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Wiener Morgenzeitung · 1923-04-18 · Heft 1501 (18.4.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1501 (18.4.1923)
Date
1923-04-18
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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mrtm' .t rmmf Schlußk« rser Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken -225.—, Böhm. Unionbmrk, 387.—, Böhur. Eskomptebank 381.-,!BSH«. Jndnstrialbank 460.-, ZivnostenSka Lanka 384.50,!A«glMnk —, Oesterr. Kredit 73.—, Wiener Unionbank 90.—, Wiener Bankverein 54.60, Buschtiehrader Eisenbahn Lit. A 480.-, Lit. B 177.-, Ferbinands-Nordbahn 6660.-1, Prag-Duxer 160.—, Aussig-Teplitzer Eisenbahn 1220.—, Nestoinitzer Zuckerindnstrie —,. Vereinigte Elektrizität Wien 117.—, Brosche 820.—, Kolintt Spiritus 725.—, Königshofer Zement 960.—, Breitfelb-Danek 396.—, Ringhoffer 696.—. Simrneringer 98.—, Rochkosteletzer Textil 266.—, Alpine .Montan 916.—, Poldihütte440.—, Prager Eisen 1032.—, Oesterr. 'Berg «. Hütten 1710.-, Skoda 449.-, Jnwald 645.-. Me Levisenlurse. Berlin, 17. April. . (Devisenkurse.) — Amsterdam 8279.25 (8249.32), Belgien 1213.85 (1216.95), Chriftiania 3775.53 (3776.59), Kopenhagen 3980.02 ,(3972.64), Stockholm 6620.91 (5603.45), Italienische 1043.38 (1049.87), London 98.253.75 (97.879.68), New-York 21.156.97 (21.097.12), Paris 1408.96 (1406,47), Schweiz 3838.98 (3836.38), Spanien 9268.81 (3229.40), Wien 29.87 (29.66), Prag 632.41 (628.92), Budapest 4.72 (4.69), Sofia 169.10 (159.60), Belgrad 217.45 (214Ä). Berlin» 17.' April. (Notenkurse.) — Noten Dollar 21.448.25 (21.208.80), Pfund 98.852.25 (98.029.30), Italienische 1052.35 (1047.35), Polnische 49.60 (48.25), Tschechoslowakische 634.16(680.-), Oesterr. gestempelte 29.72»/, (29.40). Prag» 17. April. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom -Bankamte des tschecho-swwakischen Finanzministeriums.) — -Berlin 15.76 (16.-), Zürich 619.76 (618.76), Paris 1228.25 (229.25), London 158.75 (168.75), NetvGork 134.20 (34.20), Belgrad 85.50 (35.50), Bukarest (-.-), Wipx 4.63*/, <4.67*/,), Warschau*) 7.66 (7.65), . Agram (-.-), Budapest*) 76.- (76.75), Jugoslawische 186.75 (86.76), Oesterreichische gestempelte Krone 4.57*/, (457*/,), Polnische (7.75), Ungarische 73.- (73.-). H Für 10.00V. Bndapesk» 17. April. (Kurse der Devisenzentrale.) — Amsterdam 1760 bis 1820, Bukarest —.— bis —,. Kopenhagen 848 bis 878, Chriftiania 807 bis 637, London 20.925 bis 21.625, Berlin 021 bis 0.23, Italien 223.- bis 233.-, Paris 299.- bis 309.-, Prag 134,- m 140.—, Stockholm 1198 bis 1248, Zürich 815 bis 846, Wien 0.064V bis 0.0670, Sofia 34.- biS 36.-, Belgrad 46.- bis 48.-, New-York 4506 bis 4665, Warschau 0.1060 bis 0.118V, Brüssel 259 bis 289. Amsterdam» 17. April. ' (Devisenkurse.) London 11.68'/, btS (11.89), Berlin 0.0120*/, . (0.0120»/,), Paris 16.95 (17.—), Schweiz 46.45 (46.65), Wien 0.0035 (0.0086), Kopenhagen 48.1Ö (48.20), Stockholm 67.85 (68.05), Chriftiania 45.70 (45.90), New-York 255.37 (255.62), Brüssel 14.65 (14.70), Madrid 39.15 (89.35), Italien 12.62»/, (12.72*/,), Budapest 0.05*/. (0.06*/,), Helfingfors 7.- (7.15), Prag 7.60 (7.65). Marsch««» 17. April. (Devisen.) Berlin 1.98, London 201.500.-, New-York 43.030.-, Prag Wien 0.60»/,. . Agram. 17. April. (Devisen.) Men 0.139 bis Berlirr bis Budapest 2.15 bis Bukarest —.— bis Italien 492 bis —, London 461.— bis N.ew-York 98.75 bis Paris 657.50 bis Prag 295 bis —, Sofia —.— bis —, Schweiz 1885.— bis —, Brüssel 575 — bis —Warschau —bis —, Amsterdmn —bis —.—.Stockholm —. Belgrad» 17. April. (Devisenkurse.) London 460.— bis Paris 658.- bis New-York 98.25 bis!@ettf 1800.- bis Saloniki bis Mailand 493.-bis-.-, Prag 294.- bis-.-, Berlin 0.467 biS Wien 0.1387 bis Bukarest 47.50 bis Sofia bis Budapest 2.18 Vis Brüssel 560.- ttr ——, Aurstecham3876.—bis-7-.—, Warschau bis—.—. New-Bork» 17. April. (Devisen.) London 466.125, PäriS 663.50, Berlin 0.4676, Mailand 494.-, Zürich 1610, Kopenhagen 1882, Stockholm 2659, Chriftiania-1793, Amsterdam 3917, Kag 297.976, Wie,: 0.14/ Budapest 2.25, Bukarest 48, Warschau' 0.2325, Madrid 1534, Helfingfors 276.50,' Brüssel 574.—, Kanada 2*/„, Brasilien 9160, Argentinien 36.60, Belgrad 102. Mene« Ärovsenzeitung. 18. 192S Sette - Fußball Me MMrschast. Hakoah und W. A. F. trugen gestern in der Krieau ihr fälliges Meisterschaftsspiel aus. Durch den knappen l:v?Sieg hat der jüdische Verein seine PojUion in der Tabelle neuerlich verbessert, da er den Wrener Sportklub überholte. Nachstehend der Bericht: Hakoah—W. A. F. 1:0 (0:0), Ein sehr rohes Spiel. — Die Entscheidung sollt fünf Minuten vor Schluß: aus' einem Elmeterstotz. Hakoah-Platz, 4000 Zuschauer. Schiedsrichter Schmied. Hakoah: Halpern; Grunfeid, Scheuer; Pollak, Guttmonn, Kerr; Katz, Grünwald, Gansl, Häusler, Heß. ... .W. A. F.: Saft; Gold, Matauschek; Neinalter, Ächatzi, Roj; Bachmayer, Fischera, Schobinger, Klein, Schmidt. Die Hakoah kämpft gegen den W. A. Jy. immer sehr schwer und auch gestern hatte sie die größte Mühe, um. beide Punkte nach Hause zu bringen. Der W. A. F. kämpfte mit dem Mut der Verzweiflung. Leider überschritten gleich , anfangs Reinalter und Gachmayer die Grenzen des Erlaubten. Da Schiedsrichter Schmied, der für den nichterschienenen Herrn Braun einsprang, die Vergehen nicht ahndete, würde das Spiel halb sehr derb, um noch'vor der Pause gänzlich auszuarten. Nach Seitenwechsel galt beiderseits die Parole, zuerst der- Mann und dann der Ball."Die Folge davon war, haß das Spiel als eines der häßlichsten der letzten Zeit bezeichnet werden kann. Unter diesen Umständen ist es erklärlich, N daß der gebotene Sport viel zu wünschen übrig ließ. Alle Augenblicke blieb ein Mann auf denr Felde verletzt liegen. Sehr enrpfindlich wurde/dadurch oie Hakoah betroffen, da Gnttmann vor der Pause zehn Minuten ausspringen mußte und nach Seitenwechsel als'Invalider einen Ruheposten als rechter Flügelstürmer bezog.' Der jüdische Verein war demgemäß gezwungen, mehrere Umstellungen vorzunehmen. Dm längste ’ Zeit spielte Gansl als Mittelläufer und Heß als Mittelstürmer. Da die Erfolge ausblieben, bezog -Gansl zehn Minuten vor Schluß seinen angestammten Posten, Pollak rückte in die Mitte und ^ß half als linker Läufer aus. Die jeweils mit dem Wind, spielende Mannschaft hatte .das Uebergewicht: Vor der Pause bedrängte der W. A. F-, er hatte auch Zahlreiche Schußchancen, doch verstanden es die Stürmer nicht, die Gelegenheiten auszunützen. Nach Seitenwechsel hatten die Hakoahner'. das Kommando inne. Der nicht intakte Angriff brachte aber Nicht-viel mchr zuwege als der der Hütteldorfer. Obwohl der Sieg des jüdischen Vereins verdient war, so kann er doch. als ein glücklicher bezeichnet werden. Mit Rücksicht auf die ununterbrochenen Derbheiten darf man die Äeistu-wgen der' Spieler nicht zu kritisch beleuchten. Die Hakoahner stritten untereinander wieder einmal krätzig, doch waren sie von gutem. Kampfgeist beseelt. Ausgezeichnet war die gesamte VerteWgung,-in dev Grünfeld ein besonderes Lob verdient. In der Deckung gefiel Kerr sehr gut. Guttmann, 'der mit Tritten, am liebevollsten bedacht wurde, stand als Invalider im Feld. Ganz hervorragend arbeitete Gansl als Mittelläufer» auch als Stürmer stellte er seinen Mann. Häusler arbeitete gut. Die übrigen Stürmer spielten unter ihrer torm. Heß ist ein Taletztj doch mangelt ihm vor allem chnelligkeit. . , Der W. A. F. hatte ebenfalls in der Verteidigung seine besten Kräfte. Gold befand sich nach längerer Zeit wieder in hoher Form. In der Deckung war Reinalter der Beste, aber auch der Brnt-affte.-Achatzi arbeitete ebenfalls wirkungsvoll.. Der Angriff war besser als in den letzten Spielen.-Klein war der Diri-geni. Fischera und Bachmayer gefielen noch wsniger als der linke FILM der HaLo-ah- ' Anfangs ist das Spiel offen, es kristallisiert sich aber -langsam eine Ileberlegenheit des W. A. F. Der erste Leidtragende der Spielweise ist Scheuer, dom ein. Gegner fast die! 'Zähne herausschlägt. In der 22. Minute wird Guttnimm der--! letzt und verläßt das Spielfeld. Die Hakoah ist gänzlich in die! Verteidigung gedrängt. Bei einem schnell vorgetragenen Gegen-: angriff verschuldet Saft säst ein Eigentor. Ein schör.er Schußj von Klein geht knapp übers Tor: In der 32. Minute tritt;. Guttmann wieder 'ein, doch kann er nicht mehr mithälten. Im der 96.. Minute pfeift der -Schiedsrichter bei einem Zusammen-! stoß von Guttmann und Kleinim Strafraum der Hakoah ab! und diktiert einen Freistoß von der Strafraumgrenze. Diese: Entscheidung tvar unserer Meinung nach unrichtig. Wir haben, ein Vergehen Guttmanns nicht bemerkt, wenn der Schieds-i richter einen korftatiert hat, dannhätte er einen Elfmeter-! stoß diktieren müssen. Wir sind dev Ansicht, daß Herrn Schmied! die Pfeife „loSgegangen" war und er anscheinend einen Fehler; nicht noch vergrößern wollte. Halpern muß einige Male; rettend eingreifeu, er entledigt sich seiner Aufgabe in ausgc--' zeichneter Weise. Eine sehr günstige Chance vergibt Schmidt.: ' Auch Fischera folgt denr Beispiel. Nach Seitenwechsel ändert sich das Bild vollkommen, da nun die Hakoah ständig angoeist. Sie erzwingt aber nur mehrere; Eckstöße, die ergebnislos verlaufen. Bei Mem der weniMn! Ausflüge des W.,A. F. in den gognerischen Torbeveich sagt; Klein den Ball an die Stange. Die Hakoahner -bedrängen nn«: unterbrochen, Gold -erweist sich aber als Retter in dc.r Not,! Häusler und Grünwald vergaben günstige Chancen. G<msl geht! wieder in den Angriff, ivodurch letzterer mehr Durchschlagskraft! bekommt. Er 'bercÄet Gvünwald eine ausgezeichnete Schuß-- gele-genhsit vor, sie ivird aber vom abseits stehenden Kah -unter-! Kunden. In der 40. Mmule enffteht vor dom W. A. E.-Dar ein; Gedränge:, wobei Gansl und Häusler roh zu Goden geschluderti lvwrden. Der Schiedsrichter diktiert vollkommen richtig einen! Clffneterstoß. der von Häusler verwandelt wird. In den lebten i fünf Minuten sieht nran nur eine wüste Balgerei, dio den' Zweck: hat, dem Gegner einen Denkzettel zu geben. Der Spor.tsmanni ist sichtlich froh, gls das ■ überoils häßliche Spiel sein End': findet. - Giand -er Meisterschaft. iE? j ' Sott •*. .. fe " ■ « . § § a ä | N Rapid .... 10 4 1 55 28 24 Wacker . . . 17 ' 7 7 3 33 25 21 Amateure . : .16 8 4 3 43 22 20 Admira . . . . 16 7 3 6 40 31 17 Hakoah . . . . » . 16 7 8 6 - 37 26 17 Sportklub . . .16 7 3 6 27 27 17 Hertha.... « 4 . 14 5 6 4 25 22 15 Vienna ... a , . 13 5 3 6 25 31 13 W. A. F. . . ... .16 5 3 8 22 39 13 Simmering . .14 3 6 6 18 26 11 W. A. C. . . . 15 3 5 7 25 38 . 11 F. A. C. . . .15 3 4 8 26 39 10 Rudolfshügel . * t .16 3 3 10 17 34 9 Sir Budlldester Meisterschaft. Budapest. 16,APrrl. Vom Samstag nachnrittags an regnete es unuutefibvvchen^ so daß alle Spielplätze fast unbenutzbar'waren. Tuotzdoin fanden sich 20.000 Zuschauer 'beim Treffen ll. T. C.—M. C. K., das 2:0 (0:0) für ersteren Verein endete, «in. Die größere Mrper« -kraft und die bffsere «Kondition des U. L. E. waren für den. Sir-g ausschlaggebend. So lange M. T. K. .das Tempo holten^ konnte,- war er stark überlegen. Aber nach einer halben Stiundei war er so ziemlich fertig rind der U. T. E., dessen langes Pah-! -spiel auf dem -tiefen Boden wirkungsvoller war. übernahm di«! Rolle des Angreifers. Während -der ersten halben Stunde er-! reichte M. T. K. zwei Tore, die der Schiedsrichter nicht aner-i. (61. Fortsetzung.) David Mrsy. Roman von Disraeli (Lord BeacanSfielL). Aus dem Englischen übersetzt von G. Unna. „Wir snch de-veit, großer Jabcrstor, wir sirtd alle bereit, alle, alle." „Ich weiß' es; ihr seid wie ich. Die NoffvendiFkeit hat mrs zur EntscheUmng gedrän-gt. Jetztzw mrseren Wn-en. Sprich, Zalrmmna!" ,Mler Zabastor, ich sehe viele Schwierigkeiten vovnus. iMvoh kommt rvicht, mchr aus feinem Palast. Unbeachtet!komnen wir, -wie ihr wißt, mK in diesen gelangen. Was jsagt Ihr dazu, Scherivcch^ »Ich kcmn mich auf meine Krieger verlassen; «her!Krieg gegen Alroy fft, wenn ich auch nicht sagen wU, gefährlich, doch von zweifelhaftem Ausgang." ,/Ich din dereit zu sterben, aber nicht zn nutwliegenl" rief Äbrdan. »Mv müssen unserer Sache gvwitz sein. Offener Krieg ist nicht zu raten. Die Masse des Heeres!wird es mit chren Anführern halten und diese sind auf der -Sorbe des Tyvcmnen. Ist erst die Dat geschehen, so rnüssen -sie sich mit uns veMrÄen." ,Ist's ivicht möglich, ferm Gegenwart der irgend eine-m > Opfer zu. Eh-reu eines, früheren Sieges zu erlangen? Was derA Ihr davon?" »Ich zweifle sehr daran, Iabaftor. In diefenr Augen- Mcke w-ürffcht er keineswegs unsere NatvonalgLbräuche durch seim königliche Person zu ehren. Auf jeden Fall Mt ihn feine Gemahlin zurück. Und käme er auch, so wäre der gbücÜiche Erfolg doch schwer und deshalb zweifelhaft." ,Mle Krieger, hört auf eines Weibes Stimine!" rief die Prophetm hervortretend. ist nur schwach, aber durch solche Werkzeuge, selbst durch das Lallen eines Kindes Pflegt der Herr mit stimm erwählten M zu sprechen. Es cM ,einen gcheimen Weg, auf welchom ich m die Gärten des Palastes gelangen strnn, Morgen nachts, -wenn der Mond in seiner mitternächtlichen Lande weilt, fall das verruchte Gebäude ausioderu. Haktet Abidaus Krieger bereit, und in dom Augenblick, wo :die Flammen zuerst emporsteigen, zieht zu den Toren des- Serails, als brächtet ihr Hilfe. Die erschvockene Wache wird euch kein Hindernis entgegensetzen. Indem nun die Truppen sich der Eingänge bemächtigen, eilt ihr selbst, Zalunmna, Abrdan ulw Jäbasior, in das königliche Gemach, und vollbringt die Tat. Unterdessen laßt den tapferen Scherirah mit all seinen Truppen den Palast mnringen, als . wisse er nichts von dem, was.gejLhehen. Dann tretet ihr vor, zeigt, wennnätig nrit Tränen, den unglückseligen Leichnam den Kriegern mW verkündet die Theokratie." „Der Herr ist's, der aus dir.spricht", sagte Abidan, der unstreitig auf den Vorschlag-vorbereitet war. „Er hat sie in , unsere Hände gegeben." ,/Ein.kühner Plan," sagte Iabastor nachher!,kend; „er gefällt mir. Er ist schnell und das ist etwas Wichtiges. Ich ^Aanbe, er ist sicher." ,M ka-rm nicht schlen," rief Zalmuuna aus, „denn Ivemr die Flamme nicht aufsteigt, so stehen wir inuuer noch da, -wo wir jetzt sind." ,Ich stimme hei", sagte Scherirah. - „Wohlan' denn," rief Jabastor, „so sei es. Morgen abends wollen wir hier wohlvorbereitet wieder Zusammenkommen. Gute Nacht!" „Güte Nacht, heiliger Priester! Wie stehen die Sterne, -Ja'bastor?" . ' „Sehr unruhig; schon feit ernigen Tagen. Ich weiß nicht, Ewas sie bedeuten." . „Hell füt Israel!" ,Laß es uns hoffen. Gute Nacht, teure Freundv!"' ,Mdte Nacht, heiliger Jabastor. Dü bist, üustre Hoffnung!" - ,^Isvael hat keine andere Hoffnung als auf Jabastor!" „Herr," sagte Abidan, „bleibe nur noch einen Angen- Aick." ' _ r ,Ms Kbt's, ich möchte gern gehen." „Alroy muß sterben, Herr, glaubst du al :in einzelner Tod den Bund besiegeln wird?" „Das Weib?" ,/O, das Weib; ich dachte nW an -das Ä.u!o. Asn-el, Jthamar, Medad?" „Tapstre Krieger! Seid, überzeugt, -sie -werden nützliche Wertzeuge für uns werden. Solche vereinzelte Gesellen fürchte, ich nicht. Sie folgen ihren Führern Aeich aMren Wesen, die zum Gehorsam geboren sind. Da sie fef&ft keinen Kopf haben, -müssen sie u ns folgen, die wir ihn besitzen." . „Das glaube ich auch. Gibt's sonst nivmand, der uns gefährlich stin könnte?" Zalmunna und Scherirah senkten die Augen zu Boden. Ein tiefes Schweigen. Endlich unterbrach es die Prophetirl. ' , „Ein Gericht ist ousgogangen gegen Honain!" „Nein, er ist Jabastors Bruder!" rief Abidan. „Dal ist gemvg, um selbst einen noch eingefleWteren Feind Israels zu retten, weM es eimn gäbe." „Ich habe keinen Bruder, Abidan. Den Mann, tw* dem sprecht, -werde ich nicht erschlagen, da es noch an-! deve gibt, -die das tun können. Und s-rnfft u?ck»rtals „Gute Nacht"!" 5. Es war tiefe Nacht. -Nur eine errrzige Lanrpe brannte im Gemache, das auf eine offene Galerie ging, von ivelcher eine Treppe in die Gärten des Serails führte. Eine weihliche Gestalt bestieg die Treppe, mit leisem vorsichtigen Schritten. Sie blieb auf der Treppe stehen und sah sich um, -mit einem Fuß -war sie schon im Gemach. Sie trat ein. Das Zinmrer ivar nicht sehr, geräumig, aber reich ausgestattet. In der fernsten Ecke stand ein elfen-, beinernes Bett mit einem Gazevorhang von Silbergeroebe, der, ohne das freie Atemhölen zu hinder^, die Schlafenden vor den JnsektenschwaruM einer orlerrtalischen Nacht schützte. An einer Ottomane lehnte ein großer, eherrrer Schüd von altertmnlicher Form und einige Helme und stltem Waffen. „Ein unwiderstehlicher Trieb hat mich in dieses Ge^ Mach geführt", sagte die Prophetin. ,/Das Licht störte mich auf wie ein Gespenst, mid wohin ich auch ging, schien es nnr zuwinken:" ' . , „Eine Lagerstätte und ein Schlastnder!" Sie trat Näher hinzu und zog den Vorhang vorsichtig! hinweg. Bleich und bebend sprang sie leise zurück. Sie' W-ov. folgt.)

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