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Wiener Morgenzeitung · 1923-09-29 · Heft 1661 (29.9.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1661 (29.9.1923)
Date
1923-09-29
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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lou'. V. V(. C. war aus einem Elfmeterstos; erfolgreich. Bar- Kochba 1b gegen B. A. C. 1b 2:2, Bar-öwchba 2 gegen B. A. C. 2 1:2. — Weitere Gruppenresultate: Achduth—Mercedcs 1:8, Br itanuia—Memann ia 3:0. Wndabona—Grinzing 6:1. Herr S. Thau ist aus der Leitung de8 S. C. Hasmonea geschieden, weshalb ihm der Verein siir seine bisherige Tätigkeit den besten Dank ausspricht. Krakau besitzt derzeit sechs jüdische Sportvereine. J-utrzeuka gehört der ersten Klasse an. Makkabi spielt in der zweiten Klasse "nd an de): Meisterschaft der dritten Klasse nehmen folgende jüdische Vereine teil: Z. K. S. Amatorzh. Adir, Gewirah und Hasmonea. Vollversammlung der Hakoah-Schwimmsektion. Heute abends findet um 8 Uhr im Klubheim der Hakoah eine außerordentliche Bollversaimmlung statt. Die Tagesordnung um»ßt die Berichte der abtretenden Leitring. Neuwahlen und (Mit* tuclles. Die Einberufung dieser Vollversammlung ist durch eine Gesamtdemission der derzeitigen Leitung notwendig geworden. Bereits seit längerer Zeit waren in der Leitung der Schwimmsektion nicht alle Kräfte, die sich bewährt und nütz- Jjdj gezeigt halben, vereinigt, und an dieser Zersplitterung tragen teils persönliche Verhältnisse, teils Mißverständnisse, jedoch durchaus keine prinzipiellen Meinungsverschiedenheiten schuld. Nach der erfolgten Demission der Leitung und der Beruhigung einiger erhitzter Gemüter wurden diese Verhältnisse fast vollständig bereinigt und es ist demnach zu hoffen, daß die erzielte Einigkeit, die sich auch durch den Vorschlag einer einzigen offiziellen Liste durch die abtretende Leitung dokumentiert, bei der Vollversammlung bestätigt wird. DaS Berbandsmeeting. das gestern abends hätte stattfiuden sollen, wurde auf den 7. Oktober verschoben. Erster Wiener Jüdischer Turnverein Makkabi 9. Kiudertnrucn: Eiuschrcwuugeu zum Kinderturuen, welches am 3. Oktober nutet* der bewährten Leitung des Herrn Dr. med. Paul Hirsch in unserer Turnhalle, 9. Bez., Liechtensteinstraße Nr. 20, beginnt, werden bereits heute ebendort in der Zeit von 3 bis 5 Uhr nachmittags entgegengenommen. Turnzeiteu: Mittwoch von 4 bts 6 Uhr. Samstag von 3 bis 5 Uhr. Das Zöglingsturnen begann gestern. Turnzeiteu Dienstag von 7 bis 9 Uhr und Freitag von 7 bis 9 Uhr abends. Jüdischer Turnverein Döbling. Das diesjährige Turnen wird am 9. Oktober, und zwar mit dem Kindertnrnen von 6 bis 7 Uhr und mit dem Herren- und Zöglingsturnen von 7 bis halb 9 Uhr an der Turnhalle, 19. Bez., Pantzergasse 25, eröffnet. Gleichzeitig werden Anmeldungen für das Damenturnen schriftlich bei Herrn Karl Friedmann, 19. Bez., Döblingcr Hauptstraße 48, und mündlich in den Turnstunden cutgegen'genommen. _ Aus den Vereinen. A ch d tt t h. Heute um 6 Uhr abends im Vereinslokale, 2. Bez., Obere Donaustraße. 65, Tür 4, Ansschußsitzung. Um halb 8 Uhr Mitgliederversammlung, Mitgliederaufnahme^ Einzahlung und Mannschaftsaufstellungen für die morgigen Spücke. Die erste Mannschaft trägt das sättige Meisterschaftsspiel .gegen Br'igittenauer A. E. um 4 Ubr auf datu Jedierrdocfer- Platz aus^ Vorher Wettspiel der Reserven. Nichtanwesende werden bei den Zlnfftellungen nicht berücksichtigt. A d i r. Heute mit 4 Uhr nachmittags Meisterschaft auf dein Bewegung 20-Platz. Folgende Spieler treffen sich pünktlich um halb 4 Uhr ans dem Platze: Scheuer; Günsberg 2, Fainftcin, Weiß, Günsberg 1, Straßberg, Herzfeld, Pisk, Bnzzi. Panzer, Bauer, Sp'liter, Teitelbaum, Kupfermäun nud Schwarz 2. Nach dcut Wettspiel Spiclerversammlung und Ntannschaftsaufstcllung für die morgigen Spiele im Klubheim. A r i. Heute Wettspiel mit zwei Mannschaften aaß dem Swininersdorfer-Piatz (zu erreichen mit der Linie 31 Statu* vtersdorfi. Folgende Herren treffen sich spätestens um 2 Uhr auf dem Platze: Entfleisch, Kurz, Hossenreich, Funk, Wertheimer, Kcnde, Kreisel, Max, Pais 1, Tisscr, Preis. Kreindler. Um halb 4 Uhr: Aütfch.cl, Temcl, Zitier, Brandstäiter, Hornstein, Schapira, Neumann, Schabes, Spinner. Schwadron, 29. September 1923 Teile 9 Wolf. Halb 8 Uhr Mitglieder- und Sp.elerversatmnlUKg i» Cafe Dänemark, 2. Bez.. «/Praterstraße. Anschließend Ans stellung für Sonntag gegen Republik. B ar-Ko chba. Heute, 8 Uhr, Spielerverfammlimg uns Gefelligkeitsabeud im Cafe Augartenhof, 20. Bez., Wallen steinstraße 54. Mitgliederaufnahme erfolgt bei jeder. Dev sammlung. Cher u t h. Heute Spiel gegen Baumgartner Hakoaik um halb 5. Uhr auf dem Bewegung 20-Platz. Folgende Spieles haben sich um 2 Uhr am Sterneck-Platz zu versammeln: Kranz Dmtath, Horowch, Teitelbaum, Huß, Drucks, Diamcmdstew Fuß, Tcicher, Schapira, Karl. Krein-dler. Neumann. H a g i b o r. Heute um halb 7 Uhr SekdionsleitungK sitzung im Cafe „goldener Brunnen", 2. Bez., SchmÄzgasse 8 7 Uhr Vollversammlung mn wichtiger Tagesordnung. Moy gen vormittags Atcisterschaft gegen Carnuntum mit zwp Mannschaften. Bei der Aufstellung werden nur Anwesende bv rücksichtigt. H a k o a h. Hockeysektion. Morgen Sonntag Moifterschaß gegen Kritzendorf um viertel 11 Uhr in Kritzendovf mit fob gender Mannschaft: Max; Weil, Steiner; Wetnwuvm. Wald; Üichtschetn: Klimt, Rosenstld, Dr. Kummanu, Nossig Nos« sig 1. Die Reserve und die dritte Mannschaft spielt heute Sams« tag nachmittags auf dem Hakoah-Platz gegen die Lehrer Dritte Mannschaft (halb 3 Uhr): Steiner 3; Altar, Schalls Gold, Klemmann, Klein: Riesenfeld, Treuer, H. Wiener Frommer, Adler; Ersatz: Beer, Steiner 4. Reserve (4 Uhr); Ball; Kutschen, Sonnenschein; Bels. Diamant, Neufeld; Sp stein, Wen graf, Felix Wiener, Weigler, Gottlieb. Die Spiele» der ersten Mannschaft treffen sich morgen um halb 9 Uhr beirr - Franz Josefs-Bahnhof. Abfährt 8 Uhr 55 Mm. — Mademiker Folgeude Spieler treffen sich heute um halb 3 Uhr nachmittagj im Cafe Atlashof zwecks gemeinsamer Fahrt zum W. A. F.c, Platz: Hausmann, Mandl 1 und 2, Schwartz 1 und 2, Hirsch« feld. Meisl, Mück, Fleischmanu, Wvlfensohu, Ing. SbuM- Dr. Frucht, Krauß, Ulmann, dtnisseld. Mittwoch und Freit« Training. Donnerstag nur 8 Uhr abends Ausschußsitzung. Hasmonea. Heute um 4 Uhr Wettspiel der Senk» reit gegen Vereinsbank auf dem Elektra-Platze. Ausstetlamz am schwärzet; Breite ersichtlich. 8 Uhr abends äußerst wichtig» Mitglie-derversammlung ttnd Maunschastsau-sstellung für daff AteisterschafiNvettspiel gegen Republik, das um 10 Uhr au: dem Douatt-Platze (Linie A—Ak) stattfindet. — Auschtteßenr '(nur für Mitglieder) lustiger Abend. Nächste Leitungssttzurv Mittwoch 8 Uhr abends. H a z a i r - M a k k a b ä a. Hettte um dreiviertel 3 Uh» Wettspiel der Reserve gegen Südstern-Reserve auf dem Nem tra'l-Platz. Folgende Spieler haben bestimmt zu erscheinen.' Morsel, Herschkowitz, Zimmermann. Adler, Karawan, M-cch«. länder 2, Dankner, Gleich 2, Molkner, Teltscher, Kcntner Kanner 3, Wetnstock, Rosutaun, Luv 2 und Pollak. Treffpunkt um drewiertel 1 Uhr Ecke Rotensterngasse-Praterstraße oder um dreiviertel 2 Ubr aus dem Platz. Der Platz ist zu erreickzev mit der Linie 65 bis zur Endstation (10. Bez., Mndtenstrahr Nr. '4). Um 7 Uhr Fußballsektionssitzung. Feßler, Dankner, Futterweit, Fein, Nenmann und Ienö Weiß haben pLnktliq zu erscheinen. Um 8 Uhr Mitglieder- und Spielerversammlung. Attsstellung für das morgige Melfterschaftsspiel gegen Elektra. 9(ur Anwesende wdrden berücksichtigt. Morgen um 16 ^Uhr Meisterschaft gegen Elektra auf dem Viktoria A-Dlettz (Vinte 3k bis zum Spitz, dann 32). Kadtma h. Zum Meisterschaftstorel gegen Wr. Mad, L. C. haben folgettde Herrett um 4 Uhr ans dem Jedlers< dorfer-Platz zu erscheinen: Afchkenasv, Fel'-x, Fuchs. Bernzweig Lenghel, Atttal. Fritsch, Kintisch, Eckstein, Meijel, Lichtig. Heute tun 7 Uhr abends im Klubheim Training der Schwer athletiksektion. Alle Mitglieder werden aufgefordert, morger äbends beim Unterhältttngsäbend zu erscheinen. L l o Y d. Heute mit halb 4 Uhr Wettspiel einer kombn ttierten Mattnschast gegen. Dtamant-Klub auf devt Rudolfs« Hügel-Platz (Endstat.vn der Linie 66). Folgende Herren werden ersucht, u>ut viertel 3 Uhr im Llohdhofe oder um 3 Uyr an; dem Platze zu erscheine.-!: Geldstein 1 und 2, Gallner. Wein, traub, Lendro 1, Rosenzweig, Schwad. Heitzner, Wiesner, Rm hatyn, Schulz, Aiück. Abends um halb 8 Uhr Ausschußsitznup Dte Herren Fntterwcii, Fein und Kauner werden um be< stimmtes Erscheinen ersucht. 8 Uhr außerordentl.che Generab Versammlung mit sehr wichtiger Tagesordnung. Ldach der Generalversatnmlttug Spielerversamututng und MannschastZaufstellnng für die morgigen Spiele. Nur Arttvefende werÄe» berückfichtigt. Nr. MK' Men, SamÄpsi Moridsdorfer werdet; Aiühe haben, beide Punkte nach Hanse zu bringen. Schiedsrichter Fratrkenstein. Sparta—Vienna. Der Dschechermtetzster absolviert morgen aitf der Hohen Warte neuerlich ein Gastspiel, wobei er diesmal die Vienna zum Gegner hat. Die Döblinger besitze - mehr Spieler von Klang und Namen, wie zlvei andere Wiener Vereitte zusammen. Deshalb kannten sie sich atich den Luxus leisten, ihren bisherigen Meisterschafts-gegnern ständig in geänderter Aufstellung entgegenzutreten. Morgen werden sie turn mit alle;; „Größen" ausrncken, und man darf auf die Gesamtleiftttng mit Recht gespannt sein. Klangvolle Nanren allein machert noch keine große Mannschaft. Diese Binsenwahrheit bewiesen schon einige Male die Amateure. Wir sind nun neugierig, ob es der Vienna besser ergehen wird? Die Sparta befittdet sich gerade derzeit in ausgezeichneter Vepfassung. Wie sich die Vienna gegett sie halten wird, ist eine offene Frage! Schiedsrichter Grünbaum. Rapid in Prag empfindlich geschlagen. Sparta siegt 4:0 (1:0). Prag, 28. September. (Spezialtelegrarnnr der „Wr. Morgenzeitung".) Der Wiener Meister Rapid mußte sich hettte vor der Spielkunst der Prager Sparta betiger; und mit 4:0 Tore;; eine verdiente Niederlage in beit Kauf nehmen. Die Manuschaften traten in folgender Aufstellung an. Sparta: Hochmann; Hofer. Steiner; Kolenaty, Kada, Cervmh; Sedlavck, Hajny. Kbzelnh, Dworacek, Simonek. Rapid: Pauler: Regnart, Schlosser (später durch Dietrtch ersetzt): Klär. Brattdstüdter. Nietsch: Richter. Uridil, Ktühatt, Bauer, Wesseln. Die Svarta war besonders vor Halbzeit stark überleget,, so daß Rapid nicht anfkommkit konnte. Nach der Pause war das Spiel etwas offener, doch führtet; die Angriffe Rapids zu keinem Tresferersolg. Die Goals sielet; in folgender Reihenfolge: In der 7. Minute vor Halbzeit brachte ein von Kozeluh getretener Freistoß den Pragern beu ersten Treffer. In der 13. Minute nach Halbzeit kamen Sedlacek und Dworacek nach guter Kombination vor das Rapid-Tvr und ersterer konnte unhaltbar skoren. In der 32. Minute gelaugte der Ball an den freistehenden Kozelnh. der Vas Leder Dworacek znspielte. Dieser sendete zum dritten Atale ein. Fünf Minttten später stellte Hajnh das Endresultat her. Schönscld (Achen) wurde für Has-ntonea ireigegeben?tud wirkt bereits 'in Meisterschaftsisptete gegen Republik mit. Er Gebeutet für letzteren Verein eine große Verstärkung. Beim Sportklub Hasmonea werden junge jüdische Spieler zur K'omplettiernng einer Reserve- und Jttngntannschaft aufgettvutmcn. Anmeldtntgen täglich ab 6 Nhc 'abends rm Wiener Theater-Cafe, 2. Bez,, Praterstraße 33, bei Herrn. tKEliuer W. Slavia in Spanien. 23. und 25. Dezember gegen A. C. Bilbao, 30. Dezember und 1. Jänner gegen 1. F. C. Barcelona. Die Hakoah-Akademiker tragen hettte ihr fälliges Me'sterschaftsspiel gegett W. A. F. aus. Das letzte Spiel gegen die Amateure ließ bei beu Hakoahuertt deutlich den Mangel an Training erkennen und es ist famu zu erwarten, daß die Hakoahner nach ement eiuwöchigen Training in einer besseren Kondition antretcn. Die eigene Telephonnnmmcr des S. C. Husntonea ist ab nun 47-4-46. Die Vereine werden yöflichst UIN gefällige Kenntnisnahme ersucht. Der Ländcrkampf Nortvege» gegen Däneruark findet kommenden Sottntag in Christiania statt. Die Sonntagsspiele in Prag. Meisterschaft 1. Klasse: Slavia—Meteor (Binohrady,) Brsoviee—iSlavoj 8 (Nachtragsspiel 46 Minuten), Union (Zizkov)—-9tuselskh S. K'. Bar-Kochba—B. A. C. 2:1 (1:1). Bar-Kochba: Singer 1: Prinz, Schwanrm; Kndisch. Nagler. Kämmerling; Kohcn,' Singer 2^ Berger, Fischer, Rechter. Bar-Kochba trat ohne Brock und Drucker an und erfocht trotzdetn einett sicheren Sieg. Die Stürmer ^konnten^ihre gewohnte Fovnt nicht erreichen', was auf die scharfe Spiclwoise der Gegner zurückzttsii'hren war. Die «besten Leute des jüdischen Vereines waren Prinz, Schwamm nnd Nagler. Für Bar-tKochiba erzielte Berger beide NachdrukI verboicn. (2. Fortsetzung.) Eine Legende von Zoltan Nagh. Einzigberechtigte llcberiragnng ans dem llugarischen von Stephan I. Klein. Mwisch kehrte in sehr trüber Laune heim. Daß er in diese Dielbstahlsgeschichte geraten« lvar! Eit; Glück, daß es aut Sab'bainachnrtiterg zu dem großen Za-nk gekommen ivar nnd auf diese Art alle beze-ngen konnten, «daß er beit Nachmittag im Dorfeverbracht hatte! Denuoch schlief er die ganze Nacht sehr schlecht ttnd halte gar M-mmw Träume. lF'Ur Traum war er bc.i «der Gerichtsverhan«dluirg. Der Richter saß auf bmi Podium, doch hatte er jetzt einer; langen iveißertl Bart; der nach Bramrtwein, riechende Gcvichtsdierver aber bewachte die Tür, ttud er, Fei wisch, -wurde mit allerhand scharfen Fraget; bodrängi. Auch alle Zgugeu lvarett anwesend, doch alle erklärtett, ihn nicht zu kertnen, ihir «rtie gesehen ztt habetv. Während «der gattzett Zeit aber sang Schitnschou, der nette Kautor, vor dem Podimn ntit dünner Kinderstiinttte. Der Metzger sagte atts, a«uch er ketme «Feiwisch tt-icht, «wisse von ihnt bloß, «daß er ejin schlechter Jude sei, ldent es Zuzntrauett lväre, daß er artt Sabbat eine Fuhre übernehme. Daraufhiit tvttvde der Richter äußerst zorulig, nannte Feiwisch einen Tvefe-Fresser, einen Sabbaive,rderber ttn«d »t-nvevschämten Hun-d^fott, dann setzten sie sich alle z«usa>mmen mi«t «dent Nichlicr tntd beut Gerichtsdiener vor ein großes Bttch mt«d' begannen den Talmud ztt studieret t. Int Morgen,grauett erwachte Feiwisch ganz in Schweiß gebadet nnd ft'chlte sich sehr elend. Werm sic -mm wirklich für ihn nicht zougen wollten? Art Eu«de gar nicht zur Berhaudkml«g gehen «ivürden? Sie wären intftande, dies ztt ttt«n; sie, die alle seine Feittde ivarett. Feiwisch erhob sich nrüdo, laugrle a«nt Morgen «dem Metzger auf, tat, als ob er chm zUifMig begegnet wäre nn«d erzählte chm >den Fall. Er leitet die Sache geschickt ein: Wir leben in schlimmen Zeiten, sagte er, der Metzg«er möge aus feilte Häute acht geben, denn in ei'tnzr anderen Stadt hat sich dies nnd das bege«beu. Ncbenbsi ^merkte er, daß er auch ihn Zeugen genannt habe; er könne sich ja gewiß erinnern, daß er ihn am Sab'batuachmittage im Dorfe gesehen häbc. Der Metzger aber war ein sehr schlauer Mann, galt im Dorf als großer Spaßvogel und «dachte: Ich lvevde Feiwisch einen schlechten Tag machen. So «schnitt er ein erstauntes Gesicht und sprach: „Bist du verrückt geworden? Ich habe dich am Sabbat nicht einmal gesehen!" „Aber, Neb Simche, erinnert Ihr Euch denn nicht? Wir haben uns doch nach Macvew*) hier ans der Straße gezankt. Ihr wäret sehr böse, lveil ich Euch sagte, daß das Fleisch, das Ihr verkaufet, trefe sei . . - Bei der Erinuertmg au diese «Beschuldigung imtebv der Metzger wirklich zornig. „Du selbst bist ein Tvejfo-Fresier!" schrie er rot vor Zoru. „Ich habe dich nicht gesehen, so bleibt cs dabei — ich habe dich -nicht gesehen! Aber auch lvenn ich dich gesehen hätte, -würde ich nicht hingehen, um ftir einen unverschämten Kerl Zeugeuschast abzülegen! Hast dar bei'm Stehlen geholfen, so hilf auch»beim Sitzen! Das wäre, nicht schlecht!" Damit ließ er Feiwisch stehen, ging geradewegs zum Bäcker und erzählte ihm die Neuigkeit. Er «berichtete auch, welchen Streich er dem dummen «Feiwisch gespielt habe: „Der stirbt jetzt säst vor Äugst, «daß er eingefperrt wird." Auch der Bäcker fand -den Scherz sehr gut. Vor der Synagoge erzählten sie die Geschichte auch den Mvigen, und alle beschlossen, Feiwisch ebenfalls dasselbe ztt sagen. Feiwisch blieb nach seinotn Gespräch mit dem Metzger eine, «Weile nie-dergeschlagen stehen. Erst nach geraunter Zeit siel ihm ein: es tut nichts, wenn der Metzger auch leugnet; die übrigen schon für mich zeugen. Doch er konnte keine Ruhe finden. Am Nachmitta«g suchte er der Reihe nach die übrigen Juden «des Dorfes auf, aber keiner «wollte sich erinnern, Feiwisch am Sabbat gesehen zu haben; alle erklärten, sie ivüvden überhaupt nicht zur Verhandlung gehen, unt dort ZeuMnschaft abzulegen. Das war ein schwarzer Tag für Feiwisch. Sein Verstand stand still. Was tim? Was wird geschehen? Man wird mich einsperven wie. einen Dieb! Der Enkel eines Zadiks im Gefängnis! Furchtbar! Den ganzen Tag kon«nte Feiwisch *) Abendgebet. keilten Bissen hinnulerwürgen. in -der Nacht «wälzte er sich schlaflos an-f seinvm Bett mtd zevmartevte sich den Kopß «was er tun sollte.?A«m Morgen gelangte er zu eilten: Gn-tschluß. D spannte die Heiden kle-inen Pse.rdchett an den Karren; seiner Frau sagte er, er habe ein -dringendes Geschäft zu erlediger und werde erst am A'bend heimkomuten; dann fuhr er an« dem Hof. Als er au-f die Straße hinausbog, überfuhr n fast «den kleinen Schimschou, «dett -neuett .Kantor, der, tief in Ge-danken versunken, eben des Weges kam .und in sernel« Zcrstveu-thcit nicht benterkt hatte, daß «das Tor geöffnel wurde. Erschrocken sprang er i«nt «letzten Attgenblick vor den Pferden zurück, den Kops drollig a;;s dem laugen Hals wiegend, und schaute ntit w«eit aufgerisseucir, traurigen und ängstlichen Augen Feiwisch au, der au ihm vorbeifuhr. Die B-egebenhe-it machte Feiwisch erst recht zornig. Daß ihm gerade jetzt dieser Btensch über den Weg laufen mußte, der an altem Unheil schuld war! Er wollte nicht an -ihn denken; aber Schimschou ließ sich nicht so leicht ans Feiwisch' Gedanken verscheuchen; unaufhörlich sah de.r Fuhrmann das magere gelbe Gesicht mit den erschrockenen und traurigen Augen. Aus dem Dorf fuhr er über einen Feldweg aus b't* Landstraße «nnd strebte ge«mdeivegs einem etwas entfernter gelegenen kleinen Städtchen ztr,!oo eilt großer Rabbi, ein heiliger Mann, dett Bc'dräugwn, von Alühsal Geplagten mit sei'NMt Rat bei-sta nd. Es war ein «waruter Sommeriag. Die Pferdchen zottelten langsam die staubige, verödete Straße «dahin. Feiwisch hielt schläfrig die Zügel in der Hattd, schloß bisiveileu vor Müdigkeit die Augen. Während der Weg durch einen kleinen, düsteren Hain führte, nickte er auch für eine Minute ein (die klugen Pferdchen strebten trotzdem fricdsam weiter) und da träumte er, daß er mit seitdem Großvater spreche, de»nt großen Räbbi, dem Zadik, der schon vor vielen Iahten gestorben war. Irn Traume bat er ihn, er möge ihm m seiner schweren Bedrängnis einen Rat geben; t'ie Pserd? seien verkehrt eingestmmtt, mit dem Kopf -vor fcem und er könne sie nicht mehr n-mdreheu. (Fottsctutua solar.;

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