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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-03 · Heft 1696 (3.11.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1696 (3.11.1923)
Date
1923-11-03
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Skr. 1696 _Wien, SarnStag__■ Wiener Morgenreitung. Die morgigen Meisterschaftsspiele. DrZ Feld hat sich nun auch in der Spitzengruppe auseAalndevgc-zvgen, - da die beiden führe irden Vereine, Simmering und Rapid, dach einen geringen Abstand zwischen sich und den folgenden legen konnten. Der morgige Tag dürste im Vordertreffet: noch eine weitere Klärung bringen. Gegner, die man nicht unterkriegen kann, besitzt ieibcv Verein. So kämpft die Hakoa'h schon seit Jahren gegen Wacker und Sportklub vergeblich an. Mit den Meidlit:- gern sind nun die Krieauer Heuer nach .sthnjährigen: Bemühen wieder, zuin ersten Male fertig gewogen, und das zweite nicht zu nehmende Hindernis stellt sich ihnen nun morgen auf der Hohen Warte m den Weg. Im Vorjahre blieben die Dornbacher im ersten Treffen mit 4:2 Toren siegreich und int Retourspiel konnten die Hakoahner ein 1:4«Resultat erzwingen. Mm: ist nun mit Recht gespannt darauf, ob die jüdische Mannschaft nach dom Sieg gegen Wacker auch dett: Spottklnb beide Punkte abnrhlmen wird können. Die Verhältnisse sind aber derzeit wesentlich andere als. noch vor wertigen Wochen. Gegen Wacker trat die Hakoah tu ausgezeichneter . körperlicher und geistiger Verfassung an. Die letztet: Spiele habet: nun gezeigt, daß die Hakoahner viel an Spannkraft verloren habet!. Die Gestaltung der diesjährigen Meisterfchajt weist, sbiveit es die Hakoah betrifft, eit:e tticht zu verkennende Achnlichkeit mit dem vorjährigen Wettbewerb auf. Auch damals vermochte -der «jüdische Verein die ersten Spiele siegreich zu beenden, . dann brachte der Mißerfolg gegen Vienna den Umi'chwunp und in der Folge mitßten die Hakoahner fünf Niederlagen ttt dett Kauf nehmen. Diese Mißerfolge bewirkten, daß die Krstauer sich ttoch im Frühjahr in der Gefahrenzone des Abstieges beifcnlden tute trur unter Aufbietung aller Kraft? die Erstklassigkeit erhaltet: konnten. Auch, Heuer hat die Hakoah in den beidett ersten Meisterschaftsspiclet: vier Punkte nach Hause gebracht. Die nächsten Treffen zeitigten unentschiedene Ergebnisse, tntd am letzten Sonntag erlitt die jüdische Mannschaft durch die Amateure Re erste Niederlage. Wenn die Dinge ähnlich wie im Vorjahre weiter verlaufen sollten, dann folgen jetzt für die Hakoahner wenig ergiebige Zeiten. Einzelne Krieaner haben im letztet: Spiele eine gewisse Mutlosigkeit erkennen lasset:, die die Ankunft nicht im rosigsten Lichte erscheinen läßt. Die Hakoahner mögen sich daran erinnern, daß sie in der letzten Meisterschaft monatelang schwer kämpfen trmßtcn, um die -Mißerfolge der Herbstsatsot: wett zu machet: Einer ähnliche:: Gefahr dürften sie sich wohl Hetzer nicht «Metzen tvollet:. Vom morgigen Spiel hängt für die, künftige Gestaltung der Hakoah-Chancen viel ab. Sieg oder Niederlage werden die Moral der Mannschaft int -günstigen oder ungünstigsten Sinne beeinflussen. Wir sind fast geneigl, die Behauptimg austustellen, da« das Spiel asgen dett Wiener ÄwMüb einem Wendepunkte Mr die Hakoch gleichkommt. Ihre Spieler habet: demgemäß alben Gvmd, mit größter Aufopferung den morgigen Kampf zu bestreiten. In: Hintertreffen besitzt der Sportkmlb entschieden das Uebevgüwicht, aber schon in der Deckung würde der Hakoah der Vorzug gebühren, wenn die FNgeMffer ihre Pflicht «Hüllen. Guttntann ist nämlich weit besser wie sein Wiedersacher Wiedenmrm, und der beste Flügellätmr der Dornbacher, Wank, ist disgMlffiziert. Trotz aller BeschönigungSversuche besitzt die.Hakoah auch den kotnbinationsiüchtigeren Angriff. Der Wiener Sportklub hat aber in Povolny einen Stürmer, der das Torschießet: versteht, und ein solcher Mann fehlt dem Imretrtrio der Krieaner. Bei einiger Energie sollten ober die Stür-nter der Hakoah doch tttehr Treffer zuüvege bringen als ihre Gegner. Wir sind -der Ansicht, daß in: utorgiget: Treffet: weniger die technischen Fähigkeiten, als die Moral den Ausschlag gebet: werden. Wem: die Hakoah sich nicht aus der -Fassung bringet: läßt- und dann in der Folge aussteckt, glaubet: wir, daß /sie diesmal den Bann brechen kann. Die Verteidigung des ersten Platzes oblieg: morgen den Gimmeringeru, die auf eigenem Platze den: Ansturm der Vienna standhalten müssen. Die Hausherren haben-sich aut vergangenen Sonntag g'gen Slovan ganz ausgezeichnet geschlagen, während die Döblinger int' letzten Spiel gegen Rapid nicht befriedigen konntet:. Die Chance:: -scheinet: demgemäß. für die Simmermger diesmal fahrgünstig zn stehen. Gerade sie kämpfen aber gegen Biettna ünmer sehr schwer, so musstet: sie -auch im Vorjahre zwei Niederlagen von 0:1 und 1:3 Toren in den Kauf whtnett. Es wurde a-ffo nicht überraschen, wen:: die Biettna auch n,argen die -Sberhand behalten würde. . Einen anssichtslosen Kamps scheint Morgen der Sportklub Ostmark ans eigene»: Platze gegen Rapid f(u bestreiten. 'Letzterer Verein nimmt nätn(td) denzweiten Platz in der Tabelle ein, während die Brigittenauer mit der letztet: Stelle vorlreb nehmen ntüssen. Die Hütbeldorser bestritten aber au: Donnerstag einen schweren Kamps, der ihnen ttoch morgen in den 'Knochen, liegen dürfte. Es.ist -also leicht möglich, daß Ostmark einen Ptnrkt wird retten föintett. Schiedsrichter Grünbanm. Zwei Siege errangen die Amaleurc im Vorjahre gegen Her:ha. Die Resultate , lauteten 3:1. und.4:3. Moraen dürften die Ober- St. Beiter aller Voraussicht nach die Erfolgserie sorrsetzen. Die Fa-vorucner sit:o wohl in letzter Zeit besser geworden, hoch habet: sie das P.ch, daß sich die Amateure gerade jetzt in mis- .gezeichneter ' Perfaffüng. /befinden. Schiedsrichter Kontor. Nach einer Rekordniederlage tritt der-Sportklub Slovan gegen Wacker au, so daß ersrerer im morgige:: Kampf nicht die besten Au.s-sichten har. Die Meidliuger werden aber aus ihren unersetzbaren Mittelläufer Resch -verzichten rnüssen. wodurch die Chancen der Wiener Tschechen wieder steigen. Ein unentschiedenes Ergebnis würde der: Erwartungen am ehesten entsprechen. Schiedsrichter -Werner. Einen willigen Punktelieferantett gab die -Admirä im Korjahr» de-n: W. A. F. ab, da erstever Verein in berdru:. Spidlen, ünd zwar 1-:2 und 0:1, unterlag. Die Ilvridsdorfer vertnochten sich nun Mt leinet: Spiele gegen Hertha nicht anszuzeichnen. so haß die An nähme berechtigt ist, -daß der W. A. F. morgen Deinen Pnnktebesitz vermehren, wir-. Schiedsrichter K:-enzl.. . . - Schweden gegen Polen 2:2. Krakau, 2. November. (Poln. Tel. Agen.l Gestern fand hier-der Fußball-iLänderkamps Polen gegen Schweden statt. Cr endete 2:2 .unentschieden, ttachdent das Treffen zur Halbzeit 1:1 stand. - - Jüdischer Spottverband. Montag de» 5. d. findet -um 7- Uhr -abends mr. Ha-kacch-'N'iBheim eine wichffg? Vvrstanldsjsitz-ung stakt. Es werden folgende Herr«: omMtd-m: Dir. SpieM, 'Artur .Baar. Fötides, Fta-nkl, Dr. Fviedepan-n, Kurl Iuhu. La.nfor, "Dr. Mtckes, TorozhnVr, Tysfev inte Wolfettisohn. , s . Noventber 1923 ©eile I Neues von der Hakoah. Die .Mchlctenuq gibt -frwmttfc be-l-antst, daß die Gener-aülver-samtn-l>tt>ug des SpoMtW Hv. t-oah au: 1. t>-ud 2. Detzemlber l. I. statiffiNd-e:- Der OÄ ttckd die Ie-tt wrrltznt twch bekankgeggbeu. Herzog (se-i'cher Porochotv) hat sich bei Rejitn anWnstVot In Clui spielte Sa-msdag U. T. E. (Bu>dvp-eft) gmm.BUkoria 2:3, siegte aber Ddnnitcrg Man HalObor 8A. Hagibor—Bar-Kochba 1:1 (1:0). Wähverüv B.at>.Kioch!ba verstärkt ant-r-at. tttußl-e Haksilbor für Miß, Tia-un-enibcrum unld Alt-ittanu Ersetz stellen. HWkb-or hatte in der V-e-rtei-digum den besten M-aunfch-aiftÄ-sil. Dukes war der befte Vüann a-lff dein: Mde. I-t: der Ha-lvesr-e-ihe überragte der Mittelläufer Rgbirtolwitz fein gegenüber Dmtck-er. Im Sturm ikonlni-e -der ti-ulk-r Ilügel restlos lbssviedigeu. wühvenid der Rechts-Lnßen Laudon eine Niete war. Bei Bar<sboch!b-a böten Bock u-n- Fitzer gute Leist-Mgm. Hagibor: Wnwtw 2; Duikes. Stent; Ellenloerg, ftba>b>iU'0'witz, SchnraLbeva; Landau., Teich« thal. Sch-neider. Gcrr-futM, -Rvfenberg. Das erste Tor er. zielte Roseinberg -in der 25. Mmu'te. N-ach, Haivbqit dMi-ert der Schiedsrichter einen Elftue-ier getaeu Haigilbor. den Bock vertvan-delt. Zum Wettspiel 1. F. C. t-rürnberg-'SPielvereitngung prürth 2:0 erfahren wir folk«nder: Tie größere Wucht der Nürnberger Sturms gab den Ausschlag. An und für ftch war das Spi-el gleichmäßig verteilt. Die erste Halllbzeit verlief tor. los. Fürth führte ein gutes Spiel vor, der Sturm tztiette l<« doch etwas zu weich undkotmte die sehr gute Nürnberger Deckung nicht überwindet:. Die )l-ürnberyer Mannschaft wa, gut an.sg-eglichen und legte tnchr Energie an den Tag. Vor der Pause ließ Nürnber einige todsichere Chancen ans. Erft tu der letzten Viertelstunde vor Schiit:ß fielen die zwei Tore, und Mar das eine dttrch den- Halblink-etp Träg nach einem Zuspiel des Halbrechten Hochgesang. und das ändere ebenfalls dttrch Träg aus einem Strafstoß. Dem von Gisecht-er (Stuttgart) fehl gut geleiteten Spiel tvohnken etlva 20.000 Zuschauer bei. Eine kombinierte Mannschaft -von Hasuw-n-ea spietzte Donnerstag -gegen -die erste Mannschcfft von -U-Mbs 1:1 rm» rutschreden. Das Tor für Has-monea schoß Schötchvld. Achduih-Hakatzur 3ck> (1:0). Achbulh tva-t ntlt nrehreve» Erlatzinttet: cm. konute Aber durch grÄßere RotOiw und Schtrell-WcA das Spiel für sich enlscheidnt. Die Illtchevl^egeinen leistetet: energischem Widerstand, doch kon'ntrn sie di« Niederla-zr tticht -aÄtvenden. Die Tore -erst Lsten Bu-Äer vor, Mit. fried und SiernKar nach HaMeii. Bai dein SiÄMr-n gchiÄ«! Feili-ch 2 und Butler, bei d-Lt: Utster-leigenen SHapir«, Heilkel ttind Singer. Ha>ka!d-t:r vergab «me« Mer. Hagibor—Iordania 2:0 (1:0). Hagibor konnte dicheS M-eistersthaftsspiel mit Glück für sich eniischeiden. Iotda-nia hatte ebenis-obiel vom Spißst \mt Hngibsr, doch twi-ntett sich -ihre Siiihutt-er gegen die wuchtig arbc-itetrlde MmrUche Himer, manufchaft nicht durchsetzen. Bei Hetgibor Aas Back« paar Datnteübaui:n--Tu-kes ein -tttt-überttvi-Miches Bolftver-k, während in der HÄbesreihe Raibinbwitz sin großes Arbe-stSpLMtttt erledM-e. De-r Stunt: besaß in 3to$«i&aca, dm auch der beste Riann im Felde war, seine stärkste Stütze. Bei Iorda-n-ia bot 'K-ertesz die beste Leistmtg, außerdenr konnten noch Seüvrowitz 2-, Halber rmd GtÄ-nwM gchalien. Der Kampf, . siMile sich hanpffächlich in: Mittelfeld ab. Eine EinizMoistu-Nc, Rosenbergs führt in der 20. Mimtte -utm ersten TveGvr. Auch nach Hat-bze-it chssites Spiel. Erft drei Mrinuten vor Schluß, gelingt Lilien der Weile Treffer. Reserven 1:1. DrM: Mahn für Hagibor und Frey für Jordan:a. TourM. AlteBlau-Weiß. Morgan So-MtAg Wandeml^ü Mauer. Roter StM. Iütimtür'm. Treffpunkt Mattier Strtäßenbahn- Hof HM 10 Uhr. Hochatver (Touristen, und Skisektion). Aäorge-n Son-ttuag (0)Mien>er!waD Owuiwalbegg, Hwmem». WeMmlMch, Mt:«.' difchWt'te, Mosteoneübupg, Nnß-dorf). TveWpuM 8 Uhr 80 Min. Eltidst>attivn 43er-Wsgeier:, NetÄoaAega (jjföfl. Hnnst Kornveich). (O)i--MemevlvM. Treiffpttnkr 8 Uhr V Mlist. En»osMion Hütteldorif (49- und Wer-WaUstt) «jErnfft Gtd:Wl). :Ml-NW«W>«H^»UP>!WU^«««»MWWVWPMxMWWNMW»SNSSSS>WWW»NWWSWSSSNWWMWSSM Casyrighi IM. 'J r cbbniri verboten. J. LMysehnlkoff-Verlag, Berlin. (2. Fortsetzung.) Snkel Moses. Roman von Tchalom Usch. Ros« bleyLmr z»t weinen üwd ihr bitteres LoS ju bellagen, daß sie der Ränder von einem M<nm in das Vevfluchte Amerika geführt hatte. „Und mein Vater und meine Mutter werden keine Ruhe im Grabe haben; o, könnte ich ihnen an ihren Gräbern erzählen, in wessen Hände sie mich gegeben haben!" Aaron saß wie ein Stein in seinen: Winkel und schwieg. Im Zimmer sammelten sich nach und nach die Kinder, die von der Straße heimkanlen, ::nd verlangten das Abendeffen. Die Mutter schickte sie zum Vater oder zum Teufel. Da legte Mascha 'hastig den DänMng in die Amte einer kleinen Schwester und eilte mtf dis Straße, um ein Abendessen zu beschaffen. Im Gehen gab sie den Gedanken a-nf, den sie vochov gefaßt halte, bei der Metzgersfran im ersten Stock 30 Cents zu leiihe::, bis der Bater wieder arbeite. Daß der Vater zuviu%fd)vt war und Onkel Berl ihnr Me Steifeverschafft hatte, gab ihr mehr Kraft und Selbstvertrauen. 'Dreist trat sie in das Delikatessengeschäft an der Straßenecke, ließ sich Brot, Btttter, Käse und eine Büchse Tomatensuppe gebet:, und verlangte noch einen marinierten HLring und Grlttet:.^ Der Delikatessenhändler schaute sie vevivundert an. Mascha antwortete stolz: „Papa geht morgen arbei« tEv-- Otckel Bers hat ihm eine Stelle verschafft" Der Delikatessenhändler begriff und sagte nichts mehr. Das Wort „Papa. geht morgen arbeiten" war ein Zauberspruch,, der für Mascha das Geschäft des Desitettesien-- häMers turd dm Ladet: des Metzgers Wete; und sie bekam, tvas sie ivollte. Mscha hatte recht gehabt. Kaum -war es im Mminer ltell geworden und katmr hatte Mascha das reiche Abestd- >^sen mit mariniertem Häring, Gurken und Tomatensuppe auf den Tisch gestellt, so hörten nicht nur Vater und Mutter zu streiten aus, sondern Aavotr Meltrik erinnerte sich auch, daß er Bater von vier Töchter:: und einem Sohne war; **,*?.“***** Kindern ihre Plätze am Tisch an, befahl ihnen anständig bei Tisch z>: sitzen, .und in dm: kleinem Zimmer -saß bald ein« glückliche Fatnrlie am Tisch rvnd atz ihr Abendbrot. Kinder. xHuittu -Oicftüf harte gelogLtt. E'.uen Ate.'ilsplatz - /halte ihm uietnauÄ Ztlgesagt. Ms er in der Nacht, zwei Kinder an jeder Seite, int Beite lag, dachte er erst daran, in welcher Lage, er uttb feine Famffiie sich befandet:. Er hatte Furcht vor den: rmchsten Tag, ive-nu Fra-t: und Kinder aufstehen und -chn daheim findet: ivür-den. Uttj> der er- Lvachsene Wlann, der Vater -von fünf Kindern hatte dasselbe Gefühl inte einst in .seinen Knabenjahren, iven-u er einmal den Cheder geschwätzt hatte und am urächsten Tag ftin'er Straft hanste. Diese Gutpfindung -machte ihn kiuhifch Und heimatlos und.er hatte das Gefühl der Schnur vor seinen Kindern, die jetzt ihre 'Köpfchen an ihn schmiegten. Aaron livbte feine Kinder allesamt nicht, toett.ee in. ihnen die Ursache seines Uirglücks rmd seiner Vetzstlavunig sah. Doch jedem einzelnen seiner Kinder brachte, er eine besondere Empfindung entgegen und jedes hatte einen besottderen Platz in seinem Herren. Mi, das Mädchen, das auf Mascha folgte, liebte schrecklich daß Kino und Mvohl sie nur ein einzigestnal im Kino gewesen lvar, damals als Onkel «Louis ste tit'tgenotttmett hatte, spielte sie seither alle, was dm Kitro gespielt wurde. Aus einem Kissen machte füe eine Puppe, hüllte sich in Mntterß Tuch und spielte dvs Stück ,Mlutter und Kind". Heute erst, nach dem reichlichen Abettdeffen, hatte die Familie Melmk die BevsöhnuttZ zwischen Bater und Mtttter dttrch ett: Kinovorstellung Zillis . geftiert. Aaron hatte dabei sein hirnloses Wesen uM seine BerMe.vung ganz vergessen; er lachte und freute sich Mr das Spiel des Kindes. Eigentlich war es ZM, die mit ihver Vorstellung d«t Bater in die Wohnmtg zuvückzog und in die Familie zurückftihrte ... Jetzt aber ivar Mi wieder eiu Meines, U-rimS Mädchen geworden mit einem schmutzigen - Gasseubnbengesicht-chet:, tvelcheß sogar im liefen Schlaf einen horauSsordevnd.sicheren Ausdruck von Spitz--' 'Wbevei tntg. Ein Kumnter schien sich von.des Kindes- Sedle geW.zuff)abcn tmd sicher geworden-, da der Bater zu --Hause war, schm:rgie sich das LlriM Mädchen wie ein KÄlbchen mit-den Füßen, mit den Händen, mit den: Köpfchen an des Vaters Leib. ft. Das nächste 'KM, tMlla, lvar M»z anders als Mi- — ttnmer «rschrmftu tmd toetfÄtt. Kam am Frettwer ins Zimmer, so versteckte sie sich in einem Winkel tmd' weinte. Der ewige Streit zwischen Vater und Mutter, m welchem Stella aufivuchß, hatte in ihr eine solche Furcht vor Dtenfchen hsrdvrgernfen, daß sie -bei Nacht im Schlaft lweinte, entsetzt ii-bi'r strrchtbare Träuuve, die sie überfielen. Seit der Vater vorn Hmrse weggeiweftn -war, hatte Stella , stber-hatrpt Furcht gehabt zu schlaftn. Sie war gewöhnt, ihre:: Aeitlen Körper au des Vaters starte Brust zu schmiegen und sich dadurch sicher zu fühlen; und mn suchte sie des Nachts den Bater im Bette. Heute, schlief sie zum ersten Male, seit der Vater svrtyvweftn war, ruhig ein. Aaron spürt?, die zivei atmenden KindeMber, die sich au ihn schmiegten und drückten, als hielten sie sich a-m Bater an, wollten rhrt nicht fonttaffen und baten ihn-, sich ftir sft wieder in das Joch spannen p: lafftn, das er von sich cchgeworsen hatte .... Sich wieder :nS Koch ehtjijxnwteu lasten wollte Aaron Mel-nÄ nicht. Er erirmerte sich dex Jahve, da er in der Boverhftvatze geftsftn war, aller Hoffnungen und Träume, die er damals geweht hatte, auS der Bovech fortzukomnten, es selbst zu etwas zrr bringen und feWständig zu werden. Me dieft HoGmmgen nähte er mit ftiner Nadel in die .Hosen, welche er a::f tkx Maschine achertigte . . . und mit einem Malte hatte er in sichre Kraft gefunden, sich loszt:« reißet:, dieiftm Lebetr ein Ende zu machen und etwas Neues 0it suchem Und jetzt wieder zurückge-hen, zurück in die Bowerh Hne die geringste Hoffnung, es würde einmal anders tvevden, es fti nur für kurze Zeit; sich sMst fürs ganze Leben 'begrabet», ohne HoffnuW cwf ein 'bestevcs Leben? ... Dte Unsicherheit u-nd.Hoffnungslofitztett gnÄte und drückte chu bei Nacht wie ein Alp. Er sah einen furchtbaren Traun:, ft schrecklich, daß er im Schlaft zu weinen uub 'ju stöhuetr begann. Doch das lvar kein gutes, menschliches Weinen, sondern das Klagen eines TiereS, das im Gewissen sitzt. Aavon schrie im Schlaf, <tts qMten ihn böft Geister. Mrscha Mteilte ihn aus den: Schlaf; er erwachte: „Ha, tvas, -Mascha?" „Was fthlt dir, Bater? Warum schreist dp?" „-Wer, ich? Gar nichts. Warum bist du aufgestanden?" „Du hast ft schrecklich gestöchnt, a-kr täte dir ftma-ttd ei« DÄd an," . (Gortsetztmg ftlgt.l

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