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Wiener Morgenzeitung · 1923-04-12 · Heft 1495 (12.4.1923) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1495 (12.4.1923)
Date
1923-04-12
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 Wien, DünnevStag Wiener Morgenzeitnns» rs. AM 9x.im ^bester von beute 7 V-8 V«7 6 7 7 Mgtdester: Monna Bama Msaemie-rdester: Der.gute König Ztalltroper: Die Frau ohne Schatten ,0-ltt-pN: Die Walküre Jeuireder Uolftstbcater: Endstation IWlWMia-ClKattt: Der Unbestechliche iür. Kamtncr$plek: Ein reizender Mensch 7 — Erstes Abenteuer — Cafe Arnöricain, Separee Nr. 6 — Ein süßes Kind 10 £)o*tfstä<Iter«Cl)eatef: Clariffas halbes Herz 7,8 ^Oland^Bdbne (Ensemblegastspiel des Josefstädter Theaters) r Treu, ehrlich und fleißig Der Brandstifter — Eine angenehme Person 7,8 Iieue wiener Süb,er Der Gedanke 7 Stadttbeattr: Libellentanz 7 rueaierander wie«: Die gelbe Jacke 7 Iod Zttauir-rbealerr Katja, die Tänzerin 7 «arltveaier: Madame Pompadour 7 KeZaittaace-BÄdaer Die Freundin Seiner EMllenz 7 wr. Hürgertdeaterr Gastspiel des Deutsch- Russischen Theaters „Karussell- 7 Bolle» Kurt Lessen in „Der König träumt" — Robert Valberg in „Ein wenig Musik" 2c. 8 Chat ncir: Gastspiel der „Budapester", Trebitsch, Fleischmann, Lindau, 2 Possen rc. 8 Ilpollotbeater» Intern. VariQeviogramm 7-8 Iüdtecbe LAdae (U., Tüborstr. 12): . Motjke Gcmew 7-8 Chat noir VIM MariatiilferBtrasse 105, Tel. 155 ^BUDAPes^. mit vollständig neuem Programm1 * „Der Fehltritt“ „HAtel Taube4* Powe v*n Alexander Trebitsch Alex. Trebitsch Josef Fleischmann ^olongie^ x! 274.Versteigerungvosawauio, Wien, III., Lothringerstrasse 14, gemeinsam mit Albert Werner, Wien, 1., Augustinerstrasse 8 ——— ' Versteigerung einer Sammlung von Kunstgewerbe, Gemälden moderner u. alter Meister, Aquarellen und Miniaturen ab 3 Uhr nachmittags. AUSSTELLUNG daselbst von Donnerstag den 12. bis InkL Sonntag den 15. April von v—s Ubr, Illustrierter Katalog K 20.000 Albert Werner C. J. Wawra (AlfredWawra) L,Auguatinerstr.8 IIL, Lothringen^-. 14 Antiken, Hafaer-Kermnik, darunter der ber&bmtevon A. Walcber in seinem .Werk abgebildete Ausseer Ofen und der von W. Stengl in den Mitteilungen, des germanischen Mnsrtuns 1911 besprochene, 1539 datierte Ofen. Siegburger Schnellen, deutche Kannen und Bartmannskrüge, Apothelcergefäsae der Fabrik Savonna, Albareüi, die im Jahre 1904 auf der Wiener Porzellanansstellung des österr. Museums exponierte Ponellangruppe um 1760, eine grosse Alt-Wiener Porzellanplatte mit einem Stillleben von J. Wigg 1838, ein branz. Elfenbein-Diptychon» um 1340, deutsche Emailgläsar, alte deutsche und ’ itadienische Möbel. Gemälde und Aquarelle von R. v. Alt, Amerling, Bcrthem, Beroatzik, F. v. Braekeleer, Buchbinder, &, di Caro, E. Charlemont, F. v. Debugger, F. Franken, F, H. Füger (ein Selbstporträt), F. Gaueraann, J. Griffier, I. Hamza, Induno,H.tenKate,J. Baufmana, Kriehuber, A. Magnasco, C: Magnus,. C, Marko, L. K. Müller, A. Pettenkofea, . G. B. Pittoni, Rabl, Ribarz, R. Russ, J. E. Schindler, T. Schmitson, M.. Schoedl, F. Vinea. Miniaturen von Suchy. Anreiter, Daffinger, A. Theer, R. Theer, W. Kraus, E. Fetter, ferner gute franz. und engl. Miniaturen. 6148 üromöbel Schreibmaschinen I Leop. Steinhart Wien, I.,Bibeistrasse 9 Tel. 74-1^07. SchrHbitiaachlnen-Reparahiren 4° Damen-8toentfa sich jederzeit Hebamme 7 ehem. Marie au 7187 echelda Fraiunfchutz Wisst. MarlahuNstrW Tür.ei, nebenHotel Fuchs, gleich beim Westbihnhof. iä taal»! kommen Sie, bitte, VL, Mariahilierstr. 95 im Hofe rechts. Infolge kleiner Regien gelten nachstehende billige Preise für: Tüllslores mitEinsätzen K 35 Tausend Bettvorleger, reines Material ...... K 15 „ Draperien aus Leinen. K 19 „ Strapaz-LauftepplcheK 12 . Plüschdecken ... . K175 „ Wandteppiche . . . 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WaffeAsabrSl-Grf. «ien nnd Steyr, welche auf dem unmöglichen Wege einer vom Zivil» gericht Jolefstadt erlaffmn einstwriiigm Verfügung einen Artikel unterdrücken will, versucht nun, nachdem dar BeMsgericht Joiefstadt unter Vorsitz deS Hostate» Kr. Echwarzwald erlannt hatte. daS Verbot, den Artikel ^» Tode-autozu veröffentlichen, werde arrfgehöt«, Entstellung von Tatsache« uni» Erfindungen die Aufmerkimnteit von der eigentlichen Sache, nämlich von den Steyr-Auto» vub von der Besetzung der Preß« freibeit abzulenken. Ich stelle daher folgendes feilt Anfang» Dezember 1921 wurde ich gelegentlich eine» .Gesvrüches in meinem 'Wenn Bankinstitut eingeladen, mich für ein. kteyr-Anto zu interessieren. Ich fragte, ohne eine Kaufabsicht M haben, rekn ans sportlichem Interesse, was so ein Wagen koste. Der betreffende Herr erklärte nun, er werde die Ste^hr»Werte fragen»'vielleicht könnte eine größere Summe in barem bezahlt und 'für-, einen kleinen Teil der Kaufiumme Inserate gebracht »erden. Ich antwortete darauf, daß «ich di« Sache nicht besonders entereffiere, da ich mit meinem Wagen zuftiedtn fei. Der Einladung, mich mit den Eteyr-Werken in Verbindung zu setzen, würde ich bet einer 'sich ergebenden Gelegenheit Nachkommen. Damit war dt« Sache kür mich erledigt, denn ich hatte ga« keine emstr Absicht/ den Steyr«Ach,en zu kauf n. Mt den Stehr-Wercke» trat ich in keine wie immer geartete Verbindung und hätte die Sache längst vergessen, wenn nicht die Cieyr-Werke die Geschmacklosigknt begehen würden, dieses vor Monaten geführte harmlose, unrerbiMiche Gespräch in heimtückischer. Weise in Znsamme«ha«g mit einem Aufsatz zu bringen, der im Monat April, also nach einem Bikrteljahr, im «Montag mit dem Sportmontag" erscheinen soll, vebrignt» bitte ich mich auch beim Kaufe der Wagens nicht für verpflichtet gehalten, über Mängel der Steyr-Wage« ständig zu schweige». Ich hatte mit de« Steyr-Werke» überhaupt gar nichts zu taut, bis zu dem Tage, an welchem mich der mit mm ibefteundete Herr Sigmund Brntbart in aufgeregter Weise davon in Kennwir setzte, daß er znm Kauf eines Steyr-Wag«»iS überredet worden fei und nun dmch alle mögliche» Drohungen die sonst nicht üblich sind, gezwungen werde» solle, ein Steyr-Auto zu übrrnehnün. Es war dies einen Tag später, als Breitbart von der Steuerbehörde um K. 64.000.000 gepfändet wurde. Breitbart erhielt täglich zwei bis drei Briefe mit Drohungen, daß man gegen ihn Vorgehen werde, wenn er.dm Wagen nicht sofort übernehme. Auf Bitte des „marmten A,listen begab ich mich mit ihm in da» mir völlig rmbetannte Bmean der Steyr- Werke, «m dort zu erklären, daß ich für die Versprechungen deS Herrn Breitbart, der ln S bis 14 Tage» den Wagen übernehme« und bezahlen will, hafte, oder daß ich mich evmtuell bemühen werde, Breitbarr binnen 4S St nben da» Geld für die. Uebernahme des Wagen» flüssig zn mache«. * Wir wurden schon beim Eintritt vom Direktor-Stellvertreter Engel provoziermd, höhnisch behandelt und nn» kurzerhand mitgeteill, daß man Breilbart unangenehm kommen und ihn zwingen werde, den Wagm zu üver. nehmen und zu bezahlen. Ueber diese überaus schroffe Art de» Lertehre» mit Kunden war sowohl Breitbart wie ich empö't, da der Wagen noch nicht einmal übergabebereit war uud sich in unfertigem Zustande in der Garage der Steyr-Werl« befand. Ich erklärte dem Direktor Engel, daß ich von einem - kulanten Kaufmann mehr Entgegenkommen erwartet hätte. Breitbart sagte, daß eine solche Art der GeschästSgebarnng den Steyr- Werken sicher kein Glück bringen werde. Da» war alle». Ich Hobe dm Steyr-Werken weder mit irgend einer.Sache gedroht noch mit eiuer. Drohung doS Zimmer vmlaffeu. Ich war auch at dieser 'ganzen deiner Weise persSulich iuterefflert' und handelte auS rriuer «reUudschast sÄ dm ge lich völlig uugeschnltm Sreitbart. Ls.ist ein kühne» Unterfangen, diele Prlpatsache des Herm Breitbart mit meinem Blatte irgendwie in Verbindung zu bringen. Die Srllärung dm Steyr-Werke bat. auch nnr ebizig. und allein dm Zweck, die Oessmttichkeit von der Tatsache abzulenken. daß daS Bezirksgericht Josefstadt 1u Zivil, rechtssachew zugunstm des „Diontag mit dem Sportanonta^ entschied» i» der Begründung LeS Urteils ausdrücklich erklärte, daß die Ankündigung deS Artikels ,3>ai Todesaut^ m dm Zettungm harmlos' gewesm sei. Die einstweilige Berfügung deS Verbote», diesen Artikel Mt veröffentichen, wurde vom Bezirksgericht Jofefftadt in Zivilrechtsfachen aufgehoben. Die Stm-r-Werle habe« diekm Prozeß verlorm nud/stud zur Tragung de, Äoftm verurteilt wordm. Ich dn, Herausgeber einer Zeitung, welche bemüßigt ist, allen Sportzweigm Aufmerlfawkeit zu fchmlm. und habe auch dafür Sorge za tragen,. daß. ein Aufsatz auch dann erscheint, .' wenn er sich mit dm stadtdekanntm Mängeln des Steyr- Wagms oesaßt und der Waffenfabrik nicht gmeh« ist. ES wäre viel zweckdienlicher, anstatt durch versleckte Beschuldioungen die Oeffentlichkeit irre zu führen, endlich zn konsiatteren, -t wes an de» Beschuldiguu-m der MSwqel de- Steyr- WagmS wahr ist und was. nicht. Die Drohungen der Waffenfabrik Steyr, gegen mich ichtlich vorzugehm, sind eigentlich leeres Geflunker. Bis jetzt haben die Eteyr-Werke beim Bezirksgericht Josefstadt i« Zivilrechtesachen, wie au» dem Urteil hervorgeht, gegen die Beftimiuitngm de» PreßgesetzeS eine einstweilige Sersügung erwirkt und in der Eingabe versprochen, bi» längsten» 1. Mai eine Schadenersatzklage eiNzubringeu. Eine eigentliche Klage ist nicht eingebracht. Im übrigen verweise ich auf die letzte Nummer des „Montag mir dem Epottmoutag^,' in welcher an Hand einiger in anderen Zeitungen erschienener Arttkel festgelegk wmde, . welche Rnschnldignnam gegm die Steyr-Wagm erhob« werdm. Unter dm zitierten Artikeln befindet sich auch die Erklärung eine» Blattes, Lei-dem die Steyr-Werke wiederholt BestechnugSversnche gemacht hatten, ' «« das Erscheinm von «nliebsamm Kritiken ihrer E^mvtlffe, 0 m verhindern. Bei mir sind alle Bemühtmgm, mich iw meiner jonruattftischm Freiheit veschritzüm zu laffm, ihrer °H^losigk«it und nachdem! däS Gericht gegm die Stchr-Wetcke «utschiedi und es unter keinem Umstande möglicki sein wird, 1« mit verstecktest Anschuldigungen. Da die für mich beeidigende Erklärung nur mit „vesterr. Waffenfab'ik Wlen-i-Steyr* nnterschrieven ist, kann ich die Strhr-Werke «ach drm geltenden. Preßaesetz nicht klagen. Um jedoch der GesellMst Gelegenheit m gebm, Are Anschuldtguugm zu beweism,. habe ich meinen Anwalt beauftragt, gegm dm verantwortlichrn Redaktmr irgend einer TageSzeitung/iu der die famose Erklämng erschienm ist, klagbar vorzugehm. . . Ich Ledanreanßerordmtlick, eiwwjgtwiß nnschnldiaen Kollegen diese Schererei «achm zu müssm. ich will aber den Steyr-Werlm Gelegenheit gebe«, flch an jenen Ort hinzubegeben, wohin sie gehör«: Jit de« Gerichtssaal." Nur dort kann entschieden werdm» wer recht hat, die Steyr-Werke öder „Der Montag'^ Da, erste Urtell ist für die Steyr-Werke allerdings schlecht anrgesallm. V Herausgeber de» ^ber Montag mit dem Sportmontag-, ^Nach vollskändigem Umbau Z neueröffnet! M Grand 8afe-Reftaurant m 11 81 a a m 2. 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Ber» UniversitätSktraLe Ar. 8. 48234848238953482348232348234853532323485353485348484853535348235353484823232323

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