Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1482 (29.3.1923)
- Date
- 1923-03-29
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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m «Hi». v*iiTYJs^s%' WWW»?ü« j> Sekte 8 Wien, Donnerstag Duxerrm-d Aussßi-Tep!l!tzer->Aktü'n im Kurse au. Auf dem Indtrstvioaktiewmarkt erzielten ZuckerimiS> Eisennverte. besouders aber auch chennsche und Braueremktieu größere Gewinne. Vor» üfaMeit tendierten 5n Beginn BuWron fest, doch konnte die Fcsttakeit nicht beiboixllien werden. Die SchlußtendenH war feit. Schluß kurse: Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken 233.—, Löhur. UnionLcmk 381.—, Bohin. Eskomptebank 377.—, Böhm. Jndustrialbank 467.—, Zivnostenska Banka 377.50, Anglobank —.—, Oesterr. .Kredit 39.—, Wiener Unionbank 86.—. Wiener Bankverein 36.—, Buschtiehrader Gsenbahn Stt. A —.—, Sit. B —.—, Ferdincmds-Nordbcchn 6300.—, Prag-Duxer 155.—, Anssig-Teplitzer Eiserckahn 1195.—, Nestomitzer Zuckerindustrie 1115.—, Vereinigte Elektrizität Wien 90.—, Brosche 800.—, Köttner Spiritus —, Königshofen Zement 960.—, Breitfeld-Danek 397.—, Ringhoffer 680.— Simmeringer 66.—, Nvthkosteletzer Textil 285.—, Alpine Montan 230.—, Poldihüite 430.—, Prager Eisen 942.—, Oesterr. Berg u. Hütten 1490.—, Skoda 426.—/Jnwald 685.—. Me Jevisenlnrse. Berlin. 28. März. (Devisenkurse.) — Amsterdam W26.88 (8224.38), Belgien 1179.54 (1177.05), Ehüsticmia £770.55 (8765.56), Kopenhagen 4004.96 (3987.50), Stockholm 5548.59 (5543.60), Italienische 1029.91 (1022.43), London 97.755.— (97.755.—), New-York 20.865.20 (20.852.73), Poris 1374.55 (1371.56), Schweiz 3855.33 (3851.34), Spanien. 3206.96 (9201.97), Wien 29.24 (29.15), Prag 619.19 (618.69) Budapest 4.76 (4.74), Sofia 155.61 (149.62), Belgrad 212.96 (212.21). Berlin, 28. März. (Notenkurse.) — Noten Dollar 20.927.65 (20.924.55). Pstmb 97.779.90 (97.829.80), Jjatteuische 1027.40 (1021.40), Polnische 50.50 (49.50), Tschecho- Woatische 618.45 (617.95), Oesterr. gestempelte 28.92'/. (28.67'/,). Prag, 28. März. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Dankamte des tschecho-slowakrschen Finanzministeriums.) — Berün 18.25 (16L5), Zürich 633.75 (633.75), Paris 323.25 (227.25), London 160.62 (160.62), New-Aork 34.20 (34.20), Belgrad 35.87 (36.25), Bukarest (-5-), Wim*) 4.65 (4.62), Warschau*) 8. - (7.90), Agram Cr-*r)/ Budapests) 76.— (78.—), Jugoflawische 36.75 (87.—), Oesterreichst che gestempelte Kvnie 4.62 (4.65), Picknische 8.— (7.60), .Ungarische 68.- (68.-). *) Für 10.000. Budapest, 28. März. (Kmse der Dedisenzentrale.) — Amsterdam 1708 bis 1758, Bukarest 19.— bis 21.—, Kopenhagen 836 bis 886, Christiania 784 bis 814, London 20.310 bis 20.910, Berlin 0.18 bis 0.20, Italien 213 bis 223, Paris 284.— bis 294.-, Prag 128.50 bis 134.50, Stockholm 1152 bis 1197. Zürich 686 bis 710, Wien 0.06 bis 0,0630, Sofia 31.- bis 33.-, Belgrad 44.50 bis 46.50, New-Dork 4330 bis 4480. Warschau 04.0 bis 0.1120, Brüssel 245 bis 255. Agr«». 28. Marz. (Devisen.) Wim 0.1375 bis 94885, BerVu 0.47 bis 0.47'/,, Budapest 2.20 bis 2.25, Bukarest 47.50 bis 48.—, Italien 484 bis 486, London 461 5fe 463, New-Aork 97.75 bis 98.75, Paris 640 bis 645, Prag 292'/, Bis 293'/,, Sofia —.— bis —, Schweiz 1817'/, ÄS 1822*/* Brüssel -.- Bis Warschau -.- bis Amsterdam 3850 bis 3900, Stockholm —. Belgrad, 28. März. (Devisenkürse.) London 462.— MS 462.50, Paris 644 bis 646.—, New-Aork 98.— bis 98.16. Genf 1816 bis 1820.-; Saloniki bis Mailand 482 bis 485.—, Prag 293.— bis 293.50, Berlin 0.47 bis 0.4726, Wien 0138 Bis 0188'/,, Bukarest 47.- bis 47.60, Sofia 72.— Bis , Budapest 2.25 bis 2.28, Brüssel 570 bis 580, Amsterdam 3940 A3 3960, Warschau —bis —. WMksche«, 28. Mi 196.000.—, New-Aork 41.2 (Devisen.) Berlin 0.96, London Prag 1250.-, Wien 0.60. Dew-Bork» 27. Marz. (Wechselkurse.) Tägliches Geld 5*/t Prozent (letzter Kurs 6'/, Prozent), Wechsel auf London Gable tranSs.) ° ‘ - 6L7 ' 4.68« (6.62), (4.601*), auf .60 Tage 4.66” (4.66?°), . .. ge Amsterdam 39.40 (39.41) Kopenhagen 1916 (1927), Prag 2.S6. (2.96). Berlin (Schlnßknrs), Geld 0.00« (0.00'«), Brief 0.00« (0.00«), höchster Kurs 0.00« (0.00«), niedrigster Kurs kOO« (0.00«'). Silber, ausländisches 68'/. (68'/,), inländisches 99'/. (99'/,). (47. Fortsetzung.) David Alrotz. Ramiim van Disraeii (Änd BvaeonsfüL). Aus dem EnMchen übersetzt von G. Unna. „Die wahre Blüte Israels! Jrgerck jemand hat dem heMgeS Ohr Hegen sie vergiftet!" niemand, ehrwürdiger Iabastor. Ich halbe kei- Wsr Ratgeber außer dir. Sie mögen die Blüte Israels sei n, scher nicht die Frucht. Gute Krieger — aber schlechte Untertanen; vortreWche Mittel, durch die wir größere Zwecke «rvoichen können. Ich -El nicht, daß Träumer in Ansehen stehen. Ich muß praftische Mäniner um mich haben — praktische Mämrer! Sich' Abner, Asrrel, Ithanmr, Medad, steh', wie sie sich nach dem richten, was sie umgibt, und doch fnÄ> sie unbesregHare Heerführer. Sie sind eben praktische Männer, Iabastor; sie haben Augen und gebrauchen sie. ©fe kennen den Unterschied der Zeiten und Verhältnisse. Aber dieser MÄan hat keinen anderen Gedanken, als den Tempel wieder aruGubauen! Ein engherFiger Frömurling, der den Inhalt der Form opfern würde. Mit solchen Bauleuten würde der Tempel, ivemr er sich erhebt, bald wieder «nstükJen. Bedenke einmal, derselbe Abidan predigte im Lager gegen meinen Einzu-g in das, was der verschwibem Fanatiker ,Dabhlon" zunennen 'beliebte, weil er sagte, er habe eure Erscheinung gesehen." ,Ms gaib eine Zeit, wo Eure Majestät nicht so verächtlich von Erscheinungen dachten!" ,Mn ich M>wcm?i Missen andere ihr Benehuteu oder Ühre Ansichten «ach dörr meinigen gestalten? In dieser Welt stche ich allem, em Wesen anderer Art als ihr, selbst dir «mbegveiftich Laß uns davon abbrechen. Ich will nichts Mehr davon hören und Hobe schon zu viel gehört. Morgen VN mtm. . Der Hohepriester Wng schweigend fort. ^l§r ist fort! Endlich bin ich allein. Ich kann die Gegenwart dieser Menschen nicht ertragen, außer be'mr Handeln. Ihre Worte, selbst ihre Wicke stören mir die stille VchSpftrug meruer ibvüteüden Gedauvke«, Ach bm endlich Wiener Morgenzettmrs. 29. März 1923 Ne. 1482 Fußball. Was der La» bringt! Das Gesetz der Serie. Erfolge und Mißerfolge stellen sich bei einer Fußballmannschaft fast nie in beliebiger Reihenfolge ein. GelvöhMch machen die Vereine eine Zeit der Siege und dann eine Zeit der Niederlagen dnrch. Die Erfahrung lchrt. daß eine . Elf, 'die eine unerwartete Niederlage erlitt, sich von diesem Wttßerfolg nicht so bald erholen kann. Ein Schlag folgt dem anderen uüd es ^nevt gewöhnlich sehr lange, bis die Mannschaft, die förmlich aus Len Fugen geraten ist, sich an ihre alten Fahrzeiten erinnert. Das geiMvundene Solbstvertra-uen 'bringt es mit sich, daß die Spieler überhastet arbeiten, wodurch so manche Chance nicht ausgerrützt »Verden kann. Man -spricht dann allgemein von Pech nnd es scheint, als ob sich alle bösen Geister gegen diesen Verein verschworen hatten. Die diesjährige Meisterschaft Lieferte zwei treffende Beispiele dafür, daß Siege und Otiederlagen dem Gesetz der Serie folgen. Die Hakoich hatte in den ersten Meffterschaftsfpielen aufsehenerr-egc-lche Erfolge. Der indische Verein trat dann als hrcher Favorit gegen Vienna an. Das gänzlich Unerwartete trat ein, die Hakoah wurde geschlagen. An diesen: Mißerfolg hatte der indische Vevom tvÄhrend der ganzen HnLstsaffon zu tragen. Eine Niederlage sagte die andere, so daß die Hakoah sehr arg in die Klemme geriet. Am End? der Saison rafften' lick die Krieauer ein wenig auf, da es ihnen gelang, RuLolsshügel zu bezwingen. Die Freude sollte nicht -lange dauern, denn das Spiel gegen SporKlub brachte neuerlich einen Rückschlag. Die heurigen Frühjohrsspiele Verliesen für die Hakoah recht günstig trofcbcm sahen die 5kneauer den künftigen Moisterschaftskänlpsen nicht ohne Sorge entgegen. Der vergangene Sonntag kann ein Wendepunkt für die Hakoah sein. Es gelang ihr, der Admira einen gewaltigen Schlag zu versetzen, und wenn nicht alle Anzeichen trügen, ist mit diesem Bombenerfolg Kr den indischen. Verein eine neue Zeit ungebrochen. Die Vienna hat nicht mrr der Hakoah, sondern auch den 4kmateuren den .fragen gebrochen. Die Ob-er-St. Veiler befinde« sich fetzt inmitten der Mißerfolgserie. Wie lange es dauern tvivd. bis sich tvieder ergiebigere Zeiten einstellen. ist eine offene Frage. Die Hakoah -und die Anrateure treffennun am koimnenden Sonntag in Ober-St. Beit aufeinander. Die Hakoah hat die Krise knapp überstarchen und die Ober-St. Beiter haben in. den letzten Wochen gehörige Prügel bekommen. Wenn letztere am Sonntag verlieren, dann dürften sie dem S. C. Rapid den Meistertitel nicht mehr streitig machen Kinnen. Auch für die i Hakoah stcht viel auf dem Spiel, da sie durch er-nen Erfolg sich von der Gefahren-^ne. des Abstieges gänzlich entfernen Wmrte. » Jede Uebertrerbung wirkt nnshmpathisch. Die Anratenoe erfreuen sich allerorts der größten Unterstützung, insbesondere Klubmatch „Enighet“ Malmö gegen W.A.C. HEUTE Donnerstag, 7 Uhr abends im Hotel Continental, II., Praterstr. 7 * Sechs erstklassige schwedische Amateure gegen MWS8D sechs Mitglieder des W. A. C. DWDW die Presse ist gewillt, wchre „Salto nwrtale" zu Magen, im, den Obr-St. Weitern einen vermemtibicheir' Nutzen zu briWerr. Die Ober-St. Weiter können, wenn alle für sie günstigen Bor« bedingungen eintreffen, einen ganz vorzüglichen Fußball vor« führen. Je stärker der Gegner ist. desto geringer wird die Mög« iichDert, daß sich die Amateure entfalten können. Die Ober« St. Beiter verstehen nur dann zu glänzen, weim der Gegner nicht gloichwert ist. Gegen die harten Kampßmannsch-aften der Sparta und Slavia werden sich die Amateure 'imnwr nur sehr Mver behcmpteir Sännen. Das Prager Debakel anr vergarrge« n-en Sonntag wird dadurch erklärlich, daß den Amateuren, der eiserne Wille fehlt. Rapid fyurn Beispiel hätte mit verbissener Wut den Kamps gegen das Geschick aufgenommen, die Äma« teure hingegen lassen sich widerstandslos abschlachten, wenn es mckft gleich nach Wunsch geht. Die offiziellen Organe der Ama< ibenre veröffentlichen Berichte von Reisetettnehmem. AllgemeÄ» erwartete man Beschönigungen, doch wie groß tvar die lleberraschung. als die Intervietvten in AufrichtWstt übertrieben^ Sie erzählten, daß die Sparta auf den GlanK hergerichtet ww^ dve Amateure hingegen ertviesen sich als schwach. Die Form, in der diese Erklärung abgegeben wrwde. ließ <mf die beltWendr lbeberlegenheit der Prager Klasse schließen Früher tvar^a d« Beschönigungen nicht am Platze und diesmal ist die Amricht-ig« keit ein«' Pose. Die Amateure -stellten am vergangenen Sonntag nicht eimnal eine Wiener Durchschntttsm-annschaft. Iede^ andere Wiener Verein hätte wahrsche'nüich bester abgeschüitten, Diese Fsttstellung soll die Deitung der Sparta nicht herab« setzen, der Gvgtrer war aber diesmal nur minderwertig. Ein jeder kehre vor seiner eigenen Türe, töm- Schmiege« und .Herr Müller haben sich immer furchtbar aufgeregt, tvemr irgendein Verein auf Kaperiwegen gegangen ist. Sie dozierten über den Vortell des eigenen Nachwuchsies imd stellten den Wiener SporÄub sehr gerne als leuchtendes Beispiel hm, Andere Zeiten, andere Sitten. Sportklub, wtthast dn dich der« ändert! Kein anderer Verein hat in letzter Zeit derart erfolgreich -in frenldenr Gehege gesagt wie die.Dormbacher. Wir verweisen auf -folgende Spieler: Bauer (früher 01. A. C.), Po« volny (früher Ober-St. Veit), Thtzutter (früher Hertha), Wieder« mann (früher N. A. C.). Geiger (früher. Simnreri-ng). Wir wollen mit dieser Feststellung den Wiener Sportklub nicht arr den Pranger bringen, -da die Dornbacher die herkönnnlichen -Wege wandeln. Schmieger und Müller haben aber, keinen Grund, sich den Attmd voll zu nehnren. - (Fritz Baar.) Brümwr Brief. Brün n,- 26. Marz 1623. Auf dem her.gcr!ch»c:en Sportplatz - des S. C- MEabi, bei herrlichein FrüHjaihrswetter, erüffnete 'der Ddifche Verehr den Frühfahrsreigen mit einem Spiel gegen oie sympathische Wiener Hertha. Wie alte Bekannte wurden Ostr-rcek. Solil, Sindelliar und alle anderen begrüßt. Die Hertha war in ihrer kompletten MeißevschaftsausttkWMg für. die^ MaWabi-Eks eine harte Nutz. Die Verteidigung der Gäste schien unWevwrrMich. Auch die Läuferreihe arbeitete gut, der schwächste Teil war der Sturm. MaMabi trat mit dem neuen Tormann Zsignwrrdi von Z-uglo Diuldapeft) an, der große Fähigkeiten, ver-umten ließ. Seine ruhige Manier, sein Ptacievungs- und Enifchlußvermögen stellten ihn auf gleiche Höhe mit Oftrieek. In der Berteidog-u-iug überragte Fsldmann feinen Partner. Die Läuferreihe tvar bis auf Nonmann sehr gut. Inr Sturm spielte der verletzte Reiner Linksverbrndung, der Posten behagte ihm nicht, trotzdmr arbeitete er aufopfernd. N-iki war der beste Mann im Angriff, aber auch Borger gebührt volles Lob. Schwarg ist noch nicht in Form. Es war ein heißes Rürgen - zweier gleichitvertigev Mannschaften und der Sieg von MaPkabi tvar Wohl verdient, doch hätte eine GoaldiffereuZ von 2 Toren für das beiderseitige Kräfteverhältnis bester entsprochen. - In, der ^ersten Hälfte hatte es den Anschein, als trollte Hertha die vorjährige wieder'allein, und die Cin-sanMt war die Wiege meiner Herrschaft. Jetzt fühle ich mich begeistert. Jetzt Bedarfs' kölner Mmmnevei, um ein Wunder zu bewirken. Salomos Zepter! Es bum sein. Was weiter? Jetzt gibt es hier Alroys Zepter. Was ist jenes ohne seinen GÄst? Die Säge erzählte, daß inetwand amfer Volk befreien körme, der nicht das Zepter des großen Salonw führe. Die Sage wußte,, daß niemand dieses Zepter erlangen könne, ohm einen Geist, vor dessen erhabenem Mnge die Mächte' her. Wöl-t sich beugen würden wie das Schicksal. Ich errang es. Ich stellt« mich den gespenstischen Morrarchen in ihrem Grabe gegenüber, und dieselbe Hand, welche das Zepter, aus der Hand der Schattetcherrfchaft ergriff, ergriff auch das Diadem der rnächtigen Kalifen an den stolzen Wv-gerr ihres kaiserlichen Mnsses." Me Wett ist mein. Und soll ich den Preis ausMagen, den weltumfassenden Preis meines .Heldenttrms, mir die sttmrpffinmgrn Tradtti-onen eines träumerischen Priesters M -verwirklichen und eine Legende Ivahr Ml machen? Er eroberte Asien n>nd erbaute den Tempel. Sind dies tnevue Annalen? Soll dieser schnelle Glanz des Kaisertums zu einem dänrmern'den, ärmlichen Gebieten Wer ivgetld.eine Pwvinz zmn bescheidenen Patriarchentum eines HirtewvoKes em-schrnmpfen? Ist der Gott der Heerscharen ein so schwacher Gott, daß wir seiner Herrsckaft eine Schranke aufstelkn muffen mi> die Grenzen seiner Allmacht zwischen dem Jordan und Libanon festsetzen? Nein, so steht es nicht geschriäben! And wäre es auch, so will ich meine Begpffte-, rung gegen die Weissagungen meiner Vorfahren setzen. Ich bin auchf ein Prophet, und Bagdad soll mein Zion sein. — Die Bath-Kol! — Ja, ich bin berufen! Ich bm des Herrn Diener, nicht Ja'baftors. Seine Verehrung ^wÄl, ich so älkg^pem machen, tote es seine Macht ist, und weichsr Priester soll es wagen, an meinem Glauben zu zweifeln, weil seine Mtäre auf anderen Hügeln rauchen, als auf denen von Juda? Ich muß HostbiWfchen. Dieser Mann hak großen Geist. Er allem kann mein Vorhaben fassen. Ein Weltreich kann nicht auf Sektendorurteile und Sonderrechte gegründet werden. Avibastoe würde die Mufeimärmer mNbvingen wie Awalek — die MuselmÄMer, den bei weitem größten und wichtigsten Teil meiner Untertanen. Er würde artiefat Reich entvölkern, damit man nicht sagen möge, Jsmaelhabe die Erbschaft mit Israel geteilt. FanaNer! Ich', will ihn zur Eroberung von Judäa abseftden. — Wir müssen uns inj Fvearndschaft zue inander stellen. Es mich. etwas geschehen, um die Besiegten an urffere siegende Macht zu ketten. Jener bühne Sultan von R>mn — ich üvünßchte, Abner hätte sich -ihm errtgegengestellt. Mit den: Harem zir fli-ohen! Ich bin« 'hallb entschlossen, nüch aal >di'e Spitze des ihn verfolgenden Heeres Zu stellen und — Leidenschaft mÄ> Politik zu verbinden — und dennoch — Honain ist der Manu — ich könnte ihn zu einer Sendung gebrauchen. Konnten wir Ws vergleichen? Ich 'Haffe die Verträge. Meine Phantasie fliegt über alle Ziele hinweg. Ich nmß ihn sehen. Kömrte ich ihnr nur alles sagen, was ich denke! Diese Tür — woh'm führt sie? .Ha, ist nrir's doch, als erinnerte ich mich jener glänzenden Galerie! Niemand hier? Kein Diener? Die Ordnung i-n unserem Palast ist nicht eben streng. Meiner Krieger sind keine Höflinge. Welch ein trefflicher Oberaufseher des Palastes 'würde Honain sein!! Alles still. Wohl, ganz recht! Durch diese Säle bin ich sicheMch schon einmal gegangen. Könnte ich nur das kleine Tor anr Ufer des Flusses ungesehen und urtentdeckt erreichen! Es tväre nicht unmöglich Hier sind viele Geivander.. Ich ämll mich verkleiden. Treues Schwert, du hast deine Pfticht getan, ruhe einstweilen. Ein Gluck istts, daß ich keinen Bart habe. Ich werde einen prächtigen Eunuchen abgdben. So, ein sehr schönes Kleid! Em Dolch, p einem Ritze gut, Pantoffeln mit Perlen gestickt, ein Kaftan von Goldstoff, ein Kaschnttrgürtel und ein Zodekpelz. — Ein Blick in den Spiegel. -- Schön, jetzt sehe ich aus toie der Eroberer dör Wett."- 2. Es war Diimtnerlurg. Ein kleines Änsames Boot mit einem einzigen Ruderer glitt den Tigris entlang und hielt am Bogengänge eines Hauses, das am Rande des Wusses lag. Der Ruderer zog die BoMuge inr.'Boote zurück; fein einziger Insasse stieg aus und ging die Treppe des Bogenganges hinauf. (Fortsetzung sickgt.)