Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1658 (26.9.1923)
- Date
- 1923-09-26
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite JO Wim, Mittwoch zuzeichnen, so da?) für ihn auch heute wenig Aussicht besteht, der spielstarkst Vienna auch nur einen Punkt abzunehmen. Den Döblingern stehen derzeit derart diele Stars zur Verfügung, daß zum Beispiel Fischera kernen-Platz in. der ersten-Mann, schast hat.^ Es müßte schon ganz eigenartig zugehen.wenn die Vienna nicht beide Punkte nach Hause bringt. Schiedsrichter Wagner. Herbsttermine ber vierten Klasse Nord. 30. September: Währing—Graphia, Unität gegen Neulerchenfeld, Astoria XX—I. A. C., Alsergrund—Wiener Viktoria, Taubstummen—Reichsbund, Dornbach—Sievering. 7. Oktober: I. A. (?.—Wiener Viktoria, Astoria XX gegen Unität. Sievering—Alsergrund, Währing-Taubstummen, Reichsbund—Neulerchenfeld. Graphia—Dombach. 14. Oktober: Astoria XX—Neulerchenfeld, Alsergrund gegen Graphia, Sievering—I. A. C.. Wiener Viktoria gegen Unität, Reichsbund—Währing, Dörnbach—Taubstummen. 28. Oktober: Alsergrund—Taubstummen, Graphia gegen I. A. C., Unität—Sievering, Wiener Viktoria gegen Neulerchenfeld, Reichshund—Astoria XX, Währing—Dornbach. 4. November: Taubstummen—I. A. C., Graphia gegen Unität, Neulerchenfeld—Sievering, Wiener Viktoria gegen Astoria XX, Währing-Alsergrund, Dombach—ReichSbund. 1l. November: Astoria XX—Sievering, Neulerchenfeld—Graphia, Unität—TmrbstunNnen, Währing—I. A. C., Wiener Viktoria—Reichsbund, Dombach—Msergmnd. 18. N o v e m b e r: Sievering—Wiener Viktoria. Unität gegen Währing, Neulerchenfeld—Tanbstummen, Graphia gegen Astoria XX, Alsergmnd—Reichsbund, I. A. E.—Domback. 25. November: Neulerchenfeld—Währing, Taubslunlmen—Astoria XX, Graphia—Wiener Viktoria, Alsergmnd regen I. A. (?., Reichsbnnd—Sierrring, Tombach-Unität. 2. Dezember: Unität—Alsergmnd, Astoria XX gegen Währing, Taubsmmmen—Wiener Viktoria, Sievering gegen Uraphia, I. A. C —Reichsbimd, Nenlerchenfeld—Domback. In Berlin 3 :1 siegreich. Was Häusler (Hakoah) zu erzählen weiß! Als wir am Samstag um-halb 12 Uhr nachts in B«rtfn emtrafen, erfüllte es mich und Neufeld mit großer.Freude, daß uns trotz der späten Stunde ungefähr 40 Mitglieder des Berliner Bar-Kochba am Bahnhof herzlichst begrüßten. Wir wurden auch von unseren jüdischen Sportbrüdern eingeladen, ins Klubheim zu kommen, dpch hatten wir leider wä? end unseres kurzen Berliner Aufenthaltes keine Gelegenheit, dieser Einladung Folge zu leisten. Am Sonntag nachmittags mußten wir frühzeitig aufbrechen, um zum ziemlich weit 'entfernten Grunswalder Stadion zu gelangen. Obwohl das Stadion als Monumentalbau bezeichnet Werden kann, eignet es sich doch nicht zur Abhaltung von Fußballkampfen, da die Zuschaueranlagen 150 bis Meter vom Spielfeld entfernt sind, so daß das Publikum den Vorgängen auf dem Spielfeld nur schwer folgen kann. Der' Ullstein-Verlag, der bekanntlich den Städtekampf aus Anlaß des 2-5jährigen Bestandju'lnläums der in seinem Verlag erscheinenden berliner Movgenpost" veranstaltete, ließ an die ^Wettspielbesucher Fähnchen in den beiden Landesfarben verteilen, so daß sich die Menschenmassen recht buntfarbig repräsentierten. Nach dem Austausch von Wimpeln begann dar Spiel. Ich hatte den Eindruck, daß sämtliche Wiener von allem Anfang an die Gegner unterschätzten und nicht mit voller Kraft spielten. Obwohl sich unsere Gegner im allgemeinen absolut fairer Mittel bedienten, gingen sie doch sehr „stark auf den Mann", was manchen von uns bewog, sich nicht in Zweikämpfe emzulassen. Wir glaubten eben, daß es auch trotz Vermeidung aller Härten gehen würde. Im Verlaus des Spieles erwies es sich aber, daß wir unsere ganze Kraft einsetzen mußten, um siegen zu können.'Ms wir dann nach der Pause schärfer ins Zeug gingen war eL um die Berliner geschehen. Vor allem möchte' ich feststellen, daß unser Sieg ziemlich glücklich errungen war, wobei es keineswegs ausgeschlossen-gewesen wäre, daß wir eine Niederlage hätten einstecken müssen. Zur Zeit als wir recht lässig spielten, ergab sich nämlich für die Berliner manche günstige' Torchance, die bei _Wiener Morgenzeitung. _ entsprechender Ausnützung unsere Gegner ganz bedeutend hätte in Vorteil setzen können. Da die Berliner aber einerseits wenig Glück, hatten und andererseits in Feigl au§ ent unüberwindbares Hindernis stießen, konnten sie zu. keinem Borsprung gelangen. Die Wiener Auswahlmannschaft sp>el" meiner Meinung nach nicht schlecht, doch wurden von ihr schon weit bessere Leistungen geboten. Ueber die Leistungen niemer Kameraden zu sprechen, fällt mir einigermaßen schwer, da der. Zuschauer sich ein weit besseres Urteil bilden kann. Einen ganz hervorragenden Mann hatten wir im Meidlinger Feigl, der mit bewundernswerter- Ruhe die verzwicktesten Situationen Karte. Poppovich war schwächer wie sonst, er lief erst in den letzten 20 Minuten zu semer vollen Form. auf. Auch Regnart, war nicht-so gut wie sonst, was in erster Linie auf eine erl"ten>e Verletzung zurückzuführen war. Zum Vorteil gereichte uns oer Umstand, daß unsere beiden Verteidiger mit großen: Erfolg das „One back-Shstem" forcierten und die Berliner Stürmer gegen diese Methode nicht aufkommen konnten. Brandstatter arbeitete mit größter Aufopferung. Nietsch spielte erst nach oer Pause ausgezeichnet. Plank war gegen d:e hochgewachstnen Berliner zu klein, überdies war sein Zuspiel ungenau. Der Dornbacher bewies aber dadurch viel Aufopferung, da«. er trotz einer schmerzhaften Verletzung bis zum Schluß durchhwlt. Unser bester Mann war meiner Meinung nach Neufeld, dem die Gegner in keinem Augenblick gewachsen waren. Ueber mich kann ich nur das eine sagen, daß ich von der Berliner Presse recht gnädig behandelt wurde. Schaffer konnte den Berlinern nicht gefallen. Trotz dieser Feststellung erkläre ich, daß et diel zu unserem Erfolg' beigetragen hat, da er einerseits an Kve: Toren beteiligt -war, und andererseits ständig zwei Gegner au stch.zog. Dadurch hatten seine Nebenleute ein viel leichteres Arbeiten. Bulla, der ein unentwegter Kämpfer ist, war perletzt angetreten, und konnte sich überdies mit Schaffer, sticht verständigen. Wessely war sehr gut, doch hatte er mit st men Schüssen Pech. . v Unser Angriff kombinierte zeitweise hervorragend, doch fehlte den gut angelegten Aktionen der richtige Mschluß. Erst als unsere Gegner mit ihren Kräften zu Ende waren, beheAlwlen wir das Spielfeld. Die Berliner sind, was Technik, Vallführnng und Taktik anbelangt, uns noch immer stark unterlegen. Sie kämpften aber mit größter Aufopferung, und erwiesen sich dadurch als schnelle und energische Gegner. Überdies besitzen sie bereits einige -hervorragende Einzelkräfte, von denen uns der Äechtsverbindungsstürmer Sobek am misten imponierte. Das von ihm erzielte Tor war wundervoll. Schiedsrichter Boas, der in der Berliner Presse, <nue sehr schlechte Kritik gefunden hat, war meiner Meinung, nach <rbfalut gut.,Die.Berliner sind anscheinend mit dem „One vack- Shstem" nicht vertraut und so taten sie immer sehr empört, wenn der Schiedsrichter die einheimischen Spieler bei Verletzung, der Mseitregel zurückrief. Die schlechten Kritiken waren jedenfalls nicht gerechtfertigt. - ' . Um 8 Uhr abends gab uns der Brandenburgiscke.Fußballverband, ein Bankett, oei dem Geschenke ausgetauscht wurden. Die siegreichen Wiener erhielten dabei vom Ullstein-Verlag recht geschmackvolle goldene Krawattennadeln. Montag um 7 Uhr' früh begaben wir uns auf die Heimreise, doch waren Nietsch, Brändstätter, Neufeld und Schaffer nicht mit von der Partie. Die beiden Hülteldorfer blieben in Berlin, um.Nr am Donnerstag nach Prag zu begeben, wo Rapid am FrAtag gegen Sparta spielt. Neufetd fuhr nach Frankfurt, um-Verwandte zu -besuchen. Er trifft erst morgen Donnerstag m Wien ein. Schaffer schließlich reiste nach München. Der Pressesportklub Stunde-Tag trägt Donnerstag, 4 ilhr, auf der Hohen Warte ein Wettspiel gegen Vienna aus. Sonntag spielt die Pressemannschast gegen den neu gegründeten Sportklub Dänemark. In der Gästemannschaft des Cafe Dänemark spielen einige bekannte Spieler wie: Fried (Cricketer), Großkopf (Hakoah). Klarfeld (Kadimah), Dänemark (ehemaliger Präsident des I. A. C.), Kittner (Sportfreunde). Akademia—Hazair (Cupspiel) 5:2 (2:1). Der Zufall brückte Hazair gleich in der ersten Runde mit einem schwer zu beztvmgenden Gegner der dritten Klaffe zusammen. Trotz der verschiedenen Klassenzugehörigkeit der Mannschaften war das 28. September 1923 Nr. 1658 jederzeit offen. Das Torverhältnis entspricht nicht dem Spiel verlauf, da Hazair zahlreiche Gelegenheiten, yMrwertet ließ Hazair machte den Eindruck einer nicht trainierten Mannschaft vernwchte jedoch der spielstarken Akademia durch Aufopferunj einen ebenbürtigen Gegner abzugeben. Bei Hazair boten de, Tormann, die Verteidigung und Mayländer als Mittelläufei eine gute Leistung. Im Sturm waren Pillinger und zeitweis« Fällemann sehr gut. Torten war - selten auf seinem Platz Hazair: Gleich; Seidler, Kollmann; Kraus, Mayländer. Gcrncr: Reumann, Kanner, Fallemann, Pillinger, Torten. Die Tori für Hazair erzielten Mayländer ud Fallemann. Schiedsrichter Bech. Die Boxkämpfe im Dreherpark. Wie wir bereits berichtet haben, hätte,: Mittwoch beim Weigl internationale Boxkämpfe stattfinden sollen. Das Meeting wurde jedoch auf den 28. d. verlegt, da einige der engagierten Boxer für den ursprünglich in Aussicht genommenen Tag andere Verpflichtungen eingc. gangxn waren, und die Unternehmer Programmänderungen, die niemals einen guten Eindruck Hervorrufen, vermeiden wollten; überdies verlangte Malaiesta, der Gegner Rösemanns, einen Aufschub, mn sich für diesen schweren Kainpf 'Möglichst gut vorznbereiten. Außer diesen beiden bekannten Schwergewichtlern werden noch die Paare Makowitz—Bors, Leopold Stcinbach— Wesselitsch und Hanna—Nanfocks zu sehen sein. Eine willkommene Erweiterung erfährt das Programm durch einen Ausscheidungskampf um die Meisterschaft im Leichtgewicht, der zwischen Janacek und Walter Weiß stattfindct. Die Hechawer-Touristensektion veranstaltet am Soicnlag den 30. d. auf ihrer Schutzhütt« am Stuhleck ein Laubhüttenfest. Hierzu sind alle jüdischen Vereine' und alle Freunde der Sektion ' freundlichst eingeladen. Die Nachtlager der Hütte sind von Samstag ans Sonntag den Mitgliedern der Sektion reserviert. Für Gäste sind Betten in Fröschnitz und in Steinhaus bereitgestellt. Es empfiehlt sich die Benützung folgender Züge: Samstag: Abfahrt 9 Uhr 5 Min. nach Steinhaus a. S. Führer Ernst Kornreich; Samstag nachmittags: Abfahrt 13 Uhr nach Steinhaus. Führer Stephan Stengel. Sonntag: Abfahrt 6 Uhr 16 Mn. mit den: Sportzug. Diese Teilnehmer erwartet Herr Jacques Salzer nach Ankunft des Zuges am Bahnhofsausgang in Steinhaus. - Aus den Vereinen. Hakoah - Schwi>m m s e k t i o n. Honte, 8 Uhr obenos, äußerst wichtige Leijungssitzung. Aus der Tagesordnung stehen nebst anderen dringenden Punkten auch die Samstag abends staftti-ndenden Neuwahlen sowie die Berichte über das Meeting. Sämtliche Lertungsrnitg-lieder haben 'zuverlässig und pünktlich zu erscheinen. Hakoah (Fu ßb a l-l s e kt io n). Freitag, halb 8 Uhr abends, Vollversammlung im Klubheim. Training: erste und zweite Mannschaft Dienstag und Donnerstag, Jungmannschaft Mittwoch und Freitag. Jüdischer Athl-et-ikkl-ub Kadimah. Donnerstag, halb 8 Uhr äbends, im Brünnlbad nächster Schwiinmabenb. Alle Mitglieder der Schwimmtzekn-m wollen bestimmt erscheinen. Sonntag, 8 Uhr. Vortragsabend im großen Saal des Cafe Metropol. Jugendbnnd. Heute, pünktlich 7 Uhr abends, dringende Mitgliedttversamntlung und Ausschußsitzung wegen der bevorstehenden Fusion. Mchtanwefende werden ans der Bereinsliste gestrichen. Sportbriefkasten. Ioung Jewish Sporting-Club. Durch ein technisches Be» sehen ist die für Dienstag bestimmte Klnbnachricht nicht erschienen. Nichts für ungut. *Theater von keute Burfitfteatcf: GygeS und sein Ring 7 Rksäemie-Lheater: Die deutschen Kleinstädter 7*8 Staatfopcr: Tosca 7 üe deuten aal: (Gastspiel der Rotter-Bühnen Berlin): Das höhere Leben' 7 llvNrre-er: Margarethe (Faust) 7-8 Druttedervoiirridesier: Taifun 7 QIMiaoimcripiek: Gastspiel des Teutsch- Ruffischen Theaters ^Der goldene Hahn" xjS ^eitsirrssce-Lüdne: Die hohe Schule der Liebe 7a8 Bette Wiener Bühne: Der Mustergatte 7 Ulf. Stadttheater: Die wundersichen Geschichten des Kapellmeisters Kreisler 7 RatoMttd-Cheattr: Tie Weber 7 Earltheater: Madame Pompadour 7 Nierner rm derWie«: Tie Bacchusuacht 7 lvk.Lürgendealeri Dorine^und der Zufall 7 lofiaiiR'StTaufi-theatcr: Ein Märchen aus Florenz i/,8 nir. Komödie „haut: Tie Ballkönigin 7,8 r.UJt$pleltheater: Herrschaftlicher Diener gesucht! 7-8 ^lanü-bühke: Gastspiel des exzentrischen Theaters „Die Gondel" 7-8 llpoilo Tdeslerr Die törichte Jungfrau 7 toeirwol-tbealer: Tie Wienerwaldfee , 7,8 (abarett Ijolk: Josma Selim-Dr. Benatzky^' Rapp, Martha Jäckel, Farkas, Gialdini rc., 8 M noir: Theo Körner, Brüder Hoppe, Hans Ströhm, Christ, Elfeld, Else Dorell, Buresch—Strecker 8 lergaugNAgrparK: Internationales Variete rc. Großes Militärkonzert ' ' üromöbe! Lekreidmagekinen s Leop, Steinhart Wien, I., Biberstrasse 9 Tel. 74-1-67. Schreibmaschlnen*Reparaturen aii 11.11 ii 11 ■— »i» WlBN/lV. ARGENTINIßfterR^ßfc» eü8SINÖ , STEFAN . 6RAC/. AUSKfiNFfe WERDEN STETS GERNE ERT0O5 WIEN I. GRABEN 30. 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L Sezi Xüf rs. chfchristm ... in, Miesbachgaffe 11, 7641 Schule Gulsch Stenographie Maschinschreiben kaufmännische Fächer II.» Lcopoldsgaffe 26 Allelnverkaufder GrltxnerSchuhsolilondoppel- und Holznagelmaschinen nilt Handbetrieb 697 Nähmaschinen Fahrräder 1923 PICK « LIECHTENSTEIN- 0K.07 i STRASSE 4U"Z / und VI. GUMPENDORFER STRASSE •67 I-ROT6ASSE-1 imwiuHmaniiiiiiimininmniinnn ineiwmi Herausgeber u. Eigentümer: Iüd. Zvitungsu. B-erlagsges. m. b. H.. Wien, 2. Bez., Taborstraße 1—3. Derantw. Redakteur: Alwin Goldschmied, Wien. 4. Bez.. Favoritenstraße 78. — Druckerei- und Berlags-A.-G, Jg. Sleimnann (verantzwortl. Leiter: Viktor Mistlbevger), 9. Bez., Univerfitätsstraße Nr. 8. üieidaktion für die Tschecho-flowakische Republiköudwig Weiß. Bratislava. Fischerthorgasse 8, 85