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Wiener Morgenzeitung · 1923-07-20 · Heft 1593 (20.7.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1593 (20.7.1923)
Date
1923-07-20
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 1693 Wen, Freitag Strmmunfl trug auch das erhöhte Wochengeld von 7 Prozent, bei. Verelnzelt-kamen sogar KurSbessprungenvor. Sv namentlich auf' dein Montanmarkte Beoseiner-Aktien, auf dem Markte der diversen Werte Glühlanrpen und einige Arbitraqepapiere, von denen wieder Oefterreichische Kredit-, Staats-! bahn- und Rima-Aktien hervorzrchohen sind. Die Schluß'tendenz war behauptet. Schlußkür se! Ung. Kredit 271.000.—, Oesterr. Kredit 135.800.---, BrMsch-ttng. Bank 40.500.-^,Salgo Kohlen 318.500.-, Rimamuranyer 86,000.—, Südbahn 69.500.—, Staatsbahn —-Gran-SzaSzvarer 263.000.—, Obenmga-ische Berg 830.000.—, Drasche-Ziegel 120.000.—, Ungarische Allg. Kohlen 1.035.000.-, Urikam, Kohlen 850.000, Adria 360.000.-, Elotilde chem. Fabrik 71.000-, Ung. Eisenbahnverkehr 12.500—, AngloLank —.—, Verein. Holz 27.000, KoLurg 85.000.—, Spodium 138.000. Ae Levisenkurse. Berlin, 19. Juli. (Devisenkurse.) — Anlsterdam 85.396.- (86.386.-), Belgien 10.573.50 (10.573.60), (Kristiania 35.611.— (35.611.-), Kopenhagen 38.304.- (38.304.-), Stockholm 57.856.— (57.866.-), Italienische 9936.50 (9336.50), London 997.600.- (997.500.-), New-York 217.455.- (217.455.-), Paris 12.768.- (12.768.—), Schweiz 37.905.- (37.90'x-'.,^'""i-n 31.122.— (13.122.-), Wien 811.22 (311.22), Prag 6603.50 (6503.50), Budapest 24.93 (24.93), Sofia 1995.- (1995.-), Belgrad 2354.- (2954.-). Berlin» 19. Juli. (Notenkurse.) — Noten Dollar 217,455.- (217.455.-), Pfund 997.500.- (997.500.-), Stellenische 6336.50 (9336.50), Polnische (170.-), Tschechoslowakische 6603.60 (6603.50), Oesterr. gestempelte 311.20 (311.20). Prag» 19. Juli. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankamte des tschecho-klowakifchen Finanzministeriums.) — Berlin 1.05 (1.29), Zürich 581.25 (580.75), Parts 196.25 (194.75), London 152.75 (152.75), New-York 33.227,(33.22'/,), Belgrad 35.87 (35.75), Bukarest (-.-), Wien 4.44 (4.44), Warschau 2.45 (2.40), Agram (—-.—), Budapest 33.75 (34.—), Jugoslawische 36.50 (86.75), Oesterreichische gestempelte Krone 4.51*/» (4.53'*/,), Polnische 2.45 (2.40), Ungarische 23 — (21.—). Budapest» 19. Juli, (lkurse der Devisenzentrale.) — Amsterdam 3626 bis 3645, Bukarest 46.— bis 60.—, Kopenhagen 1570 bis 1630, Christiänia 1465 bis 1616, London 41.275 bis 42.475, Berlin 0.0400 bis 0.0480, Italien 389.-bis 40.9-, Paris 528.- bis 648.-, Prag 269.- bis 281.-, Stockholm 2386 bis 2486, Zürich 1570 bis 1630, Wien 0.1270 bis 0.1370, Sofia 82.- bts 86.-, Belgrad 96.- bis 100.-, New-York 8990 HS 9290, Warschau 0.0710 bis 0.0790, Brüssel^.- bis 456.-. Agram, 19. Juli. (Devisen.) Wien 0.1320 bis , Berlin 0.032 bis Budapest 0.96 bis Bukarest bis —.—, Italien 406.— bis —. London 434.50 bis New-York 9400.- bis Paris 652.60 bis Prag 283.50 bis Sofia -.- bis Schweiz 1647.50 bis Brüssel -.— bis Warschau 0.077 bis Amsterdam 3690.— bis —, Stockholm —. Belgrad» 19. IM. (Devisenkurse.) London 436.— bis Paris 553.- bis New-York 9450.- bis Genf 1647.50 bis -.-, Saloniki bis Mailand 406.50 bisPrag 284.60, bis -.-, Berlin 0.031 bis Wien 0.1823 bis Bukarest 47.75 bis Sofia . bis —, Budapest 0.90 bis —, Brüssel 450.— bis-.—, Amsterdam3760.— bisWarschau —.— bis—.—. Warschau^ 10. Juli. (Devisen.) Berlin 0.44; London 691.900, New-York 127.000.-, Prag 3640.-, Wien 1.73. .. New-York» 18. Juli. (Devisen.) London 459'/,«', Paris 588.—, Berlin 0.03*/,, Mailand 433.—, Zsirich 1745.—, Kopenhagen 1747, Stockholm 2663.—.Ehristtania 1618,Amsterdam 3922.-, Prag 2997«, Wien 0.14'/,, Budapest 1'/», Bukarest 52.25, Warschau 0.07*/4, Madrid 1427.-, HelsmgforL 278.-, Brüssel 485.—, Kanada 2"/,, unter pari, Brasilien 9700, Argentinien 8342, Belgrad 105.75. Wiette« MöpseltLeituns. " ' :20. Iutt 1993 r GckmW mamnim iii Die zionistische Arbeit in den jüdischen Sport- und Turnvereinen. Schon, seit langer Zeit wind sowohl in >der „Wiener Morgenzeitung" als vor allem in weiten Kreisen der zionlstlschen Oeffentlichkeit darüber debattiert, wie die jüdische Sportbewegung dem Zionismus am besten z-ugeführt werden könnte. Selbstverständlich wird diese Debatte von jenen Leuten gerade am leBenschafitichsten geführt, die von >der südlichen Sport- und Turnbewegung nicht die geringste Ahnung haben. Die letzten Tage vor dem 13. Zionistischen. Kongreß lassen die Gemüter ganz besonders temperamentvoll tverden. # ' Als Delegierter der jüdischen Sport- und Turnvereine Oesterreichs im ZionPischen Landeskomitee — allso gewissermaßen als Verantwortlicher dieser Gruppe der -Zionistischen Organisation Oesterreichs gegenüber — möchte ich mir gestatten, meine Ansicht über die zionistische Arbeit >der jüdischen Sport- und Turnvereine darzulegen: , Di« vorhin erwähnten besonders Tompcvcmrenwollen behaupten, daß die jüdische Sportbewegung für den Zionis'.m-us rrichts leiste. Diez ist eine vollkommene Verkennung der Tatsachen. Vor allem must bei jedem einzelnen'das jüdische Bewußtsein geweckt werden. Gerade darin hat der Jüdische Sportverband ganz-hervorragende Arbeit geleistet. Es ist ein nicht hoch genug einzuschätzender Fortschritt sür den jüdischnationalen Gedanken, wenn heute Hereits' tausende junger Sportler und Turner mit dem Ziousstern und der bla uweißen Dreß in aller Oeffentlichkeit sich stolz als jüdische Sportler deklarieren! Diesem äußeren folgte auch das i n ne re Beke n n t n i s und dann ist der junge Sportler für die zionistische Bewegung voll und ganz gewonnen. Selbstverständlich muß aber das innere Bekenntnis erweckt, besser vielleicht, gefördert werden. Hier ist aber die große. Frage, auf -welchem Wege können wir die jüdischen Sportler und Turner am raschesten zu verläßlichen Zionisten machen? Da muß vor allem beim Kopf angefangen werden. Ich steche nicht an,'zu hHaupten. daß sehr viele Leitungsmitglieder -der Mischen Sportvereine ünd Sektionen noch nicht bewußte Inden sind. Diese Leute müssen sich dessen bewußt sein, daß sie in zionistischen Vereinen an' verantwortungsvollen Posten stehen, auf die nur verläßliche Zionisten taugen. Für diese Bieter Mitglieder wären gemeinsame zionistische Seminar« von «us«- ren. einflußreichen Persönlichkeiten auf politffchsm und sportlichem Gebiet zu halten. In nicht allzu langer Zeit hätten wir diese Leute für unsere Sache ganz gewonnen. Sie werden dann den jüdischen Sport in einem anderen Lichte sehen und auf die ihnen anvertrauten Sektionsmitglieder sicher auch zionistisch einwirken. Die wichtigste Frage ist daher die zionistische Erziehung unseres jungen Nachwuchses. Dafür kenn« ich nur einen Weg, den bereits die so glänzend organisiert« Schwimmsektion der Hakoah geht. Es ist dies die Veranstaltung von K i«ndernach m it tagen. Die systematische Veranstaltung von solchen Kindernachmittogkn ist die einzige und beste Gelegenheit diesen Kindern durch dazu. befähigte Leut« den Zionismus,Efast möchte ich sagen, spielend beizubringen. Bei richtiger und guter Organisation muß dieser Weg zu einem sicheren Ergebnis führen. Ich halte hier jede Massenarbeit für vollkommen verfehlt und unangebracht. Hier kann nur die Arbeit im Keine« Rahmen, ja oft nur von Mann zu Mann, uns dem erstrebte« Ziele zusühren. Ich bin überzeugt, daß die jüdischen. Sportler und,Turner, wie immer, auch besonders im Zionismus voll« und ganze Arbeit leisten werden. Paul Földes. Fußball. Die Vienna in Polen. Ein Sieg m Warschau. (Drahtbericht der „Wiener Morgenzeituny.) Die Vienna 1'piÄte am Mittwoch gegen Pol-oma. das Retourspiel in Warschau, das sie 3:8 gewann. In der Pause waren.die Wiener mit. 3:1 in der Führung, doch konnten di« Polen nach Wiederbeginn einen Treffer aufhvlen. Der frauWsische SchüdSrichtec, der das Spiel löitete, war m seinen Entscheidungen überaus unsicher. Polnische« Brief. ..Di« hochsommerliche Hitze hat die Meisten Verein« veranlaßt. die Fußiballsaison zu schließen, mrd so Damen in der-letzten Zeit rmr ganz wenige Spieile zur Austragung. Wie Mt die Vereine daran taten» Spielern und SporitpuMbum «ime Adönchause M gönnen, bswies der Beisuch der doch ausgÄragene« Spiele. Di« wenigen Zuschauer, die sich oingchumden hatiterr, bekamen überdies gany eleüde Spiele M sehen. In Krakau fand das entscheidende Dvesfen OlM—Eva. kowia 2 statt, das erberer Verein 4Ä gewann. Die CraÄwia- Maruschäifi leistete, wie ja voraus^usehen war, imvr sehr geringen Widerstand und war. über «ihre Niederlage gar nicht ungehalten. MaMÄbi '(Krakau) war der leidende TM, da der jüdische Verein durch den Ausgang dieses Treffens verurteÄt ' ist, auch nächstes Jahr in der Ooeiten Masse zu spielen. Mr Lopyriedt 192S Nachdruck Verbote». t>7ä.i,svit-vsr!»r,'tVt«ll-l,sixrix. (42. Fortsetzung.) 3» Polens Wäldern. Roman von I. Opatoschu. klntorisiert« UebertraMng aus dem Jüdischen von Siegfried ' Schmitz. Der Wie erblickte Movdechai; schweigend sah er ihn an, fühlte, daß . es noch RechMWeit ans der Welt gebe und fühlte sich erleichtert. Der Tag war weit vorgeschritten. Di-e Sonne brannte, sandte Lichtstaubchen in die Augen, neckte jung und alt und alles atmete freier.. Sorge und Kummer waren für eine Weile wie fortgezaubert und Altes wurde wieder jung. . Movdechai half dem Greise aufftehen mrd auf der sam digen Straße schritten der Me und der Mugliug wie zwei Freunde nach Kozk. Kapitel 2. Rabbi Mendele, der Kozker. Am nächsten Dag« saß Mvrdechai den ganzen Morgen M Beth Hamidvasch des RviM und war. verwundert, wauvm die Menge sich nicht zu Gebet anschickte. Es war nach zwölf Ahr. Im leeren Beth HaMdvaisch spazierten einzeln einige gerlunvpte Ehassidim mit verwilderten Bärten umher, als wären sie ganz fremd hier; sie machten sonderbare Gesten umd dachten nach. -Movdechai vertrat einem von ihnen den Weg und fragte: „Wann botst mcm hier?" Der Ehafsid neigte gewohnheitsmäßig ein Ohr, um besser zu hören, was man ihn fragte; verdrießlich, da er aus fehtcit Gedanken gerissen worden war, fuhr er den Frager an: „In Ko^ betet nnm wcht!" , Im größter Berwundernng zuckte Movd>echai mit den Achseln und sah eine Weile dem GhaM nach; dann trat er. zu einem offenen Fettster, das auf den Hof führte. Der Hof war schwcvrz von Chasiidim. Einige saßen auf HoWötzen oder auf Meinen, andere -lagen auf dein Gras; Isie Plauderten gemWich 'vor ihren gÄffnetm Bündeln mch. .aßen mit«iMnd«r. Eiu altor Ghassid ging unter der Menge mit einem Korb Bretzel uncher, der größer war aK er Wst und schrie: ,Mer hungrig ist, konrme und esse!" Die Bpchel verschwanden sofort. Das >war Mojschele, der Chassid, der den Dienst auf sich genomnren hatte, cm jedem Morgen bei den Stadtbäckenr einen Korb Bretzel zu nehmen und ihn. im Beth H-a-midrasch zu verteilen. An der Seite des Hofes, die gegenüber «dem Hause des' Rabbi lag, saßen Torfjuden in^schweren Kaftanen, ältere Frauen nrit ihren Töchtern, junge Frauen, Mütter mit kranken Kindern und Krüppel. Aus ganz Polen waren sie zusamunn gekommen, jeder .mit seinem schweren Kummerjeder mit feinem Herzl'eid; viele Merlen tvaven sie zu Fuß gegangen, von der Hoffnung beflügelt, der «Rabbi -würde ihiren -helfen. And obwohl sie wußten, daß R-eb Mendele schon seit Jahren kein« Wunschzettel entgegennahm, kamen sie doch aus ganz Polen und saßenden ganzen Tag.vor des Rabbi Fenster, überzeugt, daß schon der Blick des Rabbi heilen könne. Müde, mit trmvrigen Gesichtern, saßen sie in Gruppen da, die Kopfe gesenkt 'wie Kranke im Wartezimmer des Arztes; jeder hörte die Leidensgeschichte seines Nachbarn an, . sie seufzten ruiternauder und gaben -einander Ratschläge. Plötzlich hört« Mordechai ein Bellen, daß es ihm kalt über" den Rücken lief. Unter 'den Kranken kroch ein junges Mädchen auf allen Vieren umher, streckte den Kopf mit den gläsernen Augen in die Höhe und bellte wie ein Hund. Die Menge wich zurück und stand hWos da; ihre stumpfen, traurigen Gesichter blickten so erschrocken uncher, daß sie Mitlsid erregen mußten. Das Mädchen fühlte.sich freier, da die Menge zurückgeiwichett war; sie öffnete ihr, Kleid, streckte den Kopf noch höher empor, bellte mtfo be-- nahm sich wie ein Hund, der irgendwo ein Feuer , spürt, sich auf die H-in-terfüße stellt, den Schweif emzieht und heult, daß es wie das unglückbedeutende Pfeifen eines fernen Sturmes klingt. Die Chassiden sprangen von ihren Sitzen auf und umringten die Kranke. „Gin Dybuk ist iu ihr, daß Gott 'bewahre, begießet sie mit Nägelwasser!" rief ein Ghassid. - , „Juden, laßt wein Kind iu Ru'he!" bat eine alte verweinte Frau, umfaßte die Tochter und küßte sie: „Lea, liebe'Lea, Hab' Mtleid mit de-iirer kmnken lMU'tter, 'beschäme mich, nicht vor der g>u:zen- Welt, -Lea, sei doch Uchig, liebes Kmd!" Inzwischen hatte ein ChaM aus dem Beth Hami- , drasch einen Eimer Nägelwasser gebracht und goß es dem Mädchen über den Kopf. Di« -Kranke stieß einen lauten Schrei aus, würde ohnmächtig,'hvvü aus zu bellen und lag bösinnuugslos, ganz durchnäßt im Sand, nur chve Füße schlugen umher. Di« Mutter begann, ihre Tochter zu sich zu bringen, riß sie an den Haaren und an der Nase; als nichts Alls, sprang sie auf, rang die Hände und rief mit dem Singsang einer Totenklage den Umstehenden zu: ,/Was wollt ihr von me-mer Tochter? Gebt mir Meine , Tochter wieder!" Plötzlich lies sie vor das Fenster des Rabbi und Nopfte mit Heiden Händen tHran, daß die Scherben zitterten; weinend flehte sie: Lieber Rabbi, heiliger Rabbi, habet Mtlvid «nt «iwr armen Mutter! Eine einzige Tochter habe ich! Ban zehtt Kinder das einzige geblieben! Rabbi! ..." Während die alte Frau beim Fenster des RMbr stand und -weinte, lrmrde es auf dem Hofe so still, baß man hörte» wie die Krank« mit den Füßen schlug. Mes spitzte di« Ohren und stand mit offenem Munde -da; Me waren überzeugt, de r Rabbi «würde befehlen, die Kvauks zu hole«. Der Rabbi, ein Keiner, grauer Mww, dessen Gesicht aus dem wirren Wald >der Haare kaum hevauSMsahen. war, stand am Fenster mit geballten Fäusten und schrie der Monge zu: ,/Ochsen, 'fort, fort aus meinen Augen! Ach bin kein Doktor, ich habe gehofft, ein -Meni'chenarzt sein zu können, und ihr habt mich zu einem Quacksalber gemacht! WaS wollt ihr jetzt von nur?" Di« Krank« -war vergessen; alles erbebte vor den Worten des Rabbi. Inzwischen war das Mädchen zu sich gekonrmen, kroch aus allen-Bieren zum Fenster und weinte wie zmn Trotz mit Hundeklogetönen vor dem RaM; alle durchlief eiu Schauder^ Morde chai sah di« ^verzerrten Gesichter, die um Mitleid baten, sah die abgezehrten Kinder, die sich an den elenden Müttern hielten, sah die Krüppel, deren wehmutige Augen aufglänzten, sah verächtlich aus die Chassi-' dim rin-gsrom, die höhnisch zusahen — sie bellt den Rabbi an, sie bellt den Rabbi an . . . . Mt halbgeschlossemn Augen stand Mordvchai da; er fühlte, jetzt würde jemand kommen. Er sah 'eine Gestalt, . eine Helle Gestalt durch die Menge dringen, leicht wieein Wind; sie rührte jeden mit bleichen Fingern an und Äurchviß >das Getümmel ' . . . (Fortsetzung folgt.)

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