Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-04-20 · Heft 1503 (20.4.1923) · p. Seite 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1503 (20.4.1923)
Date
1923-04-20
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980584--14499-3001239
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

9 entity mentions

Nr..W03 Men, Freitag Laurahütts 56.000.—, Mannesmannröhren 62.500.— PhSnix BerabM 71.000.~-, Schuckert u. Co. 46.800.-, Siemens k. Hattke 31.O0O.-, Telephon Berliner 16.000.-. Prager Bsrfe. Prag, 4®. ApM. Die einige Tage andauernde Hausse Dmde an der heutigen Börse von einer Abischwächung abgelöst, me, von, Anckerwerten ihren Ausgang nahm, da die Zucker- Pretse nichk erhöht winden. Eine wertere Ursache bildete die Wviache Haltung der Wiener Börse, wo man für die morgige Versorgung Realisationen erwartet. KurSeinbachen erlitten naben Zucker- Eisen- und Ehemischen Werten auch Kohlenumd MalschinensalbrÄsaktien. Die .slulisseniwerte gaben gleichifallS im Kurse nach. Fester lagen bloß Transportunternehmungen, die sogar weitere Besserungen erzielten. Auf dem Anlagemarkte haben sich Sbaatspapiere neuerlich um 6 Prozent befestigt. Bon Eroten Hagen böhnusche nnld österreichische Solo- LWe^wetter im Kurse an. Die Schlußiendvnz war abge- Schlußkurse: Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken 130.—, Böhm. Unionbank 887.—, Böhm. Eskomptebank 884.—, tzShm. Industrialbank 465.—, Zivnostenska Banka 381.60, lnglobank —, Defterr. Kredit 64.—, Wiener Unionbank 0.—, Wiener Bankverein 60.—, Buschtiehrader Eisenbahn Mt. A 530.—, Lit. B 188.—, Ferdinands-Nordbahn 6450.—, Frag-Duxer 173.—, Aussig-Teplitzer Eisenbahn 1295 —, steftomitzer Zuckerindustrie 1095.—, Verewigte Elektrizität Wien JS.—, Brosche 810.—, Koliner Spiritus —, Königshofer Kement 950.—, Breitfeld-Danek 399.—, Ninghoffen 680.— Pimmeringer 89.—, Nothkosteletzer Textil 265.—, Alpine Montan 295.—, Poldihütte 420.—, Prager Eisen 993.—, Oesterr. '-lSerg u. Hütten 1665.—, Skody 486.—, Jnwald 630.—. Fudapester Börse. Budapest, 16. April. Schon bei Eröffnung kam Viel Ware ms den MaM, was sin, tMveffes Abbröckeln der Kurse zur kÄge hatte; das Getschäft war aber nicht omheitlich und die pvnndtendenz blieb bis zum Schlüsse schwankend. Schwache -Rener MÄdmvgen. das nahe Monatsende und auch größere öeMulfe des Publikums bewirkten eine Abischwächamg an der 8orse. Nur «inigo Werte vermochten ihr EröffMugsniveau 3' wbelhal-teu, ^manche sogar dass-Äbe zu verbessern. Die «schwache im^g machte sich namentlich in AckttraigesMp'ieren bemerk- , die bis zum Schlüsse fortwährend im Kurse nachgaben. die Schilußtendentz war zurückhaltend und schwach. Schlnßkurse: Ung. Kredit 42.000, Oesterr. Kredit!1.500.—, Brittsch-Ung. Bank 6600.-, Salgo Kohlen 163.000.-, nimamuranyer 26.100.—, . Sübbahn 18.750.—, Staatsbahn £2.500.—, Gran°Sza§zvarer 66.000.—, Oberungarische Kohlen -2.000.—, Drasche-Ziegel 45.000.-, Ungarische Allg. Kohlen M.000.-, Urikany Kohlen 215.000, Adria 81.000.-, Clotilde chem. Fabrik 18.900, Ung. Eisenbahnverkehr 23.000-, Anglobank —, Verein. Holz 1925, Kobmg 16.000.—, Spodium 41,500.—. _ BüMWMnmrkt. Liverpool, 18. April. Umsatz: 10.000, Einfuhr : 11.800 Lallen. Lokomarkt r Brasilianer 18, Aegyvter 10 Puntte billiger. American fully middling: 15.65 (gestern 15.47) Tendenz ruhig. Terminmarkt: April 14.93, Mai 14.91, Juni 14.69, Juli 14.68, August 14.41, Septenlber 13.99, Oktober 13.67, November 13.37, Dezember 18.18, Jänner 13.06, Februar 12.97, März 12.89. Aegypttsche Scckellaridis : April 16.83, Mai 17.09, Juni 17.34, Juli 17.44, August 17.51. Ne Devisenkurse. Berlin, 19. April. (Devisenkurse.) — AvHeriumr 11.770.59 (9675.75), Belgien 1695.75 (1401.48), Christiania 5406.45 (4413.93), Kopenhagen 6635.87 (4688.25), Stockholm 7730.62 (6583.50), Italienische 1471.31 (1211.96), London 139.650.- (114.712.60), New-York 29.426.25 (24.937.50), Paris 1970.06 (1620.93), Schtveiz 5361.56 (4486.76), Spanten 4588.60 (3816.43), Wien 41.89 (43.89), Prag 897.75 (733.16), Budapest 8.23 (6.63), Sofia 235.43 (185.53), Belgrad 296.75 (250.37). Berlin, 19. April. (Notenkurse.) — Noten Dollar 29.675.60 (24.937.50), Pstmd 140.647.50 (121.196.25), Italienische 1486.25 (1211.95), Polnische 58.50 (63.-), Tschechostowakische 887.76 (733.15), Oesterr. gestempelte 39.90 (43.60). Prag» 19. Avril. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankamte des tschecho-flowakischen Finanzministeriums.) — Berlin 10.75 (14.50), Zürich 610.75 (611.75), Paris 225.75 (225.75), London 158.75 (168.75), New-York 34.20 (94.20), Belgrad 35.- (36.-), Bukarest (-.-), Wien 4.65 (4.56), Warschau*) 6.45 (7.50), Agram (-.-), ■ Budapest*) 72.12 (75.-), Jugoslawische 36.75 (36.76), Oesterreichische gestempelte Krone 4.50 (4.51), Polnische -.- (7.87l/2), Ungarische 68.- (73.-). *) Für 10.000. Budapest» 19. April. (Kurse der Devisengenirale.) — Amsterdam 1760 bis 1820, Bukarest — — bis Kopenhagen 860 bis 880, Christiania 808 bis 838, London 20.900 bis 21.500, Berlin 0.16 bis 0.18, Italien 222.-bis 232.-, Paris 297.- bis 307.-, Prag 134.60 bis 140.50, Stockholm 1197 bis 1247, Zürich 816 bis 845, Wien 0.0640 b:8 0.0670, Sofia 34,- bis 36.-, Belgrad 46.- bis 48.-, New-York 4490 bis 4640, Warschau 0.1060 bis 0.1180, Brüssel 267 bis 267. Amsterdam» 19. April. (Devisenkurse.) London 11.87»/. bis (11.86'/.), Berlin 0.0068 (0.0090), Paris 16.90 (16.95), Schweiz 46.25 (46.85), Wien 0.0035V, (0.0036V,). Kopenhagen 48.10 (48.30), Stockholm 67.85 (68.-), Christiania 45.75 (45.95). New-York 256.- (255.25), Brüssel 14.62»/, (14.67V,), Madrid 39.15 (39.25), Italien 12.50 (12.60), Budapest 0.05V, (0.06V,), HelfingforS 7.- (7.10), Prag 7.57-, (7.65). Agram. 19. April. (Devisen.) Wien 0.1396 bis Berlin 0.340 bis , Budapest 2.10 bis Bukarest 47.60 bis Italien 491.50 bis-.-, London 462.- biS -, New-York 9800.- bis Paris 667.60 bis — Prag 297.50 biS Sofia bis . Schweiz 1905.- bis Brüssel 676.- bis Warschau 0.212 bis Amsterdam —bis —, Stockholm —. Belgrad» 19. April. (Devisenkurse.) London 462:76 bis Paris 658.- bis New-York 99.- bis Genf 1900.- bis-.-. Saloniki-.- bis Mailand 491.-. bis ,—, Prag 297.50 bis , Berlin 0.345 bis , Wim 0.1400 bis —, Bukarest 47.60 bis —, Sofia 73.— bis —.—, Budapest 2.16 bis —, Brüssel — bis —Amsterdam 3900.— bis —.—, Warschau —bis —. Warschau» 10. April. (Devisen.) Berlin 1.43, London 225.000.-, New-York 48.260.—, Prag 1460.-, Wien 0.71. New-Aork» 19. April. (Devisen) London 465"/^,, Paris 666.—, Berlin 0.3300, Mailand 495.25, Zürich 1817, Kopenhagen 1890, Stocholm 2662, Christiania 1764, Amsterdam 3919, Prag 297.75, Men 0.14, Budapest 2.25, Bukarest 47.50, Warschau 0.2350, Madrid 1533.50, Helsingfors 273.50, Brussel .576.—, Kanada!"/,»unter pari, Brasilien 0220. Argentinien 3658. Belgrad 101.50. Wiener Morgenzettung.__ 20. April 1923 Seite 9 FMM. z«m MisterfchNstsUel Hakosh-W.«. F. Betrachtungen. . Die Hakoah ist vollkommen unschuldig in eine vom „SPort-TaMlati" ausgebauschte Ahfäre verwickelt worden. In unserer Nummer vom Mittwoch veröffentlichten wir den Bericht des Meisterschaftsspieles Hakoah—W. A. F., .ohne die Ausschreitungen nach >vem Treffen zu registrieren. Dc«r Grund für unser Verhalten bestand darin, daß wir einerseits die offizielle Entschädigung des Hütteldoser Vereines aus das bestimmteste erwarteten neck daß wir andererseits es vermeiden wollten, die Hakoah ganz unschuldiger Meise mit Ausschreitungen in Verbindung zu bringen. Einige. Blätter berichteten über, daß der Präsident der Hakoah insultiert lmrcke. Da dieser Vorfall also vor der Oeff'entttchkeit nicht mehr verhermllicht werden konnte und der W. A. F. es nicht der Mühe wert fand, zu der Beleidigung, die der Hakoah widerfahren war, sein Bedauern auszudrücken, sahen wir uns gezwungen, zu den von W. A. F.- Funktionären provozierten uM-elbifamen Vorfällen Sitellamg zu nehmen. Dre Ausschreitungen sind in erster Linie auf die Bestimmung xurimzuführen, daß Heuer drei Vereine in die zweite Klasse aüsteiyen sollen. Die Folge davon ist, daß das Finish iy: Meisterschaftsrennen schr lang und sehr stürmisch sein wird. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß es bereits am Dienstag begonnen Hai. Es ist zu bchnrchten, daß die Demonstvatiom in der -^Krieau der MsstaA für vünfiige snßballsportliche Stierkmnpfe ist. ■ Schon die Ereignisse vor dem Spiele brivefferi, daß die Mobs, die sich in der Gefahrenzone des Abstieges oder in deren unmittelbaren Nähe bcisinden, kein Mitel scheuen, um ihrer Kampftnannschaft den Erfolg p. emnöglichrn oder zu erleichtern. Der W. A. F., den: das Wasser bereits bis zum Halls reicht, hat das Pech, sich gerade jetzt in schlechter Form zu befinden. Bon der Hakoah wieder erzählt man d>as Gegenteil. Es erscheint demgemäß erklärlich, daß die Hutteldovser es mit allen Mitteln durzusetzen trachteten, den Dermin zu verschieben. Dadurch wäre die Möglichkeit geschaffen worden, die Manschaft bis Hwm unvermeidlichen Spiel in eine bessere Verfassung p bringe«. Die Nominierung Mier Hüttebdorser M ErsahspiÄorn fm die Auswahlmannschaft das Leichen, bsganyms des armen Amesberger mußten als Ausreden herhalten. Für die Hcckoah dürften unserer Mmnung nach viele Gr-ünioe maßgedond gewesen sein, auf die VerMsbung des Spieles nicht eiuWaHen. Der Mische Verein hat vor allem eine komplette TevnckMste, man bann demgemäß von ihm nicht recht verlangen, daß er das MePerjjchaftHpiel an einem Wochentag zur AustraW'NT bringt, der innerhaD von zwei Sonntagsterminen liegt, an denen die Hakooh bereits schwere und bedeutungsvolle Treffen verÄröbart hat. Trotz chver demeit günstigen Position in der Tabelle — wir stellen bei dieser Ge» 'legenhrit richtig, daß der"Wische''Verckn den vierten Platz vor Admiva einnimmt — ist dre Hcckovh vom Abstieg noch immer -ltfcfet bewahrt. Die SMonsleitung bann sich demgemäß nicht den Luxus leisten, dem W. A. F. entgegenzukommen, da dies dchn Mischen Verein unter Umständen dann ftMt zum Schaden gereichen kann. Im fobgenden führen wir dre Grwn'de an, die unserer Meinung nach gegen die Einwilligung zu einer Bersthiebung des Termines sprachen. MÄ Rücksicht auf den Äänderbampf kEnte die Hcckooh ausgeruht gegen eine außer Form geratE W. A. F.Mann» schaff antraten. Wer weiß, ob die Keichen Borbedingungen noch zu oi-rrem späteren Zeitpunkt bÄtanden hätten. Noch wichtiger erscheint rrns fol-gends Mglichkest. Dre Fwletzt bewiesene Verfassung der Hütteldorfer bieß es nicht ausgeschlossen erscheinen, daß ste sich zu Ende der Saison in dev Gefchremone des Abstieges befinden. Die Hakocch hatte vor zwei Jahren das recht Möifeühafte BangnÄgen, einem Absriegskondidaten .den Todesstoß versetzen zu -müssen. Es handelte sich damals um das Spiel Hcckoah—W. A. C. Schon Wochen vorher kolportierte mau das Gerücht, daß der jüdische Verein den PrateiÄub gewinnen lassen wecke. Ms Folge davon erhielt die Hakvah von Anhängern. ^der sich noch außer den W. A. C. m Avstiegsgefcchr beffMichen Mubs Drohbriefe^ die wahrlich ksbne ÄebesveFeugurmen versprachen, falls die jüdische Mannschäft nicht siegreich blMeu würde. Die MMsen ^rdächtiguingen bewirkten, daß die Hcffoah, obwohl für sie einfach gar nichts aus dem GpiÄ stand, iu einen Ka>mpf auf Leven und Tod gchetzt wurde. Die Hakoah siegte und der W. A. C. frei in me zweite Klasse zurück. Bor Gewaltakten der Drohbrieffchreiber blieb deriudische Verein bewahrt, doch zog er sich die F-eüMchäft des W. A. C. zu und wurde überdies mit gehässigen Kritiken durch die „objektive" Presse bedacht. Auf dve Häßlichkeit des Spieles bvaruchen wir wohl mcht besonders hinzuweffen. Mchrere Hakoahner hatten Wochen hindurch an den erlittmen Verletzungen zu leiden. Für die Hakooh bestand, schon mit Rücksicht auf ihre eigene noch immer ungeWärte Messung in der diesjährigen Meisterschaft, also nicht die geringste Veranlassung, eins Wickerholüng des seinerzeitigen .Haikoah—W. A. C.-Spreles muttviWg hercmszubeschwären. Uur auf das am Dienstag söMgeistlaiLeue Spiel stMt sin- FUgehem kann fcstgestellt wecken, daß dar W. A. F. den Kampf nMiucMch verloren bat, daß aber 'der Schiedsrichter Schmied für die Mckerlage nrcht vera-lMvortRch gemach wecken kann. Die beiden strittigen'Eckscheiduugen, von denen der zweiten entscheidende BehouArng beizumessen Nt, veranlahten das „Svort-Dciäblott" zu einer krrtffchen PmemA, die' wir «ich gllthsißen können. Im ersten Fall, der das angebliche Foul des vevleLten Guttmanns an Klein betr'W, konnten wir bei bestem Wi-llen' keineu Regelverstoß des Hawahners stsststellen. Warm mau die mich Mchndeten Rohheitsakte von Bvchmeyer und Reinalter berücksichtigt, so erscheint es u^dsrBbar, daß Herr Schnick wegen des Ä-ngveisens Guttmanns einen GlfrnÄerstoß hätte verhängen könmn. Wir waren der Meinung, daß dem Schiedsrichter die Pfeife ,/loSg«ganiAen" war und er dann ein erSknmtes M.mecht mcht noch vergrößern wollte. , Wr sind nun der Ansicht, daß der Unpcrrteiriffche aus s-enmn Dilemma einen saffchen AuÄneg geftmden hat. Für einen Mfmeterstoß gegen die Hakoch fehlte scke Bevechigung, Herr Schmied hatte also den Ball an der StvafvaumgrenKe durch einen Wurf wieder ins SviÄ bringen sollen. Der W. A. F. kann ans einem Fehler oes SchicksrUchters, der irrtümlich anscheinend wegen eines Fouls gepsifftn hatte, nie das Recht auf Zuevkonmlmg eines Gfineterstoßes boanfpruchn. Herr Schmied gab nrchreren Herren des Kollegirmrs folgende Evklävnng: „Klein umd Gnttimairn sprangen nach dein Ball, wobei der Hakoahner kein aXI^it schweres Foul beging. Da beide Spieler sich nun i:-- innerhalb des Straireuirnes p Dce ::’.:JaVsvi!.i:.{ le.ni sich aber in der Lust auf der Strafraumgrenze zu. Schm.» mit' Rücksicht darauf, daß das Vergehen nicht s-Äverwiegsn'd -war, sah ich mich veranlaßt, einen Freistoß zu diktieren." Mas den die Entscheidung bringendem EHneterstoß betrifft, stellen wir vor allem fest, daß von einer Spieler und Schiedsrichter behindernden Dunkelheit keine Rede sein kann. Da man der.« Vorgängen auf. dem Spielfeld von der Tribüne aus ganz ausgezeichnet folgen' konnte, so mußte der Schiedsrichter, der sich in unmittelbarer . Nähe des Tatortes befand, die Ereignisse einwandfrei beurteilen können. In Wien sind schon zahllose Meisterschaffs-; spiele bei ganz anderer« Lichtverhältnissen zu Ende drrrchge« fiihrt worden. Wir erinnern nur an ein Treffen,F. A. C.— W. A. F., das vor ungefähr drei Jahren im dichten Nebel vor sich ging. Der Elsmeterstoß an sich war für jedermann gegeben, da alle drei Innenstürurer in unmittelbarer Tornähe brutal zu Boden» geschleudert wurden. Es war. rein« GeschmaAsache, ob man das Foul an Häusler. Gansl oder Grünwald zum Anlaß nahnc, um die schwere Strafe zu verhängen. Mit der Amtsführung des Schicksrichters waren wfr ebenfalls nicht einverstanden, und zwar einzig und allein auS dem Grunde, weil er die gleich anfangs begangenen Derbheiten von Bachmeyer und Reinalter nicht mit dem verdienten Ausschluß bestrafte. Hätte Herr Schmied zumindest^ einen von den beiden vom Felde gewiesen, dann wäre der Kamps nie derart ausgeartet. - Die gestrige Polemik des „Sport-TaMattes" ist unaufrichtig und sportschädlich. Wir begreifen nicht, daß 'der Berichtevstatter. der sich auf der Tribüne auHielt airfb über di« oingetretene Dunkelheit schrieb, plötzlich die Vorgänge, vor dem Kttlbhcms derart genau feststellen konnte. Er berichtete nämlich, daß nach Schluß des Treffens einander die Anhänger beider Parteien kmnpfberert gegenübergestanden sind. Da der Großteil der Besucher nach Schlnß des Spieles den Sportplatz verließ und nur vor dem Umkleidehänschön «die gewohnte Ansammlung der grösstem Fanatiker zu bemerken» war, so konnte nur dort der Zustand der Kampfberoitschaft geherrscht haben. Tatsächlich waren aber die Hakoahner wenig kriegÄustig. Wir wiederholen nochnrels. wie es zu den Ausschroitungen kam. Als der Schiedsrichter mit den Spielern das Spielfeld verließ, stürzten sich brei> uns gut, bekannte, Funktionäre des W. A. F. auf den Unparteiischen und beschimpften ihn in der gröbsten Form. Die W. A. F.-Spieler, die drrrch das Verhalten ihrer Führer haranguiert wurden, versuchten nun. Herrn Schmied zu schlagen. Dem Eingreifen der Hakoahner war es M danken, daß der Schiedsrichter nur von Matauschek einen Fußtritt bekam. Ganz eigenartig ist die Stellungnahme >des ,Mport-Tagblattes". Zum Fußballspiel gehört nur» einmal Glück. Diesmal war «s auf seiten der Hakoah. Wir ermnern uns aber, an Zeiten, in denen der jüdische Verein vom Pech verfolgt: warohne daß er mit den Mittln des W. A. F. das Glück erzwinge:.» wollte. Wir verweisen nur auf die vergangene. Saison, in der die Hakoah sechs Niederlagen in den Kauf nehmen mußte, wobei selbst das „Sport-Tagblatt" berichtete, daß die Wische Mannschaft von allen GWcksgöttern verlassen sei. Mit der Veoschleierungsmethode und der Kennzeichnung eines Söndenbocks — in diesem Falle mußte der Schiedsrichter herhalten — ist weder dem SB. A. F. noch dem Wiener Sport genützt. Die Pflicht der objektiven Presse ist cs.^ die Spieler und Zuschauer zur Disziplin zu erziehen. Entischeidungen des Schiedsrichters, der schließlich ebenfalls nur eir.» Mensch ist, müssen widerspruchslos hingenommen werden. Die Polemik des ,Mwrt--Dagblattes" ist geeignet, die Autorität des Schiedsrichters auf dem Sportplatz zu untergraben. Wir wollen nur noch darauf Hinweisen, daß auch die Hakoah mit Herrn Schmied „schlechte Erfahrungen" gemacht hat und brin-' gen nur als markantes Beispiel ein vor zwei Jahren stattgefundwes MeistersHaftsspiel Hakoah—Amateure in Erinnerung. Diese Feststellung beabsichtigt nicht, die Unzulänglichkeit des Herrn Schmied festMtellvn. sondern sie soll beweisen, daß schließlich fedem Verein unter Leitung säst aller erstklassigen Schiedsrichter berineintliches Unrecht widerfahren ist. Zum Schlnß soll noch festgestellt werden, daß noch immer kein Schreiben des W. A. F. bei der Hakoah oder bei Herrn» Doktor Körner erngelcmgt ist. _ t Fritz Baar. Jüdische Meisterschaft. Aus technischen Grün'dgn müssen die für morgen Samstag auf d.'m Weüvögung 20-Platz airgesetzten Ndeistwschaßtsspiele abgesagt wecken. Das für Sonntag auf dem Hakoah-Plah vorgesehene Spiel findet zur bestimmten Stunde statt. Dr. SZlumertfeld fftuhsr Makkabäa) ist dem I. S. C. Achim In Prag finden am kommenden Sonntag folgende Spiel« statt: D. F. C.—Slavi«, Fvetuckschaffsispickl am Skavia-iPlatz. Meifterischcfft 1. Klasse: Sparta—A. F. K. Vrsodice. Viktoria Zizkov—Union Zihkov, Eechre Kaolin—S. K. LBen, Sparta -Kofire—Viktoria Dinohradh, C. A. F. C.—Meteor Vinohvady. Gmrtramsdorf 2—Achim kontb. 2:1 (1:1). Das Dar für Achim erhielte Wi»oselmann 2, für Guntramsdorf war der R^tsverbmduingsstüvmer erfolgreich. Bvi Achim konnten nur öoi&et, Lolndau, Rosenbevg und WwsMnmm 6 geisallen. DmrW und Wmterstzott. MindmgrversammlMg des FüdWe« Touristenverbandes <8. %. 8.). Die am Mittwoch stattgesundene Versammlung nahm einen ruhigen und würdigen Verlauf^ und war von folgenden .Gruppen und Vevvinen beschickt: Mt-Blau-Weiß, Madamffcher Landesverband, Ari, Blau-Weiß, ChevM), Frcmengmtppe!bcr Z. S. 9, Hakoah Hechawer, Iügendveckand, JUgeiMvandergru-ppe Mmkabi 2, 9, 10, Ymmg Jewich Sportiuig Club, Zionistisches ÄandesTonvitve.. Außerdem waren Vertreter von noch nicht offiziell amÄanuten Gruppen anwels-end. Nach Annahme der Statuten wucke nachstehende pvsdisoriische Leitung gewählt: Präsident: unbesetzt, 1. Stellvertreter: Dr. I. Klaver (Zion. LandeÄomitee), 2. Stellvertreter: Jacques Salyer (HechaLoer), 1. Schriftführer: Richack Gänsler (Hakoaih), 2. Schviffführer: Hlpgo Deutsch (Hechawer), Kassier: Treuer Makkabi 9),, Referenten: Dr. O. Lichtwitz (M-Blau-Woiß), E. Raubitschek (Hakoah), Fuchs Mademffcher Landosverba-nld). Die erste Lvrimtgssitzüng des I. T. B. findet am Dienstag den 24. April um 7 Uhr abends nn Lodal. der Hakoah stzcvtt. . Herr Basch (MaMabi 9) hat besttuvmi zu erscheinen. Hakoah (Touristen- und Skisektion). Auskünfte über Touren, Nenanmelduug Von Mitgkiodern, gesellige Zusamm?nlünfle ß'den Freitag im Kln-bbein», Ctitfc Ätlashof .■ r''• ,v.i Norher- .. . , \. . u'iiü! ' <ntf 35

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.