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Wiener Morgenzeitung · 1923-09-15 · Heft 1648 (15.9.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1648 (15.9.1923)
Date
1923-09-15
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Ät. IM Men, GtottÄg Wlener MoVSMzestrmtz. Zwölf VereiKe im MeisterschastsLampf. Heute und morgen treten sämtliche erstklassigen Vereine M Rahrnen der Meisterschaft znun K-avlpise an. Mit Rücksicht daraus, das; gleichwert-e Konkurrenlen nnfeittün-dertveffen, wird es a>uf, allen Plätzen heiß heraehen. Hoffentlich werden die Spwle faiir verlaiff-en. Bei manchen Treffen wurde eine Schiedsrichterumbesetzun§ vorgenonl-men. Trkbutpsiichtia fcheim die Hake atz dem Sportklub Wacker zu sein. Wir ttMen rn der Geschichte des ^ns; ball spar! es weit znrückgreifsn,um uns an einen Sieg des jüdischen Vereins über die M-Minczer au erinnern. Dieses - Kunststück brachte die Hakoah urdferes Wisselis rm Herbst 1916 ,znnr letzten Male zuwege, dock) verdankte sie chren damaligen 2:0-Siep fast ausschließlich ihrem glänzend disponierten Tormann Halperu. Seit dicher Zeit setzte es füt' m? Krwauer, wenn sie riiit Wacker Mammentresjen.scht immer NlelderlapSn ab. Im aiinsliasten Falle brachten sie es aus ein unentschredenes Erpebnis. Auch im vergangenen Jahre, mußte die Hakoah in beiden -Meist-erscha-ftsspielen Niederlagen in den Maus nehnten, wobei die Resultate 1:1 und 0:1 lauteten. Morgen muß der Misch? Verein dem ui'cheWingbar erscheinenden -Vporlklub Wacker in Meidling cnj-acg-ntrelen. Letzterer Verem erfreut sich also bereits des Vorteiles, den das gewohnte Terrain verleiht. Trotzdem dräiiqt sich uns die Ansicht aus, daß die Hakoah diesmal, den Spieß umdrechen wird. Jeder Fachmann ist sich darüber klar, daß die Krieauer in ihrer derzeitigen Versassnug entschieden hoher cinwrschiitzen Und wie ihre Gegner. Letztere hätten nie ähnlich günstige Resultate gegen Westharn und Slavia erhielt. Wenn man in der Beurteilung der Chancen trotzdem vorsichtig ist. so geschicht es nur deshalb, weil die Hakoahner gerade gegen Wacker nie zu ihrer richtigen Form auslausen. Dies dürfte ihre Ursache darm haben, daß Hakoah bereits bcisangen antritt und daß Wacker körperlich weit ü-borlegen ist. Wenn sich aber die Krieauer borgen nicht ans dem Konzept üringeri lassen, dann müssen sie schon auf Grund ihrer größeren Ansdauer die Oberhand -behalten. Ein gewaltiges Uebevgcüvicht besitzt die Hakoah in -der Verteidigung. -Auch die Deckung der Blauen stellen wir über die. der Mei-dlinger, und 'Mar insbesondere ans dom Grunde, well Guttmann vor Reich den Vorzug verdient. Der Angriff der Hakoah besitzt hervorragende Techniker. Leider ist das ^nnentrio etwas zn leicht geralcn, doch glauben loir, daß es sich, bei entsprechender Energie durchsetzen lvird können. Die indische Mannschaft hat morgen unser Vertrauen. Erreicht sie. «nr die Form, die sie gegen Slavia bewiesen, dann ist ihr der Sieg sicher. Schiedsrichter Komar. In unangenehmster Erinnerung ist uns das letzte Zusammentreffen zwischen Rapid und Amatenre^ Damals gab es ans der Hohen Warte Skandale in Hülle und Zulle, mit denen sich die Znßballverbände und die Presse eingehend 'boschälftigen mußten. Rapid hatte sich 'damals viel. vergeben, was unserer Meisterschaft manche Sympathien gekostet haben dürfte. Bei der bekannt straffen Organisation der Hütteldorser, ist zu erwarten, daß sie diesmal alle Vorkehrungen, die . ähnliche beklagenswerte Vorkommnisse schon im Keime ersticken,^ getrcsffen haben. Im Vorfahre blieben die Amateure in beiden Treffen, und zwar mit 7:8 und 2:0 Toren siegreich. Morgen scheinen die Chancen ans -der Hohen Warte nun ausgeglichener zn sein. Im Angriff und vielleicht auch in der Verteidigung verdienen die Ober- St., Beiter den Vorzug. Hingegen schätzen wir bei den Hütteldorfern wieder die Deckung höher ein. Ein ilia-vper Sieg der Amateure oder ein unentschiedenes- Ergebnis würden dörr Erwartungen am ehesten entsprechen. Schiedsrichter Retschnry. Einen hervorragenden Angriff besitzt^ «der Sportklub Admira, der morgeli auf eigenem Platze >der Vienna ontgegentritt. Trotz aller Verstärkungen haben die Döblinger bisher nicht gefallen können. Die Admira hingegen hat alles, was sich ihr bisher in den Weg stellte, sicher bedungen. Auch beim letzten Pw'bespiel gefielen die Vertreter der Flori-dsdorfer ganz ausgezeichnet. Wir glauben demgemäß in unserer Ansicht nicht fehlzugehen, daß Admira morgen beide Punkte Nach Hause bringen wird. Im abgelauisenen MeisterschastSsahr sichte Vienna im ersten Treffen 5:2. im Retoursviel aber behielt Admira mit 5:1 Toren die Oberhand. Schiedsrichter Braun. Bereits heckte bestreiten Sportklub und Simmeriirg ans dem Platze des letzteren Vereins ihr Treffen. Die Tornbacher haben gegen Rapid und Amateure unentschieden gespielt, was nicht genug hoch eingeschätzt worden kann. Da wir die Simmeringer niedriger wie Unsere beiden Spitzenklubs einschätzen, so sollte der Wiener Sportklub heute die Oberhand behalten. Die beiden lebten Tressen endeten SM für Sportklub und 1:1 unentschieden. Schiedsrichter Gärtner. Die beiden Jüngsten der ersten Klasse, Slovan und Ostmark, stehen einander -morgen aus dem Hertha-Platze gegenüber. Die Brigitt-enauer haben bisher im Oberhaus keine -besondere Rolle gespielt, doch blieb uns auch Slovan in den letzten internationalen Treffen -manches schuldig. Es würde uns nicht wundern, wenn Ostmark einen Punkt erobert. Schiedsrichter Seemann. Noch keinen einzigen Punkt haben W. A. F. und Hertha, die morgen in Hüttoldors gegeneinander spielen, außzulweifen. Die günstigeren Resultate hat bisher der W. A. F. erpel-t, trotzdem glauben wir an den S:eg der Favorit-ner. Die Spiele des Vorjahres endeten 2:1 für W. A. F. und 3:2 unentschieden. Schiedsrichter Albrecht. Danksagung. Der Sportklub Hakoah gestattet fich, dem Oesterrcichischen Fnßballbnnd, dem Wiener Fußballveröande, allen Sportvereinen und Freunden für die Beglückwünschung anläßlich des Londoner Erfolges auf diesem Wege herzlickst -zu danken. Für den Fnßballstädrckampf Men—Berlin, der am 23. d. int Stadion vor sich geht, hat der Verband Brrnden» bnrgischer Ballspieleererne nunmehr seine Mannschaft wie folgt ausgcwählt: Kuhnt (Norden Nordwest); Klautsch (Union Ob); Bache (Wacker); Walter (Alemannia); Probst (Vorwärts); Motzkus (Alemannia); Montag (N. N. W.); Scheck (Alemannia); Theis (Viktoria); Lehmann (Berliner Sportverein 92); Wolter (Vorwärts). Prager Wettspiele. Heute Samstag: Meisterschaft erster Klasse: Sparta—F. K. Kolm (46 Min. Nachtragsspiel), Cechie Karlin—Union Zizkov. — Sonntag: Meisterschaft: Liben—Slavia, Sparta (Kosire)—A. C. Sparta, Nnsilskh S. K.—Viktoria Vmohrcrich, Meteor 8—Viktoria Zizkov'und C. A. F. C.—Vrsovice. — Freundschaftsspiel: D. F. C — A. F. K. Kolin Die Spielvereinigung Fürth -spielt honte in Zürich gegen F. C. Zürich und Blue Star komb., morgen in Biel gegen F. C. Biel. Polnischer Fußball. Crakowia—Pogo« (Kattowih) 6 :0, Pogon (Lemberg)—-Lauda (Ml na) 3:1, Pocpn (Lemberg)— Makkabäa (Wilna) 9 :1, Czarni (Lemberg)—Hasmonea 3 :0 und 1:1. Die Admira spielt am 2L. d. gegen den D. S. B. in Tropvan. Der Wiener Sportklub spielt morgen in Pvrßburg gegen den 1. C. S. K. Bratislava. Lopyrlzdt w2» Nachdruck vrrvoten. dFk.i.sv,n.v«ri»8,zvi«n.!,'>>pri8. - (89. Fortsetzung.) ZK Polem Wäldern. ‘ Roman von I. Opatoschu. Autorisierte Uebertragung aus dem Jüdischen von Siegfried S ch m t tz. iZtvei Heger führterr einen Bauern in den Hof, dom die Hände auf dem Rücken gebündelt waren. Aus den Scheuern und der: Pser-deställen kamen die Hirten in Lammpelzen und u-mvingten neugierig den Hästiing: „Was ist los, Slach?" ,Mcr hat dich so geschlagen?" /Schau, wie geschwollen er ist." „Mail sieht das Auge kaunt heraus." Der Gef-ess-elte wollte lächeln, aber das geschlvollenie Auge Vcvz-errte das Lächeln, itnd er zog eine iveiuerliche Grimasse. Lc-is-c fragte er: „Wo ist Alltel?" ,Mti-el P-iasecki?" „Da konlUlt er." Ant-ek, eilt kräftiger Bursche in einer roten Jacke, tva-t ohne Hu-t alls denr Stall. Er knallte mit einer kurzen Peitsche. Als er Stach gebunden sah, lief er hinzu: „Wo ist mein Alter?" „Sie halben uns geschlagen!" „Warnin?" „Stehlet nicht, so wird man euch nicht schlagen!" ivowf ein Heger ein. „D-n lügst!" der Gefesselte blickte verächtlich auf den Heger und -machte eilte ultbeholfene Bewegu-ltg mit der gefesselten Hand, nnl sich arls Herz zu schlagen. ,/Wir haben nicht g-esto«hlen! Wir haben Holz aus unserem Wald geuourmen, aus dem Bauer ltw-ald ..." „'Hast du einen Evlaubnisscheur?" fragte der Hege-r üiberlcgen. „.Halt' lieber das Maul, halt' still!" Me Autek ds» Heger an mvd wauldtc sich tnit seiner Frage au Stach: „Und wo mei-lt Alter ist, -weißt du nicht?" ^Frage sie, die Hnnde," dev Bau-er deutete aus die itzeger, ^sie halben -ihn geschlagen, Die Heger wurden sehr verlegen; sie wichen -den Blicken der Hirten aus und zogen sich zuvück, um einer Gefahr, hie sie nahen -fühlten, zu entgehen; eMich begann eilter von ihnen: „Ihr gcht gleich auf uns los! Wir sind doch nicht schuld! Ihr an unserer Stelle >wärek auch uichi -besser! Wozu hat mün einen Heger im Wald? Daß er das Holz verschleppen laßt? Dazu ist noch -der Herr selber dabeigestandelli ... er hak uns befohlen, zu schlagen. . „Also hast dir gefchilagerr?" Aukek trat ganz" nahe an den Sprecher heraw Ohne zu antworten, wich -der Heger zurück. A-ntek hielt ihm die Peitsche vor die Nase: „So. ein Hll-nds-fott! Sofort bindest du Stach l-os, hörst du!" , „Wer bist -du denn?" der Heger -warf sein bleiches Gesicht trotzig zurück und hob em iverrig feinen Knotenstock, als wollte er sich verteidigen. „Wer ich bin? Da hast -du, -damit du weißt, wer ich bin!" Autek versetzte ihm einen Schlag -ins Gesicht. Das genügte, daß die Hirten sich auf die Heger -warfen. Sie schlugen auf sie los mit allem, was -ihnen in die Hände kam —mit Schlegeln, Dreschflegeln, Hufeisen und mit den Stie-felabsätzen. In das Ge-fchrei mengte sich bald -das Bellen der Hunde, die an ihren Ketten rissen, Mägde kreischten und tu -dem Getümmel, das sich in den Gebäuden des Hofts und durch die stillen verschneiten Felder rollte, dva-ng «in berzw>eis«ltes Schreien: J ,/Ola boga, helft! Ola -boga! . . Der Gutsherr kam mit seinem Gefolge aus dem Wald geritten. Mit schußbereitem Gewehr umringten sie den Hausen und machten der'Schlägerei ein Ende. Eine unangenehme Stille herrschte. Blutig und atemlos wiesen die ^Hetzer auf AntÄk. „Don werde ich -lehren, derr Rebellen, de-n Ln-nipen!" der Gutsherr zügelte ärgerlich sein Pferd, -das forttvährend zu steigen veArchte. „FünsundMurrzig Hiebe, auf der Stelle!" . Er -spornte sein Pferd, ritt an Autek vorüber und schlug Hm imt der Reitpeitsche ins Gesicht. Mutig lies ein ' 16. GchtvEor WS8 «MG Deutscher Futzballsteg 1« Svavke». Der Dmrdevcht 188 Fürth konnte sein erstes Spiel in Spanien gegen dm Ghv nastikklub Valencia 2:0 siegreich gestalten. Schönfeld (Athen) hat sich bei Hasmonea ackavmllrt ittf debütierte vergangenen Sonntag mit sfrfoüat «£> Eenterhalf. «in Lönderspirl Tschechoslowakei-Spante»? De tschechische Fußballdevband steht mit dem spansiche« tzvtz ballverband wegen zwei Länderspielen Spanien--LM«ho Slowakei in Berhandltlng. Das erste Treffen dürfte «n Ne» fahr 1924 herum in Barcelona zur Austragung gelangen. In Kopenhagen schlug Sonntag der BÄdkürbben 1901 überraschend den Boldklu-b 1893 mit 3:1 (8:0) mb K B besiegte Frem mit 6 : 3 (2 :2). Pariser Fußball. Sonntagsresultate: Red Star—Gakll« 4 :2, C. A. S. Generale—Abbeville 3 :1, Racing Club-- C. E. S. 2 :0. Cchlvimme«. Wettschwimmen des Ersten Wiener Am» tenr-GchwimmkluVS. Schon der erste Wettbewerb des heutigen Tages bringt einen überaus scharfen Kampf in der 6 mal 100 Meter-Brust staffel, zu der die Nürnberger, die Hakoah, Donau und die Crrcketer mit je einer Mannschaft, der 1. W. A. S. K. jedoch mit deren zwei antreten wjvd. Die Baver-n die die beste deutsche Bruststaffel besitzen, werden hart kämpfen müssen, um siegreich zu bleiben. Das Tauchen 50 Meter -dürfte sich aller Voraussicht nach Erber holen, der dabei dem österreichischen Rekord sehr nahe kommen sollte. Polla-k (Hakoah) und PütUAi und Pick (Anrateure) werden die Plätze besetzen. Dann fMt wieder der Übliche erbitterte Kampf um de-n IugendistaM 4 mal 33 Meter Zwischen der Hakoah -und denr ÄmateuMwimmklub, während der W. A. S. Donau und der W. Ä. C. um dir Plätze kämpfen werden. Den Da men -«Lagenstaffel 4 mal 33 Meter dürste wohl der Amateursportverein geltmnne-n, der die Danubia bezwingen sollte. Aber auch die Hak-oah ist nicht ungefährlich und wird ebenso wi-e die Cricketer den beiden Vorhergenannten das Leben fairer machen. Gropper ^Augsburg) hat wohl das Herrenschwimim-en über 100 Meter sicher, während Heini Schrepfer, der zurzeit in taM-lcher^Form ist, knapp, aber iwch -über das andere Feld (Lajta, Müller. Gold usw.) siegen durfte. Das Springen verspricht erlesene« Genuß, denn Mund, der deutsche Meister, wird alle seine Künste spielen lasten, um seine Wiener Gegner, Albert,. Schneider. Neukrrche« usw. zu bezwingen, was ihm auch gelingen dürfte. Am Lage»*' staffel 3 mal 66 Meter um den Morgan-Preis wird der 1. W. A. S. K. alles daran setzen, seinen vorMrigen Bezwinger, Bayern 07, unterzukriegen, wobei er noch W. A. C., Hawah und Cricket hinter sich lasten mußte, was durchaus nicht so -sicher ist. Preie, Lichtenstein und Besetziy haben sich gegen den Winter beträchtlich verbessert, so daß endlich einmal bei einem Iugendschwimmen eine Zeit unter 1:20 erreicht werden dürste. Wir geben dennoch dem stämmigen Prcie die besseren Chancen. Im zweiten Senioren-Dcnnenschwimmen über WO Meter treffen Seltenhammer. Kern, Pollak, Karsten, Bveitegger m» die Schwestern Fuchs auseinander und dürfte auch der Einlauf in dieser Reihenfolge erstolgen. Erber, -der bekannte deutsche Brnstschwimmer, wird sich wohl das Brustschwimmen gegen Gropper, Reich, Zenk, Lori ustv. holen, doch wird der Einlauf überaus knapp sein. Den Abschluß der Schwrmmkoukurvenzen bildet der Fliegerstaffel 6 mal 33 Meter, der, wie immer, Leben in die Zuscher und Schiw-immer bringt. Die sieMwohnt« Staffel des 1. Wiener Amateurs-chwimmklubs dürste, wenn sie komplett antritt, ihten vorjährigen Sieg in diesem Ehrenpreis auch -Heuer wiederholen können, obwohl sie -in W. A. S., Hakoah - und W. A. C. schwere Gegner hat. Heckte wird das Mestterschaftsspiel des W. A. C. gegen den Veranstalter ausgetragen. Der W. A. C., der derzeit 1« hoher Fvrm ist, dürfte dem 1. W. A. S-. K. eine ziemlich sicher« Niederlage bereiten. Morgen findet das Cupspiel zwischen Hakoah Md W. B. L. statt, das einer der schärfsten und interessantesten Kämpfe überhaupt zu werden verspricht. Bor einigen Tagen sPNten bi« beiden Vereine unentschieden, ein Beweis der Gleichwertigst der beiden Gegner. Da nun aber ein Sieg des einen das SuiS» scheiden des andern bedeutet, ist wohl leicht emzu-sehen, daß Streifen auf der Wange an. Antek hielt sich die Wa«ye, lief im Kreise umher und schrie so furchOar, daß aÜttt die Haare zu Berge standen. Die Hirten wollten woggchtzn, um nicht -die Schmach eines -Bruders mitansehen zu nrüffen, doch man vechMte ihptzn den Weg und der Gutsherr besah!, sie Ukützte» M. schien, wie es einem Rebellen erging. Der Oekonom band Antek HarGe und Fuße, wie eiwatt Ochsen, der zur Schlachtbank geführt wird. Ms die Rusen gebracht lvurden, zog semaud am Strick und AnbÄ sie! wie ein Sack in den Schnee. Er wurde der Lange nach Pngelegt, das Gesicht nach unten. Zwei Bcriwvn setzjtzn sich auf ihn, ern-er auf seine Füße, der andere auf seine Schultern. Der Oekonom prüfte die Ruten, rieb sie fest -mit Schnee e-i-n, führte einige Lufthiebe, die Pfeifend -sausten, und reichte die Ruten zufrieden dem PeitWnecht. Die Hirten hielten die Blicke $u Boden gesenkt und schauten nicht auf den Platz, wo Antek lag. Sie fühlten den Hof im-nier eivger lverden. Die Stimme -des Oekonoms eMang: ^Fertig?" ,fertig," antwortete der Pöitschkttecht. Der Oakouonr zählte eintönig:' ,Mins ... zwei ... -drei . . Die Rute sauste auf -die gefpaunten Hosen, durchschlug sie und schuitt ins Fleisch. Blutstropfen träufelten in den weißen Schnee und erstarrten sofort. Antek schrie mit einer Stimnie, -die nichts Menschliches mehr an sich hatte; dan wurde er still, begann wieder zu schreien und zwischen Schweigen und Schreien fiel das eintönige Zahlen des Oclonvmen duntpf cutf die vertaubten Ohren: „Acht . . . neun ... . zahn . . Mordecha-i betrat den Hof; als er sah, -daß ein erwachsener Mensch mit Ruten geschlagen wurde, zitterte er am ganzen Leibe. Er 'hatte -wohl gehört, daß die GMhevren Bauern schlugen und mit Ruten Peitschten, «ß&tt döch Wie er stets als ein Atärchen aufgeuommen, daß alle «tzMm und davM noch -n-ieumud -die Wirklichkeit! MkWt» -hawe. Jetzt stand er ihr Auge in Auge gegMübtzt. M WWe sich durch die Menge und trat gevadieckvags aüf den! Neitschkucch! zu. groEedttna stckat.)

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