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Wiener Morgenzeitung · 1923-06-07 · Heft 1550 (7.6.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1550 (7.6.1923)
Date
1923-06-07
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 1860 Wien, Donnerstag Bollswiü. Gestempelte Krone --- k.SS78Vt Centimes. Auszahlung Me« --- 0.SÜ78 Centimes. JA Zürich notierte sie österreichffche §krone . . 0.0078 (0.0078'/, am 5. Juni) He Lsterr. gestempelte Krone 0.0078'/, ( 0.0073»/. am 5. Juni) >ie tschechische Krone . . . 16.60'/, ( 16.59 am 6. Juni) sie Mark .. 0.0076 ( 0.0088 aiu 5. Juni) poffaiti . 217.40 (217.80 am 6. Juni) llew-Aoick. 554.75 (554.25 am 5. Juni) London ... . . 25.66 ( 25.68 am 6. Juni) Paris ,«,«»»»«» 36.— ( 35.50 am 6. Juni) Nailand 26.05 ( 25.55 am 5. Juni) Belgrad » ,»««»»», 6.85 ( 6.80 am 5. Juni) Bukarest .. ( — .— am 5. Juni) Epofta •■•••••■*• 6 — ( 6.05 am 6. Juni) Budapest . 0.10 ( 0.10'A am 6. Juni) 8arsch<ni ,»«»»»» 0.0098 ( 0.0098 am 6. Juni) Renerlicher Rückgang der Reichsmark. DieReichSmark hat sich in Z ü r i ch nach der vorübergehenden Erholung bis 0.0088 gestem wieder auf 0.0076 ernLßigt. DieDevisePariS dagegen erhöhte sich von 36.60 mf 36. Die t s ch e ch i s ch e Krone gewann von 16.69 auf 16.6050. Hingegen ermäßigte sich die ungarischeKrone »on 0.1026 auf 0.10 und Auszahlung Wien um eine Kleinigtett von 0.007812 auf 0.0078. In Berlin löste der Rückgang der Reichsmark in Zürich ckr kräftiges Anziehen der ftemden Zahlungsmittel aus. So stieg ierDollar von68.740 auf74.313, das Pfund von288.776 titf 360.608, der französische Franken, von 4089'60 utf 4812.50, die tschechische Krone von 1966 auf KV4L6 und die österreichische gestempelte tz r o v e von 91.76 auf 101.20. Im gestrigen Wiener Clearing fiel die k^eich S« «rk von 1.06 auf 0.92. Ferner wurden e n g- Hf $e Pfnndnoten um eine Kleinigkeit billiger abgegeb«. Die übrigen Devisen und Valuten hielten sich zumeist auf de« letztgemeldeten Niveau. Nachstehend die offiziellen Notierungen r üsNiaKarrs der Österreichischen NaUonal&ank vom 6. Juni 1928. Devfoen (Schedes und Aas- Zins_ Zahlungen) Amsterdam f. 1 holl. Golden Kgnun 1 jug. Kronen , . . Belgrad 1 Dinar . Benin 1 deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische Francs . Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest I Lei ...... Chrlstlania 1 norweg. Kronen Kopenhagen I dänische Krottor London 1 Pfund Sterling » » Madrid t Pesetas . , » » » Mailand 1 Lire 6 Kura vom 5. Juni LWSriatA faß oeia Ware Geld Wate 4 27790,— 27890.- 27790.- 27890.- 6 824.- 826.- 869.- 871.— 6 82«.- 826.- 869.- 871.- 8 O.B3 0.99 1.07 1.13 4'/, 3954.- 3966.- 3904.- 3916.- 6 12.45 12^5 12.55 12,65 6 364.— 366.—* 371.- 373.- 8 11735,- 11765.- 11335.- 11865.- 8 13085.— 13115.- 12985.— 13815.- 3 32790».- 328500.-328200.- 328800.- 57, 10635.- 10665.- 10683- 16715.- ~ 3326.- 3334.- 3261.- 3269.- 70965.- 71135.- 70985.- 71135.- 8 4584.- 4596.- 4544.— 4556.- 8 2126.- 2132;- 2126.- 2132.— 77, 759.- 761.- 764,- 766.- 47, 18730.- 18770.- 18730.— 18770.- 6 1.21 1.27 1.23 1.29 3 12795. - 1282’j,—12805.— 12635.- 70650.- 70950.- 7C650.- 70950.- 70560.- 70850.- 70550.— 70850.- 3*05.— 3925.- 3845.— 3375.- 738.- 742.— 743.- 747.- 7Ü!- 722.'— 723.- 727!- 12940.- 13020.- 12840.- 12900.— 0.92 1.04 1.06 1.18 —!— —!— -!— New Yorit 1 Dollar, Paris 1 Francs ....... Prag 1 techeCho-fltow. Kronen . Sofia I Lewa ....... Stockholm 1 schwedlscheKronor . Warschau 1 polnische Mark . . Sfittcb 1 schweizerische Francs . Noten Amerikas, Noten v. 5 Dollar aufw, » _ kleinere » , . Belgische Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva , » * 160 ■ « „ a kleinere* , . Dänische Noten 100 Kroiter . . Deutsche Noten zu 1000 Mark. , B » ,* 100 » . . b b kleinere. . . , — Ehgl. Noten von 5 Lbrrest, aufw. 326200.- 327200.- 328500.- „ , kleinere. ' Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Dulden . Italienische Noten v. lOOLlre aufw, , « kleinere . . . Jogoßi. Noten-ungest, zu lOOODlnar * * * kleinere .* . Norwegische Noten 1Q0 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw. „ , kleinere.... Rumänische Noten zu1000 u, 500 Lei „ „ kleinere . . . Russ, Noten (Roman.) zu 500 Rubel » . , 190 , kleinere » » Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow, Not. v.1000 aufw, , „ kleinere . Ungar, Noien (neue Eni.) zu lOOOKr, . , zu. 10.000 Kr. . . . . Kleinere. 326900,- 327000.- 326300.- 4526.— 4555.- 4485.- 27640,- 2784t».— 3292.50 3307.50 3272.50 3287.50 814.- 818,— 27640.— 3227.50 3207.50 858.- 327500.- 327300.— 4515.- 27840.- 3242.50 3222.50 862. 804.- 808.- 848.- 852,- 11610.- 11670.- 11710— 11770.— 1.08 1.20 1.10 1.22 1.03 1.15 1.05 1.17 372.- 374.- 379.- 381.— 352.- 364.- 350.- 361.- 18SA-!- isöoo!- 18520!- J860o!— 1270C.— 12760— 12710.- 12770.— 10510.- 10570_ 10560.— 10320.— 2109.— 2119.— 2109.— 2119.- 2104.- 2114.- 2104.- 2114.- 1SL0 10.70 10.50 10,70 10!45 1&65 10.48 1o!ö5 Rndapester Wirtschastskericht. Budapest, anfangs Juni 1923. Das Spiel des vergangenen Winters wiederholt sich : Trotz stabilen Kronenkurfes ist der Kaufwert im Sinken. Im Monat Tlipril hat die Regierung das weitere Steiger« der Weizenpreise aüjhalten können. Kurz darauf muhte sie aber selber große Mengen für die öffentlichen Angestellten aufkausen, was zur natürlichen Folge hatte, daß die Preise von neuem in die Höhe gingen. Die Wirklichkeit tmidt auch mit den wirtfchastliichen Regeln Spott, indem das Fleisch trotz des Rückiganges der Bieihpveffe stets teurer wird urüd derzeit rein un'bazahlbar ist. Dieser Umstand hat die Kommu'ne veranlaßt, der Regierung de-» Betzug von aogentinifcheni Kühlfleisch vorzuschlageu, was amy angenouimen wurde, und so werden denn versuchsweise vorläufig drei Waggons hereinMvacht. Zucker ist seit 18. Mai wieder mn 60 K. pro Kilogramm teurer. Die Fahrten auf der eleTtvischen Bahn werden ebenfalls mit dem 13. d., die Hotel» zmnnerpreise ab 1. d. mn 40 Progent erhöht. Im allgemeinen ist das Leiben wU),reud des Monats Wdai um tzirika 18 Prozent teurer geworden. * Aus Auslandsaufträgen bis 100.090 Lei voll, darüber 2llA»übernormnen. Wiener Morgenzeitung. Die AcheitevauSsperrnng im Backevgewevb«, der sich nun» mehr auch die Brotfabriken anschloffen, ist noch immer wicht beendet, nachdem die Avbeite-r forderten, die Löhne um 40 Pro- Mt zu erhöhen und, solange die Teuerung anhält, am 6. eines Heiden Monats stets neu gu befdimmei.'. Die Angestellten der öffentlichen Betriebe haben eben- >älls Forderungen gestellt, weiter verlangen die Kommunalbeamtsn die Bezahlung auf Basis der Hälfte der Friedens- Parität; ein Teil der öffentlichen Angestellten ging noch weiter und forderte am begangenen Sonntag mit achttägigem Ultimatum Bezahlung auf GruMage der vollen Goldparität. Die Regierung hat das Zollagio wieder erchAht, und zwar ist jetzt fair AvtÄel, die bisher das 100-, bezieh ungsweise MOsache Aufgeld bezahlten, das 200-, respektive 900fache, für Gegenstände, bei denen bisher das AufyÄd das 700fache des Zolles betrug, das Mfache zu entrichten. Laut amtlichsr Verlautbarung hat das Herstellen der Staatsnoten in. Zürich während anderthalb Jahre eine Ausgabe von anderthalb Milliarden Kronen verursacht. Die Firma Orell Füßli, wo die Noten fabriziert werden, hat Äbrigens dom Staate ein Darlehen von 800.000 Schweizer Fransten gegen 7 Prozent gewchrt. Der Bau der neuen NotenfabrA soll im Oktober beendet und der Betrieb im nächsten Frühjahr begonnen werden. Die neuen 60.000 KroneEoten werden, Wie es heißt, im Juli in den Verkehr gebracht. Für den laufenden Geldbedarf in den nächsten zwei Monaten hat der ÄandeSfinanzsenar der Regierung die Entnahme von zweieinhalb Milliarden Kronen pro Woche votiert. Dieser Beschluß bereitet den Lieferanten große Freude, da sie endlich für alte Lieferungen' das Geld zu bekommen hoffen. Der kommunale Zuschlag für die staatlichen Steuern wird, wie verlautet, mit 300 Prozent beziffert, so daß beffp!eisweise die Gesellschaft ssteuer 54 Prozent des Einkommens betvagen lärm. Die „Sanierung" der Nationalen Kreditanstalt hat ungefähr 67 Millionen verschlungen. Dividendru: Bansten: Uny.-Hvll. Wirtschaftslbanst (GMÄmng der Ung.-Holl. Vevsich.-Ges.) 3 Millionen Stammkapital, 5,87 Millionen Brutto, 1 Million Reingewinn, Ung. Eskonipte- und Geldwechslerbank 180 K. pro Mtie. Astiliengesellschasten: Coneordia-Mühle 35 Prozent, Kiraly-ÄutomobAM.-G. 31 K., ME-Kraftwagenyarage 50 K., Minerva-Bersich. 18.171 K. Reingewinn, FÄbiansche Eisenur.d MetallwarenfäbrA 40 Millionen Stammstapit-al, 8 Millionen Abschreibung und Dotierung des Reservefonds, 6,5 Millionen Reingewinn, Ung. Textilwerste Mauthner A.-.G (erstes Geschäftsjahr) 9,6 Millionen Abschreibung, 6,82 (mchr als zwei Drittel des Stammstapitals) Reingewinn, Löbensmittellieserung und GroWeischhauerei (3 Millionen Stammkapital) 2 Millionen'. rein, Franz.^Ungar. Abadie-A.-G. (Stanmikapital 30, eingezahlt 30 Millionen) 6,6 rein, Ung. Filz-, Tuch- und Fes-Haibrist A.-G. (20 Millionen Stammkapital) 18,4 rein, CaHderoni Ächrniivtel- und optische Werke 60 Prozent des Stammkapitals, „Jster" Jnd. und Handels- A.-G. (6 Millionen Stammkapital) 2,2 Brutto-, 620.000 St Reingewinn, Norm« Handels-U.-D. (Stammkapital 260.000 K., eingezchlt 100.000 K.) 167 Prozent Reingswir.n, Uristany Zfiltaler KoihlenbevgweiL A.-G. 500 K., Suez HandelsM.-G. (die einstige Stern und Schmidlsche berühmte Kolonialwaren- Engrochanldlimg) 181.000 K., A. Dörök und Co., Klassenlotterie A.-G. 98.870 K., Herkules Ziegelfabrik 43.131 K. Reingewinn. Unter-Bilangen: Domus MÄbelexport-A.-G. (Gründung Brit.-Ung. Bank) Verlust 26 Prozent, Bndapester Ziogälur.d LchmwarenfLbri'ks-A.-O. 84^5 Prozent, Della SJaHe und Lustig A.-G. (Gründung der Wiener Kommerzialba«nst) 600.000 K., Graf Bela Zichysche Urkuter Gvubenwerke A.-G- (gemeinsame Gründung -der Firma Kohuer und der Slagotarjaner Kchlenberg-tverke A.-G.) 2 Millionen vom Stamnistapit-al. Stammkapitalerhohungen: 7. Jwni 1923 _Seit« T DeäewfalbrAen, Kvei Seidenwebereieu, «me Band-, ewt Mlöbefftoff^abril, zwei MrlwareN'weLereien mid eine gvotzangelegte Hanffävbervi. Man ist der Meinung, daß Mgarn sich aus dem GMet der Textilindustrie bald vom Ausland unabhängig machen nnd dadurch erreichen wird, daß die HandÄsbilang sich bedeutend bessert. Sonstige Handelsnachrichten. Wie verlautet, bestommt die Oelfabrits A.-G. von der Austrolbank ein Darichen von 10.000 engl. Pfund. Zwischen der Kredit- und der Ersten Ung. Gewerbeibanst ist ein Uebereiivkommeu geschlossen worden, womch letztere der Kreditbank einverleM wird. Näheres nach Verlauf der für den 16. d. anbevaumten Generalversammlung. Nachdem die Assesturantz-Gesellschafden VersicherungAgoschäfte in ausländischen Werten nicht Machen dürfen, sind die größeren Unternehmen gozwu-ngen, ihre Objekte bei ausländischen Gesellschaften versichern zu laßen. So z. B. hat die Weiß Manfvedsche sowie die Ganz-DanuViuS Fabrik bedeutende Assekuranzen im Auslände abgeschlossen. Zwischen Ungarn nnd Rumänien sind zwecks ZustandekomndenS einer wirtschaftlichen Vevbindnng Uwechandlnngen im 'Zuge. Das Ung. Handelsmusenm (Handelstorresponlxny^^ der Regierung i>m Mrslanbe) wird aufgelöst. Die Berichterstatter werden wahrscheiMch bei den Kbusulaten Plaorevung finden. Insolvenzen. Das McmufaMvwarenMtgroshaus S. Eisionstädter u. Co., Syeged, ist samt der von ihr gegründeten Texdilwarenvevkehrs A.-G. zahlungsunfähig geworden. Einem Paffivu-m von 380 Millionen stehen 90 Millionen Mtva gegenübeir. Die hiesige T-exMengroßfirma Karl Schlefiiuger, di« sich im Dezember des VoÄjahres insolvent erstläröe, und deren Schulden, da bei diesem Falle vornehmlich tschechische, ital-iemsche und schweizerische, auch englische Häuser beteiligt sind, gemäß dem gegenwärtigen hohen Stand dieser Valuten, nngefähr eine Mlliarde Kronen betragen, bietet den Gläubigern im ZwcmgSausglerch 40 Prozent an. Die Devrsenzentrale macht von sich noch immer viel reden: Zahlungen bewilligt sie Kvcvr auch jetzt -nur bürt» wenig, umso mchr Mbt sie aber zu Klagen, ja gevadazu zur allgemeinen Erbitterung Anlaß. Die neueste Werfügung ist, daß sie Urgenyen der Erledigung alter Gesuche von Parteien Mer- Haupt nicht annimmt, und den Interessenten sogar der Eintritt in das Tbntslokal verboten ist. Am doch zu Msländrfchen Zchlungsmittoln zu gelangen, machen einyeüie Geschäfte, die gar nicht, in ihr Fach einschlagen, so z. B. war eine hieMe FabrLsfrvma, um sich Devisen zu verschaffen, gezwimgen, Pferde zu axportieren, «ine andwe Firma wieder machte ein Exportgeschäft mit direktem Verlust, nur um ihrer ausländischen ZaUnngsverMchtnng entsprechen zu können. Dabei wird in der Devifentzentrale oft ganz ohne Berechnung gearbeitet; man spricht von folgendem Fall: Für den Import vou Säcken, tvorin großer Mangel fühlbar ist, wird, teils um die heimische Industrie zu schützen, teils wegen ,/Dsvi'senmangels", ksine österreichische Valuta bewilligt, für die Einfuhr des zur Herstellung desMen Artikels nötigm Rohstoffes aber sind die dazu erforderlichen enefnfchen Pfunde liquidiert worden. Wie schon off, kursieren wieder Gerüchte über die Reorganisierung des ganzen Apparates, inKvischen gicht sich das Ausland ganz zurück. Die 14. Budapester Frühsahrs-Mustermess«, die vom 19. bis pnt 26. Mai dauerte, erfreute sich besonders an den zwei Wngsttvgen überaus leibhaften ZuHwuches. Im allgvmeinen ist man mit dem Ausgange zufrieden, es sollen insgesamt nächst 100.000 Besucher gewesen sein, darunter über 15.000 aus den abgetrenuten Gerieten, uüd viel mehr Ausländer, auch Amerikaner, als in den früheren Jahren. Die statistischen Daten sind übrigens noch nicht aufgearbeitet, daher größtenteils uubcstannt, so viel weiß man aber, daß 700 Aussteller waren. Export- und Import-Nachrichten. Ung. Eskonipte- und GeMvechflerbmuk A.-G. auf 600, Vaterländische Bank von 225 aus 700, Concordia-Dampfmühle A.-G. von 30 auf 360, HuiMria Hutfabri'ks-A.-G. (gemeinsame Gründung der Anglo-Austrian-Ban! Ltd. und des Bansthauises Biedermann) von 30 auf 260 Millionen. Neugründungen: DameMaiderniodellMiport-U.-G. mit 8, Acidum Chem. A.-G. (GrÜindung der Brit.-Uüg. Bank) 16 Millionen StammkaMal, Feintuchfabrik Kopetzky und Söhne A.^G. (Gründung des Reichenberger Tuchfabrikchauses Kopetzky mit Hiffe eines ausländischen Konsortiums auf Basis eines Kapitals von 1,770.000 Schweizer Franken) in Ujpest. Zur Falbrikation von Keffelrvsten, die sich beim Verbrauch minderilvertiger Kohle gut eignen sollen, errichtet die Salgotarjaner Kohlenbergürerls-A.-G. in Gemeinschaft mit der Kommanditgesellschaft Jakobovits und Co. (Jnteressenkreis des Hauses Kohner) ein Unternehnnm unter dem Namen „Ekonomina". Die PoKsonyer Zwirnsebrik errichtet in Uspest auf einem Konrplex aus den gräfl. Karolyischen Gründen ein Filialuntornchmen. Die TextAmdustrie r.«immt überhaupt neuestens einen großen Aufschwung. ES sind hier wHrend der letzten Awei Jahre, wie aus ein ein Ausweis deS Landesvereins der Textil-' Fabrikanten hervorgeht, folgende Unternehmen entstanden: Eine Bamnwollspinnerei, sechs BaunUvollLmbereien, Kvei Wollspinnereien, sechs Tuchfabriken, vier Wirkwaren-, zSvei Spitzer»-, Kwei Band- und Schlauchfabriken, zwei Leinenwebereien, eine kleinare Jute-, eine Stickerei-, eine Hur-, eine Posamenten-, eine Spaigatfaibrist, vier Kleider- und Wn'schekonfäktions-, drei Zwirn-, drei Watta-, zioei Hcrnfsabriken, eine Tuchappretur uffv. Diese Fabriken sind bereits im Belvi'eb, außerdem sind noch teils im Bau, teils in Ausrüstung zehn größere Textilwevke, namentlich vier Baumwollspinnereien, dvsi Tuch* und Die Ausfuhr des ,-CtnqidMtin"-Mais wurde freiMgeben; gegen 100 Kilogramm muffen 10b Kilogramm von rumänischem Mais importiert werden. Die Ungar. PflantzenverMungs A.-G. führt bereits 60 Waggons hinaus. Die Petwleumfabri-ken haben von Rußland Wesire 1000 Waggons RohU gekauft; der Ge. genüvert wird, nachoem die Devisenbeschaffung unnvöglich ist mit JndivstrieartMln, vorwiegend Maschinen, beglichen. Zu, Ausfuhr von einstweilen 600.000 Kilogramm Wolle wurde di« Bewilligung erteM. Als Gebühr für den Export von je 10? KAogvcanm Mchl find nvuestens dem Wert von 6 Mogramm Weiten entsprechend 'Devisen bestimmt worden, die der Zentrab emyuliefern sind. Die Ausfuhr vou Grünzeug und Obst wurd» erleichtert, indem die als Kaution bisher zu Hinterlagen ga wesenen 20 Progent in auAändffcher Valuta nicht mehr deponiert werden müssen. Die HaferauSsuhr für die 1W3er-Fechsuns ist freigegeben worden. Die Bewilligungen zur Ausfuhr voll 250 Waggons Stroh, die noch unabgrwickelt sind, Wunden bil 16. Juni verlängert. Die Zündhvlqchenfalbriken wollen mit den Export boginnen; einzelne Großhändler find dagegen, da st das verfügbare Kontingent, welches die hemrischen Falbriler ihnen aus Rache dafür, daß sie auch vom Auslände lbeWgen voreuihalten, für sich beanspruchen. Die verfehlten Ausfuhr Bedingungen für Zwiebel hatten Kur Folge, daß über 10» Waggons verfaulten und Ungarn jetzt auf den Import an! Güdflawien angewiesen ist. Gesunde ExporivechMnisse vermiß man auch aus b«n Grunde, weil die Administration außer) fchüvevsällig ist; wie nämlich ein Fabrikant dem Reichsverwesü bei Eröffnung der Früh'jahrsmeffe klagte, mutzte er sich, ehe et ihm gelang, eine Sendung nach dem Auslände $u expedieren lbei 41 Schreibtischen anstellen. Der gestrige Wiener Finanzmarkt. Die Stnmnung m ruhig und es zeigte sich wenig Interesse für das Geschäft. Taxe tiouen einzelner Kulissepapiere lauteten über den gestrige Kursen der Rachbörse.

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