Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1562 (19.6.1923)
- Date
- 1923-06-19
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Men, Dienstag PHS«ix Bergbau 800.000.—, Schuckert u. Co. 850.000.—, Siemens «. Mske 1,100.000.-, Telephon Berliner, 91^000.-. Prager Börse. - . Prag. 16. Juki. Die Eröffnung der heutigen Börse war durch das Steigen, der Wiener Papiere besonders fest. Auf dem Anlagemarkte zogen Staatspaviere bei ungewöhnlich großer Nachfrage im Kurse an. Auch Landespapiere und Städtanleihen waren fest. Banken konnten ihren letzten Kurs verbessern und profitierten von der Wiener Hausse. Bahnen und Industrie- Aktien lagen ruhig. Arbitragepapiere besserten sich auf die Wiener Mrität. Gegen Schluß stellte sich eine kleine Abjchwä- §ung ein, von der namentlich Zucker-, Maschinenjabriks-, isen- und Kohlenwerte betroffen wurden. Textil-Aktren terrdierteN ungleichmäßig. Brauereipapiere waren. fest, Bau- und Chemische 'gut behauptet. In Exoten war für Bulgarische Zucker- und Schönpriesener-Aktien nur. geringes Interesse. Die Schlußtendenz war ruhig. S ch luß ku rs er Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken —, Böhm. Unionbank 976, Böhm. Wkomptebailk 686.—, Böhm. Jndustrialban? 442.—, Zivnostenska Banka 360.50, Angkobank 160.—, Oesterr. Kredit 148.—, Wiener Unionbank 16h.—, Wiener Bankverein 109.—, Buschttehradee Eisenbahn Lit.' "A 4tz0.—, Lit. B 194.—, Ferdinands-Nordbahn 6950.—, Praa-Duxer 196.—, Aussig-Teplitzer Eisenbahn , Nestomitzer Zuckerindustrie 1095.—, Bereinigte Elektrizität Wien 126.—, Brosche 900.—, Koliner Spiritus 676.—, Königshofer Zement 926.—, BreÜfelb-Danek 698.—, Ringhoffer 666.—, Simmermger 103.—, Rothkosteletzer Textil 273.—, Alpine Montan 274.60, Poldihütte 430.-, Prager Eisen 998.-, Oesterr. Berg u. Hütten 1660.-, Skoda 466.-, Jnwald 626.—. Budapefter Börse. Budapest, 18. Juni. Die heutige Börse eröffneie unter dem Drucke der bevorstehenden Versorgung und unter der Einwirkung der flauen Wiener Berichte recht träge und die Kurse bröckelten ausgehend von den schweren Werten während der « Börsenzeit langsam ab. Die Spekulation trachtete ,ihrer ements los zu werden, da sie durch die Stabilisierung der ungarischen Krone und durch den hohen Geldsatz dazu gemahnt wurde. Von der allgemeinen Flauheit waren nur einige ganz besonders favorisierte Werte mit österr. Kreditaktien an oer Spitze ausgenommen. Staatsbahnaktien lagen ziemlich gut behauptet. In der zweiten Börsenhälfte kam,, in Eisenwerten eine freundlrchere Tendenz zum Durchbruch. Dw Schlußtendenz war gleichfalls freundlich. Sch l u ß k u r s e: Ung. Kredit 73.000.—, Oesterr. Kredit 49.000;-% Britffch-Ung. Bank 11.476 —,Salgo Kohlen 169.000.—, Rimmnüranyer 39.260.—, Südbahn 37,250.—, Staats-ahn 148.000.—, Gran-Szaszvarer 96.000.—, Oberungarffche Kohlen 156.000.—, Drasche-Ziegel 63.000.—, Ungarische Allg. Kohlen 551.000.-, Urikany Kohlen 270.000, Adria 156.000.-, Clottlbe chem. Fabrik 26.800—, Ung. Eisenbahnverkehr 64.000—, Anglohank 11.476.—, Verein. Holz 5600.—, Koburg 21.500.—, Sp-dium 54.000. ■ BmmwollmaM. . Aew-Vorft» 16. Juni. Baumwollzusuhren inden atlant. «ch Golfhäfen 8000, im Innern 2000, Ausfuhr nach GroßbrttätMie« —, nach dem Kontinent —. Lokalmarkt miäälmar 29.10 (gestern 29.20). Tendenz: Unregelmäßig, Terminer Juli 27.88, August 27.25, September 25.60, Oktober 25.08, November 24.73, Dezember 24.52, Jänner 24.27, „ Februar —, März 24.20, April —. Mai . . Berlin, 18. Juni. (Devisenkurse.) — Anrsterdam 67.855 - (44.887.60), Belgien 7905:- (6209.-), Christiania 24,538.50 (19.201.60), Kopenhagen 26.3LÜ- (20.448.-), Stockholm 39.102.- (30.324.-), Italienische 6783.— (6911.50), London 680.793- (628.676.-), New-York 147.690.- (114.712.-),^ Paris 9236.60 (7231:60),'Schweiz 26.633.60 (20.698.-), Spanien 21.946.- (17.167.-),Wien 207.97 (166.33), Praa4438.50 (3481.-)/ Budapest 15.96 (13.36), Sofia 1860.- (1626.-), Belgrad 1620.60 (1266.60). . Berlin-. 18. Juni. (Notenkurse.) — Noten Dollar 147.630.- (115.460.-), Pfund 680.793.- (628.675.-), Italienische 6633.- (5311.50), Polnische 116.- (103.60), Tschechoslowakische 4438.75 (8491.25), Oesterr. gestempelte 201.75 (166.30). Prag» 18. Juni. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bänkamte des tschecho-slowakischen Finanzministeriums.) — Berlin*) 2.11 (3.-), Zürich 603.60 (598.75), Paris 209.75 (215.26), London 153.25 (153.63), New-York 33.70 (33.80), Belgrad 36.75 (37.12), Bukarest (-.-), Wien*) 4.55 (4.57'/*), Warschau 2.75 (3.75), Agram (-.-), Budapest*) 36.- : (40.-), Jugoslawische 36.62 (37.—), Oesten'eichische gestempelte Krone 4.58 (4.60), Polnische 2.50 (3.75), Ungarische 35.50 (36.50). *) Für 10.000. Budapest» 18. Juni. (Kurse der Devisenzentrale.) — Amsterdam 2871 bis 2941, Bukarest 37.50 bis 40.—, Kopenhagen 1302 bis 1337, Christiania 1218 bis 1253, London 33.785 bis 84.485, Berlin 0.0540 biS 0.0580. Italien 336.-bis 348-, Paris 460.- bis 472.-, Prag 219.50 bis 227.50, Stockholm 1943 bis 2003, Zürich-1315 bis 1350. Wien 0.1080, bis 0.1090, Sofia 95.- bis 97.50, Belgrad 80 - bis 82.50, New-York 7325 bis 7500, Warschau 0.0600 bis 0.0640, Brüssel 395.- bis 407;-,. graut, 18. Juni. (Devisen.) Wien 0.1240 bis Berlin 0.068 bis Budapest 0.92 bis Bukarest 45.- bis Italien 407.-bisLondon 407.- bis New-York 8800.- bis Paris 550.- bis Prag 265.50 bis —, Sofia —bis —, Schweiz — bis , Brüssel —bis 7-.—, Warschau —bis —, Amsterdam -.— bis —, Stockholm —.—. Amsterdam» 18. Jrmi. (Devisenkurse.) . London 11.76»/» bis 11.77, Berlin 0.0019 bis 0.0020, Paris 15.95 m XWI«; Schweiz 45.80 bis 45.87Wien 0.0035-/. bis 0.0036'/«. Kopenhagen 45.25 bis 45.50, Stockholm 67.60 bis 67.75, Christiania 42.30 bis 42.50, New-York 264.87 bis 256.25,. Brüssel 13.65 bis 18.72, Madrid 37.80 bis 37.95, Jtaliest 11.70 biS 11.77'/,, Budapest 0.03V« bis 0.04'/», HelsingforS 7.-bis 7.10, Prag 7.61 bis 7.65. Belgrad» 18. Juni. (Devisenkurse.) London 407.50 bis Paris 555.- bis New-York 8850.- bis Genf.1590.- bis Saloniki bis Mailand 406.- bis Prag 263.- bis Berlin 0.067 bis Wien 0.1245 bis Bukarest 44.60 bisSofia -.— . Ins Budapest 1.- bisBrüssel bis —, Amsterdam 8450.— bis —.—, Warschau —.— bis . Warschau» 18. Juni. (Devisen.) Berlin 0.88, London 642.000, New-York 195.850.-, Prag Wien 1.78. - Nerv-Nork>10. Juni. (Devisen.) London 461.50, Paris 629.75, Berlin o;08'/8, Mailand 459.75, Zürich 1796.50, Küpentaoeu 1780, Stockholm 2655.-, Christiania 1663, Amsterdam 3920.60, Prag '■ 299.76, Wien 0.14'/°, Budapest 1.26, Bukarest 61.-, Warschau 0.11, Madrid Helsingfors 276.75, Brüssel 589.—/ Kanada 2ls/lß unter pari. Brasilien 9545, Argentinien 3572 Belgrad — . Wiener Morgenzeitnns. - 19. Juni 1923 Seite S Pus dem Lande der Karpaten. K a s ch a u, 12. Juni. Der jüdische Sport hat in der Slowakei gefährliche Gegner und zwar die pseudoungarischen Vereine. Letztere sind mit jüdischen Assimilanten förmlich durchsetzt, die die jüdischnationale Sportbewegung auf Schritt uno Tritt bekämpfen. Diese Patenimagyaren bemühen sich, uns die besten Kräfte zu entziehen, so daß wir unter diesen Kapereien empfindlrch zu leiden haben. Die Kaschauer Hakoah, die seit drei Jahren besteht und den Assimilanten ein Dorn im Auge ist, kann über eine gewisse nicht sonderlich hohe Entwicklung nicht hinauskommen. Wir pflegen jüdischen Geist und in unseren Reihen spielen zum Gegensatz von Hakoah (Olmütz) (!) und Makkaoäa (Ruzomverok) (!) ausschließlich Juden. Unser sehnlichster Wunsch wäre es, einmal die Wiener Hakoah begrüßen zu können. Ihre Leser können sich bestimmt von der moralischen Bedeutung eines Auftretens des bedeutendsten jüdischen Vereines in der Ostslowakei keine Vorstellung machen. Wir benötigen dringend auf unserem , exponierten Posteneinen moralischen .Rückhalt und den kann uns nur die Wiener Hakoah verleihen. Unsere Vereine kranken - daran, daß die besten jüdischen Spieler nicht zu uns kommen und sich in ftemdnatiönalen Lagern herümtreiben. Trotz-- dem spielt die Hakoah in Kaschau eine ganz gute Rolle. Wrr haben die stärkste Turnabteilung (80 bis 100 Turner). Wir beitzen Schwimm-, Touristik- und Radfahrsektionen. Weiters testen wir zwei.Damenhandball- und vier 'Fußbällmann- : Haften. Unsere Benjaminmannschaft ist die beste; der Slowakei. Für uns ist es von großem Nachteil, daß wir von den Brudervereinen so weit entfernt sind.'- Obwohl die Sportler eine 33prozentige Ermäßigung auf den hiesigen Bahnen haben, so ist das Reisen doch sehr teuer. Die jüdische Sportbewegung macht demgemäß in der Slowakei nur sehr langsam Fortschritte. Wir arbeiten aber unentwegt weiter, um dem Beispiel, das uns die Wiener Hakoah gibt, zu folgen. Was die allgemeinen Sportverhältnisse anbetrifst, kann festgestellt werden, das; die Tschechen rm Fußballspiel den Ungarn den Rang abgelausen haben. Die Tschechen erfreuen sich auch der tatkräftigsten Unterstützung. So erwarten sie in nächster Zeit den Besuch von Viktoria (Pilsen), Union Zizkov (Prag) und C. A. F. K. (Prag). __ Ing. Goldberger: Grazer Sportbrief.; . Graz, 7. Juni. Die Hakoah hatte pw ersten Male eine italienische Mannschaft verpflichtet, und Ovar den Meister von Triest, Edera. Dieses erste, Zusantmentressen mit ' der italienischen Mannschaft hatte für, die-Hakoah sowohl einen sportlichen wie auch.einen moralischen und, g-esellschaftlichen Erfolg. Die gesamte italimische, Kolonie mit. Generalkonsul Jbone und Masor Carrara sowie die Spitzen-der Behörden hatten sich zu diesem Spiele eingeftlndon. Die Italiener kamen Samstag nachmittags mit- -dem Schnellzuge. 13 Mann stark, am Hcmptbcchn- Ihofe an und wurden vom Vorstände der Hakoah, dom italieni- .schen Generalkonsul sowie von zahlreichen Mitgliedern der Hakoah und der itabenischeir Kolonie 'begeistert empfangen. Im Wcrrtesaal 1. Klasse, den die BaWdivektion iiu liebenswürdigster Weise zur Verfügung "gestellt chatte und der mit Aauweißen, italienischen und österreichischen Fahnen reich geschmückt war. fand die erste offizielle Begrüßung statt. Herr Zilz begrüßte Edera im Namen der Hakoah in italienischer Sprache, im Namen von Cdcra antwortete deren Kapitän. Ferner sprachen noch General-könfuI Jdone sowie Mcvsor Carrara. Hierauf wurde in mit Blumen und Fahnen reich -geschmückten Autos eine Rundfahrt durch ' die Stadt «vernommen. Dann wurden die Italiener ins Hotel Elefant ge-' bracht. Abends vevcinigte Gäste und Gastgeber sowie zahlreiche Mitglieder - der italienischen Kolonie eine gesellige Zusammenkunft am Hilmtoich. Der nächste Vormittag galt der Besichtigung des reizenden Schloßberges, am Nachmittag fand das Wettspiel statt. Gegen 2000 Znschamr hatten sich auf dem festlich geschmückten Hakoah-Platze eingefunden, um der ersten Begegnung der Hakoah -mit einem internationalen -Gegner beizuwohnen. ' ... Die Italiener in schmucker roter Dresse, die Hakoahner in Blau, betreten unter lebhaftem Beifall das Spielfeld. Die Jtalieiier sind eine flinke, körperlich starke Mannschaft und haben ihre Hauptwaffen im Flügelspiel. Der Goalmann ist besondere^ Klaffe, war er doch schon im Jahre 1920 international tätig. Die berdm Verteidiger waren sehr energisch rmd stoßsicher. Uebervaaend spielte der Mittelläufer. Gut gefallen konnten noch der Mittelstürmer und die beiden Flügel. Hakoah in folgender Aufstellung: Freibergex 2; Bettelherm,' Schächter: iLöwensohn. Grimtzut, Feder; .Kraus 1, Kraus 2. Adler. Bürger. Feldstein. Das Verteidigungstrio stellte voll und ganz seinen Mann. Schwach war Löweiilsohn in. der Deckung/da er seinen Flügel nie bewachte und sich immer in der Plätzmitte herumrrieb. Der beste Mann im Vorspiel war Bürger. Auch Adler und Kraus 2 arbeiteten sehr brav, etwas schwächer waren die Flügel. Vor dem Spiele fand die offizielle Begrüßung auf dem Platze statt und nach den verschiedenen Ansprachen wurden die üblichen Blumensträuße ^wechselt. Sofort nach Abstoß bemächtigte sich Hakoah des Balles, und bevor sich die Italiener noch recht besinnen, vermag Kraus 2 den ersten Treffer zu erzielen. Nun kommen die Italiener zum Worte und rn der 15. Minute kann der Mittelstürmer an den hera^iZlaufenden Tormann vorbei den Ausgleich erringen. In der 28. Minute erzielte der MittÄüufer nach einem schön getretenen Korner durch ein herrliches Kopfgoal für Trieft die Führung. Doch nicht lange sollte die Freude der Italiener dauern, denn Bürger gelingt es im Alleingänge, den Ausgleich wieder herzustellen. Nach Seitenwechsel ist eS wieder Bürger, der bereits in der 8. Minute ffür Hakoah durch einen Bombenschuß den dritten Treffer erzielt. Bis zur 30. Minute offenes Spiel. Durch die Zuruse der zahlreichen Landsleute angefeuert, unternehmen nun die Italiener heftige Angriffe^ um nicht geschlagen in ihre Heimat zurückkehren zu müssen; dle.Hakoah ist zurückgedrängt, . doch vermag das Hinlepspiel den knappen Vorsprung zu halten, und als vielbejubelte Sieger verlassen die Hakoahner. das Kampffeld. Schiedsrichter Fasching hatte bei der fairen Kampfführung leichtes Spiel, im übrigen war er aber sehr gut und sicher in seinen Entscheidungen . Am Abend fand 'int Hotel Elefant ein Bankett statt. Dr. Spiegel hielt süv die Hakoah die Begrüßungsansprache, nach ihn: sprachen noch für die Hakoah die Herren Zllz und Fischer, für Edera deren Kapitän.- dann noch der Generalkonsul und Major Carrara. Den Italienern.wurde von Herrn Fischer ein herrliches Diplom überreicht als dauerndes Andenken an ihre erste Anwesenheit in Oesterreich. In allen Re- -den wurde-betont, daß durch den Sport die Gegensätze zwischen den einzelnen Nationen vaseitigt werden, und daß nunmehi lvieder Freundschaft herrschen wird. Von den Italienern wurdl der Hakoah dafür Dank gezollt, das; sie es gewagt hatte, als erste steirische Mannschaft mit. Italien die freundschaftlichen sportlichen Beziehungen aufzunehmen. In später Nachtstunde schied man erst, nachdem noch vorher Gesang und musikalisch,' Vorträge stattgefunden hatten. Am nächsten Vormittag veranstaltete die italienische Kolonie eine Zusammenkunft, wobei die Hakoahner als Gäste anwesend waren, und -auch hier wurde die Bedeutung des. ersten Gastspieles der Italiener in Graz betont. Die JMemr fühlten sich im Kreise -der ^Hakoahner -nicht.wie unter Fremden, sondern wie unter Freunden. Mit dem MittagSschnellzug verließen die Gäste wieder Graz. Sie -wirrden von zahlreichen Hakvahner-n aus die. Bahn geleitet, dann wurde nochmal von den in so kurzer Zeit liebgewonnenen Freunden Abschied genommen und der Zug fuhr unter lebhaften Gvviva!- und Hedad!-Rusen 'dem sonnigen Süden zu.' Die Italiener waren über die über Erwarten liebenswürdige Aufnahme seitens der Hakoah derart 'begeistert, daß sie nicht genügend Worte des Dankes fanden. Sie erklärten, -die wenigen Tage, die sie im Kreise der Hakoah verbracht hatten, nie vergessen m können und versprachen beim Gegenbesuch in Triest sich nach Möglichkeit revanchieren m wollen. Für die Grazer Hakoah möge dieser italienische Awsent« hall ein Anlßpvrn zu neuen Taten sein, denn durch den Verkehr Mit internation'allen Gegnern wächst das Können und festigt man auch seinen Ruf. Die Hakoah hat mit dichem Spiel dem jüdWen Sport sicher Ehre gemacht. Das gute Spiel und die gastifreunldlich-e Aufnahme sichern- Hv über die Staatsgrenzen hinaus einen guten Namen. mnc. Die Ausländerfrage kam in 'der gestrigen VoOandUitzung zur Sprache. Es lag ein Antrag vor, Ausländern SPieWewilligung für MeisterschaftHpiele der eristen Mannschaften erst nach einjähriger Seßhaftigkeit zu -erteilen., Der Vorstand erklärte sich in dieser Sache alber für «inkoimpetent und vertagte . auch die-weitere Debatte, um den „beiden" Gruppen noch Gelegenheit zu geben, hierzu Stellung zu nehmen. Die Affären des W. A. F. Das Wiederanfnahmsverfahren gegen den W. A. F. weigen der Tnmultszenen anläßlich.'des Zieles W. A. F.—Hakoah evgäb neues außerordentlich belastendes Material geg.en die HMt-eldorser, so das; diese Sache an den Struma rückverwicsen wurde, der binnen acht Tagen einen neuen Beschluß zu fassen haben wird. Im Verlause der Debatte evgab sich Wrigen-s die merkwürdige Tat- ' suche, daß z. B. der Sp'-eler M-a-ttaufchek wegen versuchter Jnsnllt-er-ünig des Schiedsrichtters nur mit 6 Wochen Disqualifikation bestraft wurde, obwohl die „Mindesttax-e" - für dieses Vergehen sonst mit 6 Monaten feistge-setzt jst. Schiedsvichterbesetzuna. Das Cupispiel Hakoah—SparMüb wird von Schiedsrichter Grnnlbanm, das Meisterschaftsspiel W. A. C.—Hertha von Schiedsrichter Kienzl geleitet werden. ' ' Rennweg—Slovan. Dieses Meisterschaftsspiel findet Donnerstag den 21. d. am Rennweiger-Platz statt.' Jüdischer Sport in Protznitz. Düs Zusammentrefferl von Makkabi und S. K. Prostejov bildet das lokale Derby. Demgemäß war es auch kein Wunder, daß sich beim Spiel eine Rekordznschauerrnenge eingefunden hatte. In der Stadt waren. Flugblätter, die -das Treffen ankündigten, verteilt worden und für -das Erraten des richtigen Resultats wurden Preise aus« > -gesetzt. Das Spiel war eines -der schönstell, das man -in Pros;- - Nitz, gesehen hat. Makkabi war bis zur Hälfte der zweiten Spielzeit überlegen. S. K. Prostejov erzielte das erste Tor., Bveuer 2 stellte aber sofort den Ausgleich her. Kodes; errang ' dann -nach einem. Zuspiel von Platzer, für Makkabidie Füh« r-nng. Na-ch Seiteilwechsel glelangt-m die. Tsch-echen. zu zwei , weiteren Treffern. Die heftigen Agnriffe -des Makkabi blieben. erfolglos, so daß der S. K. Prostejov mit 3:2 Toren den Sieg erranfl. Der Makkabi hatte einen ausgezeichneten Tag; er war entschieden die bessere Mannschaft, und die knappe Niederlage" kann als unverdient bezeichnet werden. Makkabi: Wolf; Spielmann, Richard; Klein, Breuer 1, Mohra; Krensz, Platzer, Breuer 2. Köv-eß, Steinitz. Reserven 3 :3. * ■■ . Züricher I. B. Hakoah—Juventus 2:2 (1:1). Durch dieses un-entischiedene Resultat sch-eiid-et Hakoah vonder weiteren Teilnahme an der Meistersch>aft aus. Bald nach SPieHeginn gcht Juventus in Führrrn-q. Nach vergeblichen Vorstößen gelingt Ackermann ein Durchbruch und der Ausgleich ist da. Bis zur Pause keine Aendernng. Nach Wi-cdevbeiginn erhall Juventus ein-en Penalty zugefproch-ell, den der glänzend spielende . Albramovioz mit Bravour hält, ciöemf'O den Nachschuß ans 2 Meter Distanz. Hakoah ist beim Penalty-Schießenglücklicher und stellt Apt-er das Resultat auf 2:1. ^Dasselbe bleibt br-8 zirka 5 Minuten vor S-chkuß, als der Schiedsrichter einen Pena'lih gegen Hakoah verfügt. Juventus erhielt so in der letzten Minute das ans-gleich-ende Goal, welches ihm die Meistersch-ast der Ostschweiz 1 einbringt, lieber -die Entscheide des Schiedsrichters,' die speziell >!n der zweiten Hälist-e zu 90 Prozent geigen Hakoah gerichtet waren, wird an anderer Stelle noch mchr )u sagen -sein. Hakoah hat sich tapfer g-chalten., Hervovzuhdben sind: Bor allem Mra-movich, der eine erstU-affiae Parti-e lieisevte, tXpter - und Ackemrann. Die Backs waren viel sicherer als gegen B. C. Den übrigen wird ein eifriges -Training gut tun. Sparta—D. F. C. 7:1. lieber diese katastrophale Niederlage des D. F. C. schreibt das „Präger TaM-atllst „D. F-,C.- erltitt gestern auf eilgenem Platze dl-e größte Ni-edorlage seit Jahren. Spart-a war dabei Hrem G-epner nicht immer in denh ' Maße überlegen, als es das Torverhältnis ansdrückt. Zeit-, weise — es waren die letzten 20 Minuten der ersten Ha)b-> zeit — kombinierten die Blau-Weißen recht hübsch und zeig-- ten, daß sie spi-Äen könnten. Allerdin-gs nur spielen, dein: dev Kampfgeist war nur auf seiten der Sparta vovhaoden, die. dalbe-i nicht einmal ihr-en besten Tag hatte. B-e-i D. F. C. vcr-- . saaten beide Flülg-Mänfer, M-ahrer konnte trotze ausgezeichneter Disposition die Arlbeit für övci nicht bewäÄgen.,Dadurch wurden die beiden Verteidiger überlastet. Bei Sparta war Kozeluh gut in Form. Das Haff war dem des D. F. C. . um Klaffen überlegen, di-e Verteidigung unsicher. Taktisch war die Sparta ihrem Gegner überle-gen, in kritischen Mour-eriten sah man beim D. F. C. merkwürdige Sachen. Eigene Leute, wurden angeganigen, es fiel n-ie-nrandem ein, freie Gegner zn beisetzen, Mann zu halten. So war es kein Wunder, daß Sparta ihre Tore leicht erzielte. Deutschland gegen Schweden. Wr den am 29. Juli in Stockholm stattifindenden -Länderkampf Deutschland g-egei» - SckMden hat der Deutsche Fnßballbnnd folgende ManirschM aufgeste-llt: Zörne-r (Köln); Müller (Hamburg), Riffe (Dussel-, dorf); Riegel (Mruiberg). Popp (Nürnberg), Hagen (Fürth) Montag (Berlin), Franz (Fürth), Seiderer (Fürth), Wieder- (Nürnberg), Sutor (Nürnberg). Die schwcdiijchc Mannschaftlautet: Lindberg; Lund, Svenssonp Klingström, Friberg, Andersson; Wenzel, H. Dahl, Ohlsson, A. Dahl, Köck. Schweizer Fußballer in Skandinavien. Die schiveizeri-sche. Nationalmannschaft üntcrr..wnnt eine große Nordlandsrei-se,- 330007