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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-08 · Heft 1701 (8.11.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1701 (8.11.1923)
Date
1923-11-08
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. ITO Wle^, DömrevskaH Wkenee Morgenzettuns. 8. Novembe-r 1923 Se-ite 7 Lmtschrr Notenumlauf — 524 Billionen. Nach dem letzten Ausweis der deutschen Neichsdanl Deträyt der NotemlnAau'f 5 2 4 B11Tione«. Es ist die größte GeldmeMe, die 'bisher irgendwo und.' irgendwann int Umlaufe war. In der letzten Woche hat sich der NotenunÄauf allein um 400 Billionen vermehrt. 80 Prozent des neuen Notemrnrlanfes stammen aus der letzten Woche. Hingegen hat sich der GoMesiand erheblich vermindert. Er ist um 237 Millionen niedriger geworden. Dieses Gold wurde zu den vergeblichen Stützungs-Versuchen der Mart verwendet. Der deutsche Staat hat die Reich-Simm ani stärksten in Anspruch genommen. Der Betrag der Schatzaitwrisungen des Deutschen Reiches, welche, von der Reichslbank diskontiert wurden, beträgt 678 Billionen. rinnt die SLnierungsmöglichkeit der polnischen Finanzen verstärkt tvürde. -Herr Aoung hat auch in der letzten Zeit eine Reihe von Konferenzen mit der Leitung der Kvalkamr und anderen EisenL ah u d i r e k t i o n e n geführt, welche, ime in Finanzkreisen verlautet, mit einem neuen Projekt de.r Uebernahme der polnischen ELisenbahnen durch ein engliisch-poln-i-scheS Konsortium unter Beteiligung der polnischen Regierungiw Znsmmmnhang stehen. Besserung der palöstinenstschen Handelsbilanz. Seit der englischen Okkupation hat der Export aus Palästina im Monat August seinen höchsten Stand erreicht, und zwar mit einer Ziffer von 180.00V Pfd. St., während der Import 356.000 Pfd. St. betrug. Hauptsächlich waren es Wassermelonen, die für 74.000. Pfd Sterling exportiert wurden, ferner Spezereien für 48.000 Pfd. St' und frisches Obst für 22.000 Pfd. St. Die palästinensische Han delsbilanz hat sich also gegen das Jahr 1922 um 644.000 Pfd. St. gebessert. Die Zistern stellen sich folgendermaßen: Jänn. bis Jänn. bis Zu-oder - Aug. 1922 Äug. 1923 Abnahme Pfund Sterling Import. 3,638.000 3,172.000 — 466.000 Export ..... 833.000 955.0Q0 + 122.000 Reexport .... 128.000 179.000 + 56.000 Besserung der Bilanz Im Jahre 1923 um Pfd. St. 644.000 Me Flnauzplöne der polnischen Regierung. Aus Warschau wird uns berichtet: Wie aus gut unterrichteter Quelle vevlaE, hat dve Regierung sich bereits für Äm ziemlich - genau unrvisfen-es Sanierungs- Programm Lwtschiieden,. welches in der Hauptsache vom gegenwärtigen Nuternchtsmimster Stanislaw Grab Ski entworfen und vom Finauzministjer KucharsEi und dem stellbevtretenden Ministerpräsidenten Kor-fanty bereits akzeptiert wurde. Im Mittelpunkt des Sanierurrgsplanes sticht die Gründung der E mi s s-io n s ba nk, deren Grund- Wital 100 Millionen G.oldfrauken betragen soll. Ausländisches.Kapital soll nicht herangezogen tverden (weil eiben die Beteiligung ausländischen Kapitals sich anfcheinenv nicht erlangen ließ), vielmchr soll der Grund fonds der Emissionsbank von inländischem Kapital beigefteuert Iverden. Der Anteil des Staates soll 60 Millionen Goldsmnken betragen. Wie ,^kepuplika" meldet, haf durch Vermittlung des Abg. A. Wrcrzkbicki: eine Gruppe vonJndustriellenaus Lodz der Regierung den Antrag gestellt, sich mit einem 'bedeutenden Kapital, üii an dem Grundkapital der Emissionsbank zu beteili« gerr. Dafür soll diese Lodzer Iridustriellengruppe entsprechenden Einfluß auf die Leitung der Bank und Kontrollrecht über deren Tätigkeit gemeinsam mit der RegieMng erhalten. Die 60 Millionen Goldfrauken, welche der Staat in die Emissionsbank einlegerr will, entninrnrt er sein Gold de stände, der nach den offiziellen Angaben 120 Millionen Go'ldsraukcu beträgt. Den Rest seines Goldbestandes soll der Staat nach den Plänen des Sameruu-gsprogramm-es zürn Aufkauf des in Umlauf be fiMichen Papiergeldes benützen. Jedoch noch ehe die Emissionsbank ihre Tätigkeit beginnt, besichtigt die Regierung eine Aktion zur Stützung der polnischen M a r t durch eine energische Intervention au der Börse zu unternehmen. Für diese Stützungsaktion sind nach dem lDrmemngsPlane 6 0 Millionen Golds ranken irotkvendig. Diese Summe 'ha'ben, zur Hälfte m 'bar und zur Hälfte in Akzepten, die Industrielleu in Obers ch k e s >i e n auf Rechnung der Vermögenssteuer zuhanden des stellvertretenden Mnisto.rpräsidenten Kvrsanth deponiert. Das jetzt dem Sejm vorgelegtc Budget sieht entsprechend dem Sanier» ngsHlane eine Reihe von Erspar u u g e n im Staatshaushalte vor, darunter auch den Abbau von 4000 Lehrern, eine starke Reduzierung des Aufwandes für die Agrarreform und dergleichen. Diese Ersparungsmaßnahmen zur Herstellung des budgetären Gleichgeiwichtes entspringen, wie von gut informierter Stelle mitgeteilt wird, den Bor schlügen des englischeil Fluauzberaters D o u n g. Wie „Gon-iec Krakowski" (das Organ des Flnanzministers Krrcharski) erfährt, sind.im Auswürt-igen Amt in London -bereits drei Berichte des Finanzberaters riber die wirtsäMstliche und finanzielle Lage Polens cingclaugt und woiteve Berichte sollen.nun allwöchentlich folgen. Nach den Informationen des Blattes hat nun Noung einen vierte n ausführlichere Bericht folgen - lassen-, in welchem er ankündigt, daß die. polnische Regierung bei der englischen mit dem Ansuchen um ein Mindestens e injuihriges Moratorium für die englischen Schulden des polnischen Staates, die etwa 12 Millionen- Dollar betragen, und um ein mindestens halbjähriges Moratorium für die Privatrechtlichen Bevpflichkmgen. polnischer Bürger gegenüber englischen Bürgern eiirkommen werde. Für die Pridatberpflichtungeu der polnischen Bürger, die gegenüber englischen bestehen, würde die polnische Regierung Garantien leisten. Uoberdi-cs hat, nach der Meldung des Blatte.s,?)o-Ung der polnischen Regierung vorgeschlagen, ein ähnliches Moraioriumsausnchcn auch au die tanke reU GtgstLD. zu,MtM, dn chirch ein MMw- Der Wiener Geldmarkt. Geld war gestern zu 0,87 Prozent reichlich angeboten und blieb vielfach unplaeiert, ein Beweis für den starken Abbau der Effekten-Engagemeuts. Erhöhung der Donautarife. Aus Budapest wird uns geschrieben: Die, Gesellschaften -der Donau-Dampfschifftchrt haben ihre Tarife für den ungarischen Jnlandsverkehr dev jüngsten Tariferhöhung den Staatsbahnen gemäß erhöht. Außerdem wurden auch die Tarife für den gegenseitigen Schiffsverkehr mit österreichischm, tschechischen und bayrischen Stationen erhöht. Das Ausmaß der Erhöhungen ist verschieden, aber nirgends so groß wie bei den Staatsbahnen. Eine Erhöhung über 35 Prozent wurde überhaupt nicht voraenommen, und die- Tarife einiger teuren Klassen wurde überhaupt nicht erhöht. In-den Relationen mit . Serbien, Bulgarien und Rumänien blieben' die Schiffahrtstarife unverändert. Zunahme der ungarischen Roteninflalion. Dem Ausweis; der ungarischen Notenbank zufolge stieg der Banknotenumlaus - in der vierten Okioberwoche. um 77,6 Milliarden und erreichte die Höhe von 750 Milliarden. Diese neuerliche große Steigerung de8 Papiergeldes wirkte umso überraschen. .--, als in den letzten Wochen die Inflation nur -in geringem Maße betrieben wurde. Das, Steigen wird mit großen Kveditanforderungen dev Industrie und Landwirtschaft motiviert. Die ungarischen Lokalbahnen in den Zessionsstaattn. Die ungarische Regierung rnuß. Berichten aus Budapest zufolge, mit der Tschecho-Slowükei, Jugoslawien und Rumänien Verhandlungen bezüglich der Regelung der Uebernahme der auf dem Gebiete der Nachfolgestaaten sich befindlichen Privatbahnen fuhren. Mit der Tschecho-Slowakei gelang es bereits,' ein 'entsprechendes Ueüereinkommen zu treffen, da die Tschechd- Slowakei den Privatbesitz vollkommen respektierte. Die Linien wurden ill die Verwaltung der Staatsb ahnen übernommen und die Gesellschaften nationalisiert. Fast alle Gesellschaften sind bereits-nationalisiert und der Sitz aus Budapest nach, .der Tschecho-Slowakei verlegt, wobei das in Ungarkrouen berechnete Aktienkapital im Verhältnis 1:1 in Tschechokvonen mngewandelt -wurde. Mit Jugoslawien dürften die diesbezüglichen Verhandlungen demnächst begonnen werden und werden-sicherlich einem günstigen Resultate führen, da die Regierung bereits setzt.die sequestrierten Bahnen und Vermögen freigibt.. Am schlechtesten stehen die Angelegenheiten mit Rumänien.. Hier fänden' noch' nicht einmal Verhandlungen statt Polnische Kohle für Rumänien. Berichten aus Bukarest zufolge - werden zwischen der rumänischen Regierung und Polen. Verhandlungen bezüglich des Irnports von Kohle gepflogen. Die rumänische Industrie leidet in der letzten Zeit an Kohlen- Mangel. Die Staatsbahnen firrd berechtigt, einen gewissen Prozentsatz der Produktion der Kohlenwerke zum Selbstkostenpreis, aufznkanfen. Infolge dieser Kohleukäufe kann der Bedarf der Jndllstrie mn -5kohle nicht befriedigt werden, so daß auf Allregung der Indlsttriellen die Regierung Perhandlullgert nrih Polest anknüpfte. Soferne seitens Polens entsprechende Vorschläge' und Preisberechnungen vorgelagt werden, dürfte -in nächster Zeiteili großeKohlcnirnport nach Rumänien beginnen. Export, nach Belgien und Finnland. Im Hinblick auf die beborstehendeil Handelsvärtragsverhandlungen ersllcht der Hauptvcrbaitd der österreichischen Kaufmünnschaft, 4. Bez., SchwarzenberMatz 16, ihm die bei diesem Anlasse gclterld zu, machenden Wünsche der Exporteure nnngehend brkanntzngKwn.' Wiener Börse. Lustlos. Die. gastvilgr Börse wies ci.ite -ziemlich lustlose Hpttu-ng; -oiuif. Es fehlte jede äußere Anregun'g, die die Spekullrüon in dem -einen oder denl anöe-renl Si-n-m bLömflnsjen konnte.. Auch Äe Konte-rin-ine war a-nWlmd pirückhällend und wagte/ sich -nicht hervor, da sie Ueberrumpclmrgell bcfürckMe. - Tie Borgältge in Ten-lschlar'.d und die Miaßnahlnen der (Entente in ibezwg Auf' die RevaraÄ-onsstagen haiben gestern das Gd" ischäft ,mr U'NwesenWjch be-smstußl. A.u§ Pmg wuriden wohl festere .stupse für emz-elne Werte g-emMet, doch -ä-ußerte. sich die Mckihi'wtzlMg i-n Welt nur m ga.n>z gsrÄvgen Bevb-esssr>upg«li oilvjellner' Lischechemvc-rtr. Tie Budapester Simmmwug übte eben- 'faiW§ fehlen kvesenMchen Einfluß ans. Es küim in we-nigen Werten,;u geringen Mbröckv'lusiMN. Das Putbl-Amn hlielt sich Mvm größten ' Teil ferne. Es. fchlw jedes 'Stinullans. Dir Wanken traten nicht meMich auf beit Plan. Nur iht eiuiZÄ,nen Werten waren staufanfträg-e aus dem Anslanlde e'm!gelan,g-t. Es P Lies eine bvmerkensllverte Datisache, da in -den letzt«« Wochen nur Bevkänf-e für das Ausland getäligt wluvdrn. Es scheint.sich immn-e.hr eine gewisse Wevdung in den I-nten^ chianeil des ausländischen -Pübl'iklilms zu vollziehen, zuim-Ä da die Borgänige in DeuiilM>a>nId die MLtVndffche DpMfM Iwelche.sich ieiÄveife dort Mbliert lMe, zur L-östmg ihrer dEschen. 'Pvsihionen veranlntzte -und fie sich mmnichr kv-iävevlliln -in Wien stärker z>n betätigen schein:. In der Kulisse war das Gclschäfi gering. Die Man cen der omzeLmn Kulissemvvr-te sind niininral. ^Doch auch die 'Abbröckelungen sind unwesentlich. Etwas stärker waren.un garijsche 5tredit tangiert, welche 34.000 K. c-mbüßten. W-ienvr Bankvcresu, . Anglo'bank und llniondank waren mir nm je 2000 K. schwächer.. Oest-er-reichische Kreidig x «nd L8-ndsckank waren im ganzen icnt 1000 K. höher. Ebenso gering tvaaen die M-uta-tioNien in den anderen KlMssenipapisven. Es büßten St-aatsbaihu 6000 K., Südbahn 2000 K., Kodurg 1700 - K., PEMe.29.000 K., A. E. G. 2000 K., Dimber 11.000’ st. ciht, wogegen Felten um 1000 St, Rima um 2000 K-, Waägner -um. 11.000 K. -und österreichifche Hofherr lim 1000 K. hoher waren. Semperit seli-kten sich um 5500 K.. Galicia hingegen -evhoft.ell sich um 16.000 K. Im Schranken war das B-i-ld ebenso nno'mhehl-ich wie in .der-Knl-isse. Van -de» Pe.-oie.im.ver/.'n Ware» Apollo -um 42.000 K.L ÜUMN um 4M St.t AchojdWÜa um 20.000 K. höher, dagegen Fanio nnr 100.000 K. niedriger. Von den ®ifeiV wor-tcn erholten sich Austvia Mil 14.000 K., Finz-e um 16.000 K., Kabel unt 7000 K., 5lraHnischc um 50.000 Zewitza Mi 200.000 K., lvogogen Oesterreichfsch-e Beug- Mid Hütten um 80.000. St'., Preßbuvge-r Kabel -um 50.000 K. nieldvigsr waren. Bon den PahiertveAeu erholten sich B-riA wm 20.000 K., NousiM-e-r u-ni 70.000 K., hingegen büßten SteyrerMüthl 200.000 K. ein. Bezugsrechte: W-iener BanVoerein MV W 3800 K., Oesterr. K-resdit-iMiM 33.000 K., Niedeiröslerr. Eseompte 17.000 K., Oefterr. .^olgbank 5000 K., OpdifcheS GAS 1800 K., Qs--ers u. Bauer 2600 K-, llng. M-aggon 7000 K., Oeister. Eisevbählivorkehr 02.000 K., Intag 200 K. Auf dem Anl-ag-emarkte zeigite sich neuerlich größere Nachfrage nach CisenbahnM'igationen. Von den -Exoten notierten: Apollo-Filili 53.000, Eos 3000, Erdöl 47.000 bis 40.000, JrLag 318.000 bis 340.000, Mra-znica 171.000 bis 179.000, Tep>age. 97.000 bis 99.000, Uiniv-erchle 57.M bis 62.000, Wiener Waffen 21.000 bis . 22.000. Börse M landwirtschaftliche Pradulte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitun^.) I-Nl Einkliange in-U den matten Berichten aus den Sukzessionsstaaten und zufolge 'des überreichlichen Offertes in den einzelnen. Artikeln, erfuhr die seitherige Flauheit des Marktes eine weitere Verschärfung. Sowohl in Weizen wie in Korli konnte man zu billigeren Preisen ankommen, doch blieben Mühlen reserviert, da der Mehlabsatz sich stetig verschlechtert. Mais verzeichnet geringes Geschäft in der Preislage von 2600 K. Wien Wagen gelegt, beziehungSweife 1.20 tfchech. K. schleppfrei Wien. Von Braugerste sind nur Primasorten preishaltend, da solche fehlen, kann von, Geschäftsabschlüsien nichts berichtet werden. Der einzige Artikel der relativ freundlich steht ist Hafer, einerseits wegen Fehlens der rumänischen und lvegen Verr-ingerung der ungarischen Offerte. In Lohnen, Hirse und Kleefaaten konnten nur bescheidene Umsätze zur Perfektionierung gelangen. ES notieren pro Kilogramm ab Wien (exklusive der Panschalwarenuinsatzsiener^: Weizen inländischer 3300 bis 3350 K., jugoslawischer 3430 bis 3550 K., Roggen inländischer 2600 dis 2650 K., tschecho-slowakischer 2625 bis 2650 K.. Braugerste inländische 2300 LiS 2800 K., tschecho-flowakische 2550 bis 2800 K., Futtergerste 2100 bis 2200 K., MaiS 2550 bis 2850 K., Hafer inländischer 2000 bis 2150 K., ungarischer 2000 LiS 2100 K., Reis Bttrma 5300 bis 5500 51., italienischer 6700 LiS 6900 K., Hirse 2400 LiS 2600 K., Brein 5400 LiS 5800 K., Mohn 11.000 bis 11.500 K., Weißdohnen ungarische 4500 dis 4800 K., Preßheu osteneichisches 1300 bis 1350 K. ab Station, RepSkuchen 2300 LiS 2360 K., Hanfsaat 6800 bis 7000 K., Leinsaat 6000 bis 6200 K., Reps 2.35 bis 2.45 tschech. K. ab Marchegg, Wicke 2400 bis 2800 K., Malz inländisches 5000 bi» 5200 K., Weizengrieß inländischer 6200 bis 6300 K., Weizenmehl Ruller inländisches 5700 bis 5800 K., ungarisches doppelgriffig 2.55 tschech. K., griffig 2.45 tschech. K., beziehungsweise 5400 bis 5500 K. und 5100 bis 5200 K., Brotmehl inländisches,1a 4100 bis 4200 K., Futtermehl Ia 2100 bis 2200 K., Noggenmehl Ia 4000 bis 4100 K., Weizenkleie 1175 bis 1225 K., Roggenkleie 1025 bis 1075 K. Wiener Holzbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeit-ung^.) Der Verkehr an der gestrigen Holzbörse gestaltete sich lebhaft, da für mannigfache Holzgattungen Interesse bestand, wie z. B. für Fichtenscheiter trocken, Brennholz, Lärchenpfosten, Latten 18/40, Grubenholz, Spreisel, Langholz.Tanne), Birkenholz eingeschnitien für Tarvis, Eiche, Esche, Rüste Rundholz 30 Zentimeter aufwärts. Der hohen Preise halber kam es jedoch nur zu ganz geringen Abschlüssen, so legte man beispielsweise Geld fitr Langholz (von Nadelholz-Rundholz) 220.000 K., für Dlochholz 4 bis 6 Meter lang 210.000 K., für Grubenholz 10 bis 20 Zentimeter 180.000 K., .unter 230.000, respektive- 200.000 K. waren diese Gattungen jedoch nicht erhältlich. Exekutiv wurde Brennholz trocken, weich, Scheiter zu 3,800.000 K. ab Wien gedeckt. Ausgeboten wurden : Spreiselholz ungebündelt zu 300 K. pro Kilogramm, von Laubholz-Schnittmaterial Zlhorn 20/52 Millimeter zu 800.000 K. ab oberösterreichischer Station, Bim gedämpft zu 11,800.000 K. ab niederösterreichischer Station, slawonische Buche ungedämpft!. Klasse zu 1,550.000 K., slawonische Linde zu 1,700.000 K., slawonische Weißbuche 26 und 100 Millimeter In zu 1,800.000 K. Wien, von L a u ü h o l z - R u « dh o l z Aspe (Silberpappel) von 40 Zentimeter aufwärts zu 600.000 K. ab niederösterretchifcher Station, von Nadelholz- Schnitt material Exportware sägefallend MadrierS zu 225 bis 285 franz. Franken, 24 Millimeter Breitwarr Qualität nomial zu 205 franz, Franken cif atlant. Hafen, Lärche Bretter 20 und 24 Millimeter stark von 10 Zentimeter aufwärts, zü 600.000 K. und Pfosten 50 Millimeter von 18 Zentimeter aufwärts besamt zu 700.000 K. ab niederösterreichischer Landesbahn. berliner Börse. Berlin, 7. Roveiinber. Da in der Presse VerW-.'den>lüch parM hiuMwiesen wotzden war. dah diesvüheMrn a>nßeror!dön!ril>l>eh starken StvUevlMlgen an der Bürse Lite Kurse eines esthMiichen TMs der Papiere berells weit über den Friiedens- -gol!dst!a>nd hnvansigeirieiben hLt-ten nnid auf Äemr GelbdmaMe eine einipfiMrche Berkwappivm bar Sätzen von 3 bis 10 Prozellt nnid da-Mber Maus ÄMvtreten ist. evfichr die bisherige Awiwert-uwaslhaiusse einen iahen Rüch'chlM. Die Spoluiatwn verEauAe aarif allen llmisatzigebieten unid der bishsrilae Mat errat « manigei machte reiMch«m Anaeibote Pl!a-tz. Der Kursstand. seMe sich unter Vi'üsen BochMtnissen VurchschavMich uw äin Bieivtel bis ein DrAÄ. manchmatl nim die HÄiste. Die Rüüaänpe vollzaaen sich alber in aller Rllche. Die Zdachfrape nach Devisen war außerordenGich «roß, so daß es Hdr Reüchs-M'k wicht «vchr «Ml-ich war. die Kuvi'e anff dsm Msterisgen Stande zu halten. London Wnvde Min Beispiel bei 2 Prozent ZuteÄunig mit 2,8 Billwnen st-Mesetzt. wovmch sich die anderen Notizen richteten. (Alles in Milliarden von Mark.) Dollarschatzanweisungen —. Schlnßkirrse: Türkische Lose 22.000, Cefterr. Staatsbahn —, Nordd. Lloyd 8100. Ver. Elbesckiffahrt 6000, Berliner Handelsgesellschaft 41.000, Komwerz. Privatbank '4250, Darmst. Bank 6000, Deutsche Bank '9000, Diskonto- Kommandit 15.000, Dresdner Bank 4250, Nationalbank für Deutschland 9000, Oesterr. Kredit WO, Oesterr. Länderbank —, Neichsbank 5000, Wiener Bankverein —, Wr. Unionbank —, Mg. Elektrizitäts-Gesellschaft 8200, Bochumer Gußstahl 900, Daimler Motoren ll.ÜpO, Deutsch-Luxemburger 55.000, Tcnische Waffen u. Mimition '—, Dynamit Nobel 7000', Felten n. Guilleaume 25.000, . Gelsenkirchener Bera. 58,000, Dö. GoldiLmidt löLÜL Lärpener. A«ab«m AUvan

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