Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1706 (14.11.1923)
- Date
- 1923-11-14
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Sk. 1706 Men, Mittwoch Miene« MorgenzeitunO. 14. Novemlbev 1923 TettkL Gerichtssaal. Beleidigung der PolizeidrSsidenteu Schober. Bor dom GGvuvgerichtv wMlde Mistern ein Prozeß gegen bie Wiener Tageszeitu-iH „Der Abend" durchgvfichrt, der wegen der poMchen Momente, die dalbe-i zutage kamien, von besonderer Bedeutung ist. Die, Siaatsa»ttvÄtfch«st hat gegen den Herausgeber des „Abend", Karl Colbcrti, gegen den Chefredakteur Alexander Weih und gegen den verantwortlichen Redakteur Dr. Siegfried Klausner die Anklage im Ginne des 8 300 erhoben, begangen dadurch, dah sie in mehreren ArtWln durch Schmähungen und Verspottungen, unwahre Angaben und Entstellungen von Tatsachen Behörden herabgewürdigt hätten, um aus solche Waise zum Hah und zur Verachtung gegen die Staatsbehörde auszureizen. Den Vorsitz in der Vechandbung führt Vizeiprafildent Dr. Hab ietinek, die Anklage vertritt Staatsanwalt Dr. Tuppy. An den Gründen wird ausgefüchvt: Am 17. Fckvuar 1933 kam es zu den bekannten Vorfällen in Hietzing, bei denen mchrere Monarchisten 'den Betriebsrat Birnecker töteten. Diesen Vorfall benützte der „Abend" zu Angriffen gegen die Negierung, insbesondere gegen die Po-ltigeibchörde. Am 19. Februar erschien unter dem Titel „Der freundliche Herr Schöben" ein Artikel, in dem dem PoliKechrästdenten Schober der Vorwurf goniacht wird, daß den HakeukreuZIern in unzulässiger Woi.se entgsgengekoanmen tverde. In einer anderen Nrnmnirer wird das BW Schobers gebracht, wie er aus oinem Fenster einem Monarchisten und einem HccketÄveuzler winkt und ihnen zürnst: ,/Kommen Sie herein, junger Herr, bei mir worden Sie es «gut haben!" In derselben Nmum-er ist auch ein Anffatz, der den Titel trägt: „Herr Schober verteidigt 4Mb entlarvt sich" inkvimmiert. In einem weiteren Ansatz: „Noch einmal Herr Schober" werden ihm nicht nur in bezug auf feine Person, sondern auch aus seine Amtsführung die gröbsten Beleidigungen zugefchleudevt. Das Verhör mit Karl Eolbert. Als erster wird der Herausgeber Karl C o l1> c v t ein-- pernmnnren. Er erklärt sich nicht schuldig. Er schildert seinen Lebensllcrus bis zur Gründung des „Abend", die im Jahre 1918 erfolgte und den auögesproche-iven Zweck hatte, die Friedensidee in Wien zu propagieren. Der ,-Abend" ist ein sozialistisches Blatt, das immer die schärfere, nach links gewandte Richtung vertritt. Er hat <8 immer als seine Aufgabe betrachtet, Kritik zu üben, -wo, eine solche am Platze war. Bors.: Nun ja, aber was Sie geschrieben haben, geht Über Kritik hinaus. — Angekl.: Ich glaube nicht, ich habe drei oder vier Tatsachen angegeben, die darauf Hinweise»: ... ich bitte mir zu glauben, wenn ich als älterer» Mann die Vermrtlvortimg übernehme, wo ich es leicht gehabt hätte, sie, von mir. abMvWen, M ivchß -ich/ was ich tue. Dorf.: Gbouiben Sie nicht, daß die Person des Präsidenten nicht vom Am zu trennen ist? Angekl.: Ich halbe nrich davon »BerMgt, daß es Herren bei der Polizei gibt, die ihre Wicht voll und ganz erfüllen. A»rch die Wicht, die ich für die erste Pflicht eines -rcpiMikau'ifchen Dtaatsbaa-utten lM-e, irümil'ich dir, c%» guter RüpuMikaner zu. sein. Ebenso bin ich aber arrch überzeugt, daß der Herr Polizcipräsideut damals seine Pflicht nicht erfüllt hat, sonst hätten daemls nicht diese so beklliAe.nswerteir -Ereignisse eintreten können. Vors.: Solche Ausfälle sind aber geeignet, die Ruhe ii»d Oidirung in der Stadt zu stören. Angekl.: Da würde ja jede MÄr-k unmöMch sein. Es fällt mir nicht in» .Mm^ster» ein, euren Rückzug anzutreten, aber ich erkläre »rochmalß, daß es nicht meine Absicht war, damals die Polizei anzu greifen, wohl aber war der Aufsatz gegen deren L c i i e r gerichtet. Tr. Schvnhof: Ist die Spitze dieses Kampfes da gegen gerichtet gewesen, daß die Polizei eine zu große Autorität -nlsubt oder eine zu gerirrge? — Angekl.: Ich glaube, doch ganz klar ausge>drückt z»r haben, daß es notwclidig war, die Autorität der Polizei zu stärken. Dr. Schön Hof: Sie haben also die Haltung des Präsidcuten zu schwach gefunden. Ist Ihnen belamvt, ob nach her in der Bevölkerung eine S e l b st s ch u tz o r g a N i s a t i 0 n grschasfen wurde? Angekl.: Gewiß, die des Abgeordneten T c it i s ch, ein paar Tage nach beut Morde an Birnecker. Dr. Schönhof: Woraus schließen Sie, das; der Polizeipräsident voir der beabsichtigten Sprengung der Ostara gewußt hat? — Angekl.: Weil wir es in der ^christreitung des „Abend" getnußt haben und weil ich aundjumt muß, daß die Polizei besser organisiert ist, als die Heine Schriftleituug des „Abend". — Dr. Schönhof.' Halte»! Sie die Duldung eiiter Terror-Organisation möglich, wenn die Polizei nicht will? — Angekl.: Darüber gibt's doch-nichts zu reden. Einvernahme des Chesredalteurs Weiß. Es kommt dann der Kverte Angettagre, Ha.Nlpffchvist'leiler Alexander Weiß, zur Ver»wbr»iuug. Er bekennt sich nicht schul big und gibt -in zusammenhängender Rede eine Schilderung über die Untätigkeit des Herrn Schober. Es wurde am 5. Februar der Vortrag Hirschfe-ld gestört, am 18. Februar der Nicolai-Vortrag, und aur 17. Februar w»»rde der Arbeiter B-i r u-e cker von denselben L-e u t c»t ermbrdet, die die Vorträge gestört haben. Wir int „Mcnd" wußten, daß aer S t r a ß e »i t e r r v r o r g a u i s irrt Wirb, und-wir sahen, daß die Polizei gar nichts dag egen t nt. Wenn Sie die Ereignisse vom 17. Februar bis zu den Aationalratswahlen verfolgen, tverden Sie bemerken, daß »mmer dieLe-lb-.« Pe rinnen im Kvirtt» stzehen. Da wurde cckch schon der Vortrag Nicolai angMndigt. Beim Nicolai-Vortrag war schon polizeilicher Aufgebot vorgesehen, aber eS war auffallend, daß die Polizei es ruhig duldete, wie Besucher deS Vortrages, die sich gegen die Ruhe-' störer wetrdeten, von den Ostara-Leuten geprügelt wurdest. Dagegen haben sich fast sänttliche Wiener Ta-gesz-eitungen gewe»»det, sogar das „N. W. T." hat sich gegen die Prügelung eines Mannes vor den Augen der Polizisten ausgesprochen. Die hat ein Einberufmngsschreiben -der Ostara zur Storung -des Nicolai- Vortrages am 16. a-gedruckt. Die Polizei erwähnt kein Wort von der Oftara und uuterniinmt auch nichts gegen sie. Das war am 16. Am 17. wurde Birnecker erschösse», und zwei feiner Arbeitskollegen verwundet. Warum hat die Polizei gegen die militärisch organisierten Ostara-Leute, die ein schweres Verbrechen begingen dadurch, daß sie ein Haus und geger» die Polizei gestürrnt haben, nichts u n t e rnommen? Hätte die Polizei Vorkehrungen getroffen, dann würde Dirnecker noch, heute leben. Ich werde beweisen, daß die Polizei di« Mörder kannte. Samstag abvitds wurde Birmcker erschossen, Sonntag waren die bei der Erschießun-g Birmck-ers beteiligten Lente alle verhaftet, »r»»d es ist nachgewiesen, daß von den bei dem Nicolai-Vortrag tätige»» Ostara-Lerrten M o ssig, G r oß und Szabo an der Schießerei in Hüttöldorf beteiligt waren. Die Polizei saunte also die Organisation der Ostara. Sie kau»ite den Führer, sie hätte sich den Szabo fommen lassen müssen und ihm sagen sollen: Das muß aufhören! Solche Leute därs man rn Gruppen nicht »nehr beisammen lassen. Ich stelle die Oslara-Lent« gleich der Beer-Platte. Vors.: Ja, asrer vorher tonnte man die Ostara-Leute doch uiicht verhaften. — Angekl.: Man hätte Szabo, der die U-eberfälle organisiert hat, zwei Tage lang in Haft halten ntüssen. Aber die Leute wurden vor-ge-Iaden nikd ganz ei»rfach wieder weMfchickt. Der Angeklagte sicht daun einem VevKcich über die v«rsch'rödenartM Behandlung der Dem onft rauten vom 1. Dezernöer 1981, die in der Inneren Stadt und in begreiflicher Erregung über die Teuerung und die überhandnchnveiide Notlage Fensterscheiben eingeschlagen haben und zum Teil auch plünderten. Szabo hingegen hot seine Bande Mmnößig organisiert. Diese hat Vorträge Mstört, hat Menstherr gvprügelt, hat -einen chn-un-gslosen Arbeiter erschösse»» »md ztvei erheblich verwundet. Und was ist.ihnen g'esch«h«n? Nicht-. Bors.: Aber ddde»»Ven Sie doch die Praxis bei der PckiZeii. We»vn sie hört, daß ivgenldwo tm KasseuMibruch beabsichtigt .ist, so wird sie mrch nicht einschroit-en, sondern sich erst «:[ die Äauor irgrn. — A ugekl.: Das e»rtfp-richvielleicht; freu BorschrMeN, Mr iu anderen Fallen hä-st es'die Polizei Mz anders. 'Da.Mpn si-e.schr energisch Mt.' Ich ccintter-e au jenen lö. Juni, an dein mau Koirnnunistenuuruhe»r vchürchtote. Am Tage vorher ist die Pcklizei in das nnruniMche ParteScckal chngebrnngen, hat die Führer verhaft-et und im Jastmito weggsfühn. Ob sie damals recht daran tat, wollen wir nicht erörtern. Aber w i r iuüfs<u fragen, waru»n sie daS nicht auch der Ostara gegenüber getan hat. Sie richtet sich nicht i-mnver nach dam Gesetz und seinen juristischen QrrckLWeipün'- ger». Sie wiss-e»! sehr genau, daß Harrsdurchfuchnnge»» tzcntz enit» gvgen vm» Gesetz von der Polizei mich ohne GerichtLbsschluß vovgeuominen tverden. Der' AnZeklagte spricht dann Wer die Art der polizeiliche-r» vM-ellen Berichtechattmrg -und' erzählt das .merkwürdige Verhalten der Polizei anläßlich der HskenkrerrZlerstandale.v-o»n 13.- Septeurber. Daurals wurden die RadWurücher, die sostar'in Küsfeehärrfer eitrdvange»» und Gäste verprügvltM, gar »nicht-behiu-dert, sondern von Wachleuten bei Hrvur vandÄ.ifchen Marsche begleitet. Ms die R-orte dairralL -ins Cafe L-audtmann eiudrang, erhoben sich die Gäste, die Bube»» wurde»» geohrfeigt i'rnd stoben auseina»rder. (-Heiterkeit.) .Der Chof der Staatspol igei, Hofrat Tan dl e r, ließ danroils - die Hake nkreuz-ler ernstlich verwarnen, drohte, jede weitere Versammlung zu verbieten, u»»d d i e s e s e rst e r a t k r ä f l i g e Aust re t c i» war' ge »r ü ge nd, daß wir seither keine Hake»»- kr e n z o r ü b c r f ä l l e mehr haben. Allerdings, h-ie R cgieruug stand vor de»» Wahle»:, die GhriMchfozialcu rechnete»»- auf die j n d i s ch e u S t i m m e»», da paßte es ihnen »richt,-daß -die Juden verprügelt wevden,' und als die' Polizei erklärte: Jetzt ist's Schluß mir diesen Skandalen, da'gab es mit oinom Mt!« Rnvhe. Nun frage ich rnich: Warum hat die PoWti das Nicht schon sechs Monate früher gemacht? - - . Ich glaube, schließt der A»»gellagte, daß die gerügten Fehler der Polizei nicht etwa aus Unfähigkeit passiert sind, dem» dic-Wiekrer Polizei ist ganz vorzüglich, verfügt 'über' ein nnßehemes Netz von Konfide»»te»r »rnd ist über alles in» voraus glärrzend untcrrichtÄ. Was ich glaivbe, ist villureht, daß der Polizei eine höhere Macht h» den'Arm' gefalle;» ist. Düs Urteil. Mch. SM-uß des BewASberfahreus ibeantwortÄM die Geschwor»»eu die Schn ldfrage für b eiide iAngeklagt t»t mit je a ch t £ t ti au mt ei» N c i u g e g er» vier Stimmen Ja.'Auf 'Grund -dieses Bcrdikws veMndete der Vorsitzende den Freispruch 'boider AuHeÄagieu. Schließlich wurde von den Gvschrvorn-eu ln gomvrnsamer Beratung m-it dem Gerichtshof der Am«ag der Sta-a-tsanüm-ltfchaft auf .u f r c ch i -c r 1) a i t n n g der B c s ci, -l a g n a 'h an c -der üMmiiriorton Mmnttr im „Abend" ab ge-lehn t. .Gegen di-lseu Beschluß nieldeie -der Staütsanwal: vie Nichtigt-oi-!«-- Beschwerde urc. Volkswirt. Seftempelte Krone --- 8.8880 SentlmeL. Auszahlung Me« ---- 8.8878'/, tzeutimer. In Zürich notierte 18711. Vi.fii. die österreichische Krone . . * . 0.0079% 0.0080 die österr. gestemvelte Krone « « » ch 0.0080 0.0080 die tschechische Krone . . . « ch ch 16.45 16.45 die Mark ...... pro Milliarde —; Holland.* 218.60 216.— New-Pork...... » » ...» 569.— 569.60 London ... . 24.95 24.93 Paris. 81.95 31.75 Mailand ........ « * « 8 24.87 34.82 Belgrad ck » U 6.55 6.65 Bukarest .... 2.85 2.80 Soiia 4.75 4.75 Budapest ...»»«» •1*4 *(j« 0.0805 Ä0S06 Glenringknrse der OsterrefeMselien SatlonalfianK vom 19. Rovsmdsr 1928. liur» vom S. War« Geld W»w 270SO,- 274150.- 824.- 880.- 821.- 8Kü.~ 30.90 39.53 3416.- 3454.— 3L! 3.75 S!ig.— 353.— 1032a,— 10180.— 12020.- 12130.— 31170P.—314100,— 9170.- 9330.- 3106.- 3144.- 71185,- 70935.- 3938,- 4017.— 2073.— 2075.- 537,- .625,- IM3!».- 18470.- 410.- 370,- 12525,- 12575.- 27550,- 824.- 824.- 40.88 3466.- 3.85 357.- 10220.- 12170,— 315100.-« 9370.- 3156.— 71185.- 4033.- A85.- 829.- 18530.— 410.- 12825_ 7X79(50.— 7cm- 70963.- 70m- 70480.- 70880.- 3390.— 3410.- 3440.- srs.- 003.— 611.- 499*.- 583!- 89» I- 11920.- 11990.- . 12070— 29.50 37.55 3S.Ä 2850 34.50 »'so 310500.- 312300.- 313900— 310300.- 3121-10.- 313701— 3955.- 3970.- 4000.- 26950,- 27230.— 27450— 3080.— 3110.- 3130— 306(1.- 3o90,— 3110— 81».- 809.- 815.“ W.- 799.- 805— 10230.- 10080.- 10130— 410.— 370,— 412— m- 350^- 390.- 358.- 349.- 353— 336.- 329.— 333— 182601- 1834o!— 18440.- 12440.— 12480.- 12540— 9090,— 9210.- 92)0.- 2038.- 2057.— 2073.- 2053.- 2052.- 2068— i . 2.83 2.48 2.66 i 2l3Ö 2l4l Ve» Devisen (Schecks und Aus- 2jng. A rshlunxen) ms öe,d Atnelerdani 1. t holl. Gulden , 4 20950.— Agram 1 jue. Kronen ...» 6 820.— Belgrad 1 Dinar .. 8 829.- Berlin' 1 deulseli« Kelehamurlr . S 29.30 BrOsae! 1 bclßische Franc» . . 4’f, 34M.— Budapest 1 ungarische Kronen » 6 3.71 Bukarest 1 Lei.C 357.— Chrlstlanla 1 notvt«. Kronen . 8 10380.- Kopenliaaen 1 dänische Kronor, 5 11980,— London I Pfund Slerlfng ... 3 3107M.~ Madrid 1 Pesetas.,5V« 9130.— Mailand 1 Lire ....... 6 3Ö94.— New York 1 Dollar...... 4 70935.- Paris 1 Francs ... . . . . . 5 3972.— Prat» 1 tschecho«slbw, Kronen . 5 2035.— Sofia 1 Lewa .7*A 533.— Stockholm I schwedlScfteKronor . 4V» 1837(1.— Warschau** 1 oolnlsche Mark. « 6 37o.— Zürich 1 sthwelEerlsehe Franc» . 3 12475,— Noten Amerikan, Noten v. 5 Dollar aufw, 70560i.— . . kleinere . . . 70460,— Belgische Noten 100 Francs . , 3360.— Bulgarische Noten zu 1000 Lera , 511.— . . . 100 . . „ „ kleinere, » . 491.-*> DSnische Noten 100 Kroner . , 11640. - Deutsche Noten . . .... 2S.50 * . , 100 „ . . a » kleinere . . . 27.50 Engl. Noten von 5 LJvrest. autw. 308900.— » . tdelnere ..... 308700.— Französische Noten IOÖ Francs . 3925.— Holländische Noten 100 Gulden . 26750.— Italienische Noten v. 100 Lire aufw, S060.— . „ kleinere . » . 3M0.— JugoSi. Noten ungest. zu 1000 Dinar 812,— * ff p kleinere . . 802.— Norwegische Noten 100 Kroner . 10150.— Polnische Noten . . . . . » . 370.— , . kleinere.... 350.— Rumänische Koten zulOCDu.SOOLei 352.— , \kleinere . . . 332.— Kuss, Noten (Roman.) zu 500 Rubel — .» > * 100 i , » . kleinere » . — Schwedische Noten 100 Kronor , 18160,— Schweizerische Noten 100 Francs, 12360,— Spanische Noten 100 Pesetas . . QolO,— Tscltecho-slow, Not. v.lOOOautw, 2042,— , kleinere . 2o37, — Üngxf.Nöten(neueEm.)zulOOOKr. 2,15 , . bu 10.000 Kr. . , . . . kleinere ..... 2,10 * Für 1 Milliarde Mart, ** für 10.000 pslri. Mark. Wiener Börse. Freundlich. An der gestriKSn Börse kam siire frou-niÄlchere -mnng HMN Mßdvuck. Me Gesbälkm'g der VrrHä'ltuüssie i'N DentischlMd svwvhl in i-nuieÄpoMschrv Äs auch. «mHcnpÄikWer Hrnstchr wunde <güust'iger bdurtM. Erst j«tzt kam idie SiekluMichme der Vörs-e zu dem miWücktem .Mer^Pn-ilsch vollsvmrmen zum Ausldmck. Daizn kam. a»»ch die fest« Haltuirg, die aus Budapest gem^Det wurde. Dort lM»e die Kontermri-ne angesichts des Bestrebens der »rnMilschen Banken» rvMVk-ng't jcde weit-ere Kursdümolirrimig dirrch disse zu v-eHindoru, schl^unW Deckung vmM-n'chinen verbucht L»,ud schon, zu Beginn, der Dortvvche ftzark-es Interesse nach Arlbidrsgelve-Aien 'bekimÄe». Dies winAe tfÄM) auf beit W'nsrm: Platz gimstist v?n> wo die unIarische.n Pckpisw sich üiiwr stanken NaM«W erfreuten. TvF» gesellts sich «uch -der Uiustm'S, daß auf Wiener Rcchmmy größere Posten von in BuvHch gcha'nÄ.'lisn Papieren omS dem Budapcher Marsst gsnckmnon wu-cknn, was ,natürlich auch eine geMss-e Höbimg der dortigen Sbimumirg verrrrsachte »md nicht Äm: R-ücklviuknng <ms Wien WÄb. >J>m Laust der dr-ei Ferorbage waren bei ds» BaiÄe'n' größere Au-sträge eingÄaufrn, die bei VerkchrÄrgmn zur Auäfi'chriuwg karwm. 7lll dies bMirkte, daß die .lkursse der meisten Papiere schon bei Begiun wcheEche SteigerirrMn austvicseu. AriWichts dieses Ukustaudes Wir auch die Wie-ner Kmrwnnnw es für KÄoiru, Deckunge.»» vo-Wvuchinen, was eibeustiUs eine Brvbesserung des Niveaus b.'üvirkt-e'. Jru BeMufe des Perkchrs schwächte sich das Grschäst ab, doch haben dir SMilfBnvsr noch immer 1 gegenüber dem Vortage. west»r:-i:ch-e Beribrsseru'»»^»» c»n->pi» w-Lvsen. In der Kulisse hcK»-)»» dem Ndkord die nnyarische»» KiMssepapiare Matten, bechuders Ungarische Kredit Dt-tzörm dieses Papier ex BgMgsrrchi, »Mches' mit 100D00 Kronen bemesstn »vunde, gehaudc-tt wordcu ist. hat es'dennoch eiur.Udir-obesserung mn 9»A10 Kronen anf^utve-N.-n. »vaS cimjo r-igru-Hich eine Dwigrru-ng um 109.000 Kronen bedeutet. Von de?» übrigen »mgaieiischen Papieren der Kulisst' »vi-e-sen Ri-ma ehre Steigerung mm 17.000 K. auf. .Km Zkrisemvinolchaug hatte»» auch die Staatsoahue»» ein scbr reges Gefchäf» auf^mvristn, »nett sie in erster Nrtithe al» Arbi-trag-cstap-irr in Betracht kamen. Zk Pr-ostrierden 11.000 K. Von deu öst-erreich.-.ichcn KUiisstiverieii bess-err«.'»» sich: Depostleub.ink und Änderhauk -w ii- AM K.. Uuivnbun? n>m 7000 K.. Bvn >