Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1546 (3.6.1923)
- Date
- 1923-06-03
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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3. Juni 1923 Serie 8 Mv. 1846 Wkn, Sonntag Wiener; Morgenzeitung. Me «eldquellen der HakeukMzler. Jas Dementi des Hauptverbandes der Industrie. Wie wir berichteten, Hat der Hauptverbcvnd der Jn- Üüfirie Oesterreichs am 31. Mai eine Erklärung versendet, in welcher er cvusführt, daß die Mitgliedsbeiträge weder M&efct noch indirekt hakenkrsuzlerischen Organisationen in irgendeiner Form znslietzen. -In dieser Erklärung berief sich der Hauptverband ans die Verspräche einer Reihe jüdischer Verband^mitglieder bei der Leitung und versicherte, daß diese Industriellen die Erklärung als befriedigend zur Kenntnis genommen hätten. Wir hatten in Kommentierung dieser Mitteilung festgestellt, daß der Präsident des Hauptver'bandes Herr Urban tatsächlich in dieser Besprechung zugegeben hatte, daß der Frontkämlpfervereinigung aus den Disposi-- üonsgeldern des Verbandes eine ständige Subvention zusliche. Diese Aeußevung hatte bei den jüdischen Industriellen Befremden erregt und zu einer Auseinandersetzung Anlaß gegeben. Bei dieser Konferenz der jüdischen Industriellen mit der Leitung des Hauptverbandes hatte Herr Gemiemdevat Dr. Bmno P o l l a k als Sprecher fungiert, der Mnmchr dem Dementi.des Hauptverbandes mit der folgenden Richtigstellung entgegentritt: „Es fft nicht richtig, daß die Leitung des Verbandes in der Lage war, zu erklären, daß die Mitgliedsbeiträge weder direkt' noch indirekt hakenkrmzlerffchen Organffattonen in irgendeiner Form zufließen und daß die erschienenen Industriellen diese Erklärung als befriedigend zur Kenntnis genommen haben. Nichtig ist vielmehr. daß Herr Präsident Urban die Erklärung abgegeben hat, daß zjwar nicht die Nationalisozialistische Partei, WM aber die Frontkämpfer und Heimwehren aus den Werbandsgelkdern unterstützt werden, ich demnach insbesondere mit Rücksicht auf das radikal-antisemitische Programm der Frontkämpfer nicht in der Lage war.. die Erklärung des Präsidenten mit Befriedigung Mr Kenntnis m nehmen." Die jüdische Bevölkerung Wiens erhält sbmit von authentischer Äite eine wahrheitsgemäße Darstellung über den Verlauf der mehrfach erwähnten Besprechung. Die Richtigstellung des Gemeiudevates Doktor Polka! ist geeignet, auch die leisesten Zweifel an der Richtigkeit der Meldungen zu beheben, welche bezüglich der Unterstützung der Po-grmnderbände durch den Hauptverband der Industrie noch bestanden. Man weiß nunmehr, was man. von den Versicherungen der Herren Urb au, Hauser und so weiter zu halten hat. Me Fahnenweihe dev Frontkämpfer:. Defilierung vor Conrad v. Hötzendorf. Mr heute vormittags ist bekanntlich die Fahnenweihe der FrvNÄ^Pferdewinigung angesetzt. Die Frontkämpfer haben für ihre Mitglieder einen militärischen Aufmarschplan ausgecutbeitet. Die Züge sollen um 11 Uhr 15 Minuten vormittags vor der Karlskirche eintreffen. Der Platz vor der Kirche, auf dem ein Feldaltar errichtet wurde, wird von der Radfahrerkonipagnie abgesperrt sein. Die Formationen nehmen dort im Karree Aufstellung. Die Frontkämpfer sind einheitlich adjustiert mit Windjacke, Uebevschwung, weichem Hut mit Eichenlaub. Die Sturmtrupps und die Bannerkompagnie sind mit Stahlhelmen ausgerüstet. Die Feier beginnt um halb 12 Uhr und wird mit einer militärischen Ansprache des Obersten Zeiß von der Frontkämpfervereinigung eingeleitet. Hieraus nimmt Heeresprobst Pawlikowski ‘ die Weihe des Banners vor. Dann wird die Feldmesse gelesen und Oberst H i I t l beendet mit einer Rede die kirchliche Feier. Hierauf setzt sich der Zug, eröffnet von der mehr als 60 Mann zählenden Radsahrerkompagnie in Bewegung. Die Kompagnien marschieren mit Musikbegleitung. In dem Zuge werden auch die erschienenen Vereine, Kameradschastsverbände, Regimentsabordnungen, zumeist mit ihren Fahnen und den Marschmusiken, eingeteilt sein. Der Zug nimmt den bereits bekannten Weg über den Ring bis zum Kopal-Platz. Aus dem Schwarzenbergplatz wird vor der neuen Fahne, den hiesigen und auswärtigen Gästen die Defilierung erfolgen. Es verlautet, daß auf Einladung der Frontkämpservereinigung der frühere General stab sch es Conrad v. Hötzendorf die Parade abnehmen soll. Nach einer Mitteilung der „Roten Fahne" ist von seiten der Wehrbündler und Hakenkrcnzler für den heutigen Tag ein monarchistischer Putsch geplant, an dem sich eine Anzahl von Offizieren der Wehrmacht beteiligen sollen. Es werden insbesondere der Oberstleutnant A d a s s e w i t s ch und der Oberleutnant P l o b e rg e r genannt, die beide in der Albrechtskaserne die Mannschaft auf „eine Wendung im Staat" vorbereitet hätten. Es wird auch in ziemlich unklaren Wendungen von dem Erscheinen „einer hochgestellten Persönlichkeit" gesprochen, die das Signal zu dem Handstreich geben soll. Ob dies Conrad v. Hötzendorf sein soll, wird nicht gesagt. Der Wiener Kommandant der Sturmabteilung der Nationalsozialisten .Hans Rechner ist vorgestern aus Wien abgereist. Er ist dadurch seiner Ausweisung entgangen, die von der Wiener Landesregierung bei der Staatspolizei beantragt worden war. Lechner gilt als der Organisator der Felddien st üb ungen der Hakenkreuzler. Er ist vor einem halben Jahre auf Veranlassung des Obersten Bauer von München nach Wien versetzt worden, um der schlappen Gesellschaft etwas mehr Temperament beiznbring'-n. Mr Freitag abends war in ein Lokal in der Wallensteinstraße eine monarchistische Versammlung einberusen worden. Sie konnte jedoch nicht abgehalten werden, da sozialdemokratische Arbeiter das Lokal zernierten. litt Hunger Md Kälte. Erst beim Austausch der Kriegsgefangenen kehrte Baldwin junior nach England zurück, wo er für seine sozialistischen Reden manches erdulden mußte. Als Angehöriger der Arbeiterpartei entfaltet er rege propagatorische Tätigkeit. Und da die Arbeiterpartei gegen das Ministerium Baldwin in strengster Opposition steht, hat Wohl der englische Ministerpräsident an seinem Sohn nicht viel Freude. Oder vielleicht doch? Einsichtiges Alter hat Freude an der Jugend, auch wenn sie anders ist. Und Mr. Baldwin ist ein kluger Kopf. Kn neuer Aela Kiß. Leichen in Blechkisten. In der Nähe der Gemeinde RäkoAz Szent- Mihaly wmde ein Mord entdeckt, der viele Äehnlichkeit mit den Morden des berüchtigten Bela K i ß in der danebenliegenden Gemeinde Czinkota im Jahre 1916 hat, der die Leichen von 13 ermordeten Frauen in Blechfässern begraben hatte. Von Zimmerlenten wmde bei Adaptierungsarbeiten in einer Villa unter dem Zmmerboden vergraben in einer verschlossenen Blechschachtel die Leiche eines etwa 16jährigen Knaben gesunden. Der Ermordete war der Student Julius K ö v ö z d. Dieser sowie seine Mutter, seine Großmutter und sein Großvater Andreas C a ch m a n n, denen die Villa gehört hatte, waren seit einiger Zeit spurlos verschwunden. Das Verschwinden der Familie siel im Orte nicht auf, da die Villa an zwei Familien, M o l n a r * Toth und Km n o s z a y verkauft worden war und man im Orte vermutete, die früheren Eigentümer seien übersiedelt. Der erste Verdacht richtete sich gegen den' neuen Eigentümer, den Spezereiwarenhändler Josef M o l n a r - T o t h, der dem: auch nach langem Leugnen, erst nachdem die Leichen der übrigen Ermordeten ebenfalls in Blechkisten verpackt gestmden worden waren, gestand, mit Hilfe des Ehepaares Kanoszah.und einer Arbeiterftäu den jungen Kövözd und dessen Mutter erschossen zu haben. Er behauptet, das sei bei einem Streit geschehen. Den Andreas Lachmann, mit dem seine Frau und seine Tochter in stetem Streit gelebt hätten, hätten diese beiden Frauen aus deur Wege geräumt. Der alte Lachmcmn sei ein Alkoholiker gewesen, der Leide Frauen dmchprüyelle, wenn er berauscht war. Er wäre auch sonst den beiden Frauen im Wege gestanden, denn diese spekullerten atrf der Börse, und der alle Lachmaun forderte stets strenge Rechnungslegung, der sich die beiden Frauen nicht unterwerfen wollten. Diese hätten deShcüb, so erzählte Molnar-Toth den Plan entworfen, den alten Lachmann ans dem Wege zu raumen. Molnar-Toths Mitwkssenschast batte um das Verbrechen der allen Frau Lachmann nun zu Zwistigkeiten zwischen ihm und der Äten Frau 9*®d6ie.w et zusammen mit dem Wepara Kanoszah mit Fran Lachmann den Vertrag über den Kauf der Villa geschlossen hatte, verließ Frau Lachmann die Villa, übersiedelte in die Stadt und Toth verschaffte ihr einen Paß nach Amerika, wohin sie zu ihrem Sohne zurückkehren sollte. Am 16. Februar lockte Toth die alte Frau unter einem Borwande in die Villa, wo er sie erdrosselte. Den Leichnam packte er in eine Blechkiste und versteckte diese in Budapest bei einer ihm bekannten Arbeiterfrau, der er ein Schweiggeld von 60.000 Kronen gab. Die Polizei nimmt an, Molnar-Toth habe auch den alten Lachmann ernwrdet. Außer Molnar wurden auch da8 Ehepaar Kanoszah und die Budapester Arbeiterfrau, bei der der Leichnam der alten Frau Lachmann in einer Blechkiste verpackt gefunden wurde, verhaftet. Ser Streit um die Leiche«verbrenn«ng. Die Antwort des Landeshauptmann. Der Landeshauptmann Reumann hat, wie wir erfahren, ott den Bundesminister Schmitz am 1. d. ein Schreiben gerichtet, in welchem er die vorgestrigen Beschlüsse des Gemeinderates mitteilt, wonach der Magistrat angewiesen wird, den Betrieb derFeuerhallefortzusetzen. Bei dieser Sachlage tritt nunmehr die Besttnmmng des letzten Absatzes des § 35 in Kraft, der lautet: „Verbleibt der Gemeinderat bei seinem Beschlüsse, so ist er z u v o l l z i e h e n". Da ich nach § 34 der obigen Verfassung als Bürgermeister verpflichtet bin, jeden gülttgen Beschluß des Gemeinderates in Vollzug zu setzen, muß nunmehr der Betrieb der Feuer Halle fortgesetzt w e rden. Ale Generalversammlung des MIj-ZsmsS. Wie schon mehrfach berichtet, findet heute die Generalversammlung des Vereins Beth-Jsrael (Polnische Schule) statt. Das Komitee zur Wahrung der Interessen der Ostjuden hat für diese Versanunlung ein Programm ausgearbeitet, welches die Erweiterung der Tätigkeit des Vereins auf das soziale und kulturelle Gebiet anstrebt. Zur Durchführung dieser Reformen empfiehlt das Komitee für die zu besetzenden drei Vorstandsstellen die Herren Bezirks rat Norbert Rappaport, 2. Bez., Rotensterngasse 6, Rechts anwalt Dr. Dagobert Rybaczewski, 2. Bez., Holland straße 14, und I. H. W a l tu 1 Bch,ez., Maria Theresien straße 24, zur Wahl. Die Mitglieder werden aufgefordert, zahlreich zur Generalversanrmlung zu erscheinen und für die genannten Kandidaten zu ftimmeit. * JtKenJ, JVildpretmarkt 2t % *JVhod.eles Jfäobes, Kcrstumes.JTlanteaux, JTeac/orvns et trourrures ST&lefoti 65373. Grosse OJcJcasion von Frühjahrs-Modellen und preiswerten Etaminkleidem ioooo Schake! Kleine Lokalchronik. In Wien sind jüngst im Valutenhandel mexikanisch» Banknoten zu 10 und 5 Pesos aufgetaucht. Man be>, zweifelte ihre Echtheit und eine Anfrage des Sicherheitsbureauf beim hiesigen mexikanischen Generalkonsulat ergab. die Tatsache daß in Mexiko derzeit überhaupt kein Papiergeld im Umlauf ist und daß die Banknoten außer dem Papier- oder vielleicht dem Lirbhaberwert keinen Wert besitzen. Der Hilfsarbeiter Franz Marek sprang gestern nachmittags an der Ecke der Dresdner- und Taborstraße auf einen fahrenden Straßenbahnzug auf, stürzte ab und blieb mit einen» Schädelgrundbrnch liegen.__ * „Rassische Moralität." Freunden lustiger Lektüre sei der ,Hammer" des ehrenwerten Theodor Fritsch ans Herz gelegt. Aus dem Heft vom 15. Wonnemond können sie unten anderem erfahren, daß in Chile „für die Judenfrage noch« weni'g Verständnis bestehe". Denn — „um in Chile ei« Rasseibewußlsein' im allgemeinen zu erwecken, fehlt der geeignete Böden". Wehmütig klagt der ,Hammer"-Freund aus Chile, daß die einzige deutsche Zeitung sin Chile von einem Dr. Paul Oesterreicher verlegt wird. Um den Film! als Kulturverbreitung intensiver auszunützen, schlägt dieser reinrassige Chilene vor, den Judenhaß mittels des Films, zu importieren. Da es dem guten „Hammer" die Rasse besonders angetan hat, ist er ans Professor Lu schon, welcher, erst jüngst in seinen! neuen Buche Kölker, Rassen und, Sprachen" der Rassenlehre einen mächtigen Hiev versetzt hat, nicht gut zu sprechen. Dalbei verschanzt er sich wie alle Rassenprediger hinter angebliche MoralitätsunterschiedL zwischen den Rassen, da ja die anderen Rasiennnterschiede, schon gänzlich abgewirtschaftet haben. Und in diesem. Punkte erhebt sich die Sprache des „Hammer"-Fritsch zu mächtigem Patlhos. Er konstatiert: „Der Unterschied der Gesinnung zwischen dem jüdischen und dem deuÄchen Gauner W hi m rnelwe ii". Denn der Mische Gauner kann sich nicht bessern, weil seine „rassische Moralität" ihn daran hindert. Diese kühne Hypothese verdient, vermerkt zu werden. Stiehlt ein Arier a la Fritsch, dann tut er es in edler Gesinnung, denn seine „rassische Moralität" ist hochstehend. Jetzt wissen wir, daß die Rasienigralshüter, welche sich so gern vom Gelde der ,Kernegerten Franzosirr" kaufen lassen, dies nur aus edler „rassischer Moralität" tun. * Hans Kipper — satissaktionsunsähig. Wir haben seinerzeit berichtet, daß der Herausgeber des völkischen Sudels blattes .Michel" in Graz, der aus der Bukoiwina zugereiste Hans Kipper, mit seinen Parteifreunden in Zerwürfnis geraten war. Es wurden chm unklare Geldgeschichten und auch Verletzung des Briefgeheimnisses vorgeworfen. Wie wir nun erfahren, hat Ende April in Graz ein Ehrengericht getagt, welches nach Prüfung des Beweismaterials das folgende Urteil fällte: .Herr Hans Kipper ist nicht s a i i s f a kk t i o n s s ä h r g." Dies e Diffamierung trifft einen der lautesten antiscnmtischen Schreihälse, dessen rassische Moral nunmehr tvohl auch den Ansprüchen des ,Hamme^-Frttsch genügen dürste. * Die Budgetierung der jiidischen WohlsichrtÄHtttutionen irr Amerika. Aus der Konferenz für jüdische Wohlfahrtspflege, die jüngst in Washington ftattsand, wurde der folgende Vorschlag betreffend die grundsätzliche^^Aendevung in der Methode -der Sammlungstätigkeit für diesiüdischen Wohlfahrtsirftitutionen eingebracht: Anstatt persönlicher Sauvmttmgen von Person zu Person soll ein nationÄes Budget ausgestellt lverden, das den Bcdürsnissen angemessen ist. ,Der Vorstand der Konferenz machte den Vorschlag, zu diesem Zwecke den Apparat des American Jewish Relief Committee auszunützen, das seinerzeit zum Zwecke der Hilfeleistungen an durch >den Krieg rmnierte Juden Europas ins Leben gerufen worden war und für seine Zwecke ungefähr 60 Millionen Dollar aufgebracht hatte. * Freie Assistenzarztcnsstelle.. Im Spita-le der Israelitischen Kultusgemeinde, 18. Dez., Währingergürtel 97, gelangt, eine Assistentenstelle an der chirurgischen Abteilung zur Be-, setzung. Zur Anstellung ist erforderlich^ Oesterreichffche Bundesbürgerschast, lediger Stand, Berechti«gung zur Ausübung der Heilkunde in Oesterreich, die körperliche Eignung, nachgewiesen. durch ein amtsärztliches Zeugnis und ein Mer von unter 35 Jahren. Mit dieser Stelle ist nebst den Barbezügen freie Wohnung und Verpflegung in der Anstalt verbunScit. Gesuche sind an den Vorstand der Israelitischen Ku-ltusgemeinde, Wien, 1. Bez., Seitenstettengasse 4, bis längstens 20. Juni 1923 zu überreichen. * Die Großnichte Franz Schuberts in bitterster Not. Wiederholt hat sich die private Wohltätigkeit der Großnichte Eranz Schuberts, Frau Marie Ko low rat, der Enkelin des irüktors und Hvffapellmeisters Ferdinand S chnb e r t,. angenommen, die in den dürftigsten Verhältnissen dahinsiecht. Die arme Frau bosindet sich in verzweifelter Lage und ist dem Verhungern nahe. Frau Koloivrat war durch 27 Jahre verheiratet und Mutter von sechs Kindern, die aber alle gcstovben sind. Vor vier Jahren verlor sie ihren Mann, der au Tuberkulose starb. Seit Zwei Jahren ist die arme Frau schwer leidend und entbehrt der notwendigsten Mittel zum Tagesnntechalt. S'c wohnt in Hernals. Blumengassc 52^ 1. Stoch . Tür 10. WM