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Wiener Morgenzeitung · 1923-08-30 · Heft 1634 (30.8.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1634 (30.8.1923)
Date
1923-08-30
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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«r. tm Men, Doimerstag MleE« MorgenzieskLfng. Die zweite Sitzung der Karlsbader Tagung. An die einzelnen Kreisberichte knüpsfte sich eine rege Devatte. Die Herren Kaminsky (Deutschland) und Hell e r (Tschecho-Slowakei) verwiesen auf den Aufschwung der Makkabi- Bewegung in den einzelnen Ländern, insbesondere aber im Osten, wo eine gute und opferfreudige Jugend zu den besten Hoffnungen berechtige. Ro senil) al (Palästina) forderte die besondere Berücksichtigung der Makabi-Veveine in Evez-Jsrael, wo es an Geldmitteln und namentlich an Turngeräten fehlt. Eine Heranziehung der Jugend zur TurnbewegunL ihre planmäßige Einstellung auf Palästina (Chaluzinth) und ein tatkräftiges Eingehen auf jüdisch-kulturelle Fragen innerhalb der Turn- und Sportwelt sei unbedingt erforderlich. Tyssu (Oesterreich) kritisierte die Tätigkeit des Berliner Präsidiums, dein er zu wenig Energie vorwapf. Er verlangte von der neuen Leitung, das; sie fite eine gute finanzielle Fundierung des Berliner Bureaus Sorge tragen möge, da nur ein gilt arbeitendes Sekretariat die schwere Arbeit der Zusammenfassung aller Vereine durchführen könne. Es sprachen Doktor Simon (Deutschland) über die Finanzell und Dr. Schmelzer (Rumänien) über die Kulturarbeit, worauf Präsident Direktor Spiegler (Oesterreich) zusammenfassend ausführtc: „Die Organisation soll nach zwei Richtungen ausgebaut werden, und zwar der Form und dem Inhalt nach. Was die Form betrifft, erscheint es erstrebenswert, einen Zusammenschlus; der einzelnen Makkabi-Organisationen mit den territorialen zionistischen Körperschaften herbeizuführen, und zwar derart, daß der Makkabi eine Sondervereinignng in der Landesorga, lisation bildet. Dem Inhalt nach erscheint eine Zweiteilung in eine technische (körperliche) Arbeit und in eine kulturelle (geistige) Arbeit wünschenswert. Erstere besteht in der Errichtung von Turnlind Sportplätzen lind in der Ausbildung und Beistellung von Vorturnern, Trainern, Wanderlehrern lind Anschaffung von Geräten usw. für Palästina. Ncbei, der körperlichen Ausbildung soll die kulturell-geistige nicht vernchlässigt werden. Die in den Makkabi-Vereinen organisierte Jugend nuu; systematisch zum Zionismus erzogen und mit den Probten,cn der Bewegung vertrant gemacht werten. Der Zweck der Turn- und Sportbewegung ist darin zu erblicken, daß die jüdische 'Jugend in körperlicher und geistiger Beziehung, reis und tauglich für die künftige Arbeit in Ercz- Jsrael gemacht wird." (Lebhafter Beifall.) Nun erstattete Dr. Simon (Deutschland) folgendes Arbeitsreferat: „Ausgehend von dem bereits Geleisteten ist es nottvendip. in unseren Bestrebungen eine Umstellung vorzunehmen. Wir müssen uns weit mehr mit der Jugend befassen, die in unserem Sinne zu erziehen ist. Selbstverständlich soll )abei die technische Ausbildung nicht vernachlässigt werden. Tie wichtigste Aufgabe eines jeden Vereines besteht darin, die geeigneten Führer -zu finden, da letztere nicht nur iechnischen, sondern auch geistighn Anforderungen genügen müssen. Am besten kann die'Jugend dann erlfaßt werden, wenn sie in Züge and Gruppen geteilt wird. Auf Wanderungen, bei Heimabenden, während des Turnens und der sportlichen Uebnng kann die Jugend zur Einfachheit erzogen, gestählt, auf Palästina eingestellt werden. Be, diesen Anlässen ist ihr der geistige Inhalt zu geben. Die Einstellung auf Erez Israel ist die Grundlage einer jeden Jugendbewegung, in ithin auch des Makkabi. Unsere Bestrebungen müssen eine zweifache Auswirkung haben, und zwar für das Galuth und für Erez Israel. Erstere ist eine Lwigkeitsarbeit. .sie soll jüdische Jdealmeuschen schaffen. Letztere ist eine aktuelle Arbeit, die Ehaluziin für Palästina heranbildet. Im Galuth mutz der Makkabi auf Bolksdisziplin und auf Volkshygicne scheu, zu denen „ns der Turn- und 'Sportbetricb rinerseits und die Kulturarbeit andererseits sichren s o l l e n. Wie kann die Weltlcitung diesen Forderungen genüge,,? Wir müssen die „Makkabi-Blättcr" in ein gros;a„gcl,egtcs jüdisches Turn- und Sportorgan umgestalten, das die weitesten Kreise interessiert. Weiters ist die Ausbildung von Turnlehrern und die Bildung von Schulen für Leibesübung notwendig. Um der Makkabi-Bewegung in Erez Israel finanziell zu helfen, ist für Palästina eine Abgabe etwa in der Form des „Maasser" zu leisten. Periodisch sollen überall Makkabi-Sport- und Turntage abgehaltcn werden. Da diese Orgamsationsarbeit sehr schwer ist, muß die Tätigkeit des Bureaus in Ressorts geteilt werden." (Großer Beifall.) An dieses Referat knüpft sich eine Debatte, an der sich Heller (Tschecho-Slowakei), Hayek (Mähren) und Spitz (Polen) beteiligen. Die Abreise der Hakoah. iH .dämmerte noch, als der erste Haikoahner seine 'Schritte zu», Frang Joscssbahntzos lenkte. Dieser Frühaufsteher war der Repräsentant der Schwimmtek.t-ion Siegfried Goldschin.idt, der prüfend seine Blicke /ans die Turinuhr richtete. Zu seiner größten Verwunderung 'zeigte sie erst dreivierte't 5 Ähr, weshalb er seinen eigenen Zeitmesser zu Vergle-lchsAveckvn Ms der Tasche zog. Wie groß war nun seine Ueibervaschung, als er die traurige Gewißheit erlangte, daß seine Uhr sich mm eine ganze Stunde verspätet hatte. Es Mob 'ihm Mo nichts anderes übrig, als ans dem Perron lauf die Dinge zu warten, die da kommen sollten. Zehn M-muten vor 6 Uhr erschien als erster Mr. Hunter, der unentwegte Trainer des jüdischen Vereines. Ihm folgten Scheuer wnfo nach kurzer Zeit Dr. Körner Hand in Hand mit Nenseld. Und nun trafen Spieler, Reisebegleiter und Abschieünehmende in 'Helten Schaven ein, so daß die ganze Reisegesellschaft ,wt Punkt 6 Uhr früh doffammen war. Dem liebenswürdigen Entgegenkommen der Bahnbcamten hatten es die Hakoahner K,r verdanken, daß sie frühzeitig ihren reservierten Waggon besteigen bonnten. Aller hatte sich eine nervös- Unruhe -bemächtigt, so daß es niemanden auf seinem Sitz dütee'.e. -Spieter und FmEtionär-e standen in Gruppen ans dean Bahnsteig umher und ließen sich von den vielen Freunden der . Hakoah, die trotz der frühen Morgenstunde gekommen waren, um ihren Lieblingen ein He-dad §nznru'sen, anstaunen. Eine Güwvgung ging durch die Reihen, -als ein Diener ein großes Bln-menbuk-e.tt brachte. Der Führer der Schwimmifoktw-n richtete an die Fußballer eine herzliche Ansprache und überreichte ihnen im Namen seiner Sektion den Blumenstrauß. Knapp vor Abgang des Zuges waren d,e Intimsten des Vereines, unter denen man DgMktor Spiegler, Gustav Pisf samt Frau, Alois GrüMvald. Frau Pollak, Fräulein Trude Pollak, Kalvill, Max Fleischer samt seinem Töchterchen Gretl und die beiden Sekretäre Theo Rubin und BenNo Lazarus bemerkte, versammelt. Auch einige Reparier von Wiener Tageszeitungen hatten sich mirttevweile. e.imge« sund-en. Pünktlich um 6 Uhr 45 Minuten setzte sich der Zug. in Bewegung pnd die Zurückgeibliebenem winkten den Pionieren des jüdischen Sports, solange sie. in Sich: waren, nach. * Die berühmten jüdischen Künstter Aialii 'Picon und Jaakob Kal ich wohnten am vergangenen Sonntag zum erstenmal einen, Wettspiel der Hakoah bei. Das Erlebnis wirkte aus sie überwältigend. Sie faßte.,, sofort den Entschluß, den, Erstaustreten der Hakoah -in.Londonbeizuwohnen. Da Berpflichtungen sie bis Samstag abends an Wien fesseln, wählen sie den Lnjtweg. um rechtzeitig in London einzutreffen. 'Mali Picon und Jaakob Kalich werden Sonntag früh ein Passagier- 'lustfahrzc.ua besteigen, um im Bogelflug über München und Paris in die englische Hauptstadt zu gelangen. Copyright 1933 Nnchdruck verboten. kyR.Löwit-Ver!ag,Wien-Leipzig. (77. Fortsetzung.) Zn Polens Wäldern. . Roman von I. Opatoschu. Autorisierte Uebertragung aus dem Jüdischen von Siegfried Schmitz. Mer eine Kleinigkeit vergißt er, dein Vater — daß Schamai der reichste Mann in der Gegend ist, daß er jeden Augenblick dern jungen Tabetzki den Wald nehmen kann und damrffst dein Vater, seine Würde in alle!: Ehren, bei mir angestellt, bei Schamai!" Movdechai fühlte sich im Muren des Vaters gekränkt, er konnte das ölige Leuchten iit Schamais Augen nicht ertragen und wollte ihn unterbrechen. „Schamai aber..." Schaft schlug sich an die Brust und sprach -weiter, „Schamai weiß, wer dein Vater ist und wird das nicht tun, Schamai ist kein Wucherer! Aber nicht davon -wollte ich sprechen! Da spreche ich so vor ein Paar Wochen -mit deinem Batet — um bei der Wahrheit zu bleiben, ich kann mit ihnr nicht sprechen — ich erzähle, daß ich den Wald erwerben und ihn den Kindern als Mitgift geben -will-da fragt et —- was für Kinder? Ich kann ihnr schon nicht mehr geva-de in die Anger, sehen und sage leise — ich glaube, wenn Reb Abraham . . . wie es schon vorkommt . . . glaubst du, Mordechai, ich hildete mir welche Dummheiten ein? Ich weiß, daß ich nicht des Vaters gleicherr bin! Natürlich, wie kommt Schamai M Reb Abraham? Aber da Gott mich mit so großein Reichtum gesegnet hat, so glaube ich, es wäre vielleicht doch vom Himmel bestimmt, wir sollten uns verschwägern. Was sagst du? Drr hättest hören sollen, wie mich der Vater angefahren hat! Ich kenne ja den Vater, kerrne alle seine Verrücktheiten . . . darum habe ich mir vorgenommen, ich wollte lieber mit dir sprechen, du bist ruhiger... ich wollte dich fragen, ob etwas daraus werden kann, Mordechai; dann ziehe ich mich ganz vom Geschäft zurück und übergebe dir alles, »rein ganzes Vermögen. . . wie, was sagst du?" Mordechai traute seinen Ohren nicht/ Er konnte nicht -egreifen, daß Schamai, den man aus eine Million Gulden schätzte und in dessen .Haus keine Waschschüssel da ivar, um sich dvriu zu waschen, sondern eine Mulde bei der Tür ausgegraben wurde, in die das Nägelwasser gegossen wurde, daß der Mann imstande sei, sein ganzes Vermögen wegzngeben, um" sich Vornehmheit zu kaufen. Das rührte ihn so, daß er ganz verlegen wurde. Er brachte es nicht über sich, die Wahrheit zu sagen, daß er jetzt nicht daran denke, zu heiraten, sondern beabsichtige sortzufahren; er sah einen ganz anderen Schamai vor sich, den, er keinen Kummer bereiten wollte. Seine Zunge setzte sich ohne seinen Willen in Bewegung und er stotterte hervor: „.Habt keine Sorge, Simon, cs wird schon alles gut werven!" Beide gingen mehr als eine Minute schweigend nebeneinander her. Der Schnee knarrte. Plötzlich erinnerte sich Schaft: „Ich habe ganz vergessen! Was sagst Ütt zu der Liste von Namen, die beim Rabbi im Beth-Ha>mi>drasch hängt?" ,Mas nleint Ihr?" ,Man erzählt," Schaft hob die Achseln, daß der Kops kaum herausscha-ute, „heute nachts ivären bei Daniel Dinge geschehen, die man gar nicht über die Lippen bringen kann! Und das unter einem Dach mit Rabbi Mendele! Wer hätte das vorausfehen können? So ein Aas, so ein ..." ,Mne Liste, sagt Ihr, hängt im ÄthHarMrafch?" „Am Morgen hat sie dort gehairgen, dann hat Reb Dowidl sie abveitzen lasten. Glaubst du, es sei eine Ehre für Reb Dowidl? Uebevall spricht -man davon, der Hof würde Daniel zwingen, sich von Duszka scheiden zu lassen. Hat man sie aber verprügelt! Jeder von ihnen hat einen Denkzettel bekommen; Nachman wurde so geschlagen, daß er zu Bette liegt! Am Hof herrscht sehr gedrückte Stimmung! Ja, hör' zu, Movdechai -- wie komyxt es, Mordechai, daß dein Name dort zu finden ist," Schamai wurde neugierig, „ich habe ihn s-äl'bst gelesen ..." ,>Mein Name?" „Ja, ich habe mich gewundert. Natürlich, wie kommt das, d'aß du . . . ich ureine, wie schickt sich das .. . Reb Jtsche hat großen Kummer darüber! Du weißt ja, er redet n i cht . . . " Movdechai antwortete nicht, er hörte nicht einmal, was Schamai sprach. Er fühlte, daß ihm Koz'k mit einem Male zu eng wurde; beiin Ohenn konnte er es nicht aushalten, cs trieb ibn aus den Zinuuern: tW Reb Dowidl taürbe mau - 30. August E SM 9 Born jüdischen Gpovtverlmnd. Wir machen die Vereine nochmals anfnteMam, daß An« suchen um SPiolbÄvMMM auf dem Hatoah-Platz n«r an den jüdischen SportveÄbcmd. 1. Beq., Wiesingerstrahe iö. l* richten sind. Es ist daher zwecklos, sich m dichr AngÄogerchoit an die Hakoa-H au tvenden. .Der Beginn der jüdischen Sportvvrba-ndSm eiste rschaft wurde »vegen teckMscher SchwieiWeiten auf Mitt« September verlschobe-n. Ab 1. Süptember ist das Sch^tavvat des Mische« Spovtverbandes an allen Wochentagen, außer Samstag, von 6 bis 7 -Uhr geöffnet. Herr Preßler, der tvvhlbekannte erstklassige Schiedsrichter. ineldote feinen Austritt 'bereits im Juni l. I. an, erhielt aber trotz wiederholter Urgenqen seine Gebühren -noch nicht. Der Vorstand will versuchen, Herrn Preßler dem Kollegium zu erhalten. In der Borstandssitzuna des GchiedSrichterkollegiumS wurde fast einmütig festgestellt, daß die A-Gvuppe in ihrer jetzigen Zufawmenstelluru, umrEglich sei und bei der Oeffent« lichkoit und 'dem Präsidium des Wiener Verbandes allem Kredit verloren habe. Walls diese Gruppe nicht aus eigener Kraft ihre Reorganisation durchführen kann, wird sogar eine völlige Ne-ncnWellung in Evwägrmg gezogen. Herr Msider, der Vertreter des 'ungarischen Verbandes, entschied sich aus finanziellen Gründen für Herrn Seonzann zur Leitung -des Länderspieles gegen Finnland, woraus sich di«' .Haltlosigkeit 'der verschiedenen, anläßlich dieser Nominierung kolportierten Gerüchte, -ergibt. In Konstantinopel findet denrnächst der erste Länderwettkampf Türkei gegen Rumänien statt. Das Läwdennatch England gegen Schweden wurde von Herrn Meißl geleitet, toemrit ein großer Schritt zur Aufnahme der sportlichen Beziehungen zu England getan ist. Die „C"-Gr«ppe Hat 22 Millionen -cm rückständigen Gebühren zu fordern. » Die besten sechs Mitglieder jeder Gruppe sollen namhasr genra-cht und von den bewährtesten Schiedsrichtern speziell a«Lgbbildet Werden. Die Schiedsrichterlisten würden vor der Beröffentsichung in Hinkunft vonr Vorstand des Kollegiums revidiert iver-dcn. Ringelspiel. Bis zur nächsten Aondern-ng spielt N i ch o ls o n wieder in der dritten und Sportfreunde in der zweiten Klasse. Die Meisterschaft in der zweiten Klasse beginnt nun doch schon in der kommenden Wock)e Die Admira trägt am 28. September in Preßburg dar Revanchespiel gegerr den 1. C. S. K. Bratislava aus. Kada, der hervorragende Mittelläufer der Sparta, tvurde während seines Erholungsurlaubes in Dalmatien von einem giftigen Insekt derart bös gebissen, daß er eine Blutvergiftung erlitten hat. Er mußte operiert werden und steht schon außer Gefahr, wird jedoch längere Zeit nicht spielen können. Hirzer von Törekves war bereits am vergangenen Sonntag für Makkabi (Brünn) im Spiel gegen Sparta tätig. Hirzer ist kein Jude! Lohrmanns Nachfolger bei Spielvereinigung Fürth namens Wolf hat sich am Sonntag im Spiel gegen den Hamburger Sportverein, das ersterer 3:1 gewann, sehr gut eingcsührt. . ' Auf der Hohen Warte findet am 8. und 9. September ein Rnndspiel statt, an dem sich Slavia (Prag). Sturm (Graz), Slovan und Hakoah beteiligen. Der Bowerkanf wurde an folgenden Stellen eröffnet: Slovan, Hotel Post. 1. Bez., Fleischmarkt: Hakoah, Atlashof, 1. Bez.. Aspernplatz; Stadion, 2. Bez., Franzensbrückenstraße 24; Häusler, 2. Bez., Taborstraße 88; Vienna. Hotel Union, 9. Bez., Nußdorferstraße. Vierte Klasse Südost. Morgen Freitag, 6 Uhr abends, im Verbandsheim, 2. Bez., Obere Donaustraße'1.11, Auslosung für die kommende Saison. Folgende Vereine wevden höflichst ersucht, ihren Vertreter zu entsenden: Hasmonea, VeritaS, Athen, Afpangbahn, Praterspor-tklub. Neutral, Hazair, Vorwärts 3, Hcchawer, Republik, Elektra und Donaustädter Betvcgung. \ Hasmonea absolviert kommendes Sonntag von 9 bis halb 11 Uhr auf dern Wiener Sporffreundeplatz gegen Hagibor zwei Wettspiele. ihm heute oder morgen die Türen verschließen ... er gedachte des „Maggid", der ihn in di« große Welk geschickt und gesagt hatte, Kozk sei kein Ort fite ihn, und wandte sich an Schamai: „Höbt, Schamai, ich tvünsche, daß Ihr mir fünftausend Gulden borgt, aber mit der Bedingung, daß der Vater davon nichts erfährt." ,/Wozu brauchst du soviel Geld?" „Ich brauche cs." „Wann -wirst du voMhrig? In einem Jahr." „In ginct Jahren." „Gut, so komm' zu mir in 'den Gasthof hinüber." - „Wann?" „Wann es dir am beqttomsten ist. tJch werde hier sicher noch zivei Wochetl bleiben." „So sehen wir uns, sagen wir . . . -was ist heute für ein Tag? —Mittwoch?" Movdechai merkte, daß ihm cvuf der anderen Seite der Straße jenrand mit der Hand winkte; er erkannte Kahane und verabschiedete sich von Schamai. „So sehen ivir uns nächste Woche." „Gut." Movdechai ging zu Kahane hinüber und drückte ihm die Hand: ,^Jch dachte, Sie ivä-ren in Warschau?" ,/Heute früh An ich znrückgekommen." Kahane hielt Movdechais Hand fest. „H,ören Sie, fahren Sie mit mir zu den Franziskanern." ^Ins Kloster?" „Man wird Sie dort nicht taufen!" Kahane lächelte. „Fahren Sie mit- Komaroivski erwartet mich bei RosenS Weinschank mit einem Schlitten." ,/So wie ich gehe und.stehe?" Mordechai ivies aus seinen Kaftan unter dem Pelz. „Was tut das?" Kahane zuckte die Achseln und lächelte. „Aber, ivenn Sie wollen, tauschen ivir. Nehmen Sie nreinen Rock und geben Sie mir Ihren Kaftan. Nun kommen Sie!" Er ließ Mordechais Hand los -und ging mit schnellem , Schritt voraus, -daß Mordechai ihm mit Mühe folgen konnte. ' (ftorticknna folg;.;

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