannschaft zeigte eine Schnßnnich gegen den körperlich bedeutend stärkeren Gegner nur mit Mühe durchsetzen. Eine Glanzleistung bot Roms als Mittelläufer, der von der ersten bis zur letzten Minute unermüdlich hinter dem Ball war. Auch die Flügelläufer Lutz und Gerner Sprunge dem Gegner den Bali vom Fuße wegboxte. Die Stürmer spielten im Anfänge sehr nachlässig, wozu das Versagen Gruschkas viel beigetragen haben mag. illach der Pause wanderie er aas den linken Flügel und die anderen vier Stürmer führten nun ein g>ltee> Spiel'vor. Häusler schadete durch sein seinerzeitiges nngualifizierbareS Benelnnen vor allem seinem Verein-. Hätte er am Sonntag mitgespiclt, so wäre das Resultat tvahrscheinlich günsllger gewesen. Gegner mit 1:0 Toren in der Führung lag, produzierte sich auch Mayländer, der in den Sturm vorgerrickt war, als Scharfschütze, jedoch konnte er nur ztveimal den Ball an die Stange Pfeftern. Hazair bekundete in der ersten Spielhälste eine leichte lieber- Legenheit, die sogar nach Halbzeit erdrückend wurde. Acht Minu ten vor Schlust gelang es Vorwärts 3 aus Abseiistelluug durchzukommen und ans' kürzester Distanz einzusenden. Run zog Hazair alles in den Sturm und ein Generalangriff ivurde im Strafraume durch «ein Hcmds deS Gegners unterbrochen. Mayländer schoß den Elfer sicher ein. Zwei Minuten vor Spielende tankte sich Bleichfeld nach einem Borleger Ronis durch und erzielte mit Bombenschuß unter größtem Jubel der Anhänger den siegbringenden Treffer. Hasmonea—Prater S. C. 1:1 (1:1). Hasmonea: Adler; Grebler. Weiß; Schirvk, Schönfeld, Sokal; Eisemnayer, Fuß, Kestler, Süßmann, Fromm. Hasmonea mußte an ihren alten Rivalen einen Punkt abgeben, behält aber trotzdem den dritten Platz in der Gruppentavelle bei. Die Mannschaft spielte bis zum Schlußpfiffe recht aufopfernd und lief nach Halbzeit zu emer beürerkenswerten Form auf. Adler im Tore lieferte sein gewohnt gutes Spiel. Die Verteidiger spielten recht mäßig: beiden mangelte es an Stoßvermögen. Die Deckung war wieder der beste Mannschaststeil des jüdischen Vereines. Schönfeld erledigte sein gewaltiges Arbeitspensum zur vollkommenen Zufriedenheit. Im Eingriff lief Frmnm zu seiner Höchstform ans. Letztgenannter, weiters Fuß und Kestler waren auch die Stützen des Angriffes. Hasmonea hat Mstoß und schon der erste, schön angelegte Angriff führt durch Kestler, der placiert in die Ecke e, zum einzigen Treffer des Mischen Vereines. Dieser t nun in Schwung und drängt den Gegner in die eigene Hälfte zurück. In der 14. Minute diktiert der Schiedsrichter -aus unerklärlichen Gründen gegen Hasmonea einen Elfer, der jedoch vergeben wird. J-n der 32. Minute erzielt Prater S. E. nach einen scheinbar yarm'losen hohen Schüsse, der sich jedoch vor dem Tore senkt und an dem verblüfften Tormanne vorbei seinen Weg ins Netz nimmt, den Ausgleich. Nach Seitenwechsel ist Hasmonea fortwährend überlegen, ihre Sttmner haben jedoch" mit einigen schönen Schüssen Pech. Süßmann trisst sogar, nachdem er auch den Tormann überspielt hatte, nicht ins Reiz. 10 Minuten vor Schluß wird Schönfeld verletzt, so daß Hasmonea nur mchr zehn Mann im Felde hat. Vier Müuu^: vor Schluß werden zwei Leute von Prater S. C. wegen derveu Spieles ausgeschloffen. Ari—Jordania 1:1 (1:0). Bei Ari waren Banda, Mayländer und Truner und bei Jordania Halber und Zi-chec die Besten. In der 10. Mi-lMhe machte ein Verterdiger von Fordania im Stmftcmmr Den „fößfev" schoß Mayländer sicher «in. Während des Spi-ebes jvar Jordania etwas überlegen. ES Hel-cnrg -ihr, -in -der 80. Minute nach Hal-bzeft da? -a-rik-glei^ bringende Tor zu schießen. Leichtathletik. Amerikas Teilnahme an den Olympischen Spielen. Da? Olymip-ifche .Komitee der -V-ereinIgteu Staaten bestimm-.e das Havvarv-Siadiou zur Austragung de? sctz-.eil ')luöU.'aylmeetings für Leichtathleien, die')rach Paris geschickt ^werden sollen. Das Meetinig sinder am 13. und 14. Juni 1924 stau. Es sollen allein au 300 LlOeteu nach Par':? gehen, wozu ein Bewag von 350.0AI Dollar -nötig erscheint. Die-se? Geld.still außer e-in-er öffenÄichen SuhMption sowie Eintrittsgeldern der A-nswchlm-eetings auch durch Ber4ans von SchisifsAlletts für den zur Besövderuna der Leiclst-athi-eten aechartevterr Dampfer „America" be-schasst lrerden. Reiche ÄuswahS neteester S>*:iSss¥io«aeiBe irr ssr.üSS. Pcl2£i:5oirt — Pariser -v-isesittt -- «»«(igli nur in eigenen Werkstätten, unter pers. Leitung des bestrenommierten Inhabers der Firma WMiwiiiJfcw« üi-^pi^tu^mwii»■■■«IJJWMl'1 g'.i «"WB! 0 S-iüsrsysü il . üf. Mctif eng. 2-6 S—BJLSüJWÜ?

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