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Wiener Morgenzeitung · 1923-06-27 · Heft 1570 (27.6.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1570 (27.6.1923)
Date
1923-06-27
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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V'i.. . : Nr.1670 Mett, % Wiener Morkgettzeskurrs. 27. Juni 1923 Gettr O WWUWWMN Touristik. Die Hakoah in Agram. Bon Avt-ur Bam. Hachte das erste Wettspiel in Mma Beziehung «inen erfveülichen Verlauf genommen, so stand das WM« Untier einem UnWüslstern. Die Hakoah hatte Ln di-efeim Tröpfen den jugoslawischen Meister HaÄ zum GeWer, dessen MannsVast korpvra-tiiv dem Spncke des Vorckiges beigewohnt hatte. Wie bx-EZ berichtet, zoigt« die Hakoah-Gff in Weisem Kampiso hervormgendes Können, io daß die Hask.-Le.utie zur U-ebe-r- Mgung Ma ngten, mit .' regulären Mititekn das kommende Spick nicht gewinnen zu kon>nen. Durch die Funktionäre und Anhänger des Vereines auifgepeiffcht, als ju-goiMwffche Meister gegen die Hakoah Mter keiner BediWung verNe-ren zu dürfen, suchte die Mannschaßt ihr>e HiHe im Rohspi'el, in dev Hoffnung, ans diese Wesse den Gegner medevringen zu können. . Das Spick war.eines der, häßlichsten das ich jemals gesehen habe. Die Hask-Leu-te gingen vom' Anlpfiff darauf aus, die Gegner, kanchsunfähia zu machen. „Zuerst der Mann und daun der Bast", war ihr« Devise. Mit einem kölosfalien Aufwand an Kraft und Energie suchten sie die Unserligen zu überrumpeln. In der ersten Mertefftunde'rollte An-griff auf An« griff'gegen das Häkoähtor, die Hakoahner konnten sich absolut nicht finden. Mmä'hffch kam aber Ruhe in ihre Reihen und das Spielt wurde offen, Was sich die cküheünffchen Spieler an Derlbhöiten leisteten, spottete jeder Beschreibung. Insbesondere Grünwalb, der Torschütze des Vortags, hatte da- Mnter^zu leiden. Mvlmor.erM eine schm>e.rsh«afte Verletzung am Oiberfchenkck, so daß erin der Pause gegen K,er.r ausgetauscht werden mußte. Nach Seitenwechsell wurde das Spiel woniügilich Uvch schärfer. In dev fünften Minute mußte Dulidig bar der Ab- «lvehr tziines Balles zu Boden gehen. Drei Stürmer stürzten sich auf ihn und 'bearibeileterr ihn mit Fußtritten. Viel zu spät psiff der Schiedsrichter ad. Dulsdig hatte einen SchWfs-ellbcknbruch und, einen NervenchoT,erlitten. Halb bewußtlos wurde er von: PIllatz 'gelbimcht. Renfolld bezog seinen Posten. Jetzt gingen die Hakoah-Stürmer mit kolossaler Energie vor und Häusler konnte mit scharfem Schüsse, den einzigen Treffer des Tages «Miellen. De« Tormann warf sich nach dem Balle, Mßte chn aber unter seinem Leilb passieren lassen. Katz beförderte das Leder vollends ins Netz. Bald darauf bezog Spitzer, dev Tormann der Hakoah-WaldeiMer, den.. Posten Neuselds, so daß die Mannschaft wieder komplettiert war. Obwohl das PnAikum in fanatlscher Weise Ar die einheimische Mannschaft Stellung nahntz die. Entscheidnnlgen des Schiedsrichters gegen HM mit Göjohle beigleitete, Melben ddo 'Hakoahner überlegen. Ängiefähv M.dav 20. Miünte spielt« Grümwald den Flügcll,sturmer NeuiseÄd freü, dieser stürmte aufs Tor, nur der Tormann stand ihm mehr gegenüber, da versetzte ein HMMann Griinwald gvuMos einen Drlitt. Der Schiehsvichtivr pfiff ad, als Nenselh gerade zum Schuß aus- Wte. Da WnM sich. Häusler mit-Eegter» lau-terSöimE an den SchiedSvichter: „Warum Mterdrechen Sie den Angriff?" - ,ßk sind ausgeschlossen," war die Antwovt des SHrMrichtiövs. Eine sofort vorgehrachtie EnffchuWigung Häuslers wurde nicht znr Kenntms genomirnen. Letzterer muhte den Platz verlassen und das..Spiel wurde mit einem Freistoß von 20 Meter Entfernung fMgesetzt. Museld War 'beffn Mpffff höchstens 6 Meier von der Torlinie entfernt gewesen!) Der folgende heroische Kampf der zch.n Hakoichner ka>nn durch Lvib-esworte nicht entsprechnd gstviiMgt werden. Nunveri.sch geschwächt, kämpfte die Mannschaft mit grenzenloser ZlüfolpfeMNg gegen die mit allen Mitteln arbeitenden Gegner. Die Hakoahn'er lagen mehr im Angriff. Neufeld stürmte immer wieder vor, am Flügel, in dev Mitte, gleich darauf Haff er wieder in der Deckung und VerteMgung aus. Schöner, Trümer und Glutmann boten Prachtleistungen. Emcioprl^kUt 1928 d)s N.l.ö wit. V erlag, Wfon-Letpslg. Nachdruck verb ölen (22. Fortsetzung.) Zn Polens WAderu. Roman von I. Opatoschn. Autorisierte UebertraMng aus dem Jüdischen von Siegfried Schmitz. V Als Mordechai älter wurve und die Bibel mit dom Raschitonmrentar zu lernen begann, da legte ihm der Vater, so oft er . beim Anshören einen Fehler machte, stets die '.Hand auf den Kopf und lächckte: „Aber die Großmutter, die 'hat das alles können, ha, Ha, ha!" Surele war aus Großpolen, berühmt ob ihrer Gelchrfamkeit und ihrer Schönheit. Mit' den Adeligen sprach sie fvanzösffch; sie hatte in der Familie ei'mgeffihvt, daß an jedem Sabbat vor den Fischen Kaffee und Kuchen gegessen wurde. Die ganze Familie von Mordechais Seite wies stolz auf-Surele hin und erzählte bei Der Gelegenheit dm wunderbare Geschichte von einem „SchUsterlehrlrng, der Kaiser geworden war". Der Kaffer fürchtete, mau Wrmte ihm seine Herkunft vorwerfen, deshalb eroberte er ein Reich nach dem anderen und wurde fast der einzige Herrscher über die ganze Welt. Und je mchr Länder er eroberte, desto-mehr wünschte er, die Welt möge seine Herkunft vergessen; daher ließ er sich von seiner ersten Frau scheiden Und heiratete eine ^Prinzessin; stzichöv aber verließ ihndas Glück und es Mg Msch abwärts -nrit ihm. Einuml im Mnter, so erzählte die Fanrilie, kam RaM Meirl zum Großvater im Mrld wegen -iMttd einer Hilfeleistung. Es war im TebcH 5573. RÄb Mordechai hielt Rabbi Meirl über Nacht zurück und saß allein mit ihm'beim wärmenden 'Kamin; sie rauchten ihre langen Pfeifen und sprachen von den Welteveignffsen. Rabbi Meirl vertraute dein Großvater an/ Möschiachs Zeiten seien gekommen; den Juden stchen BerfolMngen bevor, wie siedie Väter nie gekannt. Der „Schustevlchrling" hat fast die ganze Welt erobert, er steht schon hinter Moskau nutz wird wohl bald den Russen ins Rote Meer treiben. Aber er Gch M Wes Wde xMW---- der KoWtzer Maggid Wgh mall vettieie auch Fitzer in araMosier Wölfe. Der SDußpMf wav eine Erilöfuug. Die Mische Mannschastverließ zerschlagen und zerfchuuden, aber als Sieger das Spielfeild. Die Vertreter der blau-we>ißen Farben hatten einen ihver schwersten, ober stolzfften Stege errangen. ' (Schluß folgt.) Die herrtigen Meisterschaftsspiele. Das Meisterfchafts'jahr geht sei-nem' Ende entgegen und zahlre-i-che Spiele sind noch unter Dach zu dringen. Demgemäß ist es kein Wunder, daß die Vereine Wochentage zu Hilfe nehmen, um mit den Meisterschaftsspielen fertig, zu werden. Der heutige Tag 'bringt zwei Kämpfe, die für die endgültige Gfftaltuug der Däbelle von großer Bedeutung sind. Die Erstklassigkeit zu erhalten wird heute das Bestrebender Simmeringer sein. Dhcöretljch ist es nämlich noch möglich, daß sie vom W. A. F. und F. A. C. überholt werden, wodurch sie in die Abstiegszone gelangen. Die Simmeringer beMigen nur mchr einen Punkt, um in der ersten Klasse zu bleiben, da W. A. F.-und F. A. C. bei Gewinnung aller ausständigen Punkte es um auf die Oeiche Zähleranzahl bringen können wie Simmering. Die Floridsdorfer würden sogar vor den Simmeringern rangieren, da evstere dann mehr Siege zu verzeichnen hätten. Der W. A. F. hingegen bleibt hinter -den Simmeringern, da letzteren -bei der gleichen Zahl der Siege das bessere Torverhältnis zugute ikommt. Simlmeving hat noch drei Spiele, und Ovar gegen Vienna, F. A. C. und Hertha auszut-ragen und sollte demgemäß den einen noch notwendigen Punkt crigcrttern können. Heiüe hat dieser Verein vielleicht das schwerste Spieil. und zwar gegen Vienna auf der Hohen -Wart«, -zu böstveiten. Die Döb^ linger waren in der letzten Zeiit schr erfolgreich, weshalb mit einem intevessanten Kampf zu rechnen ist. Wenn die Vienna nicht besser -wie gegen W. A. C. stielt, dann ist ein Sieg, -der Simmeringer wahrscheinlich. L-chteve Vnnten sich durch einen Erfvlg nicht nur die.Erstklassigkeit sichern, sondern sie würden auch unter llufftänden einen großen Sprung über Admira und Hertha nach Vovn« machen. Siegen die Döblinger, dann könnten sie im günstigsten Fall -vom 6. bis zum 3. Platz in der Tabelle gelangen. De« Erfolg bringt ihnen zumindest die vierte Stelle vor Hakoah und SpörMub ein. Eine Niederlage bringt die Vienna in Gefahr, von Admira übevholt zu werden. Schiedsrichter Schmieger. - - Einen Angriff auf de» dritten Platz hat heute der Sportklub Wacker abMvehven. Sein Gegner Admira kam: ihn wohl nicht verdrängen, er könnte aber unter Umständen der mächtig aufstrebenden Meuna wertvolle Schritt- - nlacherdienste ^leisten. . Es ist denManäß zu erwarten, daß Wacker -hau.te alle WnstveHnngen machen wird, um auf oigenE Grund und Boden siegreich , zu bleiben. Die Admira hat aber am vergangenen Sonntag 'derart gut gespielt, daß sie heut« zumindest einen Punkt erobern sollt«. Die Floridsdorfer sind. durch ihr, günstiges TorverWinis bövvrts außer Gefahr, immerhin könnten sie von Sinrmering überholt werden, was eine Degradierung in der Laibelle zu Folge hätte. Im Falle eines -Sieges könnte Admira vor Hertha und Wienna gelangen. Schiedsrichter Wa>gner. Zur Veeanftattung des jüdischen Sportveröandes. Das indische SportpMGnm hat, wie gewöhnlich, auch diese Veranstaltung ignoriert. Zu seinen: Schaden; denn solche LeistungM ßieht nran nicht oft. Alber die Fünfhundert, die erschien«:.' waren, gingen befrieldigit nach Haufe, den Beweis erbringet. daß man auch bei Spiesen, die nicht <uim Punkte gehen, ans die Rechnung komlmen kann. - Die Hcvkvcch-iR-öserve konnte bisher in jedem Spiele der letzten Zeit im Felde eine llöberlegenheit geltend machen, die rnit ihm schon feit dem letzten Iomkippnr. Und hätte -mcht der Rabbi von BeMffchew, gesegnet sein Andenken, in dem Jahre, da er dahinschied, beim Beten stets ein Gebet füv den Sieg des ,DchusteAehrlnrgs" eingeflochten, so hätte ihnder Koznitzer schon längst fest in Händen. Eine Prophezeffmg für all dies hatte Reb Meirl r-n einem Midrasch gefunden, wo von der siebenten Periode vor dem Erscheinen -des Meschiach gesprochen wird. In dem Mdmsch heißt eS-: Jt: Rom steht ein Marmorstein, der sieht aus wie ein Mädchen von wunderbarer Schönheit; diejsen Stern hat keine MeNscherchand geforutt, sondern Gott selbst hat ihn geschaffen. Alle Büselvichter unter den Völkern, die schlimmsten Scheusale werden zu dem Stern pilgern, sich vor Hm niederwerfen und an ihm ihre Lust erhitzen; mtd Gott wird ihre Glut in den Stein tun und der wird zerspringen; da wird ein -böser Geist herausfahren. Das wird Armilus der Satan sein, den die Völker den Äntichvfft nennen. Zwölf Ellen hoch wird er sein und zwölf Ellen breit und zwischen seinen Augen wird ein Horn hewovwachsen. Seme Augen sind tief rot und das Haar sei-Ms Haupts geW wie Gold. Die Spuren seiner Schritte sind grün. Und zwei Köpfe 'wird er -halben. Armilus, der bvfe Geist, wird nach Frankreich kommen, wo ein großes Getümmel 'herrscht, und sagen, er sei der Erlöser; man wird ihm glauben und ihn zum Kaiser krönen. Dann wird er viele Länder w:d Reiche erobern, das Stznhedrion der Inden wiederherstellen und -auf der ganzen Welt werden -nur zivei Reiche -übrig bleiben, die er nicht evobert -hat — Edom und Mvab; und lvenn er diese beiden. Reiche eingenommen hat, dann wird er einen Boten zu den Juden entsenden rrnd zu den zehn Stämmen, die jenseits des Sambatstm lvohnen, daß sie ihm die Wilsche Thora gäben und ihn einem Gott Machen. Da 'wird -der Held Nehomia mit 30.000 Helden aus den: Stamme GphmiM , sich erheben, die Thora aufWagen und dem Bösen vorlesen: ,^Jch bin der Ewige, euer Gott, Ihr sollt keine anderen Götter haben neben mir!" Da wird Armilus antworten, dieser Satz stche nicht in seiner Thora und wird weiter verlangen, daß alle Inden glauben, er sei Gott, so wie es die übrigen Völker glauben. Da wird Nehe-inia mit feinen 30.000 Helden Krieg gegen ihn führen Mjd ^w^MiHunjdMttauistnd sÄWv Atänner hinmovdm. In jedoch im Nes.u,ltat nie zmn Ausldrück kam. Die Skürmer und Halves kombinierten Mt, versagten aber vor dem. Tore. Die meist schwache Ver-töidiMM ließ-sich Fehler MchM«r>koMMlen, die. richtig ausgenützt. die Mau-Weißen um die Früchte Hve< laWwierigön AngrUsfPiÄeS brachtet.«.. So auch diesmak. Ganz onlders Präsentierten sich da die AnswaWpieler. Technisch nicht minder Mt ausgebildet, legten sie ihr Hanlsttaugenmerk Ms rasches Vorwärtskommen und schnelle Durchbrüche. Dadurch war ieder ihrer Angriffe bedeutend gefährlicher. um so mchr, alls -das Jnnentrio in Nathan und namentlich KeWer Over Laute von gewaltiger Schußkvaft hatte. Die JüMten der Jnrmen im Deam wären die Spiöber der jüdischen Vereine, die . dam Fnßba-llverbande nicht angehörem Vorerst waren die snngen Spieler WM befangen, bÄd aiber spielten sie ganz ungeniert, als ob es gegen gleichaltrige Kämpen ginge, und ließen keinen Respekt vor ihren'Gegnern erkennen, zumal die meisten den Spiellern der Gegenseite techr/isch überlegen Waran urst sich .'auf dem weichen Boden auch dichter zurechtlsänden. Die bost» Pistung unter allen 66 Spickern bot Herlinger, der technisch und tiaktilsch gleich Mt war. Besonders verdient sein Kopssspick und seine AuKhvunia der Eckstöße hervorgehoben zu werldcm. Es ist an der Zeit, diesen jungen Spieler in der ersten Mannschaft als Seitenhallf zu prMeren. Auls Grunds seines sonntägigen Spieles erscheint er schon länaist reif. Der gefeiertste Mann unter allen 66 Spickern war unstreitig Jenö Weiß, der Tormvnn des A-Teams. Weich die erste Aktiron, als er aus einem dichten Gedränge sMenruhig den Ball filschte, trug ihm reichlichen Bckfall ein, der sich nach jeder gelungenen Mion noch verstäMe. Schließlich ließen es sich ömige jrvgeMiche Gr-«thulsiasten nach dem SchkvWfiff nicht nehmen, ihn au!f den Schultern vom Felde zu tragen. Zwei Laute ans der alten Garde konnte man in Tätigkeit sehen, Juhn nnd Histschs'esid. Juhn spickte wie in seinen besten Tagen, rackert« sich wie fMher. mir etwas hatte er vergessen, das Taschentuch wie vor Jahren zwischen den Zähnen zu halten. HirschlfM» ließ durch geschicktes Waciertzn sckne KörperiMe reicht siiMar werden, imponierend wirkten seine reinen Albwehrstöße, die stämer gaum für öin-en Mann -berechnet waren. Eine ausgesteichnete 'Leistung bo>t auch Schleffinger, der Zevterhalf des siegreichen Teams, der sonst diesen Posten beim I.- A.- C. einnimmt. Er hatte schwere Arbeit M leisten, da er im „Meinen" Wortmiann einen techrffch Merrageüden Widerpart fand, der ihn des öfteren hin- und hevfaMe. Die rechte Seite des Hakoah-AngrMes. kam überhaupt nicht zur Geltung, auch picht als Hansi -WM vom rechten FlWgckposten in die Verbindung gegangen war, denn Weiß konnte Mßer einigen gelungenen Tricks nichts zeigen, von Langberg sah man nicht einmal das. Ein wunderbares Vvlleytor vmickte Kestler. Er bekam den Ball, zirka 25 Meter schräg MM Tore steheck», und schoß halbhoch mit reinem Schüße ein. Beer war derart überrascht, daß er erst dann Anstalten zur Abwchr -traf, als der Ball schon im Netz war. Die Bevanstalt-ung war Mt oryaMert, begann pjünMch, die Preise waren niedriig, und schließlich war mcw mit dem Gebotenem hoch Mrieden. Hoffentlich tritt der Jüdische Spovtveriband bald wieder mit einer BermOaltuNg Vox die Oeffentlichlkeit. Die GefMschasi des Publikums WA evWimgen werden. - Straft und Meldeausschutz. W. A. F>-Hakoah. Der W. A. F. wird aufg-ösordert. die Herren Achatzv, Reinalter und Kreutzer, desgleichen wird lHakoah aufgöfordert, die Herren PrDdent Dv. Körner, Dr. Schwarz, Sekretär Lazarus und Ordnevobmmm'M heute Mittwoch im V^rbccndshöim zur Korfromtievunjg stelltzg zu machen. Sollt« e^n-er der vörgeladenen Herren «nicht erscheinen, so fft -euer Verein, dessen Mitglied nicht erschienen ist, ab heute auÄMatisch suchremdiert. Die Vereine werden aufmerksam gemacht, daß' bei Einstellung unbereHtigter Spüler bei der JUnivremweisterschaft die SeEtionsleiver auf das «npffnldlichste bestraft «werden. Es wurdendisguMsiziert anif Ä Tage: Max Griunwald (Hakoah) wegen -Kritffievens bis 9. Juli. Es wurden w GekUtvafe gsnümmön: Hakoah ittlii 250.000 K. wegen AMstellumg «von fünf unbevechtiMen Spickern Kögen W. A. C. 2. Wttt wird ber Bösewrcht AvmÄus sein« Armeen^ aus der ganzen Wckt sammeln und Krieg gegen die Juden führen. Wie Fliegen werden seine Heere falän, da wird aber auch Meschiach, der Schn Josefs, MckÄmNen, der auch der Held NchöMia ist. Er wird begraben wsr-ddn bei den- Vätern. Der Juden Herzen werden weich und mutlos werden, äber Arnrilus der Wfewicht tvird nicht wissen, daß der Mefchlach tot ist, sonst würde er kein Stäubchen von den Im den übrig lasten . * . Als Rabbi Meirl mitten in dieser Erzählung -war, fuhr ein Schlitten vor dem -FWer vor. Einige Leute klopften a«n.' RaM Meirl sprang auf: ,Mordechai, sie -bringen ihn!" „Den Böselwicht!" Zitternd öffnete Mordechai die Dur. Ein Paar Menschen, frostgerötet, mit weißen, schneebedeckten Bärten, traten ein, nahmen Mordechai beiseite, und sprachen leise mit Hm;- sofort hieß Mordechai Suvcke «den Salon ausWießen unLk das Bett machen. Dabei bebte er vor An«gst und wartete atemlos, daß man Armi-lus den Bösewicht hereintvage nrit zwei Köpfen, zwölf Ellen breit, zwölf Ellen hoch, ein R-issengefchöPf derer von Gog und Magog. Aiber die Fremden trargen einen kleinen Mann hinein, der in viele Pelze cknigchüllt war; sie sagten, er sei ein großer General, ein -Franzose, und habe sich stark eM-ltet. Als Reb Mordechai das kleine Männchen sah, atmete er erleichtert auf; er war übevMgt, nicht den habe der Zadik MNei-nt, und glaubte auch nicht.recht daran, daß das überhaupt ein General sei. Er atmet doch kaum! Mordechai sah sich, um und suchte Rabbi Meirl, aber der Zadik war verschwunden. Surele blieb allein beim Krartken, wärmte Flaschen mit heißenr Waffer, legte sie ihm an die -Mtze, wickelte ihn in Wolldecken ein und saß die ganze Nacht an seinem Bett. Sie hörte, wie der Kranke Kolonnen und Armeen hin und hevschob, k-onnnandierte, die Wüste ballte, lachte u-n«d dann weiuit, daß alle den Kaiser verraten hätten und' er jetzt mit seinem Bettelsack werde durch die Wckt wandern Müssen. (FortsetzMg folgt.)

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