Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1528 (15.5.1923)
- Date
- 1923-05-15
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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ii <i' H. -! t :r i!•: i ' ft ■li s l£ * O/!.h, Seite 10 Wien, DierÄtatz Väimwabd mir voller Kraft auch nach der Paustz hätte spielen können. Der Umstand, daß auf dem Ra-Piv-Platz die erste Seffelreihc das Spielfe-td unmittelbar flankiert,' so das! keil? Anslauf der Spieler vorhanden ist, war für die Häko-ah hinderlicher als für die Hüttvbdorfer. Die Mische Mannschaft hat nämlich ihre Hauptwaffen. Schnelligkeit und Ausdauer, nicht ins Treffen führen können. Als einen der Bravsten bezeichnet Mr. Hunter den Verteidiger' Scheuer, der trotz einer schmerzhaften Zchengeschwirlsi angetreten war. Me hinderlich diese EvkranEung dem Hakocchner war. beweist die Tatsache, daß Scheuer nach dem Spiel in der Kabine ohr.-mächtig wurde. Die größte Formverbesserung unter sämtlichen Spielern weisen Gvünseld und Katz auf. Was die lirindere Leistung der Hakoah im Kampf gegen Simmering anbtnfft. äußert sich Mister Hunter dahingehend, daß einerseits jede Mannschaft schwache Tage hat und daß andererseits die Hakoah vom Rapiidspiel her noch sehr ermüdet war. Der Nachwuchs des, jüdischen Vereins ist gut. doch sind die jungen Spieler derzeit körperlich noch schr schwach. MS wichtigste Aufgabe betrachtet der Engländer das Körpertraik'ing und er hofft, in ein bis zwei Jahren zahlreiche Spieler für die erste Mannschaft reif gemacht zu haben. Auf die Frage, wie die Hakoah gegen Wescham-United abschneiden werde, antwortete Mr. Hunter schr vorsichtig. Seiner Ansicht nach werden die Londoner das Fußballspiel in der Vollendung vorführcn. Er schätzt die Gäste weit höher ein Äs jedes kontinentale Team. Er glaubt aber, daß die Hakoah, als einer der würdigsten Repräsentanten des Wiener Fußballsports. bei entsprechender Aufopferung den Engländern energffchen Widerstand entgegensetzen wird können. Mnklnbi (Brünn) in Spanien. Barcelona, 7 Mai. Nach der langen und ermüdenden Reise traten wir am Samstag den 6. d. gegen den 1. F. C. (Barcelona) <m und unterlagen mit 1:4-Toren. Ungefähhr 10.000 Zuschauer hatten sich auf dem amphitheatralisch erbauten Sportplatz eingefunden, als Schiedsrichter Bella das Spiel anpftff. Mit Rücksicht auf die Wiener und Prager Zeitungsmeldungen sahen wir dem Kampf gegen den spanischen Mister mit Sorge entgegeir. Wir waren auf Rohheiten der einheimischen Spieler, auf den Terror des PMiftrms und aus die Parteilichkeit des Schiedsrichters gefaßt. Unsere Befürchtungen erwiesen sich aber grundlos. Der 1. F. C. (Barcelona) besitzt hervorragende Spielstarke. Das PuMknm erwies sich als vollkommen objektiv und der Schiedsrichter entsprach im allgemeinen den Anforderungen. Die beiden Mannschaften traten in folgender Aufftelluug an : Makkabi: Mgmondi: Feldmann, Aczel; Weiß, Keiner. Thomson: Borger, Mkolsburger. Obih, Schwarz, Razso. . _ " MES MÄlSWWÜKW." 1. F. C. (Barcelona): Pasoual; Planes, Snccöra; Tvratta. Opasfa, Sarüitier; Cilla 1, Martins: Giacoa, Marti, Sagi. Barba. Ms das Spiel begann, herrschte, eine, drückende Schwüle, die unsere Mannschaft frühzeitig ermatten ließ. Anfangs bewegte sich der Kampf im Mittelfelde, wobei unsere Vertreter in der "fünften Minute die erste Gefahr in Form eines Freistoßes abzuwehren hatten. Bald darauf mußte unser Tormaun neuerlich ■■ bei - einem Freistoß eingreifen.. Die Spanier hatten etwas mehr vom Spiel. Nach einer schönen Flanke des Lisiksanßenstürmers ließ Marti eine günstige Situation unauSgenützt. Ein energischer Vorstoß unserer Stürmer wurde von Schwarz mit einem Prachtschuß abgeschlossen. Pasvnal -konnte den Ball nicht fangen und Nikolsbiwger -beorderte -das Leder in der Elfi. Minute ins Netz. Makk-abi führte 1:0!' In den nächsten fünf Minuten hatte die jüdische Mannschaft das Uebergowicht. Zweiml glaubte das Publikum an den Ausgleich, und zwar nach eurem Durchbruch des spanischen Rechtsvetbindungsstürmers.. und 'als den Einheimischen ein Freistoß zugesprochen wurde. Beide Male 'wehrte aber die Berteidigung sicher ab. Bald darauf meisterte iPasoual einen Prachtfchuß von Schwarz. Das Spiel wurde immer, rascher, wobei Zsigmondi Gelegenheit hatte, seinhevvorragendcs Können zu beweisen. Inder 36. Minute diktierte der Schiedsrichter ungerechtfertigt gegen Makkäbi einen Elsmeterstoß. Da das Publikum, gegen diese Entscheidung heftig protestierte, vergab, der Spanier mit Absicht die günstige Chance. Bis zur Pause ergab sich für die Einheimischen noch einmal die Gelegenheit, den Zlnsgl-öich iherbeizufü'hren, doch konnte Marti die Situation nicht a-usnützen. Bei dom Stande 1:0 für Makkäbi wurden die'Seiten gewechselt. . Nun traf das ein, was ich befürchtete. Die fochzigstündige Eisensbahnf-ahrt-und die ungewohnte Hitze machten sich geltend. Unsere Mannschaft ließ zusehends nach. Die Spanier nahmen den Borteil wahr und schlugen ein Höllentempo ein, dem unsere Vertreter nicht mehr folgen konnten. Bei Nikolsburger machte sich nun die im Spiel gegen den Brunner Sportklub erlittene Verletzung geltend, so daß er nicht mehr mit konnte. In der 10. Minute entstand vor unserem Heiligtum ein Gedränge, aus dem der 1. F. C. (Barcelona) ausglich. Auf die gleiche Art gelangten die Einheimischen in der 31. Minute in die Führung. Gleich darauf verließ Nikolsburger das -SpielfÄd, so daß Makkäbi nur mchr zehn Mann im Felde hatte. Trotzdem griffen mm Gäste energisch, a-ber ersrWos an. Langsam gewann - der 1. F. C. (Barcelona) wieder die Oberhand. Zsigmondi wchrte sich bravourös, was ihm böim Publikum viel Beifall eintrug, trotzdem mußte er den Ball-noch zweimal paslsttren lassen. Der 1. F. C. (Barcelona) Pflegt ein hohes Spiel, das. ihm besonders liegt, da die Leute eine wunderbare Kopstechnrk besitzen.' Jeder'einzelne Mann startet blitzschnell und'ist überdies, sehr durchfchlagskräftig. Die Mannschaft entspricht auch in technischer Beziehung -erstklassigen Anforderungen. Ich bin der Ansicht', daß wir ziffernmäßig, weit besser äbge'schnltten hätten, trenn unsere Spieler nicht derart müde gewesen Ereil.'! . •t R ä d o. . 15. Mai 1923 Nr. 1588 Syndikat der KörpersportpiMzisten. Heute ^Dienstag, 3 Uhr,- sindet in den Räumen der Organisation der Wiener Presse. 1. Bez.. Elisabethstraße 9, eine Vollversammlung statt. Tagesordnung: 'Standesfragen. Verband und Presse, Wettspiel Bühne—Presse, Allsälliges. . - Ein Städtespiel Wien—Pretzburg wird ihn Laufe der nachste-n M-onato m Preßburg zur Austr-agunig gelangen. §0er Staat will die Wavennmsatzsteuirr auch von de« Einnahmen .bei FnßbaWieletr oinhe>ben'! Ein Komincntar erülbrilgt sich! Die Herzftation (Professor Ka^ufmann) tüilt mit, daß Sport!leute dort geigen e-men Relgie>be>lltüag un<te>r>sucht werden können. Die Nordrampe der Hohen Warte soll -in kurzer Zeit so ausgcbaut werden, daß bet Fassungsvamm des Platzes auf 100.M) Personen erhöht wird. Bar Kochba M bis zur Bezahlung rlüchstamditzer BerbandsigiMhren als suspeindiert. 210 Millionen Kronen beträgd der de'rMMae Kafsiastand des Wieniev Verbandes. Erste Spielabteilimg. Die Äi'eslvöchigo Sitzung der ersten Sp'ielabteiluug fmbvt im Hotel Post statt. Der Spielbeginn für er-Wassiige Meisterschaftsspie-l« wurde mit hal!b 6 U!hr Wgchetzt. Vierte ^Klasse Nord. Heute MeaMag um 7 Uhr äbonds- - Sitzung iini Cafe Willichshofer, 1. Bez., SchwapzsMMtr-aß« 9, Ecke Hetzsliga sse. Ä Touristik. Hechawer-Touristensektion. Heute, viertel 9 Uhr. Sekt* tionsleitungssitzung. — Leichtathletiksektion: Heute im Wiener Ring-Cafe, 1. Bez.. Stubenring 13, Versammlung. Morgen auf dem F. A. C.-Platz Damen- und Herrentrainmg. — Fußballsektion: Morgen nachmittags auf dem Feuerwehr-Platz Training. — Ping-Pongsektton: Neuaufnahmen. und Training täglich im Veremsheim. — Akademische Seftion: Die Mttglioder der Sektion werden gebeten, ihre Adressen an 'das Sekvetariat, 1. Bez., Stnbenring 18. zu senden, ' , Jüdischer Touristenvevband. Die erste , ordentliche Generalversammlung des Indischen Touvistenverbandes findet am Mittwoch den 16. d.. halb 8 Uhr äbends, in den Räumen de- S. C. Hakoah, Wien,, 1. Bez., WiOngerstraße 11. statt. Jeder Verein (Gruppe, Sektion) entsendet für fe zehn seiner Mitglieder einen Delegierten. Ein Delegierter kann bis zu zehn Stimmen auf sich vereinen. __ Au» den Vereinen. A-d i r. Heute, halb 7 Uhr, Ansschußsitzung, anschließend Spielervepsammlüng. Anmeldungen von 8 bis 9 Uhr im Cafe Hungaria, 3. Bez.. Radetzkhplatz 6. . Ha ko ah (Schwimmfektion). Mittwoch: Gymnastik, 8 bis 9 -Uhr. Damen; 9 bis 10 Uhr, Herren. Badeanzug mitbringen. Donnerstag: dreiviertel 7 . bis dr-eiviertel 9 -Uhr. Dianabad. Samstag: Zum Wescham United-Match.. . Hasmonea. Mittwoch.ab 3 Uhr.nachmittags Training am Feuerwehr-Platz. 8 Uhr abends, äußerst wichtige. Vorstandssitzung im Wiener Dhectter-Cafe, 2. Bez.. Praterstraße 98. I. A. C. Borocho w. Mttwoch, halb 8 Uhr, Ausschußsitzung im Cafe Immevgut. Nachfolgende Herren wollen bestimmt erscheinen: Hittmk, Hausner. - Iungermann, Herzog, Fallik, Häber. Bleimann, Sommerstein, Leitner und Posaner. SM ßsBmMk.A.' Restaorateur Otto Käse s ‘Theater von heute s Ettfdtfttater: Der Arzt am Scheideweg 7 Msamte-rdest«: Der gute König ll& Staatsoper: Lakmö — Coppelia v»7 Uolltsoper: Der Evangelimann 7 Deutsches Uolkstheater: 3)ic gelbe Nachtigall 7 Ra1»tt«a-Cfctttet: Tie Juden 7 Äk. KanitMSplel*: Der Viererzug 7 — Sälon Coco 10 36$tfstäät<r*C1)eater: Jngeborg . J/a8 RoU*(J=Bübitt (Ensemblegastspiel des Josefstädter Theaters): Das Absteigequartier 0t«e Olietier Bllbnet Der große Bariton Rttaissanct-Biilme: Epsteins Witwe UJr.KotltfdieiilMttSt Mater Dolorosa ßanfttater: Madame Pompadour Cheater a» Ser Olfen: Geschloffen Staattheater: Libellentanz JOh.Stranis-Cljenter: Katja, die Tänzerin Olk. Büraertheater* Der ledige Schwiegersohn Ctistspleltheatert 3^er keusche Heinrich Jlpollotbeater^ Gastspiel der Exlbühne - hölle» Kurt Leffen in „Der König träumt" — Robert VaMra in „Ein wenig Musik" x. 8 Chat tlOlV: Gastspiel der „Budapests", Trebitsch, Fleischmann, Lindau, 2 Possen:c. 8 Vergnügvngrpsrst: Morgen Fest ddr Maüönigin Vs 8 7 8 V-8 7 7 7 V,8 V-8 Bitte lesen! Siie jetzt so schwere Geld- V beschaffnng gebietet auch bei Aufnahme eines Darlehens oder Hypothek nach jeder NichtünL hin, sei es an Spesen, Provision oder Prozente, euren Vorteil zu wahren und billigste Geldquelle zu suchen. 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