Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1489 (6.4.1923)
- Date
- 1923-04-06
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Seit» 6 V^ien, Freitag ^ekcksichten ausleben durfte. In erster Rc-'che gilt es von dem lPfevdsmÄer Maas, und kaum einer «hat die Eigenart, man «Lann ruhig sagen, das Seelenleben des gellebten Tieres so )wstlos erfaßt und so überzeugend dargestellt wie er. Manches!an seiner Stofswahl und DarstelKmg erinnert an De-ffregger, an lPettenkoffen, und sein ChcvrakteMld endbchrt nicht ganz der iZüge des Ekb.ktikers, aber überall, wo er selbst sein tonnte, j zeigen sich seine persönlichen Züge, die österreichische Farbenjfueubc, die eindringliche Charakteristik, die sichere .Komposition und die frische Verve seines Pinsels. Als solch Fertiger! steht,Blaas vor uns da und seim Entwickllmg kemt keine scharfen Phasen. Seine Technik und Kunstanschauung gehören )eine verfloffeni n Epoche an, uod nur gelegentlich versucht er Kch Ln den Bahnen der sparsamen, das Detail vernachlässigen- -den Zusammenfassung des Impreffionismus, oft allerdings jntit überraschender Wirkung (Nr. 120!). Aber es scheint müßig ^zu erörtern, was Maas als Impressionist hätte schaffen können Usein Werk kann auch so, wie es geworden ist, bestehen, und an der Eindringlichkeit seiner Darstellung, der Sicherheit seiner ^Beobachtung und Charakterzeichnung, der glänzenden Dirtrwsität seiner Bwegungsmotive können auch die Aiodernen, trotz der geänderten Kunstanschauung der Gegenwart, vieles lernen. Dis Ausstellung, die leider schon am kommenden Sonntag geschlossen wird, bietet einen b zeichnenden Ueiberblick über das Schaffen eines Könners, der aus der österreichischen Kunst der letzten Jahrzehnte nicht wegzudenken ist. —r. —d. Neue Wiener Bühne. Eleonore van der Stvaten und Mauvicette St. Genois veranstalten Samstag den 14. L. um dreiviertel 9 Uhr nachmittags eine Aufführung des dreiaktigen ^Lustspiels „Mein Freund Teddy" zugunstm der Spitals- Hilfe unter dem Protektorat des Herrn Burdespräsidrnten ,Dr. Michael Hainisch. Zu -er AnMhrumg haben frsuudlichst die Herren Arnold Kor ff, Willy Hendrichs rmd E. I. Urberacker von der Neuen Wiener Bühne zugesagt. Cs wirken ferner mit: Annh Kuhn-Radah, M. St. Genois, Lony Ludolf, bony Mendel-Burckhardt, Trude Böhm, Thea Bvaun-Ferr.-- Ärld, P. Landesberger, Henri de Bille Demblin, Hans Hiller- ^hönarch u. a. Aas den Theater». B?eVgtheater: Morgen, 7 Uhr, „D i e I n n g f r a u oonOrleans". A? a d e m i e t h e a t e r:' Morgen, halb 8 Uhr, „D e r g » t e K o n i g" von Raoul Auernheimer. Cikrl-Theater: Morgen, halb 3 Uhr nachmittags, Festvr»rste l lung der Ret 1 ungsg.es ellschafl, Uraufführung der Pantomimen „laiton*, „Danae" und „Adam und Eva". — Das Gastspiel mit Fra» Fritzi Maffary wurde verlängert._ verichtssaal. Liese Tragik in kleine« Begebenheiten. Kleine, tragische Schicksale lösen oft tiefere Wirkung aus J& die größten Sensationsnachrichten. Und je weniger ein solches Schicksal des öffentlichen Mitleides teilhaftig wird, desto tiefer packt es-den einzelnen, der es zufällig miterledt. Ins Unendliche steigt aber das Mitgefühl, wenn es erkennen mutz, daß die ehernen Formeln der Gesetze nicht nur den' Angeklagten, sondern auch den Richter uncklam-mern, wenn er einmal anders möchte, d. h. wenn er einmal als Mensch handeln will, statt als Werkzeug zu judizirren. Marie L. mußte dank den glorreichen Siegen der vaterländischen Heere, aus rauchenden Trümmern irgendeines galtzischen Heima-tstadtchens nach W-ien flüchten, um ihre hieramtlich gezählten Tage als Schneiderin zu fristen. Wie viele andere Flüchtlinge, die von der Hände Arbeit lebten, erfreute sich auch die frischgebaüene Schneiderin einer besonderen Aufmerksamkeit seitens der österreichischen Behörden, und wie viele andere wurde auch sie aus nicht bald einleuchtenden Gründen ausgswicsen und abgeschafft. Mas sollte nun die Arme machen? Sie kam auf die Idee, nach Stockerau zu Äbersiedeln. Aber schließlich kann man doch nicht von der Luft leben, und in Stockerau gibt es für eine jüdische Schneiderin nicht viel zu tun. Sie kam auf die Idee, wohl in der Provinz wohnhaft zu bleiben, sich aber in Wien die Arbeit zu suchen. Das war ihr Malheur! Denn bald darauf wurde sie verhaftet, als sie die neue Werkstäte, in der sie Arbeit fand, verließ. Gestern ftand sie vor dem Strafbezirksgericht 1 wegen Reversion. Die Beschuldigte meinte: Was sollte sie tun? Sie mußte doch von etwas leben! Ja, aber der Richter konnte auch nichts tun, denn sie wußte, daß sie nicht zurückkehren durste. N>um ist Marie L. von der Mühle des Gesetzes ersaßt. Mit zwei Monaten Haft, vielleicht auch mit der Zerstörung ihrer Existenz büßt die arme Schneiderin, daß es einen Weltkrieg gegeben hat. kr will Mt Manage heißen. Der 54jährige Staatspensionist des Postdvenstrs Mauaffe Schön seid hat «vor mehr als zehn Jahren auf dem Meldezettel seinen Vornamen mit „Max" angegeben. Irgendwie kam dies der Polizei zur Kenntnis und sie zeigte den «Mann wegen Falschmeldung an. Vor dem Richter gab Schönseld an, er habe seinen Narmu lächerlich gefunden, «weshalb er ihn habe germanisieren wollen. Der.Richter fand diese Anschauung verständlich und sprach Schonfeld frei, da er keine strafbare Absicht gehabt /habe. f 2er Siinfer. Johann N., eine untersetzte, rohe Gestalt, stcht vor dem :<8ezir!srichter. Er hat seiner Frau, die im neunten Monat der . Cchlrvangerschaft war, ernen"Schlag mit der Faust in den Bauch | versetzt. Da wird das Einerlei der üblichen Strafprozesse durchbrochen und der Richter ist ganz entsetzt: „Man kann aus großer Not sogar stehlen, aber roh braucht man doch nie zu. sein!" Die Frau icml als Zeumu aus: Er karm nichts dottir. ■ ' '! Wiener Mor-ert-eit««-»__ Er ist ein Trinker. Was sie ihm schon zugerckdet halbe, nicht zu trinken — eS nützt nichts. Er ist auch deswegen von der Gendarmerie entlasten worden. Mt den 28 Millionen Abfertigung hat er sich ein Autotaxi gekausi. Wer er will nicht fahren. Ganze Monate kann ich von ihm kein Geld bekommen. Wir leben schon seit Wochen vom Versetzen. Einmal ist er um halb L Uhr früh nach Hause gekommen: Ganz betrunken. Da habe ich ihm Vorwürfe gemacht, warum er das Geld versauft, aber mit nichts geben will, und warum er nicht Verdienen geht. Darauf ist er zum Bett gegangen und hat mir den Schlag versetzt. Ich habe mir nicht zu helfen gewußt, denn e8 war nicht das erste Mal, und ich bin zur Polizei gegangen und habe die Anzeige gemacht. Richter: Wollen Sie, daß ich ihn bestrafen soll? Zeugin: Ich möchte nicht, daß er gestraft wird. Es könnte ihm im Beruf schaden, und dann hat er wieder einen GrnN-d, nicht zu arbeiten. Richter: Wie kann man nur die Mutter seines Kindes so behandeln, wenn man in der Frau schon nichts anderes sieht? Der Beschuldigte kam mit einem strengen Verweis davon, was er allerdings der Frau zu danken hat, die trotz der Roheit, mit der er sich an ihr verging, für den Missetäter so rührend bitten konnte. Bollswirt. Eeftcmvelte Krone --- 0.0078 kentimer. ««rrahkrma Me« --- 0.001«'/- Cevllm«. In Zürich notierte die österreichische Krone .. . 0.0076'/, ( 0.0076'/, am 4. April) die österr. gestempelte Krone 0.0078 ( 0.0078 am 4. April) die tschechische Krone . . . 16.17'/, (16.10 am 4. April) die Mark. 0.0257 ( 0.0258 am 4. April) Holland. 213.45 (213.30 am 4. April) Netv-York . . . . . . . . 543.— (542.60 am 4. April) London. 25.35 ( 25:33 am 4. April) Paris . . , . 85.55 ( 35.35 am 4. April) Mailand . 27.07 ( 27.15 am 4. April) Belgrad. 5.40 ( 5.30 am 4. April) Bukarest ••<...• —.— ( —- am 4. April) Sofia.. 4.10 . ( 4.15 am 4. April) Budapest ....... 0.12'/. ( 0.12'/, am 4. April) Warschau .. 0.0130 ( 0.0130 am 4. April) Ae ßnlmete Wer die BavkenkondNonen. Der Wiener Landtag hatte, im Februar beschlossen, sich au die Regierung wegen der^allzu hohen Bankenkonditionen zu weichen und. von ihr die Eiwberuflkng einer Enquete zu verlangen, wo diese Frage erörtert werden sollte.: Anlaß dazu gab die. steigende Arbeitslosigkeit, wobei die einzelnen Industriezweige , als Ursache, der Krisenverschärfuug die hohen Kreditbeschaffungskosten angaben, welche die Produktion allzu schr verteuern, und. sie auf dem Weltmärkte konkurrenzfähig machen. Das Ministerium für soziale Fürsorge hat dieser Anregung ^Folge gegeben und für gestern eine Enquete einberufen, an welcher die Vertreter der Arbeiterkammer, der Banken, der Industrie und-des Handels Teilnahmen. Den Vorsitz.führte Minister Sch mitz persönlich, der in einigen einleitenden Worten nichts W esentlichrres sagte, als was nicht schon bisher über die allgemeine Wirtschaftslage bekannt wäre. Vielleicht wäre seine Erwähnung hevvotzuheben, daß infolge der Notstandsarbeiten der Gemeinden, der autonomen Körperschaften und des Staates auf Grund der produktiven Arbeitslosenfürsovge ungefähr 5443 Arbeiter wieder Arbeit gefunden hätten. Eine verschwindend geringe Anzahl, wenn man sie dem großen Heere der Arbeitslosen entgegenstellt/ Dies bedeutet nicht mehr wie einen Tropfen auf einen heißen Stein. Es zeigt itur, wieviel die Negierung bisher in dieser Hinsicht zu tun unterlassen hat. Wenn Minister Schmitz behauptete, die hohen Bankenkonditionen allem seien nicht ausschlaggebend für di« Stagnation, sondern es seien noch andere Momente 'dabei maßgebend, so ist dies auch eine Tatsache, die nicht als neu bezeichnet iverden kann. Mehr Erwähnung verdient die Diskussion. Zwei Pole standen sich hier gegenüber, der Vertreter der Ärbeiterkammer Sekretär Dr. Palla und der Präsident des Bankenverbandes Direktor Heinsheimer. Um die von diesen Heiden Rednern angeschnittenen Probleme drehte sich die ganze Diskussion. Was der eine behauptete, wurde vom anderen zu widerlegen oder zu ergänzen versucht. Die einzelnen Debatteredner nahmen je nach ihrer. Interessenvertretung zugunsten des einen oder des anderen Standpunktes Stellung. Dr. Pallas Referat war gründlich durchdacht. Er hatte wohl recht, wenn er behauptete, daß sich die^ Banken in den letzten Jahren ihrem regulären Geschäfte, der Kapitalsalimenlierung von Industrie und Handel im Wege -es Kredits, ein wenig entfremdet hätten. Die . Banken müßten sich jetzt mehr industriepolitisch betätigen und wieder die innigen Beziehungen zu Industrie und Handel aufnehmen. Die Banken mögen «Mich aufhören, die ausländischen Industrien, namentlich im Neuauslande, mit österreichischem Kapital,zu versorgen. Dies stärke wohl die Stellung der österreichischen Banken in den Nationalstaaten, vermindere aber die den österreichischen Unternehmungen zur Verfügung stehenden Kärpitalsmengen und verteuere Len Kredit. Dr. Palla macht« dabei den Banken den nicht stichhältigen Vorwurf, daß der Staat ihre Borkriegsschulden gezahlt hätte, infolgedessen dürften sie sich nicht über die allzu hohen Abgaben. des Staates beklagen. Diese Bemerkung bildete eine gewisse Angriffsfläche für die Vertreter der Bankeninteressen, welche mit Recht behaupten tonten, daß sie selbst dir Vorkriegsschulden zuvückbezahlt hätten und infolgedeffen das Vertrauen des Auslandes wiedergewonnen häÄm Doktor Palla forderte runr SLluffe feiner Ausführungen die Um¬ 6. April 1983 Nr. 14& organisierung und Zusammenfassung der kleinen Institute und die Vereinfachung der Bankverwaltung, uni dadurch den Geschäftsgang der Banken verbilligen zu können. - Doch auch der Vertreter des Ba-rckenverbandes hatt^ manches richtige Argument anzuführen. Er wendete sich gen die Verallgemeinerung der Beurteilung Konditionssätze. Jede Bank gehe in dieser Hinsicht ihrer Eigenart entsprechend vor. Die Konditionen richten sich auc nach den Kunden, nach, der Hohe des Kredits, nach Bonität und nach dem Umfange des Geschäftes. Er wer dete sich geradeso wie Dr. Palla gegen die Hypertrophie der Banken, die das Einlagengeschaft durch d'e Konkurrer der Bedingungen sehr gefährdet hätten. Die Banken könner nicht billiger arbeiten, weil sie eine Unmenge söz'ale Lasten zu tragen hätten, weil die Steuenr und Abgaben) groß wären und weil auch sonst das Bankengeschäft trotz) der Zunahme der Kreditoren und Debitoren noch langej nicht den Friedensumfang angenommen hätte. Infolge^ ^dessen ser ihre Regie verteuert worden. Infolge der hohen! Regiespesen seien sie zu hohen Banksätzen gezwungen. Dies! sei nicht durch den Willen der Banken, sondern btel* mehr durch die mißlichen Umstände der allgemeinen Wirt-! schaftssage verursacht. Der Ausweg zwischen den in mancher Hinsicht en gegengesetzten Ansichten Dr. Pallas und Heinshelmers könnte ein Kompromiß sein,'dem sowohl Dr. Palla! als auch Heinsheimer z u st i m m e n. Nur wollte Doktor Palla, daß von nun an die Bankenlondittonen unter Hin^ Zuziehung der Intereffenten und der Arbeiter bestimmt werden, während Direktor Heinsheimer sich nur zu Unter» redungen mit den Kaufleuten und Industriellen verstehen wollte. Aus den.Reden aller Diskuffionsredner klang es form*, lich heraus, als würden sie alle die hohen Banksätze als eiu durch vis major verursachtes Ereignis ansehen, au. dem eigentlich die allgemeinen Wirtschaftsverhältnisse die Haupts schuldtragen'den wären.. Biel kann in dieser Hinsicht nicht gemacht werden. Infolgedeffen konnte auch ganz ruhig dev Abgeordnete Allina, der Vertreter des Reichsverbandesi der Bankenangestellten, erklären, der wichtigste Zweck dev Enquete sei eigentlich der, den Banken endlich zu erklären,) daß sie sich mehr mit der Jndustriepolitik befassenj sollen, wobei er scharfe Seitenhiebe dem Finanzministermny wegen seines allzu laxen Vorgehens bei der Erteilmcg de^ Bankenkonzessionen versetzte. Und das Ende der ganzen Enquete? Es verlief wie dasj Hornberger Schießen. Das Resultat war gleiche Null. Di«j Banken wollen sich bequemen, eine klein« Zinsfußherab-j fttzung zu gewähren. .Bei den Provisionssätzen soll eine) kleine Minderung eintreten. Und sonst bleibt alles beim alten. Industrie und Handel werden wahrscheinlich weiter) hohe Zinssätze leisten müffen. Ob sie dazu imstande svnd^ ist eine andere Frage. Wenn vielleicht noch etwas zu be-) merken wäre, ist es der Mangel jeder Borbereittmg. deA Ministeriums sür soziale Fürsorge, der sich bei diese« Enquete stark siihlbar machte. So wird eine Enquete nicht! organisiert, bei der weder die Richllinien, noch die. zu be^ sprechenden. Fragen vorher den einzelnen Teilnehmern bekannt gegeben werden, und wo man auf den freiwilliges Redefluß der Teilnehnier mit Sehnsucht wartet. Vielleicht hat die Ungeschicklichkeit des Ministeriums für öffentliches Arbeiten dieses hervorragende Resultat" der Enquete ge» zeitigt. Bndapester Mrlfchaftsbericht. Budapest, En>de Dtärz. Wir fangen wieder glücklich au. zu stabilisieren, gleich da Augusttagen des vorigen Jahres, mir dem Unterschiede, daß die ,Defla-tious"^Politik der ExKelleuzherven erst später begann,) dann kam die Vevfehlie Exportspeku'aiion und jetzt? Die Krone, ist ftit kcnrm drei Monat«n von W bis 10, gesunken und erst! in den letzten Tagen ist es gelungen, sie aus die „Höhe" von! 18 hmauszuwerkeln; man bereitet sich wieder zur ,Marmizwe"«. Mer vor, die, als der Kurs im Crnken war, untepblerbenj mußte, weil die Krone im Fallen 13 Lbcrsprang! Klem undj groß ist natürlich bestrebt, das Leben noch schwerer zu machen^ Bedeutender« Preiserhöhungen ivon kleimrvn Steigerungen^ wie zum Beispiel Salz aus das Dreifache, ist es gar zu gering^ sügig, auch nur zu sprechen) der »etz'en Monatshäilft«: Zucker) um 40, Tabakfabvikatr ungcsähr 100, Straßenbahn 70, Elektri-' zvtäts- und Gasbeleuchtung zirka 35, d s ,/Dchönmachen" lOO) Prozent — wozu noch sortsetzLn? Daß auch die Mlchhändler! um lumpige 15 Prozent mehr verlangsn. erscheint im Der») hältniff« zu den größeren Räubereren als läch.rlicher Taschendiebstahl. Der große Aderlaß kommt jetzt, die geplant«. Dahn-) , torisicevision, behufs deren Bespvschung HandelsmMister Walko) eine Enquete zusammeuberies, d:< jedoch nicht äbgehalton wer- .den konnte, nachdem die Bcrtvrter der inteveffievten Kreise sich! noch vor Begin der VerhaMung nach Verlosurig einer Protest-^ «rklärung einfach entfernten. Zum Schluffe bleüijt. — einstweilm - als Pie« fcc rcsistenee die umest« Wohnungsverordimüg, im Sinne deren die Miet-beträge für Wohnungen schon vom 1. Mar) auf das 30-, vom 1. August aufs 50mche, bei G-eschäftslokalLu) vom 1. Mai auf das 50-', vom 1. AuMst auf das 100- und vom) 1. November aus das ISOfache. der am 1. November 19171 in» Kraft gowes'.mn Mietbeträge echötrt >wevden^ die Opposition der Nationalversammlung hat zwar den scharffttn Kampf gegen diese Belastung der Bevölkerung angemelldet, nützen aber wird dies nichts und jedermann kann '.ich schon heute den Kopf zerbrechen, woher er am i. Mai den höhevon/ Mietzins nehmM soll? Die Regierung scheint übrigens d-e/Mfficht . zu haheL wieder zur Inflation Zuflucht7zu nehmey; es heißt, sie taffe in Zürich — wahrscheinlich um die schweizerische Valuta' zu, bessern — für. 30 Milliarden Staat sieten ansertioen. auch sollen Noten in: 50.000 K. zur" Herausgabe oclangew. , I