Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-03-25 · Heft 1478 (25.3.1923) · p. Seite 17

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1478 (25.3.1923)
Date
1923-03-25
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
82% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980559--14227-3000942
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

V HK.LN8 Wien, VonnVaF Wierrerr Morgenzeitung. 25. Mrz 1923 Seite W VovnstvnsasrLsluvg VN» bringen für Ostern eine sehr reiche Auswahl ln allen Bedarfs- und Geschenkartikeln au ganz besonders reduzierten Preisen« Nachstehend ein kleiner Auszug. Oster-Serien preise Schuhe Schwarze Damru-Strapazhalbschuhe, bequeme Fasson. . . . K 78 OOO Schwarze Damm Prima-Boxkalf Halbfchuhe, Nahmenarbeit K140 000 Für Herren, spüe Forin . . . K150 000 Braune Damen-Boxkalf-Paris er nroderne Spitzforin.K145 000 Für Herren, elegante Fasson . . IC 156 000 Braune Danten-Boxkalf-Schnürstiefel.X175 00© Für Herren, setnsteRchmencmSsührung ..K 190 000 Häferl-, Wienerwald- und Goiserer-Schuhe in großer Auswahl. Oster-GefchenKe Lackierte Papiercier zum Füllen in allen Großen Lackierte Holzeier . . K 7000, K 4 800 Osterlämmer, m Stimmet 27000, X 15 500 Osterhase« u. -Lämmer aus Plüsch und Filz zu billigsten Preisen. Prima Para - GummiLälle rot X 9000, K 7800, K 6000, K4500, K 3 700 Rindsleder-Lack-Damentaschen, raye mit Moirefutter, Schließ- Lügel u. Spiegel, 30 em X260000, 28 ow X 240 000, 26 cm K 88© 000 DieselbeumitLederfutter urü» Reiseeinrichtung, 26 cm.X 450000 Schließbügel-Taschen aus bestem Leder, mit Moiresntter, 26 cm X160000,24em K 140000,22cmK ISO 000 Weiße Dameu - Batisttaschen-- tücher mit Ajourscnun per 6 Stück X 11 700 Elegante Herren - Modetäschentüchrr, gesäumt, per 6 Stück . . X SO 700 Mode-Sonnenschirm mit aparten Griffen in allen Färb en X 240000, X 325000 Wirkwaren Vorzügliche Florstrümpfe in allen Modefarben ...... X S7 300 Damen - Strapazkuiestrümpfe in schwarz und modefarbig.... X 7 800 PrimaHerrensocken in Makkao und Modefarben.X 5 850 Damen-ModejumPer, reine Wolle X 57 000 Elegante Damerrjacken in schönen Modefarben.K 117 000 Damenwäsche Hemden mit Stickerei, Trägerreform.X 25 000, K 1-9 800 Batist-Garnituren, sehr elegante Fasson, mit reicher Handarbeit und Spitzen, Henrd und Hose, je . . . X 75000, X 55000, K 40000 Große Auswahl iuKombinationen mit Hand-Ajour- oder Schweizer Stickerei, X 120000, X 79 000, X 53000, X 48000 Miederleibchen in reicher Auswahl X 19500, X 14500, X 13 000 Damenputz Sport-Taschentücher aus Seide, mit Ajourfamn, in allen Modefarben .. X 16 500, X 13 500 Reverskragen mit plissierter Rüsche X 28 600, X 87 300 Neueste Damen-Pikee-Garnitnren X SS 000 Abgepaßte Seitenrüsche aus Tüll oder Etamin.K 1040© Plissierte Seidenlrawatten. moderne Dessins.... X 27 300, X 18 800 Reichhaltige Auswahl in neuesten Blnse« nnd Jackenkragen, Jabots und Rüschen. Herren-Modeartikel Panama-Sporthemden.X 65 000 Moderne Herrenhemden mit zwei separaten Kragen . . X 95.000, X 68 000 Zephirhemden m. 2 separat. Kragen X 85 000 Kurze Unterhose«.X 34 500 Seiden-Krawa1te»,moderneFarben Md Dessins . . . .X 25.000, X 15 000 FeineSeidenbinder inModestreisen X 0 500 Fröhjahrshüte,Haarfilz,X 145.000, X 65 «00 Damen-GlaeöhanÄschuhe (Ziegenleder) in allen Größen K 75 000 Herrenkleider Herren-Anzüge, grau, fischgrät. . Svort-Anziige mit Breecheshose . Steirer-Joppe, grün egalisiert. . Steirer-Hose, Lederimitation . . Raglan aus Modestoff. Hubertus-Mantel mit abknöpfbarer' Gummimantel Wettcrkragen. X 380 000 X 530 00« X 380 000 X 130000 X 530 000 X 400 OVO X ISO 00« X SSO 00« Knabenkleider in den Größen von 3 bis 12 Jahren Leder-Jmitationshosen.X 70 000 Steirer -Joppen, grün egalisiert . X 165 00« Matrosen-Anzügem. abblöpsbarem Doppelkragen.X 870 00« Hubertus-Mantelm. abknöpfbarer Kapuze.-X 330 00« unsere Frflbialirs-NeoMten —- wiä.|WMi w uuuuunuu BesleMignng ohne Kaufzwang erfieten! artikel i "i sjeder Kunde eine Meine | hßt Kinksv? thtfiS I Gratis erhält praMsche Beigabe bei Einkav? eines Herrenanzuges oder Ueberrockes. (44. Fortsetzung.) David ALrstz. Ron ran von Disraeli (Lord BeaconSsield). Mrs dom Englischen übersetzt von G. Unna. Der Morgen karn. Die Krieger versaimnelten sich um sten Altar und «das Opfer. Der Hohepriester und die ihn: dienenden Leviten verkündeten die Einheit und die Allmacht des Gottes Israels und die andächtige Antwort sÄn'es siegreichen und auserwählten Volkes hallte Wider über die Ebene. Dann begaben sie sich zu ihren Zelten zurück, um die Auslegung des Gesetzes zn vernehmen. Selbst die Entfernung eines Sabbat-Weges durfte nicht den Raum überschreiten, der zwischen Jerusalem und denr Oelberg liegt. Dies war die Entfernung des Tempels bis zum Heiligtum. Sie «tvar sorgfältig gemessen worden und jeder Hebräer, der heute aus dem Lager gehen mußte, zählte sorgsam die Schritte seines Sabbatweges. Endlich ging die Sonne wieder unter und Plötzlich brannten die Feuer, schallten Stimmen, eilten Menschen eimher mit denselben Eifer, welche die Stille des vorhergehenden Abends charakterisiert hatte. Ausbrüche von Gelächter, Klänge der M-uisik kündeten die Festlichkeiten der nächsten Nacht an. Ans allen benachbarten Dorfschaften waren Lebensmittel hevbeigefchafst worden, und bald gedachten die fvonnuen Sieger ihrer letzten Triumphe beim Mahle der Freude, Am folgenden Morgen kam ein Tatar von Jthamar tiuit der Nachricht, daß der Sultan von Rum sich nach Syrien zurückgezogen habe und Bagdad unverteidigt sei, daß er aber den Bitten der Einwohner uachgegebeu habe, die, bevor die Truppen in die Stadt einrückten, eine Deputation an Alroy schicken wollten, und daß er ihnen freies Geleite bewilligt habe. «i. Am Atorgen verkündeten Boten die AnkuM diefir Gesandtscha-ft. Alle Truppen standen unter Waffen. Alroy hatte befohlen, daß die Bittenden durch das ganze Lager geführt werden solltest, ehe sie zn dem kmnglichen Zelte gelangten, an dessen beiden Seiten die heilige Wache arrfgestellt stand. Ms die Vorhänge des Zeltes iweggezogen wurden, erblickte mau den Sieger selbst auf einem prachtvollen Diwan sitzend. Ihm zur Rechten stand Jabastvr in femenr hoherrpriestettlichen Gewände und zur Linken Scherircch. Hinter ihm hielt der riesige Mietbar das heilige Zepter enipor. Zubeiden Seiten im Zelte standen viele seiner Heerführer. Zimbeln ertönten und dumpfe Pauken und schwache Trompetentöue. Durch die geradlinigen Zeltvechen komrte man schon den Anfang des Zuges erblicken. Erst kam eure . Schare schöner Gttmwn streuender Jünglinge, je zwei und lljtoei, dann eine Schav vrwMUWWn M AMm ^Ävainidsm von Goldstoff, die ihren silbernen Tronrpeten Klagetöue entlockten. Diesen folgten Sklaven aus allen Weltgegenden, als Tribrrt die reichsten und köstlichsten Produkte ihrer Heimat tragend, Neger mit Clesantenzähneir, Straußfidern nnd Körben voll Goldstaub; Syrier mit kostbaren Waffen, Perser mit Gefäßen voll Rosenöl, und Indier mit Körben voll Perlen und Ormnz und weichen Schals von Kaschmir. 9tun tarn ein Araber irr seinern blarrerr «Burrms; er leitete eine hohe, zahme Giraffe an rotserde ne m Stricke, lvährend seine Kinder ihrr nnrgaben, von denen jedes abtvechselnd eine Weiße oder -hellbraune Gazelle führte. Hierauf folgterr - paarweise fünfzig starke Männer, tvelche silberrre Schilde voll goldener Münzen oder herrlich gearbeitete und mit Edelsteinen eingelegte Becher trugen. Der Klang der Zimbeln verkündete das Erscheinen der Ehrenkleider, die aus den Vorräten des Beherrschers -der Gläubigen ausgesucht lvaren, die Seidenzeuge aus Aleppo und der Brokat ans Damaskus nnt Besatz von Zobel und Hermelin und Flaum aus der Brust des Schivaus sowie Felle des Weißen Fuchses. Darauf folgten zwei graue Dromedare mit silbernem Geschirr und viele reichgezäumte Rosse, jedes von einem Diener in prachtvoller Kleidung geführt. Das letzte der Reffe war schneeweiß und «hatte auf seiner Stirn, eine Art rötlichen Sterns; ein Roß aus dem heiligen Marstall Saloinos, nur allem von Mömurlinigen des Propheten bestiegen. Dann nahte Mm duurpfen Klang der Kesselpaavken « Schar schivarzer Eumrchen ntrt ihren schattachroten Kleideur und elfenbeinernen Streitäxten. Sie umgaben und schirmten vor fern Blick der Menge vierzehn schöne zirkassische Jungftauen, deren reizendes Antlitz und vollerrdeter Wuchs durch lange Schleier und weite Gewänder der- HM war. Diessr ganze prunkvolle Zug näherte sich Mroy, verbettgte sich demütig vor dem Sieger und stellte sich zu beiden Seiten des breiten Zugangs in Ordmmg ans. Ätt erschienen die Abgesandten. Zwölf der angesehensten Bürger Bagdads mit übereinaudergeschlagenerc Avncen, gesenkten Augen und rmgeordneter Kleidung. Stumm und demü-tig berührte jeder die Erde mit seiner Hand, Kßte diese dann zum Zeichen der Untevwerfmrg, ging hierauf zur Seite und hervor trat der erste Abgeordnete und Sprecher — Houain! 18. Ehrerbietig, doch nllgezlmrttgen verbeugte sich der Arzt des Kalifen vor denr Eroberer des Ostens. Sein Aenßeves wie sein Benehmen stach nicht wenig gegen den Anblick seiner Begleiter ab. Nicht nrinder ruhig und heiter war sein Gesicht, nicht rninder reich m\b sorgfältig sene Kleidung als damals, wo er zuerst Alroy iur Basar von Bagdad aus dm KlcmLU dasi «WMichM Mbdcckloh rettete- Er sprach und jedes Geräusch schwieg vor dem Wohl« klang seiner Sti-rmne: „Eroberer der Welt! Das Schicksal,. Fegen das der Mensch vergebens ankämpst, hat unser Leben und Gut iw deine Macht gegeben. Deine 'Sklaven 'bieten dir Probert! - ihrer Reichtümer dar; nicht als Tribut, denn äll das Ihriges ist dein, sondern nur, um dir die Erzeugnisse der Sicherheit^ m\b des Friedens vorznlegeu, damit du dich überzeugst, daß Gnade ffir den Sieger ebenso vorteilhaft ist wie für den Besiegten, daß es besser ist, zn erhalten als zn zerstören^ und weiser zu genießerr als auszurotten. Das Schicksal ließ rms als Sklaven des Kalifen geboren werden; dasselbe Schicksal hat sein Zepter irr fremd; Hände gegeben. Wir versprechen dir dieselbe Treue, mst der wir ihm dienten und bitten dich um denselben Schicht den er uns gewährte. Was du auch beschließest, wir nrüsseN uris dernmn Beq schlusse in Demut beugen, da wir wohl wissen, daß du dies Macht in Händen hast. Doch wir sind nicht ohne Hoffnmcg^ Wir denken daran, «wie glücklich wir sind, daß «wir uns nichtz an einen barbarischen Heerführer wenden müssen, der keiA! Verständnis für die Forderungen der Kulttw, die Schöpf fungen der Kunst, die edleren Antriebe «der Menschheit Hai beir kann. Wir erkennen deine rruwiderstehliche Macht an, aber wir wagen «es, alles von eiusm Fürsten zn erhoffe^ desseir Geist j edermann ho ch schützt und ibswundort, der eineir Teil seiner Jugend den Sorgen der Negierung und denr Dienste der Waffen eutz«og um des edleren Stvebens nach Erlenittnis «willen, dessen siMches Empfinden durchs einen reinen nnd erhabenen Glauben gestählt ward mH der seine Abkunft von einem berührnten «und «heiligen Stamme herleitet, dessen Alter ohnegleichen selbst der Prophet anerkennt." . Hier endete «er. Ein Genmmrel des Beifalls lief durch das Zelt, schwieg aber im Augenblicke, als sich die Lippey des Siegers öffneten. „Edler Ernir," entgegnete Alroy, „kehre nach Bagdad zurück und sage deinen Mitbürgew, daß der König von Israel ihrerr Personen Schutz, ihrem Eigcntunr Sicherhesi gewährt." „Und ihrem Glauben?" fragte der Abgeordiwte «leiser „Duldlln-g", erwiderte Alwy, sich zn Jabastoi wendend. „Bis auf weitere Anordnmigen", setzte der Hohepriester hmzn. „Emir," sagte. Mroy, „die Person des Kalifen soll geehrt werden." „Eure Hoheit," entgeguete Houain, „nrögen Unssest daß der Sultan von Nunc sich Mit nufotciit bisherigen Bei Herrscher zrirückgezogen hat." „Und sein Harem?"! „Auch mit diesem." ' OortsttzuW solgtp -rr'jsrfx:-:

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.