Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1551 (8.6.1923)
- Date
- 1923-06-08
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1551 Wien, Freitag 112.000.—, Drasche-Ziegel 49.000.—, Ungarische Allg. Kohlen 372.000.—, Urikany Kohlen 905.000, Adria 91.000, Clötklde chem. Fabrik 20.250-, Nng. Eisenbahnverkehr 49.000- AngloLank —, Verein. Holz 2700.—, Koünrg 16.000.—, Spodium —. - Aew-Vvt'b» 6. Juni. Bcmmwollzusuhren in den atlant. und Golfhäsen, 2000, im Innen: 1000. Ausfuhr nach Großbritannien 3000, nach dem Kontinent 5000. 'Lokalmarkt middling* 28.45 (gestern 28.—). Tendenz: Stetig. Termine: Juni 26.25, Jnli 27.16, Angust 26.20, September 24.95, Oktober 24.28, November 24.08, Dezember 28.89, Jänner 23.62, Februar 29.55, März 28.49, April-.-. Sie Devisenkurse. Sctlitt, 7. Juni. - (Devisenkurse.) — Amsterdam 31.047.- (30.124.50), Belgien 4398.50 (4314.-). Christian!« 13.266.60 (12.468.60), Kopenhagen 14.364.- (13.865.-), Stockholm 21.147.- (20.349.-), Italienische 3690.50 (3491.-), London 367.080.- (335.110.-), New-York 79.301.- (76.807.-), Paris 5107.- (4837.60), Schweiz 14.304.- (13.416.-), Spanien 11.999.60 (11.172.-),Wienll1.22(102.74),Prag2350.-(2234.-), Budapest 13.76 (12.46), Sofia 849.60 (798.-), Belgrad 902.50 (852.60). Berlin» 7. Juni, («otenkurse.) — Noten Dollar 78.603.- (74.313.-), Pfund 367.080 - (355.608.-), Italicnische 3665.50 (3441.-), Polnische 122.- (122.-), ' Tschechoslowakische 2344.- (2204.25), Oesterr. gestempelte 105.70 (101.20) Prag, 7. Juni. (Devisenkurse. — Mitgeteilt von: Bankamte d-S tschecho-flowakischen Finmizministeriums.) — Berlin*) 3.89 (4.80), Zürich 610.75 (605.75), Paris 220.25 (221.25), London 164.25 (164.26), New-York 33.80 (33.60), Belgrad 38.37 .(39.25), Bukarest —(-.-), Wien*) 4.58 (4.58), Warschau 5.10 (5.45), Agram —.— Budapest*) 68.— (60.25), Jugoslawische 37.75 (39.—), Oesterreichische gestempelte Krone 4.57'/, (4.59'/,), Polnische 5.10 (5.40), Ungarische —(53.—). *) Für 10.000. Bu-apest, 7. Juni. (Kurse der Deviseuzentrale.) — Amsterdam 2068 bis 2148, Bukarest 27.25 bis 29.25, Kopenhagen 974 bis 1004, Christiania 888 bis 918, London' 24.630 bis 25.230, Berlin 0.0670 bis 0.0710, Italien 250.-bis 260.-, Paris 345.50 bis 365.50, Prag 159.50 bis 165.50, Stockholm 1418 bis 1468, Zürich 960 bis 990, Wien 0.0745 bis 0.0785, Sofia 57.50 bis 59.50, Belgrad 61.60 bis 63.50, New-York 5326 bis 5476, Warschau 0.0940 bis 0.1020. Brüssel 298.60 bis 308.50. Agram, 7. Juni. (Devisen.) Wien 0.12775 bis —.—, Berlin 0.1150 bis —, Budapest - bis —-, Bukarest 46.60 bis -.-, Italien 425.-bis London 417.50 bis New-Aork 9000.- bis Paris 580.- bis Präg 371.60 bis —, Sofia —bis —, Schweiz 1631.— bis —Brüssel —bis —, Warschau —bis — Amsterdam —bis —, Stockholm —.—. Amsterdam, 7, Juni. (Devisenkurse.) London 11.79V* bis 11.80%, Berlin 0.0032'/, bis 0.0033, Paris 16.47% bis Brief, Schweiz 45.90 bis 46.-, Wien 0.0035'/, bis 0.0036'/,, Kopenhagen 46.65 bis- Brief, Stockholm 67.80 bis' 68.-, Christiania 42.36 bis 42.55, New-York 264.75 bis 25525, Brüssel 14.20 bis Brief, Madrid 38.50 bis 38.70, Italien 11.85 bis 11.95, Bildapest 0.04*/, bis 0.05'/,, Helfingfors 7.- bis 7.10, Prag 7.62 bis 7.65. Belgrad» 7. Juni. (Devisenkurse.) London 418.— bis —, Paris 590.—btt —, New-York 9000.— bis —.— Genf 1680.- bis Saloniki bis Mailand 425.- bis Prag 277.-bisBerlin 0.1160 bis Wie» 0.1295 bis Bukarest 47.60 bis Sofia 92.- bis Budapest 158 bis Brüssel bis —, Amsterdam —bis —.—, Warschau —.— bis —. Warschau» 7. Juni. (Devisen.) Berlin 0.77, London 886.560.-, New-York 61.600.-, Prag 1866.—, Wien 0.79'/,. New-AorK» 6. Juni. (Devisen.) London 462V«, Paris 846%, Berlin 0.013'/,, Mailand 470.25, Zürich 1804.-, Kopenhagen 1829, Stockholm 2664.-, Christiania 1667, Amsterdam 3921.-, Prag 299.-, Wien 0.14125, Budapest 1.876, Bukarest 53.-, Warschau 0.18, Madrid 1516.-, Helfingfors 277.26, Brüssel 559.50, Kanada 2*/„ unter pari, Brasilien 9718, Argentinien 3610, Belgrcw 128,—. Copyright 1SH3 Nachdruck verboten. kyR-LCwitVerlag,WIon-Leiprig. (6. Fortsetzung.) Z« Polens WAdem. Roman vor: I. Opatoschu. Autorisierte UebertvcMNg aus dem JWtschen von Säeg s r>i e d Schmitz. Der alte Schlachtschitz mit dem Adelswappen an der Wälid, mit den: Juden, der feine- Geschäfte führte, tvar selten gestvorden; das junge Geschlecht, das in Warschau, Rom und Paris aufwuchs, kannte dos Dorf beinahe nicht. Der junge Schlachtschitz tanzte und sang mit der Cou-rtisane, zahlte Hunderte für einen Rock in schreienden Farben nud warf Taufende für ein - halbnacktes Füßchen hinaus. — Da seufzten die dichten Milder Polens, sie wurden schütter und gingen in jüdische Hände über. Die Stämme würden zu Flößer: gebunden und den gangen Sornmer lang sandten Inden auf der Weichsel. Hotz nach Deutschland. Neue Wälder zu pflanzen, lohnte dem Gutsherrn nicht, es dauert zu laug, bis ein Wald erwächst. So wurde:: die Stümpfe ausgebrannt und das Land beackert; von den Wäldern blieb keine Spur. Am Ostermontag nachrntttags waren die. Fischer in den Wald gezogen. Der Wald Lvar alt und gemischt. Die Bäume wuchsen wie Zwillinge, einer im aUdern. Da es ihnen zu eng war, reckten sie ihre grauen Wurzeln aus der Erde, wie der- Iva-mpste Glieder. Die vi-eläst'rgen Eichen, die gewaltsam,.in.hem dichten Wald aufsprießten, sich krümmten und Äie nächsten Bäume bis zur Dürre' ausfogen, hatten kleine weiße Blüten angesetzt; tief sin Walde, wo die Sonne fast nie hinkam und noch Stück: Schnee tvie alte verkrochene Lammfelle lagen, zog sich ein« Reihe rötlich. erblühter Nußbäumchen vermischt mit schmalen Lärchen und teilten ihn in Adels- Wald und Bauevmvald. Talwärts, im Bauernwald, roch die hügelige dampfende Erde nach frischgebackenem Brot, nach eingeweichter Eichenrinde. Die Bäume, mit ihren krummen, ineinander verfilzten Aesten, die wie Hände aussahen, Wiener Morgenzeitung. 8. Juni 1928 Seite 9 Tv-vl Wacker (München)—-Sportklub 1:1 (0:0). , Mäßiger Sport. SpoMirb-iPlatz. 3000 Zuschauer. Schiedsrichter Soemanu. Wacker: Bernstein; Hlrrl, FM; Wäber, R-chle, Klütgseis; Werndl, Gaul, Semller, Nelbauer, Mtvater. Sportklub: Gdi; Lowak, Teufel; Plauk, Mädermann, Zankl; Bauer, Dhünmler, Karl, Powolny, Giebiisch. . Die JuviläUlMsveranstaltung des Wiener Sportklubs hatte nur oist-e sehr geringe Zuschauerrueuge nach Dörnbach gelockt, so daß auch der. Rahmen des von/beiden Mannschaften in kaum zweiMassigr-m Stile gefAirten Kampfes sich nur wenig von fc-em eines Spieles der unteren Massen unterschied. SporMub war immerhin die weniger schlechte Mannschcvft und hätte einen knappen Sieg verdient, das wenig energiische Spiel seiner Stürmer und eine Fahrlässigikeit der Verteidmung lbvachten die Wiener aber um den erwarteten Erfolg. Die von Schaffer und allen guten Geisterm verlassene Münchener Gllf hatte in ihren Reihen zwar mehrere.Spieler von Namen, der Geisamteindruck ihrer -Leistungen muß aiber trotz anu<chm>baren technischen Könnens als sehr schwach bezeichnet werden. Weit über ihre Partner wären nur der Mittelläufer Relhlle, der Tormonn Bernstein und Nebauer -im Sturm M stellen, während Mdater und Gaul ebenso enttäuschten lote ihre wen>iger bekannten Kameraden. Die Dornbacher hatten ihre bästen Leute in Teufel sowie dem linken Flügel Giäbisch-Powoluy. Die Deckung entsprach nur bitweise und elbenfo. konnten Karl Kannihäufer ustd der Rechtsaußen Bauer nur pevivdenkveffe befriedigen. Lowcck ersetzte Beer nicht. ' . In der erstci: SpieWPe wechseln die ^Angriffe" (wenn man von solchen in diesem Zeitabschnitt überhaupt reden kann), nach der Pause wird Sportklub besser und überlegen, . beherrscht auch fast ständig das Feüd. Es dauert nicht lange, bis es Bauer gelingt, mit schönem Schüsse feister Mannschaft die Führung zn erringen. Man sicht mm einige nette, von Karl eingeileitete Aktionen, weitere Erfolge vechütet aber der tüchtiige BerMein. In der letzten Minute des Spieles gibt Dufel einen Ball hoch, zurück und über den herausgölanfenen ©bi geatzt das Leiber m das Netz, den Gästen zu einem bill-itzen AusKeich vechelfend. _ rsichln Meister das Torverhältnis Sorge, da -es weiseutllich Ichlechter wie das des U. T. E. ist. Er trat deshalb gegen den pickllschwachen M. A. F. C. mit der kompletten Mamvschaft, üe den Befehl hatte, möglichst viele Tore p schießen, an- Der M. T. K. hatte auch die Genugtuung, mit 9:0 (3:0) zu siegen, doch derdamt er dieses Resultat weniger dem eigenen Können-, als bcm vollkommen unfähigen und indolenten gegnerischen Tormann, 'der auch vom eigenen Kapitän vom Felde gewiesen wurde. Eine unestvartete 0:l«Miederbage, erlitt der V. A. C. durch Zuylo. Dev jüdische Verein beging den Fehler, seinen Gegner zu unterschätzen. Als zur Muse das Resultat gegeben war, bemühte sich der V. A. C. nach Seitenwechsel, Pen Bor- Sirung der Gegner aufzuhoilen. Er war auch stark überilegen, och waren die Stürmer nicht imstande, selbst die günstigsten ©Hamen Mszunlützen. Bel V. A. C. fehlte nun auch Kbves, der Breuer 2 nach Prvßnitz gefolgt ist. Den: MaMabi (Protznitz) gebührt das traurige Verdienst, seinen Bndapester Bruder- Verein ganz bedeutend geschwächt zu halben. Der F. T. C. hatte große Mihe, um itrifc dem 3. Byzivk T. V. mit 3:2 (3:1) Toren fertig zu werden. Die Sieger waren wohl technisch und taktisch stark Merlegen, doch machte sich bei ihnen nach der Pause die MüdvgEeit geltend. Dev F. T. C. mußte nämlich während der letzten acht- Tage drei so schwere Spiele wie gegen U. T. E., M. T. K. und 3. BetzirE T. B. absolviere::. Mit zahlreie^n Ersatzleuten -traten U. T. E. und Kispesti A. C. zum Mmsterschalftsspielt an. Während aber die ErlatzLräste des ersteren Verelnes ihrer .AuWibe voMonrmen gerecht wurden, kormte der Nachwuchs des K'rspesti A. C. rächt gefallen. U. T. E. siegte demgemäß veM-ont 4:1 <2:0). In ausgetzeichneter Form befand sich wieder PrUbvs, der drei Tore erzielte. Auch die Brüder FoA zeigten sich als Meister ihres Faches. Mit einer gewaltigen Ueiberrcvschung wartete DorÄdes auf, welcher Beroin sich von M. A. E. 0Ä (0:1) schlagen ließ. Der Grund für die Niederlage ist darin zu suchen, daß der ' erkrankte internatiowabe Mittelläufer Hajos den Ästforde« runigen nicht gewachsen' war. Auffallend schlecht war der mttet* nationale Flügel Hi-Her-Weiß. Die Budctpefter Meisterschaft. . G u da Pest, 4. Juni Der M. T. K. setzt alle Hebel in Bewegung, um nicht von U. T. E. überholt zu werden. Bor allem macht dem ungalMVVVVlMM? 1 Freitag den l8.Jrmi l.J.,» Uhr abe«ds, DuAf ItuUllllJu! in Weigls Dreherpark, Freilnftarena MM8kÜK»VK8LM um rille österr. Meisterschaft im Welterjyewlclit Lv Runden 4 »Unzen.Handschuhe harte Bandage» aswlschen srterjtr«» FranzCzertty östrrr. Weltergewichtsmeister als Herausforderer ausserdem Sepp! Pirzl Hans Wesselittch süddeutscher Mlttelgewichtsmelstrr . österr. MttelgewichtSmeister Erich Köhler Franz Slad.ek Fliegengewichts meister v. Deutschland vst.Ex-Amatrurmrister i.Fliegcngew. Otto KlingensfteBner Pepl Steinbach bayrischer Weltergewichtsmeister als Herausforderer Vorverlaufsstellen: Tageskasse Weigls Dreherpark; Sporthaus Wohl,!., Kärntnerstr.; Sporthaus Lazar, IX., Koling.; Sporthaus Everfit, I.,Stefans» I Platz; Hotel Hirtzinger Hof; Sportabteilung Gerngroß A.-G.; Sporthaus Hubertus, Xv^ Mürzstr. 54; Sporthaus MG Moldau, VH..Wrstbahnstr. rs; Sporthaus Forifchritt, VH.,Neubaug. l*; Sporthaus Schötterl L To., VU., Westbahustr. 81; Eafö Hairer, vorm.Stöckfellner, Währin grrstr.; CafS Neubau» Westöahnftr. K0; Cafü Imperial; Cafö NeichSrat; Sportklub W.A.C.,Hegelg.; Kunstsalon B. Kurz, I., Weihburgg. 4, Stefansplatz 3; Konzertu» Theaterbureau, XIII., Hietzinger Hauptfttaße L4 10080 Sh»»- -er Meifkerfchast. 'S. M ' vrr«i« t K iS s Z L § Punkte M. T. K. . . . . 21 16 3 2 58 15 35 U. T. E. 20 15 2 3 48 10 32 F. T. C. 21 11 8 2 31 17 30 VasaS. 20 8 8 4 29 27 ■ 24 TSrekveS .... 20 8 6 6 36 30 22 Zualo...... 3. Bezirk .... 21 7 5 9 ■20 27 19 20 7 5 8 21 33 19 B. A. C. .... 21 6 7 8 23 . 28 19 B. T..C. . . . . 21 6 5 10 21 35 17 KispestiA.E.. . . . 21 3 9 9 .15 25 15. M. A. C. 21 3 2 16 10 36 8 M. A. F.C.. . . 21 2 4 15 10 39 8 Spiele jüdischer Vereine. Weden—Kadimah 3:0. Der jüdische Verein mußte mik vier CrsvtzlM>ten antr-eten und hatte demgemäß von Haus aus keine Siegesaussicht-en. Trotzdem hätte ein knapperes Resuiltat dem Kräst-everhältstis besser entsprochen. Die Kadim-ahn-er hatten aber unter der devben Spieliweise der Gegner empfindlich §uleiden. Bereits ist den ersten zehn- Minuten fielen Zwei Tore und der Mische Verein konnte trotz ständiger U-eberlegenheit das Resuiltat nicht günstiger gestalten. Rach SeitenwechM verließ Kolisch (lKadimah) verletzt das SPilHclld. Baild darauf diktierte der Schiedsrichbev einen Elismeterstoß gegen' Kadimah, der vom Tormann Bär abgewchrt wurde. Der Unparteiische Keß den Strafftoß wiederholen und diesmal kcnn tauchten wohlig ihre Wurzebn in den fetten smnpfigen Boden und ihre sonst schwärzliche Rinde war van der Feuchti-Mt fast-rot geworden.' Bevgaufwärts, im Adelswald, wo der Boden sandiger ist, hatten Fichten den Schnee von sich vbgeworfen nud sogen durch ihre Wurzeln wie durch Adern Nahrung von der Mutter Erde und grünten. Satt und angequollen, wie volleutrige Kühe, baten sie fast die heißblMgen Maldheger und die rnüderr Wanderer, die Lippenanzulegen und zu trinken. Mordechai und der Vater standen im- Wald, zahlten die gefällten Stämme und bezeichnetett sie mit roten Kveidesimchen. Der alte Abraham lief m ein paar hohen Stiefeln und einem kurzen Wrnterrock brummig von einem Baum zum zweiten, schnupfte fortwährend aus feiner silbernen TabaBdofe, rümpfte die spitze Rase, schnellte die Tabaksveste Von den FÄvgersPitzen nnd seine Worte kamen stoßweife, wir Dampf aus einem 'Kessel, aus seinem Munde: Much Bäume! Na ja, wenn man sich auf nremarü>en verlassen kann! Du loavst doch beim Fällen dabei? Wo hattest du deinen Kopf? Wer dn bist immer zerstreut. Zum Lernen, mein lieber Sohl^ -hast du so viel Luft wie dein Vater! Gut, ich habe nichts dagegen! Was denn? Wie ich in deinen Jahren war, da war ich schon ein fertiger Händler! Bin mit den ältesten Leuten als Sachverständiger uritgefahren! Und du? Nichts!" — Abraham zucktedie Achseln. — ,/Späne haben sie gefällt, die HunÜskerle, keine Bäume!" „Wenn das Späne - sind" — Mordechai, kräftig und sonnverbrannt, wies lächelnd mit der -Hcmd auf die gefällten Bäume — ,/baitn sei das nächste Mal so gut, Bater, beurüh' dich allein hinaus und sage den Bauern, sie mögen Bäume fällen und nicht Späne!" „Was, das sollen Bäunie sein?" — fuhr der Alte los, faßte den Sohn beim Aemnel und wies auf einen der gefällten Bälume. — ,Hür 'wie alt HUtst du zum Beispiel -dieses Bäumchen da? Was, die Ringe zäW du gar? Geh' weg, Esel!" ^Natürlich zähle ich! Ich bin ja kedr Prophet!" — antwortete' Mordechai. ,Mie ich so alt war wie du, habe ich nach den: Augenmaß erraten, wie alt ein Bäum ist!" — brmmnte der Alte wütend, stieß den Sohn beiseite und bückte sich tief nieder, daß der rote Nacken sich säst bis zum Platzen straffte. — ^Da schau her, wie man mißt: 5 >Zoll, 10 —'— — nun? Ein Bäumchen von einigen vierzig Jahren; soll man das GesiUdel nicht Hängens ,>Aeltere Bästme habe ich da nicht gesehen!" — entschuÄgte sich Mordechai. ,/So schlagt man nicht! — schrie der Alte. — „Der Vmnp ruiniert den ganzen Wald! Das Herz, könnte einem breche^! Wenn man bei-seinem Vater irrtüuckich einen hundertjährigen Baum gefällt hat, so mutzte man ihn verstecken — er war zu fmrg! Und jetzt-- ihn kümmert das nicht! Er ihat ja schwer gearbeitet, der Lump, für diesen Besitz. Jetzt sitzt er dort, der Saufbold, in Paris, schreibt Wechsel, bringt ein Vermögen für Unsinn durch und alle Arbeit des Alten geht in Nichts auf!" Mordechai wußte, daß er nicht antworten durfte; der Vater würde sich ausschreien, vergessen und aufhöreu. Mer es lag ihm im Blut, wie bei der ganzen Familie,^ nicht zu schwelgen. Das war angeborne Streitsucht. Und obwohl Mordechai beschlossen hatte, nicht zu antworte:^ sprach es, ohne daß er es wollte, aus ihm heraus! ,M:MM regst du dich so auf? Er will schlagen — mag er! Es ist doch nicht bete Wald.^ ,^Fch will aber nicht!" — fuhr der Alte los und schnaufte, durch die Nase. „Das genügt nichts — Mordechai lächelte. — bist nicht der Besitzer, Bater!" ,Do -lange ich lebe, bin ich der Herr!" — schrie Abraham den Sohn cm und es sah aus, als wolle er sich auf ihn stüWN. — ,^Fch habe es schwarz auf weiß vom Men, daß -mich keiner kündigen kann, so lange ich lobe! Bevstehst du, Trottel?" ,Mvoßart-ig!" — Mordechai wurde Hitzitz. — „Wer spricht vom Kündigen, ich meine, Wälder seien dazu da» .aß man sie schlägt!" (Fortjetzu-ng solM