Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1599 (26.7.1923)
- Date
- 1923-07-26
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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W-VT(i *' ‘ v; ,f '»*'J*1 :!>' ■' inI' i^y, . V.fVA’j(; >]TV4-i Mr, IMS Wien, Donnerstag Wiener MorgenzeiLung. 26. Juli 1923 Gerte y mochten sich auch heute wieder Nordbahn-Aktien zu bessern. Der steigenden Tendenz folgten' auch Kupferwerte, Poldi-, Aussig Chemische, und Alpine Aktien. In Bank-Aktien, war daS. Geseift bei zum Großteil erholten Kursen ruhiger. Wiener Bankwerte lagen ungleichmäßig, schlossen sedoch abgeschwacht. Anlagewerte bekundeten wieder eine feste, Haltung, Wo abermals StäatSpapiere an der Spitze standen. Die Schluß« tendenz war mit Ausnahme von Anlagewerten abgeschwächt. Schlußkurse: Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken —. Böhm. UnionLank 440.—, Böhm. Eskomptebank 485.—, Böhm. Jndustrialbank 473.-, ZivnostenSka Banka 437.60 Analvbank 186.—, Oesterr. Kredit ISO.—, Wiener UnionLank 235.—, Wiener Bankverein 128.—, Buschtiehrader Eisenbahn SU. A 665.—, Sit. B 215.—, Ferdinands-Nordbahn 8450,—, Prag-Duxer 193.—, Aussig-Teplitzer Eisenbahn , Nestomttzer Zuckerindustrie I486.—, Vereinigte Elektrizität Wien 184.—, Brosche 1865.—, Koliner Spiritus 1105.-, Königshofer Zement 1010.—, Breitseld-Danek 489.—, Ringhoffer 740.—, Stmmerinaer 160,—, Rothkosteletzer Textil 853.—, Alpine Montan 505.—, Poldihütte 600.—, Prager Eisen 1090.-, Oesterr. Berg «. Hütten 2640.-, Skoda 572.-. Jnwald 594.-. Ae Devisenkurse. Prag» 26. Juli. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankamte des tschecho-slowakifchen Finanzministeriums.) — Berlin 0.62V, (0.80), Zürich 600.25 (696.25), Paris 197.80 (201.12), London 153.75 (153.25), New-Iork 83.40 (38.30), Belgrad 35.37(35.37), Bukarest (--), Wien 4.49»/, (4.46»/,). Warschau 1.15 (1.80), Agram —(—.—), Budapest 13.— (14.—), Jugoslawische 95.25 (96.60), Oesterreichische gestemvette Krone 4.60 (4.47'/,), Polnische 1.76 (1.85), Ungarische 9.- (-.-). Dutzavest» 26. Juli. (Kurse der Devisenzentrale.) — Amsterdam 4895 bis 4596, Bukarest 57.60 bi» 64.60, Kopenhagen 1958 biS 2065, Christiania 1810 bis 1910, London 51.940 bis 58.440, Berlin 0.0300 bis 0.0440, Italien 488.—bis 622.-. Paris 660.— biS 694.-, Präg 393.- biS 893.-, Stockholm 2985 bis 3165, Zürich 2000 biS 2100, Wien 0.1650 bis 0.1720, Sofia 110.- 618117.-, Belgrad 120.- bis 127.-, New-Aork 11.190 dis 11.690, Warschau 0.0740 biS 0.Ö880, Brüffel 642.- bis 678.-. Agram, 25. Juli. (Devisen.) Wien 0.1380 biS Berlin 0.0165 bis Budapest 0.64 bis Bukarest —bis —, Italien 414.76 bis —, London 436.25 Li8 New-Aork 9450.- bis . Paris 660.- bis- Prag 283.50 bis Sofia bis Schweiz 1702.50 bis Brüffel -.- bis Warschau 0.066 bis Amsterdam 8680.— bis —, Stockholm —.—. Belgrad» 25. Juli. (Devisenkurse.) London 435 — bis —, Parö 562.— bis —.—, New-Dork 9425.— bis Genf 1690.- bis Saloniki -.- bis Mailand 412.- bis Prag 288.- bis Berlin 0.019 bür , Wien 0.1888 bis -.-, Bukarest48.60bis-.-, Sofia 88.- bis-.-, Budapest bis Brüffel 460.- bis —, Amsterdam 3715.— bis —, Warschaubis —.—. Warschau» 25. Juli. (Devisen.) Berlin 0.24, London 819.000, New-Aork 185.000.-, Prag Wien 1.80. Amsterdam» 25. Juli. (Devisenkurse.) London 11,70 bis Geld, Berlin 0.0005 bis Geld, Paris 14.95 bis 16.-, Schweiz 46.70 bis Geld, Wien 0.0035»/. bis O.0O86»/i, Kopenhagen 44.45 bis 44.65, Stockholm 68.— bis 68.26, Christiania 41.35 bis Geld, New-Aork 254.62 Li» 264.87, Brüssel 12.30 bis Geld. Madrid 36.20 ViS 36.40, Italien 11.07»/. bis 11.17'/», Budapest 0.02»/« bis Geld, HelsnrgforS 7.02 bis 7.10, Prag 7.62 bis Geld. Nem-Aork» 24. Juli. (Devisen.) London 469»»/l„ Pari» 590.—,' Berttn 0.02»/., Mailand 437.-, Zürich 1791.-, Kopenhagen 1758,Stockholm2675.-, Christiania 1683,Amsterdam 3925.-, Prag 298.50, Wien 0.14*/«, Budapest 0.75, Bukarest 52.50, Warschau 0.06%, Madrid 1427.50, HelsingforS 277.-, Brüffel 187.—, Kanada 2V», unter pari, Brasilien 9675, Argentinien 8881, Belgrad 107.-. Copyright 1988 bfR^LOwlt-Verlag, Wien-Leipzig. Nachdruck verboten. (47. Fortsetzung.) Sn Polens Mildern. Roman von I. Opatoschu. Nutorisievte Uebertragung aus dem Jüdischen Von Siegfried Schmitz. In Gedanken rannte u durch das Beth Hamidrasch, warf Pulte um, spvang über Bänke, stürmte vorwärts wie eine rohe Kraft, stieß alles fort, was ihm im Wege stand. Die Menge wich Zurück und machte ihm Platz; sie meinte, er sei in den Dienst des Herrn versunLen; in Wirklichkeit aber wühlte in ihn damals der Neid gegen den Rabbi Reb Binom. Im tiefsten Innern!mt er schon damals noch in jMgen Jahren, überzeugt, er fei gelehrter als der.Rabbi und fasse alles viel tiefer auf; zugleich aber fühlte er stets, daß ihm etwas fehlte: um Rabbi zu werden, genügt es nicht, ein Gelehrter zu sein, mau muß auch einen Wunschbvref lesen können; aber wenn er einen WuNschbr'vef zur Hand na-hm, so sah er nichts darin! Dos tat ihm sehr weh; er war überzeugt, zu ihm würde niemand fahren, er würde nie die Stufe eines Rabbi Binem erreichen. Wenn er allein mit sich war, da fühlte er rin großes Wort in sich, das eure Revolution in der Welt Hervorrufen würde, fühlte, er würde den Baal-Schem überragen. Nur ein „Instrument" mußte er noch für das Wort suchen; er war sicher, heute oder morgen das Instrument" zu finden; dann würde frin Ruf durch die ganze Welt gehen. Wenn er ober unter Chafsidim kam, die ihm auf den Mund schauten Md von ihm ein neues Wort hören wollten, da blich er stumm und' konnte den Mund nicht-öffnen. Sprach er schön einmal über' einen Thoraabschnitt, so war seine ganze Rede Scyarssinn und Geist, keine Kleinigkeit entging ihm, aber die Haiupsache, das, was man nicht äusdrücken kann, das. Streichen Mer den Bart, das Heben der Augen, die Helligkeit einer weiten Stirn, das, was die Menge so sehr packte — das fehlte. Nahm Reb Binem densMen Thoraabschnitt durch, so sprach er nicht so viel darüber, höchstenszwei oder drei kurze Sätze mit einer Parabel; aber der Abschnitt heikam ein anderes Gesicht, erhielt Leben, lebte! Die Ch-affidvm schöpften Erquickung ans' dieser Thoradeutung, überlieferten sie ihren Kindern und des Rabbi Name wuchs von Geschlecht zu Geschlecht. Rabbi Mendele hatte damals unendlichen Kummer. Cr -hörte auf zu lernen, aß und trank nicht, zog sich in die Einsamkeit zurück, sagte dort Thoradeutungeu „für sich" — ober nichts half. Höchstens einige junge Leute mit guten Kopsen hielten etivas von ihm. Wahrscheinlich wäre er nie Aus dem Verbände. Dt: gestern abgehaltene außerordentliche Vorstandssitzung hatte sich hauptsächlich mit den von uns 'bereits gestern veröffentlichten Bedingungen, unter denen der Verbandspräsident Deutsch fein Amt wieder antritt, zu befassen. Der eben erst' für den Schutzverband in den Vorstand kooptierte Dr. Gero trat' für' die AnfWsung sowohl des Ba8 als auch des Schutzverbandes ein. Ueber Antrag des Herrn Meisl wurde eine Resolution gesoßt, in welcher die Vorschläge des Herrn Deutsch für diskutabel erklärt wurden. Di-e Gruppen werden zwecks Bereinigung der bestehenden Differenzen zusammentreten. Herr Deutsch wird unter diesen Umständen sicher keine Bedenken tragen, dem Ansuchen, seinen Platz als Präsident wieder einzunehmen, zu entsprechen. Dre Wettspielreise de« Hakoah. (Bon einem Reiseteilnehmer.) I.. Noch Ueberwindung der größten Schwierigkeiten. konnten wir schließßlich doch programmgemäß abreisen wofür Sekretär Lazarus das Haupwevdrensi in Anspruch nehmen darf. Den Waggon, den wir in Men bestiegen, behielten wir bis Czernowitz, was. sicherlich eine große Annehmlichkeit war. Wir-verstanden es, uns häuslich einzuvichten, so daß die lange Reise recht angenehm verlief, um so mehr, als gutes Reisewetter herrschte. Da die Nacht sehr kühl war, konnten wir schlafen. Die große Reiseierfahrung kam un8 zugute, denn jeder fand seine Schlafstelle, zum Teile im Gepäcksnetz, zum Teile aus dem Boom und nur die Bevorzugten auf den Bänken. Die Grenzkontrollen waren im allgemeinen vecht angenehm, so daß die Stimmung nichts zu wünschen übrig ließ. An der rumänischen Grenze erwarteten uns bereits einrgr Czoonowitzer Freunde, Äenso waren uns der Polizeichef und Herr Holtmann Gallin, die uns schon im Vorfahre überall behilflich waren, in liebenswürdiger Weist entgegengekomrnen. So konnten tyrv ohne Einreisebewilligung rumänischen Boden betreten. In Czernowitz erwartete uns irm Bahnhöfe eins riesige Menschenmenge, die in bremsende Hochrufe ausbrach, als unsere ReistgesAlschaft sichtbar wurde. Nachdem hetAiche Begrüßungsansprachen gewechselt worden waren, traten wir in zehn Fiakern die Fahrt ins Hotel Bristol an, wo wir glänzend untergebvacht' wurden. Bald begab sich alles zur Ruhe. Am folgenden Tag fand das erste Wettspiel statt, in welchem uns der rumänische Verein Dragos Voda als. Gegner .gegenüberstand. Cs hieß von den Rumänen, daß sie ihre Mannschaft durch.einige Spieler aus Siebenbürgen verstärkt hätten, ivas für uns ein Ansporn war, uns anzustrengen. Ein boshafter Spieler meinte, daß wir überlegen siegen würden, nachdem wir injfolge der Abwesenheit Katz' verstärkt anträten. Katz wird ihm um 'des schlechten Scherzes willen nicht böse sein, Um halb 6 Uhr fuhren wir bei schönem, aber zu heißem Wetter auf den Sportplatz des Makkabi, wo das Wettspiel stattfand. Die Anlage ist weiter ausgebaut worden und macht den 'denkbar besten Eindruck. Wir traten in folgender Äufftellung an: Duldim Scheuer, Weiß; Kerr, Gutmann, Herlinger; Hunter, Heß. Grünwald, Häusler, Sludzki. Als Schiedsrichter fungierte auf Wunsch der Rabbi geworden, hätte wicht -Rabbi Binem, der damals schon bucklig und blind' vor Alter war, einige Jahre vor seinem Heimgang bei Tisch gesagt, Mendele «habe ihn schon übortroffen und sitze ans fernem Buckel. Diese wrnigen Worte genügten, damit' die meisten Chafsidim, die von ihm nichts hielten, ihm ein Haus in KoA erbauten; und noch bei Lebzeiten des Rabbi Binem hatte Rabbi Mendele mchr -Zulauf als sein eigener Rabbi. Mer er staud kühl zur Menge; denn er fühlte, bei der ersten Gelegenheit wären sie imstande, ihn genau so zu vcr- 'lassen wie Rabbi Binem. Daher trieb er die Chafsidim von sich und sagte, es genüge, die Menge mit Spielzeug anzulocken wie ein Kind, damit sie Vater und Mutter derlasse und zu Fremden gehe. Je größer die Menge wurde, desto mehr -stieg Rabbi Mendeles Trübsinn, desto mchr umgab er sich' mit jungen Leuten, mit den besten Köpfen, die eine eiserne Mauer zwischen ihm und der-großen Menge bilden sollten. Er begann die Einsamkeit zu lieben, ließ wenige Leute vor sich und führte stets heftige Klage gegen Gott: Gott, da des Müschen Herzenstüachten böse ist von Geburt an, und da die Sendung, die du ihm gegeben hast, auf uns Rabbrnen übergegangen ist, warum soll der Mensch da nicht sündigen, wenn er auf Schritt und Tritt nur die eine Frage stellt — was ist oben, was ist unten? Ms Rabbi Mendele jetzt durchs Fenster schaute, und' sah, wie der bloßfüßige Israel in Gedanken versunken umhervawnte, wie die Mr>nge ihm Platz machte und ehrfürchtig nachsah, da fiel ihm ein: Gott weiß, vielleicht durchlebt dieser Israel dieselben Qualen wie ich einst, will eine Anhäügerschar, eine große Anhängerschaft um sich haben, , wie ich es in meiner Jugend wollte, glaubt vielleicht, er hätte auch etwas zu sagen-und Reb Jtsche? — fuhr es dem Rabbi durch den Sinn. Er war überzeugt, Reb Jtfche bedürfe nicht mehr seiner Empfehlung. Er ist ja schon Rabbi, vielleicht werden heute oder morgen alle diese Chassidim nicht mehr da fein. Rabbi Mendele wird in den leeren Hof hinausschalten und irgendwo in einem Städtchen der Nachbarschaft wird Reb Jtsche' seinen Sitz h-iben und dense'lben Ochsen die Thora deuten! Und, wie er sie deuten wird! Er wird auch ein Wundertäter sein! Soeben hat er doch einen Dhbük ausgetrieben! Sein Bärtchen wächst schon so, daß die Hand so recht darüber streichen kann, und seine Augen blicken reine Demut —'-Rabbi Mendele erbebte; cs war ihm, als nähme man ihm gswaltfam etwas weg. Ein Trost blieb ihm: die jungen Leute, die guten Köpfe, würden bei ihm bleiben. Bald wird er unter sie treten, er l)at fiir sie eine „Ueberraschung", die er schon Czevnowitzer Jszo Gansl, der sein Amt zur vollsten Zufriedenheit beider Parteien versah. Anfangs spielten die NuVanen mit großem Elan, so daß sie die ersten 10 Mnuteu das Mel offen gestalten konnten. Dann fand sich unsere Mannschaift zusammen und es klappte famos. Technische Kunststücke des glänzend disponierten Jnnentrios (Häusler als linker Verbinder!) lösen Beifallsstürme aus. Hunter, der in glänzender Form ist, wird forciert. Trotz großem Schußvech geht es mit 7:0 in die Pause. In dev zweiten Spielhalste geht es womöglich noch besser. Mit 13:0 geschlagen, verlassen die Gegner das Spielfeld. Uns jubelten die enthüstasmnerten Zuschauer zu. Die Torschützen waren Grünwald (5), Hetz (3), Häusler (2), Sludzki (2) und Hunter (1). Dem letzten Delle des Spieles hatten auch Holpern und Frau beigeüoohnt. die um 24 Stunden spätov abgereist waren. Am Sonntag spielen wir gegen MakkM, dessen Mannschaft bedeutend besser sein soll, als jem von Dragos Voda. Wir sehen aber auch diesem Kampfe .vollkormney ruhig entgegen. MakkM (Protznitz) «egen Sparta (Pwtznitz) 4:1 (2:1% Dieses Wettspiel fand am 1'4. d. auf dem S^vtwMcch statt. Sparta, die sich momentan in bester Verfassumg beifmdet, wollte nach ihrem letzten Sieg, 2.Ü Wer die jüdische Mrmschast, das Primat von Proßnitz, wie sie sich -ausdriückte. dchinÄiv bestätigsn. MaWM hingegen war entschlossen, für die letzte Niederlage Reivanche zu. nehmen. Leider muhte die jüdisch« Mannschäst mÄ drei Ersatzloutsn -anireten. Dom Schiedsrichter Koist stellte sich MMM in der Ausstellung: BvM>er; B«dy» Sboroiwitz; Breuer 1. Fischer^Lustig, Krsnsz; Schlesinger, Mcher, Breuer 2, Köives Bauer. Vom Anstoß gcht Sparta vor, kann jedoch über die überaus starke HalifteHe des MmkM nicht. hma-uskomünM. Broner und Kodes arbsdben sich Wiederholt wunderschön durch, vergeben jedoch durch UeberkomVmakion. Erst in 'der 22. Mmnte Wevn'rmmt Platzer ebne herrliche Flanke SchWn'gers und sendet an . dem hevauseilenden Cormmm vorbei volley ein. Bald daraus erringt MaKabi <m8 einem Ko-rner das Weite Tor durch Breuer, dem Sparta de» EhrsntveGer üus einem Elfmeter wegen eines Fouls er^tgegenstellen koiwnt>r. In der Weiten HäUe übernahm H. Marek aus Olmütz an Stelle des H. Krist, der von einem Unwohlsein befallvn vWÄe, die Leitung. Was sich mmnvchr Sparta herauö- Nlldm. war nicht mchr Fußball. Twtzdem erOÄt Breuer 2 durch «ins prächtige Täuschung dos dritte Tor, dem Watzer in der tzj9. Mrmte rach einem Fvvistoß BrodyS das vierte cmfchVetzt. Sparta haut mm alles nieder. Jeden Moment tvülzt sich HW MWatbi-IBpieler am Boden, und ÄS die rechte Berbmdung Iden Schiedsrichter beleidigt, schließt er zur CÄvsiing der Zuschauer zchn Minuten vor Schluß das Spiel. AtMM S': in allen RÄhen, vor allem die drei Iunenspieler, ein iches > Spiel. Mit dieser Mannschaft wÄ> McMabi im-. e sim, allen mähvischen Mamrschasten einen sehr gsftrrchteten Goguer Mu,geben. — Am Donnerstag spdÄde eine kombinierte Mannschaft gegen die Studenten-Els aus Prerau und siegte 2Ä. — Am Sonr-dag den 15. d. fpieLe ein Team komb. aus fünf Spickern des S. C. Prostsjov und sechs Maktabi- Ksnten, Mpn Mt O. S. C. iu Ostüau und siegle 3:1. Hakadur 2—Vereinsüank 3 2:1. Die HMdw-Munnschaft spielte in folgender Aufstellung: I. Kleiner; Schat>tr.er, Mtnmnn: &t Kleiner, Löweusohn, Heller 1; Hckler 3, Heller 2, Mw, Lewin> Gerstl. Gutes Spiel der technisch guten Hakadur- Reserve, deren beste Leute Schattner und Löwensohn waren. jahvelnng bei sich trügt ... Sie werden nicht mit Jtsche gehen . . . Oder — der Rabbi lächelte — sollte man nicht einen ordentlichen Spaß machen, mb dem Herrn der Welt zeigen, man sei schlauer als er? Wenn ich jetzt wM, nehme ich den bloßsüßigen Israel, diesen Jgnovanten, und mache ihn znm Rabbi; und alle die Atlaskaftane werden sich' vor ihm bücken, und meinen, es sei vom Himmel so bestimmt! ... Der Rabbi wandte sich um; er ftrhr zusammren, als hätte er nicht erwartet, daß hinter ihm Lmte standen; sofort aber wurde er ruhig und sagte zu Reb Jtsche: ,^Komm mit mir hinaus! . .. Wie glaubst du, werden sie mich anhöven?" Reb Jtfche fragte niemanden um die Erlaubnis, ob er, dtzn Rabbi hrnausführen dürfe. Er faßte ihn unterm Arm, öffnete die Tür und verließ mit dem Rabbi zusammen -das Zimmer. Mordechai ging ihnen nach. Als der Rabbi auf den Hof trat, streckte sich ihm sofort eine Kette von Händen entgegen. Er erkannte viele ehemals junge Leute wieder, -denen er den Weg gewiesm hatte; er sah, wie die Schar rückwärts immer größer wurde, anwuchs, aus allen Ecken her sich vergrößerte. Sir standen auf den Fußspitzen, die Köpfe gehoben, einer hob sich über die Schultern des andern, um den Rabbi zu sehen. Rabbi Mendele tvar -von Rührung erfaßt und ' vergaß, wozu er ihevausgekommen war. Der Rabbi, welcher an Reb Jtsche gelehnt dast' nd, richtete sich plötzlich auf und fühlte sich Verjüngt. Sein Geist wurde durchsichtig. Alle schweren Gedanken, die sich im Verlauf von dreizehn Jahren darin augesanimelt und wie Rost eingesveffen hatten, waren verschwunden. Er begann alles klar und deutlich zu sehen. Rabbi Mendcke senkte die Brauen und mit vevschlosse.nen Augen sah er meilenweit; mit dem bloßen Gedanken war er wie ein Zauberer imstande Menschen, Häuser, Bäume zu versetzen; er fühlte die Erde unter seinen Füßen schwinden und es war ihm, als stiege er Wer, immer höher.- Schon schwebte er über den Köpfen der Menge und je höher er sich erhob, je mehr er sich in sich vertiefte, desto mächtiger wuchs die Menge an. Sie küßte den Staub feiner Füße , und wusch ihn mit Tränen w-eg, aber sie hmrgte sich wie eine schwere verrostete Kette an seine Füße und ließ ihn nicht los. Und jedesmal, wenn die Höhe die Augen schwindeln machte, da erschrak die Menge und zog den Rabbi mit dem „Naaße wenischma" vom Sinai auf die Erde zurück. lFortsttmug folgt.) WSW«