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Wiener Morgenzeitung · 1923-09-25 · Heft 1657 (25.9.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1657 (25.9.1923)
Date
1923-09-25
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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wmmmmmm SB N-r. 1657 Men, Dienstag Wiener Morgenzeitung. In Budapest 2:0 geschlagen! Was der BundestMtSn Hugo Meist zn erzählen weiß. MOBS Die österreichische Auswahlmannschaft traf bereits gestern stütz wieder in Wien ein. Einer unserer Mitarbeiter nahin sofort die Gelegenheit wahr, nur mit unserem Bnndcskapitän über das Budapester Sportereiguis eingehend zn sprechen. Herr Hugo Meisl äußerte sich in seiner bekannt temperamentvollen Weise wie folgt: „In vielen Blättern wurde gegen mich der Bvrwurf erhoben, daß ich bei der Aufstellung unserer Repräsemütionsmannschaft systemlos vorgegangen bin. Ich kann versichern, drß dieser Vorwurf unberechtigt war. Ganz im Gegenteil habe ich alle gegebenen Umstände in Betracht gezogcrr. bevor ich 'unsere Marrnschaft nominierte. Vor allen: war mir bekannt, das; die Ungarn darauf brannten, uns zu besiegen. Für sie war der Erfolg förmlich eine Existenzfrage. Xcx Rückgang der ungarischen Klasse hatte ein Abflauen des Interesses von seiten des Publikums zur Folge. Ter KJJi L. Sz. sah, daß das Ansebcn des ungarischen Fnßballs.portes im Auslände schwindet und daß dessen Popularität im eigenen Lande viel verloren hat. Um nun Abhilfe zu schaffen, unter-- stühte der M. L. Sz. den M. T. K. bei der Wiedergewinnung seiner untreu gewordenen (Größen auf das nachdrücklichste. Der ungarische Verband erkannte, daß ein großer Erfolg das beste Werbemittel sei, und so war es erklärlich, daß er' gerade die Desterrcicher. seine alten sportlichen Erbfeinde, zmn Dpfcrlanttu auscrschen hatte. Mir war also bekannt, daß. unsere Gegner mit den: Mut der Verzweiflung kämpfen werden. Durch das Ausscheiden der Rapid-Spicler war es mir von vornherein nicht möglich, eine technisch derart hervorragende Elf auf die Beine zn bringen, die den ungarischen Elan hätte mit anderen Mitteln bekämpfen können. Ich benötigte also eine Elf der Kämpfer, die geeignet erschien, unseren Gegnern die Parole zn bieten. Ans diesem Grunde habe ich junge, beherzte Spieler herangezogen. Unsere beiden ältesten Spieler Scheuer linb Seidl zählten auch tatsächlich erst 26 Jahre. Run möchte ich feststellen, daß nlich kein einziger unserer Spieler enttäuscht hat. Unsere Mannschaft war keineswegs schwach. Ganz im Gegenteil kann festgestellt werden, daß sie. als Ganzes gewertet, sehr gut gespielt hat.. Ich hätte bei manchem unserer Vertreter nie derartige Fähigkeiten vermutet. Ich behaupte ruhig, daß tvir lrotz des Pechs, des elenden Spielfelder und des womöglich noch schlechteren Schiedsrichters nie verloren hätten, wenn nicht Re sch derart außer Form gewesen wäre. Der Meidlinger arbeitete treu, aufopfernd und unermüdlich, aber ohne Erfolg. Die schtvache Leistung unseres Mittelläufers wird dadurch ambesten .gekennzeichnet, daß er gegen den gänzlich versagenden ungarischen Zenterhalf Kleber nicht ' aufkommen konnte. Daß der vorzüglich spielende Kurz bereits in der 28. Minute abtreten mußte, war entschieden Pech. Erst spielte Schierl, dann Haß als Läufer. Beide kämpften mit Verbissenheit, doch konnten sie Kurz selbstverständlich nicht vollwertig ersehen. Der fortwährende Wechsel seiner Vorderleute war nicht ohne Einfluß auf die Leistung Scheners. Der Hatvahner arbeitete keineswegs schlecht, er erreichte aber nicht seine gewohnte Form. Das erfreulichste an dem Spiel ist die Entdeckung eines nach kontinentalen Begriffen absolut erstklassigen Verteidigers, und das war Hvreys. Ohne körperlich zu spielen schuf Horehs eine sehenswerte Leistung. Er war der beste Mann ans dem Felde. Besonderes Lob gebührt Ostriczck. der vielleicht sein bestes Spiel im Team lieferte. Im Angriff verdienter: Klima und Schiert für Fleiß die Note Eins. Insbesondere letzterer überraschte durch einige sehr seine Züge. Wieser bewies seine hohe Klage, doch tvar er etwas bequeni. Fischer hatte den besten Willen. Er spielte auch nicht schlecht, doch konnte, er geger: die robusten Ungarn seine technischen Fertigkeiterr nicht zur Geltung bringen. Seidl zog sich gleich zn Beginn des Spieles eine schmerzhafte Verletzung zu. wodurch er nicht nrchr recht n:it konnte. Er war auch unser schwächster Stürmer. Ein unentschiedenes Resultat hätte dem Kräfteverhältnis entsprochen. Diese Ansicht teilten mit mir viele ungarische Fachleute. Die Ungarn waren wohl mehr im Angriff. Wir hatten aber zumindest ebenso viele Torchancen wie unsere Gegner. Während aber unsere Skoregelegenheiten rein hcrausgearbeftet waren, entsprangen die der Ungarn mehr dem Zufall oder der Kick- und Nuschmethode. Wenn wir mit einen: Tor Unterschieb verloren hätten, wäre ich ruhig gewesen. Durch das Ergebnis lväre dann sestgestelll gewesen, daß das Glück den Ansschlag gegeben hat. Zwei Tore Differenz erwecken aber bereits den Anschein, als ob der Sieg sicher erfochten worden wäre. Ich sehe mich deshalb zn folgender Erklärung gezwungen: Bride Tore waren irregulär. Der erste Treffer entsprang bekanntlich einem Elsmeterstoß. Tatsächlich hatte Scheuer den Ball mit der .Hand berührt. Der Hakoahuer hat sich dieses Vergehe:: aber bestimmt außerhalb des Strafraumes zmctiuden kommen lassen. Sämtliche W'cuer Spieler, die sich in unmittelbarer Nähe des Tatortes befanden, bestätigen weine Wahrnehmung. Herr Grätz, der ungeisähr 60 Meter weit entfernt vom Balle entsernt war, entschffd: Elftiictcr! Ans noch regelwidrigere Art kam das zweite Tor zustande. Csontos und Icszmas standen zumindest fünf Nieter in Abseitstellnng, als sie zun: Angriff übergingen. Scheuer und Horess blieben protestierend stehen, wodurch der Vorsprung der Ungarn noch größer wurde. Die beiden Linienrichter, Hugo Szüzs und Ivancic. die zu den intelligentesten und erfahrensten ungarischen Schiedsribwrn zählen, winkten, eine große Strecke laufend, mit ihren Fahnen. Herr Grätz sah und hörte nichts und anerkannte den Treffer. Die Unfähigkeit des Schiedsrichters überschritt alles, was ich bisher gesehen habe. Herr Grätz ist bestimmt ein korrekter Sportsmann, er ist aber zum Unparteiischen gänzlich ungeeignet. Die Ungarn spielten mit großer Aufopferung. Was den Stil und die Klasse ihrer Kampfesführung anbetrifft, glaube ich mit der Feststellung nicht unrecht zu haben, daß unsere Gegner das beste Spiel in den letzten zwei Jahren vorgosührt hatten. Die großen Vorbilder früherer Zeiten wurden natürlich nicht erreicht. Die besten Spieler der Ungarn waren Biri, Fogl. Mandl. Kertesz, Paulusz und Molnar. Hingegen erwiesen sich Kleber, Iesznms und Csontos als Nieten." ' Am Abend beim Bankett. Von anderer Seite erfahren wir: ,.Der derzeitige Präsident des M. L. Sz., Geucralstabsoberst Schwof, begrüßte die Gäste in deutscher Sprache. Er feierte den langersehnten Sieg, gab aber zu, daß die Art.und Weise,, wie die bffd"i: Tore zustandekamen. die Festcsstimmuug beeinträchtigen. Er würdigte die Bedeutung des Tages und wies auf die tiefe Freuudsch.hu, die die beiden Verbände für einander hegen, hin. Nun hielt Herr Hugo Meist eine sensationelle Rede. Er führte ungefähr folgendes aus: „Ich bedauere cs tief, daß dieses Spiel, daß trotz des schlechten Bodens auf achtbarer Höbe stand, von einem Sportsmann geleite: wurde, der dazu nicht die Fäbigkeiteu besitzt. Ich billige ihm den besten Willen zu. er hat aber den Kanips um seine Reellität gebracht. Daß das Feuudschaftsvcrihältnis zwischen den ungarischen und österreichischen Spielern trotz der krassen Fehlentscheidungen nicht getrübt wurde, verdient sostgehalten zn werden. Die Art und Weise, wie die Schiedsrichterfrage bei den Länderspielen geregelt wird, bedarf dringend einer Korrektur. Wir haben aus dem heutigen Kamps die Lehren gezogen und werden in Hinkunft Copyright 1923 Nachdruck verboten. ♦y R.Löwit-VerIa|f>\Vfen»Leip*ig. (96. Fortsetzung.) Zn Polens Wäldern. Roman von I. Opatoschn. ÄMorisierte Uebertragung ans dein Iübvschen vonSiegfried Schmitz. Aus >den Städtchen ringsum Mm'en ffmnev neue Wagen voll Chvssidim. Di» Menschen standen Schulter an Schulter gepreßt, regungslos, wie eine Mauer. Keiner wußte, wann die-Reinigung des Leichnams im Bade vollzogen werden würde. Sie standen mit gesenkten Köpfen, einer erzählte dein andern voll Schreck den Vorfall mit denk, blofffüffigen Israel. Sie waren sicher, da müsse etwas geschehen. Plötzlich rief ft-inanÄ: „Sie tragen den Rabbi!" Die znsam.meugepreffte Gramtmauer stöhnte aus, spaltete sich und zerfiel wie durch ein Wunder ht zwei Teile. Bon allen Seiten tönte es:- „Macht eine Gasse!" „Macht eine Gasse!" „Macht Platz für die Loichenträger!" „Da kommen sie!" Bei jedem Schritt lvechselten die Leichen träger, beehrten mit -den: heiligen Amt Verwandte, nahmen von den Umstehenden Wunschzettel und legten sie aus die Bahre. Das Bad war nicht zu sehen. An den Mauern, an den Fenstern standen Menschen, hingen am Dach, an den Kamine»:, stritten, raufte»: um einen Platz und zählten den Stammbaum jedes einzelnen ans, der sich mit der Reinigung befaßte. „Welch ein Glück!" „Wahrscheinlich hat er cs verdient." „In der Chewra Kadischa gibt es vornehmere Juden als Mojsche den Kürschner." „Wenn er auch ein Kürschner ist, was ist dabei?" Geifer, der Weinhändler, wollte ihm hundert Gulden für die Änszeichnnng geben." .Hort ihr's?" „Er wollte. sie aber nicht abtveten, obwohl Mojsche ein armer Mann ist!" Das Bad wurde so voll von Menschen, daß die Kerzen .nicht brenne:: wollten. Die zehn zur Reinigung Erwählten standen um den Leichnau: und teilten untereinander Rabbi Mendeles Leib ans, nach der Beziehung, -welche die Glieder zu dem Sefiroth haben. Der Schammes Reb Feiwisch ries einen nach den: andern aus: „Reb Itschc wird des Za-diks heiliges Halft) t tvas'chen, Reb Hcnioch die rechte .Hand, Reb Mojsche der Kürschner die linke, der Zadik von Pschyscha . . ." Während die zehn Erwählten an ihre Arbeit gii:gen. stirmn-te jemand das Hallelgebet an. Die Bienge siel »nit erstickten Stimmen ein, warf Kopf und Arme empor und, hätte sie Tallessin: angehabt, so hätte nwm meinen können, sie betete das Neilahgebet am Jom-Kippur-Ausgang. Plötzlich tvnrde es still. Dm::: hörte iwm die zehn Erwählten miteinander streiten. Ter große .Hause stellte sich auf die Zehenspitzen und horchte neugierig: „Das Wasser ist zu flach." „Man kann ihn nicht stehend rmtertanchen!" „Und es muß ein vollständiges Untertauchen sein!" „Sv soll Reb Jtsche das Haupt des heiligen Zadiks himmtevstoffen!" „Der Rabbi kann selbst das Tauchbad nehnven!" sagte Reb Jtsche mit Inbrunst. Die MeiM erbebte bei Reh Jtfches Worten, drängte näher und flüsterte: ,Mas sagst du?" „Wie?" „Ein Wunder?" „Ein Wunder!" „Ein Wunder ist geschehen!" „Das Wasser ist über Rabbi Mendeles Haupt gestiegen." „Und der Rabbi ist ganz untorgetaucht?" „Davon spricht man doch." „Wer kann ihre Wege verstehen?" „Unbegreiflich, unbegreiflich." 2ij. September 1923 Seite 9 darauf bestche», daß die Einigung in der Schiedsrichiersrage einen Monat vor dem Länderspiel erziel: werden muß. Die U n pa r u f ct n it ich zn ihrem Erfolg nicht heglück w ü n s ch e n, ich zolle ihrer Lei st n:: g n n r A nerke ir iimi. Hingegen beglückwünsche ich meine Spieler, die die schwerste Probe in bezug ans ihre Disziplin in Ehren bestanden haben. Ich glaube nicht, daß irgendeine andere Mannschaf' derartig sinnlose und provozierende Fehlentscheidungen hingenommen hätte." Auf diese Anssühnmgcn nuldete sich kein Redner n:ehr zu Worte. Der Austausch von Geschenlen. Unser Bnndeskapitän erhielt vom ungarischen Bcrbaur als Anerkennung für seine Verdienste n:n den europäischen Sport eine geschinackvolle Medaille. Unsere Auswahlinann schaft hinterlicß für den schwer kranken ehemaligen Vizepräsidenten des M. L. Sz.. Herrn Opree, eine Erinnerungsplakette. Neberdies überreichte unsere Mannschaist vor Beginn dcs^ Spieles den Gastgebern eine Seidenwimpel, wofür mvcre Spieler wieder die ungarische Berban'dsnadel erhielten. Polnischer Brief. Strij, 18. September. Der >6. Städtekanvps zwischen Lemberg und Krakau um den Fielensti-Pokal endete in Lemberg mit dem knavpen 2:1-Sreg Lembergs. Um den Potal zn erringen, bedarf Lemberg aber noch des zweimaligen anseinanderfolgenden Sieges. Lemberg hatte folgende?Nannschaft zur 'Stelle: Winnickiz Olearezhk, Ignarowicz; Schneider. Witlowski, Gieras; Inras, Stonecki, Bacz, Wojcik, 'Müller. Krakaus Atannschast lautete: Wisniewsk-i; O-ffen. Kaczvr; Majcherczvk, Sliwa, Pitzler: Adamek, Czulak, Reymann, Kowalski, Sperling. Bei Lemberg fehlte Kuchar, Krakau mußte ans die Teilnahnie der Crakovia- Spieler verzichten. Das Spiel wurde in lebhaftem Tempo geführt, brachte eine leichte Ucberlegenheit der Einheimischen, gie bereits in der 6. Minute zum ersten Treffer kommen. In der 18. Minute unternimmt Kowalski einen schönen Sololauf, er wird aber im Strafraum unfair angegangen, den gegebnien E!s> meter verwandelt Sperling znm Ausgleich. Um d'e Mitte der Halbzeit erzielt Stonecki nach schöner Einzelaktion den sübrnng« bringende:: Treffer. Nach Wiederbeginn verschärfen die Spieler das Tempo, Lemberg versucht, den Vorsprung zu erhöhen, doch K-rakans Verteidigung macht alle Anstrengungen des Gegners zunichte, pmd vor Schluß kann Lemberg nur mit Ausbietung aller Kräfte den Sieg behaupten. Den 8000 erschienenen Zuschauern gefielen insbesondere Rehmann, Kowalski und Bac; Stonecki.' Die Meisterschaft wurde in zwe- Spielen fortgesetzt. Im Oftkreis schlug Polonia den S Hk. Landa in Wilna 6:0, Wcstkreis unterlag pie bisher führende Warta dem L. K. S. Lodz 6:2. Durch diesen Sieg r'ß L. K. S. im Wsst-kreis die Führung an sich, die beizubehalten L. K. S. in: Spiele gegen Wisla in Krakau Mühe haben wird. Das Fin-crlspiel der Polnischen Me-sterschast dürften Wisla und Pogou anstragen. Makkabi (Krakau) nniernähm nach Warschau eine Reise, wo er ein Spiel gegen Legia anstrng. Makkabi, der den Gegner technisch und taktisch überragte, mußte von den Pogon- Bezwingern eine 2:1Gtiederlage hmnehmen. Der Angriff der südischen Mannschaft spielte insbesondere nach Häkbzeit im Felde sehr schön, doch wurden vor dem Tore die nnglanblich« sten Chancen vergeben. ( Wenig Rührigkeit verrät. Hasmonca (Lcrnberg) in letzter Zeit. Seit dem Spiel gegen Hakoah trug die Mannschaft zumeist nur Spiele gegen minderwertige Gegner aus. Das Können der Mannschaft' sank rapid, was auch in der schweren N'ederlage gegen Makkabi zum Ansdruck kam. Um so erfreulicher sind die Erfolge der Stanislaucr Hakoah, die durch ihre Siege über Orlenta und Biali, gegen letztere unterlagen die Hakoahuer vor vier Wochen 6:l. sich den WcitcrveMeib in der zweiten Klasse sicherte. Jutrzenka (Krakau) ließ sich beda-nerlichertzveise zn zwei Spielen in Stanislan gegen die berüchtigte Rewera, die jhr minimales Können durch'Fvulspiel ersetzen zu können glaubt, ^verleiten. Die Szenen, die sich insbesondere im zweiten Tressen abspielten, sind einfach nicht zn beschreiben. Von Spielern der Rewera und Zuschauern fielen Worte, wie „Indenpack, schert euch nach Pcrlästina! Ihr dürft nicht gewinnen, wir. werden euch die Beine brechen!" usw. Bier Spieler von Iutrzenka wurden erheblich verletzt. Cracovia, die sich ans einer Spanien-Tournee befindet^, spielte Samstag und Sonntag gegen Barcelona. Am Samstag' gelang es Cracovia in einem prächtig geführten Spiele, das Um das offene Grab bildeten Chassidim eine zweifache Kette von Händen. Trockener Schnee sprühte und tünchte der: Friedhof weiß. Hilflos stand die Fainilie Ües Rabbi, sie hatte keine Kraft tnehr z:mr Wehklagen. Nur Demrele spmch Mit den: Schwager und warf dabei immer wieder ihre schönen Hände in den breite»:, losen Aermeln empor. Die Aermel sielen zurück und ihre weiffen Arme, die lvciffer waren als der Schwee, rangen sich »:m das Grab und ntach-ten die Totengräber von Sinnen. Die Menge wurde neugierig: ^Der -ist sie?" fßßkt ist das?" ,Mitte Schlvägerin des Rabbi." „Das ist ja Temreile!" ,^Die man erwischt ijfft?" „Ja, ja, dieselbe." ,^Das ist ein keusches Weib!" „HalBs Maul!" ,ßStei, meinst du, wird Rabbi -werde»:?" ^Reb Jtsche." „Und Reb Dowidl wird das ruhig hmnehmen?" ,Ache, Ruhe!" „Man. spricht das Kadischgebet!" Als Reb DowNl das Kadischgebet beendigt hatte, ging Temwle kokett aus ihn zu und ^begrüßte ihm ,Mastltow, Rabbi!" Einige Leute von: Hof käme»: laitgsam herbei, um* ringten Reb Dowidl mit Mafeltotv und warteten, daß die große Me»M herbeikäme. Es sah aus, als hatte sich ein .Häuslein Chassidim von der großen Meirschenmenge losgerissen; die aber stand gaffend da, ohne sich zu rühren. Die, welche Rabbi Mendsle »mhogestanden waren, suchten zwischen der Men>ge Reb Jtsche auf, zogen eine Kette uinl ihn und auä tausend Kehlen rief es ihm entgegen: „Masellow, Rabbi!" „Maseltow, Rabbi!" i „Masältow!" .'i .

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