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Wiener Morgenzeitung · 1923-07-05 · Heft 1578 (5.7.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1578 (5.7.1923)
Date
1923-07-05
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Men, Donnerstag Mr.im Wiener) MspKenLeitung lywn <V»ih><i««m»»i Die gestrigen Spiele. Die beiden gestrigen Meisterschaftsspiele brachten nur die eine Aeirderimg, das; Rudolsyügel sich durch den Sieg über Vienna auf den vorletzten Blatz schob, während der W. A. C. auf die letzte Stelle zuvückfiel. Das Freundschaftspiel Haköah- Polizei verlief sehr anregend, es hatte mehr Zuschauer angelockt. als die Doppelveranstatlung auf der Hohen Warte. Flovidsdorf—Amateure Sri. Endvrsnttat 5:2. Hoihe Warte, MO Zuschauer, Schiedsrichter Reichsfeld.. Floridsdorf: Hoffer; CMak, Amon; Dvucker, Mautner Wöstvak; Seidl, JsZda, Reiter, Neubauer, Paradeiser. Amateure: JE; Haildeuiwarig. Chorev; Kurz, Mck, Gwn; Kitt, Mck 2, HaM, Matz, Bomann. Der Anwleürreserve wäre es fast Heilungen, die Ghve ihrer' „Ersten" zu rotten. Durch Kurz und Hansl verstärkt, machen sie in dem iftemlich scharf geführten Sviel eine meEche ueberlegenhekt geltend, und wäre nicht JoU im Dove gestanden, so wäre es den Ftlovidsidorifern kaum gelungen, Treffer zu er-- zielen. AnsWaggeLenId für das lle-bergewicht im Felde war die gute Arbeit dev AmateurldeLuug. IM Sturm hmyegen befriedigte außer HauSl und Bomanu eincherm-aßen und -in der ÄevteidiWng entsprach . bloß Ha-ldentwana. Bei stLorüdsdors >würen Hofer im Tore, Wostvalk und IWa sowie SvM, hervor- Si. Schwach waren die ütWgen drei Stürmer, und . ' ' Stach wechselnden Angriffen Wi-rd HanSl in- M«v Stellung unfair angegangen, Was der SchiedArichtev übersieht. Ein lächerlicher Fehler JoiklS evMt ans einem MMschuß Druckers das erste Tor, ein Durchbruch Jstzdas erhöht 'den Stand auf 9:0. Den anhaltenden AugrMn der Over-St. DeitA: entfppimgt WieWich mu eiuKiger Erfolg, der HcmAl zum Uchelber hat. RrrdEhügel—Vienna Sri (Lrl). Hohe Warte. 2500 Zuschauer. Schiedsrichter Triuks. Rndolfshügel: LiM; Wagner. DvoMk; Nimrichter. Necas, Prochaska; Kohn, FriMer, Morawetz, Duspiva, Mirarik. Vienna: Kolar; Blum, Rainer; Mich, Mazurka, Karge!; Fischer. Schissmann. Horeys, Mazlonka. Heinlein. Die Favoritener erfochten gestern über die ersatzgegeschwächten Döblinger einen verdienten Steg.-Erstere. waren insbesondere nach her, Panse überlegen/ was auch im siegbringenden Treffer, der in dieser Zeit fiel, zum Ausdruck kommt. Sehr brav hielt sich der Mittelläufer von Rudolfshügel Neeas, der seine Stürmer immer wieder noch -vorne warf. An; Angriff waren Fröhler und Mnarik -die besten. Die Verteidignna befriedigte. Die Vienna war insbesondere in der Deckung! mterlegetr, Fm Angriff verdarb Mazlonka die besten Ab- ^sichten seiner Partner. Fischer arbeitete sehr gui.choch muhten! seine Bemühungen infolge der mangelhaften - Unterstützung, Erfolglos bleiben. Im H;ntertreffen gefielen Blum und Kolar. In der 18. Mmnta begcht KaW an Duspiva im Straifraum «m Foul. Neoas verwandt den Mmeterstoß. Aus. ebnem Gsdränge stellt MMoinika iu der 22. Minute den Ausgleich her. Ball) nach SesteMve-chsÄ ergibt sich für RühoLfshügel eire günilkilgo Chane«, als Mmvilk allein vor das geguevifche Tor gelangt. Der Favovffmr schießt older Kolar an. In der letzten DilertMttmde n-inrmt Bi-enna eine Umstellung vor. Blum acht in den AugrUff und Heiulem nimmt den BevtaidNer- Vosten ein. Trotz UMrlegeMM im Felde Mren aber die DylbläUMr das Rchultat nicht mehr Mistiger Mtatten. Hakoah—Polizeispoetvereinigung 6:1 (3:6). W. A. C.-Plav, 9800. Zuschauer, Schüdsrichter Wanoura. Di>e HÄkock» bvstritt das MriW WoihttätiMitslsviel in fWevlder ÄMtellung: Hallperr»; Scheuer, Trümmer; Dtolnar 1, - Guttmanu. HeÄMger; Nonifech, Mdlimr 2. Hunter. Heß, Katz. Daß die Halkoah eieren sicheren Sieg erringen wird, stand von allem Anijaug sch. Interessant war das Auftreten des enMchen .. Trainers Hnn-ter ur.d der NeueriweMmg Molnqr 2. Leider war-' der Kveite enMchv Trainer Fi«ny Hagan nicht mit VW der - Partie. Gtzeiich vorwea wollen wir Miellen, daß der dierzig- . jälhuWe Hunter ein Spiel^ gum besteu gab, von den: alle ein- > heinM-chen Stürmer noch sehr viel lernen können. Seine AgWät, sein Spielveristänldn'.is und seine BaWihvung. waren bewundernswert. Er eWÄle mich drei effektvolle Tove. Molüar 2 hohes Körnen. Die Hcckocch führte unter der Laitung Hunters ein wahres. E)Mmon.Mme vor. Belsonvere Auf-. lünntemvW verdient der junge Läufer Herliuaer, der bm entsiprecher.dem Trai'ming ein äusgoze'ichne'ter SWber zu werden; veWrichj. . ’ Die PÄMlfvortvereiiuHMnla galb omen sympathüschen fairen Oegrer ab, der im linden ÄMvffMüW mtd in der . Verteidigung die besten KrWe hatte. Das. eriste Tor enzielte Molum 8. Hunter buchte dann nach' einem Eckstoß ein KoWgoail. Nach einem ZruWiÄ vvar Neufeld W Molnar 2 neueEch erlfoliareich. Nach Söitenlwechski ergiM Hrlttter das schönste Tor des Tages. Er stand mit dem Mcken zum geaneriischen Gelhause Md verwanidette das Zuchwl r-Muiert mit der Ferise. Gleich dar-mf bombartdievt Heß die Oinerilatte. Iu der 16. Minute macht Trümmer Hanlds im StvafvaMN und der Mmeterstoß führt' zum ersten Treffer für die Unterlegenen. -One vrachtvolle Komhination Nenifeld, Molnar, Humter briMt der HÄocch-durch letzteren das fürffte Tor ein. Der sMte MeGer hat NeulM, der einen von Herlinger getretenen Freistoß mit denr Kopf verwandelt, zum Erzeuger. Ein Freistoß Guttmauus geht kuapp über die Latte, dann ist das SviÄ zu Ende. Apiele jüdischem Vereine. Hagibor—Eqrnunlum 1:1 (1:1). Caruuutum hatte zu ldieisem HsvauslsvrideMngWU einige fremde Spieler zur PerstärtttM hevaWMWN. tvotzdam mußte er froh sein, ur^e- Waaen das Wd verlassew M . können. Hygibor hatte wie ge- ' wohMch m der Verteidiguuh den besten MannfchaftsteA. Dukes -und Kohn waren schr stoWcher. Wolf,hatte einen guten Tag- In. der Hafvesreihe bat.Lichtsnftern die beste Leistung. Der Stuvm. komibinichrte schön, doch beendete er große SchuUcheu. RahMoiWUch,,UMn>bemundlRoHwa-VendieBeften. Gleich vom A-nWiff an zieht -der HaMoOürm vors Carnun'tum-lTor urd noch länNnvr - BÄagevung - emielt RalbinowUch in der 10. Minute ein Ppachttor. EM in der 40. M'mute gleicht EarnunttlM durch Schmgel nach einem Freistoß aus. Zwei MuMn später hüll''WM einen .EmteMall . Nach Halbzeit wMt der Kampf von Tor' zu Tor, ohne daß es einer PgM Mingt, den fioübri-ngeüden Treffer zu emielen. Hagibor: WOs: Kvhn. D»Ms; Mttnann, Lichtentz'tevn, Stern; Litten, RalbmowilM, Roth, Münder, RoSp. ROeMn 4:4, Die Tore i für Hagibor ewielten: Uniaer 2, KreMr und Nagler. BAmrgartner Hakoah—Bar Kochbg 3:1 (1:1k Gleich im Anfänge ist die Hottmh in Frort und omiett aus einem ,Mf- - mtter" durch, Bock den ersten Trefifer, Knaph vor HaGzeit konnte Berger durch einen schönen SchräMchuß den Ausgleich Herstellen. .In der.Meiteir Hülste konnten die Sieger durch Ävei ivei'tere Treffer HMpers das'Endrchüffat he-Mellen. Bar . Kochba;. Singer 8; Gelbaind, Matzer: Kurt, Nagler 1, Ginger 1; Kühn. Beuger, Mick, Nagler 3, Rechter. Baumgartner Halkoah: Eifrer; Priug. Schwamm; Bgumann/ Peter, Schwan;; Schuch, Tahgk, HeHlheru, Bock, NMmann 1. Reserven 7:2 für Hakoah. 6. Juli 1983 Seite l) Grazev Sportbrief. .Nach den' Erfolgen der Hakoah in den letzten vimeht Tagen erregte das Freundschaftsspiel zwischen dem jüdische: Verein und Sturm das größte Interesse, was auch in dm. glanzeuden Besuche zum Ausdruck kam. Im MeisterschaftS' ' lampfe war dre Hakoab nach unglücklichem Kampfe 0:5 umev legen (wobei auch zwe: Eigentore fielen). Hakoay ivar daher bemüht, drefes Resultat zu korrigieren. Aber auf einen solcher Ausgang des Kampfes waren selbst die enragierdesten Opti- Een mW Klubsanatlker nicht gefaßt: Sturm hatte in der letzten Zeit särntlrche Grazer Vereine mit hoher Tordifferem ab gefertigt und rst ohne eine einzige Niederlage stemscher Merster mrt einem Torverhältnis von 46:8 .geworden. Zahl, reiche Wiener Mannschaften,- wie Ostmark. S& A. C.. Admire .Hertha, mußten geschlagen nach Hause zurückkehren uw an die Ueberlegenhert Sturms glauben. Daher verdient dieses unentschiedene L:2-Resu!tai, das Hakoab gegen Sturm er, zielte, Anerkennung. Es ist dies der größte Erfolg der Hakoal m dev heurigen Saison. Die Mannschaft spielte in fönender - Frerberger 2; Schächter, Bettelheim; Löwensohn, Grünhut, Feder; Kraus 1, Kraus 2, Feldstein, Adler. Frei' berger 1. Freiberaer im Tor hielt hie unalaubliWen Bälle, er ist demejt m Höchstform. Die beiden Verteidiger tvaren bereitbesserwie rn den letzten Spielen. Ueberragend, wie immer war Grünhut. er half, wenn es notwendig wgr. in der Ber» teidigung ans und war auch als sechster Stürmer tätig. Feder erwies sich als verläWch und ausdauernd, wie mm: es eben w von diesem braven Spieler gewohnt ist. Löwensohn könnt» v nicht recht mit, da.-er zu diesem Spiel krank angetreten war doch stellte er. eben'' so gut es ging, seinen Mann. Im Borspiel wollte es m der ersten Spielhälste nicht klappen .speziell auf das „On Bgck-Svstem" der gegnerischen Verteioiger fielen dre Stürmer immer hinein. Erst nach Halbzeit kam der Angriff in Schwung, dann aber führte er schönes, flaches Kom-. bruationssviel vor. Zu loben Wäre noch ole.faire Kampfweise der Hakoah und die Ausdauer, mit welcher sie trotz des lebhaften Tempos das Spiel durchhielt. ja sogar zum Schlüsse das Heft selbst in die Hand nahm, da Sturm seinem, vorgelegten Tempo zum Opfer gefallen war. All . das sind die Früchte des eifrigen Trainings, dem die gesamte Mannschaft obliegt. Vom Abstoß weg greift Sturm sofort an und drängt Hakoah in ihre Spielhälstö zurück. Es sicht aus, als ob die Hakoah eine Rekordn-tederlage erleiden sollte, zunml schon in der 6. Minute der erste Treffer fällt. Doch langsam findet sich die Hakoah und begingt wln auch ihrerseits emige Angrstfr nach vorne zu tragen. In der 27. Minute kann Grünhut einest wegen Foul diktierten Afmeterstoß sicher unterbringen, Weiterhin ist Sturm leicht überlegen. In der 88. Minute kommt Sturm durch ein Eigentor der geWerischen Verteidigung abermals zur Führung. Nach Seitenwechsel war das Bild vollkommen geändert. Wer einen Zusammenbruch her Hakoah erwartet hatte, sah sich getäuscht. Hakoah unternahm, sofort nach Abstoß einige . Angriffe, und beveits in der 11, Minute kann Kraus 8 den - Ausgleich bringenden Treffer erzielen. Sturm nimmt Uittf ein« Umstellung vor, das Tempo wird rascher, doch am Resultat wird nichts geändert. Zum Schlüsse werden noch zwei iotsicheve Chancen von Kraus 2 und Feldstein vergeben, dann ist der lebhafte und vornehm fair geführte Kampf zu Ende nnd vom Meister ungeschlagen verläßt dm Hakogh. von ihren Anhängern vml bejubelt, - das Spielfeld. 8800 Zuseher. Schiedsrichter Padjen. , mm. . Der I. A. C. der sein vorletztes Meisters chastsspiel gegen TaubstummM 8: 0 gewonnen hatte, trägt nun das Entscheidungsspiel mn die Meisterschaft der 4. Klasse Nord übermorgen Samsag gegen Wien-West auf dem Hakoah-Plntz aus. Meteor 8 in Spanien. Die Prager siegten am Samstag in Bareelona gegen F. C. Äerida 10:4. Am Sonntag ®i Meteor 8 -eine komlbMertt Maunschaft von Leriva und F. C. Baroeisana mit 4:8 Toren. Makkabi (Brünn) schttch in Mährisch-Ostrau den einhei» mischen Spovtffiulb Slovan 4:1. Die Göteborgs? Spiele. Der dritte Tag sah neuerlich die Nordländer in Front, nur die Deutschen konnten ihnen energischen Widerstand ent- ' gegensetzen. Am stärksten besirrtten war das 200 Meter-Lanftn, für das acht Läufe angesetzr werden mußten. Von den Oester» mn Copyright IM Nachdruck verboten. (39. Fortsetzung.) Zn Polens Mldern. Roman von I. Opatofchn. Autorisiere Uebertragung aus dem IWzchen von Sr-egfried Schmitz, Mochechai setzte sich in den Wagen, wo ReL Iffche schon wartete. Langsam begann Marein die Pferde anzutreiben, M-ochechai hörte, wie Wn ihn: nachschrie, er sah,! wk vie Fischer dje Hüte zogen; FM sprang.beWend vor-! aus, ein Fischer faßte Hn nnd Mt ihn bei den Ohren; plötzlich merki-e Mrdechai, daß Braj-ne sich mit einer Ha-nd am Wagen anhiett; Mit der anderen hchentete sie Marein, er möge mir langsam fahren und dahei schärfte'sie Mopdechai ein, in welchen: Sack das Fleisch lag und in welchem die Kuchen. Die Säcke möge er nicht 4vegw'erfen, sondern sie mit Marein znvückschicken; er solle nur ja oft schreiben, der Mutter keine Kvanknng bereiten, dem: solche Mütter gibt es nicht viele auf der Wett! Sie hat dem Sohn fünf . DMte'n in die Weste eingenW, Wenn er Freitag die ' Mische tvechft«, möge' er sie nm Gottes ivillen nur ja in > den Kleinen UeheMg mit den: Ansatz hineinlegen-;' bcrnt solche Wä'sche. möchte jeder gerne haben, es.ist reine-Webe! Als Marcin 'zum Steinzaun gekMMen tvar, M Brajm aus dem Busen ein LeinwaMentoWn hervor und steckte es -Mordechai v«tWM in die Hmch: . „Da, Motetze, hist doch in der Gremde, nmn kann nicht wissen, da wirst du wenigstens etwas für Misse, haben. Ich bitte dich, sag' -nicht nein, es sind im ganzenMn polnische Gnlhesi — was schonst du mich so an? M/wwst es nch- NM, mein Wrenworti Nm, steck' es-etth ich werde es, so Gott will, W dir mtt Zinsen zMcknchmen >7 leb Wohl, Gott gebe dir eine glückliche Reiset" die wandte sich zu Reb Mische: Mid nttr nicht lH, R>vb Iksche, es kann M, 'daß ich Euch eimnal nicht gut behandelt habe,' verzeiht es mir, fahrt gesund und gebt mn Gottes willen nur i ja acht auf Moidechai —" ' „Gewiß, gewiß, Wibt gesund, Brajne!" beruhigte sie Reb Iffche. Brajne ließ den Magen los; fassen» doch inzwischelt hatte er blich mit ausgestreckten Armn stehen und schrie dem Mager nach: ie wollte ihn wicher anich schneller bewegt; sie ,/Fahrt gesund!^? ,Kin braves Meib", sprach R-eb Itsche halb m sich Mt. , - . Movdechai ivandte sich ab; er fühlte Tränen in: Haffe. Schweigend sah er zu, wie die PferVe die Schweife hoben, ivenn sie 'bergauf gingen, wie sie Mural die Köpfe empor- Wa-rfen; polternd böwegtt sich der Wagen über densteinigen Mg, -der vom Hause in den Mld .Mrhe, und schien beinahe ans den Achsen zn springen. Me Sonne stand schon hoch mn Himmel, wäMte wohlig und versprach einen -heißen Dag. Die Luft war rein und blau; ihr Blau blendete, wenn man lange hinmusah; es hüllte die Bäume und Sträuchen ein. Bon Zeit zu Zett blitzten Feuertropfen in der Luft/ -Das war hie WeiUel; sie spielte und wiegte sich, lockte und lachte mit ihren Millionen Augen, leuchtete bald grün, bald blau, bald opalen auf, daß es den Atem hemW?'nnd wogte wie flüssiges Silber, ans -dem kleine Regenbogen flammten. Marein bog auf den sandigen Weg ein, der den Wald dnrchschnitt, zog den W vor dtzm steinernen Heiligen, bslreu-igte sich und ftutzvte die Mrde mit eiutzm Mff an: vorwärts, Fresser!" > Die Pferde. zogen den Wagen an; lebhaft trabten sie ' Mr den mit Blättern und. ZwaWin hedeckwn Sandweg, wieherten uyd. peiffchten mit heu lantzen Schweifen ihre dollen, gMzenden Uanlen, , .' Movdechai wußte, sie würden an Rachels Haus vor» Mechchren; obwohl er Scher EMchel fti sticht daheim, ^W^ev^doch Ku schtteW Wd nW^'.$m Trotz üeandte sich fein MW Äuge fuchtzNd hM Häuft zu. Das Häus lag in tiefer Sttlle. Die Fenster ivaren geschloffen und wären nicht die Hühner erschreckt -von der Straßenmitte forlgsstoben, wo sie im heißen Sand gebadet hatten, hätten Nicht ein paar Käselaibe in Säcken auf einem Brett unter dem Fenster, von schweren Steinen zustepreßt, getrocknet — man hätte meinen können, Vas Häuschen stehe leer. * Nn menschlicher Schatten bewegte sich um den MM.s eh? noch Mywechai Zeit hatte, näher hintzuschauen, war er verschwunden. Zitternd spähte Movdechai mit beiden Augen hin; er sah den Pächter hinter -er Scheune; er versteckte sich also vor ihm — Mordechai hatte das Gefühl, als hätte ihnr jemanV ins Gesicht gespuckt.. Cr biß. sich auf die Lippen: Wer war es? Welleicht ist Rachel schon zurückgekommen, /liegt in khveur Zimmer eingesperrt unh iveint sich die Augen aus, wartet, daß ihr Movdechai kommt er hat es ihr doch geschworen und versprochen —, ha, da, im Fenster ' — schaut da nicht jemand hlnaus — Rachel? Er fühlte,^ . wie ihm das Blut M Kopse stieg. Hat nicht jemand ge- - rufen, ha? Nur die Hand braucht er auMstrecken und Rachel ist ftin; er muß nur den Mund öffnen und Marein - hält. Wer hält ihrn den Lllurw zu? Wer Wt ihn bei .der Hand? RqchÄ! Rachel! Er mft laut, er schreit, aber keiner hört ihn, als hätten alle verstopfte Ohren ... Movdechai fühlte sein Hors bluten; Wte er sich nicht Vor Reb Fische geschämt, er wäre in Tränen ausgebrochen. Doch das hielt nicht lange au. Alles ringsum sang leist, a-tmew Leben und Movdechai war jung, Da genügte es, ttojj ihn ein Bündel Sonnenstvahlen Überfiel und er vergaß. Er seEe die Augenlider, tun sich vor den Sonnenstrahlen W schützen und sah Rachel ans dem Haufe treten, das . sch-va^e Haar Wer und Wer mit weißen WUen Weckt. Sie hält ihr kurzes Untervöckchen fest und schaut ihn mit großen, offtnibar Artzsichttgen und dabei tteftn Augen an. Er kann es sticht mchr im Wagen aushatten, er springt 'ab, Mt M Haare,!H«n Wb.. ,^Wne dich, so lauge hast du mich warten lassen — 'M zu Hquft hchben >mich verspottet, sie haben gesagt, daß du nie mehr kommen wich — und ich Me so geweint —, wie vepimtut meine Augen sind? GeP, dtt Fortsetzung folgt.

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